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Jüdische Presse · 1927-11-04 · 40 (4.11.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
40 (4.11.1927)
Date
1927-11-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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*fe.« JÜDISCHE PRESSE Seite 2S3 Unschädliches Entfettungsmittel Man kaufe sich in der nächsten Apotheke 4 dkg F u c ahöhnen, davon nimmt man 2 V^ochen hindurch zweimal täglich je eine Bohne nach der Mahlzeit, hernach 3 Wochen dreimal täglich je 2 BohDen nach der Mahl- , *eit, sodann wiederum 2 Wochen dreimal täglich eine Bohne nach der Mahlzeit. Der Erfolg ist ein überraschender die ״Einheit des Judentums“ entdeckt. Die selbstbewußte Orthodoxie oder zumindest diejenige, die ihnen : nicht auf den Leim ging, war natürlich abermals der ״Friedensstörer“ und sie wird dies immer sein, allsolangc es den Herren Nationalisten nicht gelingen wird, das ganze Judentum ihrem Willen gefügig zu machen. Im Endergebnis entstand für die Nationalisten infolge des zielbewußten Auftretens der prinzipiellen Orthodoxie die Situation, daß die Zionisten in den meisten Gemeinden, wo die Orthodoxen einen beträchtlichen Teil der Wähler bilden, unter der Flagge der eigenen ״Jüdischen Partei“ überhaupt nicht in die O e f f e n.t 1 i c h k c i t t r a t e n (so z. B. in Bratislava, G a l a n t a, Dun. S t r e d a, P i e s t a n y, Trnava, B a r d i 0 w ü. a.). In anderen Gemeinden (wie in K o s i c e, Pr eso v und an vielen kleineren Orten) mußten sie sich dazu bequemen, auf ihr ganzes nationalistisches Programm öffentlich zu verzichten. Nicht gering ist die. Zahl solcher Orte, wo in Unkenntnis der großen Wandlung, die im Programm der ״Jüdischen Partei“ seit ihrer Gründung unter Mitwirkung orthodoxer Führer eingetreten ist, zwar der Narne der Partei unverändert beibehalten, die Wahl von ,,Nationalisten“ aber entschieden abgelehnt wurde (Kosice u. a.). Besonders gute Erfolge erzielten die Orthodoxen namentlich dort, wo sie sich reif genug erwiesen, eigene Kandidatenlisten einzureichen und der dominierenden Stellung der zionistischen Nationalitäten — mochten sie sich aus Mandatshunger noch so harm- Io sf gebärden und mochten sie sie unter welchem neutralen Namen immer verbergen — in den politischen und Wahlangelegenheiten des Judentums endgültig das wohlverdiente Ende zu bereiten, wie in Bratislava, Nitra, Trnava, Vran 0 w, S e c o v c e und zahlreichen anderen Orten. Die Folge wird zeigen, daß gerade aus diesen wertvollen Ansätzen die politische Gesundung des ganzen tschechoslowakischen Judentums hervorgehen wird. Man urteile angesichts dieser Tatsachen über den frivolen Scherz, den sich die ״Jüdische Volkszeitung“, das offizielle Organ der ״Jüdischen Partei“, mit ihren Lesern neuerdings leistet, indem sie ihnen erzählt, diese zionistischnationalistische Partei habe gegen die 31.445 Stimmen, die auf sie im Jahre 1925 in der Slowakei entfielen, auch jetzt noch 26.867 Stimmen erhalten. Was hat es also all den vielen Wahlparteien genutzt, die es zwar vermieden, ihrem Namen das Ehrenepiteton ״orthodox" anzufügen; aber aus ausdrücklichen Widerspruch gegen den politischen Mindcrheitsnationalismus der ״Jüdischen Partei“ auch den Namen dieser Partei ablehnten (wie die ״Partei der Juden in Bratislava“, ״Jüdische Bürgerpartei“ in Piestany, die vier jüdischen Wahl- Parteien in Dun. ׳St red a u. a.)? Ihre Stimmen werden jetzt, d a die W a h l e n v0׳ r b e i s'i nd, samt und sonders von der nationalistisch-jüdischen ״Jüdischen Partei“ für sich und ihre ׳beinahe.von der gesamten Judenschaft der Slowakei entschieden verworfenen politischen Absichten erbarmungslos in Anspruch genommen! W i r haben diese Taktik unserer nationalistischen Politiker längst gekannt und haben rechtzeitig davor gewarnt. Wir haben dafür gesorgt, daß die selbständige Orthodoxie die Verantwortung für die Folgen einer solchen vagen Politik nicht trifft. Wer unsere. Warnrufe überhören zu dürfen glaubte, möge sich jetzt reuevoll in die Brust schlagen . . . __ J. J• B. Oherabbinerwahl in Presov. Wie uns berichtet wird, fand am 16. Oktober in Presov die Wahl eines Oberrabbiners statt. Rabbiner Chajim Lau aus Suzäwa (Bukowina) wurde unter großer Begeisterung mit erdrückender Majorität zum Oberrabbiner gewählt. Der neugewählte Oberrabbiner gehört ■zu der jüngeren aufstrebenden Rabbinergarde in Polen und ist auch den Lesern dieser Zeitung aus den Berichten über seine eifrige‘ Tätigkeit für die Agudas Jisroel bekannt. Der Jerusalemer tschechoslowakische Konsul in Bratislava. Auf seiner Urlaubsreise wellte der tschechoslowakische Konsul in Jerusalem Dr. F r i c am הושענא רבה in Bratislava und stattete dem Oberprokurator des ״Kolel Schomre Hachomoth“ Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber einen Besuch ab. Personalien. Der fünfzigste Geburtstag Oberrabbiner Schreibers. Am 4. Marcheschwän beging Sr. Ehrw.׳Herr Oberrabiner Akiba Schreiber. Bratislava, seinen 50. Geburtstag. Zahlreiche Freunde und Verehrer benützten diese Gelegenheit, um dem Herrn Oberrabbiner ihre guten Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Die Redaktion der ״Jüdischen Presse“ schließt sich diesen Gratulanten aufrichtigen Herzens an. Möge es dem ehrwürdigen Oberhaupte der Preßburger orthodoxen Gemeinde gegönnt sein, עד מאה ועשרים שנה zum Wohle seiner Gemeinde und zum Ruhme der gesamten Orthodoxie התורה והיראה pp להרמת zu wirken. Zum ersten Jahrzeittage von Oberrabbiner Isaak Friedrich זצ״ל Aus Humennö wird uns geschrieben: Am ש״ק לך לך den 10. Marcheschwan, begeht die Humenner orthodoxe Kultusgemeinde das erste Jahresgedenken nach ihrem unvergeßlichen׳ geistigen Führer Oberrabbiner Isaak Friedrich זצ״ל und die gesamte orthodoxe Judenheit empfindet an diesem Tage die immer noch unverharschte Wunde, die ihr der Weggang dieses trefflichen Mannes und נחל בישר׳ geschlagen, aufs neue in ihrer ersten Frische. Noch ist in der Gemeinde der Schmerz und die Trauer nicht verwunden, die sich damals ihrer bemächtigte, als aus allen Gegenden der Tschechoslowakei gesetzestreue Rabbiner und sonstige Trauergäste herbeiströmten, um dem im Alter von 52 Jahren verschiedenen Oberrabbiner das Geleite zumודים נצחיים &u geben. Oberrabiner Friedrich war als Schlüsselbewahrer jüdischer Gelehrsamkeit anerkannt, als ein נאק, wie es deren heute nur noch .wenige gibt. Er ist am 13, Nissan 5634 als Sohn Wiener Peizwaren-Marki 1r. Wien, l!.f Kleine Sperlgasse 8, Tel. 4330־1־ Sehr pre isw'-ert! Sehr preiswert! Rauhwaren und konfektionierte Pelzwaren Rohwaren-Ein- und -Verkauf Spezialist in Damenu. Herrenkonfektion. des als גאון וצרילן berühmten Oberrabbiner Rabbi Chajim Friedrich in Turcz bei Szatmar geboren. In seinen Jugend- 'jahren widmete er sich ausschließlich dem “Tn-Studium, dem er mit ausdauerndem Fl^iße oblag. Da er von Natur mit seltenem Scharfsinn und ״einem guten Gedächtnis begabt war, erwarb er sich schon in jungen Jahren ein solch hohes Maß talmudischen Wissens, daß er bereits mit vierzehn Jahren die ישיבה des Rabbi Mosche Griinwald. זצ״ל des Verfassers des עחנ׳ הבוש׳ beziehen durfte. Dieser prüfte ihn im ersten TV חלק und zählte ihn bald zu seinen besten Schülern. Man nannte ihn schon damals den ״Turczer lluj“. Auch bei Rabbi Chan. Jomtow Lipa Teitelbaüm צ״ל) in Sziget, Verfasser des קדוש י1״ט galt er als Lieblingsschüler. Als Siebzehnjähriger kam er auf die Jeschiwoh des ״Seheweh Sofer“ nach Preßburg. Auch dort zählte er zu den hervorragendsten Talrriidim. Von diesen seinen drei Lehrern erhielt er auch die rabbinische Autorisation in besonders auszeichnender Form. Und im Geiste seiner großen Lehrer lernte, lehrte und wirkte er unermüdlich, bis ein höherer uncrforschlicher Wille seine Seele abberief. Wien. Am Vorabend des Laubhüttenfestes ist Nathan Fried nach kurzer Krankheit im 79. Lebensjahre verschieden. Der Verstorbene entstammte einer angesehenen Prager Familie und hat sich durch sein gewinnendes friedfertiges Wesen, seinen lauteren frommen Lebenswandel und seine Hilfsbereitschaft allgemeine Zuneigung und Achtung erworben. Der ■Vorstand der Schönlaternschul, welcher der Verstorbene 52 Jahre lang als tätiges Mitglied angehört hat, verliert in Nathan Fried einen treuen Mitarbeiter, der durch mehr als drei Jahrzehnte für das Gedeihen dieser alten Andachtsstätte eifrig gesorgt hat. Frau Jenny GrUnhut. Wenige Tage vor Vollendung ihres 80. Geburtstages ist in der Nacht zum 28. Tischri Frau Jenny Grünhut verschieden. Die tiefe Frömmigkeit und stete Hilfsbereitschaft der Verblichenen verschafften ihr zahlreiche Freunde. Die am Montag unter großer Beteiligung stattgefundene Lewähjah zeugte von der großen Sympathie, der sich die Verstorbene erfreute. Im Trauerhause würdigte Oberrabbiner Fürst die vielen guten Eigenschaften der Dahingeschiedenen. Am Grabe sprach Herr losef Schick im Namen der Verwandten ergreifende Worte des Abschieds•! .:. ׳ ׳ R. Jehuda Stern^״ki'.'ÄusJB e’z i n o k (Bösing)־ wird uns berichtet: Am עש״ק&׳בראשית nach קיחש verschied plötzlich eines der ältesten Mtgijeder unserer Gemeinde. R. Jehuda Ber Stern im Alter von 85 Jahren., Er kam vor 57 Jahren aus AlistaPbei Szerdahely nach Bösing und betätigte sich anfangs.als Kaufmann. Später wurde er von der Gemeinde zum Religionslehrer gewählt, welches Amt er 40 Jahre lang versah. Ein Talmid des ״Ksäw Sofer“ war er ein תלמיד חכם im buchstäblichen Sinne des Wortes. Der Verblichene zeichnete sich nicht nur durch tiefes Wissen, sondern auch durch sein חשקת התורה Trotz seines hohen Alters blieb er niemals vom täglichen ■Scbiur aus. Er Verehrte die תלמידי חכמים und nahm an allem teil, was zur Förderung der Jiidischkeit diente. Au seiner מטה hielt sein Sohn Herr Salomon'S t e r n. Schriftführer der Gemeinde und Gabbaj der Chewra Kadischa einen er-;greifenden Hesped. Besonders tiefempfundene Worte sprach Herr Oberrabbiner Josua Schill, Indem er das Zidkus desנםטר und seine Leistungen auf dem Gebiete von תירה, עבורה ןג״ח . schilderte. Im Namen der Gemeinde, der Schüler, der ח״ק׳ und der ת״ת sprach Herr Salötnon Weiß und verdolmetschte die Gefühle aller Verehrer des Verblichenen. Nach der Rede des Herrn Ch. Friedmann wurden die הקפות• gemacht, die bis spät am Nachmittag dauerten. Die imposante לויה entsprach dem Ansehen und der allgemeinen Beliebtheit des Heimgegangetien. ־ Frau Mlrjom Weiß ע״ה. Eine der markantesten Gestalten des alten Preßburg, ein edelster Frauentypus in seiner höchsten Vollkommenheit, ist mit der weit und breit berühmten Frau Mirjom Weiß, geb. Präger עיה am vergangenenDTD שמחת unter tausendköpfig'er Begleitung und höchsten Ehrenbezeugungen zur letzten Ruhe gebracht worden. Die Verblichene war eine würdige Tochter des bekannten צדיק וקחש ר׳ מרדכי פראג ז״ל und die Schwester und Erzieherin der מה״ר יעקב פראנער,גאונים Rav von Ada, מה״ר אברהם פראנער Rosch Bes Din v.on Tapolcan und הקדוש ר׳ וו אלף סראגער von jeruschoiajim. Schon in frühen Jugendjahren erweckte ihr scharfer Geist, Achtung, Mütter! Anhaltende Appetitlosigkeit, Blutarmut, Altersschwäche erfordern rechtzeitiges Eingreifen. Nicht zögern! Ledferchlnat Kolar Mahosechinaelsenwein mit Lecithin, nach zahlreichen ärztlichen Gutachten lasch wirksam, wohlschmeckend, appetitanregend und blutbildend. :auf-a-ssa Erhältlich in allen Apotheken! ׳׳. Verlässliche orth. tüchtige Köchin wird für Mensa in größerer Provinzgemeinde per sofort gesucht. Dienstpersonal vorhanden. Zuschriften unter Chiffre ״Selbständig“ an die Bratislavaer Administration. t Mädchen aus gutem jüdischen Hause sucht Stelle als Stütze der Hausfrau oder als Kindermädchen. Anträge unter ״Arbeitsam“ an die Bratislavaer Administration, ihre aufopferungsvolle und absolute Hingabe für Limua Hathora, gepaart mit den edelsten Charaktereigenschaften, größte Bewunderung.י Jahre hindurch wachte diese צלקח ־' die Nächte über ספרי מוסר וחכמה und ״assistierte“ ihren Brüdern beim ״Lernen“. Kaum übersehbar ist die Schar der großen Verehrergemeinde der Dahingeschiedenen. רבנום und תלמידי חכמים waren die täglichen Besucher ihres Hauses, die bei ihr Rat und Trost suchten und fanden. גלולי ישראל wie der Scheweth Safer, Rabbi Nate Wolf, Rabbi David Lakenbach u. v. a. m. unterhielten sich stundenlang mit dieser אשה נחלה. Hand in Hand mit ihren Gatten ר׳ ישעי׳ בער ויייס לצל betätigte sie im geheimen צדקה in großem Stil, zum größten Teile תלמידי חכמים die ihren Lebensunterhalt dieser Unter- Stützung zu verdanken hatten. Die Lebensgeschichte dieser Frau könnte Bände füllen, und ein kurzer Zeitungsbericht diene bloß dazu, um den unzähligen Verehrern die traurige Kunde zu bringen. Im 9 4. Lebensjahre gab sie ihre reine Seele nach zweitägigem Leiden ihrem Schöpfer zurück. Mit ihrem Heimgange betrauern die berühmten Gaonim Dמה״ר שפטעל ווייס Oberrabbiner von Nagysimonyi, מה״ר יצחק ווייסס Rosch Bes Din von Vrbovö,. ferner מה״ר משה וליסס und Herr Samu Weiß, Kaufmann in Preßburg, Enkel' und Urenkel den Verlust ihrer Mutter bezw. Groß- und Urgroßmutter. Ihr Andenken wird eine Segensquelle bleiben. י C11. J. W. R. Oscher Groß צ ״ ל T und Frau Klara Groß ע ״ ה• Am עשיקדחוה״ט סבות verschied in Bratislava Frau Klara Groß im Alter von 71 Jahren. Mit ihrem Hinscheiden verlor das Judentum eine jener נשים צדקניות die es sich verdient haben, daß die Nachwelt ihrer in Verehrung gedenkt. Sie war die letzte noch am Leben gebliebene Tochter des weit über die Grenzen seiner Wirksamkeit berühmten Rabbi Mosche Hirschler זצ״ל in Wien und die. Gattin des nunmehr auch verschiedenen Herrn Oscher Groß זצ׳יל aus Tokaj. Wie bei ihren großen Traditionen und den edlen Vorbildern ihrer und ihres Gatten Vorfahren nicht anders zu erwarten, zeichnete sie sich durch all die Tugenden aus, die das Leben wahrer frommer Frauen im Judentum mit dem Glorienschein der Ewigkeit umgeben. Tiefe Frömmigkeit beleuchtete ihren Weg und leitete ihr Tun und Handeln ihr ganzes Leben hindurch. In wörtlicher Erfüllung, des הנאהבים והנעימים בחייהם ובמיתם לא נפרדו folgte ihr schon zehn Tage, darauf (am ersten •Tage ר״ח Marcheschwan) ihr Gatte Rabbi Oscher Groß, 79jährig, in das ewige Leben. Er war ein Sohn des noch in lebhafter Erinnerung stehenden echten jüdischen קצין Rabbi Bezatel Groß in Tokaj, dessen Ruf . überall hingedrungen war, wo ■man jüdische Größe mit der ideellen Wertschätzung und der praktischen Betätigung des Thorageistes zu indentifizieren 'gewöhnt ist. Rabbi Oscher Groß war von frühester Jugend auf ein Würdiger Sohn seines großen Vaters. Er lernte תורה bei Rabbi Menachem Asch זצ״ל und ward ein großer תלסיר חכם/dem לימור החורח nicht nur inniges Bedürfnis und höchste Freude, sondern auch einzige Quelle der Seelenveredlung geworden ist. Gemeinsam mit seiner :gleichgesinnten Gattin war es ihm auch gegönnt, seinem heiligen Lebensideal nachzustreben. Herr Oberrabbiner Simon H i e r s c h 1;e r (Modra) als Neffe würdigte in einem ergreifenden הספד die Verdienste des Heimgegangenen. ׳Er gab dem Schmerze •über den Verlust dieses ausgezeich- :neten greisen Ehepaares ,beredten Ausdruck und gedachte dabei auch des in ' rascher Aufeinanderfolge unerwartet eingetretenen Todes anderer1 Angehöriger der Betrauerten, wie des jüngst verschiedenen R. A b r a h a m K o h n s זצ״ל (eines würdigen Enkels des Rabbi Mendel Kohns וצ״ל und der Frau Josef Schlesinger in Bratislava. Tiefen ׳Eindruck machte besonders die Schilderung des Vorbild-; liehen Lebenswandels'deis Ehepaares Groß ע ״ ה Er hob darin hervor, wie es seine Kinder על ברבי. התורה והיראה erzog und ihnen durch persönlich mustergültig geübte הכנסת אורחים den' Weg zur echten Menschenliebe im Geiste des Judentums wies. .Ihr Andenken wird zum Segen werden Alexander Gestetner sei. And. Die' Preßburger jüdische Gemeinde beklagt das Hinscheiden des Herrn Alexander Gestetner, des Sohnes ihres unvergeßlichen, langjährigen Präses Herrn Lazar Gestetner זצ״ל. Seit län- : gerer Zeit bei Wiener. Aerzten in Behandlung, verschied er 'dort im 68. Lebensjahre und wurde am בית החיים seiner;Heimatsgemeinde zur ewigen Ruhe gebettet. Die Bestattüng fand unter großer Teilnahme aller Gesellschaftsklassen statt und zeigte deutlich, wie reich die Verdienste des Verblichenen um das Gedeihen zahlreicher Wohltätig- . keitsinstitutionen waren. Der Trauer der Gemeinde verlieh Se. Ehrwürden Herr Öberrabbiner Schreiber ehren-;vollen Ausdruck. Es hielten noch Nachrufe die Herren Markus Frankl namens des Waisenhauses, Dr. Baracs ’für die B.-B.-Loge, Dr. A r d o für den Volkswirtschaftliehen Klub, Emil Popper für das Altersheim und zuletzt Herr Rabbiner Samuel Donath namens der Chewra Kadischa.' Ein monumentales jüdisches Werk. Nach langjähriger Arbeit unter Mitwirkung der hervorragendsten jüdischen Gelehrten und Schriftsteller erscheint das ״Jüdische Lexikon" in vier Bänden, herausgegeben von Dr. Georg« Herlitz und Dr. Bruno Kirschner. Das ״J üdische Lexikon“ enthält«י— in einer Auswahl und Darstellungs-v weise, die der Aufnahmsfähigkeit des' großen Publikums ,angepaßt ist—in mehr als 15.000 Stichwörtern alle Gegenstände, die wesentlichen oder persönlichen Bezug zum klassischen, mittelalterlichen oder gegenwärtigen Judentum haben: also Altertümer und geschichtliche Ereignisse, Personen und Familien, Länder und Städte, Schrifttum und Buchwesen, religiöse und philosophische Begriffe, kultische :und rituelle Einrichtungen, Volksglauben und Volksmund, Gebräuche, Sprichwörter, Zitate, Organisationen etc. etc. 1 Es ist das beste und einzige Nachschlagebuch für alles, was in irgend einer Beziehung zum Judentum steht, daher unentbehrlich für jeden, der für jüdisches Wissen, jüdische Geschichte und Judentum überhaupt Sinn und Interesse hat. Wir emp fehlen u nse're n Lesern de n un se r er heutigen Gesamtauflage beigelegten Prospekt der Firma ״Genius“ in Kosice, als Bezugsstelle des ,Jüdischen; Lexikon“, *׳•r gef. Beacktnng.

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