Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 22 (3.6.1927)
- Date
- 1927-06-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22 JÜDISCHE PRESSE. Seite 157 Die mangelnde absolute Gewißheit. (Einige Betrachtungen über Herrn Rektor Molisch und Herrn Robert Korber.) Was würde man von einem ■Manne der Wissen- •schaft sagen, der mit der Behauptung auf träte, die Behändlung der Tuberkulose ■habe nichts mit der Medizin zu schaffen, die •Erörterung von Fragen über die Unsterblichkeit der Seele sei kein Gegenstand der Theologie, die /Reform des Erbrechtes gehöre nicht in das Gebiet der Jurisprudenz? Der Rektor der Wiener Universität, Hofrat Molisch, der wiederholt Vorträge hervorragender, durch wissenschaftliche Leistungen berühmt gewordener Männer unseres öffentlichen!Lebens mit der Begründung ablehnte, ■daß im kleinen Festsaal der Wiener Universität keine politischen Versammlungen stattfinden dürfen, hat dem Hakenkfeuzler Robert Korber diesen Festsaal zur Abhaltung eines Vortrages über den Numerus clausus eingeräumt. Der Herr Rektor der Wiener Universität hat damit in der unzweideutigsten Weise der Meinung Ausdruck gegeben, daß der •Numerus clausus kein •Politikum sei!und die Frage über dessen Einführung oder Ablehnung nichts mit Politik zu schaffen habe. Der!Numerus clausus, der seit Jahr und Tag nicht nur ■in Ungarn die ׳leidenschaftlichsten Kämpfe entfesselte, der in!Genf wiederholt einen der wichtigsten Gegenstände der!internationalen Erörterungen bot, der Numerus clausus, dessen Einführung an den österreichischen Universitäten!unausgesetzt von der hakenlkreuzlerischen Kohorte als das höchste, mit allen möglichen .und ׳unmöglichen Mitteln zu erkämpfende Ideal verkündet wird, gilt dem!Herrn Rektor der Wiener!Universität als keine politische Ange- ■legenheit!!Als’ die!Nachricht bekannt wurde, daß ein Häuptling der Wiener Hakenkreuzler mit dem Ansuchen, den Vortrag über den Numerus clausus i׳m!kleinen Festsaale der Universität abhalten zu dürfen, an den akademischen :Senat!herangetreten sei, war niemand überrascht. Was maßen sich denn die hakenlkreuzlerischen Studenten ah der Wiener Universität!nicht an? Was reden und tun!sie nicht!alles, ohne erst anzufragen? Aber als ein Wiener Abendblatt die Mitteilung veröffentlichte,!Herr Rektor iHofrat Molisch habe seine Zustimmung zur Abhaltung ■dieses Vortrages erteilt, glaubte mau in der Tat, das!Blatt habe seinen!Lesern, einen albernen Scherz aufgetischt. Es war kein Scherz. Ja selbst als!Herr!Hofrat Molisch am 'Tage vor der Abhaltung dieses Vortrages!in der ״Neuen Freien Presse“ sich über die Motive geäußert hatte, die ihn bei seiner Entscheidung leiteten, durfte man noch immer sich der Vermutung zuneigen, der Vortrag werde in ■letzter Stunde unter irgend einem Vorwände abgesagt werden. Wenn man aber ■einen Preis •für den Nachweis ausgeschrieben hätte, ■daß ,gerade der Diplomkaufmann Körber der Letzte ist, der berufen wäre, mit einem Vortrag über dieses derzeit heikel1ste{.der heikeln politischen 'Themen an einer Stätte zu debütieren, von der!überhaupt die Politik ferngeihalten werden müsse .— der Herr Rektor!Molisch hätte ihn •für sein Plädoyer verdient. , Der Herr Rektor erklärte nämlich zunächst: Die Entscheidung ■über die Zulassung oder Abweisung der ־שי Fleisch u. Gteflttgel hinter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כשר• JÄ. SSdcgrllng1, Wien, IX., Liechtensteinsfrasse Nr. 117 Telephon 11-6-82. — Jede Bestellung wird telephonisch enL gegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. Vorträge erfolge auf Grundlage der Themen der Vorträge; Vorträge, deren Titel Bedenken erwecken, werden abgelehnt. 0 himmlische Naivität des Herrn Rektors Molisch!!Der Titel eines Vortrags, der sich mit überwältigender Schlichtheit;und Aufrichtigkeit ״Numerus clausus“ betitelt, hat bei Herrn Hofrat Molisch!auch nicht einmal ein zartes Bedenken erweckt! Auf welchen reinen Wolkemhöhen!mag der Geist eines Gelehrten schweben, zu. dessen Ohren noch keiner der schrillen, haßerfüllten Töne emporgednungen, die aus den antisemitischen Kehlen erklingen, wenn der ■Numerus clausus genannt wird, der doch im Grunde genommen nur das tückische, schuftige ״Juden1 ihinians!“ in' lateinischer Sprache wiiedergibt... Doch nein, der Geist des Herrn )Hofrates Molisch schwebt doch nicht in so unerreichbaren Höhen. Der nächste Satz in den Aeußerungen des gelehrten ■Herrn verriet schon, daß er doch wenigstens die Regung eines!Bedenkens zu!unterdrücken!hatte, bevor er den Hakenkreuzler Körber das Wort im kleinen Festsaale der Universität erteilte. Im ,vorliegenden Falle —;meinte der Herr Rektor — konnte ich aus dem Titel nicht die absolute Gewißheit gewinnen, daß es sich um einen aufreizenden politischen Vortrag handle. Da lieber Himmel, was würde Herr ■Hof-’ rat Molisch!jenen antworten, die überzeugt sind, daß unter der Numerus clausus-!Hetze der ■Antisemiten auch eine Aufreizung gegen die Süaatsgrundgesetze •zu ׳finden ist? Hätte Herr Körber vielleicht seinen Vortrag unter dem deutschen Titel ״Juden himaus!“!ankündigen׳ sollen, damit der Herr Rektor ■die sein zartes Gewissen ■beruhigende absolute Gewißheit erlange, daß der Diplomkaufmann!Körber wirklich und ■wahrhaftig einen ■antisemitisch angehauchten Vortrag!halten könnte? Die absolute Gewißheit fehlte Herrn Hof rat Molisch. Ich weiß;nicht, ob minder skrupulös veranlagte Geister diese absolute Gewißheit nicht schon bei einem minder provozierenden Titel eines Vortrages :gewonnen hätten, ׳wenn der Vortragende ein Mann ist, dessen Name seit Jahren bei allen die Ehre!der Wiener Universität schändenden■ antisemitischen Ausschreitungen!in ■erster Reihe prangt. Hat!Herr Hofrat!Molisch wirklich auch kein Sterbenswörtchen davon gehört, daß sich dieser Hakenkreuzler, der sich offenbar weniger •des Studiums als des Antisemitismus •halber bei den׳ Demonstrationen an den Wiener Hochschulen einifLudet, bei den׳ jüngsten Exzessen an der Hochschule ■für Welthandel' derart benahm, daß ihm der!Rektor Hofrat Gnunzel sogar polizeilich das!Betreten der Räume dieser Lehranstalt verbieten! lassen ׳wallte? Gab es — wie ׳Herr!Hofrut Molisch treuherzig versichert — wirklich für ihn keine Handhabe, diesem Skaridalmaoher von europäischem Ruf den Festsaal der U.niverstät!zur Abhaltung eines, ach so harmlos titulierten Vortrages z׳u verschließen? n. n. 00© | l?om Tage. | ©0® Der totgeschwiegene Nemierower. Montag abends fand eine massenhaft besuchte Protestversammlung gegen die Judenverfolgungen in Rumänien statt. Als Hauptredner des Abends traten der Zionistenführer Oberrabbiner Dr. P. C. Chajes und der Präsident der Union Dr. Jakob Ornstein auf. Das vorbereitende Komitee wollte eine überparteiische, die gesamte Judenschaft Wiens umfassende Protestkundgebung veranstalten, aber es vergaß, auch die Führer der Agudas Jisroel einzuladen, sicherlich in der Annahme, daß die W/iener Repräsentanten der Aguda es bisher immer abgelehnt haben, an Protestkundgebungen gegen auswärtige Staaten und Regierungen teilzunehmen. Desungeachtet war die Aguda bei der Versammlung durch einen ihrer repräsentativen Männer vertreten. Oberrabbiner Chajes wies — Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons JULIUS HABER Kohlen- und Koksgroßhandiung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien, II., TaborstraBe 9 § Fernsprecher Nr. 41-0-22 | und wir wollen seine Objektivität diesmal lobend anerkennen — auf den einzigen Mann ■hin, der den Mut gefunden hat im Lande selbst, trotz des herrschenden Terrors einen mannhaften Protest!gegen die Kailtursahande des Antisemitismus zu erheben.!Aus zarter Rücksichtnahme hat wohl Oberrabbiner Chajes unterlassen, zu erwähnen, daß jene talmudische Größe der greise Oberrabbiner Zirelson, der Präsident der Landesorganisation der Agudas Jisroel in )Bessarabien ist und der erste Präsident der Kenessio Gedaulo in Wien war. Wir wollen diese Rücksichtnahme nicht walten lassen und unterstreichen stolz, daß dieser Mann unser ist. Oberrabbiner Chajes erzählte nun, wie mannhaft und mutig dieser alte Talmudgelehrte, der gleichzeitig Mitglied des ,rumänischen Senats war, auf sein Mandat — und auf seine Diäten — verzichtet hat, weil er um;keine!Haaresbreite von der Linie, ׳die das jüdische Wohl und der jüdische Stolz vorschrieben, weichen wollte. Der greise agudistisohe Oberrabbiner Senator Zirelson bekam aber einen Nachfolger in dem zionistischen Bukarester Oberrabbiner, Dr. Nemierower, der nichts Besseres zu tun gehabt hat, als in seiner Jungfernrede im Senat gegen die ungebührliche Einmischung auswärtiger Körperschaften in die inneren Verhältnisse Rumäniens zu protestieren. Diese unwürdige Stellungnahme hat geradezu stürmische Proteste, besonders in Amerika hervorgerufen. Die großen amerikanischen jüdischen Zeitungen haben mit ungewohnter Schärfe Oberrabbiner Nemierower beschuldigt, daß seine feige Verleugnung der jüdischen Solidarität der!Linsenlohn seines Seniatsm'andates wäre. Trotz dieser Proteste hat der Zionist Oberrabbiner Nemierower sein Mandat noch nicht zurückgelegt. Oberrabbiner Nemierower konnte sich ruhig auf die zionistische Solidarität verlassen, die — soweit die europäische zionistische Presse in Betracht kommt — sich über seine unwürdige Stellungnahme gründlich ausgeschwiegen hat. Auch Oberrabbiner Chajes schwieg tief und beharrlich über diesen dunklen Punkt der rumänischen Judenhöit!gründlich. Er ׳schwieg ׳über seinen׳ Gesinnungsgenossen Nemierower und pries umso!lauter den alten Talmiudisteni und Agudaführer Oibernaibbiner Zireisöhn.!Also war Agudas Jisroel ׳in der denkwürdigen Protestver- Sammlung würdig vertreten. Buber und die hebräische Universität. Wie alle ״Größen der Erde“ — Tagore aus Indien, Einstein aus Berlin — mußte natürlich auch Martin Buber nach Jerusalem kommen, um in der Universität eine Vorlesung zu halten. Tagore sprach englisch, Einstein sprach deutsch (es ist schließlich kein Unterschied, in welcher Sprache man ihn nicht verstanden hätte) und Martin Buber sprach — ebenfalls deutsch. Darüber : ■gerät . der ״Doar Hajom“, das Organ Itamars;׳ des 1Sohnes des bekannten Regenerators der hebräischen Sprache, Ben Jehuda, in eine gelinde Wut. ״Seit 30 Jahren,“ so; klagt das Blatt, ״predigt כשר hergesfellt unter Aufsicht Sr. Ew. Oberrabbiner S. Fürst. Bücher חומש — למוד י ה׳: Das Werk enthält: 1 .המקרא עם פר׳שיושלשה תרגומים:א ונקלס, י! נתל וירושלמי samt der v 01 l׳s t ä n d i g e n מסורה 2. ,ספר למ)רו ה enthält die Lehren, welche von 'jedem פסוק zu entnehmen sind, mit genauen!Quellenangaben. 3. ציינים. Am Schlüsse eines jeden פסוק werden die Stellen im Talmud und Midraschim angegeben, wo dieser פסוק erwähnt wird. Der vorliegende, außer 236 פתיחה וההרמה Seiten umfassende Oktavband stellt den ersten Teil eines großangelegten Werkes dar. Es behandelt ■bloß das erste Kapitel (31 Verse) und die drei ersten Verse des zweiten Kapitels des ersten Buches Moses. Der Verfasser, Rabbiner Jonathan S t e i f, •Rabbinatsassessor der Budapester aut. -orth. isr. Kultusgemeinde, dokumentiert durch sein Werk nicht nur seine große Gelehrsamkeit, sondern auch, daß er ״ein selbständiger Geist ist. Unter den großen Talmudkoryphäen des ■letzten Jahrhunderts in Ungarn fand sich unseres Wissens keiner, der sioh der systematischen Bearbeitung der Heiligen Schrift!gewidmet hätte. Und doch nur gründliche ׳Kenner der talmudischen Literatur und der Midraschim vermögen den unzertrennbaren organischen Zusammenhang zwischen der schriftlichen und mündlichen Lehre wissenschaftlich und daher überzeugend darzustellen. Die ״moderne“ Wissenschaft behandelt die Heilige Schrift exegetisch nach den Regeln der grammatikalischen und kulturhistorischen vergleichenden Wissenschaft. Diese Wissenschaft, profan, ist nach ihrem inneren Wesen bestrebt, die Heilige Schrift ihrer Heiligkeit zu entkleiden 1und sie in die übrigen Erzeugnisse des menschlichen Geistes einzureihen. Ganz anders der gläubige Jude, der die Heilige Schrift nicht nur als Grundlage seiner Welt- .anschauung, sondern als die Richtschnur seines täglichen praktischen Lebens betrachtet. Die Heilige Schrift wirkt sich als Weltanschauung hauptsächlich in den M i d r a- :s c h i m als Richtschnur für das praktische Alltagsleben im Talmud aus. Den organischen Zusammenhang zwischen diesen Teilen, zwischen mündlicher und schriftlicher Lehre systematisch darzustellen, ist daher gerade für den thoragläubigen und talmudbeflissenen Juden eine reizvolle Aufgabe. Seit dem ersten Versuch auf diesem Gebiete, seit den Schaaltoth von R. Achai Gaon, sind nur wenige Versuche gemacht worden, um das Schriftwort in seiner vielfältigen Wirkung in der jüdischen Literatur über Jahrtausende hindurch zu verfolgen und es dann systematisch aufzuarbeiten. Es ist ein merkwürdiges Zusammentreffen der großen Geister, daß fast gleichzeitig zwei ähnlich gerichtete Werke die Druckpresse verlassen. Wir denken da an das Werk: חומש תורה שלמה von!R.!Menachem iMendl!Käscher in Jerusalem. Auch von diesem Werke, das nach Konzeption und Anlage jenem von Rabbiner J. Steif frappant ähnelt, ist bloß der erste Band auf 186!Q'iiartseiten, das erste Kapitel ■des ersten Buches JVfcoses behandelnd, erschienen. Es ist sicherlich keine dankbare Aufgabe für den Rezensenten, bei der Würdigung eines Werkes auch von einem anderen zu sprechen. Aus dem /höheren Standpunkte der Förderung der jüdischen Literatur muß aber darauf hingewiesen werden, daß so großangelegte, sowohl nach Umfang wie nach Inhalt grandiose Werke nur durch Zusammenschluß der Autoren und ■des buchfördernden Publikums möglich ist. Im Zeitalter der Organisation müßte auch die literarische Produktion' solch großer Werke organisiert werden. Nur durch zweckmäßige Organisation können die Mittel beschafft werden — und es ist die Pflicht der jüdischen Oeffentlichkeit, diese Mittel 1bereitzustellen —, die nötig sind, um solche Werke erscheinen lassen zu können. Rabbiner Jonathan Steif, dessen wissenschaftliche Laufbahn überaus interessant ist — er zählt zu den wenigen großen zeitgenössischen Talmudgelehrten, die aus Mähren stammen, er ist in Gaja geboren — zieht mit dieser ersten Probe seines großen Werkes würdig in die jüdische Wissenschaft ein. Möge es ihm und unserem Schrifttume vergönnt sein, sein großes Beginnen zu gutem Ende zu führen. Der erste Teil des Werkes ist broschiert 3 1P., Halbleinen 3.50 P., Ganzleinen 4 P., zuzüglich Porto 40 Filler, beim Verfasser Rabbiner Jonathan Steif, Budapest, Dohäny üt. 28, ■11-21, I zu erhalten. R. ספר מנחת ישראל על מסכת עירובין, חובר מאת הרב (הגה": מוה״ר) ישראל רייך! חלה שלישי, כרך .2 □והו״ דפי xm .ראשון Gerade zur rechten •Zeit, vor dem Feste des ^־בלת י התורה Wird dem talmudisch-wissenschaftlich und hala- ,chisch interessierten Judentum eine außergewöhnliche Festesfreude• bereitet durch das Erscheinen eines ■neuen Bandes (dritter Teil, erster Band) des oben genannten Werkes von Oberrabbiner Israel Reich in Batorkesy (Slowakei). Wer je einmal den Versuch gemacht hat, מסכת עיחבין mit einiger Gründlichkeit zu ״lernen“, weiß, was es bedeutet,!gerade diese מסכת. sozusagen ■Blatt um Blatt, ja Zeile um Zeile kommentieren ■und das ganze dort dargebotene schwierige Material mit den besten Methoden des שטעתא אליבא דהלכחא durcharbeiten zu wollen. Genösse der ■verehrte Verfasser nicht schon längst den Ruf eines גדול בתו!רה. wahrscheinlich die Tatsache allein, daß er an seinem Ziele, die עירובין 'DD und alle darin berührten halachischen ׳Probleme dem Verständnis des Forschenden näher zu bringen, unerschiitterlieh festhält und mit genialer Meisterschaft den Stoff auch wirklich beherrscht, müßte genügen, ihn in die erste!Reihe derjenigen zu stellen, die in unseren Tagen die klassische Zeit der חרושי הלכה fortsetzen und sich dadurch den ■Dank aller לומדי תורה sichern. Der enge Rahmen einer Anzeige in dieser Zeitung kann unmöglich ■hinreichen,!um auch nur andeutungsweise eine Vorstellung von der Fülle des Wissen werten zu wecken, das in diesem machtigen Werke ■Schritt auf Schritt geboten wird. Scharfsinn und weitschichtiges ל מ ד ג ו ח im guten alten. Sinne vereinigen sich hier, um eine Lücke auszufüllen, die alle מפרשי הש״ס, sowohl die ראשונים wie die אחרונים in sehr fühlbarer Weise gelassen ׳haben. Die beiden ersten Teile des Werkes sind noch vor dem Kriege erschienen. Durch die Schwierigkeiten und Nöte der Kriegsjahre und der Nachkriegskrisen (die der Verfasser, im Vorwort in bewegten Worten schildert) gehindert, folgt dar dritte•