Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 38 (17.9.1926)
- Date
- 1926-09-17
- Page
- Seite 269 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2629891-2630148-2630183--2364-2634233- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 38 Er mahnte dabei die jüdischen Männer und Vät׳er an ihre Pflicht, diesem Zustande unter allen Umständen ein Ende zu bereiten.!Geht es nicht anders, so sei es geboten, die g a n z e A u 10 r i t ä t u n d Macht als jüdischer •Gatte u nd jiid׳ischer Vater in die Wagschale z« werfen, und zu verhindern, daß jüdische ׳Frauen und!jüdische Mädchen ,sich auf der Straße in einer!Kleidung zeigen, die den' elementarsten Begriffen der Schamhaftigkeit und der jüdischen Moral hohnsprechen. Jede!Nachgiebigkeit der Männer Und Väter in dieser Be- Ziehung ׳sei״ eine schwere Versündigung an der (Reinheit •und dem guten Rufe des Judentums und der eigenen Familie. Vorstandswahl in Piestany. Die Repräsentanz der orthodoxen •Kultusgemeinde wählte statutengemäß folgende Herren ,iri den Gemeindevorstand: Leopold ■•Weinberger (Präses): •Ign. Vogel und Hugo Ponger ׳(Vizepräsidenten); Bern. Kohr! (Kassier): Abn. Schiller, (Karl Holzer und Sal. Großmann (Tempelvorsteher);!Siegm. ׳Urban und Mor. Singer (Beisitzer); Josef ׳Vogel, Nathan Nagel, Arnold Weisz, •Leop. Beck, und Phil. Neumann i(Steuerkommission); Siegm. Urban, Herrn. Grünfeld,!Felix iLövy, Dav. <Qu,ittner und!Karl )Holzer (Reklamationskommission);!Leo Leitner, Dav. Löwinger, Ign.!Quittner, Jul. Stängel und iLeop. Stern (Revisoren). Orthodoxer Tempelbau in!Kosice. Aus K 0 s i c c wird uns berichtet־ Am ersten Selichos-Tage wurde hier in Gegenwart einer großen ■Zahl von Gemeindemitgliedern und Gästen aus allen Bevölkerungsschichten' ׳in .feierlicher Weise der Grundstein :zum Bau eines neuen geräumigen בית הכנסת und einer ת ל מור תורה ^Schule gelegt. Das bisherige בית הכנסת, das vor 25 Jahren gebaut wurde, erweist sich seit dem Anwachsen unserer orthodoxen Gemeinde als zu klein, so daß der Neubau nunmehr zur Lebensfrage der Gemeinde wurde. Zur Freude aller Gemeindemitglieder sind die Vorbereitungen nun soweit abgeschlossen, daß an den •Bau geschritten werden kann. Die Grundsteinlegung fand im!Rahmen einer Festver- Sammlung der Gemeinde statt. Die Feierlichkeit wurde durch eine glänzende Rede des allseits verehrten greisen ' Präses!Herrn •Simon Schar man eröffnet; Darauf richtete Herr!Mor. ׳Gutt mann eine eindrucksvolle Ansprache an die Versammlung. Nach Niederlegung der ersten zehn Steine und •Unterzeichnung der in den Grundstein zu versenkenden Dokumente hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Brach die Festrede. Jüdische Schulkinder in Uzhorod (Ungvär). Aus Uzhorod meldet •man: Von , seiten der jüdischen Nationalisten und Zionisten wurde während der letzten Wochen abermals eine starke Agitation entfaltet, um die orthodoxen Eltern!zu bewegen, ihre unmündigen Kinder den Zionisten auszuliefern und;in die von den Zionisten gegründeten sogenannten ״hebräischen“ Schulen zu schicken. Auch diesmal muß ihr Erfolg auf diesem Gebiete im Verhältnis zu den großen Geldmitteln, die von den Zionisten der ganzen Welt für diesen ■Zweck hieher gesandt werden un'd in!Anbetracht des riesigen ׳Lärmes, den man hier mit diesen Schulen macht, als sehr bescheiden bezeichnet werden. Es gelang ihnen, für das •jetzt begonnene Schuljahr im ganzen 51 Kinder in die zionistische Volksschule einzuschreiben, während in die orthodox-jüdische Volks- , schule 406 Schüler eingeschrieben wurden. Einweihung eines orthodoxen Tempels in Mähr.-Ostrau. MäJur.-01s.frau. l(AJP(B.) Am 2. September d J fand in Mälhr.-Gstrau dte feletrliiclhe Einweihung!-־- des - mach orthodoxjüdischem IRiiitius erbauten. Tempelils statt Derselbe!wurde!nach den! Plänen!des Architekten Rogier von Baumeister Skorefczkii zur größten Zufriedenheit! dar Gemein,demltegfeder erbaut. Die Thorarolilien wurden!im Ifestlfohen׳ Zuge au׳s ׳der Wohnung des Dr. Max Beer vor den Tempel gebracht, .!wo •di!e .gesamte KuiltUiSgemieindeviertreitung. mit dem Präsidenten Dr. _ Adolf Hiillf am der Stpiitlze den Zug erwartete. Herr Dr.. Hilf hielt am!die Versammlung eine erhebende Ansprache.. Die Eiimweihiungs- ׳ •reden wurden ׳vom 1Herrn lOiberrafobiiner DL Spira, ׳Henrm D. Horm, Rabiblimar Dr. Baß und Dir. Färber, ׳gehalten. Dies!ist in Böhmen, Mähren und1 Schlesien der einzige orthodoxe^ Tiemipeii, •der •im den!Jeteten׳;Ja1h1rt2elh1nten!erbaut wurde.' , ״ Die rumänische Königin empfängt eine jüdische Ab- Ordnung. K1 ,a u s e ׳n b 11 •r g!(AJPB.) Die rumänische Königin ■empfing auf •ilhtrem Sommersiiiz ׳im Sizavata eine Abordnung der Zentralkanzlei •der orthodoxen israelitischen lK1ult׳usgem1eindem Siebenbürgens. ׳Die Delegation ,bestand aus dam •Kanzleilpräsidenten! ׳Obarrabbtaer Uilllmamn Bistriitz; ferner Oiberraibbiiner Sofor-Tangmill Muros und ׳Oherrabbiner Josef Fireund^oginuil Sasosc. Die Abordnung bat, ■die Königin ׳um ■Unteri3t!üilz׳u1ng der Aktion!der orthodoxen1 Gemeinden, die ׳behufs Befreiung der, Miittelischüter vom Schreiben und1 Bergiagsairfbeiten am Sabbat bei,den ׳zuständigen Behörden leiugeMibet wurde. Die Königin ließ sich über ׳die Angelegenheit eingehend ׳informieren; ׳und versicherte die Abordnung •iihnar ׳tatkräftigen •Unterstützung. . Schulfreiheit für jüdische Kinder an den rumänischen Staatsschulen. Buka rest!. 2. September. 1(J. T. A.) ■ Der ijüdisclhe Senator für B!es!sarabieri. Rabbi ZireEson, hat dem Ministerium für Volksbildung eine wohlbegründete Eingabe unterbreitet, mit dem Ersuchen, an aliien staatlichen Schulen die Schüler• und׳ Sclhiiiferimnen vom Schulbesuch an •den Sabbat-!tagen zu! dispensieren, De׳r gegenwärtige ׳ Minister für Volksbilduin©, Hfer!r Petrovici׳, hat diesem Ersu'chen■ die Billigung .erteilt und! angeordnet, daß an .allen •rumänischen Staats- -schulien die!jüdiseihen Kinder vom Schulbesuch am •den׳ Sabbattagen •׳zu befreien!sind. .Im Zirkular des Ministers Wird aber hihzugeifiigt, ׳daß die Nachteile: dies also •beeinträchtigten .Schullbiesuclhls allein die Kinder ׳zu ׳tragen haben׳, da• ׳der Nicht- Schulbesuch an •den Sabbattagen• nicht als Motiv für!schwächere theoretische oder praktische ^Leistung angeführt werden könne. I!n, ׳jüdischen׳!Kreisen hat der Erlaß des (Ministers Genugtuung amsgelöst, aber audhi die Befürchtung erweckt, daß antisemitisch gestimmte Lehrer in ׳dem Zusatz ׳betreffend die ■Ungültigkeit dies Hinweises a!ui: den Sabbatdfispens bei ungenügender Leisbung eine Handiiabe :find'en׳ ׳werden, •die Leistungen. •der jüdischen Schiiter unter dem Hinweis auf dem ׳Nichtbeisuch an den Sabbat tagen1 als schwächer izm q׳ua׳li!fizie׳ren׳. Eröffnung des Bajs Jakow-Ferienkurses in Jordanow bei Krakau. Krakau. (AJPB.) Sonntag den 19. Elul fand •in Jorr danow bei' Krakau die feierliche Eröffnung des zweitem Bajs Jäkaw-Lehr׳erinnen'kurses statt. An dem Kursus nehmen 80 Lehre!rin1n׳em ׳teil׳ ׳unter der Leibung der Damen Sarah Schenierer, Krakau, Rosi Deutschländer, Wien, Judith Rosenbäum, Frankfurt, Betty Rothschild, Zürich. Die pädagogische Oberleitung liegt in den Händen von Schulrat Dr. L. Deutschländer. An der feierlichen Eröffnung nahmen vom Kuratorium der Krakauer Bajs Jakow-Lehrerinmenausbildungsanstalt Senator M. Deutscher, in Vertretung der Warschauer Zentrale der Agudas Jisroel A. S. Friedmann, Direktor der Chawazeles- Mädchenschule M. Baurnberg, Generalsekretär •der Agudas v Jisroe 1-Frauenorgauisation, ׳ Frieden'Sohn׳, Lodal, ferner die Herren Karmel, Luxemburg, Freilich, Krakau, teil. In den Ansprachen der einzelnen Gäste kam klar zum Vorschein, welch große Bedeutung der gründlichen und! fachgemäßen Ausbildung von orthodoxen Lahre rinnen, besonders in der heutigen Zeit, zukommt. JÜDISCHE PRESSE •Seite 269 '״• o i i § § o i § o § § § § i o o § co< E»04»090mDOft0^0^Ö4»04»CM0«0a»C Telephon 74-3-36 Telephon 74-3-36 § \ i 8 8 o o o o I 8 ו o § o t o GRABEN-FRISIER-SALON § Wien. I-, Graben 12 denfTrattnerhof) Diese neueröffnete, grösste und modernste Werkstätte für Haarürbeiten u. Schönheitspflege erzeugt Perücken, Scheitel u. Transformationen, für deren allererste Qualität der internationale Meister Karl Schiroky ieder Dame persönlich haftet Unsere Einführungspreise sind sensationell billig! Ein unverbindlicher Besuch zeigt Ihnen die schönsten Bublperiicken . . von S 75 aufw. die schönsten Transformationen von S 35 aufw. dieselben mit Scheitel . . von S 45 aufw. und werden Ihnen für Reinigen, Wasserד wellen u. Reparieren Ihrer alten Perücken die billigsten Preise berechnet Wir färben auch Ihr Haar auf jede gewünschte Farbe mit Original Henne und dauerweilen dasselbe nach dem allerneuesten Mayerschen Verfahren unter!'edweder Garantie. Ein Versuch wird Sie überzeugen und Sie dem Wien, I., GRABEN 12, Tel. 74-2-26 zur ständigen Kunde machen. Bessere Wirtschaftsaussichten für die Juden in Polen. Zahlreiche große Textifabnilken! ln. Lodz;enhiidten Aufträge aus C'hima.!Indien^ Persien ׳und anderen׳ Ländern •des •Orients. Dies ׳hat!zu׳ •einer Wiederibefabuing ׳der!Geschäftstätigkeit' ,giefiührt; izaMrtefche •jetzt brotlose ׳jüdische Textilarbeiter Soden demnächst: wieder eingestellt wenden. Auch!!die TexttiilSndustriie ,im Biialiisiok und!in anderen Ortern zeigt Symptome von •Wieder־ bellebum®. Vorbereitungen zu dem Wahlkampf in den jüdischen Gemeinden des WÜnaer Gebietes. Wilma ׳(AJPB.) Nachdem im iKongreßtpolen die Vorsfcanclswablen in ׳den israelitischen Kuitmisgemeiihden bereits vor zwei Jahren! stattgefunden haben, wurde das!Recht!zur!Autonomie!!der!jüdiseihen Gemeinden in ׳den neu augesclhllossenen Gebieten׳ erst jetzt vom polnischen׳ Mfoiiisterrat anerkannt. •In Wilna und i!n!dem Nowogrodeker Kreis!hat •bereits der Wahlkampf eingesetzt. Der Kampf gegen den׳ religiösen׳ Charakter ׳der Gemeinde wird von :dem Zioniistenfühirer Dr. Wygodski!-Wlma geleitet, ün,!einer Koniferenz erklärte; Dr ,Wygodsfci•: •Da® religiöse Moment darf ntdht mehr ׳den!!ersten P׳lat!z!!in onisieren׳ Gemeinden. einnehmen. AM׳!jene,!die ti'ir einen! nut-religiösen׳■ Ctarakter■ der Gemeinde eintreten. sind‘ ׳die ScMeppfcräger des Antisemitismus und ׳der Assimilation. An der Spitze ־ der Verteidiger des a/*religiösen Charakers der!Gemieiinde istelhit Rabbi! Chaim!Ojsor Grodzonski •in •Wlilna׳. Das!Wlnaer Ralbibimat iplaint die Einberufung einer!Koniferenz, m •der alle Rabbiner, alle Vorsteher der Ge- ■meiinden und Bethäuiser״ wie alte orthodoxen. Parteien geladen wierden sollen•. Poale ’Agudas Jisroel beteiligt sich an den Wahlen zu der Krankenkasse. War׳schäm. (AJPB.) Zu!den •demnächst vorikommenden Wahlen! des Vorstandes der Aribeiiterkrankenkaisise •in Warschau hat ׳die agudfet-iisahe Arbeiterpartei Poale Agudas Jisroel eine' eigene Liste äiuifgesteM. Der Dwinsker Gaon und Agudas Jisroel. Der Dwlnsker Gaon stand im allgemeinen •dem polnischen Alltagsbetiriab fern. Doch bei■ wichtigeren Ereignissen unterließ er es nicht, seine Meinung klar ׳zum Ausdruck zu bringen. So hat er anläßlich der letzten Wahlen zu dem sogenannten Dslögiertentag der paläistinensischen Juden (Assefatäi Hanefcharim) ln einem! Schreiben sich entschieden gegen das Frauenwahlireoht ausgesprochen. Bei gleicher Gelegenheit hat ׳er •unserem •Korrespondenten gegenüber (abgedruckt in Nr. 23 •unserer Mitteilungen) seinem Unmut •darüber Ausdruck gegeben, daß religiöse Juden, trotz: des klaren Issurs ■gegen׳ ■das Fra׳uen!wahlr׳echt sich an den Wahlen!zu den Assefath •Hanifcharim beteiligen, abgesehen davon, daß!in dieser Körperschaft Männer sitzen, die der Geistesrichtung von Stephan W,ise ■und Prof. ,Klausnöi• angeboren. Bei• gleicher Gelegenheit tadelte er scharf •die •lettlähdischen׳ orthodoxen Juden, daß sie nicht energischer für den Keren Hajisc'huv und ׳ den Keren Hathora arbeiten. Neuorganisierung des europäischen Joiht-Bureaus. Infolge der nach dem Drive, einsetzenden stärkeren Tätigkeit des American Joint Distribution' C omitee ist auch׳ eine Neuorganisierung des europäischen Bureaus erfolgt. Herr D. J. Schweitzer, der an den Arbeiten des Joint bereits seit 1920 als Direktor der Finanzabteilung in hervorragender Weise beteiligt war, ist zum stellvertretenden Vorsitzenden des europäischen Bureaus und Herr Dr. Werner Senator, der gleichfalls seit vielen Jahren in den verschiedenen Abteilungen des Joint tätig ist, zum Generalsekretär des europäischen Bureaus ernannt worden. Ein Jude litauischer Generalkonsul in Amerika. Der bisherige Hauptsekretär der litauischen Gesandtschaft in den Vereinigten Staaten, Rabinlowicz, ein Jude, ist zum; litauischen Generalkonsul in den Vereinigten Staaten ernannt worden. Die Kiewer Chor-Synagoge in einen Arbeiterklub umgewandelt. Nach einem erbitterten Streit, der mehr als. drei Jahre angedauert hat, hat der Kiewer Stadtrat beschlossen, die berühmte Kiewer ״Chor-Schul“ in einen Arbeiterklub umzuwandeln. Der Beschluß wurde nun unmittelbar vor den hohen jüdischen Feiertagen publiziert. — In fast allen Konferenzen der jüdischen Arbeiter und; Handwerker wurde die Umgestaltung der Chor-Synagoge in einen Arbeiterklub gefordert, indem darauf hingewiesen wurde, daß die Arbeiterschaft und insbesondere die arme Handwerkerschaft eines Bildungshauses ermangelt und seine Kulturtätigkeit in ganz unzureichenden engen und finsteren Räumen ausiiben muß. Erst jetzt aber wurde der Widerstand der Behörden besiegt und die geforderte Umgestaltung vollzogen. Entdeckung einer tausendjährigen Thora-Hand- Schrift in einer Synagoge zu Buchara. Der bekannte Gelehrte Prof. Lurje in Buchara hat in einem bisher vermauert gewesenen Winkel der dortigen uralten Synagoge eine etwa 1000 Jahre alte Bibelhandschrift sowie andere sehr wertvolle Dokumente aufgefunden. Paris. Als Nachfolger de Jouvenels im Oberkommissariat von Syrien ist der Direktor der Afrika- und Orieritabteilung des Quai d’Orsay Ponsot ernannt worden. Ponsot gehörte der französischen Unterhändlerkommission auf der Friedenskonferenz von Udscha an. Kleine Palästinänachrichten. 910 Palästina-Immigranten im August. Im Verlauf des Monats August sind 910 Personen in Palästina eingewandert. Die Zahl der Immigranten im Juli betrug 1060, im Juni 1500. Unbestätigte Gerüchte über blutige Ausschreitungen in Jerusalem am ersten Roschaschonoh-Tag. Die Berliner Abteilung der United Press of Amerika erhielt eine telegraphische Mitteilung, daß am 9. September, demi ersten Roschaschonoh-Tag, in Jerusalem blutige Ausschreitungön von Arabern gegen Juden stattfanden, die sehr ernste Folgen hatten. Aus Anlaß des hohen jüdischen Feiertages — so lautet die Meldung — griffen Araber, Juden an, wobei drei Juden getötet und vier verletzt wurden. Palästinabesuch des Prinzen von Wales. Aus bestimmte!• Quelle verlautet, daß1 der Prinz von Wales im1 April kommenden Jahres nach Jerusalem kommen wird, um der Weihe des Friedhofs für Kriegsgefallene auf dem Oelberg beizuwohnen. Beschränktes Wahlrecht in den palästinensischen gesamten radikalen Presse mit Ausdrücken wie Verrat Stadtverwaltungen. In dem demnächst zur Veröffentlichung gelangenden Gemeindewahlgesetz ist das Wahlrecht zu den Stadtverwaltungsräten nur für solche palästinensische Bürger vorgesehen, die ,Boden besitzen oder jährlich mindestens 100 Piaster an Einkommensteuer, leisten. ׳ ׳ .! Das neue Wahlrecht in Tel-Avviw. Die konservativen! Parteien der Tel-Awiwer Stadtverwaltung haben nach den letzten Wahlen, die den linken Gruppen die Majorität gebracht hat, bei der Regierung eingeschritten, um die letzten Wahlen endgültig erklären zu lassen. Die Konservativen haben von dem Obersten Gerichtshof eine Definition des Begriffes der Steuerzahler verlangt. Nun ist endlich die Definition seitens des Jerusalemer Gerichtes: erfolgt. Diese Definition bedeutet einen Sieg der Konservativen. Nach der Definition des Berichtes versteht ma« unter einem Steuerzahler jemanden, der als Hausbesitzer oder Mieter Steuer zahlt. Es kann nunmehr nur der wählen, der ein Haus oder einen Mietskonträkt hat. Das bedeutet, daß verheiratete Frauen, wenn sie nicht zufällig selbst die Mietsteuern zahlen, daß erwachsene Söhne und Töchter, die bei ihren Eltern wohnen, . und viele andere Teile der Bevölkerung von der Wahl ausgeschlossen werden. Das Vorgehen der Konservativen, das in der usw. bedacht wird, stellt mit einem Schlage Tel-Awiw vor eine neue Situation. Die Herrschaft der Linken wird sich unter den neuen Wahlbedingungen kaum aufrecht erhalten lassen. Arbeiterdemonstraliohen in Palästina. In den letzten Tagen war Jerusalem Zeuge einiger aufsehenerregender' Skandale. Eine Gruppe von Chaluzifn randalierte in den Korridoren der zionistischen Exekutive und stattete sogar dem Gouverneur von Jerusalem einen Besuch ab. Da diese Skandale ein paar Tage nacheinander nicht zur Ruhe gekommen sind, mußte schließlich die Polizei einschreiten und mehrere Chaluzim verhaften. Jerusalem. Herr Max D e 1 p h i n e r gibt bekannt, daß er seine Seidenfabrik in Tel-Awivv Anfang September wieder in Betrieb setzen wird. Jerusalem. Wie die Palästinensische Telegraphen- Agentur erfährt, ist Major Campbell zum Gouverneur des palästinensischen Süd-Distrikts. (Jerusalem-Jaffa) •an Stelle von Sir Ronald Storrs, der bekanntlich als Gouverneur nach Cypern!geht, ernannt worden. Die offizielle Mitteilung hierüber wird in den nächsten' Tagen erscheinen., ׳׳ y ■; ׳ ־ Jerusalem. Sd!t Aüfiliären 'der Bautätlglreit w1uc,hs die Arbeitslosigkeit zusehends. Um Jiuli1926 ׳ zählte man 300 Aibeitslose, August 950, Steiptemlber 975. Oktdbelr 17־SQ, November 2000, Deizemlber 2700; Jänner 1926 . 4729, Februar 4741, März 4902, April 5667, Mai 6113, Juni 6400. In Te!l-Aw!i1w zählt man 3600, in.(Bali,fa •1500, Jeinusailem , 300 Arbeitslose. Etwa 2000 Arbaits-!lose in Te!l-Aw׳i1w sind von• der Banbnamdie.", \ ״ Von Männer ,bis Juni •1926 sind über 5000 Personen in Palästina ׳eimgieiwandart von 'denien e;bwä'T400 liii den Kolonien «mtergebraefat •wenterir konnten. , ׳' Die Ausgrabungen der dritten Mauer von Jerusalem. In Jerusalem wurde ein vollständig erhaltener Teil des' Fundaments der. dritten Mauer (Agrippa-Mauer) der Stadt in der Breite von vier Metern zugleich mit den Ruinen eines großartigen Baues aus der byzantinischen Periode, ausgegraben. Die ersten Spuren dieser Mauer, wurden bekanntlich im August vorigen Jahres entdeckt. Man bemüht sich jetzt darum, die Verbindung zwischen der dritten und der zweiten Mauer ausfindig zu machen. Zu 6 bis 7 Kindern, Anfängern in Chumisch, Raschi und eventueil Gemoro, wird Religionslehrer zum sofortigen eventuell Seman-Antritt mit 300 tschech. Kronen Gehalt nebst vollständiger Verpflegung gesucht. Zuschriften mit Angaben über bisherige Tätigkeit zu richten;an: -. ׳ . Schwarc Dezsö SIAÖ, Zupa XVIII. ־״: יסודי הסויה׳ פיעסםבו־יג ו1ו1ו1וווווווווווווו1וווווווווווווווווווו1וווו!וווווווחו11ו1!ווווווווווווווו<ר₪ . Die Einschreibung in der יסודי התורה, Bratislawa, wird אי״ה Donnerstag ב״ט תשרי und Sonntag ב׳ חשןן stattfinden. , Neue Schüler müssen um ihre Aufnahme spätestens bis א' דחוהמ״ס schriftlich ansuchen unter Beifügung ihrer Schul- Zeugnisse und ihres Geburtszeugnisses. Es wird hiermit aufmerksam gemacht, dass die Schüler, nur solche Wdhnungen beziehen können, welche ihnen von der Leitung zugewiesen werden. Vorstand der Jesode Hathora. ישיבה רטנה" פרעססבורג ₪ו!שו!ווווווווו₪וווו₪ן' דיא אייגשרייבינג אין דיא ישיבה סטנה ווירד בע״ה ביום ד׳ וביום ה׳ פ׳ נח פאן 2 אוהר נמ׳ אונד פארטזעטצונגסווייזע ביום א׳ וב׳ ם׳ לך אבענרס נאך תפלת מעריב שטאטטפינדען. דיא לייטונג