Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 26 (25.6.1926)
- Date
- 1926-06-25
- Page
- Seite 192 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 192 JÜDISCHE PRESSE Nr. 26 V r:• :1; .i T \״ I’ ן f ■( Aus dem Leben der Gemeinden. Brie! aus Nove Zamky. Einige Klefeiigkeiten aus!unserem jüdischen Leiben: *Der Bhnsclz Einzelner bat schon manches;Gute geleistet, aber ׳auch manch ׳Böses gestiftet. Oer Wunsch, ״Gabbe“ oder ,jRosohihiakohol“ m sein, bat! schöne Gemeinden zerrissen, blühende Vereine mitten •in ilirer Entwicklung zerstört, zuweilen aber mich ■Dauerndes und Wertvolles geschaffen. iPiir all dies sind Beispiele Kenne vorhanden. Heute will ich 1!ihnen von Vereinigungen in unserer!Gemeinde berichten,!bei!denen jedes persönliche Motiv aasgeschlosr sen ist, ■und von Vereinigungen, die weder Gaboim noch insfend ein ,;Präsidium“!haben. Da kommen seit kurzem allabendlich :!m Lehr:zi!mm׳er der Talmud Thora eine Anzahl ■von Kaufleuteh, Angestellten und Gemeindebcamten zusammen. anm eine Stunde גמרא ■zu lernen; Als Vortragende wirken vorläufig ■ die .׳:Herren Max Glück und Jcrem S i.l1b!e׳nrn a.n׳n abwechselnd, ■Nächstens kommen anderen an die;Reihe. Die Teilnehmer ,rekrutieren isieli aus!solchen Kreisen, die beruflich verlwndert sind, zu dem גמרא־שעור des Herrn Qberrabbiners שליט״א m kommen. Eine andere Gruppe versammelt sich ׳jeden ש״ק ,vor ׳ מנחהum gemeinsam אברהם pD zu lernen. (Eine dritte Vereinigung bat den Zweck, gleichgesinnte Menschen für eine kinrze Wieiic getniitiicli ־ beim ״weissen Tische“ zusaimimen zu halten. Im Genie in desaalo wird allwöchentlich gemeinsam שלוש □עורת veranstaltet und dabei von':den Teilnehmern zwanglos ת ו ר ה gesagt u!nd מירות gesungen. Bei; der ersten Zusammenkunft würdigte Sr. Ehrw. Herr Obcrrabbiner Ti ge r!ma 11 ti den religiösen und gesellschaftlidien 1Wert solcher!freier Vereinigungen in einer schönen!Rede. Alle diese Vereinigungen wurden von der Agudas Jisroei!ins!Leben gerufen ■und zeugen von!ihrer zielbewiiißteii Tätigkeit. •Auch unsere Scbnulc entwickelt sich vorzüglich!zutn Segen der iheranwaahsenden Generation, obgleich es selbst in unserer!Gemeinde ■noch ■manche Mitglieder ׳.gilbt׳, ■die für die 'Wichtigkeit ■einer orthodoxen Schule kein Verständnis' halben.;Aus- Mangel an Priu/ziiplentirene!ziehen, sie es vor, ihre )Kinder '•»11 den!Neo logen zu schicken, ׳wenn sie auch sich selber noch' zu den Orthodoxen ■zählen. Solche Leute hätten sich vor kurzem aus dem Munde iiiditjüdiscbar Schulmänner eines Besseren!befahren ■lassen können. Etwa 60 Lehrer ans de\ Rrossniftzer Gegend weilten auf einer Studienreise •in.• 1unserer Stadt. Sie besuchten auch die orthodoxe Volksschule, Aus diesem Anlässe veranstalten unsere ׳Lehrer di ne Ausstellung der SchülerarbeCten. Sowohl die Ausstellung, wie überhaupt der ganze Schinlbetrieib an der orthodoxen Bnzielhungsanstalt machten auf die ■Gäste ׳einen solch vorzüglichen ■Eindruck, ■dass nicht nur ldi׳e auswärtigem!Fachmänner des Lobes voll waren,!sondern auch unser SchulInspektor sich veranlaßt sah, seiner bewundernden Anerkennung Ausdruck zu geben. Wir •Orthodoxen wußten allerdings, .daß unsere 'Schule gute Leistungen auifzuweisen •hat und wir würden ׳unsere iKinder nur ■in die orthodoxe Schule schicken, auch ,wenn sie in mancher Beziehung ״ hinter den mealogem oder den• nlcbtjiidischeiti ■Schulen auniiekstände. . Denn unsere Kinder brauchen ׳ ein gut jüdisches, streng ׳religiöses Milieu, um an Geist und Seele so gestärkt zu werden, wie es einer Zeit{ der religiösen Gleichgültigkeit notwendig ■ist. 'Wir glauben! aber, dass. auch diejenigen Mitglieder der orthodoxen ■ 'Gemeinde, denen nur die Ansicht der Nichtjuden oder der Unfrommen!massgebend ist, gut daran täten!, ihre!ganz unbegründete ■Abneigung gegen die ■orthodoxe ■Schule zu rev׳!- idleren.!Auch sie werden es!nicht rechtlfertigern können, weshalb sie ihre ,Kinder der orthodoxen Schule entziehen. ..w...^ ■ Der Schulivorstand! hat ln seiner Sitzung vom! letztet! Sonntag den Beschluß. gefaßt! die Schule;um eine weitere Klasse "׳(•der sechsten) zu erweitern. Er Hess sich ■dabei von dem!Gedanken• letten, daß es im Interesse der Religiosität von Vorteil sei, das iKimd solange als möglich!Hinter 1de,m!Einflüsse der orthodoxen Schule za• halten. 1(S. B.) Vortragstournee des Rabbi Mosche Blau in der Slowakei. Die von cler Agudas Jisroel-Landesorganisation im Zusammenhänge mit der Anwesenheit des Rabbi Moschq Blau m der Slowakei eingeleitcte Aktion zur finanziellen Aufhilfe der orthodoxen Arbeit in Erez Jisroei nimmt einen vorzüglichen Verlauf. Dienstag, den 3. Tamus hielt Rabbi Mosche Blau in Velke Surany einen Vortrag. Vor dem Minchagebeti versammelte sich die Gemeinde vollzählig in der Talmud Thora-Schule und folgte mit großem Interesse den Berichten des Redners über das Leben und Schaffen in Erez Jisroei. Sein Appell, zur Anteilnahme au den finanziellen Lasten der selbständigen Orthodoxie im Heiligen Lande, wurde vom Suranyer Oberrabbiner und von den angesehensten Mitgliedern der Gemeinde auf das wärmste unterstützt. Die anschließend daran vorgenominelle Sammlung ergab annähernd 3000 Kronen. Aut Einladung der Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppe kam Rabbi Mösche Blau aut Schabbos פ׳ חקת nach N»tra, Der Schabbos stand im Zeichen dieses Be־ suches. In seinem Perek-Vortrage lenkte Herr Rabbiner Aron K a t z 'die Aufmerksamkeit der Gemeinde aut die em״eleitete Aktion. Nach Mincha versammelte sich jung und alt in den weitüberfüllten Räumen der Talmud Thora- Schule und eine Versammlung von mehreren hundert Personen begrüßte den Gast aus Erez Jisroei mit rauschen־ den Jechi-Ruten. Herr Rabbiner Aron Katz ergriff als erster das Wort und begrüßte, den Redner mit herzlichen Worten. Hierauf hielt Rabbi Mosche Blau einen interessanten Vortrag über die geistigen und kulturellen Zustände in Erez ־Jisroei und schilderte die wertvollen׳ Institutionen die von der Orthodoxie und ihrer Organisation, der Agudas Jisroei, errichtet wurden und erhalten werden. Er ging des näheren aut das Erziehungswesen ein und präzisierte dabei die Stellung der unabhängigen Orthodoxie, die die Erhaltung des religiösen Judentums1 angesichts der dort gegenwärtig betriebsam geförderten Jugenderziehung in! Geiste eines unreligiösen Nationalismus gefährdet sieht, wenn nicht schleunigst alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, 11m ein jüdisch re 11gi ös es Erziehungswesen im ganzen Lande einzuführen und zu sichern. Hiezu aber sei die; Mitarbeit und die finanzielle Unterstützung vor allen Dingen all derer er- ■ forderlich, die mit dem Geiste des Abfalls und des religiosen Nihilismus als Erziehungspririzip auf dem Boden des Heiligen Landes nicht einverstanden sind. Unter dem tiefen Eindrücke des Vortrages wandte sich Herr Rabbiner Aron K a t z nochmals in einer zündenden Anspräche an die Versammelten und gab der Hoftnung Ausdruck, daß jeder jüdischdenkende und jiidischfühlcnde Jude in seiner Gemeinde zu einem guten Erfolge der Aktion beitragen werde. Die am Sonntag begonnene Sammlung verspricht ein recht schönes Resultat. Sonntag, den 8. Tamus zog ,die Nachricht von der Ankunft Rabbi Mosche Blaus in Nove Zamky ein zahl־ reiches Publikum, das sich aus allen Kreisen und aus allen Parteien rekrutierte, in den Lehrsaal der Talmud Thora-Schule, um den Vortrag Rabbi Mosche Blaus anzuhören. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Josef Tiger•׳ mann führte in einer kurzen; aber aus inniger Ueberzeugung geflossenen Begrüßungsansprache den Redner ein. Rabbi Mosche B1 a u referierte in äußerst eindring-1 licher und überzeugender Weise über all die Auge-1 legenheiten, die das orthodoxe Judentum im gegenwärtigen Erez Jisroei interessieren..!Sein Vortrag war sachlich und instruktiv und zeichnet sich besonders durch die unbezweifelbare Wahrheit seiner Mitteilungen aus. Er intorrnierfe seine Zuhörer über; die schweren Probleme, diei das orthodoxe Judentum in Erez Jisroei zu lösen hat und zeigte ah die Versuche^ die bisher von der Agudas Jisroei unternommen wurden, um dort einen Verfall der Religiosität zu verhüten und ein Besiedlungswerk zu errichten, das allen Anforderungen des unverfälschten Judentums ebenso entspricht, wie den wirtschaftlichen Bediirfmssen des Landes. Nach dem mit allgemeinem Beifall autgenommenen Vortrag, ergrjif der ehrwürdige greise Oberrabbiner abermals das Wort und forderte mit tränenerstickter Stimme, seine Gemeinde aut, die vernommenen Worte zu beherzigen und sich an der Aktion der Agudas! Jisroei in einem Maße zu beteiligen, das den Forderungen der Stunde entspricht. Es־, ist zu hoffen, daß die Mahn-! Worte des Oberrabbiners ׳und das Referat des Herrin Rabbiner Blau in Nove Zamky aut fruchtbaren Boden gefallen sein werden. Doppelsi.iiim in Bratislava. Die Agudas Jisroei- J 11 ge 11 dg ruip'pe :im!Bratislava׳ feierte; Sonntag, den S. Tamms einen Sijnm auf ׳die ׳beiden. מסכתות ב׳מציעה וכתובות Die erstere!wurde allabendlich unter :Leitung des iHerrm Raibfriners Sfenour H i ׳r s c:11 1׳ c r; '• •gelernt und letztere■• als ,D׳a!f Jami.“ von Herrn Juda ,Go'Edtoe rge-r vongetragen. ׳Die Feier fand fei schlichten Formen statt. ,Es waren die Mitglieder der J'iigenideruppe and einige 1Freunde!derselben anwesend. Vor Beginn der Mahlzeit wurden ׳die gelernten ממהות!beendet. Darauf ilwefe Sr. Blirw.!Herr' Ober rabbiner Sch!re i b e r׳eine Red׳o in ש מ ע ת ת א sodann.!sprach Herr Rabbiner El ׳.'׳ r s׳ e 1hler חריפות aaid׳ Herr , yG 0 ldib e׳'rg׳e r anregende מגירות• Zum Schiasse dankte der Vorsitzende der Agudas Jisroei-Jugeadgriiippe, Herr Max ׳L öw y, dem. Herrn .Oberrabbinar ׳für!die ׳rege Anteilnahme, die er ׳stets der!Entwicklung und der Tätigkeit '׳der Aga!cla־jn1gen!d widmet, 111n;d Henri! iRalbibiinei iHirscliler!für die :Lehren, die er allabendlich ihr'erteilt, ״and sprach den Waascli aas, ■dass dieses ideale thorngemässe Vorhältnis von Führern zu den Geführten für ׳die ■Dauer erhalten bleiben möge. Orthodoxer .lugendverein 111 Senec. Aas Senec wird uns!berichtet: Auf Anregung ׳unseres verehrten! Herrin Oberrabbiners 1B!r׳es 11 Hz wurde hier Sonntag, den, 1. Taimas ein orthodoxer Jagenidvereim!unter dem Namen ״S c h o■m r 0 Thora“ gegründet. Der Zweck ׳des Vereines;ist,, die. Jagend der Gemeinde ,organisatorisch zasammenzufasseii und sie durch regelmässiges Lernen dom Judentume and der G-tfesifurolit zu erhalten. Bei der Gründungsfeier war fast die ganze Gemeinde ■allwissend and aach von ausiwärts,!besonders von! Tirmava, kamen־■!zahlreiche Freunde der orthodoxen Jugendbestrebungen, um mit׳z111he;l'ien. Die Eröffnungsrede. hielt Henr^ Obeirraibbimer B!r e stiiiLz. Er gab seiner Freude über das .Erwachen des orthodoxen Sefcttbawußtseh1s: in den Kreisen der Jagend ■beredlen• Ausdruck und spornte idie Mitglieder an, auf ׳diesem Wege weiterizuschreiten.!Das Programm des neuen Vereins entwickelte Herr Simon S cili 0 11 ie!ld ans Trnava in einer ausgezeichneten Rede, die ,auf alle Anwesenden einen tiefen :Eindruck machte. ׳Nachdem noch Herr Un״g׳a,r eine Ansprache gehalten hatte, wurde der Verein als gegründet erklärt und alle religiös gesinnten jungen Leute schlossen sich ihm an. Die Pflege iler jüdischen Geselligkeit in Bratislava. Nachdem die Agu d as Jisrocl-Fr an e n ־ und M ä d- ■eherngruppe in Bratislava in den wenigen Wochen seit ihrer Gründung mit seltener Energie und bewunderns־ werter Tapferkeit das Lehrprogramm als Hauptteil ihrer Thermalbad Vyhne Ich beehre mich hiemit,. dem gesch. Badepublikum zur Kenntnis zu bringen^ dass ich אי*ךן am 15. Mai 1. J. im Thermalbade Vyhne eine streng orthodox koschere ־ eröffne. Mein ernstes Bestreben wird dahin gerichtet sein, eine vorzügliche und hygienische Küche zu führen, für pünktliche Bedienung?u sorgen und mässige Preise zu berechnen. Ich übernehme hier auch Hochzeiten gegen mässige Bedingnisse. Referenzen erteilt‘Se; Ehr würden des Herrn Josef Tiegermann, Oberrabbiner der orth. isr. Gemeinde in Nove Z&mky. Um zahlreichen Zuspruch bittet Aron Bribram Gastwirt Novd Z ä m k y, 15. April 1926. •••''■••י'י'יי*'י«*יי״ייי'«'יייייייייייי»יייוייויוויייייייויינוייי*יוווווווווון»ז Sensationeller reduzierte Preise alle Arten Seidenstoffe, Spitzen,Samte im SEIDENENGROSHAUS DULDNER & DEUTSCH WIEN, VII., NEUBAUGÄSSE 10 ווווווווווווווווווווווווווו!ווווווחוווווווווווווווווווו insstf Restenverkaaf Aufgaben ausgestaltet und aut dauernde Grundlagen autgebaut hatte, konnte , sie Sonntag, den 8. Tamus an die Verwirklichung eines weiteren Punktes ihres Programmes, die P Hege echter jiidis c h e r G c sei 1 i g k c i t! schreiten. Sie veranstaltete versuchsweise einen ״gemiitliehen Nachmittag‘׳ und auch diese Veranstaltung besaß eine Zugkraft aut alle Frauen und Mädchen, die. sich ausschließlich im Rahmen der orthodox-jüdischen Gesellschall auszuleben wünschen. Obgleich cs aut diesem Gebiete in unserer Stadt an jeder Vorarbeit mangelt, machten sich die Mitglieder der Mädchengruppe unter beratender Mitarbeit erfahrener Damen aus dem Vorstande der Frauengruppe mutig ans Werk und es gelang ihnen in wenigen Tagen, e>״ Fest zuwege zu bringen, das den Beweis erbrachte, daß es wohl möglich sei, auch auf gut jüdische Weise frisch-fröhlich zu sein und eine Gesclligkeit zu pflegen, die mit dem Religionsgesetz nicht 111 Widerspruch gerät. Die unterhaltenden Darbietungen waren nach jeder Richtung hin erlesene Leistungen durch welche die Agudas Jisroel-Mädchengruppe in Bratislava sich auch für die Zukunft ein zahlreiches Publi־ kum für derartige Veranstaltungen sicherte. 'Die עב ר ת ישראל״“-Aktion in Oradea• Diel von .der “אברת ישראל“ organisierte Hilfsaktion für unsere unglücklichen jemenitischen Brüder hat auch in Transsylvanien begonnen. Zu diesem Behuie hat Herr Komet aus W--Bade11, der agile Vertreter der Organisation, eine Propagandatournee nach Transsylvannicn unternommen und aut vorigen Sonntag in der hiesigen ש״□ חברה einen Vortrag ange kündigt. Oberrabbiner Fuchsנ״ו ,/־, erötfnete die Versammhing, indem er aut die große Bedeutung der Aktion hinwies. Hierauf ergriff Herr Komet, der sich selbstlos, aus reinem Idealismus, in den Dienst der Aktion gestellt* das Wort und schilderte die tragische Lage unserer jememtischen Brüder und das Martyrium, das diese edelsten und frömmsten Glieder des jüdischen Volkes erdulden. Die mit edlem Pathos vorgetragenen Worte des Herrn Oberrabbiners und besonders des begeisterten Redners machten einen sichtlichen Eindruck aut die Zuhörer und es ist zu hoffen, daß seine דברים היוצאים מ|.הלב nicht ׳ohne Resultat verhallt sein werden. F. , Sommeridyllen. ב ש ו ל D ■י ר D ל ה! Trotz des näphstena eintretendeii Kalendersonimers konnte idle Wetteriproguose ■bi׳sher noch keinen echt ׳sommerlichen Tag amzeigen, abgleiüh ■die Menschen seiner sehnsuchtsvoll harren. Der andauernde Niederschlag ■mit den ■in seiner Folge ,verursachten: Schäden haben die nicht wenigen and 11׳ich;t geringen Sorgen der Zeit noch um einige vermehrt. Die ׳einen fragen bange: ״Werden wir eigent- 1• di den Sommer bekommen?“, and die anderen fragen! ■wieder bekümmert: ״Was'wird denn ans!unserer 1Karort׳rei׳se werden?■“ Die T׳ekapa׳t Tamus ist bereits da and noch, ■fehlt die lächelnde Miene der •Sonne in ׳unserem ׳Gesicl1.tskreis׳e. Da möehteil denn Viele, denen ein Teil ihrer Sommerfelaisionen gen dmmen ist, ihn ׳wenigstens fiktiv iiervanzaabern. Das asiuelle .,G׳efrorene“ wird in Konditoreien and Imbißstuben genossen und man tat, als •hätte!man es nötig, sieh von der ״glühenden 'Hitze des Tages“ •ein wenig Abkühlung ■zu schaffen) . . . Nur hat die Sache einen!Haken. Es ׳wird nämlich zam ״Gefrorenen“ auch ein ״Dessert“, d. ä: W a. f •f e 1 n v e r ■a b r e i c h t, und diese ■Waffein werden nrt Fett, also eventaell mit einem איסר כרת hergestellt! Das 1״Geirorene“ wird dem Gast in trichterförmigen Waffeln verabreicht, die gewöhnlich damit zusammen gegessen . werden. (Siehe ypD )פ, ש״ Tb und פר״מג, das>21!bst.) Ein ■nrr bekannter!Fall ist hiefiir ׳besonders bezeichnend; In einer koscheren ilmbißstmbe, welche das ״Gefrorene“ zwar selbst erzeugt, aber die dazu gehörigen Waleln aus einer Quelle ׳bezieht, für die ,man nicht garantieren kann“, werden die Gäste in den meisten (Fitten darauf n'.cht aufmerksam gemacht, was 'übrigens•sowohl aus technischen als׳ aach aus־ gesehäftstakttechen Gründen ׳kaum möglich ■ist. 'Nicht yertrauenswürdiger erweisen sich die!Konditoren bei. einer eventuellen Befragung nach ■der Verläßlichkeit der verkauften Kanditen. Da kann!inan die naive Antwort hören: JE« ist ja nichts dabei.“ Die Besseren wieder sagen: ״Sie müssen ja nichts kaufen (!)“• Ist denn! diesen iBarnossojägern — abgesehen von den liy איסירלפי באתת ן מכשיל (siehe מח׳אסי״קס״גסק״ב) and unter Umständen איס 1ר גניבת דעת, mit welchen sie sich belasten — jeder Sinn für!Gcwissenbaftigkeit and׳ •Korrektheit abhanden׳ gekommen׳? Die ״Jüdische Presse“ hat schon des öfteren die Inangriffnähme ■einer Regelung des!Kaselirasvvesens gefordert. Nun fet der erste ■Schritt der Zentfaikanzlei ׳in dieser Sache gewiß ■za begrüßen. Allein, dieses!Kardinalproblem 1unsere׳s jüdischen ׳ .Lebens erfordert ׳eine durchgreifende, radikale Lösung. D;;־e Sommerze't!mit ihrer Vergnügungssucht and ihren Erholangs- ■ eisen ׳,st wie keine andere geeignet, die religiösen Anfonderungen in bezug auf die Nahrangs־ und Genussmittel, ■wie auch•!a anderen Beziehungen laxer behandeln zu lassen.!Das Publikum in dieser Hinsicht aufzuklären׳ . ,ist aber aktuelle Pflicht eines; jeden einzelnen׳, der Sehinrvortragenden. und nichts ׳zuletzt der Presse. . » 70^181 5323234853482348534853234823234848534853480048535353 00532353482353235323532323482323482323234853001853234853