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Jüdische Presse · 1926-09-22 · 39-40 (22.9.1926) · p. Seite 278

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
39-40 (22.9.1926)
Date
1926-09-22
Page
Seite 278 (sequence 8)
Language
German
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 39 40 Seür278 treue und Neolögre iit das Gebiet des ״Fortschritts‘׳!verlegt wird. Dr. Stein sagt einleitend: ,*Wir sind eine fortschrittliche Gemeinde und das 'wollen wir auch bleiben. ■Mit dieser Tatsache muß sich jeder abfinden, der ,in irgend einer Beziehung zu unserer!Gemeinde steht.!Aber,, dies schließt nicht aus, gute Juden zu sein. £ i h e 11 U n t e r s c hie d; z w!i s ehe n Orthodoxen und iNeölogen muß es ja ge ׳be n, sonst wäre es sch ad e, in zwei R i c htuirseir g.eteiLt zu sein. Der Fortschri11 ■darf aber fcerihteo Zweck1 bilden, sondern!nur eine Möglichkeit für jene, die sich zu allzu konservativer Auffassung und zu allzu strengen!Formen der 1R e I i g i ö n s a u siibung nicht verstehen können. I c h möchte es gerne den!Herren der andere n R ich- ■t 1111g b e i b r i n g e n , daß wir ebenso gute , Juden sind und daß wir uns auf einer!Plattform finden müssen, wo es sich um Sachern des ganzen Judentums handelt.“ Orthodoxie und!Neologie sind demnach nach Dr.. Stein gle'ichgcartete Gemeinschaften, die in den Fragen der!Gesamtheit Hand in Hand Vorgehen könnten. Eine Minute später blitzt aber schon der Geist einer ganz anderen Sphäre hervor, wenn er in bezug. auf den Ausgang der Parlamentswahlen ganz in zionistischem Tone ausruft: ״Aber als Juden müssen wir es schmerzlich empfinden, daß wir und einzig wir keinen Vertreter im Parlament haben.“ Haben denn die Neologen anderer Länder als refliiugiiöse Gemeinschaften׳ Vertreter ain den Parlamenten? Bewegt sich eine!Neologie, die es bedauert, ״daß man!bei einer so schwerwiegenden Frage nicht das ganze Judentum heramzog'‘ (dieses ״man“ ist oharakteris tisch!)/ nicht ganz im (zionistischem׳ Fahnwasser? Liest man aber, was der Präses der Preßburger Neologengenleinde über den Zionismus ais imierjiidischc!Bestrebung ■zu sagen weiß, sieht mäh ganz deutlich den Geist einer 11 e 11 e n Neologie am Werke, den!Riß mit dem historischen Judentlim' noch ■mehr ■zu erweitern und auf der' anderen Seite Sympathien anzubahnen, die auch slowakische!Neologie zur Mitwirkung an dem Abfall der!jüdischen Gesamtheit von ihren •bisherigen!Lebensaufgaben aufruft. Dieser!neue zionistische!Geist in der Neologie kommt vorläufig noch ein wenig gewunden in folgenden Sätzen zum Ausdruck: ״Unsere Gemeinde als solche ist weder zionistisch noch a n t ■i z i 0 n i s t i s c h, ,weder j ü di s c h n a t i 0 ת a 1 ■noch anti national lu n d f r a g e 11 wir auch n i c h t, w e 1 c h e r G c- ■s i n ji u n g ■unsere!Mitglieder nach diesen (R i c h t u n g e;11 h i ti s i n!d.“ ״Daraus, daß unsere Gemeinde nicht •zionistisch i s t, m ö g e niemand folgern, daß wir Geg,n».r des Zionismus sind oder sein s 011 e n. D >i e s würde uns ebenso wenig oder noch viel weniger!zustehen als das , Gegenteil. Einer!jüdischen!Bewegung — lind der!Zionismus ist eine so mächtige, wie sie die Geschichte nicht viele aufzuweisen hat ■— einer jeden jüdischen Bewegung hat ein jeder Jude, selbst wenn er an und in derselben nicht teilnimmt, wohlwollend gegenüberzustellen und in erhöhtem Maße besteht diese Pflicht für eine Ge-!meinde, die in ihrer verfassungsmäßigen (Neutralität nie so weit gehen darf, auf die •gewiß von edelstem Wollen getragenen Absichten •eines großen Teiles des Judentums herabzusehen oder!gär hemmend zu wirken. Würden wir dem Zionismus nichts anderes verdanken als das 1A u f 1 e. b e n unserer!Sp rache, die!Vertiefung unseres!R e 1 i g i on.s g ef ü.11,1 e s ■u!nd das intensivere jüdische Denken ■unserer!Jugend: cs wäre ■genug, .diesem mächi'tigein׳ Best reiben •vollste Sympathie entgegenzubringen . . .“ Es •sind ■also nicht •tiefe!Ideen der religiösen Weltanschauung oder •theologische Erwägungen — von denen ■mein zweiter Artikel erschöpfend handelte — ■die unsere Neologie in ihren Entschließungen bestimmten, sondern!lauter kleine Dinge des täglichen Lebens. Aber auch ■diese scheinen ׳auszureichen, •eine Wandlung •in ihrer Einstellung zu den großen Problemen des Judentums unserer •Zeit herbeizuführen. . , Weshalb?!Die tieferen, in ihnen unbewußt wirkenden Motive! haben wir im einzelnen dargelegt. C i v i s J u d a e u s. Der jüdischen Frau aus der Seele. Vorbemerkung der■Redak't'f0!n: Das Verständnis für Idle ■Gedankenwelt 'der , Agudas Jasroleil1 vertieft sich immer mehr in: den Kreisen׳ ,׳die ibefiiriilen halben, daß die Wiederh'er- •ste5iun!g iind׳ Re,aktivier ums der jüdisehen Gesamtheit als Volke «; der T1110 r a u n d• d׳!e r M •i!z w o t h das dringendste Gte^ , ibot der Stunde Hst. •Einige Monate zielbewiußtier Tätig-! 1 ■׳ keit der!Agudas Jisroel-Frau enun d Mädchengnuppen im Prcß'biufg lliat genügt, ׳ .. um •in .. den lange gentug vernachlässigten .unld sich , selbst iübeallaissenen!Herzen der xdigiösen! jüdischen׳ Frau, •eine Ahnung auf tauchen zu lassen, von dem Großen,. Schönem ■und . wahrhaft Jüdisohien, das ■unsere Aguda'!erstrebt. Der in uns»erer Rosdh-Hasctonoh-, Nummer veröffentlichte Bericht aus der Feder einer ' Dame übar die ersten! Monate der Frauen- und Mädchengruppe. •in Preßburg veranlaßt© eine andere Dame, gleichfalLs,!ein aktives Mitglied der Preßburger Gruppe, im )folgenden■ Aufsatz einige!Gedanken niederzuschreiben!, dfe die Aguida-Arbeit in ׳ihr ausgelöst hat. Wir׳ über gehen) den׳ Aufsatz dier Oefferttlichkeit in der. Uefoenzeuigaing, daß die ZaWl der jüdischem Frauen und Mädchen!, die׳ von• der gleichen Gestnnun® beseelt sind, G. s. (D. •immer hoch recht groß ist. Möge sich das, Bewußtsein von den großen Aufgaben, diie jdas Judentum gerade!in unseren Tagen unseren) Frauen und1 Töchtern auferlegt,!immer mtetir Bahn breclhen und das nun beginnende Wiinterhailbjahr in der Tätigkeit der Agudas' Jisroef-Frauenumö Mädchengruppe zu einem segensreichen) gestalten. Braun. - Diie ״Jüdische Presse“ brachte in!ihrer fetzten ׳Nummer einen kurzen aber in seiner Kürze genau orientierenden Beri-clit über.,die Agudas Jisroel-Frauen- und Mädchengruppe. Ich möchte mich 'in Fortsetzung dieses Themas heute ein!wenig mit dtem Innenleben, dieifi Seelenleben׳ dieses Vereines •■befastsen. Ich' dtebatiterül"ein׳§t mit ••einem Mann,' der'tor Dümmsten einer nicht war, tiber'Judenproblem und: Judemfrage. Der sagte mir, daß für die* Erhaltung unseres wahren jüdischen Menschen die Ghipttozeit die!günstigste war. Wie lächerlich!/wie einfältig ,scheint dieser Ausspruch, •ist er nlcfit wohl! geprüft, wie traurig ׳berührt tuiis!sein Sinn, haben! wir ihn in seiner Tide erfaßt.■ י י׳■'■ ׳ Bedarf der Jude tatsächlich'der ihn des Fernblickes her raubenden. .Mauern,:; iim /seinem Gotte treu •zu Nejtert? JEtedeutete das ,Fallen׳ dieser Mauern wirklich auch das Fafen des ,Sebutzwaliles. ■um unsere •hienägsteni. Gebote? ־; wfe״ sagen uns: Es gibt wohl kein Volk unter all* den Vößfcem ®«9er .(Erkte/ ^dessen;.:• Aafc8i1msf|®1ijdee4t. der des. jüdischen! Volkes ehfsprichtt Httd darauf folgt weiter die .fefchite Anpassungsart des Juden!. Derjade strebt immer, will vorwärt« und׳ übersieht in׳ ®einem!festen, •dhß (dieses ,״Vorwärts“ für ihn oft e!ic1 ״Zurück“ bedeutet; Wir lebten im Ghetto: der Jude neben dem Jaden; das g-ttilicihe Gebot war unser!Gesetz und seine re stlose׳ Erfüllung!uiister S treben. Die Mauern fielen! und• wir mischten uns unter!die Völker, sahen staunenden Auges ihre Art.!Alber noch gab es eine Scheidewand, gab ein •Etwas, das uns hinderte, den anderen! Völkern gleich zu tun; das waren unsere Gesetze1, denen! wür anhingen, den Ewigen zu ehren, und die uns in ■ihrer Strenge׳ von, allem!Unreinen und Unheiligen trennten. Wir standen! weitab von der ׳Umwelt und ihr Spott traf uns, nicht, deren! wir ■fühlten• uns groß, hoch und erhaben durch cfi'e Heiligkeit■ .in uns. Bis auch diese!Mauer fiel. Da waren! einige, die ,ihre Blicke hinüberschwleifen■!ließen! ins fremde Lager, 'ihre Sitten sahen und —!Leichten!Gemütes lernten sie von ihrer Art. Da waren andere, die die Schwere־ unserer Gesetze zu fühlen! begönnen׳ und diese abwerfend sanken sie hinab, tief, so tief, daß ■sie die Höhe nicht mehr sahen und ■diese Höhe vergaßen, bis pilötlzhch eines Tages!sie ein sehen!lernten, daß sie tief waren und das, was licht und frei, wa!s■ ׳G-ttes Höhe, war fern von■ ׳!ihnen. Das!jüdische Volk, es hat• sich In den Jahrhunderten der Diaspora mit den es umgebenden Völkern vermengt, vermischt ■und! sich Ihnen amgepaßt, ■es hat ■sich assimiliert und darob seine Herkunft vergessen. Es ]!,alt nur sich Heben! gelernt, dem Verlangen des (Körpers unbedingt geiherdhen, das •Seelische, da; ■in unserem Volke ammer so a!usgebi!lde!t gewesene höhere■ GefüMsileben, dem ■•tierischen! Forderungen uns unüerzuordnen. Und ■wieviele. Wie• traurig ■ist ■ihre große Zahl, schämen sich ihres Volkes, ihres Gattes und seiner Gebote. Immer mehr und mehr fallen ab, verwerfen! Schranken! ׳and!Grenzen, laufen iins Leben hinein׳, hemmungsil'O®, •übersehen in!ihrem zügellosen! ,Uebexmnt Hindernis und Graben, bis sie stürzen•. ׳Gebrachen an Geist und Körper erinnern sie »sich dann der längst vergangenen Tage, gedenken ihres längst vergessenen Judentums. Im goldenen Farben maiit die Erinnerung ■der Jugend frohe Tag Das gläubige Lauschen des Kindes ,zu de® Vaters ernsten׳ Lehren, das wohlige geborgene Gefühl io der kleinen! Stube, der der Schein der ׳Kerzen, die Miutters■ Hand gezündet׳, begföittet von ,ihren! from־. men Segenswünschen׳ erst die richtige ׳Weibe gab. Das Leben!!lärmt, es tobt und brandet da •draußen, Zahn!in׳ Zahn greift ■die Arbeit der (Menschen und׳ der Mensch wird! selbst nur ein Rädchen an der großen Maschine zur ׳Erhaltung des Steins. Doch wehe■ und tausendmal wehe dem Menschen, dlem Juden, der darob •den Wieg mm Frieden! veril'iert, den Weg ,zu! seinem Helm, das (Riuheplätzohent. im »seiner Schalbibesstube, •der darob vergißt, daß ■Gott •den Menschen •׳nädi seinem Ebenbilde schuf! iUmd nun ׳zuriiokkehrend zum Ausgangspunkt meines Thema®, 0n unserer Aguda. ׳Ich sehie im ihr dem neuerliehen Zits ammenschlüiiß d׳es Ju1d!en:tu׳ms, ׳etnen neuen Schmtzwaäil! ■um unser höheres, wahres ׳Fühlen. Die Frauen und ■Mädchen, diie Mütter ־unseres Volkes, die Bildnerinnen ■der Empfindungen unserer Jugend, die unsere Zukam!ft beideuitefc, sie isollen ׳sieh ׳treffen),!doch! nichti m!leerem, ׳tänidellnideni Plaudern, sondern um G-t'tes Wor-t ׳zu fh!ö•re•n, 'begrieffen ■ und) diurchfühiLs׳n zu lernen. Nur so, selbst verstehend!, können sie dann ,die Kinder empfinden lehren', daß ׳G-tt io ■umis. lebt. Das (jüdische Mädchen von heute will׳ lernen und wissen. So wollen wir sie zu uns •rufen und nicht ׳warten, bis sie falschen! Rufen folgt; ,wir wollen sie bei1 der Hand1 fassen ■und sie G-ttes Wort nicht nur üben.■ sondern auch verstehen lernen, damit sie ihn ׳Liebe mit ganzer Seele, nicht aus Pietät, nicht aus ׳Gewohnheit, sondern in ׳ihr selbst nicu, geboren׳; durch unser Wort, in ihr!lebend' und weiter wachsend, für dlhre Kinder, für unsere •Zukunft. T. D. fehle in keinem Hause! ^למלג^׳ר—דודח י5א נתקיימו שמים וארץ 11 11 I TOäre die Thora nicht• j rammd und Erde |, hätten Keinen » | / Bestand I i ÜÜ!!;!!!!!:! ן Bestellung beim Landesvorstand oder direkt bei der Zentrale, Wien, II., Leopoldsgasse 26 Sind Chomezverträge stempelpflichtig? Die Frage, ob die Chonfezverträge, die vor Pessach in rechtsgültiger Form geschlossen werden müssen, der Stempelgebühren- Ordnung unterworfen seien, ist in den letzten Jahren wiederholt-.aufgetaucht,' ohne daß sie in unbezweifelbarer Weise beantwortet werden konnte. In einem kom kreten Fall würde bei einer finanzamtlichep Revision in einer Spiritusgroßhandlung ein solcher Verkaufs vertrag vorgefunden und der *Besitzer mit einer sehr hohen Stempel- »träfe belegt.- Um-׳ diese Frage endgültig aus der. Welt zu schaffen* ■wandte sich die orthodoxe Zentjralkapzjei ®n, das zuständige Ministerium wegen einer prinzipiellen Entscheidung. Das Finanzministerium in Prag hat nun dem Ansuchen Folge gegeben und auf die Eingabe der .Zentrfalkanzlei mit. Erlaß Nr. 97.256-26—V odbor vom 17. September 1926 die Chomezverträge •von den für Verkaufsbezw. Mietverträge tarifmäßig vorgeschriebenen ,Stempelgebühren befreit. Die orthodoxe Zentralkänzlei erhielt diesbezüglich folgende Mitteilung: An das Zentralbureau der aut. orth. isr. Kultusgemeinden Bratislava. Das Finanzministerium bewilligt, daß Verträge, die als Chomezverträge bezeichnet sind, durch welche die Israeliten für die Pessachfeiertage ihr Chomezvermögen gegen einen kleinen Gegenwert für kurze Zeit Andersgläubigen abtreten, nur damit sie den Religionsvorschriften entsprechen, beziiglieh der Stempelung nicht als Verkaufs- resp. Miet־ vertrage angesehen werden sollen, sondern soll nach diesen bloß eine feste Stempelgebiihr vön 5 tsch. K nach jeder Seite im Sinne Tab. 12-78 II.־b gefordert werden. Die Finanzleitung kann aber zii jeder Zeit die Erbringung des Beweises verlangen, daß die -Rückgabe zum früheren Stand nach den Feiertagen faktisch stattgefunden hat.;' ׳ Für den Finanzminister: Dr. Kosek m.' p. Es empfiehlt sich, daß Interessenten vorkommendenfalls sich auf diesen Erlaß des Finanzministers beziehen. Sefer Thora-Einweihung in Vrbove. Aus, V r bo ve wird uns ibteiricihtet:!Unsere Gemeinde war!letztem שבתשובה Zeugs einer seltenen unid!erhebenden Feier.' Unser ראב״ך Herr Rabbiner Jtzdiok Weiß weihte ein ספר תורה ei«, das er׳ sich!schreiben Ließ. An der Feier nahmen zahlreiche □יראי' ted. Schon am ער״ה begannen die Vorbereitungen, •indem die■' letzten Sättze ■i,n iilblicirsr Weise!in ׳das n״D geschrieben wurden. Die gesamte' Gemeinde wurde ■in den נסיו ת D בתי und □מניני!zur Feier eingaladen. ' Unter Beachtung altjüdischer □מנהגי wurde!sodann das ספר תורה aus der Wohnung des Herrn Rabbiners Weiß geholt׳ und!sei« ביהמר״ר feetoracht. Nach Minciha hielt Herr Rabbiner Weiß eine Gharifusüroschoh, die wegen! ■des großen Andranges im Freien, ,gehalten werden! mußte. Bei, der darauf folgenden!ע1 דת מצוד D nahmen an den festlich! ■geschmücktem und׳ reich gddeokten Tiscliem ebenfalls zahlreiche יראים!teil. Die eineinhalb- »tün'dige Magidusredte •des Herrn Rabbiner Weiß. i:n 1di»e er in Hinblick auf den! bevorstehenden יו□ הקדוש ■ergreifende דברי מוסד flocht, sowie die guten Wünsche, mit denen! er seine Reidte schloß., übten »einen׳ tiefen Eindruck aus. Mismorim und! chassidiscbe. ׳Gesänge hielten׳ •die Versammelten bis! zur . Abendstunde bei1 diesem echt jüdischen! Fest beisammen. Naab Maaniw schieden sie mit ׳einem!begeisterten י h י von' einander. " n Zuschriften an die Redaktion. Wien16 ,׳. September 1936. An die verehrliche׳!Redaktion der ״Jüdischen •Presse“ . Wien, ®I, In Nr. 34 Ihres gesc'h. ׳Blattes vom 20. August a. c.r weiche ich ihleute liin 'Händen! bekam, finde ich eins ״Wärmung“. i׳n welcSier ■ein Herr Josef Vromen. Ro!ttendam, seihe angeblich!bösen Erfahr,umgen׳ mit meiner Firma mitteilte und vor dem' Ankauf des von mir vertriebenen• ,״Talmuds“ vom! Fromer- Schmätzer warnte ■Iah!möchte Sie bitten, auch mir!zur Erwiderung und Richtigstehung das Wort ׳zu■ erteilen! und die nachfolgenden ■Zeilen möglichst!bald ׳in. ,Dhrem geseih1. Blatte ׳z׳u verölentliohen: Die Darstefiung ■des' Herrn Vromen entspricht in versollte de ne 11 iPamkten nicht den׳ Tatsachen; richtig ist, daß mein Soihn Friedrich ׳Golidsteiin, ■der iim •diesem ■Falle auch! mein Ver- •treter ist, bei Herrn׳ Vromen vorsprach und! ׳ihm •den 1׳Goldschmied‘seihten Babylonischen Talmud :in der Uebersetzung von Lazar!Goldschmied anibot, welcher im acht großen1!Haibiiederbänden 700 toll. Gulden■ kostet. Diese Auisgabe war Herrn Vromen׳!zu. teuer,!so daß ihm׳ mein Sohn die Auswahl׳ von ■Fromer-Schmfczcr in einem Bande voriegte. u!nd! zwar sowohä den Prospekt als auch das von Herrn Vromen erwähnte (Reiisemuster. Aus!•beiden geht eindeutig Ihieirvor, daß es sich um eine Auswahl 'handle. Jeder Gebildete ׳(umd! nicht nur!jeder in dler jüdi:sche!n Literatur Bewanderte) weiß, daß der gesamte! Talmud ein Riesenwerk ist. welches׳ miehr als acht Foliobäude!umfaßt. Niemand kann sich! darüber fäuschen1, daß ■in - einer einbändigen lAusgaibe von! zirka 170 Föltoseiteii nicht .׳der!gesamte Talmud,, sondern nur eine Auswahl enthalten׳ sein׳ kann. Mein; Sohn hat weder versucht, Herrn Vromen׳ einen• solchen Unsinn einzureden, noch auch konnte Herr Vromen •einen Augenblick lang im Zweifei sein! darüber, daß er um den׳ Preis von 36 holl׳. Gulden die Prachtausgabe einer Auswahl erwirbt ■und nicht die Prachtausgabe icleis •gesamten Talmud1. Idi lege llhhen einen Prospekt bei׳, damit Sie sich! •davon überzeugen können», daß altes, was Herr Vromen erst •aus dem ihm gesandten Exemplar ■erfahren!halben will, bereits im ■ dieser Drucksache, welche ihm vor dem Abschluss vorgelegt!wurde, enthalten ist und in wiederholt nicht zu .übersehender Form., Daß auf dem Bestellschein ׳nur sthf: ״Der ׳Babylonische Talmud von Fromer-Sdhnitzer ■Ln deutscher!Uebersetzung“ ist wohl vollkommen gegenstandslos, weil ja der Besteilsohein erst nach dem mündlich abgeschlossenen Kauf umfienclhirieben wiird!,• also keineswegs dazu dienen kan«, den Käufer irrezuführem. Auch wird auf solclien׳ rein administrativem! Farimularen! ׳ nur .;das!Wesentliche unter. Weglassung der •dem Käufer längst bekanntem Details angegeben Das Verflagshaus, welches den Talmud von Fromer- Sdunitzer terausigpbt und welches ich vertrete', ist ein© so amgesehene Finna, daß ihr •die Verbreitung derart vollkommen aus der Luift gegriffener Unwahrheiten nicht gleichgültig■ sein kann. Die Bran׳dus‘!sche VerlagsbuoMiandliuing in Berlin, deren׳ Interesse mit!den mehligem volUkommen. parallel! laufen, wird gegen dem (Urheber ,■dieser, ehrverletoenderi Nachricihten' unabhängig von meiiner Berichtigung die geeignieten Schnitte unternehmen. •Ich erwarte von Ihrem Gerechtigkeitssinn, •daß Sie mir als einetr grundlos gekränkten und iin»!seüneir;Existenz1 gefährdeten, Wiener Kaufmann •die Möglichkeit geilen werden, auf dem' Am- ©riifif tos Herrni Vrornen m ־erwidern! ijirtd zeichne, im vorhinein, verbind'liohst■ dankend, mit vorzüglicher. •Hochachtung . Der Babylonische, Talmud, ßratidus-Veriag, Berlin •W 30.' Generalvertrefcuing, für!Oesterreich und l^uk1zessio!n!sstaa׳terv: Aois Goldstern, Wien, XV., TÄialigasse 1. *rfc ■ ■

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