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Jüdische Presse · 1927-07-01 · 26 (1.7.1927) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
26 (1.7.1927)
Date
1927-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 26 JÜDISCHE PRESSE Seite 175 I Tschechoslowakei \ u b!<BBBBBBaBBBBBBBBBaBBBBBflBBBBBBBa1BBBBflBBaflBBBBBBflBBBBBflBBBB5BBB!aaE9aBBBBBBBBBBBB)ü dem Reiche besuchte Tagung, die s’ch mit den Fragen der deutschen Justiz, soweit sie Juden und Judentum betreffen, in eingehender Beratung beschäftigte. Eine vielständige Aussprache, an der Juristen aus allen Teilen des Reiches, darunter auch Universitätsprofessoren und zahlreiche Richter teilnahmen, brachte eine Fülle neuen Materials zu den behandelten Fragen Justizrat Brodnitz konnte in seinem Schlußwort darauf hinweisen, daß die Tagung, wie erwartet, nicht dem spezifisch-jüdischen Interesse, sondern -dem großen Rechtsinteresse unseres gesamten Vaterlandes gedient habe. Die Gefahr des Schächteverbots besteht in England nicht. (J. T. A.) Herr Samuel Finburgh, Mitglied des Unterhauses, teilte heute der Jüdischen Telegraphenagentur mit, daß für England keinerlei Aussicht besteht, daß ein Gesetz angenommen wird, das das betäubungslose Schächten nach jüdischem Ritual verbietet. Bekanntlich hat der frühere Minister für Landwirtschaft, Buxton, eine Bill eingebracht, wonach in allen öffentlichen Schlachthäuseru das Schlachten ohne vorausgegangene Betäubung verboten' sein soll. Buxton weigerte sich, eine Klausel in die Bill aufzunchmen, daß für Angehörige der jüdischen Religion eine Ausnahme bestehen soll. Herr Finburgh hat nun mit Vertretern aller drei Utiterhauspartcien gesprochen, und diese versicherten ihm, daß alle Parteien die Buxton- Bill ablehncn werden, wenn für die Anhänger der jüdischen Religion keine Ausnahme gemacht werden sollte. Die gleiche Versicherung gaben auch diejenigen Unterhausmitglieder ab, die bisher die Buxton-Bill direkt unterstützten. Die Londoner Internationale Konferenz zur Bekämpfung des Mädchenhandels unter den Juden. Am 22. Juni wurde‘ in London die Internationale Konferenz der jüdischen Gesellschaften zum Schutze der Frauen und Mädchen und zur Bekämpfung des Mädchenhandels eröffnet. Von orthodoxer Seite nahmen an den Beratungen Rabbiner Dr. M. Hildesheimer, Berlin, und Direktor Dr. L. D e u t s c h 1 ä 11 d e r, Wien, teil. Charles A. Levine. ־Charles A. Levine, der Eigentümer des Bellanca-Eindeckcrs ״Columbia“, hat, bevor er den Flug New York—Berlin mit Chamberlin unternahm, mit einem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur in New York gesprochen und ihm viel Interessantes über sein Leben erzählt. Der 30jährige Charles A. Levine, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, wurde in einer kleinen amerikanischen Stadt geboren, in der sein Vater, der vor 36 Jahren aus Wilna einwanderte, Kaufmann war. Herr Levine erzählte, daß er von frühester Jugend an der Aeronautik heißestes Interesse entgegenbrachte und daß es der Ehrgeiz seines Lebens war, Flieger zu werden. Mit 13 Jahren verließ er heimlich das Elternhaus und trat in die berühmte Fliegerschule von Garden City ein. Sein Vater holte ihn zurück und verschaffte ihm eine Anstellung bei einer Metallhändlerfirma. ״Mein Vater“, fuhr Levine fort, ״betrachtete mein Interesse an der Aviatik als unvereinbar mit der Laufbahn eines soliden jüdischen Geschäftsmannes. Er hoffte, daß ich, sobald ich heiratete — ־und ich heiratete mit 19 Jahren — die Narreteien lassen werde. Ich widmete mich in der Tat mit ganzer Energie meinem Geschäfte, aber mein Interesse an der Besiegung der Luft verminderte sich nicht. Schließlich widmete ich mich dem Aeroplanbau und konnte oft meine Eltern, die in Pittsburg leben, mittels eigenen Flugzeuges besuchen. Stets , aber“, schloß Herr Levine, ,,träumte ich davon, im eigenen Flugzeug den Atlantischen " Ozean 'zu überqueren und, von New York aus fliegend, in :Berlin zu landen.“ Aus den weiteren Gesprächen ging hervor, daß Mr. Charles A. Levine, der in Brooklyn lebt, einer Anzahl jüdischer Organisationen und Institutionen angehört; so ist er auch Mitglied einer jüdischen Loge, er nimmt aber nicht aktiven Anteil am jüdischen sozialen Leben, da sein Lebens- Interesse der Aeronautik gewidmet ist. ״Miß Columbia.“ (JTA.) Die ״Berliner Morgenpost“ hatte in einem ״Begeisterung mit Hindernissen“ betitelten Leitartikel festgestellt, daß die deutschnationalen Stadtväter bei aller ׳Bewunderung für die Flieger sich mit dem Gedanken an eine Levlne-Straße nicht vertraut zu machen imstande waren und auf den Ausweg verfielen, eine Straße nach dem Levineschen Flugzeug ״Miß Columbia“ zu benennen. Hierzu schreibt Dr. Hugo Spiegler in deY ״Jüdisch-liberalen Zeitung“: Leider haben diese Herren mit der scheinbar so diplomatischen Lösung, die in diesem Dilemma gefunden wurde, einen argen Reinfall erlebt. Miß Columbia, nach der das Flugzeug und somit auch die zu dessen Ehren umgetaufte Berliner Straße jetzt heißt, ist nämlich niemand anders als — das fünfjährige Töchferchen Levines! Die hochweisen Stadtväter haben also die Ehre, die sie einem erwachsenen Juden für eine vorläufig nicht alltägliche Leistung nicht vergönnten, einem kleinen Judenmädchen erwiesen, das vorläufig noch keine anderen Dienste aufzuweisen hat als den, nicht etwa Sarah oder Rahel zu heißen...“ Ansprache des Rabbiners Perlmutter bei der Grundsteinlegung des polnischen Nationalmuseums. (JTA.) Am 16. Juni fand die feierliche Grundsteinlegung für das polnische National- und Militärmuseum statt. Das in riesigen Ausmaßen geplante Gebäude wird erst nach drei Jahren beendet sein. Die erste Ansprache hielt Kardinal Doktor Kakofski, die zweite der Stadtpräsident Ing. Jabionski.. Die dritte Ansprache hielt Rabbiner Perlmutter, der an eine Prophezeiung seines Lehrers, des einstigen Warschauer!Rabbiners Meiseis, erinnerte, der ihm — als er, Perlmutter, noch ein Jüngling war — sagte, er werde noch einmal die Unabhängigkeit Polens und das Aufblühen dieses Landes als mächtiges Reich erleben. Diese Prophezeiung, sagte Rabbiner Perlmutter, ist nun in Erfüllung gegangen. Die Unabhängigkeit und die Blüte Polens finden ihren Ausdruck in der heutigen Feier, da man daran geht, ein nationales Museum aufzubauen. Er wünsche dem Werke Erfolg und gebe ihm seinen Segen. Die Rede des greisen Rabbiners machte auf alle Anwesenden starken Eindruck. Führer der jüdischen Orthodoxie Amerikas ln Palästina. (JTA.) Eine Anzahl Führer der jüdischen Orthodoxie in den Vereinigten Staaten ist zum Besuch in Palästina •eingetroffen. Unter ihnen sind der Präsident der Union orthodoxer Rabbiner Amerikas Rabbiner M. S. Margulies, Harry Fischei, der Sekretär des Central Relief Committee Rabbiner Aaron Teitelbaum und Rabb. Jakob W. Redelheim. כשי Fleisch 11. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשר• M. Bck£rling:, Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 *Telephon 11-682־. — Jede Bestellung wird telephonisch entgegengenommen und sofort Ins Haus zugestelit. Ein großes Jeschiwa-Fest in Bratislava Das orthodoxe Judentum zeigt naturgemäß keine allzu große Mannigfaltigkeit an gesellschaftlichen Festen und freien Veranstaltungen auf. Wie das Einzelleben, so ist auch das gesellschaftliche Leben in allen seinen Aenßerungen von dem religiösen Gesetz bestimmt und vom Geiste der heiligen Thora getragen. Unsere freudige Stirnnmng kann in ihrer jüdischen Tonart zur vollen Eiltfaltung nur gelangen, wenn es die Thora selber ist, die sich in ihr ..ausleben“ will, wenn sie den Mittelpunkt bildet, um den sich die Herzen scharen, die Veranlassung, welche die Gemüter in wonnige Erregung versetzt. Diese innere und tiefere Bedeutung der שמחה של מצו ה, der sich in Lebensfreude äußernden Mizwohtat. haben all die Hunderte in ihrer ganzen erhabenen Schönheit und in •ihrer vollen jüdischen Größe erfaßt, die Gelegenheit hatten, am 26. Siwan an dem großen S i j u m f e s t tcilzunehmen, das von der Prcßburgcr ישיבה רמה veranstaltet wurde. Wohl sind Feste dieser Art aus gleicher Voranlassurig keine Seltenheit an den Lchrstätten der Thora in unserem Lande. Es geht G. s. D. kaum eine Woche vorüber, ohne daß wir über die Beendigung einer מסכת an der einen oder anderen Thoraanstalt oder in dem einen oder anderen Verein berichten könnten, und unsere Leser schöpfen aus all diesen Berichten gewiß Mut und Anregung, dem sich stets verstärkenden Akkord des □חורה ברבי immer mehr lind immer neue Töne anzufügen. Trotzdem ragt das Sijumfest der Preßburger ישיבה seiner ganzen Aufmachung lind seiner historischen Aufmachung nach besonders hervor. Sind es doch schon 40 Jahre her, daß die Jeschiwa die Gelegenheit und den Zeitpunkt für geeignet hielt, die Beendigung eines Talmudtraktates in größerem Ausmaß festlich und freudig zu feiern, obgleich die äußere Veranlassung hiezu wiederholt verhanden war. Diesmal galt es, der Freude darüber Ausdruck zu geben, daß die Jeschiwa sich von den Miseren der Nachkriegszeit zu erholen beginnt und daß es dem ehrwürdigen Leiter der Jeschiwa, Herrn Oberrabbiner Schreiber, gelungen ist, nunmehr auch seinen ältesten Sohn, Herrn Samuel Schreiber, an seiner Seite lehrend und wirkend an dem Aufschwung der Jeschiwa mitarbeiten zu sehen. Seit zwei Jahren trägt Herr Schreiber den ״Nebensciiiur“ an der Jeschiwa mit gutem Erfolg vor und hat eben מס׳ נדרים mit seinen Schülern zu!Ende gelernt. Aus diesem Anlaß wurde der Turnsaal der orthodoxen Volksschule zu einem herrlich geschmückten Festsaal umgewandelt. Drei lange Tische waren dem Saale entlang aufgestellt und an der Tete ein besonderer Tisch für den Leiter, die Dozenten und die Ehrengäste. Se. Ehrwiirden Herr Oberrabbiner Schreiber nahm, von den Anwesenden mit brausenden Jechi-Rufen begrüßt, unter einem mit frischen Blumen umrankten Baldachin Platz und neben ihm und um ihn die Fcstgäste, die Preßburger Vereinsrabbiner, mehrere auswärtige Rabbiner aus der ׳Nähe 'Preßburgs (frühere Schüler• der Jeschiwa), Vertreter des Vorstandes, der Institutionen und der Vereine, die Gaboim der Jeschiwa, der ישיבה הטנה und der Mensa, ein großer Kreis der הלמידי חכמים und der אוהבי תירה, sowie die Schüler der Jeschiwa vollzählig. Unter den Gästen befand sich auch ein ehemaliger Schüler und Gönner der Jeschiwa, Herr Isaak Weiß aus New-York. Kaum hatte der Oberrabbiner den Saal betreten, da begrüßte ihn und die Gäste ein Schüler, Herr Abraham!Fettmann, in wenigen schlichten Worten. Hierauf trug Herr Samuel Schreiber den Schluß der מסכת vor und knüpfte daran in sinnreicher Weise einen הדרן mit dem er stürmischen Beifall auslöste. Herr L.!Fettmann nahm sodann הזכרת נשמות für die Gründer, Lehrer und Gönner der Jeschiwa vor. Jetzt erst schritt man zur Mahlzeit, die einen Beweis für die Vorzüglichkeit der Mensakiiche erbrachte. Schüler der Jeschiwa sorgten für die Ordnung und trugen auch die Speisen auf. Unter größter Spannung der Festversammlung hielt darauf Se. Ehrw. Herr. Oberrabbiner Schreiber eine Rede, in welcher er, aufs tiefste bewegt, השי״ח dankte für זכי׳ , einen würdigen Sohn in jungen Jahren schon an der ישיבה dozieren zu sehen ,והנה סרח מטה אהרן ,die ihren Ruf dem großen Rabbi Mosche Sofer זצ״ל , dem 1 פ ר D חתם verdankt und •die auch heute noch in seinem Geiste geleitet wird זה המטה שהי׳ ביר משה. Der ehrwürdige Redner erzählt sodann einiges aus der Vergangenheit der Jeschiwa, die nachweislich bereits 217 Jahre besteht, und von den Schwierigkeiten, die in den letzten Jahren überwunden werden mußten, um sie zu erhalten. Er spricht seiner Gemeinde den Dank für all die Opfer aus, die sie unausgesetzt für die ישיבה bringt, und der Gemeindeleitung für den Be- Schluß, baldigst an den Bau eines Internats für die Schüler der Jeschiwa heranzutreten. Dieses Internat bedeutet nach den jetzigen Verhältnissen ebenso eine Lebensfrage für die Jeschiwa, wie vor einigen Jahren die Errichtung der Mensa. Alle diese ansehnlichen Leistungen der Gemeinde wären jedoch für die Erhaltung der Jeschiwa nicht ausreichend gewesen, wenn nicht aus Amerika Zuschüsse angelangt wären. Redner bittet den anwesenden Gast aus Amerika, den dortigen Wohltätern den Dank der Jeschiwa zu übermitteln. Mit ermutigenden Worten an seinen Sohn und einem warmen^ Appell an die Gemeinde schließt Herr Oberrabbiner Schreiber seine Rede unter der begeisterten Zustimmung aller Festteilnehmer. Den Glanz- Punkt im Festprogramm bildete der nun folgende חריפ1ח Vortrag des Herrn Samuel Schreiber. Mehr als eine Stunde erörtert der Redner die סוג׳ טצות לאי להינות ניחנו und sichert sich bewundernde Ovationen von seiten der בני תורה für sein erschöpfendes Eindringen in den talmudischen Stoff. Herr Oberkantor Stern aus Leipzig enthusiasmierte hierauf die Versammelten mit seinem gefühlvollen und auch in musikalischer Beziehung vollendeten Gesang. Die Herren Simon S t r a ß e r und Salomon Lichtenfeld erfreuten die Tischgenossen mit geistesscharfen Reden und Herr Rabbiner ■Aba H e r z 1 weckte — wie immer — mit seinen originellen Ausführungen lebhaftes Interesse. Der jugendliche Frohmut kam natürlich ebenfalls auf seine Rechnung in ungezwungenen Gesängen und chassidischen Tänzen. Es war herzerfreuend, wahrzunehmen, wie die Bachurim in diesen wohlverdienten wenigen Stunden edler Lebenslust jauchzend und jubelnd ihren Schöpfer priesen für das unsagbare Glück, seiner Thora ganz angehören, seinem Willen sich uneingeschränkt unterordnen lind seine Worte bis in ihre tiefsten Tiefen erforschen zu dürfen. Das ist der jubelnde Lebensgesatig unverdorbener jüdischer Jugend! Um ti'c zehnte Abendstunde trug der Rabbi iu ernster Weihe das ברכת המזון vor. Der Saal leerte sich langsam. Aber draußen in den umliegenden Straßen tönt es aus den Herzen unserer Jugend noch lange fort: ... וטהר לבנו לעבדך באמת. Druckfehlerberichtigung. In dem Bericht über die T 11 0 r a c i 11 w e i h u 11 g in S u r a 11 y, der in der vorigen Nummer veröffentlicht war, soll es richtig heißen, daß für die Zwecke der Bachurim-Mensa aus diesem Anlaß einige Tausend Kronen (und nicht einige Hundert) gespendet wurden. Es gingen erfreulicherweise tsch. K 4005 ein. Oberkantorwahl in Bratislava. In ihrer Sitzung vom 27. Siwan wählte die Repräsentanz der Bratislavaer orth. Gemeinde •Herrn Salomon Stern, bisher in Leipzig, zum Oberkantor. Zur Erinnerung an die Kattowitzer Versammlung. Die 15. Wiederkehr des Gründungstages der Agudas Jisrool auf der Kattowitzer Versammlung wurde auch in Bratislava in würdiger Weise begangen. Am Schabbos, den 11. Siwan hielt in der Agudas Jisroel-Frauen- und Mädchengruppe im Anschluß an den allwöchentlichen Sidrohvortrag Frau Recha Braun einen Sondervortrag vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft über das Thema ״W•i e und wozu wurde Agudas Jisroel gegründet?“ Die Rednerin erzählte in großen Zügen die Griindungsgeschiöhte der Aguda und erläuterte die Bedeutung der Organisation vom Gesichtspunkte der orthodoxen jüdischen Frau. Die versammelten Frauen und Mädchen nahmen den interessanten Vortrag beifällig auf. — Am 12. Siwan veranstaltete die Agudas.Jisroel-Jugendgruppe eine Versammlung aus dem gleichen Anlaß. Herr Max Löwy eröffnete die Versammlung und begrüßte auch die zufällig anwesenden Herren Dr. Deutschländer und Dr. P 0 11 a k von der Wiener Zentrale. Darauf sprach Herr Jakob Joel Braun über ״Agudas Jisroel von Kattowitz und weiter“ und richtete an die Erschienenen einen Appell, gleich den ersten Gründern der Aguda Einschau zu halten in die Lage des Gesamtjudentuvns, und in ihren Spuren, vor allem an dem Ausbau der Organisation, der organisatorischen Wiederherstellung des orthodoxen Kelal Jisroel, zu arbeiten. — Prüfungen in der orthodoxen Schule in Bratislava. Am 20., 21. und 22. Siwan fanden an!der Volksschule der orthodoxen Kultusgemeinde von Bratislava die Schluß- Prüfungen •statt. Diese wurden von den Herren Rabbiner Simon Hir schier und Direktor Kohn, Sr. Ehrw. des Herrn- Oberrabbiners S c h e i b er, in Gegenwart der Mitglieder der Schulkommission, des Gemeindevorstandes, zahlreicher Eltern!und Gäste geleitet und lieferten wieder deutliche Beweise für die Hingabe und Tüchtigkeit der Lehrer, die trotz mancher Schwierigkeiten den Kindern ein hohes Maß jüdischen Wissens bei/bringen und sie auch in religiöser Beziehung für ihre spätere ׳Lebensaufgabe als orthodoxe Juden rüsten und stärken. Schon in der ersten Klasse lernten die Kinder außer dem geläufigen לה״ס“ Lesen, und den תפלות auch die ersten סדר1ת von ספר בראשית mit leichtfaßlicher Uebersetzung und gelangten stufenweise mit ׳Abschluß der fünften Klasse zur vollständigen Beherrschung der חמשה חומשי תורה und •der נביאים ראשונים abgesehen von hebräisch Schreiben, Grammatik. In den Mädchenklassen wird gleichfalls ein entsprechendes Pensum bewältigt. Die Schule zeigt eine sich aufwärtsbewegende Entwicklung. Die Prüfungskommission hat ihrer Zufriedenheit mit den Leistungen der Schule bewundernden Ausdruck verliehen. Gast-Derosclioh In Tornala. Wie uns berichtet wird, hatte die orthodoxe Gemeinde. Tornala das Vergnügen, Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Martin Tennenbaum aus Putnok zu begrüßen. Der ehrwürdige Gast wurde von seiner Tornalaer Gemeinde auf das freundlichste aufgenommen. In seiner ausgezeichneten דרשה wies er im besonderen auf die Unzulässigkeit der zionistischen religionswidrigen Bestrebungen hin und machte damit einen tiefen Eindruck auf seine Zuhörer. von einem Hotel eines österreichischen Kurortes für die Saison gesucht. Angebote unter ״Bilanzfähige Buchhaiterin“ mit Angabe der Lohnansprüche an die Wiener Ad-' ministration des •Blattes Sommerurlaub. Gebe meine 16jährige Tochter über den Sommer nach Wien gegen Tausch eines Mädchens nach der Slowakei. In Betracht kommen nur solche aus■ orthodoxer Familie, Gefl. Anträge unter ״Velke Meder“ an die Wiener Administration des Blattes. Vertrauenswürdigen Personen tüchtigen, kapitalskräftigen Kaufleuten errichte ich Lager von Gewinn-Automaten Anbote an׳ Firma Josef Mach, Holzindustrie, Semil,!Böhmen. JÜNGLING aus besserem Hause wird als Lehrling in meinem Eisengeschäft aufgenommen. Edmund Trotzer, Surauy.

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