Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 22 (3.6.1927)
- Date
- 1927-06-03
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22 JÜDISCHE PRESSE Seite 159 I Tschechoslowakei | ...j Präsident Masaryk. Am 27. Mai haben die parlamentarischen Vertreter unseres Staates Thomas Garrigue M asaryk zum dritten Male zum Präsidenten der tschechoslowakischen Republik gewählt. Sie haben damit auf das deutlichste bekundet, daß die Bevölkerung unseres Staates in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht nur der Person des greisen Staatsmannes und Geisteshelden Masaryk grenzenlose Verehrung zollt, sondern auch von der Ueberzeugung durchdrungen ist, daß. sein Geist, seine!Lehren und seine Grundsätze allein der nächsten Entwicklung der Dinge in unserer!Republik als Richtschnur und Wiegweiser zu dienen haben. Das ist der Sinn des Wahlaktes, der am 27. Mai im Prager Parlament vor sich ging und darin liegt auch seine über das Persönliche hinausragende prinzipielle und geschichtliche ׳Bedeutung. Wir haben damit die Sicherheit erlangt, daß vor allen Dingen die innere Konsolidierung unserer Staatliehen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse in den nächsten Jahren sich geradlinig in der 'bisher eingehaltenen Richtung bewegen wird. Wer in dieser Richtung das Wohl der Gesamtheit und die Stärke des Staates auf das beste gefördert weiß, wird die neuerliche Wahl Masaryks mit. Genugtuung und Befriedigung aufnehmen und aufrichtig wünsehen, daß es unseren Staatslenkern unter seiner weisen Führung mit G־ttes Hilfe gelingen möge, den tschechoslowakischen Staat in immer aufsteigender Linie auf jene Höhe emporzuheben, auf der seine reichen •edlen Kräfte ausreifen und zu stets vollkommene Entfaltung gelangen könnten.!Die jüdische!Bevölkerung unserer Republik, hat allen Grund, mit der Mehrheit ihrer nichtjüdischen Bürger in •der Wiederwahl Masaryks die Bestätigung und Bekräftigung eines weitreichenden Staatsprogrammes freudig zu begrüßen, das in seinen letzten Konsequenzen zu einer Hinnufentwicklung der allgemeinen Menschheitskultur heran an die reinsten und erhabensten religiösen •Ideale des -11 *i s 10 r isehen Judentums führen müßte. Präsident Masaryk hat diesen Idealen sein Leben lang Verständnis entgegengebracht und hat auch dem Volke, das als Träger dieser Ideale ein Martyrum ohnegleichen erleiden mußte und auch -heute noch gegen Mißgunst und Uebelwollen überall 'in der Welt anzukämpfen hat, seine Sympathie nicht versagt. Er verfolgt auch •das große Ringen im Judentum der Gegenwart mit einer tiefen 'Anteilnahme, die ihn nötigt, ein inneres Verhältnis zu schaffen zwischen den Lebenszielen, die er seinem Volke stecken möchte, und den• Grundwahrheiten, als deren Künder der religiös orientierte Großteil des jüdischen Volkes dasteht und seine historische Eigenart ungeschwächt zu erhalten sucht. Wird die tschechoslowakische Republik im Lichte einer gut verstandenen ׳Freiheit * den ־Wteg gehen, den Präsidenten Masaryk ihr zeigt, so wird sie ihre Daseinsberechtigung über alle ־ Stürme der Zeiten hinweg erwiesen haben und Thomas G. Ma- Derikinhalt des Judentums so völlig entfernen oder , will er das jüdische Denken so ganz säkularisieren, wie es sein שקיעת החיים vermuten läßt? ׳Die Liebe und Sorgfalt, mit •der er an der Anthropologie arbeitete, zeigt, daß auch er den gesamten Schatz jüdischer Denkarbeit e rhalten und hinübernehmen möchte in seine Welt, •die. losgesagt scheint, von -allem was im alten Sinne Judentum ist. J. J. B. ספר מנהגי ישראל. Die jüdischen Gebräuche, geordnet und erklärt von Rabbiner Krauß, Lackenbach, Burgenland, Oesterreich. Der rtihmlichst bekannte Verfasser hat durch vorliegendes Werk, das in jüdisch- •deutscher Sprache erschien, die Volksliteratur wertvoll bereichert. In klarer Sprache und übersichtlicher Anordnung werden hier mit fleißiger Benützung der großen Minchagim-Literatur •die synagogalen und anderen religiösen Bräuche angegeben und erklärt. Aus •der großen Fülle des gebrachten Materials möchte ich hier nur auf folgende Erklärung des Verfassers hinweisen, die nicht ganz stichhältig ist. Verfasser gibt ׳(S. 20) den Grund zum Verlassen der Synagoge bei הזכרת נשמות wenn man noch Eltern besitzt folgend an: ״Damit Leutei welche noch!Eltern besitzen, aus Vergeßlichkeit nicht die Totengebete mitbeten“. Dieser Grund findet nun seine Widerlegung, abgesehen ׳davon, daß מנהני ישראל nicht für gedankenlose Elternvergesser eingeführt wurden, in dem Umstande, daß bei Verrichtung -des מריש יתום ebenso die nicht אבלים die Synasoge verlassen müßten. Es scheint mir daher viel wahrscheinlicher, daß folgende Ursache die richtige sei: In den Kehilloth bestand der Brauch von altersher, die Namen jedes einzelnen verstorbenen Gemeindemitgliedes beim מזכיר zu erwähnen, wie es noch heute vielfach üblich ist. Dies geschah in -der Weise, daß der Vorbeter alle Eltern der im Tempel Anwesenden der Reihe nach nannte. Nur damit der Vorbeter eine Uebersicht habe über die zu Nennenden, und nicht irrtümlich auch Eltern, welche noch am Leben sind, erwähnt, verließen diejenigen, welche noch Eltern besitzen, •das Bethaus. Im ersten Trauerjahre, da die Pflicht des מזכיר noch nicht besteht, verließ man daher ebenfalls die Synagoge — aber nicht wie genannter Vertasser anführt, daß der Schmerz noch zu frisch sei und durch das Totengebet neue Nahrung bekäme! M. Kunstadt. saryk wird ihr Vorbild sein für ihren Gang durch die Geschichte. J. J. B. Präsident Masaryk in Erez Jisroel. Unsere Leser wissen, daß Herr Präsident Masaryk nach seinem Eintreffen in Jerusalem unter den jüdischen Institutionen als erste die tschechoslowakische Gemeinde ״K 01 e I S c 11 0 m r e Hachomot h“ besucht hat, wo er vom Oberrabbiner der palästinensischen Orthodoxie und Präsidenten der Agiidas Jisroel in Erez Jisroel Rabbi Chajim Sonnenfeld feierlich begrüßt wurde. Anlaßlieh der Wiederwahl Thomas Masaryks zum Präsidenten der tschechoslowakischen Republik veröffentlichen wir nachstehend eine deutsche Uebertragung der Hui digungsadresse, die ihm Rabbi Chajim Sonnenfeld überreichte: Groß ist dieser Tag, da der verehrte Präsident der tschechoslowakischen Republik, Herr Professor Thomas G. Masaryk, eitler in hellem Goldglahze erstrahlenden Leuchte gleich, vor unseren Augen in den Toren Jerusalems erschien. Heil Dir, großer Mann, daß es Dir beschieden ist, noch im Greisenalter in solch ragender Stellung Deinen Fuß zu setzen auf den heiligen Boden, allen Völkern geheiligt und mit Deinen Blicken sein Gestein und seinen Staub zu kosen. Du wurdest zum ersten Präsidenten der tschechoslowakisehen Republik auserseheu. Dich hat die himm- Iische Vorsehung dessen gewürdigt, den Grundstein dieses Staates zu legen und das Gerüst seiner Freiheit und seiner Verwaltung aufzurichten. Deine reiche Weisheit hat es verstanden, das Staatsgebäude formvollendet zu gestalten und es auf feste, dauernde Grundlagen zu stellen. Eine große Tat vollbringst Du, da Du die Tage Deines Greisenalters dem Bestreben weihest, der Staatsleitung Milde, Güte und Toleranz einzuprägen und in sie ein hohes Maß von Menschenliebe zu pflanzen, unterschiedlos zwischen Volk und Volk, zwischen Gemeinde und Gemeinde. Die gesamte Bevölkerung soll der Wohltat der Gerechtigkeit und der Gleichheit teilhaftig werden. Wir hoffen, daß diese Republik für die Ewigkeit gefügt ist, zum Wohle und zum Segen zahlreicher Generationen, auf daß ihre Schöpfungen ruhmvoll verzeichnet werden in der Geschichte der Menschheit. Deshalb grüßen Dich die Guten aller Nationen und vornehmlich die zerstreuten Glieder des jüdischen Volkes, die für Dein Wohlergehen und für den Frieden der ganzen Welt im allgemeinen und unseres Staates im besonderen an den heiligen Stätten beten und heute ehrfurchtsvoll vor Dir erscheinen, um Dir ihre Huldigung und ihren Dank aus aufrichtigem Herzen zum Ausdruck zu bringen־ Er, der auf Zion thront, möge Dir Seinen heiligen Beistand verleihen und Dich an Körper und Geist stark erhalten. Mögest Du noch viele glückliche Jahre in Frieden und Freude für das Aufblühen und Gedeihen des Staates wirken. Dein Greisenalter bleibe Dir angenehm in Ehren, Ruhm und Sonnenglanz immerdar. In Deinen und unseren Tagen möge Juda erlöst werden und Israel stehe aufgerichtet da. Das sei der Wille G-ttes. Amen. Es zeichnen ehrerbietig: Jerusalem, im Monate Nissan 5687. Die Vorsteher und Leiter des ״Kolel Schomre Hachomot“ der tschechoslowakischen jüdischen Gemeinde im Heiligen Lande: Josef Chajim Sonnenield m. p., Oberrabbiner. Jona Jizchak Lefkovitsch m. p. Vorsteher Josel Elsenbach m. p. Gemeinde-' Josef Adler m. p. Zadok Krauß m. p., Sekretär. Die denkwürdige •und schöne Szene des Zusammentreffens der beiden Greise, des Präsidenen •Masaryk mit Rabbi Chajim Sonnenfeld vor dem geschmückten Eingänge des Tempels wurde photographisch verewigt. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Bratislava hat von dieser Aufnähme — nebenbei das beste bekannte Bild von R. Chajim Sonnenfeld — eine Anzahl wohlgelungener Photographien in Ansichtskartenformat hersetllen lassen und verkauft sie zum Preise von tsch. K 4 per Stück zugunsten ihrer J e •s ch i w a a k t i 0 n. Die Bilder sind bei allen Orts- und Jugendgruppen der Agudas Jisroel in der Slowakei sowie im Bureau der Agudas Jisroel in Bratislava, Turnergasse 14-16, Postfach 14 0, gegen Voreinsendung des Betrages erhältlich. Agudas Jisroel-Frauen- und Mädchengruppe in Bratislava. Die vor etwas mehr als einem Jahre gegründete Frauen- und Mädchengruppe der Agudas Jisroel ,ln Bratislava hielt Sonntag den 22. Ijar im Turnsaale der orthodoxen Volksschule ihre erste Generalversamm- 1 u n g ab. Selten hat ein Verein mit unzweideutig orthodoxen Tendenzen schon nach einem Tätigkeitsjahre solch schöpe Erfolge zu verzeichnen, wie diese Vereinigung der gesetzestreuen jüdischen Frauen und Mädchen von Bratislava. Auf einem stark vernachlässigtem Gebiete, der Pflege des religiösen jüdischen Geistes unter den Frauen und den zukünftigen Müttern, griff die Vereinigung mit zielbewußter Arbeit ein und rief, wie mit einern Schlage, in hunderten von Frauen und Mädchen den Wunsch wach, sich gegen die Verheerungen, die Verirrungen des Zeitgeistes von außen und Mißdeutungen der heiligen alten jüdischen Lebensideale von innen in Haus und Familie an- Einjähriger Handeltkur» Wiener Einjähriger Handalsfcurt Talmud -Thora - Schulverein Volksond Bürgerschule für Knaben und Mädchen Wien, II., Malzgasse Oest. Postspark.־Kto. 182.169 Spendet für das älteste und grösste Jüdische Schulwerk Wiens! richten, mit vereinten Kräften zur Wehr zu setzen. Die Notwendigkeit solcher Vereinigungen wird seit Jahren allenthalben erkannt, nur fehlt es zumeist an Mut und Energie, dem Uebel mit bewußter Tat zu steuern. In Bratislava haben eine Anzahl weitausschauender Damen den Entschluß gefaßt, sich in die Bresche zu stellen und es gelang auf das beste. Annähernd 600 jüdische Frauen und Mädchen sind bereits von der Organisation erfaßt und damit dem wohltuenden Einflüsse zugänglich gemacht, den die Zugehörigkeit zur Agudas Jisroel auf Gesinnung und Tat ausübt. Das Programm ihrer Tätigkeit erstreckt sich auf alle Gebiete des jüdischen Lebens, selbstverständlich in strengster Anlehnung an Lehre und Lebensmoral des orthodoxen Judentums und begrenzt von dem Rahmen, den religiöses Gesetz und jüdische Gesittung für die Lebensentfaltung und die Lebensformen der jüdischen Frau ziehen. In erster Reihe pflegt die Vereinigung die jüdische Gesinnung durch Vorträge belehrenden und unterhaltenden Inhalts, die von den Mitgliedern selbst abwechselnd gehalten werden. Gemütliche Unterhaltungen und Veranstaltungen sorgen für die Stärkung des Z us a m m e n g e h ö r i g k e i t s g e f/ü(| 1 s. Wohlfahrtsaktionen der verschiedensten Art bilden Sinn und Gemüt für Wohltätigkeit und verfeinern, ja verjüdischett das Gefühlsleben in der edelsten Bedeutung des Wortes. Von besonderem Werte erweist sich die Sorge für die kleineren Mädchen (B-Gruppe), die schon von Kindheit auf an eine Gedankenwelt gewöhnt werden, der die zukünftige fromme ' jüdische nicht wird entraten können. Und was das wichtigste ist: Die fromme jüdische Frau und da3 religiöse jüdische Mädchen ist nicht mehr vereinsamt und machtlos gegenüber den verschiedensten Strömungen, die unter neutralem oder auch jüdischem Namen falsche Vorstellungen von den Lebenszielen der Frau wecken und geeignet sind, das teuerste Gut des Judentums, die jüdische Familie, aus ihren geschieht- Helfen Bahnen, zu reißen und der wahren jüdischen religiösen Gemeinschaft zu entfremden. So darf denn auch der Versuch, der mit der Agudas-Jisroel-Frauen- und Mädchengruppe in Bratislava zur Schaffung eines Programmes für eine Parallelorganisation der Frauen in der Agudas Jisroel unternommen wurde, in der Hauptsache als g e I u n g e n . .betrachtet, werden. Davon legte auch der Verlauf der ersten Generalversammlung und die Berichte, die von den Vorstandsmitgliedern und den Sektonsleiterinnen erstattet wurden,. Zeugnis ab. Präsidentin Frau Eduard Schl enger eröffnete die Ver- Sammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mit- Schreiber eine: herzliche Begrüßungsansprache und glieder. Hierauf hielt' Ehrenpräsidetititi Frau Öberrabbiner Schreiber eine herzliche Begrüßungsansprache und überbrachte auch die guten Wünsche Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiner Schreiber für die weiterW^ötieihliche Tätigkeit. Frau Goldberger verliest aäs Protokoll der Gründungsversammlung.. Frau Rabbiner Hirse hl er erstattete sodann einen meisterhaften und eindrucksvollen Bericht über die Arbeit der Wohlfahrtsaktion, über die B-Gruppe und 1m Zusammenhänge damit auch überhaupt über die Beth-Jakow-Bewegung in Polen, Erez Jisroel und anderwärts. Frau Ignaz Singer berichtet über den schönen Erfolg der Sonderaktion zur Bekleidung unbemitteiter Kinder mit Schuhen. Den Kassäbericht erstattet Frau• Samuel Sternfeld und Frau Isidor Pappenheim verliest ein ausführliches Referat über die reiche Tätigkeit der Veranstaltungsaktion. Vizepräsidentin Frau Lazar K0׳ hl mann entwirft ein eingehendes Programm für die Arbeit im nächsten ';Jahre. Präsidentin Frau' Schienger legt die Hauptzüge des in Vorbereitung befindlichen Statutenentwurfes vor und die Versammlung bevollmächtigte den Vorstand, die Statuten auszuarbeiten und unausgesetzt dementsprechend zu wirken. Frau Rabbiner Friedmann und Frau Schäl beantragten unter dem Beifall der Versammlung, der,. Gruppenleituhg auch für die Zukunft das Vertrauen auszüsprecjHeh. Vizepräsidentin Frau Philipp Benedikt dankt im Namen des Vorstandes für die imposante Vertrauenskundgebung und hebt die vorzügliche Arbeit der Mädchengruppe rühmend hervor. Die von Frau Recha Braun verlesenen Resolutionen, worin .der Leitung •der B-Gruppe der Dank votiert wird und die jüngst, gegründete Sch\ve§tergmppe in Jerusalem, sowie die Leitung der Beth-Jakob-Schulen in Polen begrüßt werden, nimmt die Versammlung zustimmend an. Hierauf nimmt die Generalversammlung der Mädch e ngruppe, gleichfalls unter Vorsitz von Frau S c h Leng er, ihren Anfang. Gruppenpräsidentin Fräulein Juliska Grtinsfeld erstattete den Tätigkeitsbericht, Fräulein Milka Blau den Kassabericht und Fräulein Frieda Weisz den.Bericht über die Wohlfahrtsarbeit. Die Rücktrittserklärung der Vizepräsideritin, Fräulein Lilly Kohlmann, wegen ihrer bevorstehenden Vermählung wird vorläufig nicht zur Kenntnis genommen, ,sondern ihr in Fräulein Soffer eine Mitarbeiterin,jKeigegeben.. Nach mehr als zweistündiger Dauer wird die Versammlung Von der Vorsitzenden geschlossen. . Velke Sarluhy. Am 32. Omertage wurde für Frau Ch. Rubinstein der Grabstein errichtet. Nebst sämtlichen Kindern und Schwiegersöhnen dieser wahrhaft frommen Frau war die ganze Gemeinde unter Führung von Oberrab'biner Abeies bei ׳diesem Akt der Pietät anwesend. Nach mehreren Ansprachen hielt der einzige Bruder der Verblichenen, Herr Gaspar Weiß aus Tißafüred, der ■bei der Bestattung vor drei Monaten nicht anwesend sein konnte, bei dieser Gelegenheit einen großangelegten Hesped. Besonders tiefen Eindruck auf alle Anwesenden machte die Mitteilung des Redners, daß ein Punkt des Testaments dieser thoraliebenden Frau dahin lautet, daß im Werte ihres gesamten Schmuckes für ihre Enkelkinder Seforim gekauft werden sollen. Zum Angedenken der Verblichenen errichtete ihr Gatte, Herr C11. ׳Rubinstein, ein Beth- Hamidrasch, welches bereits nebst der Rabbinerwohnung im Bau sich befindet. Nach Fertigstellung des Baues wird Oberrabbiner Abeies eine Jeschiwah von dreißig Bachurim in diesem Beth-Hamidrasch unterbringen können. Briefkasten. S. G. in V. S. Ungeeignet. — J. R. in SU M. Die Adresse von Chiffre-Inseraten können wir nicht nennen. Schicken Sie Ihre Zuschrift an unsere Administration und wir werden dieselbe an den Inserenten weiterleiten. — Fragesteller in Dun. Streda. Auch die in Nummer 21 erschienene Nachricht ist bedauerlicherweise ohne Kenntnis unserer Bratislavaer Redaktion erschienen. Dem Frieden in Ihrer Gemeinde wird durch Zeitungsnotizen dieser Art ganz bestimmt nicht gedient und den• Interessen der יראה und תורה noch weniger. Das gilt natürlich für beide Parteien. — M. Sp. in Munkacs. 1. Thoralehranstalt, Friedberger Anlage 5. 2. Rabbiner Dr. Hoffmanh, Börneplatz.