Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1926-07-30 · 31 (30.7.1926) · p. Seite 222

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
31 (30.7.1926)
Date
1926-07-30
Page
Seite 222 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2629891-2630148-2630177--2311-2634182
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 222 JÜDISCHE PRESSE Nr. 31 Einvernahme Scholom Schwarzbarths durch den Unter־ sucluingsrichter Peyre statt. Es wurden zunächst zwei Tatzeugen vernommen. Der Professor für englische Sprache in Paris, der Engländer Reginald Smith, bekundete, er sei der erste gewesen, der Schwarzbarth in den Arm fiel, als er die Schüsse auf Petljura abgab. Petljura war nach dem. dritten Schuß zu Boden gestürzt. Während er, Smith, den Attentäter festhiclt, schrie dieser, mit den! Finger auf den am Boden liegenden Petljura weisend(• ״Der da ist der wahre Mörder!“ Smith hatte sofort den Eindruck, daß es sich um eine politische Tat handelt;. Als er die Zusammenhänge erfuhr, habe er Schwarzbarth verstanden. Wenn man Tyrannen tötet, so erspart man der Menschheit viel Blutvergießen. Der zweite Zeuge, der Direktor des ukrainischen Journale ״Le Trident“ IMarion Kossenko, gab seiner Ueberzcugung Ausdruck, daß Schwarzbarth ein bolschewistischer Agent sei und im Aufträge seiner Organisation gehandelt habe. Man möge die Untersuchung nach dieser Richtung führen und werde dann die Komplizen finden. Ferner bekundete er, daß cs unter dem Regime. Petljuras keine Pogrome gegeben habe; die Pogrome wurden von den Bolschewisten und der weißen Armee .Denikins organisiert. Schwarzbarth selbst, der Kossenko. gegenübergestellt wurde, verwahrte sich energisch gegen diese Bekundungen und beteuerte, er habe mit keiner. politischen Partei, noch weniger mit den Bolschewisten in Verbindung gestanden. Und was die Pogromtaten der nationalen Ukrainer betrifft, so habe das Journal'״Le Trident“ noch kurz vor dem Tode Petljuras Artikel veröffentlicht, in denen mit weiteren Pogromen gedroht wurde. Dies bestritt Kos,־ senko, Schwarzbarth erbot sich aber, seine Behauptungen durch Vorlage, der betreffenden Nummern der Zeitung zu bekräftigen. Als Schwarzbarth durch die Korridore aus seiner Gefängniszelle zuni Verhör geführt wurde, rief eil den dort weilenden jüdischen Journalisten in jiddischer Sprache zu: ״Jüdisches Blut soll nicht mehr strafM vergossen werdenj“ Neue jüdische Professoren an der Wiener Universität. Wien, 15. Juli. (]• T. A.) Der bekannte Heilforscher Dr. Moritz Oppenheim, ein Schüler von Finger und Neumann, wurde zum ordentlichen Professor an der medizinischen Fakultät ernannt. Unter den zu außerordentliehen Professoren von der medizinischen Fakultät vorgeschlagenen Dozenten befinden sich fünf junge jüdische Forscher. Werbetätigkeit der Aguda in Deutschland. Köln. (AJPB.) Die Agudas-Jisroel-Jugendorganisation veranstaltet vom 22. bis 29. August in allen Teilen des Reiches! eine Werbewoche. Ein jüdischer Fabrikant von einem polnischen Arbeiter erschossen. Lodz, 13. Juli. (JTA.) Der CÖjährige jüdische Fabrikant Josef Dobranicki wurde von; dem' polnischen Arbeiter Jabionski durch Revolverschüsse getötet, weil er bei einer notwendigen Reduktion der Arr beitskräftc auch den Sohn Jabionskis entlassen hatte. j IM? m cliechoslo w » k e i Rituelle Speisehäuser. (Langsam und׳ schwer gebt iboi* * ׳u!nts alles von statten. Auch die allere! nagendsten, von je denn ׳Einsicibiigen als ninabwieisbar erkannten und anerkannte« Notwendigkeiten des!praktischen religiösen Löbens ׳worden nicht mit jenen* Promptili’eit verwirklicht, wie sie im Interesse einer gesunden Ent- Wicklung der!religiöse« Gemeinschaft erforderlich! ׳ist. Nicht etwa iiniiore!Gleichgültigkeit gegenüber den ,religiösen!Idealen, sonder« der Mangel a« Verständnis!für die Fraßen!der oirganisatorisdbe« Ausgestaltung unseres geseiizestreueo jüdischen Lebens, .die erst in den lenzten׳ Jahren an uns B1c!ra11getreten sirid,!ist die Quelle dieses Uabels. das als!Hemmnis׳einer jeden jüdischen Arbeit in unserem Lande empfunden (wird. Wir lassen ■es seit Jahr und Tag am ׳Versuchen aller Airt inicüil fehlen. ■di!e.!gesamte jüdische Oeffenlilidhkeit aulf die Schäden aufmerksam izu machen, ׳die aus dieser gleahimiitigen Beekttiiiing!zu den ׳großen immd kleinen ProibHemen der lebendigen jüdischen ',Gegenivvart!für den Bestand und ׳die Erhaltung der ':'eueirsten Traditionell ׳des Judentums׳ enitstellien könnten. Selten!nur habe« ־wir die .Genugtuung, berichten zu können, daß eia Schimmer von erwachender Erkenntnis auf dem Horizont unseres «jüdischen (Lebens sichtbar!wind D.a ist!die Frage!der R׳ege 1 u«!g des Kasc 1h.•111 ־ s- Wesens in den .,Beitrieben und Vierscibieißstellen von Bedarfsartikeln, ' die den religionsgeisetzlichen Bestimmungen unterworifen sind. Wie ,oft!wird in allen jüdischen Kreisen!über die gegenwärtige« imge.regelten und geradezu verwilderten ׳Zustände mit bitteren Worten geklagt! Was hÄ, ׳da alle Klage, ׳•wenn «ich־ erkannt wird, ■daß auf ׳diesem!Gebiete — wie fast. überall, wo eine Verwahrlosung oder Verkümmerung wahr zunehmen ist —־ nur •durch! z w e c k d I e n 11 c 11׳ e 0 r g a n i s atorische M,aß na 11 men׳ eine Besserung,;kerbeigeführt wenden könnte? I׳st ׳es nicht ■eine Versündigung wider ׳den; guten!Geist da ׳der religiösen!Gemeinschaft, wider den guten Glauben eines •jede« einzelnen jüdischen!Menschen, wenn all den .ber׳ecil1tigi׳e!n •Kfcngen aus Gründen, die nicht immer ׳stichhäTig sind, kein Gehör geschenkt ׳wird? Nach Hunderten zählt man die reisenden Kaufleuta ׳die Woche׳ ■um Woche den Wieg in ׳die Ferne autreten müssen, um ihr Brot an ׳suchen, und vielleicht ebensoviei oder noch mehr!junge Leute. Airbeiter, Angestellte,!besitzen keinen eigene« Haushalt uind sind geiniötig1. liai Restaurants, Speiseihäu&ern u. dgl. ׳iihne׳!Kost einzimellunen111.׳st!das Verlangen all dieser Menschen miClut berechtiigt, ׳daß ,211mindest ׳in ׳de!n ׳Orten!, ׳wo eine orthodoxe ׳Gemeinde vorhanden!ist, ׳e i. n ׳e Stelle ibaacichnot werde. ,wo unter Kontrolle und Vieran'wortiimg der!Gemeinde, bezw. des Rabbinates verläßlich כשר und mensclhetiiwiirdig saulbsr Speise und Trank verkauft werden und daß ihinen ■ein Verzeichnis dieser Speisegelegeniheiten zugänglich gemacht' wind, ,unn sie vor מאכלות אסורות zu beiwaihipelm? Ist es ei« ׳erträglicher 'Zustand׳, wenn mailt in größeren und׳ kleineren Oiriten1 ־— und izlwar gleichermaßen :111 allen Teilbu des (Landes —!sich ׳njn unzählige (Leute!wenden muß, ׳bis man ohne Umschweife eine klare Antwort erhält, otb und wo man unter g׳e!wl׳ssen- 111 ä f t ■e V K o «i r 0 ׳ 11׳e h 1׳ ׳e z u b e 1r!11 ferner 0־ r g a m e. der ׳G c m e i n d e n ib c z w. ׳d e s IR a!b ib i n a t!e s bedenkenlos sich verköstigen könne.? ־— '... Man sollte meinen, ׳es ,bedürfte nur einer Anregung nach dieser (Richtung 1h!i!n und dem Uebel!würde ,bald aibgeholfen wenden.; .'Wiir veröffentlichten‘ ■in der ״Jüdischen Presse“ bereits mehrere Artikel über ׳diese Angelegenheit. Vor wenigen Wochen kamen wir darauf ,zurück und!brachten auch das Riundlschreiben zuint!Abdruck, ■das ׳die oirfhodoxe Landes- (kainizlei: in Bratislava an ■sämtliche orthodoxe Rabbi 11ate wiegen!Belkann:gaib© der religiös verläßliche« Speisdiänser ge• richtet (hat,!Aus den Zustimmungskundgeibungan,!die an uns gelangtem, glauben!wir schließen zu dürfen, daß ׳wir in ׳mnwideirleglicüier (Weise den Nachweis für die unausweichliche Dringlichkeit!der (Lösung ׳dieser Fragt״ erbracht habe«.. In ׳der Tat war der Appell diesmal nicht ganz erfolglos. Es liegt uns bereits eine IReiihe von Antwortschreiben vor, die uns!in die Lage versetzen1, .«1k der Veröifientlichiuiiig!einer ׳ oir stell Liste vom SipeiseBiäusern izu beginnen, in denen laut f'mlform a •t 1■ o n der!z 11׳ s t ä 111 d '1 s e « o r ׳t h o d o x c n IR( a. •b b 1nahe ohne Bedenken כשר gegessen werden ׳darf. Dank den! Entgegenkommen *der orthodoxen Landeskanzlei übergeben ' wir das Verzeichnis im folgenden den׳ OeffentliCbkeit. obgleich es noch sehr unvollkommen ist: B r 2׳ z o v i c a : Salamon Gerst.1. D11 n. S11־!e d a (D. Szerdalhely): Arnold .Weisz, Gnlau.ta: A. Fischhof, Wiwie. (Herzog. 1G 1 r a 1׳ i 0 v c e: Moses Stark. H a n:11 s 0 ׳v c ׳e : Siman Klein, Heinrich. Wohl. Franz Zipseir. Hlohovec (Galgocz, Preis tadt): Albert ß neuer. Keizmarok: Gabriel Giine W(we.!Gerhardt ׳()Iimbißsauibie). 1M M. (Gärtner (desgl.). K1׳r a!!i׳ h a 1z y : Bor:!. Fried. Frau (Grüufeld. K o m a r n 0!(!Koniorin): Lajos Fmind. ׳Ga׳zdagasse 29; Wwo. Ehrmann, Prispögasse. Kosice (Ka;s.׳ha:1. Kassa): Wwe. Joser Brody, Legionarska ׳näm.; Wwe. Abraham Deutsch, Luzensky u.; Adolf Elefant, Legionarska ■mim.; Restaurant_ Engländer, Mlynska n.; Jenö H!;!rma11«, Bercseny-igassc; Adolf Herskovits, Hjlavna ul.; Moritz Licflitniann!. Legionarska ul.; Adoit Läwinger. Mlynska ul.;!Isidor ׳Ra‘Rpapo,r׳t.!Mlynska ul. Li.piany 1(H6thärs) :!Abraham Guttmann; Samuel■ Kailian. ■Lu eene c (Losoncs): Dawid!Deutsch; Samuel Braun, Vilsou-tör; Wwe. M. Lustig, (Masaryk u. Myjava: Wwe. D Grümwald. N e r e s nf 0e : Leiibis C ,z 1 k k. N o v e M e s t o n. V. (Wag• neustadt, Vaguilhely): Ludwig Feig. Namesli 94. Nove Z ätnk.y (Neuhäusel.׳. Ersekujyär): Aron ßribrain. 'Pa v 1 0'V ce:!Wilhelm Moskavits. Revuca: Lajos ׳Klein. •Sahy (׳lipoysäg): Usidor Moskovits. Skoiska näm.!3. Sala N.-V. (Vagdes Warenhauses Brüder SchSffmann Wien, II., Täborstrasse 48 Telephon 47-1-79 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! Nachstehend eltrge Beispiele: Waschwaren Schilling Blaudruok . ........ . . per Meter — 98 Cotton de Lena.. מ . . 1 25 Wasch-Kreton. . . . . מ «1 * ‘ 1.25 Jackenfutter.׳,. ״ . . 2.10 Etamlne. 115 cm breit . . . . .. 1.20 Etamine, in allen Farben . n » ״ —.70 Seiden-Cloth, 140 cm breit, in al en Farben . . . n מ « 3.50 Damenwäsche Qarnltu’Bn, Hemd und Hose . •;•׳,. . ... . . . .. 3.90 Qarnituron Handa our gest. . ... . 7.50 Damonhemden.. .' . . . . S 2.80, 2 50 1.98 Damengarnituren (Hemd, Hose und. Nacotliem.1). . , , . . , 9.80 Miederleibohen , .. -.18 SeldenjumpBr.. . S 12 50, 7.50 5.90 Sohafwolijaoken .. . ׳ . . . . ׳.׳;,׳ Leinenwaren 9.80 *a Webo.. .per Meter S 1.10 —.85 la Chiffon.. per Meier S 1,20, -.S>5 —.10 Hosenköpor..’....1.10 ......״ ״ la Streitgradl ............ 1.40 ...... ״ ״ 11 Damastgradl ....... . ״ ״ . . . .•־.1.70 BettUahor, 140 cm breit.. per Meter S 2.40 I 98 Gläsertüoher..;.per Stück —.55 Handtiioher. .......... 88.— ״ ״ Frottlar-HandtUchor. . ,. ... ' —.55 Tlsohtüohor. 3.90 ״ ״ Kaffeegarnitur.. .... 9 80 la Inlet .. ..per Meter 1.18 hi Mollno . 89.— ״ ״ Bettzeuge . . ..per Meter S 1 20 —,98 Hsmden-Cretone.......'.per Meter —.98 Batistohlffon. 1.48 ״ Matratzengradl.•.2.80 ״ ״ Vorhänge, Teppiche, Bettgarnituren usw. sehr preiswert, Damen- und Herrenstoffe Covercoats . .S 6.50 3 90 Engllsohe Sohafwollatoffe . . . . .' . ־..4.50 Kammgarne und Cheviots..S 5,50 2.90 Mode-Schotten und -Streifen . . .. 4.80 Regenmäntel.' . ' ..S 17.50, 14 80 12.40 Herrenwäsche und Modeartikel Modehemden mit 2 Kragen . . ,׳.4.98 Cretonhemden..'׳. .98 2 Unterhoson.. .־...... .S 3,50, 2.i0 1.80 Pyjamas. 7.80 Seldenblndrr... 1.50 Bestrickte Binder.. ..—.75 Sooken.—.48 Strümpfe.—.90 In allen Abteilungen — enorme Auswahl — beispiellos billige PreiseI selye): M. 1König;!W1w!e. Samuel Eiineuthal Snina: Jakob W׳eiße11; ßernat Moskovics; Emil׳ iGiriiiistein. StaJc.,ein: Emanuel G1r,iiube.rg3׳r. Surany: (Max Hoffman«; ׳Samuel Lieber, Toresva: Dawiid Smajovits; Vigdier Resmovits. T i a c c v 0 s(Tecsö) :GLsiib Steiumefz; Elias *Glück; llgnaz Klei«. T o p 01c a ai y : Restauration ,JDiamont“. T 0 ir n a 1׳ a : Hermau Wohlgemut! 1. Tir*einc*fn “ T epld tiz : L. I׳sra׳sl׳ar Tu rna : ,Markusz Krämeir.!Uzhor0*d ׳(lU.iigvar) : Herma« Berga׳, Masaryk *näm. 10;!Iisak Frledma««, Radvanska u. 13; Wiwe. Adolf Klein. Dir. •Rosi«.Al. u.; Dawid Moskovics, Bozos ul. 2; Mo!• ,Spira, (Bahugasse; Sahulem Stern, Radvanska 111. 10. Va׳]a«y: Adolf Tesser, V׳elke Kapusany (Nagykapos); Piukas Scluwanz; Jo'Sielf Braun; Wwe. Lipot Braun. V ■e Ik e Sarluhy 1(!Nagysailo): ׳Samuel Grünwald. Vraimov (Varauuo) : H. J. Strauß; H; ׳Goldmann. Hin ׳diesem Verzeichnis sind selbstverständlich *nur solche Sp2isc׳geleg׳e«:hei׳:em a1׳Jgenom׳m*eH. deren Adressen vom Rabbinate auf s׳ei!13 Verein:w3rtu.ng aufgegeben wurden. HoffentliCli werden diebtioeh ■ausständigen Antworten aus den übrigen Gemeinden in Bälde ebenfalls einlaufen, ■so *daß!das Verzeichnis zu einem' brauchbaren Behelf für alle *interessierten Kreise ׳ergänzt werden kann. .. ׳Dann aber ׳darf auf haibtr. Wege nicht stoben ge-!blieben w׳e*rden. Mit deu Gasihä issn allein Ist es noch nicht genau. Das gesamt* Kascirusvism sollte eine Neuregelung entsprechend den Bedürfnissen unserer Tage nach den Ämordemögen des Rcligi0in1sgeso:z2s’ erfahren. Der Verschleiß von Mbonsniitielo, sofern sie ml: d:.1: Kaschrusvorsohriften •in Zusammenliang sind, dürfte keihesfwegis ohne fachmännische השגחה von seiten der rabbinisäluen Sachwalter der •Gemeinden *der Willkür *der einzelnen überlassen iweriden. weim iiich: auf dem ge׳sa!n1ten Gebiete des orthodoxen׳ jüdischen Lebens ׳die Unsicherheit noch (weiter um!sich! gneifen soll. •Die Fragen verdienen ׳die größte Beachtung all derer, :lenen ^le immer fortscihireitende Vervollkommnung unseres Gemeiusohaftslebens am Hörizen-li&gt׳ ד...׳•■:״,:.' J• .1• ß. Militärdienst während der hohen Feiertage. Das Lanidesmillitärikoimimainldo in Bratislava verständigte die orthodoxe Lamdeskanizllei aut deren Intervention awiter Zahl 79.823 st'b. I. O. dd26־, daß den* jüdischen Militär- Personen während!der hohen Feiertage tniäg'liahst Urlaub und, wo dies aus die:nisttli!ci11׳en Gründen nicht möglich sein sollte, dienstfreie Tage!bewilligt werden soll. Aus der Prager ״Altneuschul“. Aus Prag wird uns berichtet: Sonntag, den 25. Juli fand im ״jüdischen Rathaus“, dem Sitzungssaale der Kultusgemeinde, die Generalversammlung der Altneuschul statt. Bemerkenswert ist der Beschluß, von der Kultusgemeinde eine Subvention nicht entgegenzunehmen, um damit die Autonomie dieser altehrwürdigen Synagoge zu dokumentieret^ Bei den darauf vorgenommenen Neuwahlen wurden die Herren Karl' F i s c h 1 zum Obmann, Dr. Josef F 1 e s c h und Siegfried Stein zu Obmannstelivertretern und Osias Dresdner, Dr. Grün bäum und Löwitt zu Ersatzmännern gewählt.! ״Esra“ in Bratislava. Vom Verein ״Esra, Hilfe in der Not“ werden wir um Veröffentlichung folgenden Aufrufes gebeten: An unsere Brüder und Schwestern! Bekanntlich ist der Verein ״Esra, Hilfe in der Not“ eine soziale Notwendigkeit geworden. Die Not, die viele jüdische Familien heimgesucht hat, ist durch den Verein im geJ gebenen Moment gelindert und erträglicher gestaltet worden. Die Geldmittel des Vereins ״Esra“ reichen jedoch leider niebt aus, um auch nur in den dringendsten Fällen die notwendige Hilfe zu gewähren. An uns hat sich ein Familienvater um Hilfe gewandt. Die :Familie wurde ohne ihr Verschulden delogiert, einige Familienmitglieder sind durch mangelhafte Ernährung erkrankt. Sie sind nun ohne AVohnung.und ,dem, namenlosen Elend preisgegeben. Wir ersuchen unsere Glaubensbrüder um gütige Spenden, damit wir den unglücklichen, vom Schicksal verfolgten Mann dem bürgerlichen Leben vviedergebpn könken. Gefl, Spenden sind an Herrn Prof. Josef Jellinek, Bel Matyasgasse 7, zu senden. Jede Gabe wird dankend angenommen und öffentlich ausgewiesen. Das Präsidium des Vereines ״Esra, Hilfe in der' Not“. Gast-Deroschoh in Kosice. Am שבת נחמן hatte unsere orthodoxe Gemeinde einen illustren Gast iii ihrer Mitte, FIerrn Moses Deutsch aus Sobotica (Szabadka). Vorstand und Rabbinat beehrten inn mit der Einladung, im כיהכ״ג eine דרשה zu halten. Lange vor der anberäumten Zeit war das ביהכ״נ von Zuhörer« ads allen Schichten der jüdischen Bevölkerung überfüllt. Der ehrwürdige Gast sprach mit einer meisterhaften Beredsamkeit zuerst חריפות und dann in begeisternden Worten מגירות Und ׳מוסר die einen tiefen Eindruck machten. Samuel Blum. ׳ Eruw in Kosice. Wie man uns aus K o s i ce berichtet, hat es dort allgemeine Freude hervorgerüfen, daß die zuständigen Behörden der orthodoxen Gemeinde die Bewilligung zur Errichtung eines עירוב erteilt haben. Verein Bikur Chollm ln Kosice. Ans Kosice wird ׳uns mitgeteilt: In der am 22. Tamus unter großer Beteiligung stattgefundenen Generalversammlung des im Interesse der in Kosicer Spitälern Heilung suchenden jüdischen Kranken seit Jahren ungemein verdienstvoll wirkenden Vereines ״Bikur Cholim“ würde die Neuwahl der Vereinsleitung vorgenommen. Es gingen folgende Herren als gewählt hervor: P r ä s i! d i u 1V1: Ernst Weiß (Obmann)(, Mor Roth (Obmannstellvertreter), Viktor Stern (Leiter), Mor Guttmann (Kassier), Dawid Burger (Kontrollor). —- K ii c h e n 1 e i> t u n g: Franz Lezarovits (Leiter), Adolf Löwinger, Adolf Stern, .jgnaz Schianger, Nathan Stechler (Kontrolle), ferner als ,Ausschuß m i! t g 1 i e d e r die Herren: J. Ch. ״Berger, Isidor Balkäny, Josef Birnbaum, Adolf Deutsch, Heinrich Friedrich, Mor Guttmann sen״ Gottdiener jun., Michael Gero, Wilhelm Feit, Heinrich Heilmann, Jenö Feldmann, Mor Krausmann, Simon Keller, Julius Katz, Pinkasz Löffelholz, Franz Lefkovits', Samu! Lefkovits, Franz Lefkovits Holzprod., Ignaz Roth, Hei'״ mann Rückmann, Samu Ripper, Josef Schwarz jun״ Fer1• dinand Spira, Hermann Schlesinger, Simon Zopf, Adolf Weiß, Aron Schwalb, Isidor Liebermann, Samuel Blum jun., Geza Goldstein, Siegmund Birnbaum. Altersversorgungsluuis 111 Galante Im Jahre 1923 wurde da׳s ״Ailt!e׳rsversorgu׳ngsha1u׳s di■e•r’ l a.׳u׳t, orth, i s r. iK u H 11׳ s g e *in e i n tl; e“ *in Gakinta :in feierlicher Weise seiner!menisdhenfreimdlichen Bestimmung übergeben. Damals verruhii׳ man in der weiteren Geilen: lieh keit ii>er diese Gründüng, die in aller Stille ׳vonbereitet: amd aasgeSülint wurde, nichts. Aus de׳m jetzt erst in Druck vorliegenden Rechenschaftsbericht ist!}edödi zn entnahmen׳, daß m׳i׳t dieser Anstalt d!e siowakisclte orthodoxe Jitdeniheit wm eine sehr ■we״ volle 11׳«d scgepreiche Institution ׳bereichert ׳wurde, die es verdient, a!s vorbildlich hingestellt ׳zu׳ ׳,werden! und die •zugleicllii de« Beweis liefert, daß es!mit Ausdauer!und stanker Energie andh ta!unserem Lande möglicili int, die finanziellen Mitte! zur Sdiafrung lind Erhaltnuig von jüdischen Woihllifahrtseinriditiungen aufaabrIngen, wenn die rieh־ tigen Männer an den ■richtigen Platz ׳gestellt werden; Das Versonguiigsliaiiis wurde über •Initiative des Jngendvereins gegründet, Unter Vorsitz des Herrn Julius Pollak ־•in Hadi׳ konstituierte isidi ׳im Jahre 19121 ein IünfzeÖ1ngIi׳ed׳riges Vor׳bereitu1ngskom:\ee, dam. es• gelungen ist. einen an׳sehnliChen Kreis von Wohltätern

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.