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Jüdische Presse · 1926-05-18 · 20-21 (18.5.1926) · p. Seite 157

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
20-21 (18.5.1926)
Date
1926-05-18
Page
Seite 157 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 20/2! ]ttofscffe pwm Sette 1$7 Ein der zionistischen ״Hebräischen Universität״ etwa angegliedertes ״Institut für jüdische Wissenschaft“ könnte diese ruhmreiche Rolle niclit erfüllen. G-tt bewahre 11ns davor! Die Thora will nicht gleich einer armen Verwandten behandelt werden. Sie beugt n'.uht das Knie vor der Biologie, der Chemie und der Paläontologie. Sie beansprucht die erste Stelle in der Heilige« Stadt, wo sie berufen ist, bis zur Ankunft ElCgahus den zerstörten Tempel zu ersetzen. Es ist hier lticht der Ort, in die Erörterung von Einzelbetten der Gründung, der Organisation und der Wirksamkeit dieser grossen Hochschule, dieses ersten Organes der werdenden geistigen ,Heimstätte, einczutreten. Ich werfe blöss die i׳dee aui. die sich in folgender Weise zusammenüissen lässt: Die Thora in der Mitte und die profanen Kenntnisse in der Peripherie. Die Wissenschaft als Stütze der Religion und nicht als ihre Gegnerin. Ein Werk des Lebens und nicht des Todes, Endlich die Verwirklichung des Bibelwortes: ״Wenn sie von all den Gesetzen hören, werden sie sagen: Dies ist •:in kluges, weises, grosses Volk.'* Es erübrigt sich, zu bemerken, dass die Idee der ,grossen Jeschlwoh“ ais Pendant der zionistischen Universität auch von anderen bereits angeregt wurde und dass es noch sehr retifKcher Ucberlegiurg bedü.'fa. ob eine solche Gründung überhaupt den erhofften moralischen und geistigen •Aufschwung herbeizuführen vermöchte. Vorträge über Erez Jisroel in Bratislava. Die von der Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppe In Bratislava für Sonntag den 25. Ijar angekündigten; Vorträge über Erez Jisroel fanden unter Beteiligung einer ,ungewöhnlich grossen Zuhörerschaft statt. Efiie Versammlung von mehr als 1200 Personen aus allen Schichten ■der jüdischen Bevölkerung und allen Parteien, sowohl aus Bratislava als auch aus anderen Gemeinden füllte den geräumigen Saal der ״Urania“ und wartete gspannt auf die Berichte, die die Redner über das heutige Erez Jisroel erstatten sollten. Der Präses der orthodoxen Landeskanzlei, Herr Oberrabbiner Weber, der Präses der Bratislavaer Gemeinde, Herr David Kraus, und fast die gesamta Gemeindeleitung, Vertretungen der ־ Aguda Orts- und Jugendgruppen aus Galanta, Trnava, Topolcany, Nitra, Senec, Stupava u. a., waren erschiene^ um sich üben die gegenwärtigen Verhältnisse im Heiligen Lande zu informieren. Herr Markus Fürst, Präses der Aguda- Ortsgruppe in Bratislava und der Erez Jisroel-Scktion־ der Ag11׳da-Landesorganisa׳iiou , begrüsst ■die Erschienenen und bietet Rabbiner Hirse hier und seinen Reisegefährten ein herzliches שלום עליכם. Herr Rabbiner Hirse hier schildert hierauf in einem beinahe eineinhalbstündigen fesselnden Vortrag den Verlauf seiner Reise von Triest, über Aegypten nach Erez Jisroel und die Beobachtungen, die er dort an Land und Leuten gemacht hat. Bei aller Vorsicht, die er bei einer Darstellung der Verhältnisse in Erez Jisroel für geboten erachtet, schildert er des längeren die unvergesslichen' Eindrücke, die er an den heiligen Städten und Stätten des religiösen Judentums gewonnen hat und erwähnt im besonderen in tiefster Verehrung die Persönlichkeit Rabbi Cha׳im Sonnenfelds , an dessen unbeugsamer Frömmigkeit und eisernem Charakter sich alle ׳Wogen * der modernen unreligiösen Zeitströmungen brechen, die jetzt das heilige Land zu überschwemmen drohen. Er besuchte die Iristitutionen unseres ״K o 1 i t Schorn re Hachomoth“ und die anderen Jeschiwos Thora-Lehrhäuser und humanitären Anstalten in Jerusalem, Jaffa, Tel-Awiw, Chebron, Tiberias, Saffed, wo er trotz aller Not, die auf den Gemütern lastet und eine Weiterentwicklung der Anstalten sehr erschwert, stark pulsierendes echt jüdisches Leben vorfand. Mit der gleichen liebevollen Umsicht stellte er seine Beobachtungen an den Gestaltungen der neuen Siedlung an. Er entwirft ein anschauliches Bild von der Wirtschaftliehen, kulturellen und religiösen Lage in den Kolonien Petach Tikwah, Rischon und anderen, in der Ackerbauschule ״Mikweh Isroel“, im neuen Tel-Awiw und zuletzt in den neuesten jüdischen Niederlassungen des Emek Jisroel. Ueberall sieht er Ansätze zur hoffnungsvollen Entwicklung. Er zeigt ־' Licht und Schatten der religiösen Zustände unter den neuen Einwanderern ■und deutet auch die Kämpfe an, die von den religiösen Juden für die Erhaltung des wahren jüdischen Geistes' «och ausgefochten werden müssten. Als festen Stützpunkt für das orthodoxe Judentum weist er auf die kolonisatorische und erzieherische Tätigkeit der Agudas Jisr o e 1 hin, von der auch die grundsätzlichen ״Gegner“ zugestehen müssen, dass sie dem Lande zum grossen Segen gereiche. Dieser Segen könne aber nur herbeigeführt werden, wenn die gesamte Judenheit, namentlich aber die religiös orientierte, die Agudas Jisroel moralisch und finanziell kräftig unterstützt und ihr hilft, das begonnene Werk rüstig fortzusetzen. Unter rauschendem Beifall der Versammelten schliesst der Redner seinen temperamentvollen Vortrag mit einem zündenden Appell zur Förderung des ״Keren Hajischuw“ (Kolonisationsfonds) der Agudas Jisroel. Der zweite Redner war Herr Max Löwy, Präsesi der Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Bratislava. Er sprach in gediegener Weise über ״Agudas Jisroel in Erez J i s r o e 1“. Mit den Augen eines begeisterten orthodoxen Juden betrachtete er auf seiner Reise in Erez Jisroel die verschiedenen Geistesrichtungen, die dort um Geltung ringen, und kam zu dem Ergebnis, dass nur eine zielbewusste und von vornherein programmatisch e i ndeutige Kolonisation, wie sie von der Agudas Jisroel ajlein erstrebt und mit der grössten Anstrengung betrieben wird, die Schaffung einer wahrhaft jüdischen! Siedlung zu erreichen vermag. In * grossen aber sich äusserst klar abhebenden Umrissen zeichnet der Redner die Aktionen der Aguda auf allen Gebieten, und bietet eine Menge Einzelheiten und Daten, aus denen die Zu* j hörer mit Erstaune^» erfahren, was mit den geringen finanziellen Mitteln, die der Aguda zur Verfügung stehen, ,geleistet wird. Ueberrascht war die Reisegesellschaft besonders von der Musterkolonie der Agudas Jisroel, von ״Machne Jisroel“ im Emek. Dort sah sie zum׳ erstenmal das Idealbild ־' des mit dem Spaten im־ Schweisse seines Angesichtes umgehenden, talmudbefiissenen frommen jüdischen Bauern, der nicht etwa zur Verwirklichung eines aus der nichtjüdischen Welt entlehnten und dort propagierten sozialen Experimentes, sondern ausschliesslich als jüdischer Jude, der nur den von G-tt gegebenen jüdischen Lebenszielen zustrebt, den heiligen Boden bearbeitet und das heiPge Land besiedelt. Nach diesem Vorbilde solle cm Net׳ weiterer Kolun'en errichtet werden. Hiezu bedürfe es je :11: סל der Mitarbeit und der Mithilfe der weitesten JKrc*sc:. Als ein Mittel zu diesem erhabenen Zwecke dieitf . die כופר נפש- Abgabe, die wie alljährlich auch in den־ nächsten Tagen eingesammelt werden wird. Er bittet die Versammelten, sich daran ausnahmslos zu beteiligen. Seine Ausführungen fanden verständnisvolle Zustimmung. s Das Schlusswort erhielt Herr J. J. Braun. Namens der Versammlung dankte er den Rednern für ihre informativen Berichte und stellt fest, dass das Bestreben des orthodoxen Judentums nach dem Programm der Agudas Jisroel sich darauf richten müsse, ohne sich bei Einzelheiten viel aufzuhalten, den Charakter des Ganzen des sich dort gestaltenden Lebens zu wahren. Wer es wünscht, dass Erez Jisroel als Ganzes jüdisch sein und bleiben solle, müsse darauf bedacht sein, das Erez Jisroel-Programm der Aguda und ihre Tendenzen zu! fördern. Rabbi Josef Fleischmann s. A. Wir haben in unserer vorletzten Num־* mer kurz über das Ableben Rabbi Josef Fleischmanns Nachricht gegeben und veröffentliehen in der Folge eine uns aus Dunajska Streda, ödem Wirkungskreis des Verblichenen» zugekommene Schilderung des heimgegangenen Zadik. (D. Red.) Betrauert von der ganzen Gemeinde, haben wir am 14. Ijar den Dajln unserer Gemeinde, Rabbi Josef Fleisch־ mann s. X. zu Grabe getragen. Rabbi Josef Fleischmann, ein Kind unserer Gemeinde, war würdiger Schüler se:׳ter grossen Lehrer Rabbi Jehudo Ossad s. A. und des׳ Schevet Sofer s. A. Schon als junges Kind, durch hervorragende Begabung und. innige Frömmigkeit ausgezeich־ net, lernte er bis zur Barmizwah zu Hause, um schon, bei der Barmizwah zum Staunen aller Talmide Hachomim — und das will in Serdahely etwas bedeuten — in seiner Deroscho ein Peschetel von Rabbi Jehudo Ossad, zu sagen. Bis zu seiner Hochzeit in Pressburg entwickelte sich Rabbi Josef Fleischmann durch unermüdlichen Fleiss zu einem Talmitl Machern, wie sie die Pressburger Schule selbst, nur wenige hatte. Nach seiner Hochzeit versuchte er sich als Kaufmann, wurde jedoch bei den ,Wirren zur Zeit des Tisza-EsZlarer-Prozesses seines Vermögens beraubt und kam mit seiner Frau, die während der Pliinderung in Pressburg vor Schrecken gelähmt wurde, bltitarm in seine Heimatsgemeinde zurück. Der Versuch, sich hier eine Existenz zu gründen, scheiterte an dem! grossen Feuerbrand, dem damals halb Serdahely zum Opfer fiel. Erst jetzt musste er• dem Drängen seiner Freunde nachgeben, sich entschliessen, mit begabten Kindern zu lernen. Vor 18 Jahren wurde Rabbi Josef' Fleischmann einstimmig zum Dajen unserer hervorragenden Kehillo gewählt. Erst hier kamen die hervorragenden Fähigkeiten und Eigenschaften dieses Mannes voll zur Geltung. Seine wundervolle Rednergabe, vereinigt mit überragendem Wissen, inniger Frömmigkeit, gepaart mit bezwingender Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit, gewannen ihm die Herzen aller derer, die za ihm kamen. So• wirkte der. Verblichenen fast. zwei Jahrzehnte innig verehrt von allen Mitgliedern unserer Gemeinde. Erst vor kurzem stellte sich Alterserscheinungen ein und seit Pessach war es zum Schmerze aller nicht mehr zu verkennen, dass sein Zustand sich bedenklich verschlimmerte. Die Gabboim der .hiesigen Chewra Kadischa stellten sich in hingebungsvoller Ehrerbietung zur Pflege des Kranken zur Verfügung und waren seit Pessach fast ununter־ brochen bei ihm! Die Lewajo zeugte von der Verehrung weitester Kreise. Im grossen Beth Hamidrasch hielt der Sohn des Verblichenen, Rabbi Meir Fleischmann aus־ Wien einen eineinhalbstündigen Hesped, in dem er das' Leben des Verblichenen schilderte. In der grossen Schul sprach Rabbi Hillel Weinberger und dann im Hof der Medjerer Rav, der als Kohen im Freien sprechen musste. Von seinen Schülern wurde die Mittoh bis zuin Beth• Chajim getragen, während die Talmide Hachomim des Ortes die, Handschriften seiner Werke nachtrugen. Am Friedhof selbst sprachen noch der Schwiegersohn des Heimgegangenen, Rabbi J. H. Fürst, sein Schüler Ober: rabbiner Frei (Velke Surany), Oberrabbiner Lebowitsch Joka. Ausser den Genannten waren noch die Oberrabbiner von Velke Medjer und Vertreter fast aller Gemeinden: der Umgebung und auch der Wiener Schiffschulgemeinde anwesend. Als überaus bezeichnend wird hier erzählt, dass Rabbi Josef Fleischmann, während er einen Augenblick lang knapp vor seinem Tode erwachte, mitteilte»־ dass er Övel sei. Die Anwesenden, die dies für Fieberträum hielten, erfuhren erst nach dem Leichenbegängnis», dass am Tage vorher die älteste Schwester des Veitblichenen in Pressburg gestorben sei. In pietätvollem׳ Gedenken an den Verstorbenen hat die hiesige Chewra Kadischa Vorsorge getroffen, dass das ganze Jahr hinh durch in der nun verödeten Wohnung gelernt und gebetet wird. Einweihung des jüdischen Kindergartens 111 Nitra. Aus Ni tja wird uns texidhlet: Im Rahmen eines schönen u!n׳d sohr gemütlichen Festes .,wurde hier am 2. Mai am Lag beomer der neuangelegte jüdische Kindergarten und eine Kinderbewahranstatt eingeweiht. Ein sehr zahlreiches Publikum, das ehrwürdige Rabbinat, der Schulinspektor und die Gemeinderepräsentenz korporativ hatten sich eingefunden. Gemeindepräses Wilhelm K r a u s z begrfisste in ■kurzen Worten die Erschienenen, worauf Herr Rabbiner Aron Katz eine längere Ap- S•rache über die Bedeutung und Wichtigkeit eines solchen Indergartens hielt und nachdrücklich betonte, dass die Kinder zu guten Juden erzogen werden müssen, und dass ihnen aufrichtige Liebe zum Vaterlande und kindliche Ehrfurcht vor dem erhabenen Staatsoberhaupt eingoilösst werden müsse. Sejne Worte wurden von ׳lebhaften Beifallskundgebungen begleitet. Nachher sprach Herr Schuldirektor Breuer, der im allgemeinen die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Kindergarten-Methode skizzierte und deren unschätzbaren pädagogisehen Wert hervorhob. Zum Schluss sprach noch der Herr Schulinspektor, der seine grösste Zufriedenheit über alles Ge- ,schehene au9drückte und restlose Anerkennung dem Edelsinn der jüdischen Eltern zollte, denn nur wer ein warmes Herz ■in der Brust hat, kümmert sich so liebevoll um die Bedürfnisse des Kindes. Besonderes Lob spendete er der vaterländischen Gesinnung der orthodoxen Judenschaft. Der Kindergarten befindet sich in uiimitterbarer Nähe der Synagoge, wurde mit, bedeudenten Auslagen neu adaptiert und da er neben dem Nitraflusse liegt, bekommen die Kinder frische, staubfreie Luft zu atmen, so dass es für Leib und Seele erquickend ist. sich dort herumzutummeln. Besondere Verdienste um die Verwirklichung dieses langersehnten Wunsches der hiesigen jüdischen Eltern erwarben sich Schulstuhlpräses Herr Adolf Kahn ׳und' ■Herr Max W 01 s z. Ersterer hat sich mit aller Wärme dafür eingesetzt, dass die Gemeinde in munifizenter Weise die nicht um bedeutenden Mittel dazu beistellte; und Herr Weisz hat di® Arbeiten mit grosser Einsicht und Aufwand von Zeit und Mühe persönlich geleitet, so dass ein verwahrloster Flecken Erde ln verhältnismässig kurzer Zeit in einen lieblichen Park umgezaubert wurde. Die Nitraer orthodoxe Gemeinde ist um eine Institution bereichert worden, auf die wir stolz sein können, . Hilfe für eine Provlnzgemetnde. Iti. unserem Blatte wurde bereits des öfteren auf die schwierige Lage!angewiesen, in die zahlreiche Provinzgemeinden dadurch geraten, dass ein grosser Teil der früheren Gemeindemitglieder nach den grösseren Orten verziehen und die Zurückgebliebenen selbst hei den grössten persönlichen Opfern nicht imstande sind, de Gemeindeinstitution zu erhalten. Wir verwiesen auf de Pflicht der Gesamtheit der orthodoxen Gemeinden des Landes und der Einzelnen, diesen in Not befindlichen Gemeinden beizustehen und sie vor Auflösung zu bewahren. In einer solchen Situation befindet sieh augenblicklich die bekannte Gemeinde Alistal (Staben). Sie gehörte einst zu den angesehensten Gemeinden. Hervorragende Männer wirkten und lehrten dort zur Ehre des Judentums. Heute zälhtt sin nur wenige Mitglieder, die nicht gerade die Wohlhabendsten sind. Diese bringen Opfer aller Art, um die Gemeinde aufrechitzuerhalten. Nun muss aber die Mikwoh wieder erbaut werden und die Gemeinde kann unmöglich aus den Leistungen ■ihrer Mitglieder die notwendigen Mittel aufbringen. Wir veröffentlichen nachfolgend den Aufruf des AHstaler Gemelndevorstandes und sohliesisen uns auch unsererseits der Bitte an. die orthodoxen Gemeindevorstände und jeder, der hiezu in der Lage Nt, möge zu der Mikwoh in Alistal nach Kräften beisteuern. Spenden werden in unserer Zeitung öffentlich quittiert. Aufruf! bauen. Da jedocli die zahkmgsfähigeneTlfenmsen lH,eOmenen Die unterfertigte Gemeinde, eine der ältesten in unserem Lande, ist vor Ule Notwendigkeit gestellt, eine zu bauen. Da jedoch die zahlungsfähigen Mitglieder von hier verzogen sind und nur die ärmere Klasse zurückgeblieben ist, sind wir nicht in der Lage, die zum Bau der crfcrdei liehen Mittel aif.zübringdit. Wir wenden ur.s daher an alle unsere edlen Brüder, uns zur Erfüllung dieser behilflich sein zu wollen. 4 Mit brüderlichem Danke für jede Spende im voraus Der Vorstand der AHstaler orthodoxen Gemeinde. (gez.) Gabor Neuwirtti. Spendenausweis: Orthodoxferael. Gemeinde; Bratislava tsch. K 500. פחיחה — an der Pressburger Jeschiwoh. Der Sommer an der Pressburger ישיבה hat dieser Tage begonnen. Die Ein- Schreibung der Schüler fand diesmal unter erschwerenden Umständen statt; bei der. Aufnahme wurde strenger verfahren ais sonst. Es wurden mit wenigen Ausnahmen nur reifere . Talmidhn aufgenommen und auch nur ׳ solche, die in Lerneifer und Lebensführung den guten Traditionen der ישיבה ־ zu entsprechen verheissen. Dessenungeachtet beträgt die Zahl der Schüler an 200. Eine Neuerung wurde eingeführt: die בחורים erhielten Legitimationen, die mit Photographien versehen and nur für die Dauer eines Semesters gültig sind. Diese Massnähme erwies sich deshalb als notwendig, weil festgesfeüt wurde, dass eine grössere Anzahl relegierten Schüler. und sonstiger Miissiggänger sich ■in der Stadt aufhält und diese jungen Leute als Schüler der ישיבה gehalten werden, obgleich ihre. Lebensführung vieles zu wünschen übrig lässt. Am 11. Ijar fand die feierliche זמן -Eröffnung durch den Leiter der שיבה Sr. Ehrw. Herrn Ober rabbiner Schreiber in Gegenwart ־ des Rabbinates, zahlreicher לומדי תורה und Baale Batim statt. Die geräumige ״Schiurstube“ war voll besetzt, als der ehrwürdige Jeschiwohleiter unter begeisterten י ח ז׳-Rufen das Almemor betrat und die üiblidhe ת י ח ה D-Rede hielt; In Anlehnung an treffende דברי ת1רה richtete er an die' Schiilersohar eindring־ liehe Mahnworte über die Bedeutung des ausschliesslichen לאוד חוה״ס im empfänglichen Jünglingsalter und über die Pflichten, die mit der Zugehörigkeit zu einer ישיבה vom Rufe der Pressburger verbunden sind. Sichtlich unter dem Eindrücke der Ereignisse' des letzten Jahres warnte er die Jugend vor jeder Annäherung an dieמחללי השם ׳ und die מזי תורה. die den Ruin der jüdischen Lebehsr und Denkart herbeiführen.. Er bat seine Schüler, dessen eingedenk zu sein, dass die Pressburger ישיבה in vielen Jahrzehnten zahlreiche Generationen von גאונים ונתלים , die dem Judentum zur Zierde gereichten, herangebildet hat. Er werde strenge darauf achten, dass auch die, jetzige Schülergeneration * dem Andenken dieser Männer würdig sei. An die Baale Batim sich wendend, forderte er׳■sie auf, die steigende, Entwicklung der. ישיבה mit Wohlwollen und Liebe zu begleiten und an der Erhaltung der Zöglinge tätig mitzuwirken und die fleissigen und g-ttesfürchtigen Talmidim und überhaupt den vortrefflichen Gesamtgeist der ישיבה nicht ungaroght zu beurteilen, wenn auch zuweilen ein dürrer Ast ' vom Baume entfernt werden muss. Tief bewegt hörte die ganze Versammlung die scharfen Worte des Lehrers an und dankte ihm begeistert, als er mit guten Wünschen fiir einen erfolgreichen'Lern-ם־ ן T schloss. , ־ Eine neue Aguda-Gritppe In Stropkov. Aus Stro׳pkov wird uns berichtete Am 1. Tage חוהמ״ם wurde hier eine Gruppe der Agudas Jisroel gegründet. Von der am ד דחוה״מ stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Herfen in die Vereinsleitung gewählt: Max Wassermann (Präses), Joel Friedmann (Kassier), Elia Müller (Kontrollor), Samuel Grossmann (Bibliothekar), M. Wassermann (Schriftführer), Ladislaus Hassenfeld und J. Gh. Mandel (Vorstandsmitglieder), Moses Waklmam, M. Shrerber, Josef Händler, Fülöp' Lorber, J. L. Honig, Hermann Thaler, Baruch Händler, Josef Singer, Leopoldv Waldmann und Pinchas Ktilik (Repräsentanten). Die Gründung der Gruppe wird von der gesamten jüdischen Bevölkerung sympathisch aufgenommen, ln den Nachbargemeindeh werden gleichfalls Schritte zur Gründung von Agudas Jisroel- Orts- und Jugendgrmppen unternommen. Nachtrag zu den Resolutionen der Rabblnerversammlimg. Das Rabbinerkomite-e ersucht uns bekanntzugeben. dass Herr Oberrabbiner R. Singer in Rim. Sobota ebenfalls־ den Besohlüssen rückhaltlos zu stimmt. Sein Name wurde in die v er ö Ife nMi׳ch,׳te Liste niohH: auif geraoin m e n, weil sein Untersohr5£t zur Z&H der Veröffentfichung 11 ich t vo r 1 ag. Ein tragischer Fall, Am 26. April ist Moritz Schönr fe 1 d, ein Geschäftsreisender aus Nove Zamky, auf der Bahn vor Ilava plötzlich gestorben. In Ilava wurde seine Leiche abgehoben, von wo dieselbe nach Hause überführt wurde. Am 28. April fand in Nove Zamky die Bestattung! unter Teilnahme einer grossen Menschenmenge statt. ־Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Josef Tigermann hielt einen wohldurchdachten, ergreifenden הספד, welchem er die Vorzüge des 38jährigen תירה p und den grossen Schmerz der Hinterbliebenen schilderte. Nebst der Witwe sind fünf kleine Kinder zurückgeblieben, von denen drei ganz verwaist sind, da sie ihre Mutter vor vier Jahre# verloren. Der Oberrabbaer forderte &e Zt&

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