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Jüdische Presse · 1927-05-06 · 18 (6.5.1927) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
18 (6.5.1927)
Date
1927-05-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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< וי Zeitungen vom Verleger versendet Journal expddie par l’editeur. ¥.b.h JÜDISCHE PRESSE ORQJkD FÜR DIE IRTERESSER DES ORTHODOXER JUDERTURIS. Redaktion u. Administration! Wien, 11., Leopoldsgasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. 4594־4־. Tschechoslowakei: Bratislava, Postfach 140. Brschelnt jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Pfir Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreisei Ganzjährig: Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst Gr. 40, das fibrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen fflr Oesterreich! PostsparkassenamtWlen, Konto Br. 13.438; für Polen: Postsparkasseäamt Warschau, Konto Nr. 190.409; fflr Ungarn! Pösisparkiuthamt Budapest, Konto Nr. 50.170: fflr Tschechoslowakei: Postsparkassen amt Prag, Konto Nr. 53,386; fflr Jugoslawien: P08t8p.־Aut Agram,Ko. N. 49.217; fflr die Schweiz! Postscheckkonto Zürich VIII. 4117; (fir Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr, 122.619 9B1*■ 18 Wien-Bpatisiava, 6. Mai 19X7 .כיה וינה־פרעסםבות ד׳ אייו תרפ*ז 13• Jahrg. TEMrVO & . כשר (תחת השגחת הרב ר, ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroei) Ueberall erhältlich! und vor allen Dingen des Wertes von Persönlichkeiten niemals beabsichtigt war. Versöhnlichkeit und Unversöhnlichkeit aber bezeichnet immer ein Verhältnis zwischen Personen. Die Aguda als solche hat immer gezeigt, daß sie, sobald nur das obengenannte Prinzip nicht zur Diskussion stand, zur Verhandlung und gemeinsamen Tat mit jedem bereit war. Selbst die opponierteste Zweigstelle in der Aguda, die Aguda in Jerusalem, hat bei den jüngsten Stadtratswahlen gezeigt, wie sehr sie zur Zusammenarbeit geneigt ist; unsere Gesinnungsgenossen in Polen vollzogen für die bevorstehenden Stadtratswahlen den gleichen Schritt. Unsere Leser und die Agudaanhänger im weiteren Kreise sollen durch diese Zeilen in den Stand gesetzt werden, zu beurteilen, was es mit diesen Vorwürfen auf sich hat. Die Agudisten allenthalben haben bewiesen und werden beweisen, daß gerade das Anerkenntnis der Ausschließlichkeit der Thora als Grundlage jeder Form einer jüdischen Gemeinschaft zur höchsten Reinheit in der Beziehug zwischen Mensch und Mensch auffordert. P. K. emeinderatswahlen in Warschau and die Jaden 0 Warschau. (AJPB.) Pie Gemeinderatswahlen in Warschau finden im Laufe des Monates Mai statt. Alle Bildung eines gemeinsamen Blocks mit der Aguda e i 11 r e i c 111 e. Aus Anlaß eines Ereignisses, das uns hier nicht irtteressiert, wird gegenwärtig in westeuropäischen Blättern viel von einer neuen Wendung gesprochen, die sich in der Aguda Bahn breche. Man spricht und schreibt von einer größeren ״Versöhnlichkeit“. Um dieses Wort auch nur mit einer Spur von Berechtigung erwähnen zu dürfen, müßte man doch wohl zunächst einmal den Nachweis erbringen, daß irgend etwas oder irgend jemand an und in der Agudah bisher unversöhnlich gewesen wäre,oder daß gar Unversöhnlichkeit im Wesen der Aguda begründet wäre. Es ist aus all diesen Gründen wieder einmal die Zeit gekommen, um über die Grundtendenz der Aguda einige Worte zu sagen. Täuschen wir uns nicht! Letzten Endes fließen al|e Behauptungen über Unversöhnlichkeit aus dem § 4 des Organisation^statuts. Dieser lautet in seinem Schlußsatz: Angehörige von Organisationen, die sjeji .ipi prinzipiellen Gegensatz zur Agudas Jisroei befinden, sind in die zentralen (wie Zentralrat, Exekutivkomitee, Geschäftsausschuß) Verwaltungsorgane nicht wählbar. Das will besagen: Die Aguda ist programmgemäß verpflichtet, als das einzige konstjtuive Moment. der jüdischen Gemeinschaft die Religion anzuerkennen; von ihrer Führung wenigstens muß sie ergo verlangen, daß sie diese Ausschließlichkeit als Grundlage ihrer Weltan* schaumig und ihrer Einstellung zu den Gegenwartsfragen und deren Organisationsformen hat. Wir sind überzeugt, daß beispielsweise dieselben Kreise, wiche uns diesen § 4 so sehr verargen, es als ganz selbstverständlich finden, daß in der Zionistischen Organisation zu irgend einer mit Verantwortung begab(en Stellung niemand berufen werden kann, der giner Organisation angehört, die die Ausschließlichkeit des rein nationalen Momentes programmgemäß negiert. (Daß Keren Hajessod scheinbar von diesem Prinzip abweicht, besagt nichts zur Sache und ist elp Kapitel für sich.) Beschließt die allein zuständige Stelle, das heißt die Kenessijo gedaulo, eine Aenderung dieses Paragraphen, so würde sich die Aguda wohl oder übel mit dieser Aenderunc} der Grundeinstellung abzufinden haben. Es würde eben dann statutarisch zun! Ausdrupjc gebracht sein, daß die — muschba weaumed — unleugbare Souveränität der Thora einer eigenen Organisationsform nicht bedarf und daß vor allen Dingen die Führung der jüdischen Dinge nicht das Gepräge dieser Ausschließlichkeit tragen muß. Schon aus diesen wenigen Worten geht klar hervor, daß mit diesem § 4 eine Beurteilung von Persönlichkeiten jüdischen Parteien treffen große Vorbereitungen, um die Zahl der jüdischen Mandate (die Juden machen 40 Prozent der Warschauer Bevölkerung aus) zu sichern. Agudas Jisroel als die größte jüdische Partei trat an die übrigen Parteien mit dem Vorschlag heran, einen jüdischen Block zu gründen. Dieser Vorschlag wurde von allen Parteien mit Ausnahme der Vollsten, Bundisten und Poale Zionisten sympathisch aufgenommen. Bei der Verteilung der Mandate haben sich aber Schwierigkeiten ergeben. Ursprünglich war es in Aussicht genommen, die!Mandatsaufteilung im Gemeinderat nach dem Schlüssel des Besitzstandes der einzelnen Parteien in der jüdischen Gemeinde vprzunehmen. Im Laufe der Verhandlungen war Agudas Jisroei bereit, auf die vplle Zahl dpr jhr zij kommenden fVf^.ndate zu verzjehten. Bfs zur Stapele konnte keine Einigung erzielt werden. Agudas Jisrpesl hält selbstver^tändfjpfi ihrer! Vorschlag zur Bildung eines gemeinsamen Blpcks?mfrePkf׳ dessenungeachtet trifft sie Vorbereitungen, um selbständig in den Wahlkampf einzutreten. Es sind näml|׳i c h in der letz t'je n Z e R neue Schwierigkeiten aufgetaucht, da Misrachi bei der polnisehen zionistischen Organisation Protest gegen die iör die Dame j Wien, VII., Kaisersfrüfje 111-113-115 : Telephone 32-442, 34-4*29 i größtes Spezlalhnus Oesterreichs imimiiiiHHiiiiiiHMinnmi * Warschau. (AJPB.) Die Einigung unter den jüdischen bürgerlichen Parteien ist perf e k t. Agudas Jisroei ging in ihrer Nachgiebigkeit bis zur äußersten Grenze und begnügte sich mit der gleichen Zahl Mandaten wie die Zionisten. Es wurde sofort eine Exeku-, tive des jüdisch-bürgerlichen Blockes gewählt, welche die Arbeit unter dem Vorsitz des agudistischen Gemeinderates Jakob Trocken heim bereits aufgenommen hat. * Unser Warschauer Korrespondent *" schreibt'uns über ■die "^prbereitmtgeiiiHitti^^il■ Warschauer Stadtratswahlen noch folgendes:; Am 22. Mai finden in Warschau die Wahlen z1!m Gemeinderat statt. Sämtliche polnischen Parteien haben spüon alle ihre Kräfte zum Wahlkampfe mpb|lisiief־t. Der Wahlkampf soll in der Tat efn sehr heißer werden, weil er die erste Kraftprobe der •ppinisphen Parteien un<?h dem Mm- Umsturz darstellt und weil der Ausgang dieser Wahlen das Bild der künftigen Sejmwahlen in Miniatur bietet. Auch die jüdische 11 Parteien haben alle ihre Kräfte jetzt auf diese Wahlen konzentriert. Nachdem die antisemitischen und Antiregierungspar-• t e i e n sich in einem gemeinsamen Block vereinigt haben, blieb natürlich den jüdischen Parteien auch nichts anderes übrig, als sich zu vereinigen. Es ist tatsächlich gleich nach amtlicher Bekanntgabe des Wahldatums von verschiedenen Seiten der Versuch gemacht worden, zunächst einen jüdischen' b ü r ge r 1 i c h e n Block zu schaffen, weil die linken Verbände mit der jüdischen Gemeinschaft sehr wenig zu tun haben. Es ist interessant unef lehrreich für die Beziehungen z!1 der ziq1!istischen Partei 1!rid für künftige Wahlen, festz\\ stellen, wo die vereinigten Bestrebungen auf den größten Widerstand gestoßen sind. Die Aguda und der Kaufmännische Verband haben sich mit den Zionisten in einem gerneinsartien Wahlblock vereinigt. Trotz aller prinzipiellen und politischen Gegensätze, die zwischen der Agudas Jjsroel und dem Zionismus bestehen, trotz des verbitterten Kulturkampfes, den die Aguda gegen die Zionisten in den jüdischen Gemeinden Polens führt, haben die Agudaführer eingesehen, daß jetzt, in der Stunde (3er Gefahr, da eine große antisemitische Üebprmacht |m Warschauer Stadtrat droht, al|e Gegensätze beiseite zu schieben sind. Auch dürfe sich jetzt keine Partei um ein oder zwei Mandate willen absondern, und SP kam jetzt der große jüdische biirgPrlteho W'ahlblock zustande. Die größten Schwierigkeiten bereiteten die kleinen zionistischen Gruppierungen, wie ״Mizrachi“ und ״Hitachduth‘\ die wegen ihres Anspruches auf eigene Mandate die jüdische Einhpitsfront durchbrechen wpllen. Auch die Priluzktesche Volks- Partei gehört zu jenen, die Schwierigkeiten bereiten. Herr Pr. Gott Heb hat djese kleinliche und gefährliche Taktik der kleinen Parteien im ״Hajut״ sehr scharf angegriffen. Er hat sich bei dieser Gelegenheit ganz vergessen und hat verraten, daß die Agudas Jisroei wie dfe zionistische Partei zu den größten und einflußreichsten jüdischen Par- In der ganzen Welt berühmt r ■■ fl TH MAR SflHITT Wie», l, Kä*ntne״ing 6, Tel. 51-3-62 Bi ■■11■ ABIf KP VIBBB B p lllll₪IUI₪lll₪ll₪l|₪lllll₪UII₪llllll| gegenüber dem Ho|ei Prlatol IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII|IIIIIIIIIIIIIIIII!IIIMI!|II1IIIH wo man Perücken und Transformatjpnen trotz der gediegensten Qualität and sorgfältigsten ^usldhrung zu billigsten Preisen nü

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