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Jüdische Presse · 1927-02-18 · 7 (18.2.1927) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
7 (18.2.1927)
Date
1927-02-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion uu Administration! Wien, 11.,Leopoldslasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. - Tel. 45-4-84. Tschechoslowakei: Bratislavas Postfach 14m» , ^richelnt Jeden Freitag. •- Redakti0B88chta$8r;׳ßr Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise: Ganzjährig: Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen fGr Oesterreich: PostsptrkassenamtWIe», Horte Nr. 13.458; für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Honte Nr, 15)0.409; für IJugarn! Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; Iür Tschechoslowakei: Postsparkassenantt Prar, Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: Postsp.-Amt Agram,Ko, N. «0.217; für die Schweiz: Postscheckkonto Zürich VIJI. 4117: für Deutschland: Postscheckkonto Berlin Nr, 122.619 1 11rian.Brati(1«M, 18. Februar 1987 .ב*ה דנודטחנכסבות פרז אדר א׳ תרפ*ז 13• JaSipg. eilanstalt! MrtJcIstonüssanatorttira WUin, tX., kataratigasse kr. 20 Tslepfcen 23-0*83J Klinisch-Oisunostischos Heillnstihrt Kuren tätlich von 8 bis 8 Uhr Auf Wunsch stie/ig rituell« Kost zugostell! 8P2ZIALKUREN gegen Ischias! Rheumatismus u. Sour• algieii•! ItalientscJvB Ischiaakaren, Maiarlefleberfcuren. varjiingungshuE’im (Diathermie)• Entfettungskuren Kaltwacsarikursn, Fangaschlamropackungefl, KoWen5£ur&-Transcutonij2dDr, tfciOluft, riähoRsonne. Elektrische Kuren, Diathermie, Massage, Heilgymnastik, Röntgeninstitut. Chemisches Lab Oratorium ׳ Djy .Paläiitiüaeinwanderntig iin Monat November. Im Monat November sind in Palästina 521 Personen eingcwandert und 923 ausgewandert.' Im Jahre 1926 wurden durch das zentrale Puiästinaamt in Warschau 6808 Palästinacinwaiiderer .abgefertigt gegen 17.740 im Jahre 1925. jerasalem im Schnee, ln der Nacht und während des Vormittags fiel am 11. Februar dichter Schnee über Jenisalem und einen großen Teil des Landes. Es ist dies ■seit :1921 der erste Schndefall in Palästina. Gesetzmäßige Sabbatrabe ln Tel-Aviv. Eine vom High Commissioner bestätigte Verfügung macht es allen jüdischen Geschäften zur Pflicht, am Sabbat geschlossen zu halten, mit Ausnahme, der Calls and Restaurants, die zn gewissen Stunden am Freitag abends, und‘ Sabbat geöffnet sein dürfen. Mohammedaner und christliche Besitzer söleher Stellen werden von der Ordnung nicht betroffen. Ein berühmter amerlkanischer Gelehrteir imd die Lage in Palästina. Agadisten ge.gen.SäziaJisten in^Erez Israel.7NewYork. (L]B.) In einem be* merkenswerten 'Interview veröffentlicht im New Yorker ,Jüdischen'Förnm'V macht J. D.; Eisenstein, bekannt als Herausgeber’ der!Hebräischen Enzyklopädie ״Ozar Israel“ und Verfasser vieler anderer Anthologien und Wissenschaftlieber; Werke wie; ״Ozar Midraschim“, ״Ozar Minhagim“ etc., einige bemerkenswerte Behauptungen über die JZustände im heiligen Lande, aus dem er gerade heimgekehrt ist. Er behauptet, daß׳ es ,unter den; Extremradikalen mehr ׳Fanatismus gibt als ■unter den Orthodoxen, welche seltsamerweise heutzutage toleranter : sind-als die ׳Radikalen. Die!Haltung der Orthodoxen ist folgende: Wir kümmern uns nicht, was ihr tut, so lange'• ihr uns allein lasset.. Hingegen scheinen׳ die Radikalen zu sagen!: Ihr müsset so glauben, wie wir und wie wir es euch sagen. Das äst die Stellung der Radikalen (welche 90 Prozent der Zionisten umfassen) gegen die Religion in Palästina. Sie bringen Unglauben in die Schulen, den Kindern wird keine Unterweisung für ■den jütischen G־ttcsdienst gegeben und bevor cHe!׳Kinder sogar den Inhalt der Bibel wissen, werden sie i» der höheren Kritik unterrichtet. ״Kere« Hajischuw^ iti London eingetragen. Der ,Keren iHaijischuw“, das Finanzorgan der Weltorganisation Agudas JisröeJ für Siedlungstätigkeit in;Palästina, wurde im;Londoner Handelsregister als ,Keren Hajischuw Compariy"■Limited“ eingetragen. Als Ziel der ׳Gesellschaft wird angegeben:' Teilnahme an dem׳ wirtschaftlichen׳ Aufbau Palästinas im Geiste des orthodoxen Judentums, Errichtung von Schulen usw. Die Gesellschaft wird von den Führern der Agudas Jisrocl geleitet. Die!Grunderaktien sind auf die Namen von Dr. S. 1Ehrmann, Leiter der Palästinazentrale der •Agudas Jisrocl,,Dr. Oppenheimer, Herbert Kruskai und A. H. Goodman ausgestellt. Aus dem Ertrag der Aktien and aus anderen von der. Gesellschaft aufzubringenden Fonds sollen unabhängige Kolonien, landwirtschaftliche und allgemeine Schulen, die auf streng religiöser Basis aufgebaut sind, errichtet und gestützt werden; Die Vertreter der palästinensischen Orthodoxie beim neuen Gouverneur in Jerusalem. Anläßlich eines Antrittsbesuches, welchen Rabbinat und Vorstand des Waad hoir Hoaschkenasy und Vertreter der Agudas Jisroel bei dem neuen Gouverneur von Jerusalem, dem Nachfolger von Sir Ronald. Störs, abstatteten, versprach dieser wohlwollendste Berücksichtigung der Wünsche der unabhängigen Orthodoxie und ersuchte darum, Beschwerden ihm stets persönlich vorzubringen. Gegen die Saböateutwclhung in Erez Jisroel New York. (AJPB.) Gedalja Bublik, der bekannte Redakteur des ״Jüdischen Tagblattes4‘ von New York, wendet sich in einem scharfen Artikel gegen die Sabbatentweihung des Fußballklubs ״Makkabi“ in Jerusalem, protestiert dagegen, daß KoioncI Kish durch seine Annahme der Präsidentschaft des Makkabi als offizielle Persönlichkeit innerhalb der zionistischen Organisation die Sabbatentweihung des Makkabi billigt. Felix M. Warburg in Palästina. Felix M. W a r b u r g, der Präsident des amerikanisch-jüdischen Joint Distr.ibutaon Committee, ist in Haifa eingetroffen. Die hebräische Presse Palästinas wklnie.t dem Gast warme Begrüßung«• artikel. Jerusalem. (LJB.) Das agudistische Journal ״Kol Israel“ behandelt in seiner jüngsten Nummer die Frage, ob die Möglichkeiten für gemeinsame Wahllisten für die jüdische, Bevölkerung anläßlich der bevorstehenden Munizipialwahleii bestehen. In einer Erläuterung des Regierungsentscheides, das Wahlrecht nicht den Frauen zu gewähren und das Alter der Wähler auf 25 Jahre festzusetzen, sagt der ״Kol Israel“, es hätte den Anschein, als ob die Regierung konservativ wäre mit bezug auf die politischen Munizipialgemeinden, dagegen radikal in Verbindung mit den jüdischen religiösen Gemeinden. Man erwartet, daß bei ,den letzteren das Wahlrecht auf die Frauen ausgedehnt und das Alter der Wähler auf 18 Jahre festgesetzt werden soll. Die Regierung sollte sicherlich den religiösen jüdischen Gemeinden solche Bedingungen auferlegeri, welche sie nicht geeignet hält, den Munizipialgemeinden zu gewähren. Zur Lage in Palästina. Noch immer steht Palästina unter dem Zeichen der Reaktion gegenüber der sogenannten 4. Alijah, welche sich in einer wirtschaftlichen Krisis kundgibt, die sich ganz besonders in Arbeitslosigkeit äußert. Es ist dabei wohl zu beachten, daß keineswegs die Agudas Jisroel allein mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sondern daß auch die zionistischen Kolonien mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. So weist im ״Haarez“ Herr M. Smilianski, einer der alten Pioniere der jüdischen Kolonisation nach, daß bei der zionistischen Kewuzah En Charod eine Unterbilanz von 51 Pfund pro Jahr per Kopf der Siedler zu verzeichnen ist. Er'sucht'■ die Ursache darin, daß nicht äusSchließlicb wirtschaftliche “-־Gesichtspunkte für׳ die Be- Siedlung maßgebend sind. Umso wesentlicher ist es, daß nunmehr Agudas Jisroel mit Hilfe der Kolonisationsgesellschaft dazu übergegangen ist, zunächst auf ,.dem Boden von Machaneh! Jisroel mit aller Entschiedenheit dafür Sorge zu tragen, ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Kolonisierung von zunächst 1800;Dünäm Land vorzunehmen. Hievon sind im Laufe dieses Wirtschaftsjahres bereits 1000 Dunam mit Getreide bestellt worden und es besteht die Absicht, von diesem Zentrum der Besiedlung aus immer weiter in Machaneh Jisroel so vorzugehen, daß entsprechend dem bewirtschafteten Boden die Zahl der Arbeiter vergrößert wird, nicht aber Arbeiter angestellt werden, so lange nicht die Garantie iür die Dame Modenpalais Julius Krupnik Wien, VII., Kaisersfrafje 111*113-115 Telephone 32-4-62, 34-4-29 Anerkannt größtes Speziolhaus Oesterreichs dafür gegeben ist, ihnen dauernde Beschäftigung zu gebe«. Die Aktiengesellschaft, welche von den Herren Dr. Emil Hirsch-Halberstadt, Isaac Nußbaum-Halberstadt, Leo Wreschner-Frankfurt am Main und Julius Hollander-Fräukfurt am Main mit 20.000 Pfund Kapital gegründet worden i$t, hat erfreulicherweise für zirka 20.000 Mark weitere Aktien im Laufe der letzten Wochen abgesetzt und ist nunmehr bestrebt, überall weitere Interessenten1׳ zu gewinnen. , Für. die Kolonisierung des übrigen Bodens ist nätürlieh eine Stärkung des Keren Hajischuw notwendig. Der Keren Hajischuw ist inzwischen auch, offiziell in London eingetragen; worden. Das ‘,in London heräusko'mmende Bulletin bemerkt hiezu folgendes: ■'■■■■•;; - - ■־׳•• ׳ ״Keren Hajischuw, eingetragen im Somerset Hoiise. Der K ere n H a j i s c h u w, das finanzielle In* strument der Aguda Weltorganisation. für das PalästinajAufbauwerk ist jetzt als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Somerset; H<?use, London, eingetragen worden. Sie kann als erste Gesellschaft angesprochen werden, welche, in ihren gesellschaftlichen Bestimmungen klar zum Ausdruck bringt, daß sie ihre Tätigkeit im Geiste des orthodoxen Judentums ausüben wird. Im Falle der Liquidation oder Auflösung sind alle Aktiva der Gesellschaft dem Zentralrat der Agudas Jisroel Weltorganisation als- -dann offiziell zu übertragen. An dem Tage der Eintragung der Gesellschaft veröffentlichte die ״Westminster Gazette“ in London ein Interview mit einem der Direktoren des Keren Hajischuw, Herrn H. A. Goodmann, welcher;darauf hinwies, daß die Gesellschaft gegründet wurde, um als palästinensisches Finanzinstrument der Aguda Weltorganisation zu fungie/en, die aus religiösen Gründen nicht; mit den Methoden übereinstimmt, welche die zionistische Organ!- sation in Palästina anwendet. Die anderen Direktoren der Gesellschaft sind Herr Dr. S. Ehrmann-Frankfurt am Main, Direktor der Palästinazentrale der Agudas Jisroel, und Herr H. Kruskal. Die Unterzeichner sind die führenden Agudisten für Europa und Palästina.“ Es gilt nunmehr, für die wirtschaftlichen Arbeiten der Agudas Jisroel den Keren Hajischuw in allen Landes- Organisationen möglichst zu stärken, einmal durch Auf- Stellung und Verteilung der Keren Hajischuw-Büchsen, andererseits durch Beiträge für den Keren Hajischuw. Die Direktoren des Keren Hajischuw haben beschlossen, daß in den nächsten zwei Monaten 50.000 Mark gleich 2500 Pfund für den Keren Hajischuw aufgebracht werden müssen, damit dieser instandgesetzt ist, seinen notwendigsten Ver- Pachtungen nachzukommen. Die Notwendigkeit, das agudistische Schulwerk in Palästina zu erhalten und zu fördern, hat erfreulicherweise im Verlauf der Berichtsperiode sich in immer weiteren Kreisen Eingang verschafft. In Wien, Berlin, Antwerpen, Zürich, Düsseldorf, ln dar ganzan Welt ־ HAK SCHIFF sind die Wien,!., Käfntnefi'iug 6,Tel. 51-3-62 0 KltinifllllHUlHtmtlllllllllHmitmillllUmiima gegenüber dein Hotel Bristol KtllltlltüHlllliptlHlllllHiliiiHhllKflliti» wo man p e r Q c k e n und Transformationen' trotz der gediegensten Qualität und sorgfältig***11 Ausführung zu billigsten Preisen Ril

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