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Jüdische Presse · 1927-11-18 · 42 (18.11.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
42 (18.11.1927)
Date
1927-11-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 42 JÜDISCHE PRESSE Seite 263 •doxon Judentums vorliegen, die jede Förderung des thorafremden Zionismus aus religiösen Gründen verpönen, so müßte die Tatsache allein, daß die ״Jüdische Partei“ den bekannten extremen zionistischen Propagator Dr. Margulies in Leitmeritz bevollmächtigt hat, die slowakischen Juden (natürlich, ohne sie befragt zu haben!) in der ״Liga der Mindcrheitsuationalitäteu“ zu vertreten, vollauf genügen, dieser Partei wegen Vorschubleistung au den Antisemitismus jede politische oder organisatorische Unterstützung zu versagen. Man erweist weder dem Judentum noch dem Staat einen guten Dienst, wenn man politischen Phantomen nachjagt und durch ihre Unerreichbarkeit Stimmungen erzeugt, die entweder Antisemitismus Vortäuschen, wo er nicht vorhanden ist, oder aber — und das ist noch sehlimmer — den Anreiz zum Antisemitismus geben, wo cs nur dieses Anreizes bedarf, um in!Erscheinung zu treten. Lernen wir endlich unsere Lage richtig erkennen. Lernen wir vor allem politisch denken, und zwar unter allen Umständen jüdisch politisch denken. Verlieren wir nicht unsere alte jüdische Besonnenheit und ׳Nüchternheit in solchen Dingen, in denen Erfahrungen von Jahrtausenden uns gute Wegweiser sein könnten, sein müßten. Ein politischer Redner hat vor kurzem in Michalovec sich, judenfeindliche Auslassungen geleistet? Bringet den Vorfall pflichtgemäß zur Anzeige oder tretet ihm an Ort und Stelle entgegen! Schreiet aber nicht gleich in die Welt hinaus: antisemitische Bewegung! ׳Das ist nicht wahr. Antisemitismus hat ein ganz anderes Gesicht. Danket eurem Schöpfer, daß ihr ihn noch nicht kennt! In einer studentischen Vereiusvcrsammlung in Bratislava tut ein ■junger Mann einen alltäglichen judenfeindlichen Ausruf? Seid Männer und verliert nicht sogleich eure Besinnung! Redet nicht leichtfertig von ״antisemitischen Dcmonstrationen“ und verunglimpfet nicht undankbar den Namen eines durchaus menschenfreundlichen und den jüdischen Patrioten gegenüber ohne Unterschied zwischen reich und arm stets entgegenkommenden Universitätsprofessors, eines pflichtbewußten Wohltäters eurer leidenden Brüder und Schwestern, nur weil er in jener Vereinsvcrsammlung zugegen war und sich so benahm, wie auch ihr euch benommen hättet, wenn ihr überlegte, reife Menschen wäret und Verantwortungsgefühl besäßet. Professor Ncdousek selbst etgreift zu diesem ganz bedeutungslosen und nicht einmal sympathischen Vorfall das Wort. Er veröffentlicht folgende Erklärung: ״Von einer Demonstration, wie es der ״Rcggel‘‘ darstellt, kann keine Rede sein. Eine solche antisemitische Demonstration fand auch nicht statt. Ich war zur Generalversammlung des Vereines der slowakischen!Mediziner als Professor eingeladen, war also weder Vorsitzender noch irgendwie in amtlicher Eigenschaft bei dieser Versammlung, in der verschiedene Punkte zur Sprache gelangten. ׳Bei der Generalversammlung waren auch Mitglieder der Vereinigung der •jüdischen Studenten ״Achduth“ anwesend. Es handelte sich darum, wie •diese Vereinigung in den slowakischen Verein aufgenommen werden könnte. Diesbezüglich ergaben sich einige Schwierigkeiten, und im Laufe der Debatte hörte man eine slowakische Stimme ״Hinaus mit den Juden!“ rufen. Von Kundgebungen demonstrativer und allge- V3. .. ». sich an Ihrem Geld, o>1e versündigen wenn Sie Pelze einkaufen, ohne sich von unseren billigen Preisen zu überzeugen! Riesige Auswahl in allen Pelzgattungen Verkaufs en g!*osy en detail! Reparaturen werden schnell und billigst durchgeführt! 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Obwohl viele spätere Ereignisse jeden Einsichtigen von der!Haltlosigkeit jener!Behauptung •hätten׳ überzeugen! müssen, hielt!man nicht nur an!ihr fest, — sondern man suchte nach immer neuen!Beweisen gegen die Juden und fand solche, weil man sie finden wollte. Anschaulich werden uns die verschiedenen Phasen der gegen die Juden sfich •geltend machenden Stimmung unter der Bevölkerung dargestellt, und man kann sich da nicht des Eindrucks erwehren, daß auch in dieser Periode sich zejgte, wie schnell sich aus ganz geringfügigen Ursachen gegen uns die Feind- Seligkeit Lu!ft zu machen sucht. In anschaulicher Weise werden nun die Ursachen des Ausweisungsediktes und auch seine Durchführung dargestellt, und am Sclilusse der Abhandlung erfahren wir, von welch einschneidender!Bedeutung für Handel •und Verkehr wie für die Einnahmen des Staates die Judenvertreibung war; zahlreiche Anmerkuugen ergänzen hie und da den Text der wertvollen Arbeit vorteilhaft und geben!Hinweise für weitere Studien, die hoffentlich ׳bald weitere Darstellungen •aus der׳ Geschichte •der Prager Juden ans Tageslicht fördern werden.; __ Dr. 1M. L. Das jüdische Kind in die jüd. Schule! Spendet reichlich für die Talmud-Thora-Volke׳ und Bürgerschule Wien, 11., Malzgasse 16 meiner Art war aber keine Rede, auch habe ich als Gast zu der Frage überhaupt keine Stellung genommen, da ich mich bezüglich anderer Problme, die ebenfalls zur Verhandlung gelangten, ebenfalls nicht äußerte. Im übrigen kann es sich mir um die Privatmeinung eines Studenten handeln, dies bedeutet aber kein Vox populi, demzufolge kann man also auch nicht davon sprechen, daß es zu antisemitischen Kundgebungen gekommen wäre.“ Entspricht es der Würde des Judentums, von solchen geringfügigen Vorfällen überhaupt Notiz zu nehmen und den Staat, in welchem wir leben, in den unmotivierten Ruf des Antisemitismus zu bringen? Spielen wir nicht mit dem Feuer! .1. .1• B. Jiigendversammlmig in Bratislava. Eine freudige und muntere Schar junger jüdischer Kinder fand sich Sonntag, den 11. Marcheschwan im Lehrsaalc der Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Bratislava ein. Dichtaneinander gedrängt saßen und standen sic da. An den leuchtenden, lebenslustige!! Augen •und den •glühenden Wangen sah man ihnen nicht nur die Begeisterungsfähigkeit an, sondern auch echte, hingebungsvolle Begeisterung für die Sache, die sic in diesem Saal zusammenfiilirte. Sie kamen hierher auf Einladung der ״Zeire Ernutieh Jisrocl“, der Unterabteilung der Agiidas-Jisroel-Jugeiidgruppe, ׳um aus berufenem Munde zu vernehmen, was der Anschluß an diese Jugendverciiiigung für sie bedeute. Die Versammluii.g wird von ,Herrn Armin!R 0 111, dem Leiter der Vereinigung, mit einer kurzen Ansprache begrüßt, in der er besonders den Lehrern der Jcssode Hathora warmen Dank sagt für ihr Erscheinen und sie versichert, daß diese Jugend sich auch nach ihrem eventuellen Austritt aus der Lehranstalt fortgesetzt •als Schüler ihrer Lehrer betrachte und eben deshalb sich schon in! zarten Jugendalter zusammenschlicße, um in freiwilligen Zusammenkünften die Lehren auf sich wirken zu lassen, die sie in den Thoraanstaiten empfingen. Darauf hielten •Herr Jakob Joel Brau 11, Herr Rabbiner!F e 1 d b r a 11 d, Direktor der Jessode Hathora-Schule, ׳und Herr .Rabbiner Hirschlcr Ansprachen an die vcrsammerielteii Jünglinge über die Zwecke des Vereins. Herr Hermann Adler dankte den V0rtr,gen!den ,und faßte in einigen Sätzen die Pflichten zusammen, welche sich die Mitglieder •mit dem Eintritt in den Verein freiwillig auferlegen. Mit jtiibelndein Beifall dankten die Erschienenen für das Vernommene. Als der Vorsitzende, 1H. A. Roth, die Vor- Sammlung schloß, konnte er mit Genugtuung feststellen, daß sämtliche anwesenden Jünglinge an diesem Abend dein Verein beigetreten sind, sofern sie nicht schon früher Mitglieder waren. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe in Trnava. Aus Trnava wird uns geschrieben: Oie Agudas Jisroel-Jugendgruppe Trnava!hielt ׳am 23. Oktober die alljährliche Generalversammlung ab. Herr Präses Alex. Weisz eröffnete die Sitzung und referierte über die Tätigkeit während des abgelaufenen Jahres. Herr Samu Weisz, Kassier der Gruppe, und Herr Mathias Reichenberger, Kassier der ״Linas Orchim-Sektion“ der Jugendgruppe, erstatteten den Kassabericht. Dem Vorstamd wurde Dank und Anerkennung für seine bisherige Tätigkeit ausgesprochen. Hernach schritt man zur Neu;- wähl. Folgende Herren wurden in den Vorstand gewählt: Alex. Weisz (Präses), ,Alex. : Beck ׳(Vizepräses), Alex. Bernfeld (Kassier der ■Gruppe),!Hermann Wleisz (Kassler der Linas Orchim-Sektion), Andor Herzog und Nandor Herzog (Kontrollore) und Albert Halle (Schriftführer).!111 den Ausschuß wurden die 1Herren Mathias ׳Reichenberger, Bela Beck, Samu Weisz gewählt. Zugleich referierte Herr Bela Beck über den Verlauf des letztens in ■Nitra stattgefundenen Delegiertentages, an dem er als Delegierter teilnahm. Seine Mitteilungen riefen großen Beifall ,hervor und spornten die Mitglieder zu intensiver Tätigkeit an. Zionistenführer wegen Verleumdung verurteilt. Der zionistische Vizeibiirgermeister von.Munkacs D1*. Spiegel wurde diese Tage vor der Gerichtstafel in Kosice (Kaschau) wegen der ,im ״Jiddischen Volksblatt“ veröffentlichten Verleumdungen gegen Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner!Weber,!Präses des orthodox-jüdischen Zentra'l'bureaus für •die Slowakei zur Verantwortung gezogen. Der inkriminierte Artikel lautete ähnlich wie alle die von den!Zionisten und sonstigen Feinden ■des orthodoxen Judentums ausgestreuten Verleumdungen im Zusammenhange mit den amerikanischen ׳Hilfsgeldern, die an die Thoralethranstalten verteilt wurden. Obgleich es bekannt war, daß diese Gelder mit größter Gewissenhaftigkeit verteilt und verrechnet wurden und das orthodoxe Zentralbureau es jedermann freistellte,' in die Verrechnungen Einblick zu nehmen, haben es die zionistischen Agitatoren doch nicht unterlassen, Liigenberichtc zu verbreiten, um so das Ansehen der orthodoxen Organisationskörperschäften, ,durch welche diese Gelder verteilt wurden, herabzuwürdigen und den Jeschiwos und Talmud Thoras •dadurch Schaden zuzufügen, daß sie das Vertrauen bei den amerikanischen Hilfskomitees zu erschüttern versuchten. Dies ist ihnen aber!am allerwenigstens gelungen. Denn diese amerikanischen Komitees sprachen daraufhin dem Verteilungskomitee für ■die durchgeführten Verteilungen ihren wärmsten Dank aus, mit ■dem!Bemerken, daß die ׳Präzision, mit der die Gelder verrechnet wurden, die Spender zu neuen Spenden anregen. Den Verleumdern war man aber genötigt, den Prozeß zu machen wegen Beleidigung durch •die Presse. Es haben auch schon mehrere Gerichtsverhandlungen in diesen!Prozessen stattgefunden. Unlängst erst der Prozeß gegen Dr. Margulies. Aber diese zionistischen Helden sprechen bei den Verhandlungen von allen Dingen, nur nicht davon, was zu ihrer Verteidigung gehört und womit sie ihre Verleumdungen!beweisen sollten. Beim Kragen ihres harten Nackens geipackt, gaukeln und strampeln sie •hin und her und bitten •schließlich um Vertagung der Verhandlung. Dr. Spiegel wurde nach langem Verschleppen für schuldig erklärt und zu einer empfindlichen Strafe verurteilt, der er so entgehen wollte, daß er an die Gerichtstafel appellierte. Nun hat sich am 9. November 1. J. die Gerichtstafel mit seinen lächerlichen Einwendungen befaßt und die über ihn und seinen sauberen Kompagnon Redakteur Sauber verhängte Strafe mit der Hinzufügung bestätigt, daß er nunmehr auch noch die Gerichtskosten der Tafel zu fragen hat. Oberrabbiner Frey bleibt in Surany. Vor einigen Tagen erschien eine Deputation der orthodoxen Gemeinde in S. a. •Ujhely bei Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Meyer Frey in Surany, um ihm das dortige Rabbinaf in ehrenvoller Weise anzubieten. Wie wir aus zuverlässiger Duelle erfahren, ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß die Anstrengungen, die gemacht werden, um •den ehrwürdigen Oberrabbiner für seinen bisherigen Wirkungskreis zu erhalten, •von Erfolg gekrönt sein werden. Personalien. Mazewohstellen in Nitra. Wie man uns aus Nitra berichtet, wird Mittwoch, den 28. Marcheschwan,ד׳ פרשת DT 11 תל רות Uhr vormittags, die Mezewoli auf das Grab des Oberrabbiners Rabbi Mosche K a t z צ ״ ל T gestellt werden. Trauerfeier in Levoca. Am vergangenen Sonntag fand im Tempel der israelitischen Kultusgemeindc Levoca eine Hespcdfeier für den seligen Oberrabbiner Dr. Gabriel Löwy statt. Rabbiner Kraus hielt die Rede. Am Nachmittag erschien eine Deputation aller Korporationen bei der Familie, der Präses Dr. Abräyi hielt eine Ansprache und gab die feierliche Versprechung, ,daß die Gemeinde ״des Begründers des gesamten Gcmeindewesens“ nie vergessen wird und seiner Familie mit Rat und Tat in höchstem Maße beistehen will. Der Sotlm des seligen Rabbiners צ״ל) übermittclte hierauf der Deputation das Testament des seligen Rabbiners an seine Gemeinde, worin er unter anderem ehreiiwörtlich versichert, während seiner Wirksamkeit sich nie einer •Lüge oder Uukorrcktheit, selbst in ■gemeindepolitischen Angelegenheiten,!bedient zu haben. Der rührende Akt nahm damit sein Ende. R. Meier (Max) Deutelbaum ז״צל» Freitag, den 9. Marcheschwan wurde Herr M a x Deutelbaum am orthodoxen בית החיים in Bratislava zur Ruhe gebettet. Die Preßburgcr Judenschaft verliert mit seinem Hinsoheiden einen Mann, der in allen Kreisen wegen der!großen Vorzüge, die ihn auszeichneten, hochgeachtet war. Von frühester Jugend ■auf war er ein streng frommer Jude. Er (ernte auf der Jeschiwoh des ״Ksaw Lofer“ in Preßburg und widmete sich später der Landwirtschaft in Schurowitz. Dort führte er ein mustergültig jüdisches Haus und beobachtete unter manchen Opfern auch im landwirtschaftlichen!Betrieb die Schabosgesetzc auf das genaueste. ,Kurz nach Ausbruch des Weltkrieges zog er sich nach Preßburg zurück, wo er seine Zeit und ■seine Kraft dem ״Lernen“ •und!jüdischen gemeinniitzigen Institutionen weihte. 11m Alter von 75 Jahren schied er von •dünnen nach längerer Krankheit, tief!betrauert von seiner feinsinnigen •Gattin, seinen Kindern und zahlreichen Freunden und Verehrern. Zn seiner Bestattung fand sich eine ansehnliche Trauergemeinde aus nah und ,fern •in einer Wtohnung ein. In Abwesenheit des Oberrabbiners ergriff als erster!Herr!Rabbiner!Hirschler das Wort, um ■in einen! eindrucksvollen Hesped das g-ttgefällige Leben des Heimgegangenen zu zeichnen. Er hob als besonderes — und leider immer seltener werdendes Verdienst hervor, daß der Verblichene in der Landwirtschaft an den religiösen Vorschriften festhielt und so den Beweis dafür erbrachte, daß ,aufrichtiger, guter Wille zur Währung der Heiligkeit des Schabos alle Hindernisse überwinden hilft. Tiefe Wirkung übte die Schilderung des innigen •Familienlebens des Verblichenen aus. Redner gedachte dabei der ersten Frau des Verblichenen, die die Grundlage’ zu diesem schönen Heim legte, das in seiner zweiten Frau eine bewunderswerte Pflegerin und Fortsetzerin •gefunden hat. Der Hesped klang aus in!Mahnworten an den Sohn und die Tochter des Heimgegangenen, diesem Geiist ,dankbare Treue zu!bewahren! und ihm ,nach dem Willen des Vaters in ihrem Leben und Wfirken Fortdauer zu verschaffen. Im gleichen Sinne widmete darauf Herr Rabbiner Ka l isch dem vertrauten Freund einen warmen Nachruf, in welchem er rührende Einzelheiten aus dem Leben des Niftor ■erzählte. Für seinen W.ohltätigkeitssinn ist bezeichnend, daß er im Sinne des והלך ל פניך צדקך unmittelbar nach seiner Niederlassung in Preßburg während des ׳Krieges, als ihn hier nur Wenige kannten, sich damit einführte, daß er an Arme und Bedürftige בני תורה Lebensmittel vereilen ließ. Draußen im Vorhofe des בית עלמין sprach Herr Rabbiner Aba!Herczel und gedachte in ergreifenden Worten besonders der väterliehen ׳Liebe, mit der der Verblichene an allen seinen Verwandten ■hing. Zum Schlüsse nahm Herr Rabbiner Samuel Donath im ׳Namen der Gemeinde und der ח ״ ק von dem verdienten Mitglied herzbewegenden Abschied. R. Jizchak Katzצ״ל ׳* Aus Dobsina wird uns berichtet: Hier ist dieser Tage der in weiten Kreisen bekannte ת״ח גדול וירא״ד R. Jizchök ■Katz verschieden. Ueber den Verblichenen, der die Zierde unserer Gemeinde war. ׳hielten, in erster Reihe seine Söhne, die auch מופלגים DT) sind, Trauerreden. Dann ■sprachen unser ■Rabbiner Isak Lemberger und . Oberrabbiner Atlas aus N.-iRöcze, insbesonders Schilderten sie seinen גדלות בתורה und rühmten ihn als רודף צדקה וחסד in überaus großem Maße. Nachher folgte ein wärmer Nachruf durch unseren hochverehrten Präses!Herrn Dr. A11 s 10 c k im Namen sämtlicher Mitglieder der Gemeinde und der Chewra תלמוד תורה in der der ׳ ג פ ט רjahrelang die Präsesstelle• bekleidet hatte. ׳Herr Oberrabbiner Tannen ,bäum aus Turna, der wegen Unpäßlichkeit an der ל ו י׳ nicht teilnehmen konnte, sprach sein Beileid telephonisch aus. Rabbi Scholoin Zobel זצ״ל . Aus Boskovice erhalten wir die Trauerkunde von dem Binscheiden!des Rabbi Scbolom Zobel, Leiter der dortigen!Bes!Hamidrosch. Wie eine stämmige Eiche aus der Urzeit ragte dieser ת " ח יירא ד׳ aus einer Zeit, da die Boskovitzer Gemeinde noch eine Stätte von Thora und G-ttesfurcht war, ■in unsere Tage hinein, gleichsam als Ma׳hner und Warner an alle diejenigen, die festhalten an den Idealen der Väter, dem völligen Verfall der Gemeinde zu steuern, bevor es zu spät ist. Er genoß auch wegen seiner aufrichtigen Frömmigkeit große Verehrung bei der ganzen Gemeinde und in allen Nachbargemeinden. Er war auch Gabbaj des ״Kolel Schome Hachomoth“ und bemühte sich stets, seinen Einfluß für alles Gute und Jüdische einzusetzen. Seine לוי׳ war eine Kundgebung der Verehrung und der Dankbarkeit für sein segensreiches Wirken. Trauerreden hileten sein Schwiegersohn Herr Me i sei, Herr Oberabbiner Reich und Gemeindevorsteher Herr Gustav Springer. •Möge der Geist des Verblichenen in den mährischen Gemeinden zum Segen fortwirken, auf daß auch dort bald das wahre Judentum, in dem Sinne wieder zum Leben erwache, wie es der Heim- ,gegangene inniglich gewünscht •und gelehrt hat. . Frau Oberrabbiner Weisz ,ע״ך »n Sokyrnicze. Wie uns aus Sokyrnicze berichtet wird, ver-

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