Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 28 (15.7.1927)
- Date
- 1927-07-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2629891-2630197-2630224--2681-2634592- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 28 JÜDISCHE PRESSE Seite 185 I Sorgfältigste Lieferung In plombierten Säcken von i t Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons X JULIUS HABER Kohlen« und Koksgroßhandlung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien, II., Taborstraße 9 | Fernsprecher Nr. 41-0-22 | mann der ״Jessod-Hathora“, ■Herr Wolf. Pappenheim, hebt besonders die Verdienste der Schulleitung und des Lehrkörpers auf pädagogischem Gebiete, die Leistungen des Vorstandsmitgliedes, Herrn Leopold Lederer, der sich stets um die Herbeischaffung der Mittel für den Bestand der Schule bemühte, besonders hervor und wünschte im eigenen, wie auch im Namen der ״Adas Jisrocl“, daß es der ״Jessod-Hathora“ auch in Zukunft gegönnt sei, ihrer lieiligen Aufgabe gerecht zu werden. Sodann ergriff Direktor der ,.Jessod-Hathora“, Herr Rabbiner S. Neuwirth, das Wort. Er weist darauf hin, daß nur das besonders rege Interesse des Herrn Oberrabbiners das Wohlwollen mit dem der Vorstand alle Pläne und Vorschläge der Schulleitung behandelte einerseits, die unermüdliche Lehrtätigkeit und Mitarbeit des Lehrkörpers andererseits seine schwere, verantwortungsvollc Aufgabe ihm erleichterten, wodurch cs ihm gelungen, die vollste Zufriedenheit aller jener ׳Kreise, die in der Jessod-Hathora den Mittelpunkt jüdischer Er- Ziehung und Belehrung sehen, zu erringen. Mit dem Wunsche recht guter Erholung für Schüler und Lehrkörper erklärt er das Schuljahr für geschlossen. Wien. Montag wurde hier Frau Marie י Wert- 11 e i m e r unter großer Teilnahme zu Grabe getragen. Einer ersten orthodoxen Familie Wiens entstammend, ihr Vater ר׳ יצחק ז׳ל Schiff gehörte zu den Säulen des Schiffsclmlkreises, erreichte sie das patriarchalische Alter von 93 Jahren. Das Muster eines echt jüdischen Biederweibes, war sie die zärtlichste Gattin, die beste Mutter. Ihre tiefe Frömmigkeit gab ihr ein unbeschränktes G-ttvertraucn, das ihr in allen Lagen des Lebens ihren Frohsinn wahrte. Ihre Kinder jüdisch erziehen, möglichst vielen Menschen helfen, jedermann freundlich begegnen, das machte sie sich zur Aufgabe und das erhielt sie gesund bis in das höchst erreichbare Alter. Im Trauerhause sprach der •Schwiegersohn, Herr P c r e 1 s, der einen Abriß ihres g-ttgeweihten Lebens gab. Am Grabe sprach Hofrat Dr. S. Frankfurter, ein Neffe der Verblichenen, warme Worte, in denen er die hohen Tugenden der Verblichenen zeichnete Der Verband der Kultusgemeinden in Oesterreich verboten. (J. T. A.) Der im ,Dezember 1926 konstituierte Verband der Kultusgemeinden Oesterreichs (die Wiener Israelitische Kultusgemeinde war dem Verbände nicht beigetreten), ist ■nunmehr vom Ministerium für Kultus und Unterricht verboten worden. Das Ministerium ist der Ansicht, daß das sogenannte Oestcrreichische Israelitengesetz eine Vereinigung von Kultusgemeinden im allgemeinen nicht vorsehe, und daß eine solche die itn Gesetze begründete Autonomie der Kultusgemeiuden gefährden könne. Ein solcher Verband könne daher nicht zur Kenntnis genommen werden. Dagegen liege nichts dagegen vor, daß eine beliebige Anzahl von Kultusgemeiuden den Beschluß faßt, ganz bestimmte Einrichtungen und Institutionen zu errichten und gemeinsam zu erhalten; es sei jedoch immer der Grundsatz zu beobachten, daß die gegründeten Einrichtungen keine besondere Rechtspersönlichkeit vorstellen dürfen. Besuch der Preßburger Aguda-Jagendgruppe bei der Wiener A. J. ,1. G. S i j u m-F e i e r. Sonntag, den 10. d. M., stattete die ׳Aguda-Jugendgruppe Preßburg der Wiener Aguda-Jugendgruppe einen Besuch ab. Die Gäste, es waren etwa 50, wurden von den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Wiener Jugendgruppe am Ostbahnhof erwartet, wo sie der Obmann, Herr Samuel Stern, mit einem herzlichen Willkommengruß empfing. Gleich von hier wurden die Gäste in die Lokalitäten der Aguda-Jugendgruppe geleitet, wo sie Herr Eliezer Spitzer in einer warmen Ansprache offiziell begrüßte. Nach einem Empfang bei Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner •Fürst wurden den Gästen die Sehens- Würdigkeiten des jüdischen Museums gezeigt. Um halb 2 Uhr erfolgte in Begleitung des Vorstandes der hiesigen Jugendgruppe der Empfang beim Beizer Rabbi. Die schöne Witterung ermöglichte es, den Gästen nachmittags eine der hervorragendsten Wiener Sehenswürdigkeiten, das wunderschöne Schönbrunn mit seinem weltberühmten Tiergarten zu zeigen. Nachdem so der Tag in angeregter Weise vergangen war, vereinigte am ■Abend eine Sijum- Feier auf Seder Noschim Gäste und Gastgeber. Herr Oberrabbiner S. Fürst sprach über das innige Verhältnis, das Wien und Preßburg seit jeher verbindet. Im Anschluß an das Sijum sprachen Se. Ehrw. Herr Rabbiner Fischei Arak von Ozirane, Herr Rabb. Dr. P. Kohn sowie Herr Schaffer aus Preßburg. Von den Gästen wies ferner Herr Weiß in schwungvoller Rede auf die Wichtigkeit eines ständigen Kontaktes zwischen Wien und Preßburg hin. Die Feier schloß in später Abendstunde. Das katastrophale Erdbeben in Palästina. 26 Tote in Jerusalem. (JTA.) Nach den heutigen Feststellungen hat das katastrophale Erdbeben, vo dem die hochgelegenen Teile Palästinas heimgesucht wurden, sehr zahlreiche Opfer gefordert. In Jerusalem selbst zählt man 26 Tote und 30 Schwerverletzte. Die Gebäude der hebräischen Universität wurden schwer beschädigt; die Häuser des Judaisti- •sehen und des Chemischen Institutes sind zum Teil eingestürzt, das Studienmaterial ist vernichtet; der Gesamtschaden wird auf mehrere tausend Pfund geschätzt. Die Vorlesungen werden in ein Gebäude der inneren Stadt verlegt. In den Städten Tel-Awiw, Haifa und Tiberias war das Beben weniger zu spüren, es scheint, daß in der jiidisehen Bevölkerung keine Verluste zu verzeichnen sind. Frl. Esti Wosmer Max Mandl Dunajska-Streda Verlobte. Mattersburg Zur Vermählung des Herrn Salmen Aschkenasy mit Fräulein Frumet Weidenfeld gratulieren herzlichst Rabbiner Dr. J. Pollak, S. Weinbart, Redakteur S. Schönfeld und Frau. ■ j Tsc 11 e choslowakei SlBlllllIHBIIRigBIIIBIBIIIIIIHIIBIIBIIIIIIIfllllllRIIIIIIIIIIIBBIIIIIIIMIIII Die ״ל וחוח״ das Sefirohzählen und der Jahrmarkt von — Beregsasz. Von einem Dorfjuden, der In der Heiligen Schrift nicht besondert bewandert war, wird erzählt, er habe einst belauscht, wie ein מלמד (Religionslehrer) mit seinen Schülern gerade die Stelle in פרשת כי תשא auf jüdisch übersetzte, die vom Zerbrechen der לוחות (der heiligen Gesetzestafeln) handelt. In der Mleinung, die den Kindern vorgetragene Erzählung handle von einem Vorfall aus jüngster Zeit, brach der biedere Dorfjude in tiefstes Schluchzen aus und weinte ganz jämmerlich. Der Melamed traute seinen Ohren nicht, denn er wußte, daß dem Mann die Bundestafeln nicht gaf so sehr an das Herz gewachsen sind. Er versuchte, ihn zu trösten. Da erhielt er folgende Auskunft, die der gute Mann mit tränenerstickter Stimme vorbrachte: ״Wie soll ich nicht tief betrübt sein? Es geht doch um meine Parnossoh, um das Stückchen Brot für meine Familie. Solange der לוח vorhanden war, brauchte ich nur nachzu« schauen und ich wußte genau und pünktlich, wann Jahrmarkt ist in Beregsasz. Ich fuhr hin und verdiente etliche Gulden. Was soll aber jetzt aus mir werden, wie soll ich jedesmal rechtzeitig erfahren, wann die Jahrmärkte sind, wenn Mojsche ■— wie Sie eben den Kindern erzählten — die heiligen ליחות, die heiligen Kalender, vernichtet hat? Ich bin total ruiniert.“ Die Erzählung kommt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man die heutigen allermodernsten לוחית (Taschenkalender) zu Gesicht bekommt. Welcher Kontrast zwischen ehedem und jetzt. Die früheren לוחית waren so tadellos und verläßlich, daß ein Irrtum fast ausgeschlossen war. Außer dem genauen Kalendarium waren im לוח bloß die Jahrmärkte und dergleichen verzeichnet. Sonst erwartete man von einem לוח nichts. Aber was darin stand, war gewissenhaft zusammengestellt. Es entstand aber eine neue Zeit und brachte neue ״Ideen“. Bei uns ist es jedenfalls so; ob dies auch in Budapest und Wien der Fall ist, möchte ich nicht voraussetzen. So kam man auch auf den Einfall, den Taschenkalender ״auszubauen“; er soll nunmehr auch als Gebetbuch dienen. Betrachtet man einen solchen ״Kalender י די ר D “ von einem Bratislavaer Verlag für das Jahr תר״פ״ן etwas näher, so muß man sich erstaunt fragen: Wie ist es möglich, .daß er von .der jüdischen Welt ohne Widerspruch in die ״Tasche“ gesteckt wird? Man schaue da zum Beispiel die Zeitangaben des Schabbosbeginnes, der זמני קבלת שבח nach. Im Winter bei פי לך לך wird die Zeit um 20 Minuten und von פ׳ תרומה bis ויקרא um 30. Minuten oder noch später angegeben als der richtige ז מ ן war. Wieviele Jüdisch» Familien gibt es, die in kleineren Ortschaften ohne Minjan wohnen, und den Freitag Abend nur nach den Angaben des לוח beginnen? Sind diese nicht eben durch diesen לוח ZU חילול ש״ק בשונה verleitet worden? Und wozu noch obendrein aus dem ל י ח ein Gebetbuch machen? Wissen die Herren Verleger nicht, daß dieser סירוד “ לוח von vielen Leuten stets bei sich in der Tasche getragen, also selbstverständlich auch an Orte mitgenommen wird, wo selbst להרהר ברברי תורה untersagt ist. Was aber im erwähnten לוח auf dem Gebiete der ספירת העומר geleistet wird, spottet jeder Beschreibung. Nach ihm hätte man noch am ersten לשבועות■bend ספירה zählen sollen (vielleicht wegen des ־^ בי רJahres?)! Dort wird nämlich der 21. Tag zweimal erwähnt und man bleibt dann bis zum Schlüsse immer um einen Tag zurück, so daß man Sonntag Abend, also am ersten שבועות -Abend, die Wahl hat, entweder (wie in Bümsl, wo am Ende des Jahres eine סדרה übrig blieb) den 49. Tag wegzulassen oder aber auch für den ersten שביעית Tag ספירת העומר einzurichten. Wieviele brave, einfache Juden, die aber leider kein ל ה ״ ק verstehen, haben — abgesehen davon, daß sie die מציה nicht erfüllt haben — ברכה לבטלה gemacht? Und alles dies, weil man die Welt mit ״praktischen“ לוחות beglücken zu müssen glaubt! Vielleicht werden meine bescheidenen Zeilen dazu beitragen, daß die 'הרבני□ הגא שליט״א diese Herren mit gebührender Strenge auf ihre Pflicht aufmerksam machen und dem Umfnig Sohranken setzen להחזיר העטרה לישנה• Zurück zum alten לוח Ein לוח soll eben nur das sein, was er früher war. Für die Gebete haben wir □ב״ה סירירי genug! Der ל!יח sollte noch vor der Drucklegung von נ ד ו ל הדור Keprüft werden. Dann werden solche Irrtümer ausgeschlossen und die Sefirohtage genau berechnet sein.לא פחית ולא ייתר Er sollte nur dazu dienen, die חדשי שבת ומועדי השנה und die מנהגי בית הכנסת anzuzeigen und könte überdies noch enthalten Reklamen, die Jahrmärkte und natürlioh auch den Jahrmarkt von — Beregsasz. פה דעאקי עש״ק בהעלחך עזרתי לפ״ק מרדכי ליב מארקאוויטש שו״ב. R. Mosche Sch’muel Schill זצ״ל• Es ist bezeichnend für den Charakter eines Menschen, wenn sich schon zu dessen Lebzeiten der Volksmutid seiner Taten bemächtigt hat. Nur bei Männern mit solch reichem Seelen- und Tatenleben wie bei dem am Ausgange der vergangenen Schabbos im hohen Greisenalter von 87 Jahren verschiedenen R. Mosche Sch’m 11 e 1 Schill ן׳ל , ist dies der Fall. Durch seinen Weggang hat unsere, au harmonisch abgeklärten Persönlichkeiten ohnedies so ungemein arme Zeit wieder einen typischen Repräsentanten des urwüchsigen Preßburger Talmud Chochem verloren... Er wurde im Jahre 5600 in der berühmten und damals noch musterhaften 'Gemeinde A110 f e n als Sohn des dortigen Dajon geboren. In seinem Elternhaus wurde die geistige Grundlage für sein späteres Wissen und Wirken gelegt. Noch kaum dem Knabenalter entwachsen, als Hjähriger Jüngling, saß R. M. Sch. Schill bereits zu Füßen des Ksaw Sofer in Preßburg und war acht Jahre hindurch Hausgenösse seines von ihm schwärmerisch verehrten Rabbi. Dort nahm er durch eisernen Fleiß und tief innerlich verwurzeiter Jiroli jenen Thorageist in sich auf, der jede Lebensäußerung des herangewachsenen Mannes im g-ttgewollten Sinn gestaltete. Was Wunder dann, wenn er als angesehener, wohlhabender Kaufmann den richtigen Gebrauch von dem ihm verliehenen G-ttesgaben zu machen wußte. In großherziger und — für den vom wahren Thorageiste Beseelten charakteristisch — zartsinniger Weise stütze er so manche schwankende Existenz, schenkte mit vollen Händen und fand höchste Befriedigung, wenn er Tränen trocknen, Gebeugte aufrichten konnte. Und als sich dann im Laufe der Jahre das irdische Glück zu seinen Ungunsten wendete, bewies der Dahingegangene durch unerscluitterliches G־ttesvertrauen und felsenfestes Betochaiin, wie der wahre Jcliudi auch die Schattenseiten des Lebens zu meistern hat um weiterhin jüdische Pflichten restlos und liebevoll zu erfüllen. Grenzenlos war R, M. Schills Liebe zu G-ttes Geboten. Hunderte jüdische Kinder führte er als מוהל מומחה ungescheut großer Mühe und Kosten in den Bund Awrohoms ein. Annähernd fünf Jahrzehnte lang versah er in vorbildlicher Weise mit grammatischer Genauigkeit in der ״Schiurstubc“, mit der er als der Lehrstättc seines Rabbi seelisch innig verknüpft war, das Amt des Baal tefiloh und Baal korch. Sein ״leinen" zeigte, von welch* tiefen Respekt er vor der חוה׳ק, vor jedem Tonzeichen in der תיה׳ק durchdrungen war. Als Gabbaj der Schiurstube wirkte er segensreich beispielgebend für das sceiisehe und leibliche Wohl der Jeschiwahbachurim und sein Vorsteheramt bei der Chewrali Kadischah ward ihm freudig willkommene Gelegenheit, selbstlosestes Cheßcd schel Ernes zu üben. Dieses im Dienste G-ttes und der Menschen ausgefüllte reiche Leben war die köstliche Synthese des aufrechten jüdischen Menschen, der, mitten im Leben stehend, bei all dieser kräftefordernder Arbeit jeden freien Augenblick benützte, um Thora zu lernen. Von seinem reichen Wissen und seiner Liebe zur Thora, zeugt sein Werk □ששי□ אלפי und die Fülle der unveröffent•׳ lichten Erklärungen zu Bibel, Talmud und Midrasch in seinem geistigen Nachlaß. Vor der Lewajoh, an der Unzählige teilnahmen, sprach Herr M. Gr 0 sing er, ein Schwiegersohn des Dahingeschiedenen, bewegte Abschiedsworte. Draußen in der Vorhalle des □בית החיי skizzierte Sr. Ehrw. Herr Rabbiner H i r s c h 1 e r in meisterhafter Weise die hervorragendsten Wesenszüge des Niftor. Die Lichtkrone auch dieses ׳Mosche stammt von ״Der Tinte, die in d er Feder z u r ii c k b 1 i e b“, von den treffenden Erklärungen, die der Verstorbene auf die nur andeutungsweise geoffenbarte Kre-a-Ksiw-Gedankenwelt unserer Thora hakedoscha,!unterlassen hat. In erschöpfender Rede entwarf Sr. •Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber ein Lebensbild des!Entschlafenen, schilderte einzelne, doch scharf charakterisierende Episoden aus seinem Inhaltsreichen Leben, und .betonte, wie er besonders in seinem ältesten Sohne, dem ehrwürdigen!Rabbiner von B ö s i n g die geradlinige Fortsetzung und Erweiterung seines g-ttgeweihten Lebens gefunden. Sodann hielt J5r. Ehrw. Rabbiner Josua Schill ניי (Pezuok) seinem Vater einen ergreifenden Hesped. Er erwähnte Stellen ans'seinen hinterlassenen Aufzeichnungen, die klar und deutlich jene vollkommene Uebereinstimmung zwischen Gedanken und Betätigung der Niftor veranschaulichen. Denn nur eine solche vermag das von Thorageist getragene •Leben, wie dies bei R. M. Sch. Schill' זיל verwirklicht war, zur höchsten Vollendung steigern. Abschiedsdroschoh in Prestany. Alis Anlaß seiner Vermählung hielt Herr Chajim Aron Grün, Sohn des Herrn Israel Grün, und Schwiegersohn Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Lebovics in Joka, über Einladung des Herrn Oberrabbiners und des Vor- Standes eine großangelegte Charifus- und Maggidus- Droschoh, die von allen Zuhörern mit groqem Beifall aufgenommen wurde. L. L. Rabbiner, frommer Beamte dipl. Mann in sicherer Stellung, wird zwecks Ehe für ein sehr intelligentes, hübsches, gebildetes, gut häuslich erzögenes Mädchen יפת תיאר ויפת מראה mit tsch. K 100.000 Mitgift und erstrangiger Ausstattung gesucht. Fähige junge Leute, die vor Beendigung ihres Studiums stehen, können auch in Betracht kommen, sie werden finanziell reichlich unterstützt und ihnen zur Erlangung •eines definitiven Postens verholfen. Zuschriften unter ״Strebsam“ an die Bratislavaer Administration dieses Blattes erbeten. KONKURS In der auth. orth. isr. Kultusgemeinde zu V r b 0 v 6 ist die Stelle eines tüchtigen ש״זב וקולא und Vorbeters zu besetzen. Bewerber unter 40 Jahren mögen ihre Offerte ehestens an den gefertigten Vorstand einsenden. Die Reise- Spesen werden nur dem Berufenen vergütet. V r b 0 v 6, am 27. Juni 1927. J u s t h Moses, Präses. Knaben-lnternat, Vrbove akzeptiert Erzieher und Reiigionslehrer per 1. September mit freier Station und tsch. K 800 Monatsgehalt. Bewerber müssen pädagogische Schulung, feine Umgangsformen, Verständnis für stramme Disziplin, Gefühl für Ordnung besitzen und geeignet sein, mit den bewährten Lehrkräften der Bürgerschule harmonisch zusammenzuwirken. Verheiratete kommen nicht in Betracht, weil die Zöglinge unter ständiger Aufsicht stehen, daher die Erzieher im Internat wohnen müssen. Offerte an Internat Samuel Reich, 01?erräbbiner, Vrbove. __ Galanterie- und Kurzwaren-Engroshandlung •in Bratislava, sucht Lehrling aus frommem Hause. Zuschriften an Postfach 293 in Bratislava.