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Jüdische Presse · 1926-08-13 · 33 (13.8.1926) · p. Seite 235

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
33 (13.8.1926)
Date
1926-08-13
Page
Seite 235 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 33 JÜDISCHE PRESSE Seite 235 Trotzdem der Verfasser ■dieses Artikels dein Palästina- Zionismus!fiir sich able'hnt. meint er ■doch, daß zwischen einem zionistischen Palästina ״für den Osten!“ und dem׳ liberalen Refarmijudentitim ein sehr i.n:timer geistiger Kräfteaustausch!bestehen werde. , ,»War erhoffen für den Osten in Palästina eine Zentralsonne. ■Unsere Zentrale ׳kann nie Palästina werden, sondern das geistige Bereich., das durahströmt :wird von einiem ׳europäischen Litberalismus. der ,freilich erst •sich gestalten. muß und׳ der imstande sein .wird, dem 1z׳i0׳nistischeu Jerusalem Kräifte zu geben ■und der auch von. ihm zusagende Kräfte empfangen wird.“ Man sieht aus diesen׳ wenigen Sätzen deutlich, daß die geistige!Richtung des neologen Judentums sich ■bereits mächtig •nach zionistischen Zielerl orientiert, ganz gllelch, ob es den! ofüiziehen Lenkern dies Reform Judentums recht ׳ist oder!nicht. Das offizielle Blatt des reform-jüdischen Liberalismus hat durchaus nicht recht!behalten, wenn cs über die Londoner Tagung und die Gründung des internationalen Verbandes der Liberalen im voraus prophezeite: ״So stellt diese Zusammenknnft ein notwendiges Gegengewicht gegen die zionistische Propaganda dar. die ja gerade im ׳Lande der Mandatarmacht ■Palästinas einen großen Umfang atigenommen hat.“ Nein, die Gründung eines internationalen Verbandes der ׳Neologie m׳it dem Vorsatz, ״,das jüdische Leben in seiner Totalität zu erfassen“, bedeutet kein Gegengewicht g c g e n den Zionismus, sondern sie ■ist ein T r iiurfnph der G r 11 n d!1 d :e e des Zionismus von ■der Losilösung .des Judentums und der jiid,1׳׳sehe.n Gemeinschaft von der ih 0 s t o!r i ׳s c h e!n G e 1b u nd׳enheit an das von ■G-tt!in Thora und Mizwos de.m jüdischen Voiliike .für alle ZeLten v e r- I!ehe.ne־ Gesetz. Sie wird wem nicht Wunder, gescihehen• — ein Stützpunkt ■für!die zionistische •einheitliche Assimilation des!jüdischen Volkes an die ardigiösen■ VolksgemeinsChaften griechisdi-rcmisdier Kultur seine, wie alle anderen geistigen und kulturellen Gemeinschaften■ ■im Judentum, die sich bewußt oder unbewußt!der!zionistischen Strömung überlassen. Wem dies noch nicht fl 1 :!.nreicht, um das bereits eingesetzte geistige IneiinandeiriKi'.eßen Id er ׳zionistischen und neologen Be- Weisungen •auf •gemeinsamen, ideellen!Gnundlageni .zu erkennen, dem will ich■ noch kurz einige Tatsachen i!n Erinnerung bringen, obgleich ich befurchen muß, :diesen Artikel 1211m' Ueberdruß der Leser ■zu ,weit auszudeihneni. Die׳ Bibeilkritik ist Cime geistige Voraussetzung des Reformjudenitums. Der Zionismus ■war es aber,!der sie als Grundlage des Unterrichts im jüdischen. Schrifttum von den Protestanten übernahm und in jüdische Unterrieih'tsanstalten zum ersten 1Male eiinführte. Der!zionistische ״Nationalfonds“ und der ״Keren Ilajessod“ 'Sind׳ auch b:ls :zur Stunde die einzigen in. jüdischen! Händen befindlichen Institutionen, ■die ihiezu ׳in großzügiger Weise!die!materidleni Möglichkeiten׳ schaffen׳. 'Erst ׳zio׳nistisch!em Beispiele folgend, gewannen Claude Monteiore, dis R1i׳chtlinien1ra!blbine.r und einige ameriikamisdhe Schulen den Mut, die Thora׳ als literarische Schöpfungen; des jüdischen nationalen Voflksgenlims .zu!lehren. Das Verhältnis!des Judentums zum .Ch r ist enitnrn unfd! z u seilnem Stifter gestaltet sich nicht erst ׳in .den Predigten Dr. W ׳i se's und in den Werken!Professor Kilausn er’s so: verletzend für jedes <jüdisehe ■Gemüt, i!n dem noch ■eilme Sipur von Tradition tebendig fortwilrk't, sondern!zählt bereits seit dem Beginne des Zionism118׳ zu den!Selbstverständlichkeiten, die man kaum!beachtet. In welchem;zionisisdien■ Aufsatz oder lin ,welcher!zionistischen ■Rede wird der chrisfelidhe Stifter nicht •zusammen׳ mit den größten Männern de* Judentums als jüdische nationale Erscheinung gepriesen, zu der das ganze jüdische Volk mit Stolz und Verehrung emiporsChaut? Auf der Londoner Gründungs- Versammlung!des internationalen Reformjudentuims hat — soweit au.s ׳den Berichten!zu entnehmen!ist — nur der zionlsti- •sehe iReformräbbiiner Dr. Felix Levy aus Chicago den Mut gehabt, offen■ herausizusagen, ״e.r sehe in der Tatsache, daß wir .Juden überhaupt flöhen, die größte!Freude und den höchsten Stolz des jüdischen Voilksbeiwußtseins und: er finde in dem Mangel dieses Bewußtseins die Erklärung dafür, daß J. '.nicht ein jüdischer Prophet geworden sei!“ Erst izum Schlüsse :der Diskussion wagte der 1Nichtzionist iMontefiore!zaghaft die Bemerkung, daß er die Lehren. .1. Chr. als jüdische Lehren empiiinde, die auch dem liberalen Judentum zugrunde liegen, wie der wahren Kultur jedes echten G-ttesgilaubens“. üh beizug auf die vollkommene Eigenart ■des jüdischen ■Glaubens stehen demnach Zionismus ׳und Reform׳ jude nt um diiclht :beieinander. Wollte ich׳ bei dieser Gelegenheit von der Wider- Sip׳;.eg!e!l1׳u!ng d'e,r ׳s o^izia le n Prolb11׳em׳e. in der jüldiseihen!Gemeinschaft und manch anderen Grundfragen der Menschheit in ihren IB e zue hungern zum Judenturn sprechen, fast!überall' könnte!׳ah ■eine ׳Identität der Ansahauungen des kuilturreformatorischen Zionismus ׳und des erweiterten Reformjudenitums im ihren IHauptv׳ertr׳etern nachweisen, iah!denke aber, das Gesagte genügt von diesem ■erbaulichen! Tlhema und sollte allen Beteiligren, be- Sou der׳s aber dem thoratreuen Judentum ׳eine M ahnung z׳u׳!r• Selbstbes i nnuhg sein. 1(6chl׳uß.art׳ik׳el folgt.) Ci vis Jatdaeus. Personalien. R. Meier Freuder ז״ל. Ein!klassischer Zeuge guten alten Preßburgs wurde Montag. אלול l־H ערב zu Grabe getragen. Herr Meier Freuder.. einer!der Wenigen aus der großen Zeit der Vorkämpfer ׳des onhodoxen Judentums im unserem Lande. h׳a׳t hoohbetagt das Zeitliche gesegnet und .ist ׳unter aufrichtiger Teilnahme ׳der ganzen׳ ׳jüdischen ' Bevölkerung unserer Stadt ■zur ewigen Ruhe gelbettet worden. Schon ,in seiner Jugend •war er eine bekannte!Persönlichkeit ׳in unserer Stadt. Er war LiebMngsschü'ler und ״Hausbocher“ des כתב סופר זצ״ל und ׳erfreute sich ׳sein ganzes׳ Leben hindurch der Liebe und Verehrung aller Kreise. Von rührender Anhänglichkeit an seinen großen Meister זצ״ל erfüllt, galt er als lebendiger Tradent seiner Ars iahten und Lehren, die er gerne und ׳mit vollendeter Meisterschaft ge ist sprühend und׳ kristallklar wiederzugeben verstand. Als Kauimaim genoß ’ seine Korrektheit und makellose Ehrlichkeit uneingeschränkte Anerkennung und junge aufstrebende Kanffleute holten sich bei. ihm väterliehen Rat und Wegweisung. Die ״Jüdische Presse“ verliert an ihm!einen alten Mitarbeiter, ■dessen Beiträge bei ׳den Lesern noch in lebhafter Erinnerung sind. Die Bestattung vollzog sich im Zeichen des Ansehens, ■das der Verblichene genoß. Jm Trauerhause widmeie Herr Josef Griümberg •dem Heimgegangenen ׳im Namen der Familie Worte!des Abschieds, während düe Herren Generaldirektor Pfeffer als Vertreter der Dioszeger K׳un׳stm׳üh11e ■und! Herr Popper namens ■der Kaufmannschaft ihrem Schmerze über den Verfust eines solch treuen Mitarbeiters Ausdnuok gaben. Auf dem בית החיים hielt zunächst Herr Rabbiner Samuel D o 11 a ׳t h einen ergreifenden, an דברי תורה sich anlehnenden 11 הספדnld< sodann in Vertreöimg der ■Gemeinde und ■des abwesenden Oberrabbiners Herr Rabbiner Kali.sch, der die großen menschlichen und! jüdisäten Vorzüge des Verblichenen sdhiildente und sie ■seinen: Kindern in bewegten Worten zur Nachahmung ans Herz legte. .תנצב״ה Wie ist es möglich? fragen! Kaufteute und Konsumenten. daß trotz der schlechten׳ allgemeinen Wirtschaftslage und der geschäftlichen׳ Stagnation׳ das Warenhaus der Brüld!׳er S׳ch iif.fm a nn ■einen, ■so großartigen Aufschwung nimmt!und der Kundenkireis sich täglich vergrößert? Die!Lösung ■dieses Rätsels ist sehr einfach: Das kaufende Publikum gewöhnt sich!immer mehr daran, nur größere Kaufhäuser aufzusuahen. die alle Waren׳ in reichster Auswahl führen!und!deren! gutes Renommee für verläßliche Qualitätsware ■und!billige Preis ר ■bürgt. Die dominierende Steilung des populären Warenhauses Brüder Schiffmann •ist auf di!e allgemein■ bekannte ■große Leistungs- ■fähigk׳e.it und iKonkurrenizlosigkeit dieser Firma zuifückzuführen:. Einer erzähilt’s dem ■anderen, ׳wie gut •und billig man• dort!kauft ׳und״ die Folge davon■ :ist ׳eine sich :forwäihrend steigernde Kundenfrequenz. Es i:st daher nicht weiter verwunderliah.!daß die Brüder Sdiiffmann im Laufe der ׳letzten! Monate ■dreimal genötigt waren, ■ihre Verkaufsräume durch Ankauf und Angliederung nelbengclegener Geschäftsfokate ■zu vergrößern. um den׳ ge-!steigerten Kundenverkehr klaglos abwicköln izu können. Das ■von Idem Seniardief dar!Firma,!Herrn!Max :Sdhiffmarn, .eingeführte .amerikanische ׳Geschäftsiprinzip: ״Größter Umsatz — kleinster Nutzen“ (hat sich!glänzend' bewährt. Der große Umsatz ermögl!i׳ch׳t es, die Waren!, welche in׳ großen Mengen• aus erster Quelle!besonders!preiswert gekauft ,werden!, mit einem ungewöhnlich geringen Nutzen izu verkaufen, ein System, bei! dem beide Teile — der Kaufmann und. der Kunde — auf :ihre Rechnung •kommen. Der Kaufmann wird durch!den: vergrößerten Konsum ׳für den• kleineren! Verkaufs,nutzen entschädigt und sichert sich gleichzeitig die Anhänglichkeit der zufriedenen Kunde; der Käufer hat gute׳!Qualitätsware erstanden und, durch iden billigen׳ Einkauf ׳Geld! gespart, ■ist!daher gleichfalls zufrieden. flWMOIMMMMMHMHIIHMMMliWUWMMMmHIU I Simon Kohn und Frau, Nürnberg Moses Schreiber und Frau, Wien geben hiermit bekannt, daß die Vermählung ihrer Kinder Meta und Simon או״ן־ן Dienstag, den 7. 17 אלןיל. August 1926 in Nürnberg, Albrecht Dürerstraße Nr. 19, stattfindet. ' MMIMOWMOt—MM»—»UMWWMOMIIMHaHIIIHMH Therese Schischa Leopold Weisz Sopron (Oedenburg) Csorna Verlobte Agudas Jisroel lugendgruppe, Wien, II. gratuliert herzlichst Herrn Dawid Steinhoff zu seiner Verlobung mit. Fräulein Lea Baumgarten. Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien, II. gratuliert herzlichst Herrn Alfred Stroh zu seiner Vermählung mit Fräulein Renee Ullmann. Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien, II. gratuliert herzlichst Herrn Josef Bäcker zu seiner Vermählung. Die Redaktion u. Administration der ״Jüdischen Presse”, Wien gratulieren herzlichst Herrn Alfred Stroh zu seiner Vermählung mit Fräulein Ren&e Ullmann. Herzlichste und innigste Gratulation entbietet anlässlich der Verlobung unseres allbeliebten und verdienstvollen Vizepräses, des Herrn Samuel L a u e r, Presov, mit Fräulein Szerenke B e r k 0 v i t s, Michalovce, die Agudas Jisroel Jugendgruppe, Presov. Suche für meine Tochter, ein junges, schönes Mädchen, von Beruf tüchtige Modistin, einen religiösen jungen Mann mit ebenfalls lebensfähigem Berufe. Beamter bevorzugt. Anträge unter Chiffre ״Streng orthodox" an die Administration dieses Blattes erbeten. Streng religiöse Köchin die eine ungarische Küche zu führen versteht, wird nach Deutschland in ein kleines Restaurant gesucht. Offerten sind zu richten an Julius Bier! Düsseldorf, Immermann- Strasse 50! Deutschland. Jüdisches, streng frommes Mädchen aus der Tschechoslowakei sucht Steile als Haushälterin oder als Stütze der Hausfrau in streng orthodoxem Hause. Ausland wird bevorzugt. Unter ״Religiös״ an die Bratislavaer Adm. LEHRLING aus jüdisch religiösem Hause wird mit Verpflegung in meinem Schnitt- und Kurzwarengeschäfte aullgenommen« FUlöp Porges, Velky-Meder. Religionslelirep zugleich עופות שוחט und guter בעל תפלה sucht Anstellung, event. noch vor den ימים נוראים• Zuschriften unter ״Sofort* an die Bratislavaer Administration. 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A tornaljai aut, orth. izr. hitközseg ket osztalyu magyar tannyelvü nepiskolajänal lemondäs folytän megüresedett es f. ev. szeptember hö 1-en betöltendö osztälytanitöi (esetleg tanitonöi) ä läsra pälyäiat hirdettedik. Paly&zati hatäridö f. ev. augusztus hö 20. Javadalmazäs: A hitközseg penztäräböl evi 1200 kor. es 300 korona lakber, ezenkivül kapja az ällamtöl a törvenyes fizeteskiegeszitest. Megvälasztott tartozik a kötetes oraszämon kivül napi ket örai 'intenzivebb heber oktatäst äs a sajögömöri polgäri iskolänäl a hitoktatast ellatni, amiert külön evi 1200 kor. dijazäsban räszesül. Ezen kötelezetsegeiröl nem mondhat le. Egyeb mellekjövedelemre!s bö alkalom n}׳ilik. A csehszloväk ällampolgärsäg, nostritikacziös vizsga, a heber oktatäsban valö kepesitest, valamint a szloväk nyelvben szoban es iräsban valö järtassägot igazolö akmänyokkal feiszerelt kervänyek az iskola jgazgatösäghoz küldendök. Tornalja, 1926 ev jul us hö 27־en. Lengyel Sändor, Dr. Pazekas Dezsö, lg. laniiö. Iskolaszöki eleök.

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