Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 40 (4.11.1927)
- Date
- 1927-11-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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♦ Novlnove vtfplatne povolenö riadit post a telegralov v Bratlslavc fcfe, 41572*01*20, _ ..u Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expddie par Tediteur. v.n.6. ISCHE PRE ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion a. Administration < Wien, II.,Leopoldsgatse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. 45-4-94. Tschechoslowakei: Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss:?dr Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Aboanementspreise! Gitizjährigt Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschecfa. K. 70! Einzelnummer öst. Gr. 40, das fibrige Ausland 8 Dollar. 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Selbst der ,Waad Leumi bemüht sich angesichts des großen Erfolges der Aguda auf dem Gebiete des Gemeindegesctzcs, der weit über den parteimäßigen Rahmen hinaus die jüdische Bevölkerung Erez Israels aufgerüttelt hat, mit ejnigen beschwichtigenden Worten die Besorgnis der Orthodoxie zu zerstreuen. ״Es wurde die Befürchtung geäußert“ heißt es in diesem Schriftstück, ״daß der Status des Rabbinats dadurch . gefährdet werden könnte, daß areligiöse Personen, sowie Frauen bei der Wahl der Oberrabbiner entscheidenden Einfluß h^ben könnten und daß der Waad Leumi bei seinen Verhandlungen mit der Regierung bemüht sei, die Autorität der Rabbiner zu untergraben. Bei der Propaganda unter der Bevölkerung gegen den Anschluß an die Hauptgemeinde. wird auch noch das: Afgüment.-ms Treffen geführt, daß dom Waad Leumi auf Grund des Gemeindegesetzes, Besteue- Yungsreoht zuerkannt ist und* er somit die ׳Macht habe, den "Gememdemitgliedeni schwere Steuerlasten auf zu erlegen.; SchließKch wird noch darauf hino-ewiesen. daß der Waad Leumi' auf Grund‘des neuen Gesetzes ,sich in den Besitz des 'Eigentums der verschiedenen jüdischen; Gemeinden־ ,setzen könne, wo doch diese Gemeinden' bisher ■unter eigener Jurisdiktion; standen.“ * ,׳■'־. •Diese Argumente versucht der Waad Leumi etwa wie folgt zu zerstreuen.. ״Der Waad Lernni -war ■ jederzeit für, die Position ■des Rabbinats eingetreten. Die■ ■Staüiten für die Wahl des Rabbinerrates werden so abgefaßt seih, daß dem Rabbinatselement innerhalb des Rates ein beträchtlicher Einfluß gesichert werde; die ... Furcht vor antireligiösem Einfluß ist durchaus unbegründet. ־Bis- 11er haben freilich die Unterhandlungen zwischen der Leitung des Rabbinats und dem Waad Leumi zu keinem befriedigenden Abschluß ■gerührt. Was die Besteuerung anbetrifft, so werden die gesetzlichen Steuern gewiß die jetzt übliche freiwillige. Steuer für jüdische gemeindliche Zwecke nicht ■überschreiten; nur die Aufrechterhaltung der Institutionen für Anne, Kranke, Waisenkinder, sowie religiöser, und erzieherischer Anstalten soll durch die Steuern gesichert werden. Der Waad Leumi hat keinerlei Macht,,’ Institutionen der verschiedenen ■bisherigen Gemeinden ■unter seine Kontrolle za bringen, es sei denn.׳ daß die betreffenden Gemeinden sieh ■freiwillig unter diese Kontrolle stellen.“ *•׳•" Wir glauben kauin, daß diese Kundgebung irgend einen Eindruck auf die palästinensische Judenheit machen wird, es sei denn, dgo Eindruck der-Unaufrichtigkeit und Lächerlichkeit. Man merke wohl, die Einschränkungen nach jeder einzelnen Bel«mptu11g in der Erklärung des Waad Leumi. Da heißt es; ״der Waad Leumi war jederzeit für, die Position des Rabbinats, ferner bei Abfassung der Statuten bat mau den Rabbinen einen ״b e t r ä c 11 t l.i c h e n“ Einfluß zugesiehert.“ Ist. etwa der andere Partner, das Rabbinat ׳mit diesem .״beträchtlichen“ Einfluß, zufrieden? Nien!;,Bisher haben freilich die Unterhandlungen zwischen dgr Leitung des Rabbinats und dem Waad Leumi zu keinem befriedigenden Abschluß geführt.“ Das muß der Waad Leumi selbst zugosteheu. ״Was die Stenern hetrifft, so werden dieselben das Ausmaß der 'bisherigen freiwilligen Steuern nicht überschreiten,“ erklärte der Waad Leumi. Nur freiwillig werden sic eben nicht mehr■' sein. Und was die Unabhängigkeit der Institutionen anbelangt, so wird selbe weiter respektiert werden..., — ״es sc i ■d c 1111...“ — Diese Erklärungen des Waad Leumi sind sicherlich nicht danach angetan, die Position der Orthodoxie zu schwächen. dessenungeacluet macht die thoratreue Judenheit in Erez Israel, speziell aber in Jerusaom, eine furchtbare Krise mit. Eine Krise, auf die wir bereits anläßlich der Verordnung der Regierung über ■das G ein c i 11 d e g e s e t z eindringlich' aufmerksam g e m a c 111 11 ä b e n. Die Uneinigkeit innerhalb der thoratreuen Judenheit gefährdet die lange mühevolle Arbeit um die Sicherung der Rechte der Orthodoxie bei der Organisierung1 der Gemeinde. Diese Uneinigkeit wird die Gegner der Orthodoxie in Erez Jisroel nicht nur stärken, souderii ihnen außerdem noch die Möglichkeit gehen, bei der Organisierung der neuen Gemeinden die zersplitterten orthodoxen Gruppen und Grüppchen um jede Bedeutung zu bringen. Es ist wohl verständlich, daß die Verschiedenheit der Laiidsmaiinsdiäften, der ־Uittörsehied■, zwischen ״ijeti •Eiligesessenen uud Ncueinwanderem 'trotz gesiiininigsmäßiger Gleichstrebigkeit, ■die Bildung, einer, einheitlichen ortliodoxeu Kongregation erschwert. Aber •daß diese Nuancen, daß dieser landsmannschaitliehe Eigendünkel das gimße Werk der Ortlmdoxie in Erez Jisroel in Grund'und Boden gefährden könnten, daran hat selbst der größte Pessimist •nicht gedacht. , Angesichts dieser traurigen Situation muß aticlr über das :Verhältnis der , außerpalästinensisclien. Orthodoxie in ,Erez Jisroel!ge!sDroch,en werden. Wir haben es immer betont, daß die Orthodoxie in bezug auf die Zulässigkeit und Notwendigkeit des sogenannten neuen Jischuw, also 1110denner kolonisatorischer Arbeit verschiedener Anschauung ist. Obwohl wir; immer für eine intensive Bü^itigung der Orthodoxie auf allen Gebieten des Lebens in . Erez Jisroel nach unseren ■Kräiten eintraten, haben ,wir uus zur Vordainniung der gegenseitigen Anschauung innerhalb der Orthodoxie nie verstiegen. Vielmehr respektieren wir in den prinzipiellen Verneinern jeder kolonisatorischen Arbeit eine Weltanseliauung, die sich auf bedeutende Gewährsmänner stützen kann. M o ׳m e ,n t a ■n handelt es sich a b e r •du •r c ■11 au s nicht ■um diese s t r i 11 i g c 11 P ro׳b 1 e m c. Es wird zurzeit in Erez Jisroel um die primitivste Voraussetzung einer gedeihlichen Entwickluugsmöglichkeit, ja überhaupt um die Existenzinögiichkeit der Orthodoxie gekämpft. Agudas Jisroel hat gemeinsam mit dem Waad oir Haaschkenasi. den . Kampf um die gesetzliche Sicherung dieser freien orthodoxen Entwicklung geführt und wir konstatieren mit Stolz, erfolgreich geführt. Die Sympathie der gesamten Orthodoxie begleitete Agudas Jisroel in deisem Kampfe. Auch zurzeit begleitet die Sympathie und die aufhorchende Aufmerksamkeit ■der gesamten orthodoxen Judenheit den Vorsitzenden des geschäftsnihfendeu Aus- Schusses der Agudas Jisroel auf ,seiner Reise■’ nach Erez Jisroel; hat doch diese Reise zum Ziel, die im Gesetze.ge- Perücke ist eine Bevor Sie eine Perücke n3|k|Mn|H -1- '־־ ^Lüber Perücken verlangen. Das Perückenkaufen, wollen Sic (?11*17107 äCIHfff nOU GrSfCMGIIGItQ noaeausgaoe hau» OTHMAR SCHFF liefert'seit Jahrzehnten in Material die besten, in Mode die geschmackvollsten und im Preise der Qualität und Ausführung entsprechend billigsten' Perücken. Die vornehmsten upd elegantesten orthodoxen jüdischen Damen aller Weltteile gehören zp den anhänglichsten Kunden O thmar Schiffs. Im F*Ue Sie, gnädige Frau, die erwähnte Modeausgabe über Perücken der Firma OtbmarrSchiff noch nicht besitzen, verlangen Sie deren kostenlose Zusendung von der Perücken-Kunstwerkstätte OTHMAR SCHIFF! Wien, I., Kärntnerring Nr. 6 Ho^e? 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