Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 36 (9.9.1927)
- Date
- 1927-09-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 36 JÜDISCHE PRESSE Seite 223 i Tschechoslowakei \ am1(HHn111111n111H1111a111n11H11mHH11n1n11111iM11111H11HH11S Jüdische Prinzipien im Wahlkampf. Noch ist der Zeitpunkt für die Kommunalwählen nicht endgültig festgesetzt. Sicher ist, daß der Tag nicht mehr fern ist, da die Judenheit in der tschechosilowakiischen Republik abermals zur Wahlurne wird schreiten müssen. Wenn die Zeichen nicht trügen, werden auch diesmal wieder — als Niederschlag und Konsequenz der zwei Weltanschauungen, die gegenwärtig innerhalb des jüdisehen Volkes um ihre Geltung ringen — in der Hauptsache zwei politische Prinzipien in den Vordergrund gestellt werden und ihre Wortführer werden die jüdischen Wähler zur Entscheidung darüber auf rufen, ob und in welchem Ausmaße das eine oder das andere dieser beiden einander entgegengesetzten Prinzipien in den Sf’adt- und Gauverwaltungen als Anliegen der Juden zum Ausdruck gelangen soll. Auf der einen Seite wird — wie es aussieht — die Gruppe der nationalistisch gesinnten Juden unter Führung einiger in politischer!Beziehung obdachlos gewordener Advokaten,, aufs neue den Versuch machen, unter dem Namen ״Jüdische!Partei“ an allen Orten, wo sie Gesinnungsgenossen zu finden hofft, die Stimmen der Juden für sich zu gewinnen. Diese Partei will programmatisch die Juden in der Tschechoslowakei in ihrer!Gesamtheit als politische ״nationale •M i n d e r h e i t“ gleich allen anderen nationalen Minderheiten, die an die Gesetzgebung und Verwaltung des Staates eigene nationaiistische ״Forderungen“ stellen, betrachtet wissen. Der Hauptton liegt dabei auf dem Wort ״nationale“, denn gerade hierin unterscheidet sich diese Richtung von der bisherigen Auffassung des Judentums und von der Stellung, welche die jüdischen Minderheiten seit den Uranfängen des Exils innerhalb der Staaten einnehmen. Die Stadt- und Gauvertreter dieser Partei würden demnach auf Grund ihres Parteiprogrammes mit allen Traditionen des jüdischen Volkes in bezug auf sein Verhältnis zu den Staaten, in denen wir zerstreut leben, brechen müssen und verpflichtet sein, für die zt>0nistische ״Ga- I u t h p 0 1 i 11!k“ e i n z u t r e t e n. Diese Politik gipfelt ■aber — wie dies erst jüngst wieder von der ״Jüdischen Partei“ ausdrücklich beschlossen wurde — in der durchaus eindeutigen Forderung^ d i e Juden als politische und k.uil t u r e 1.1 e ,,Mid n d e r he i t sn a ti on ailität“ zu erklären. Diesen Verfechtern eines jüdischen politischen Nationalismus werden selbstveständlich auch ׳diesmal die orthodoxen Juden .gegenüberstehen. Sie sehen in dem modernen Schlagworte des Nationalismus keinen Grund und keine Veranlassung, dem historischen Judentum untreu zu werden und für die Beziehungen der Juden׳ zum Staate und zur Umwelt an Stelle des alten religiösen Judentums ein ganz neues Judentum zu schaffen, das dem jüdischen Volke fremd ist und es in seinen Konsequenzen von allen historischen religiösen Bindungen zwangsläufig loslösen würde. In gleicher Weise wie die orthodoxen Juden, wenn auch nicht auf der ganzen Linie aus denselben Gründen, werden wohl auch alle anderen nichtzionistdschen juden der nationalistischen ״Jüdischen ׳Partei“ ihre Gefolgschaft und ihre Stimmen versagen. Sie erblicken mit Recht eine politische, kulturelle und wirtschaitliche Gefahr für' die Juden darin, wenn im Gegensatz zu den Juden in allen w e s t l i c h e n . Staaten die Juden in der Tschechoslowakei zu einem politischen ״nationalen •Minderheitsvolk“ mit eigenen nationalistischen politischen Vertretern und eigenen nationalistischen Sönderforderungen gestempelt würden. Wenn in E n g 1!a n d, Frankreich, Belgien, Deutschland, der Schweiz und in Amerika selbst diie eifrigsten Zionisten davor zurückschrecken, die dichten jüdischen Massen in den großen modernen Ghettis von London, Paris und New-York etwa als ״nationale Minderheiten“ politisch hervortreten zu lassen, so würde es nach der Auffassung aller Nichtzionisten in unserer Republik mit dem jüdischen Verantwortlichkeitsbewußtsein unvereinbar sein, eines zionistischen, politischen Experimentes wegen die Judenheit der Tschechoslowakei den Kämpfen und den verhängnisvollen Gefahren einer solchen der historischen Wahrheit widersprechenden politischen ״Minderheitsnat/ionalität“ auszusetzen. Dazu kommt noch die allgemeine Erwägung, daß es für die Konsolidierung des Staates alles andere als ein Vorteil wäre, wenn die Zahl der ,,Miinderheitsnationalitäten“, deren politische Forderungen — wenn auch zuweilen historisch berechtigt und politisch nicht immer unbegründet — den linnerpolitischen Apparat des Staatliehen Lebens schwer ׳genug belasten, um eine spezifisch jüdische politische ״nationale Minderheit“ vermehrt würde. Die Erfahrungen, die!in Polen und Litauen mit der nationalen ׳Minderheitspolitik der Zionisten gemacht wurden, sind keineswegs so gut, daß sie die tschechoslowakische Judenheit verlocken könnten, dem traurigen Beispiele zu folgen. Und wenn man erfährt, daß nun auch die englische Regierung, die Inhaberin der Mandates über das ״national Home“ des •jüdischen Volkes, selbst •in diesem scheinbar den Zionisten rettungslos überantworteten ״nationalisierten“ ׳Palästina in dem jetzt veröffentlichten neuen Gemeindegesetz auf Grund der b;isherigen Erfahrungen sich genötigt sieht, den allerhöchsten ״N a ti on al r a t". (national council י D 1 ועד ל א) der Juden, auf den unsere Zionisten als Idealbild!ihrer Entkonfessionierungsbestrebungen emporblicken, aus der Welt zu schaffen und an seine Stelle als Richtschnur für die erwünschte weitere Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft im neuen Erez Jisroel einen ׳durchaus nicht in ״Nationalismus“ ausklingenden ״general council“ (= ו ע ד כ ל ל י) zu setzen, so wird man es nicht nur aus der •jüdischen Wahrhaftigkeit heraus, sondem auch aus den Gründen der politischen Klugh e 11 als notwendig ansehen, daß die tschechoslowakischen Juden die Zumutung weit von sich weisen, in die Stadt- und Gaurepräsentanzen Vertreter zu entsenden, die auf die Durchsetzung einer politischen jüdischen ״Minderheitsnationalität“ programmatisch eingeschworen sind. Die praktische Auswirkung dieses unüberbrückbaren Gegensatzes zwischen den politischen Prinzipien des neujüdischen nationalistischen und des alfcjüdischen hiistorisehen Judentums wird sich — wie die Verhältnisse nun einmal liegen — auch auf die bevorstehenden Kommunalwählen erstrecken. Die Frage, ob hiezu £i n e z wingende 1N 0!t w e nd i gk ei t vorhanden sei, ja ob es überhaupt nötig sei, daß die Juden bei den Wahlen in ׳die Stadt- und!Gauvertretungen als gesonderte Wa h lg r u p p e׳n auf den Plan treten, erledigt sich von selbst durch die Tatsache, daß die nationalistische ״Jüdische Partei“ den bindenden Beschluß gefaßt hat, unter allen •Umständen ״selbständig“ Kandidatenlisten aufzustellen, ohne Rücksicht darauf, ob die Anhänger des historischen Judentums die Notwendigkeit hiezu anerkennen' oder nicht. Die Verantwortung für die Schäden, die den jüdischen allgemeinen Interessen ganz zweifellos aus dem Hervortreten ausgesprochen jüdischer Wahlgruppierungen entstehen könnten, lastet daher ausschließlich auf ׳die ״Jüdische Partei“. Ihr ist das Prinzip des politischen Nationalismus der Juden die Hauptsache. Um aber der Gottes zu erblicken. Endlich wurde aber am Vorabend des Neu.jahrfestes 5625 die feierliche Einweihung durch den Rechnitzer •Rabbiner Dr. M. Zipser vorgenommen... Aus diesen hier bis auf weiteres nur kurz skizzierten Daten ist mit Sicherheit nur die eine Tatsache zu konstatieren, daß die bauliche Aenderung ohne jede •innere •Notigung aus bloßer Modetorheit, aber in bewußter Auflehnung• gegen die Autorität ׳des überlieferten Judentums ׳durchge־• führt wurde; es wurde ja nicht einmal der Schein •einvr Begründung versucht. Heute leben in Schlaining kaum zehn jüdische Familien und •jüdische Schulkinder, die einen Nachwuchs ergeben •könnten, gibt es dort überhaupt nicht. Wenn schon das ganze Städtchen ein schläfriges Dasein zu führen scheint, stellt •die Judengemeinde mit!ihrer schönen Synagoge das ׳Protptyp eines Dornröschens dar. Acht Thorarollen gehen dort, trotzdem die heilige Lade •immer offen gehalten wird, dem sicheren Vermodern entgegen; die noch immer schöne• Deckenbemalung und .die vornehme Einrichtung sind nur mehr •Zeugen einstiger Größe. Das ganze Heiligtum, •das, nebenbei bemerkt, nicht genau dem Osten, sondern dem Südosten zugewendet ist, scheint um alle die zu trauern, die nicht mehr hier sind, die es verlassen haben, •um nun unter dem wilden Gestrüpp des Friedhofes zu ruhen oder in alle Richtungen der Windrose zu ziehen und •das mütterliche Gotteshaus zu vergessen. Und wenn auch in einer Anwandlung von Büßfertigkeit die •Reste der Schlaininger Gemeinde den Almemor vor einigen Jahren wieder an seine alte Stelle zurückversetzten, ändert dies doch nichts an der Tatsache, daß die Gemeinde fast nur mehr aus Menschen besteht, die noch nicht ausgestorben oder ausgewandert sind. Aber — •es besteht doch noch eine Hoffnung, daß Dornröschen Schlaining, nachdem es ׳den Whnsch nach Wiedervereinigung mit dem großen lebenden Judentum dokumentiert hat, den ׳Prinzen findet, ■der es wachküßt. Ein Enkel des Arztes!Löb (Leopold) Mandl, der in den Secheigerjahren in Schlaining wirkte und auch im nahen Tatzmannsdorf!Badearzt war, lebt im Ausland und würde für die Wiedererweckung geistigen jüdischen Lebens in seiner Heimatgemeinde gerne etwas tun. Man dachte dabei ursprünglich an Wiedererrichtung der Jeschiwa und wollte sogar Bachurim aus Litauen •berufen; es stellten sich dabei aber Schwierigkeiten heraus und das ganze wäre ein allzu künstliches Gebilde gewesen. Man braucht aber auch gar nicht erst in die Ferne schweifen, sondern es könnte der Wiener Talmud-Thora-Volks- und -!Bürgerschule und der Geistigkeit in Schlaining gleichzeitig geholfen werden* wenn alljährlich eine Anzahl erholungsbedürftiger Schüler, von denen acht oder zehn ein!Mindestalter von dreizehn Jahren haben müßten, «nter!Führung eines erfahrenen Pädagogen die Ferien in Schlaining zubrächten. Diese Gruppe könnte auf Kosten des oben erwähnten Herrn in Schlaining verpflegt und beherbergt werden und müßte in den Morgenstunden nach •dem Gebet eine Stunde Talmud- Studium abolvieren, dann den übrigen Tag in den das Städtchen umsäumenden Wäldern ׳der Erholung und dem Spiel und am Abend vor dem Gebet wieder eine Stunde der ׳Flora widmen. So wäre wenigstens ׳den ganzen Sommer hindurch di׳e Synagoge von Schlaining ihrer Verödung entrissen, nach Jahrzehnten würde wieder in den Mauern dieser altehrwürdigen Gemeinde Thora gepflegt und verbreitet und jüdische Lebensführung propagiert. Und vielleicht fänden sich auch •für •einige Zöglinge dieser Sommerschule Beziehungen, die •ihnen die Erlernung eines Handwerkes, der Gärtnerei oder dergleichen im Orte ermöglichen. Auf diese Weise könnte dann der absterbenden Gemeinde neues Blut zugeführt und etwas von dem Bevölkerungsüberschuß der Großstadt Verhältnissen zugeführt werden, die in sozialer und auch in jüdischer Hinsicht •gesünder wären. Schon einmal ist die jüdische Gemeinde von Schlaining von österreichischen Juden gegründet worden; jetzt kann sie wieder ׳durch die Kinder jüdischer Mittel- Ständler und Proletarier aus Wien gesunden •und neu erwachen und zum Dank dafür auch diesen Kindern Gesundung spenden. Moses. Der LandesveiM der mnUsel-Mrappefl in der Slowakei gratuliert herzllchst Herrn David Ackermann, Präses der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe 4n PreSov, zu seiner Vermählung mit Frl. Oestreicher aus Bardijov. ___ Religiöser Engroskaufmann, Witwer wünscht sich mit Fräulein oder mit einer ln entsprechenden Verhältnissen sich befindenden Witwe unter 40 Jahren zu verheiraten, die auch seinen Kindern die Mutter ersetzen könnte. Gell, detaillierte Zuschriften unter ״Schilfschal“ an die Wiener Administration dieses Blattes erbeten. wird zu drei Buben dm Alter von 3V», 8 und 10 Jahren gesucht. Schriftliche Offerte unter ״Verläßlich“ an (He Wiener Administration dieses Blattes. כשי Fleisch u. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren ans der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine and Spezereiwaren בשר« 91. ■ck^rllnf, Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11*6-82. — Jede Bestellung wird telephonisch ent* gegengenommen and sofort ins Haas EUgestellt. Verfälschung der jüdischen Wahrheit mit taugliches Mitteln entgegenzuwirken und um den Gefahren, die aus der Betonung der jüdischen ״Minderheitsnationalität“ unausbleiblich entstehen müssen, nach Möglichkeit za steuern, befindet sich die gesamte, nicht vom Zionismus beherrschte Judenheit unserer Republik in der Zwangslage, dafür zu sorgen, daß ihre Ges•innungsgenossen an allen Staatsbürgerliehen Vertretungskörperschaften in erreichbar großer Zahl Sitz und Stimme erhalten. CiVisJudaeas. 7. Ausweis der Spenden zugunsten der durch das' Erdbeben in Erez Jisroel geschädigten Glaubensgenossen. Auf Grund der Aktion des Kolel Schomre Hachomoth gingen beim Bratislavaer Kuratorium folgende Beträge ein: Feled (zweite Sendung): •Durch Oberrabbiner Grünfeld, Siac tsch. K 115. (Bisher zusamen aus Feled tsch. K 890.) Jolsva: Durch Oberabbiner Adolf ■Atlas, Velka Revuca tsch. 1K 369, Komarno: Durch J. Karoly Schwarz tsch. K 1500. Nemeskert: Durch Moses Jakob S'klar tsch. K 136A0. Reca: Durch Oiberrabbiner Alex. Weiß tsch. K 300. Zabokreky N i t r.: Durch Max Em. •Schlesinger tsch. K 843. ׳Zusammen tsch. K 3263.10;!bisher ausgewiesen tsch. K 95.362.55; zusammen tsch. K 98.625.65. — Berichtigung; Der im dritten Ausweis aus Sered verzeichnete Betrag von tsch. 1K 2500 ist nicht für die durch das Erdbeben Geschädigten, sondern als!Büchsengeld für die allgemeinen ׳Unterstiitzungszwecke des Kolel bestimmt und wurde sorftft von der!Gesamtsumme der Sondersammlung in Abzug gebracht. Zam Delegiertentag der Agudas-Jisroel-Jugeadgruppen. Wie uns!berichtet wird, verspricht die am 14. Elul (11. September), halb 11 Uhr vormittags, in ׳Nitra beginnende Tagung der Agudas-Jisroel-Juigendgruppen in der Slowakei recht gut besucht zu sein. Die meisten Jugendgruppen haben bereits ihre Delegierten gewählt und auch in Nitra werden die Vonbereitungen getroffen, damit der Aufenhtalt ׳der Delegierten ■dort angenehm wind. An die neu!zu wählende Leitung der Jugendorganisation wird die Erwartung geknüpft, daß sie unmittelbar nach der Tagung mit aller Energie an;die Erneuerung einer ausgedehnten'organisatorischen Tätigkeit schreiten wende. Die Kommunalwahlen und die Juden ln Podkarpatska Ras. Aus Uzhorod wird uns mitgoteilt: Gleich den anderen politischen Parteien, werden auch in jüdischen Kreisen die Möglichkeiten erörtert, die sich für die Anteil- •nähme der Juden •an den bevorstehenden •Kommunalwahlen bieten.!Im allgemeinen neigt man zu der ׳Meinung, daß es für die wirtschaftlichen!Interessen der Juden am zweckmäßigsten wäre, •nicht separate jüdische Listen aufzustellen, sondern vereinigt mit den anderen staatserhaltenden bürgerlichen Parteien zu kandidieren. Interessant ist, daß jetzt auch schon die zionistischen Advokaten, entgegen ihren intransigenten Parteibeschlüssen sich bemühen, im Schoße anderer Parteien zu •Mandaten zu gelangen, ln der ״Keleti •Ujsag“ vom 4. September gibt der politische •Führer der Uzhoroder Zionisten, Dr. Kalman Salamon, die Erklärung ab, daß die zionistische ״Jüdische Partei“ sich gegebenenfalls dazu verstehen!könnte, besonders n$t der christlichsozialen Partei des Aibgeordneten Volosin gemeinsam in den Wahlkampf einzutreten. Man schließt daraus, daß selbst die unentwegtesten Zionfsten die Zuversicht in ihre eigene ״national“ getünchte Watolpoiitik verloren haben und nun in ihrer Verzweiflung versuchen, in die Richtung der anderen Juden elnzulenken, um für alle Fälle in den Stadtrat hinefnzü'kommen. In konservativ-jüdischen Kreisen würde man eine solche Wendung der Dinge freudig begrüßen, weil dadurch die karpatho-russlschen jüdischen Gemeinden •ein-, für allemal von der zionistischen Agitation befreit würden.!Die. ׳zionistischen Advokaten hätten einen •anderen Weg, um Mandate zu erhalten. Sie brauchten dann ■den ganzen Zionismus auf — Er e w Jom Kippur! Orthodoxer Tempelbaa In Koslce. Aus Kosice wird uns •berichtet; Der herrliche Tempel, den unsere orthodoxe Gemeinde jetzt erbauen läßt, geht seiner Vollendung entgegen. Das Gebäude umfaßt auch die Talmud- Thora-Schule und darf in ■jeder Beziehung als ein Prachtbau bezeichnet werden, der unserer Gemeinde!und der Opferwilligkeit ihrer Mitglieder das •beste Zeugnis ausstellt. Die Einweihung soll programmäßig noch vor den □ ימים נוראי stattfinden. S. B. Gast-Deroschoh in Hanusovce. Am ם׳ ראה p*W weilte im Hause unseres Herrn Oberrabbiners sein Sohn Herr Rabbiner Salomon Adler aus Großwardein an Gaste. Auf Einladung des Gemeindevorstandes!hielt der talentvolle Redner eine ausgezeichnete דרשה. in welcher ep* sowohl in חריפות Wie ln טגיחח •Meisterschaft bewies. Seine Auslegung der הפטורה עני׳ סועדה fand in der Zuhörerschaft großen!Beifall. Z. W. Briefkasten. Esche! ln N. S. und Haiwrl In T. Sie haben recht. Nur müßte all dies in geeigneter Form gesagt werden. Wir werden auf die ״Verfallserscheinungen“ zurückkommen. Israelitisches Mädchen sacht Stelle in jüdischem Hanse als Stütze der Hausfrau, eventuell auch für Geschäft geeignet. Bis jetzt bei den Eltern gewesen. Moritz Blum, VIII., Blindengasse 18, 14־. SaionsAi in W0H1I וווו11ו1111וו1וווו111וווווווו11וווו11ו1ו1ו11וווח1ו1חו1ו1חו1וו1וו1ווו1וווו1ווו11111ווו1ו1111ו11ו111ו Staatlich anerkannte Realschule mit Schülerheim. Kleine Klassen. Rituell© Verpflegung. Das Wintersemester beginnt am Freitag, den 14. Oktober.