Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 8 (25.2.1927)
- Date
- 1927-02-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 60 JÜDISCHE PRESSE . ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■!Tschechoslowakei Konstituierende Versammlung der orthodoxen Landesrepräsentanz. Die durch die Trencin-Teplitzer Delegiertenver- Sammlung gewählte Landesrepräsentanz der orthodox-jüdischen Konfession in der Slowakei ist für den 28. Adar 1 (2. März) zu ,ihrer konstituierenden V,er-’ Sammlung nach Bratislava einberufen worden. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1. Konstituierung der Landesrepräsentanz. 2. Bericht der Zentralkanzlei. . 3. Wahl des Rabbinerkomitees durch die rabbinischen Mitglieder der Landesrepräsentanz. 4. Wahl des Verwaltungsausschusses. (§ 76.) 5. Wahl einer'Umlagenbemessungskommission. (§ 12.) 6. Wahl einer Finanzkommission. 7. Gesuch der Kultusgemeinde Teplä um Aufnahme in den Verband der Orthodoxie. 8. Beschlußfassung bezüglich der Unterbringung jtidischer Findlinge. 9. Erledigung laufender Agenden. :10. Etwaige Anträge. Die Versammlung findet im Beratungssaale der orthodoxen Gemeinde statt und beginnt um 10 Uhr vormittags; Wo strebt die Neologie hin? : Angesichts der von uns bereits behandelten Vorbereitungen zur Reorganisier,1111g der Neologie in der Slowakei erhält diese Frage eine höhere N Bedeutung auch für die bereits vor Jahren organisierte Orthodoxie, wenn ein freundliches und friedliches Verhältnis zwischen den beiden jüdischen Konfessionen gesichert werden soll. ׳Inmitten der geistigen Zerfahrenheit, die in der nichtorthodoxen ■ Judenschaft unseres Landes herrscht,!ist es nicht leicht, ein /treues!Bild von der gegenwärtigen Zielsetzung der Neologie zu gewinnen. Wir fragen vergebens: Was will eigentlich die Neologie von heute? Wie ist ihr Verhältnis zu den wahren׳, alten, jüdischen Idealen, die den Lebensihhalt des orthodoxen Judentums bilden? Wie sieht die ,jüdische religiöse Welt aus, mit neologe.n Augen betrachte t? Die Antwort auf diese Fragen ist auch schon deshalb wichtig, weil sie auch auf den G e i s t ein Licht werfen könnte, der in der neuen neologen Gemeindeörganisation zum Ausdruck gelangen soll. Auf der Suche nach Aufschluß über die aufgeworfenen Fragen brachte uns der Bratislavaer" ״H i r a d o“ vom 22. Februar einigermaßen eine Enttäuschung. Nachdem' wir von den ״Halben“ und ״Doppelseitigen“ und noch weniger ׳von den Zionisten ein verständnisvolles und abgeklärtes, freundliches Verhalten gegenüber der Orthodoxie kaum zu er-; warten haben, glaubten wir annehmen zu dürfen, daß die : p r i n z i p i e 11 e Neologie ihre Kinderschuhe schon abgelegt und sich zu einem Standpunkt erhoben hätte, der ihr'einen freien Blick auf die geistigen und religiösen Bestrebüngen des gesetzestreueri Judentums eröffnet. Nun lesen wir in der genannten!Zeitung den Bericht über eine Rede, die der Vizepräses der Bratislavaer neologen Ge- : meihde, Dr. Aladar Porzsol t, dieser Tage aus Anlaß cles Requiems für den früheren Gemeinde/Präses Dr; Eugen Licht 11er gehalten hat. Darin rechnet der Gedenkredner dem Gefeierten unter anderem seinen Kampf gegen seinen '־Rabbiner mit folgenden Worten als ״Verdienst“ an: ״Er ‘: kämpfte nicht gegen die ׳Person des ׳Seelsorgers, sondern ’ gegen die ■hinter de n orthodox e״n Geist sich v. er s t‘ e c k e n d e r e 1 i g i'ö s e' Un du ldsamSkcit, 'gegen die ko n f es s i on e 11 e R e ak t'i 0 n, gegen ,’d'e n r i t u a 1 e 11 Anachronismus, damit er die ' Unt e,r j 0chu ng des Geistes 11׳ ,n d des D e nken s, , d e n D e s p ö t i s ni u s d e r Au t o r!i t ä t verhinde r e.“ Wir enthalten uns eines Urteils darüber, ob und , inwiefern diese Charakteristik auf den Rabbiner der Preßburgef neologen'Gemeinde zutrifft. Erstaunlich bleibt aber für alle Fälle, daß die Wortführer der Neologie in einem halben Jahrhundert so ganz und gar nichts gelernt, beziehungsweise umgelernt haben. מס^^־כרפיי נפש In der Slowakei. Wie in den vorangegan-genen! Jahren׳ seit der ״Kenessijoh Gedauloh“ wird auch in diesem Jahre von der Agudas Jisroel-iLandesorganisation die ־ כופר נפש'Sammlung veranstaltet. Diese Sammlung geht auf einen׳ Beschluß zurück, der auf. der Wiener Kenessijoh Gedauloh mit Zustimmung aller rabbinischen Führer angenommen und auf der Nitraer Tagung für die Slowakei bestätigt wurde. Nach!diesem Be- Schlüsse wird in־ allen Gemeinden von ׳jedem Juden und jeder Jüdin ohne Unterschied des Alters und des Standes ein ״Lösegeld für die Seele“ in der!Höhe einer Goldkrone (tsch. K 6׳) erhoben, um die s:eelisehe V'e r b u nden׳h׳e!i t . d es gesamten Judentums mit dem Heiligen ׳Lande zu dokumentieren und die Notwendigkeit einer Sühne zum Ausdruck zu :bringen. , Der E r t r a g der כ ופר נפש-Sammlung wird auch in diesem Jahre für praktische kolonisatorische Unternehmungen zur Erfüllung der מצות ישוב א״ו im Sinne des• religiösen Judentums und unter Wahrung der Heiligk• e i t des Landes ver wendet. , *Es׳darf ,wohl in diesem ״Ueberäabre“ mit seinen besonderen׳ ■Leiden mehr denn je erwartet werden, daß ein jeder Jude für sich und seine ganze Familie den ב01ר נפש entrichtet. Die Sammlung wird im Monat Adar Seheni durch die ׳ Aguda-Gruppeu und die Vertrauensmänner der Aguda veranstaltet. Wo es Aguda-iGruppen noch nicht gibt, werden die Freunde des Heiligen Landes gebeten, die Sammlung der וכר נפש □-Abgabe zu übernehmen und sich dieserhälb mit der Landesorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei in Bratislava, Turnergasse 1416־, Postfach 140, freundüchst in Verbindung zu setzen. Propagandaschriften und Sammelblocks stehen auf Wunsch zur Verfügung. In!B1־ a t i s ln v a wird der כופר נפש. Sonntag den 2. Adar II (6. März) durch legitimierte Vertreter der Agudas Jisroel-Jugendgruppe eingesammelt. Immer wieder zionistische Lügenberichte. Es scheint nachgerade, daß wir genötigt sein werden, diese!Ueberschrift zur ständigen Rubrik zu machen. Wir haben nach der Trencin-Teplitzer Delegierten- Versammlung der orthodoxen jüdischen Konfession unter diesem Titel den Nachweis geliefert, auf welch frivole Weise die zionistische Presse unseres (Landes ihre Leser auch dann irreführt und belügt, wenn hunderte Menschen — und darunter eine Anzahl ihrer eigenen iGesinnungsgenossen — die Wahrheit kennen׳!und für sic einzustehen in der Lage sind, Wir wollten an der!Hand der zionistischen Lügenberichte über die orthodoxe iLandesversammlung einmal zeigen, mit welchen Mitteln die zionistischen!Zeitungen den Haß gegen das glaubenstreue Judentum schüren und das öffentliche Leben im Judentum demoralisieren. Diesmal •freilich haben sich die zionistischen Preßhelden! arg verrechnet; wir haben sie so fest gepackt, daß ׳ihnen die!Lüge in der Kehle stecken geblieben ist. So hat nach der Ent- Jarvung der ״Jüdischen V 01׳k s z e i t um g“ z. B. das führende •zionistische Blatt in der tschechoslowakischen Republik, die Prager ״Sei bs t wehr“. die niemals eine Gelegenheit verabsäumt, um der. verhaßten Orthodoxie eins am Zeuge zu flicken :und gerade nach der Trencin-Teplitzer Versammlung gleichzeitig mit der ״Volkszeitung“ und in der 'gleichen demagogischen׳ Tonart wie diese wieder eine neue Kampfkampagne gegen die orthodoxe Landeskanzlei ankiindigte, mit einem Male die Sprache verloren und :ihren1 Lesern über die Trenciner Versammlung und die großartige Kundgebung anläßlich der einstimmigen Wiederwähl des orthodoxen!Landespräses Oberrabbmer W e ber Mitteilung zu machen — vergessen. Sie sagte sich offenbar: ״Wenn nicht die Unwahrheit über die Orthodoxic berichten, dann schon lieber gar nicht.“ Die״׳Volkszeitung“ konnte jedoch ,nicht mehr so leichter ׳Hand der Wahrheit aus dem Wege gehen. Sie wagte noch einen kühnen Versuch, sich moralisch aufrecht zu halten und veröffentlichte zur Täuschung ihrer )Leser über die Lügenberichte folgende Erklärung: י ״Sehr ehrenwerte und ׳hervorragende (Mitglieder orthodoxer Gemeinden, die in offizieller Funktion an der Delegiertenversammiung :in Trencin-Teplitz teilgeniommen haben, hatten Gelegenheit, vor größerem (Forum!zu: bestätigen, Was wir über diese Tagung berichtet ■haben. 'Wir!halten daher unsere 1Behauptungen ungeschmälert ׳aufrecht und können es )jederzeit beweisen.“ Wir stellten darauf in unserer ׳ ־Nummer 3 vom 21. Jänner in einem einzigen Berichte'der ״Volkszeitung“ 19 faustdicke Unwahrheiten fest und forderten die Re- ׳da'ktian der ״Volkszeitung“, bezw. ihre angeblichen1 Gewährsmänner, die ״sehr ehrenwerten und hervorragenden Mitglieder etc.“ auf, für •ihre Behauptungen mit ihren Namen ■einzustehen. - . Seitdem •ist ein ganzer Monat vergangen und die zionistische ״Volkszeitung“ . h׳at es vorgezogen, zu schweigen. Wir konstatieren vor der jüdischen , Oeffentlichkeit, daß die ״Jüdische Volkszeitung“ in Bratislava wohl den traurigen Mut besaß, offenkundige Lügen! über den Verlauf einer großen orthodoxen Landesversammlung zu veröffentlichen und diese Lügen obendrein noch unter Berufung auf angebliche Gewährsmänner aufrecht zu erhalten, es aber unterlassen hat, den! avisierten Wahrheitsbeweis für ihre Behauptungen zu erbringen; Dagegen veröffentlicht sie in ihrer jüngsten Nummer abermals einen Artikel mit. unflätigen Beschimpfungen gegen den Oberrabbiner und mehrere leitende!Mitglieder der Piestanyer orthodoxen Gemeinde. Von ׳dem Inhalt dieses Schmähbriefes interessiert uns in diesem Zusammenhänge bloß der Satz, welcher behauptet, Herr Oberrabbiner Weber!hätte ׳in Trencin-Teplitz gesagt, ״er’ ■habe sich nie mit Politik befaßt“., Das ist natürlich wieder eine ׳Fort- Setzung der ״zionistischen Lügenberichte“ über die Trencin- Tepiitzer Versammlung. Oberrabbiner Weber ■hat eine solche Aeußerung niemals getan. Wir konstatieren ■dies, sieben Wochen nachdem die Rede des Herrn Oberrabbiner Weber in unserer Zeitung aus dem 0riginalmamiskript im Wortlaute' veröifentlicht war. Jubiläum des ״Tiferes Bachurim“ in Nove Zamky. Mittwoch, Klein-Purim, feierte der orthodoxe Jugendverein ״T i f e r e s Bachurim“ in ' Novte Zamky das Jubiläum seines fünfundzwanzigjährigen Bestandes im Rahmen einer Festversammlung, an der außer den Mitgliedern auch zahlreiche Gäste und Freunde •des Vereines teilnahmen. Die Begrüßungsrede hielt Sekretär Herr Graf. In seiner Ansprache entwarf er ein Bild von der erfolgreichen Tätigkeit des Vereines während seines ersten Vierteljahrhunderts und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm in Zukunft in erhöhtem Maße gegönnt sein möge, für seine edlen Zwecke zu arbeiten. Unter allgemeiner Spannung lauschte hierauf die Versammlung dem Festredner Herrn Rabbiner Unsdorfer aus Bratislava. Mit der ihm eigenen Meisterschaft fesselte der Redner seine Zuhörer durch zündende דברי מוסר und TI א ג ל und begeisterte die' Versammelten für אהבת ׳ תורה ויר״ש Als Schlußredner dankte Herr L ä s z 10 dem‘ verehrten Redner für sein Erscheinen .lind für seine belehrenden und aneifernden Worte, die er an den Verein gerichtet hat. Großes Sijumfest an der Kosicer Jeschiwoh. Wir erhielten den folgenden Bericht aus Kosice: Sonntag, den 18. Adar beging unsere unter Leitung des Herrn Oberrabbiners Salomon Brach und seines Schwiegersohnes Nr. 8 R. j. Falk Fried m a ח n stehende ישיבה eine croße Sijumfeier auf ׳ ב ב א . מ צ י ע א D D. Die ׳מסכת wurde während eineinhalb Jahren auf der ישיבה gelernt und nun vereinigten sich die 100 Talmidun der Jeschiwoh genieinsam mit zahlreichen בני תורה der Gemeinde im großen Beratungssaale, um die Vollendung der מסכת in freudiger Stimmung zu feiern. Das Fest begann mit einer anregenden und begeisternden 1 ר ש ה des Herrn Oberrabbiners Brach, in der er auf die Bedeutung des hingebungsvollen לימוד התוה״ק für die Erziehung der Jugend hinwics. Bei der ,עורה של מצוד□ sprachen Rabb. Jos. Falk Friedmann und von Bachurim die Herren A. L. Neu ninnn, Philipp Blum, S. Hartstein und andere mehrere vortreffliches חריפות . damit den Beweis für das hohe Niveau der hiesigen ישיבה erbringend. Unter den üblichen שירים ותשבחות schloß in später Nachtstunde das eindrucksreiche Fest. Sl. Bur. Sijum in Ladomirova. Der Verein □תפארת כחורי m Ladomirova feierte am 14. Adar einen סיום auf ביצה 'D מ unter Leitung des Vorlerners Herrn N. M. B e 1 f, Enkelsohncs unseres Herrn Ehrw. Oberrabbiners Chaskel Weiß bl um. Auf Einladung des Vereines versammelten sich mit den Vercinsmitgliedern mehrere Herren aus der Gemeinde im Hause des Herrn Oberrabbitiers, wo der Vorlerner einen ausgezeichneten הדרן עלך vortrug. Bei der ,סעורת מצור hielt Herr L. Eichenstein eine schöne B. Gl. Althebräischer Musikabend. Die Ankündigung eines ״Althebräischen Musikabends“ füllte Dienstag, den 15. d. M.. den Saal des Regierungsgebäudes in Bratislava bis auf das letzte Plätzchen. Die Zuhörer kamen auch auf ihre Rechnung. Die Mitwirkenden gaben ihr Bestes, wenn auch nicht alles das Beste war. Ueberaus peinlich berührt es jedoch, wenn im nüchternen Konzertsaale die heilige Wcihehandlimg der ״Awodah“ gesanglich dargestellt wird, und ganz unglaubhaft klingen noch so warme Töne, die vor entblößten Damenschultern um die Rückkehr der Schechirah nach der Stadt unserer Sehnsucht flehen. Als Gipfel der Geschmacklosigkeit darf das coupletartige Lied eines sonst sympathischen Wiener Oberkantors bezeichnet werden, der in seinem Gcsangsvortrage unsere heiligen Symbole, wie Pcotli und Arba Kanfcs, verspottet und — ganz nach Muster antisemitischer Schmählieder — dem Juden unstillbare Geldgier vorwirft.*) Auch wir ehren jüdische Kunst, raten aber dem rührigen Veranstalter des Konzertabends, künftighin mehr mit dem religiösen Empfinden der hiesigen Judenschaft zu .rechnen. Heilige Gebete des Judentums sollten vor Profanierung geschützt, sein. Sie gehören nicht in den Konzertsaal. Die p. t. Leser werden auf unsere heutige Beilage aufmerksam gemacht. Es ist ein Attest über das uubedingte כשרוח der Erzeugnisse der Koliner Kaffeersatzfabriken, kaufmännisches Aktienunternehmen, beziehungsweise dessen Proßnitzer Fabrik. Gleichzeitig heben wir die vorzügliche, Qualität und nachweisbar größte Nährhaftigkeit dieser Produkte hervor. Rabbi Aharon Horowitz, der ״Beitscher Rabbi“ זצי׳ל Aus K o sT'ce berichtet׳ man ׳teriS: Sonntag abends פרשה כיי תשא ist hier der unter dem Namen ״B e i t s c h e r Rabb i“ allgemein bekannte und von tausenden verehrte Rabbi A!h׳aron Horowitz nach achttägiger sKrankhcit verschieden.. Er war als גאון וצדיק berühmt und zeichnete sich durch seine sprichwörtliche Bescheidenheit und sonstigen sympathischen Eigenschaften aus. 1h der chassidischen» Welt genoß er die größte ׳Achtung, nicht ■nur wegen seines persönlichen צדמות und seiner überwältigendenר״ש ־') H עבודת sondern auch wegen seiner Abstammung מגזע קדושים in deren Nachfolge er sich würdig einreiihte. Er war' Schwiegersohn des weltberühmten' גאון 'וקדוש' Rabbi C ׳h a'j i m Ha 1 b e r s t am זצ״ל von'Sandcc. Verfassers des □2'דברי ס י. Sohn des Rabbi von Dzy ko v 'זצ״יל Verfassers des אמרי נ1עם' und Urenkel des Zadd'ik von Ropczyc זצ״ל , also Erbe von Traditionen־, die im Judentum Ehrfurcht gebieten. Er war auch Onkel des ihm vor zwei Jahren in •das Jenseits .vorangegangenen R a b b i vo׳n Zsabno •צ ״ ל T, . Bei Kriegsbeginn mußte er aus seiner!Heimat flüchten und . wohnte zunächst in Szdkszo. Vor zirka 11 Jahren zog er nach K osi c e, wo er Hinter ibescheidenen'Verhältnissen1 lebte. Die Ka schau er Gemeinde rechnete es sich׳ ■als כי ה J an. für •seinen!Lebensunterhalt zu sorgen. ׳Bald pach ■seiner פטירה hielt die Chewra Kadischa eine Sitzung at>. in der die Personen ausgewählt wurden, die' sich der מ ט ה iiaherii durften. Auch die Repräsentanz der orthodoxen ׳Gemeinde!lue.lt eine Ehrensitzurtg ab', in der beschlossen wurde, ,sich! der Witwe des Heimgegangenen ,in* würdiger Weise;anzunehmen. Zur ה ל ן י׳ fand sich der größte Teil der Gemeinde ein!und viele Verehrer auchaus der -Umgegend. Um 1• Uhr mittags setzte sich, der Zug• in!Bewegung. Zunächst wurde, •die מטה in das orthodoxe בית הכנסת gebracht. Dort hielt Se. Ehrw. Herr. Oberrabbiner Brach einen ergreifenden׳ Hesped, in. welchem er die Tugenden des ,Verblichenen und;seine hohen Verdienste um ת1רה וי״ש würdigte. Nach den ׳ הקפותund dem!Hesped eines En k e 1 s des נפטר wurde die מטה in die ״sefardische. Klaiis“ getragen, wo die הקפות beendet und weitere HesPedim gehalten wurden. Es!sprachen da ein Schwiegersohn des Verblichenen, Rabbi Jakow Frankfurter, der Dajan der Kosicer Gemeinde ׳Rabbi Samuel J u n g r e i s z und zum Schlüsse Oberrabbiner S p i r a aus Mükacevo und schilderteil den Verlust, den das Judentum mit dem Heimgang eines seiner Besten erleidet. Es. war.Jünf Uhr׳ geworden, bis die האי׳ den Weg zum בית החיים fortsetzen!konnte. Es wird beabsichtigt; ־ über dem קבר ein אוהל •zu , errichten und alle Verehrer des צדיק werden tetSüteht, dazu beizusteuern — ,תנצביר. *) Wir hätten diesem Herrn mehr Takt zugemutet-