Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 1 (7.1.1927)
- Date
- 1927-01-07
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 JÜDISCHE PRESSE. Nr. 1 reiche Tätigkeit der Organisation im einzelnen skizziert. Er ist glücklich, an diesem großen Werke seinen Anteül zu haben, bittet aber, unter allen Umständen von seiner Wiederwahl ab- Zusehen. Unter dem Drucke dieser Tatsache stellt Oberrabbiner T a n n e n b a 11 m (Moldava) den Antrag, die Versammlung möge von dem Ausscheiden Oberrabbiner H i r s c h 1 e r s aus dem Präsidium mit Bedauern Kenntnis nehmen und ihm für die u nvergänglichen Verdienste, die er sich um die orthodoxe Landes Organisation als Vizepräses erworben .hat, Dank und Vertrauen a u s s p •r e c 11 e n. Die Versammlung nimmt diesen Vorschlag unter Ovationen für Oberrabbäner Hirschler e i n s t i mm i g an. Man schreitet zur Wahl, ln wenigen!Minuten sind die Stimmzettel abgegeben. Die Zusammenzäh- Jung'. ergibt eine große!Majorität für Herrn D. H. Ehrenfeld (Stirany). Der A l׳t e r s p r ä s e s verkündet das Resultat und knüpft daran gute Wünsche für das Wirken des neuen Vizepräses in dem Amte, in das ihn das Vertrauen der Gemeinden einsetzt. Herr Ehrenfeld dankt für die Wahl und das Vertrauen, mit dem ihn die Landesorganisation auszeichnet, und hoff, daß es ihm gegönnt sein wird, zum Wöhle des Judentums להרמת קח התוה״ק zu wirken. Olberrabhiner Sam. Reich (Vrbove) beantragt hierauf, die Versammlung möge dem Sekretär der Landeskanzlefi, Herrn!Schwär z, und der Beamtenschuft für ihre opfervolle Tätigkeit Dank und Anerkennung votieren. Der Vorschlag ׳wird beifällig angenommen. Die Landesrepräsenfanz. Die Kandidierungskommisison legt sodann die beiden Listen der Kandidaten für die Landesrepräsentanz vor. Auf der einen Liste sind die Namen von 50 -Rabbinern, auf der anderen 80 Nichtrabbiner verzeichnet. Es sollen hievon 25 Rabbiner und 40!Nichtrabbiner in die Landesrepräsentanz gewählt werden. Erstere werden ausschließlieh von den Rabbinern, letztere von der ganzen Ver- Sammlung gewählt. Von privaten Gruppen werden auch hiefür verschiedene Wahlzettel unter den Wählern verteilt. Das Skrutinium der abgegebenen Wahlzettel nimmt wegen der vielen Namen mehrere Stunden in Anspruch, obgleich die erste Zählung sofort eine größere Majorität für eine einheitliche Liste erkennen läßt. - Schlußsitzung. Oberrabbiner Ungar gibt das Resultat des Skrutiniums der Landesrepräsenlanz bekannt. Demnach erscheinen als gewählt: Rabbiner: Die Herren Oberrabbiner Akiba Schreiber 1(Bratislava), :Oh. N. Halberstam (Bardäov), Reich Batokesi), Josua Buxbaum (G a 1 a n t a), Binjamin -Seidel (Galant a), J. iHorovitz (Huncovce), Simon Lebovitz (J0ka), Salomon Brach (K 0 s i c e), Grünburg (K e s m a r 0 k), Israel Braun (L i p j a n y), Simon Ehrenfeld (M i c h a- 1 0 v c e), Simon Hirschler (M o d r a), Moses Tannenbäum (M 01 da va), Josef Tigermann (Nove Za m ky), Aron Katz (׳Nitra), Schillern Halberstam ־ (Stropkov), Leopold Spitzer (Spisske Podhradie), M. Strasser (Sala n. V.), M. S. Herzog (Stupav a), Frey (S u ran y), Mendel Tannenbaum (Turna), S. D. Ungar (Trnava), A. Weiß (Tapolcany), Josef Äbeles (V e 1 ky Sar 1 uhy), Samuel Reich (Vrbove). Nichtrabbiner: Die Herren Jakob Adler (Nitra), Adler (V. Sarluhy), Josef M. Bernfeld (Topolcany), Gaspar Bineth (Nove-Zaniky), Braun (Cus), Israel Braunhut (Bardiov), Simon Ehrlich (Kosice), Samuel Eichner (Spisske Podhradie), Geza Friedländer (Sered), Markus Fürst .,(Bratislava), Salomon Garfein (Bardiov), Salomon Gellei (Topolcany), Salomon Groß (Trnava), Juda Grünwald. (Bratislava), David Halle (Trnava), David Händler (Lipiany), N. C11. Horowitz (Bardiov), Ignaz Kalisch (Galanta), Ignaz Katz (Senec), David Kaufmann (Krompachy), Josef Klein (Helmec), Josef Kohn (Bardiov), Lippmann Kolm (Nitra), David Koth (Bratislava), David Krauß (Bratislava), Rudolf Löwy (Bardiov), David Neuwirth (Presow), Isidor Pappenheiim (Bratislava), Leopold Paschkusz (Dunajska Streda), Wilhelm Raab (Kolta), Dani Rosenbaum (Bratislava), Hermann Steiner (Nitra), Elias!Stern (Komarno), Ignaz Stern (Galanta), Jeremias Stern (Piestany), Harry Ullmann (Zabokreky), Markus Weber (Stupava), Leopold Weiß (Nitra), Ludwig Wdesenberg (Kosice), Wilhelm Willner (Plawnica) und außerdem fünf Rabbiner und zehn Laien als Ersatzmitglieder. Nach Verkündigung des Wahlresultats spricht Alterspräsident Oberrabbiner Tigermann den Mitgliedern der Kandidierungskommission fiir ihre mühevolle Arbeit den Dank aus und erklärt damit die Tagesordnung der Delegiertenversammlimg als erschöpft. Landespräses Oberrabbiner Weber ergreift hierauf das Schlußwort. Er dankt zunächst dem ehrwürdigen Alterspräsidenten für die sachkundige und korrekte Leitung der Versammlung mit dem Wunsche, daß הש״ית ihm אריכח ימים geben möge, auf daß er noch lange an den Versammlungen der orthodoxen Organisation zum Wohle der Gesamtheit mitwirken kenne. Der Redner spricht dankerfüllt in Worten der Wertschätzung und der Anerkennung von dem Ausscheiden seines nächsten Mitarbeiters, des bisherigen Vizepräsidenten Oberrabbiner Hirschler, mit dem er die letzten Jahr Seite an Seite für die Interessen der Orthodoxie gekämpft hat. Er gibt unter den Beifallskundgebungen der Versammlung der Hoffnung Ausdruck, daß Oberrabbiner Hirschler seine wertvolle und bewälnte Kraft auch weiter den Angelegenheiten der orthodoxen Organisation zugute kommen lassen möge. Besonderen Dank sagt er dem Sekretär unc den anaeren Mitarbeitern sowie den jungen Leuten der Preßburger Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, die sich der Delegiertenversammlimg als Ordner zur Verfügung stellten. In feierlicher Stimmung schloß die dritte Delegiertenvcrsammlung der orthodoxen Konfession in der Slowakei. Zionistische Lfigenberichte. Für die zionistischen Zeitungen unseres Landes ist der schöne Verlauf und das gute Resultat der orthodoxen Landesversammlung in Trencianske Teplica ein herber Schlag. Da füttern sie jahrelang ihre Leser mit Hetzartikeln und Beschimpfungen der orthodoxen Führer, da tischen sie ■ihnen noch in den letzten Nummern allerlei Gefasel auf von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der Geschäftsführung des bisherigen Präsidiums und am Ende — diese allgemeine Verehrung und Begeisterung und die einstimmige Wiederwähl! Diese -dienstfertigen!Preßorgane einer Bewegung, die einst im Zeichen eines, wenn auch falschen, aber subjektiv gutgemeinten Ideals an das Judentum herantrat, bringen den Mut nicht auf, jetzt — da sie vor aller Welt und vor ihren eigenen Auftraggebern entlarvt dastehen — vor ihre Leser mit dem klaren Bekenntnis ihrer Schuld hinzutreten: ״Wir haben euch sechs Jahre hindurch getäuscht und aus agitatorischen und parteiegoistischen Gründen irregeführt.“ Sie machen vielmehr verzweifelte Versuche, ihr Lügengewebe auch nach der Teplitzer Tagung weiterzuspinnen und ihren Lesern gegenüber die hochwichtigen Entscheidungen'der Delegiertenversammlung als belanglos hinzustellen. Schon ihre ersten Berichte über dies$ grandiose Offenbarung jüdisch-orthodoxer Gesinnung strotzen von einer -Menge -solch faustdicker, alberner Unwahrheiten, daß man nicht weiß, soll :man mehr über die Verwegenheit der Schreiber oder über die grenzenlose Naivität der Leser staunen, denen man solchen Kohl vorzusetzen wagt, obgleich hunderte Augen- und Ohrenzeugen (darunter auch einige parteitreue Zionisten aus -Kesmark, Secovce und Bratislava) entweder,;als Delegierte. oder als Gäste ' von Anfang bis zu Ende׳ .äii der Tagung Teilnahmen, die Wahrheit genau kennen und sich wohl nicht scheuen wiirden, sie auch einzugestehen. Die Redakteure dieser zionistisehen Zeitungen hätten bloß ihre eigenen Gesinnungsgenossen zu befragen brauchen, um sich Gewißheit darüber zu beschaffen, wie wenig sie mit den Lügen, die sie so viele Jahre unausgesetzt in allen Tonarten und in den mannigfaltigen Spezies praktiziert haben, bei den Orthodoxen erreicht haben, und um endlich einzusehen, wie lächerlich sie vor jedem Klarsehenden erscheinen müssen, wenn sie auch nach der dritten Delegiertenversammlung der orthodoxen Gemeinden an ihrer bisherigen Fiktion vom bevorstehenden Zusammenbruch der Orthdoxie festhalten wollen. Das orthodoxe Judentum in der Slowakei hat wahrlieh andere Sorgen, als sich um alle Unwahrheiten zu kümmern, die von den zionistischen Zeitungen jetzt wieder im Zusammenhänge mit der Teplitzer Tagung verbreitet werden. Auch wir haben keine Lust, jede zionistische Lüge hier festzunageln; es gibt deren jederzeit neue in Hülle und Fülle direkt vom Produzenten beziehbar. Einige Kostproben dürften für lange Zeit genügen. Die zionistische ״J :ii ׳d. Volkszeit.u n g“ allen voran, die hochoffizielle Geistspenderin für die jüdischen ״Nationalisten“ in der Slowakei, hat einen ״Spezialberichterstatter“ zur Versammlung entsandt. Dieser ״Spezialist“ unter den zionistischen Erfindern beginnt seine ״Berichterstattung“ mit folgenden ״wahren“. Sätzen: ״Im Saale des Grand Hotel herrscht Chaos. — Die Stimmung ist eine erregte und oft und offen sind Worte der Unzufriedenheit vernehmbar. — In der Verifikationskommission ist die Unordming noch mit Terror gepaart u. s. w.“ So arbeitet nur ein ״Spezialist“ der ״Volkszcitung“! Nun höre, du lieber zionistischer Leser, deinen ״Spezialberichterstatter“ weiter: ״Die für präzise 2 Uhr nachmittag anberaumte Tagung beginnt pünktlich um 4 Uhr 30 Minuten unter fei erlieh er Assistenz eines Gendarmerieaufgeb 0 t e s, das auch einige Plätze am Präsidium besetzt hat und während der ganzen Tagung über den Saal verstreut i s t.“ Die Zionisten scheinen ein besonderes Auge zur Erspähung von Gendannerie zu haben. Wer von den Zionisten, die in Teplitz waren, hat also während der Tagung auch nur einen einzigen G en darmen im Grand Hotel oder in seiner Umgebung gesehen? — Wem das noch nicht genügt, lese ein Stückchen weiter den genauen Bericht über die Wahl des Präses: ״Ein großer Teil (!) von ihnen (den Delegierten) weilt gerade beim Nachtmahl (ausgerechnet damals!), da stürmen einige (!) Delegi erte in den Beratungssaal, und Herr Weiß aus Nitra (er ganz allein!) stellt den Antrag, die Aufstellung der eben gewählten Ka n d i d i e r u n g s k 0 m m i s s i 011 a 1 s überflüssig zu betrachten und einfach Herrn Oberrabiner Koloman Weber per Akklamation zu wählen. — Aus einigen (!!!) Kehlen tönt ״Masel tow“ und die geradezu klassische Wahl ist vollzogen.“ Diese Pröbchen aus der ״Volkszeitung“ dürften für eine Weile reichen, denn der famose ״Spezialberichterstatter“ sah und hörte alles dies mit eigenen Augen und eigenen Ohren, und wenn wir genau nachprüfen, wird er am Ende gar noch in eigener Person — zugegen gewesen sein wollen. Das neue Bruderorgan der ״Volkszeitung“, das ״J ii d. F a m i 1 i e 11 b 1 a 11“, das sich ihr bisheriger Redakteur unter einer unverfänglichen Koscher-Marke separat geschaffen hat, weiß schon jetzt ganze 16 Zeilen über die Tagung zu sagen. Darunter folgende ״wahrheitsgetreue“ Mitteilung: ״Mit Außerachtlassung der Wahlvorschriften' wurde der bisherige Präses, Herr Oberrabbiner Koloman Weber, Prestany, wiedergewählt.“ Glatt ״wiedergewählt“. Das klingt einfach und unschuldig!Aber noch eine kleine Nachricht enthalten diese 16 Zeilen: sie lautet wörtlich: ״Wie wir aus unbedingt verläßlicher -Quelle erfahren, wurde dem bisherigen Vizepräses der Organisation nahegelegt, auf eine Kandidatur zu verzichten, weil1 sein Referat über seine Reise in Erez Jisroel zu freundlich׳ ausgefallen ist.“ Daß an dieser Mitteilung nicht ein! Wort wahr ist, braucht nicht erst gesagt zu werden. So sehen aber die ״unbedingt verläßlichen Quellen“ des zionistischen Nachrichtendienstes aus! Sollen wir diese schöne Blütenlese zionistischer Berichterstattung über orthodoxe Dinge fortsetzen und uns auch noch etwa mit dem Lügenberichte des ״Z s i d 6 N e p 1 a p“, des ungarischen Organs unserer Zionisten, beschäftigen? Vielleicht ein anderesmal — zu Purim! Hunkacs-Belz, die slowakische Ortho•' doxie und die — Zionisten. Die Tageszeitungen sind eine schwere Sorge dieser politisch höchst uninteressanten Zeit glücklich los: sie haben ihre Sensation! Sie füllen ihre Spalten mit grausigen und gruseligen Schilderungen . von Schauderszenen, die sich in der Munkacser Synagoge anläßlich der Verkiindung eines angeblichen Chcrems gegen unbekannte und unbestimmbare Personen durch einige Mitglieder des Munkacser Bes-Din abgespielt haben sollen. Wie dies bei solchen Dingen in der Regel der Fall zu sein pflegt״ wird alles maßlos übertrieben, um die Sensationslüsternheit der Leser anzustacheln und in überlegenem Tone religionsge^et-zlich genau normierte;Institutionen des Judentums als die Schrecken des ״finsteren Mittelalters“ hinzustellen, die in die gesegnete Neuzeit hertibergenommen wurden. Wir haben es stets abgelehnt, uns in derartige Tagessensationen einzuschalten und würden auch diese unerquickliche Angelegenheit nicht einer Erörterung würdigen, wenn die Journalisten der zionistischen Propaganda sich nicht so eifrig bemühen würden, aus ihr in ihrem Kampfe gegen das religiöse Judentum ■und besonders gegen d -i e orthodoxe Landeskanzlei und die orthodoxen R a bb i n e r in der Slowakei politisches Kapital zu schlagen. Ignorantentum und skrupellose politische Frivolität vereinigen sich -in ihren Artikeln, um d i e klare und feste Stellungnahme der Ortho- ■doxie gegen die Ideologie des Zionismus und gegen seine r e I i g i o n s w i d r ii g e n B e s t r eb u n g e n in Zusammenhang oder in eine Linie zu bringen׳ mit den Vorfällen in Munkacs. Ein zionistischer Artikel- Schreiber im ״P rase r T a g b 1 a 11“ und eine ״autoritative Seite“ in der offiziellen zionistischen ״Selbstweh r“ sehen jetzt offenbar den Zeitpunkt gekommen,, um dem zionistischen Denunziantentum gegen die Orthodoxie vor Behörden und Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Das wird ihnen nicht gelingen! Wir werden nächstens auf diese Machenschaften zuriiekkommen. _ Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Topolcany. Wir erhalten aus Topolcany den nachfolgenden Bericht über die■ Jahresversammlung der'in anerkennenswerter Weise zur Stärkung der jüdischen Gesinnung in den Kreisen der Jugend wirkenden Agudas Jisroel -Jugendgruppe: Am מוש״לן 3' ויחי hielt die A g u d a s Jisroel- Jugendgruppe bei großer Beteiligung der Mitglieder ihre VI. ordentliche Generalversammlung ab. Präses Herr׳ . Paul Link eröffnet die Generalversammlung und konstatiert mit Freude, daß die Tätigkeit im verflossenem Jahre segensreich war. Er weist auf den schönen morali- •sehen Erfolg der allabendlich stattfindenden Schiurim, in zwei Gruppen geteilt für Anfänger und Fortgeschrittene unter der bewährten Leitung der Herren H. K o r 11 f e i n, H. Friedman 11 und H. Trotzer wie auch aut die!schönen Schabos Schiurim, die von Baale Batim und Mitgliedern vorgetragen werden, hin, spricht sämtlichen Vortragenden den innigsten Dank des Vereines aus und! zollt Anerkennung der Frau Rabhiner Schlesinger für das Lokal, welches ■sie seit Jahren in selbstloser Weise־ ■dem Vereine, zur Verfügung stellt. In finanzieller Beziehung ist es den einzelnen Sektionen durch intensive Tätigke!it gelungen, schöne Summen äufzubringen und ihren Zwecken zuzuführen. U. a. gelang es der Erez Jisroel- Sektion in diesem Jahre in Erez-Jisroel weitere zehn1 Dunam Boden anzukaufen und auszuzahlen. Die Jugend-• gruppe Topolcany hat soihit in Erez Jisroel 20 Dunam׳ Boden grundbuchlich auf ihren Namen eingetragen und ein; jedes Mitglied des Vereines hat an diesem Anteil. Das. Gesamtbudget 1beträgt triotz der schlechten Wirtschaftliehen Verhältnisse 30.000 tsch. Kronen. Nach Verlesung der einzelnen Bilanzen wird zur Wahl geschnitten. Bei dieser und der darauffolgenden konstituierenden Sitzung, werden folgende Herren gewählt: Präses: Paul Link; Vizepräses: Samu J. Bernfeld; Kassier: Ludwig. W e i 11; Kontrollor: Eugen Schlesinger; Schriftfiihrer: Arnold W e!i n r e b; Ausschuß: David Wohlstein, Ladislav Steiner, Max S c 11 r ö 11 e r, Moritz L i 11 k, Aladär D i a m a n t, Samu A. B e r 11 f e 1 d, Martin 'Körnlein, David W e i s z, Jakob Reif, Eugen Friedm a n 11, Vilmos B e r 11 f e 1 d, Szilärd K o 1111, Isidor B ii c 11ler, Leopold Rosen borg. Nachdem der Präses die Mitglieder ersucht, auch weiterhin für das Wohl des Vereines und des Klal Jisroel segensreich 1 zu wirken,, schließt er die Generalversammlung. Genieindewahl In Sala n. V. Bei der am 26. Dezember in Sala n. V a 110 in stattgefundenen Wahl des Gemeinde- Vorstandes gingen folgende Herren als gewählt hervor: Julius Kolm an (Präses), Moritz Donath und Simon G a n s 1 (Vizepräses), Simon Kalisch (Kassier), Desider M e 11 s c h e I (Kontr.), Wilhelm R e i c 11 e 11111 a 1 und Bern. Salamon (Tempel vorst.), David Donath, Wilhelm G o 1 d s t e i 11, Nikolaus Jung und Robert Kalisch (Repräsentanten). Betrügerische Sammler. Wir werden um Veröffentliehung der nachfolgenden Mitteilung gebeten: ״Von kompetenter Quelle wurde in Erfahrung gebracht, daß in der oberen Slowakei (Ruzomberok) zu gunsten׳ des Sereder Tempelbaues 2 Herren Spenden sammeln. Der israelitische Tempel in Sered wurde vor 2 Jahren aus eigenen Mitteln der Gemeindemitglieder — daher ohne Hilfe fremder Spenden — komplett hergestellt, somit das gewagte Unternehmen dieser 2 Herren vollkommen unbefugt ist. Es wird daher ersucht, bei Ausübung dieses Unfuges diesen zwei Herren die Schriften abzuiiehmen und dieselben einer־ nächsten Polizeistation zu übergeben.