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Jüdische Presse · 1927-08-05 · 31 (5.8.1927) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
31 (5.8.1927)
Date
1927-08-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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JÜDISCHE PRESSE Seite 199 Nr. 31 Gruppe vertagt. Zurück blieb bloß das Verdikt des Vorsitzenden, das lautet: ״Die Angeklagten haben ihre Tat nicht vorsätzlich verübt und das zentrale Palästina-Amt erlitt keinen Schaden. Ueberhaupt konnte man den Angeklagten keine schweren Schulden nachweisen, bloß unbedeutende Unterlassungen. :Mit Rücksicht auf diesen Zustand und darauf, daß bereits eine längere Zeit seit der Verübung der Tat verflossen ist, wurde von einem Schuldspruch abgesehen.“ Man muß sagen,, eip klares und gerechtes Urteil. Hunderttausend Dollar, zusammengesparte Groschen von armen Juden, denen über das Elend ihres Schicksals nur noch die -Hoffnung, nach Erez Jisroel, dem Lande ihrer Sehnsucht, zu kommen, hinweghalf, verschwanden wällrend des Amtsweges, den die zionistischen!Beamten des Palästina-Amtes vom Diener bis zum Chef den armen Petenten gegenüber -mit kalter Rücksichtslosigkeit innehalten. Nun verstreicht eine lange Zeit, die selbst an der Langsamkeit dieser Bureaukratie gemessen, als exorbitant bezeichnet werden muß. Die armen Palästina-Wanderer werden ungeduldig. Endlich, als sie nach vielen Monaten weder ihr ,Geld, noch die Möglichkeit, nach Erez Jisroel zü kommen, erhalten, schlagen sie Lärm. Die Zeitungen beschäftigen sich mit der Sache und das Verschwinden von 100.000 Dollar kann nicht mehr vertuscht werden. Der üble Eindruck soll nun durch ein Parteigericht ausgemerzt Werden. D i e s e s Urteil bedeutet aber selbstverständlich nicht eine Aufklärung des Sachverhaltes -und die Bestrafung dieser schweren Verbrecher an der ärmsten Schichte der jüdischen Bevölkerung in Polen, sondern ein Vertuschen der ganzen ominösen Angelegenheit. Das Parteigericht war bestrebt, noch vor dem Kongreß diese dunkle Ange- Üegenheit, die Hunderttausende von polnischen' Juden mit schwerer Erbitterung erfüllt, auszutragen.!Doch gelang dieses Vorhaben nicht. Die jüngst stattgefundenen Kongreßwahlen in Polen haben ein gerechteres und 'klareres Urteil über das Gebaren dieser zionistischen Führer und Beamten gesprochen. In Groß-Warschau haben von 5300 Stimmberechtigten bloß 2020 ihre Stimme abgegeben, in Lodz insgesamt 1670. Wenn man bedenkt, daß in Warschau 500.000, in Lodz 300.000 Juden leben, so äst sowohl die Zahl der stimmberechtigten Schekelzahler, wie jene der abgegebenen Stimmen im Verhältnis zu der jüdischen Bevölkerungsziffer so lächerlich gering, daß dieses Abfallen vom Zionismus nur dann richtig verstanden werden kann, wenn, -man -in ihm einen ׳scharfen Protest der zionistisehen Massen gegen die Wirtschaft ihrer Führer erblickt. In den Kassen -des Palästina-Amtes in Warschau verschwinden 100.000 Dollar und 100.000 Juden verweige-n den Zionisten ihre Gefolgschaft. Wenn schon die ״Gerechtigkeit“ der!Richter -den Schleier des verzeihenden Vergessens über das Fehlen der 100.000 Dollar breitet, so wird man unmöglich über das Verschwinden der Massen so kaltblütig hinweggehen können. ״«UM׳ " »44 Seit vielen Jahren das anerkannt beste נשמה־ליכט Man achte auf die ges. gesch. Marke ״Hygien. Königslicht“ u. Name Schulz. Fabrik und Bureau: XIV., Braunhirschengasse 3 selbst ist schuldig, G-tt anzubeten, und alle seine Diener, die gegenwärtigen •und ׳abwesenden, beten täglich ihren Schöpfer an. Schämet euch dieser Zeichen der Religion nicht! (Bei diesen Worten übergab er jedem Soldaten ein Paar. Gebeteriemen, ein Päckchen Schaufäden!und ein Ge- •betbuch.) Habet ihr Zeit, so betet täglich, was ein Jude zu beten verpflichtet ist; habet ihr aber nicht Zeit, so leset wenigstens das Schema. Den!Sabbat werdet ihr!halten >kö.nnen, indem ich!höre, daß ihr an diesem Tage -meist rasten werdet. Die Wagen schmiert immer Freitag, bevor der Sabbat eingeht. Lebet in Eintracht mit euren christlichen Kameraden. Sehet, daß ihr sie euch zu Freunden macht, dann werden sie am Sabbat für euch Dienst tun, ihr aber werdet für sie am Sonntag, wo sie als Christen zu feiern schuldig sind, arbeiten. Der Kaiser war so gnädig, zu sagen, -daß man euch nicht zwingen wird, Fleisch zu essen. -Ihr könnt demnach immer von Butter, Käse und anderen erlaubten Speisen leberf, bis ihr zu Juden -kommt, wo euch dann eure menschenfreundlichen Mitsoldaten erlauben werden, zu denselben zu gehen. Sollte jemand von euch krank werden, so trachte er, sich so lange mit Tee zu erhalten, bis es die Notwendigkeit erfordert, Fleischbrühe zu sich zu nehmen. Im übrigen seid G-tt treu im Herzen. Weichet in keinem Falle vom Glauben eurer Väter und dient unserem allergnädigsten Landesfiirsten mit gutem Willen und rastloser Tätigkeit. Erwerbet euch und unserer ganzen Nation Dank und Ehre, damit man sehe, daß auch unsere unterdrückte Nation ihrem Landesfürsten und ihrer Obrigkeit Liebe und, im Falle der Not, ihr Leben aufzuopfern bereit sei. Ich hoffe, daß wir• •durch euch, wenn ihr euch, wie es jedem Untertan geziemt, pflichtgetreu aufführt, auch noch -jener Fesseln entledigt werden, die uns zum Teil noch drücken. Und welchen Ruhm und welche Ehre werdet ihr alldann davontragen, bei allen rechtschaffenen Men* sehen so gut wie bei euren Mitbürgern. Und hiemit will ich euch noch meinen aus innigem Herzen emporsteigenden Segen׳ erteilen. (Forts, folgt.) | Tschechoslowakei [ siiniiiiniiimiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiDiiniiiiiiiiiB Bau eines jüdischen Spitals in Munkacs. Man b er ichtet uns aus Munkacs: Die Frage der Errichtung eines jüdischen!Land es s pi-tal s für P o dk a r p a t s ka Rus und die O s t s ׳l o w -a k e i beschäftigt seit Jahren alle jüdischen Gesellschaftsklassen der in Betracht kommenden Gemeinden. Die Notwendigkeit einer solchen humanitären Institution steht außer Zweifel und wird von jedem Kenner der Verhältnisse anerkannt. Auch der a-merikanische ״Joint“ hat sich vor Jahren bereits •mit dieser Frage •befaßt -und hat auch der Munkacser Gemeinde, beziehungsweise Chewra Kadische einen sehr ansehnliohen Betrag zu diesem Zwecke angeboten. Der Plan konnte jedoch bisher aus Mangel an einem geeigneten Gebäude nicht durchgeführt werden. Jetzt scheinen jedoch die Haupthindernisse aus dem Wege geschafft, so daß nunmehr alle Aussicht vorhanden ,ist, an die Verwirklichung des Gedankens schreiten zu können. Der sehr wertvolle Prachtbau -mit dem herrlichen großen Park, den Baron Ko-hner ursprünglich ausschließlich für diesen Zweck gespendet ,hat und in dem seit Jahren verschiedene Aemter untergebracht sind, wird in kurzem frei. Es steht dem Unternehmen nunmehr also ein Gebäude zur Verfügung, das w!ie kein zweites im ganzen'Lande zur Aufnahme von mindestens hundert Betten geeignet ist. Außerdem sind für die Zwecke des Spitalbaues eine halbe Million Kronen und -andere Summen aus mehreren kleinen Stiltun-gen reserviert. Angesichts -dieser Sachlage dürfte -auch der ״Joint“ zu!bewegen sein, auf sein früheres Angebot zurückzuko-mmen’ und einen ansehnlichen Betrag zur Er- -richtung -und Erhaltung des Spitals beizusteuern. Vor einigen Tagen •fanden nun in dem Sinne Besprechungen statt, daß sich ein großes Vorbereitungskomitee bildet, das gemeinsam!mit der Munkacser Chewra Kadische bestrebt sein will,;im Kohnerschen Palast noch!im Laufe -des Jahres 5688 ein großes jüdisches Landesspital -mit hundert Betten zu eröffnen und nunmehr seiner menschenfreundliehen Bestimmung!zu übergeben. Das Komitee will schon nächstens einen Appell richten an alle jüdischen Gemeinden, Chewros Ka-dischos und sonstigen humanitären Vereine der Republik, um einmalige Zuwendungen zum Zwecke der Beschaffung der noch fehlenden /Inneneinrichtüngert und um Jahresbeiträge zur Erhaltung des Spitals. Alle edel-denkenden Menschen werden gewiß nach Kräften beisteuern, um dieses schöne Werk echt jüdischer Mensehen-liebe verwirklichen zu helfen und damit den Be.mitdeidenswertesten -der -jüdischen Bevölkerung ln einem Landesteile beizustehen, wo die Not am größten ist. . Sechzig Jahre ״Marpe Lenefesch“ in Bratislava. Wohl kaum eine Gemeinde . gibt es in diesem Lande, in welche der gute Name und d-ie segensreiche Wirkung jenes Vereines nicht hingedrungen wäre, der jetzt das Jubiläum seines sechzigjährigen Bestandes begeht. Wir meinen den Verein zur Verköstigung jüdischer Kranker in den Preßbur-ger Spitälern ,;Marpe Lenefesch“. -Sechzig Jahre sind es her, daß -edle!und menschliches Weh in -tiefstem Herzen mitempfindende Juden in Preßburg die große ‘Wahrheit erkannt' haben, daß der' kranke;Körper nicht ״vollkommen; genesen kann, ■wenn nicht zugleich dafür gesorgt wird, daß -dem Kranken auch seelische Pein erspart wird.!Gerät a-ber der Jude -nicht in die größte!Not, erleidet er nicht -die schlimmste -Qual, ׳wenn er -genötigt -ist, in einem allgemeinen Spital Heilung zu suchen ■und dort trotz-der liebevollen Pflege -und ■der -tüchtigsten ärztlichen!Hilfe -täglieh und -stündlich in seinem Gewissen bedrängt wird, dadurch, daß er das religiöse Speisegesetz verletzen muß? Von dieser Erwägung ausgehend wurde der Verein ״Marpe Lenefesch“ vor sechzig Jahren gegründet, -mit dem Zweck, dafür zu sorgen, daß die jüdischen Kranken in den Spitälern eine gute, den -ärztlichen Anordnungen entsprechende, aber rituell vollständig einwandfreie Kost erhalten. -Und es bildet sicher eine wohltuende. Erscheinung, daß die Verwaltung des allgemeinen Krankenhauses in Bratislava -und Der Märtyrertod des Gaon von Tschernobil. Auf der Durchreise voti Rußland nach Amerika weilt in Riga gegenwärtig •der bekannte Rabbiner von Mohilew- Podolsk, Rabbi Saul Buck. Er war Augenzeuge einiger der grauenvollsten Pogrome der Petljura-Bapden und ist seither ein tief gebrochener Mann. In einem Gespräch mit dem ITA.-Vertreter schilderte er ■die unerhört tragisehen, aber auch erhebenden Umstände, unter denen -der in׳ -der ganzen jüdischen Welt berühmt gewesene Gaon und Rabbi von Tschernobil, Jizchak David Twerski, ums Leben kam. 1919 -drang die ■Bande -des Petljura unterstellten Atamans -Strug, der später zu dem zaristischen General Denikin überging, in die Stadt Tschernobil ein. Wie wilde Bestien wüteten •die Banditen in der Stadt. In den Straßen und in den Häusern wurden die -jüdischen Bürger samt Frauen und Kindern grausam gemartert und hingemordet. -Eine Gruppe von 25 jüdischen Bürgern flüchtete zum Rabbi, der in seinem Bethaus die Andacht verrichtete. Der Rabbi beruhigte die Entsetzten. Aber schon drang ein Soldatentrupp ■in das Bethaus ein und schlug auf ■die Versammelten mit Nagaikas und Bajonetten ein. Der Rabbi erhielt einen schweren Schlag auf den Kopf, daß er über und über blutete. Ruhig wandte er sich an den Befehlshaber und sagte: Tötet mich, aber lasset -die anderen am Leben. Die Banditen forderten zwanzigtausend ״Nikolai-Rubel“. Der Rabbi erklärte, er verfüge über diese Summe nicht, werde sie -aber beschaffen. Der Rabbi und seine Anhänger wurden ■nach dem Stabsquartier gebracht, wo Strug den Befehl erteilte, alle im Fluß zu ertränken. Nun fielen die jüdischen Bürger auf die Knie und flehten, man möge wenigstens den Rabbi am Leben lassen. Dieser jedoch erklärte, wenn es sein muß, wolle er zusammen mit seinen Brüdern den Tod erleiden. Die Opfer wurden an den Fluß gebracht. Auf der Brücke zw-ang man sie durch füchterliche Martern zu tanzen. Dann wurden sie einzeln in die Fluten geschleudert, unter ihnfen der Gaon J. D. Twerski, ein Abkömmling des berühmten Rabbi!Rinchas Koritzer. Erst nach 6 Wochen wurde ■seine Leiche von einem Bauern am Strande aufgefunden. Die am Leben gebliebene Judenschaft der ganzen Gegend wandte sich an den Kommandanten mit -der Bitte, den toten Rabbi bestatten zu dürfen. Dies wurde ihr gegen Hinterlegung einer großen Summe Geldes gestattet. Die Juden entledigten sich des letzten Restes ihrer Habe, um die Summe aufzubringen. Rabbi Buck war auch Augenzeuge des Pogroms in die Spitalärzte das humanitäre Wirken dieses Vereines anerkennen -und in!jeder Beziehung fördern. Das Judentum schuldet!ihnen und im!besonderen׳ dem allbekannten Menschenfreund Direktor Dr. ■Gejza R e h a k hlefür Dank ׳u-n-d Anerkennung. Aus Anlaß -des Jubiläums versendet der Verein soeben seinen gut ausgestatteten, mustergültig übersichtlichen Gebarungsausweis über seine Tätigkeit vom 1. Juli 1924 bis 31. Dezember 1926, also 30 Monate. Das umfangreiche Heft enthält einen kurzen Tätigkeitsbericht, Spendenverzeichnisse, Rechnungsabschlüsse -und!Bilanzen. Dem Tätigkeitsbericht entnehmen wir die interessante Nachricht, daß es der rührigen Vereinsleitung gelungen ist, durchzusetzen, daß die Koscherküche des Vereines nunmehr einen Bestandteil -der K 0 ׳m e n s k y ־u n i v e r s i t ä t b i I d e t. Die Küche wird auch ׳zur vollen Zufriedenheit, :allerdings -unter einer wesentlichen verantwortungsvollen ׳Arbeitshäufung für die!Leiter, in eigener Regie geführt. Hiezu waren!manche kostspielige Neuerungen nötig, die aus Mangel an Geldmitteln noch -nicht ganz durchgeführt werden konnten. Ueber den großen Umfang der Vereinstätlgkeit verdient hervorgehoben zu werden, daß in der Berichtsperiode nicht weniger als 1079 1P a t i e n t e n a -n -2 2.2 3 7 V e r -p f 1 e g s t a g e n mit 111.18 5 Portionen vom Verein gespeist würden. Diese 1079 Kranken rekrutierten -sich aus 26 1 ׳Gemein- -den, darunter Preßburg ׳mit ,237 ,Patienten und 4913 Verpflegstagen. Der!Rechnungsabschluß ibalanziert vom 1. Juli 1924 bis 31. Dezember 1925 -mit tsch. K 198.091.65 und vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1926 -mit tsc-h. K 203.339.32. An Mitgliedsbeiträgen -gingen ein in den ersten 18 Monaten tsch. K 16.396 und an Spenden tsch. K 35.250.!Im Jahre 1926 Mitgliedsbeiträge tsch. K 12.663!und Spenden tsch. K 28.835. Angesichts dieser großzügigen Leistungen des Vereines und seiner ausgedehnten Tätigkeit!muß der Posten״ ׳Subventionen“ von Gemeinden und Vereinen einige Verwunderung erregen. Vom 1. Juli 1924 bis 31. De- ׳zember 1925 erhielt der Verein bloß tsch. K 8040׳ und im Jahre 1926!nicht ,mehr als tsch. K 8750 an Subventionen. Aus der a-u-f Seite 52 veröffentlichten Liste ersieht man, -daß!nur -eine ganz geringe Anzahl von ׳Gemeinden und i׳m ganzen -sieben!Chew'roth Kadischoth ihre Pflicht erkannten, den Verein durch Beiträge in seiner segensreichen Tätigkeit zu ermutigen.!Hoffentlich tritt nach der Lektüre dieses instruktiven!Berichtes eine Wandlung zum Besseren ein. Wie wir erfahren, . findet ■die!Generalversammlung des Vereines in einigen Wochen, nach der Badesaison, statt. Junger Mann מתווה hochintelligent, tüchtiger Kaufmann mit. dreierlei Fach- •kenntnissen, sucht passende Partie .zwecks Etablierung, eventuell Einheirat. Anträge sind zu richten an Herrn B. Schwarzstein, Rabbiner, Vrable (Slowakei). Kinderfräulein zu drei Knaben von vier bis sechs Jahren, bei streng religiöser Familie; in Budapest ■wird -per sofort .akzeptiert. Offerte!mit Angabe genauer Daten und Ansprüche sind an Ignaz Mayer, Budapest, V., Wekerle Sandor-iGasse 13, zu richten. Suche für meine Verwandte einen religiösen!jungen M -a u n, der sichere Existenz -hat. Mitgift 60.000 tsch. Kronen. ■Zuschriften unter ״Existenz“ an die Br-atisl-avaer Administration dieses ׳Blattes. - Sehr braves, jüdisches Mädchen, verläßlich, intelligent, wird aufgenommen in streng jüdisehe Wiener Familie ׳zu einer alten, leidenden Dame. Guter ׳Gehalt,!beste Verpflegung. Anträge unter ״Beste Familie“ an die Wiener Administration dieses Blattes. -der Stadt Komarin, wohin er mit mehreren׳ Mitgliedern seiner Gemeinde geflüchtet war. Er selbst wurde schwer verwundet, es gelang ,ihm, sich -auf den Dachboden zu schleppen. Durch die Dachluke sah er, wie die Soldaten der Atamane Lesniak und Strug die Bürger von Komarin und die Flüchtlinge aus anderen Städten in Trupps zum Fluß brachten und dort ertränkten. Mit der Jugend verfuhr man in der gleichen Weise. In Trupps wurden die 10- bis 13jährigen Knaben zum Wasser getrieben, unter ihnen bemerkte!der Rabbi -seinen eigenen Sohn Simcha,, dem es jedoch gelang, schwimmend -das andere Ufer zu erreichen.!Er konnte sich aber von -den Schrecknissen, nicht erholen und starb einige Wochen später mit dem < Ausruf auf den Lippen: ״Möge Gott es fügen, daß ich das letzte Opfer sei!“ Bei der Abschlachtung der Familien wandten -die Soldaten-Banditen die unerhörtesten Marterungen an. Zuerst wurden die Kinder getötet, -dann der Vater, zuletzt die Mutter. Manchen wurden die Nasen abgeschnitten, so daß sie allmählich verbluteten. Fast an allen aufgefundenen Leichen waren die raffiniertesten Verstümmelungen, zu bemerken. Von den 400 jüdischen Familien des Städtchens waren etwa 80 bis auf das letzte Glied ausgerottet worden. Von den übrigen hatte fast jede einen oder mehrere Töte zu beklagen. (ITA.) Bollinger-Eiskasten sind seit 7870 die besten Fabrik: Wien, XV., Staglgasse Nr. 10. Telephon 38419־ Filiale: V1I., ßurggasse Nr. 17. Telephon 32-380־ בשי Fleisch u. Greflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשר• AI. XEck£rling־, Wien, IX., Lieclitensteinstrasse Nr. 117 Telephon 1182־6־. — Jede Bestellung wird telephonisch ent» gegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11

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