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Jüdische Presse · 1927-02-18 · 7 (18.2.1927) · page 7

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
7 (18.2.1927)
Date
1927-02-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 7 JÜDISCHE PRESSE Seite 53 __MITTEILUNGEN_ der Adas Jisvoel (ScUffschnl), Wien, II. Bezirk, Crosse Schiffgasse 8. Kanzlei: II. Bezirk, Grosse Schiffgasse Nr. 1• Die Bäckerei, II., Blumauergasse 10, die bisher unter •der Leitung der Firma Beigl & Co. stand, ist in anderen Besitz übergegangen und steht nicht mehr unter der rituellen Aufsicht des Rabbinats der Adasjisroel. . Es wird dies allen denen, die auf Koschergebäck reflektieren, zur Darnachachtung und Berücksichtigung bekanntgegeben, da in vielen Bäckereien bei der Erzeugung ton Gebäck Margarine und sonstiges Fett in ' ,Verwendung kommt Das Rabbinat der Adas Jisroel. Rabbinat der Adas Jisroel In Wien. Verschiedene Händler mit Lebens- und Genussmiltein veröffentlichen zu Reklamewecken, dass sie ihre Waren aius Betrieben beziehen, die der Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Diese Mitteilung beinhaltet durchaus nicht, dass die betreffende Verkaufsstelle ebenfalls die Aufsicht ge- ®esst Das Rabbinat übernimmt keinerlei Veraiit- Ortung dafür. . Insbesondere aber lehnt das Unterzeichnete Rabbinat unter allen Umständen auf das entschieden■ ste jede Verantwortung für die Zulässigkeit von allen Genuss- und Nahrungsmitteln ab, die hierorts einer anderen Haschgacha als der des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Ebenso betont das gefertigte Rabbinat hacfodrücMdist להסיר מכשול מפרובים ומרחוקים «man יראי השם von nah und fern, dass nur die in der Jeweils von der Adas Jisroel veröffentlichten Liste der Verkaufs- und Betriebsstätten, den EmzelnhauiStialtungen und Verkäufern, die auf die השגחה der Adas Jisroel reflektieren, als verlässlich empfohlen werden können. Das Riafbbimat der Adas Jisroefl. Wien, am 26• Ab 5684._ Adas Jisroel (Schilfschul), Wien, IL Grosse Schiffgasse 8, Kanzlei II., Grosse Schiffgasse 1. X 72 ex 926. Ausschliesslich die naahbenannten Verkaufsstellen von Lebens■* und Gemissmitteln stehen unter der rituellen .Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jisroel: Fleischverschle isst eilen: E c k e r I i n g Markus, IX., Lieohtensteinstrass* 117. Fischer Bela, VI., SchmalzhoTgasse 19. Fischer Gabriel, II., Grosse Schiffgasse 11. Fischer Gäbriei, XX, EnigerThstraile 81. -der jfingst in Trenoin stattgefundenen Sitzung des vorbereitenden Aktionskomitees von seiten der Status quö und , der Zionisten unter •den Neologen der Vorschlag gemacht, ‘ den Namen der Neologie, der den Geist der neologen Gemeinden mit einemmal nicht mehr deckt, aus der Be- Zeichnung des Bundes zu eliminieren und ihm einen Namen zu geben, der die Tatsache des Vorhanden- :seins von Verschiedenheiten in der religiösen Einstellung ‘.nicht erkennen läßt. Als ob damit auch nur eine Tatsache aus der Welt geschafft werden könnte! Man kann doch ,\gerechterweise־ nicht verlangen, daß die einzelnen dem Bund angehörenden Gemeinden t ihre bisherigen, dem Gesetz einzig and allein entsprechenden Namen, die sie von den orthodoxen Gemeinden deutlich unterscheiden, ebenfalls 'aufgeben, und dazu noch ohne ihre bisherige religiöse!Richtung nur im geringsten zu ändern. In Wahrheit liegen die Gründe für diese offensicht־ liehen Schwankungen in der Wegrichturtg der Neologie und Ihrer neuen Organisation viel tiefer, als die Wortführer in .ihren Zeitungsartikeln, zugeben möchten. Und diese tiefe- ■ren Gründe gehen die Orthodoxie sehr nahe an. Dank der unbeugsamen Haltung der Orthodoxie während der letzten Jahr- :zehnte ist die Treue zur Thora und Mizwoth aus dem Herzen zahlreicher Mitglieder auch der neologen Gemeinden nicht vollständig gewichen. Itn besonderen auf den Gebieten des ehemaligen Ungarn, wo die orthodoxen Gemeinden dicht gesät und gut ausgebaut sind, wie im :größten Telle der Slowakei, zeigen sich immer deutlicher Zeichen, die auf einen Umschwung der allgemeinen religiösen Stimmung in der Richtung der 0 r t h0- . doxie schließen lassen. Das Fiasko der ungarischen Assimilation, für die im tschechoslowakischen Staate auch vom Gesichtspunkte der Neologie kein Anreiz vorhanden ist, und teilweise die allgemeinen geistigen Strömungen der Nachkriegszeit haben natürlich ebenfalls das Ihrige dazu beigetragen, den Sinn vieler Juden auf den Glauben und die abgeklärte 'Weltanschauung der Väter zu lenken. Diese Stimmung innerhalb jener Kreise wird selbstver- :stündlich von der Orthodoxie freudig begrüßt. Pochenden Herzens harren wir der weiteren Entwicklung der Dinge, bis die Rückkehr der entfremdeten Söhne erfolgen wird. Auch die Neologen verhalten sich dieser Stimmung gegenüber korrekt abwartend, keineswegs unfreundlich. Das muß wahrheitsgemäß konstatiert werden. Im Verein mit• den in den neologen und Stätus-quo-Gemeinden von jeher vorhanden, gewesenen konservativen Bruchteilen könnte diese Stimmung bei sorgfältiger Pflege eine Wandluhg der Geister vorbereiten, die der Orthodoxie nur genehm sein müßte. Denn eine Abwanderung dieser בעלי TCiwnvoa der Neologie zur organisierten Orthodoxie Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Friedmann Samuel, X., Humboldtgasse 15. Hönigsbeer Emanuel, II., Franz Hochedüngergasse 23. Stadler u. Fischer, II., Im Werd 3. Stern Josef, II., Grosse Schiffgasse 6t Es wird nachldirückl iahst betont, d!a׳ß die Fleisohiversichleißstelle in der RauciMafligkehrergasse 22 des bisherigen Besitzers Herrn Ign. Weiß nicht mehr die Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel genießt. Nur in den hier angeführten Fleischversohleisstellen gelangt aus sc hliesslicb Fleisch zum Verkauf, das von der Sohechitah der Sohächter der Adas Jisroel herrührt. Es wird nachdrücklichst betont, dass die rituelle Aufsicht in der Verschleisstelle des Herrn Markus Eckerling nur auf Fleisch und ungeteiltes mit der Plombe der Adas Isroel versehenes Geflügel in Anwesenheit des bestellten Maschgiaoh sich bezieht Sonstige Waren unterstehen nicht der Ha schwache der A I. Gastwirtschaften und Selchwarenvers c!h 1 eis s te 11 e n: Deutsch Johanna (Milch-Trink- und SpeisehaUe), II., Herminengasse 10. Eisen &. Hönigsbeer, II., Haidgaisse 5. Fischer Gabriel, II., Grosse .Schiffgasse 16. Fischer Gabriel, II., Kleine Sperlgasse 7. Friedmann Samuel, VI.. Stiegengasse 14. Friedmann Samuel. X״ Humboldtgasse 15. Kunstadt S., II., Grosse Schiffgasse 6. Lazar Moritz, XX., Wallenstemstrasse'45. L a z a r M o ■r i z, Filiale TL, Haidgasse 7. Nagel Josef, LI., Kleine Sperlgasse 5. Schreiber Benjamin (Wienea), II., Obere Donaustr. 91. Stadler w. Fi ■seltner. TL, -Um Werd 3. Weldler Hermann, II., Floßgasse 9. Geflügelbandlungen: Deutsch Heinrich, II., Franz Hoohedlingergasse 10. Eck er ling Markus, IX., Liechtensteinstrasse 117. Fischer Bela, VI., Schmalzhofgasse 19. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Frddmani.n Meschuilem. II.. Gr. Schiffgasse 6. Friedmann Samuel, X., Humboldtgasse 15. Fürst Markus, II., Krummbaumgasse 6. G a n s 1 Leopold, II., Grosse Schiffgasse 16. Kaufmann Lazar, II., Grosse Schiffgasse 18. Koppel Frieda, TX., Rote Löwetigasse 16. Schreiber Benjamin (Wienea), nur LI., Obere Donau- Strasse 91. Es wird nachdrücklichst aufmerksam gemacht, dass die Haschgaahah bei Geflügel nur auf solche ungeteilte Stücke sich bezieht, die mit unserer Marke (Plombe) versehen sind. Hochprima מצית hergestellt unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabiners הרה״ג מוה״ר יושע ב 1קמבוים. שליט״א Gaianta. Zuschriften z* richten aa: Simon Müller, Gemeindepräses Galant«. Um ekle verlässliche Kaschgachah gewährleisten zu können und jedwede Unzukömmlichkeit auszusohHessen, ist Geflügel ohne Marke (Plombe) ausnahmslos zurückzuweisen. Konditoreien und Bäckereien: . Pomeranz Abraham Leib, II., Herminengasse 13 und! II., Flossgasse 9. W e i s s Karl Koppel, II., Franz Hochedlingergasse 24. Das ehrw. Rabbinat macht ausdrücklich daran! anl-• merksam, dass die Haschgachah desselben ln de* Bäckereien ausschließlich auf die Erzeugung des Gebäck•* sich bezieht, nicht aber an! ״das Scholet setzen“. In dletar Beziehung übernimmt das Rabbinat keine wie immer gf» artete Verantwortung. ' Milch:' ״'׳'־“* ■ : Verschleisstelle der Adas Jisroel, II., Baldgasse, Guntram«- dorfer. ■ Ferner beziehen Milch aus der unter Aufsicht <!m ehrw. Rabbinates der Adas Jfsröef stehenden Meierei die folgenden Verschlelsstellen, ohne dass deren Betriebe ros dem genannten Rahbinate beaufsichtigt oder kontrolliert werden. Wien.' Diamant Samuel, II., Grosse Schiffgasse 10. Lanner B. S., II., Grosse Schiffgasse 5. S c h 1 s c!h a David, II., Rembrandtstrasse 19. ' Schischa Leopold, II., Krumbaumgasse 1. Geflügel-Schlachthaus. Die Schächtstunden in der GeflUgelschächtstelle der Adas jisroel sind bis aui weiteres in nachfolgender Welse festgesetzt: Montag und Dienstag vormittags von halb 9 bis halb 10 Uhr. Mittwoch vormittags von halb 9 bis halb 10 Uhr. abends von viertel 7 bis viertel 8 Uhr. Donnerstag vormittags von halb 9 bis. 10 Uhr, abends von viertel 7 bis viertel 8 Uhr. Freitag vormittags von 8 bis 9 Uhr. Die Schächüing erfolgt nur gegen Abgabe einer Schachtanweisung. Dieselben sind gegen Bezahlung von 30 Groschen für ein Huhn und 60 Groschen für eine Gans oder י Ente In den nachbenamiten Geschäften erhältlich: S. Diamant, 2. Bez., Große Schiffgasse 10. S. B. Lanner, 2• Bez.. Große Schiffgasse 5. David Schischa, 2. Bez., Rembrandtstrasse 19. ' Leopold Schischa, 2. Bez.. Krumbaiumgasse 1. ' In der Schächtstelle ist auch ein Raum zur Entfederung des Geflügels vorhanden. Es ist von Wichtigkeit, das Verzeichnis der unt« der Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jlsro•! stehenden Verkaufsstellen regelmässig durchzusehen, damit allfällige Aenderungen nicht ausser acht gelassen werden. Rabbi Mordechai Rokeach ln Bilgurei als Rabbiner gewählt. Warschau. (AJPB.) Ein Sohn des jüngst!verstorbenen B’else'r Rebben s. z. 1.־ wurde in Bilgurei. einstimmig als Oberrabbiner gewählt. Der älteste Sohn des Belser Rebben ist bekanntlich der Nachfolger seines Vaters in Bels geworden. Nun würde der zweite, der ungeachtet seines jugendlichen Alters bereits einen guten Namen als Gelehrter hat, in Bilgurei als Rabbiner, gewählt., , ₪ Kaufet die in Geschmack undjQualität unübertroffene_erstklassig_altrenommierte ₪ E3 m ₪ ₪ welche unter streng orthod. Aufsicht des Rabbinates der isr. Kultüsgemeinde Wien ,hergestellt wird. Die Mazzoth werden aus dem feinsten Mehl der Budapester Giselamühle‘erzeugt. Ueber Herkunft und IS כשרות des Mehles erliegt bei mir zur freien Einsichtnahme der הכשר des Ehrw. Herrn Oberrabbiners 0 Jeschaje Silberstein, Oberrabbiner der aut. orth. Gemeinde Waitzen: ßj Zentrale: N.Bordefzki, II-,Leopoldsgasse 43*Telephon 461-901־| Generalvertreter: Albert Körner und Jakob Weiss 0 Filialen: II., Glockengasse 22 * II., U ntere Au gar tenstr a ße 25 Eg wäre die bestimmte Konsequenz. Weder die Orthodoxie noch die Neologie haben jedoch ein Interesse daran, die Entwicklung der Dinge in der Mitte zu unterbrechen und durch Verwischung der Differenzpunkte zwischen Orthodoxie und Neologie in falsche Bahnen zu lenken. Da zeigt es sich deutlich, daß es wieder einzig und allein die Zionisten in der Neologie sind, die diese erfreuliche Wandlung innerhalb der Neologie auf halbem Wege durch kleine Täuschuugsmittel auf- MAZZOS מצות Aus O-Mehl, modernste Erzeugung, Referenzen über Verläßlichkeit und בשרות erteilt Sr. Ehrwürden הרהגה״ג מרהר יוסף בחרא אברק״ס מיאווא. Bestellungen nimmt entgegen: Jakob Ehrentreu, Sobotiste bei Senica. zuhalten suchen. Die Neologie sollte aufhören, Neologie zu heißen, sie soll — wie wir gezeigt haben — mala fide sich zum Schulchan Aruch bekennen, ohne in Wahrheit den Schulchan Aruch als praktisch maßgebend anzuerkennen •und — so wähnen' sie — die Rückkehr zur Orthodoxie ist verhindert! Welches Motiv die Zionisten bei diesem Bestreben leiten mag? Wir wollen darüber heute nur das eine sagen: Innerhalb der Orthodoxie hat der Zionismus nichts zu suchen und nichts zu erhoffen. Die Orthodoxie aber hat bis heute ausgeharrt und wird auch weiter von ihrem festen Standorte die Entwicklung innerhalb der Neologie beobachten in der festen Ueberzeugung, daß der Tag nicht mehr ferne sein kann* da a 11 e I r r e n d e n לאבינו שבשמיים zurückkehren werden. J. J.*B.

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