Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 18 (6.5.1927)
- Date
- 1927-05-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Nr.' 18 JÜDISCHE PRESSE. '־. ' ."......־”'״ *."Seite 133־•'"' _MITTEILUNGEN‘יי; ' ״""' יי dov Adas Jisvoel (Schiffschul), Wien^ II« Bozivk^ Grosso Schiffgasse 8« Kanzlei: H. Bezirk, Grosse Schiffgasse Nr. 1.׳ Die Bäckerei, IL, Blumauergasse 10, die bisher unter der Leitung der Firma Beigl & Co. stand, ist in anderen Besitz übergegangen und steht nie111 mehr unter der rituellen Aufsicht des Rabbinats der Adas Jisroel. Es wird dies allen denen, die auf Koschergebäck reflektieren, zur Darnachachtung und Berücksichtigung bekanntgegeben, da in vielen Bäckereien bei der Erzeugung von Gebäck Margarine und sonstiges Fett in Verwendung kommt. Das Rabbinat der Adas Jisroel. Rabbinat der Adas Jlsroet in Wien. Verschiedene Händler mit Lebens- und Genussmittein veröffentlichen zu Reklamewecken, dass sie ihre Waren aus Betrieben beziehen, die der Aufsicht des Rabbimates der Adas Jisroel unterstehen. Diese Mitteilung beinhaltet durchaus nicht, dass die betreffende Verkaufsstelle ebenfalls die Aufsicht gemesst. Das Rabbinat übernimmt keinerlei Verant- Wertung dafür. Insbesondere aber lehnt das Unterzeichnete Rabbinat unter allen Umständen auf das entschieden- 8te jede Verantwortung für die Zulässigkeit von allen Genuss- und Nahrungsmitteln ab, die hierorts einer anderen Haschgacha als der des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Ebenso betont das gefertigte Rabbinat nachdrückiichst להסיר מכשול מסרובים ומרחוקים von יראי השם von nah und fern, dass nur die in der Jeweils von der Adas Jisroel veröffentlichten Liste der Verkaufs- und Betriebsstätten, den Emzelnhausfealtungen und Verkäufern, die auf die השגחה der Adas Jisroel reflektieren, als verlässlich empfohlen werden können. Das Rabbinat der Adas Jisroel. Wien, am 26• Ab 5684._ Adas Jisroel (Schiffschul), Wien, II., Grosse Schiffgasse 8, Kanzlei II.. Grosse Schiffgasse 1. Z. 282 ex 927 Ausschliesslich die naahbenannten Verkaufsstellen von Lebens- und Genussmitteln stehen unter der rituellen Aufsicht des ehrw. Rabbinates 'der Adas Jisroel: Fleischverschleisstellen: E c k e r 1 i n g Markus, IX., Lieohtenstelnstrasse 117־., Fischer Bela, VI., Schmalzhofgasse 19. Fischer Gabriel, II., Grosse Schiffgasse 11. Fischer Gabriel, XX., EngerthStraße 81. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Friedmann Samuel. X., Plumboldtgasse 15. Hönigsbeer Emanuel, II., Franz Hochedlingergasse 23. Stadler u. Fischer, II., Im Werd 3. Stern Josef.. II-, Grosse Schiffgasse 6. Es wird nachdrückiichst betont, daß die Fleisch,verschleißstelle in der Rauohfangtoeiirergasse 22 des bisherigen Besitzers Herrn Ign. Weiß nicht mehr die Aufsicht des Rabbinates der Adas jisroel genießt Nur in den hier angeführten Fleischverschleisstellen gelangt ausschliesslich Fleisch zum Verkauf, das von der Schechitah der Schächter der Adas Jisroel herrührt. Es wird nachdrückiichst betont, dass die rituelle Aufsicht in der Versehleisstelle des Herrn Markus Eckerling nur auf Fleisch und ungeteiltes mit der Plombe der Adas Isroel versehenes Geflügel in Anwesenheit des bestellten Maschgiach sich bezieht Sonstige Waren unterstehen nicht der Haschgache der A I. Gastwirtschaften und Selchwarenverschleis stellen: Deutsch Johanna (Milch-Trink- und SpeisehaUe), II.» Herminengasse 10. Eisen & Hönigsbeer, II., Haidgasse 5. Fischer Gabriel, II., Grosse Schiffgasse 16. Fischer Gabriel, II., Kleine Sperlgasse 7. Fried mann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Friedmann Samuel. X., Humboldtgasse 15. K u n s t a d t S., II., Grosse Schiffgasse 6. L a z a r Moritz, XX., Wallensteinstrasse 45. Lazar Moriz, Filiale FI., Haidgasse 7. Nagel Josef, II., Kleine Sperlgasse 5. Schiffmann David, II., Hollandstraße 16. Schreiber Benjamin (Wienea), II., Obere Donaustr. 91. Stadler u. Fischer, II.. Im Werd 3. Weldler Hermann, ü., Floßgasse 9. Geflügel handlungen: Deutsch Heinrich, II., Franz Hochedlingergasse 10. E c k e r I i n g Markus, IX., Liechtensteinstrasse 117. Fischer Bela, VI., Schmalzhofgasse 19. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. F r i d m a n n Meschulem, II.. Gr. Schiffgasse 6. Friedmann Samuel, X., Humboldtgasse 15. Fürst Markus, II., Krummbaumgasse 6. Gansl Leopold, II., Grosse Schiffgasse 16. Kaufmann Lazar, II., Grosse Schiffgasse 18. Koppel Frieda, IX., Rote Löwemgasse 16. Schreiber Benjamin (Wienea), nur II., Obere Donau- Strasse 91. Es wird nachdrückiichst gemacht, dass die Haschgachah bei solche ungeteilte Stücke sich bezieht, Marke (Plombe) versehen sind. Um eine verlässliche Haschgachah gewährleisten zu können und jedwede Unzukömmlichkeit auszusohliessen, Ist Geflügel ohne Marke (Plombe) a u s n a h ■m s 10 s zurückzuweisen. Konditoreien und Bäckereien: Pomeranz Abraham Leib. II., Herminengasse 13 und II., Flossgasse 9. W e i s s Karl Koppel, II., Franz Hochedlingergasse 24. Das ehrw. Rabbinat macht ausdrücklich darauf aufmerksam,' dass die Haschgachah desselben in dea aufmerksam Geflügel nur auf die mit unserer Bäckereien ausschliesiich־ auf die Erzeugung des Gebäck•! sich bezieht, nicht aber auf ״das Schotet setzen“. In dieMf Beziehung übernimmt das Rabbinat keine wie immer ft* artete Verantwortung. Milch:־ Versohleisstelle der Adas Jisroel, II., Haidgasse, Guntram*- dorfer. ‘ י י־ יי' ' ,a Ferner beziehen Milch aas der unter Aufsicht d«f ehrw. Rabbinates der Adas Jisroel stehenden Meierei dli iotgenden Verschleissteüen, ohne dass deren Betriebe voa dem genannten Rabbinate beaufsichtigt oder kontrolliert werden. Wien. Diamant Samuel, II., Grosse Schiffgasse 10. Lanner B. S., II., Grosse Schiffgasse 5. Schischa David, II., Rembrandtstrasse 19. Schischa Leopold, II., Krumbaumgasse 1. Geilügei-Schlachthaus. Die Schüchtstunden ln der Geilügelschächtstelle der Adas Jisroel sind bis auf weiteres in nachfolgender Weise festgesetzt: Montag und Dienstag vormittags von halb 9 bis halb 10 Uhr. Mittwoch vormittags von halb 9 bis halb 10 Uhr. abends von viertel 7 bis viertel 8 Uhr. Donnerstag vormittags von halb 9 bis 10 Uhr, abends von viertel 7 bis viertel 8 Uhr. Freitag vormittags von 8 bis 9 Uhr. Die Schächtung erfolgt nur gegen Abgabe einer Schachtanweisung. Dieselben sind gegen Bezahlung von 30 Groschen für ein Huhn und 60 Groschen für eine Gans oder Ente in den nachbenannten Geschäften erhältlich: S. Diamant, 2. Bez., Große Schiffgasse 10. S. B. Lanner, 2. Bez.. Große Schiffgasse 5. David Schischa, 2. Bez״ Rembrandtstrasse 19. Leopold Schischa, 2. Bez.. Krumbaumgasse 1. In der Scliächtstelle ist auch ein Raum zur Entfederuug des Geflügels vorhanden.! In den nachfolgend verzeichneten!drei Verkaufsstellen gelangt ausschließlich Milch in verschlossenen Flaschen, bezeichnet mit der Stampiglie des Rabbinates, zum Verschleiße: Mödling: Guntramsdorf, Filiale, Haupt- Gutsverwaltung straße 64. Guts Verwaltung ring 9. Baden: Guntsamsdorf, Vöslau: Guntramsdorf, Filiale Rainer- Filiale Hoch- Verzeichnis der unter Gutsverwaltung straße 4. Es ist von Wichtigkeit, das_ der Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jisro•! 6fehenden Verkaufsstellen regelmässig durchzusehen, dantft allfällige Aenderungen nicht ausser acht gelassen werden. und vielleicht weiß ich etwas auch ־von der ׳Geschichte der .zionistischen Bewegung,!in deren Brennpunkt, ich von ihrem Anfänge bis September 5671 mitgewirkt habe. In dieser S a m m e 1 s c h r i f t :ist vom ״Zionismus“ nicht die Rede. Das Buch und die ׳Kundgebungen, die darin veröffentlicht •sind, stammen .aus einer Zeit, da weder Herizl noch einer unserer heutigen zionistischen ״Nationalju'den“ vom Zionismus ׳auch nur geträumt haben. Sie handeln ausschließlich von dem Gebot oder mindestens der Zulässigkeit der iBesiedl׳ung des heiligen Landes unter strengster Beachtung des jüdischen R e 1 i g i 0 n sgesetzes vom religiösen Standpunkt, von einer Frage also, die das Gegenteil von ״Zionismus“ ist und für den Zionismus gar nicht ״in׳ •Betracht kommt. Denn מצות ישוב א״י hat mit ״Zionismus“ und mit alldem, was heute in Erez Jisroel und anderwärts von der ׳״zionistischen Bewegung“ unter der Botmäßigkeit der zionistischen Organisation unternommen wird, wahrlich nicht das geringste zu tun. Es ׳ist eine Schmach, daß man wagt, den ,Namen des ׳ נצי״בund all der גדולים וקדושים die . sich mit ihm zusammen für ישוב א״י ausgesprochen haben, in diesem Zusammenhänge auch nur m e r w ä h n e n. Ist ,man aber schon pietätlos genug und •erwähnt ihn dennoch, um die Verirrung eines seiner Söhne zu decken, st)־ sollte man seine Worte zumindest richtig!zitieren. Man hätte selbst aus dieser Sammel,schrift, die zu Propagandazwecken gedruckt wurde und in ihr!natürlich nur das aufgenommen ist, was propagandistisch wirkt, oder zu allermindest aus demselben Briefe, den man erwähnt, anständigerweise •jene Stellen •keineswegs unterschlagen dürfen, die deutlich zeigen, wie Rabbi Naftoli Zwi Jehuda Berlin und seine rabbinischen Zeitgenossen ״ ל T — nicht etwa den ״Zion •i s m u s“, von dem sie nichts wissen konnten, ,sondern — die Be- ■Siedlung des heiligen Landes verstanden wissen wollte n,' die sie so begeisterungsvoH!zur Förderung empfahlen. Man lese zum Beispiel, was der נצי״ב in demselben. Briefe schreibt, weswegen er die Tätigkeit der ״Alliance Israelite Universelle“ die doch prinzi-!piell niemals so unreligiös war wie der Zionismus, perhorresziere: באשר מתחלה נתיסי־ה אך ברוח אהבת לאום ישראל, ולא ברוח אהבת ר׳ ורתו הסרושה שהיא באמת נשמת ישראל בקיום הלאום, ע״כ החטיאו המטרה במח״כ הנשא, ולא צרפו לחברתם ולפעולתם דעות גדולי תורה ויראת ח, אשר אור תורתם יהי נר לרגלם להגביה בעוז פעולתם גם צורתן של ישראל המיוחדת להם אשר הוה העיקר ובו׳. Nachdem sie nur i m Geiste der Liehe״) י' zur jüdischen Nation gegründet wurde und •nicht 4m Geiste der Liebe zu G-tt und seinem heiligen Religionsgesetz, das in Wahrheit die Seele des Judentums, in ,der Erhaltung der Nation ist. Deshalb haben sie (die Alliance- Gründer) fehlgeschlagen und haben zu Ihrer Vereinigung urid zu ihrer Tätigkeit nicht herangezogen ■die Ansicht der Autoritäten in Thora •und.G-t.tesf urcht, damit das Licht ihrer Thora ihren Weg beleuchte, um mit ihrer großen Tätigkeit ׳auch die!jüdische ׳Eigenartzuheben, was •dieHa.uptsacheist usw.“) Wer erkennt in dieser Darstellung der Verfehlungen der Pariser Alliance!nicht ׳das schwächer e '׳Eb•e■n b i 1 d des heutigen Z i 0 n i s ,m m s, •zu •dessen Anhänger der נצי"ב gar gemacht werden soll? Will man noch mehr? Auf der nächsten Seite des gleichen Briefes spricht der נ צ י" ב von der Siedlung zur Zeit Erras und Nechcmjas ״ומשום זה התחזקו עזרה נחמיה להבדיל את עולי הגולה מחלול ש״ק ומנשים נכריות" ־ ״)Deswegen strengten sich Esra!und Nechemja an, die Heraufziehenden von der Entweihung des Sabbat und von nichtjüdischen Frauen fernzuhalten.“) Ist das auch die Vorbedingung des Misrachi bei seiner Mitarbeit in der zionistischen Organisation, wenn, man den Mut hat, sich auf Esra und Nechemja zu berufen? Und schon in der nächsten Zeile fordert der נצי״ ב, daß in den Statuten der Kolonisationsgesell- Schaft •sogar festgelegt werden müsse, daß die Kolonisten ״שומרו תירה הכתובה והמסורה בלי ״) שום ה ת חכמות ח״ףt hora. und t r a d i t i 0 n s t r e u ohne jede Klügelei“) sein sollen. Diese Einzelheit müsse im Statut ״באר היטב זה הפרט״ (auf deutlichste Weise ausgedrückt) sein. Lehnen sich also die Zionisten und Misrachisten durch ihren Anschluß an die zionistisch-nationalistische Abfallsbewegung gegen den Geist dieses großen Mannes nicht auf? Bedenkt man noch, daß diese rabbinischen Autoritäten damals noch, vor dem Einsetzen der ״zionistischen Bewegung“, der Meinung waren — wie •der Herausgeber des ש י ב חציון (II., Seite 75) schreibt: כל הקולוניסטים הם שומרי,מציה ונוצרי תורה ככל שיא ישראל ועור יתר שאת להם בקיום מצוות, התלויות באר"" ״)Die Kolonisten sind allesamt mizwohtreu und hüten die Thora wie alle orthodoxen Juden, 'mit dem Vorzug, daß sie auch die an Erz Jisroel gebundenen Gesetzte beobachten“), so bekommt man eine Vorstellung von der Ungeheuerlichkeit, die begangen wird, wenn man ihre Zu- Stimmung zur Kolonisation Erez Jisro eis mit frommen Juden für den modernen ״Zionismus“ in Anspruch nimmt. Daß diese גדולים auch bei der Kolonisationsgesellschäft in religiöser Beziehung auf das frivolste betrogen würden und es den Verwaltern der gesammelten Gelder auch damals ebensowenig in den Sinn kam, die Zusicherungen zu halten, die sie male fidem gegeben . haben, wie ihren heutigen zionistischen Nachfolgern, gehört in ein anderes Kapitel. Die in zionistischen Händen befindliche große Bibliothek, in Jerusalem aus dem Nachlasse des Dr. Josef Chasanowitz besitzt jetzt das gesamte Archiv des Odessaer Komitees. Möge sie die Briefe veröffentlichen, die Rabbi Naftoli Zwi Jehuda Berlin an dieses Komitee gerichtet hat, und die Erklärungen, die er und seine rabbinischen Freunde in den Sitzungen . zu Protokoll gegeben haben, so wird man noch ganz andere Dinge aus den Kämpfen jener Zeit erfahren, man wird auch wissen, weswegen sie sich schließlich von jeder. Mitarbeit zurückziehen mußten und den später von denselben ״Nationalisten“ propagierten ״Zionismus“ auf das schärfste bekämpfte "n; Manches ist schon bekannt und einiges andere wird ,bald durch bevorstehende wichtige Veröffentlichungen, .'dokü•? imentärisch nachgewiesen werden(. j Ich;habe keine Veranlassung, heute darüber aasführlicher zu werden. Jacob Joel Braun.' -----;-" ~T; Statt jeder besonderen Anzeige. Gisi Löwin ■ Markus Deutsch Frauenkirchen (Burgenland) V e r l o b t e. Frommes, verläßliches Kinderfräulein T deutschsprechend, zu zwei Kindern in Bratislava"gesucht! Zuschriften unter ״Verläßlich“ an die Brätislavaer Administration. KONKURS Die orth. isr. Filialgemeinde Hidas K u r t h (Rabbinat Galanta) sucht per sofort einen tüchtigen שו״ב, בעל תפילה, וק׳ weicher קבלות von orthodox רבנים besitzt. Gehalt laut Uebereinkommen. Offerten sind zu richten an Mor. Klein, Präses., Spesen. werden nur dem Akzeptierten vergütet. Monat Mai 5687. Der Vorstand. 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