Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 16 (16.4.1926)
- Date
- 1926-04-16
- Page
- Seite 119 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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589) VzivnriM f:,,it-Lj * י . ▼. m. m othck.. ORGAN FÜR DIE INTERtSSEN pS OÜf lillbOXEN JUDENTUMS. Redaktion u. Administration 1 Wien, 11.,Leopolds■! fasse 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. 4594־4־. Tschechoslowakei: Bratislava, Postfach 140. ■racheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mr Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise: Ganzjährig: *Für Oesterreich S 12 Tschechpslowakei tschech. K. )70, Einzelnummer öst. Gr. 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen für Oesterreich! Postsparkassenamtwien, Konto Nr. 13.458; für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr, 190.409; für Ungarn! Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 53,386; für Jugoslawien: Postsp.-Amt Agram,Ko. N. 40.217; für die Schweiz! Postscheckkonto Zürich VIII. 4117; für Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr. 122.619 ■r. 16 WiM-Bra«i«iavay 16. April 1966 .ב*ה וינד.־נורעםםבורנ ב׳ אייו תדט«ו 12■ Jahrg. Chronik der Woche. Die Ueberfüfiruiig der Lomzrier Jeschiwat! nach Erez Jisroel. Lomza (AJPB.) Nacln dem Beispiel der Slobödkaer Jeschiwah hat auch die Leitung der Lomzae!r Jeschiwah׳ vor einiger Zeit ׳beschlossen, einen Teil der Jeschiwah nach Pebach- Tiwk\a!h ■zu übersiede'ln. Nun stiebt das Gebäude für die Jescliiwall bereits vor der Vollendung, sodass ein Teil der Jeschiwahleitung uiV'd eine Anzahl der Bacihurim sich dieser Tage nach Erez Jisiroe! begeben. Import una Export Palästinas im Jahre 1925• Dicj G e s a m t e i n f u h r Palästinas im Jahre 1925 betraf eine Summe von 7,603.923 ägyptischen Pfund. Die Gesamt ausfuhr in dem gleichen Jahre betraf 1,588.157 ägyptisehe Pfund. Die Emfuhraffern in den verganenen Jahren waren: 1924 : 5,589.679; .1923: 5,124.945; 1922: 5,928.831. Die Ausfuhrziffern waren: 1924: 2,120.931; 1923: 1,834.118; 1922: 1,586.503; alles in ägyptischen Pfund. Ausweisung des russischen Handelsvertreters aus Palästina. Die Reuter-Agentur teilt mit, dass dem Leiter der .sowjetrussischen Handelsagentur ״Arcos“, der vor. kurzem auf Urlaub ging, nicht erlaubt worden ist, nach Palästina zurückzukehren. Als Grund wird angegeben, dass der Direktor der ״Arcos“, Gleser, politische Propaganda betrieben hat. Die Entscheidung über Glesers Ausweisung aus Palästina hat der Oberkommissär Lord Plumer persönlieh getroffen. Die Sowjetvertretung in London intervenierte bei der britischen Regierung in dieser Angelegenheit. Neue Agudagruppen in Amerika. — Dr. S. Ehmiann in Baltimore. B a l t j׳m 0 r e (AJPB.) Dr. S. Ehrmann, der Präsident der ■FaJästinazentraie der Agaidas ■Jisroel und• Rabbiner Dr. Leo Jung besuchten auf Grund einer Einladung von Sliäareih Jisroel Congregation Baltimore. Rabbiner Dr. Schaffer hegriisste die ,Delegation im Aufträge der •Kongregation und sagte, dass die-■Gäste nicht als einzelne Personen, sondern als die Repräsentanten einer grossen heiligen Sache•'kamen-.- Doktpr •Solomon' Ehrmaim schilderte das Werk ׳der Aguda iin׳ Erez Jisroel. •H!r machte einen ׳tiefen!Eindruck, und nachdem'Herr ׳Nathan Adler einen Appell zur Unterstützung der Aguda an die Anwesenden gerichtet hat, wurde •eine bedeutende Summe gezeichnet.- Auch Dr. Jung und Mannes Strauss , hielten. eime Ansprache. Die Gäste!besuchten auch ׳die Dist׳ri׳ktsabtel!U1ng der Union .,orthodoxer Gemeinden, die gerade eine Sitzung hielt. Der Vorsitzende Camberger bot den hervorragenden Besuchern einen herzlichen Willlkommengruss. Herr Dr. ׳Ehrmann. •hielt eine bemerkenswerte Ansprache, in welcher er die Tatsache betonte, dass Aguda und' die Vereinigung orthodoxer Gemeinden piraktiscli eine Einheit sei1 in Zibl ׳und Geist, da sie gemeinsam ׳dahin arbeiten, alle Juden zur Verwirklichung •dbr wahren• Werte der . Thora zu bringen. ׳Er sagte unter anderem, die Aguda und die Vereinigung orthodoxer Gemeinden seien konzentrische Kreise, ׳deren gemeinsamer ■Mittelpunkt di׳e Thora sei. Ihm folgten Rabbiner Dr. Jung und׳ Rabbiner .Rabbinowitsdi, die die lokalle Juden)]eit aufforderten, sich der Agudas Jisroel anzii'sclilißs'sen. Daraufhin wurde eine ׳ •■lokale‘Abteilung der Agudas Jisroel gegnimdet und folgende Verwaltung gewählt: Präsident!Mannes Strauss, Sekretär Leon Ri’fkan, Exekutive, Nathan Adler, M. Flamim, Leon Strauss und B. Goldfinger. Die furchtbare Nachricht von dem Hinscheiden׳ Dr. Kleins erreichte die Delegation am Sonntag, so dass diese nach New-York zuriiekeälie, um dem Führer d׳er Aguda die letzte Ehre zu erweisen, Laikowood (AJPB.) Eine Delegation, ׳bestehend aus Rabbiner Aron Rotberg und Herrn Pinclias Stern, machte einen kurzen Eesucih jn Lakowood im Aufträge der Aguda. An der Station wurden sie von dem Ortsrabbiner Arye Lewin, einem begeisterten Arbeiter ider Aguda, ׳empfangen. Das Resultat ׳zeitigte ‘den Eintritt ן leier •hervorrageddier Mitglieder der Gemeinde in die Aguda. Die Delegation hatte mehrere Konferenzen mit den Führern der ׳jüdischen Bevölkerung abgehalten. Die Herren ■Bezalel Goldstern und ,Pinchas■ Lewin unterstützten sehr erfolgreich die auswärtigen Gäste. Die' Dellegation war auch erfolgreich im Land verkauf; insbesondere hat Rabbi Josoph Klein eine grosse Fläche in der Kolorite 'des Czortkower Rebhen in Palästina gekauft. ©lauwelsser Terror in Amerika. N sw- York (AJPB.) Eine traurige Erscheinung im amerikanischen zionistischen Leben ist die Hetzkampagne gegen Rabbi Jurmann, der, seiner Ueberzeugung folgend, iin der jüngsten Zeit Agudas Jisroel beigetreten ist ur.d ihre Aufrufe unterzeichnet hat. Daraufhin hat eine!wilde Kampagne gegen ihn von ־ zionistischer Seite ehigesetzt. Nach dem Muster der russischen Jew-Sekti'on hat man ׳ihn vor ein Richtertribunal geladen, wo!er sich als Angeklagtet׳ zu verteidigen hatte׳. Die Ueberraschung der Gerichts- Verhandlung war es, dass Rabbi Jurmann erschien, und! nach der rabulistischen Anklagerede von dem Zionisten A,. Goldberg, die nach bewährtem ,Muster der zionistischen Phraseologie den Asudisten Volksverrat vorwarf, verteidigte sich der ,,Angeklagte“ Rabbiner Jurmann ln einer glänzenden Rede, an deren Schluss Rabbiner Jurmann erklärte, dass es für jeden Juden ehrenvoll1 ist, in einer Organisation zu sein, ,an deren -Spitze Männer wie der Chofez Chaiifn, Czortkower und Gerer Rebbc sich befinderi. Vor Schluss des Gerichtsverfahrens ergriff noch ein Zionist das Wort, um sich in masslosen Bschimpfungen gegen a!li׳es ל Religiöse, im!besonderen aber gegen;:die Aguda zu ergehen. ׳Nach langwieriger stürmischer Beratung beschloss der ״Gerichtshof“, Rabbiner Jurniahn aiufzufordem, entweder aus der Aguda ,auszutreten oder! auf seine Rabbinerstelle zu ver- ■zichten. Kaum ist dieser Beschluss bekannt geworden, hat sich . der Verband׳ der orthodoxen Synagogen in einem öffentlichen Protest gegen diese ,grobe Vergewaltigung der Gewissens- und Meinungsfreiheit verwahrt. Unter dem Drucke der öffentlichen Meinung (Sr.h sich .dlas ,,Gerichtstribunal“ zur Revision des ersten Urteils gezwungen. In'.der zweiten Verhandlung wurde beschlossen, in einem höflichen Schreiben Rabbi Jurmann um Entschuldigung zu.!bitten. Rabbi Jurmann •liess es. sich selbstverständlich nicht nehmen, auf den Pessacli-Aufruf des Keren- Hajischuw, der von hundertzwanzig Rabbinern gezeichnet ist, auch seine Unterschrift zu setzen. Abreisü Dr. Ehrmanns aus Amerika. New-York (AJPB.) Dr. Saiorno Ehrmann gedenkt am 15. Jjar — 29. April •— seine Rückreise, nach ׳Europa an zu treten. Am 26. wird zu seinen Ehren .ein grosses Abschiedsbankett veranstaltet. Repräsentantenwahlen in Berlin am 16. Mai. Die Repräsentantenwahlen der Berliner Grossgemeinde finden am 16. Mai statt. Zur׳ Vermeidung eines Wahlkampfes fanden in den letzten Wochen zwischen den Liberalen, der Jiiclisehen Völkspartei, den Konservativen und der Mittelpartei Verhandlungen statt, die auf die Aufstellung einer Einheitsliste abzielten. Diese sollte entsprechend dem Ergebnis der vorjährigen Landesverbandswahlen zusammengesetzt werden. Die Verhandlungen sind jedoch gescheitert, da die Mittelpartei, die Konservativen und die- Jüdische Volks.1partei übereinkamen,' den. Liberalen nicht die Mehrheitin der Repräsentantenvefsamrriluhg zü gewähren. Vereinigung der jüdischen Hilfsaktionen in England. Angesichts der Not unter, den Juden in der Ukraine, Polen und anderen Ländern Osteuropas, wurde von einer Konferenz beschlossen, die Aktionen c’er Föderation ukrainischer. Juden und der anderen Hilfsorganisationen in England zu vereinigen. Der Name der also vereinigten Organisationen wird lauten: ״Vereinigung d.er jüdischen Hilfsgesellschaften in Grossbritannien“. ׳Wohlfahrtsbesteuerung sämtlicher Juden Warschaus. Das Jüdische (Rettiungskomite-s :hat beschlossen, angesichts!der u׳ngewöhnlichen!Not, sämtliche jüdischen Einwohmer Warschaus mit wöchentlich 20 Groschen per Wdhnraum ׳zu IWohl'fahrtszw׳eoken zu besteuern. Von der Agudaorganisation in Holland. Am st er ׳da in (AJPB). Als Leitung Ln die neugegründete Jugendzentrale der Aguda in Holland wurden die Herren I;. Vredsnboairg, Iiigenieux I. KropvelÜ. D. Hausdorff,, I. Zadocks. und׳ , d’Ancomi gewählt. Eine jüdische Abordnung beim Minister iur Bessarabien.״ — Die Zionisten gehen separat. Der heue Minister für Bessarabien, Nica, empfing eine Abordnung!der jüdisenen Bevölkerung unter der Führung 011׳י Abg. Raobiner Z; r e l 1! 0 י n. Der Minister erklärte, die Regierung׳ Averescu werde die jüdischen Angelegenheiten mit Wohlwollen behandeln. Eine zionP stische Abordnung sprach beim Minister separat vor. Die Zahl der Juden in Konstantinopel. Nach der letzten amtlichen Statistik lebeti‘ in Konstantinopel 57.532 Juden, 682.811 türkische Moslems, 181.675 Griechen, 69.831 Armenier, 10.288 armenische Katholiken, 1302 Protestanten, 3194 Bulgaren, 3512 Angehörige lateinischer Rassen, 675 Syrier, 563 Chaldäer. Sechzigster Geburtstag von Rabbiner Dr. S t e זמ ו Rabbiner Dr. Stein- Schweinfurt, Mitglied des Rates! bayerischer israelitischer Gemeinden und Vorsitzender des Verbandes Bayerischer gesetzestreuer jüdischer Gemeinden beging ani 27. März seinen 60, Geburtstag. Dr. Stein hat am Hildesheimer Rabbiner-Seminar und an den Universitäten in Berlin und Wiirzburg studiert. Seit 35 Jahren; wirkt er als Rabbinier von Schweinfurt. 1 Feier des 50• Geburtstages von Dr. Bernhard Kahn. Dieser Tage vollendete Herr׳ Dr. Bernhard Kahn, der! Leiter des europäischen Werkes des amerikanisch-jüdi■’ sehen Joint Distribution Committee, sein 50, Lebensjahr; dieses Jubiläum fällt mit der Vollendung einer 25jährigen Tätigkeit im Dienste der jüdischen Fürsorge zusammen. Aus diesem Anlasse wurde der Jubilar besonders vom! Hilfsverein der deutschen Juden, dessen Generalsekretär Dr. Kahn von 1904 bis 1921 war, beglückwünscht. Der Landesrabbiner in Steiermark — Universitäts- Professor. Der Bundespräsident hat dem Privatdozenteri für semitische Philologie an der Universität; in Graz, Landesrabbiner Dr. David Herzog, den Titel eines ausserordentliehen Universitätsprofessors verliehen. Litauen rüstet sich zur Neuwahl seiner Volksvertretung. Es ist dies in ׳diesem zur Selbständigkeit neu erstandenen Lände ein wichtiges Ereignis. Ein * wichtiges ׳Ereignis auch für d׳i׳e jüdische ■Bevölkerung dieses Staates. Sie ,macht ׳wohl bloss 160.000 Seelen, also insgesamt, nur etwas über 7 Prozen der Gesamtbevölkerung aus, sie besitzt aber, da sie in .einem Agrarlaud .hauptsäcliiieh den Finanz- und Handelsstand vertritt, eine über ihre prozentuelle Stärke ■!hinausgehende Macht. Die ■litauische Judenlheit spielt auch in der Gesamtjudenheit eine grosse Rolle, die sie ׳nicht durch ihre Zahl, sondern durch ihre geistigen Qualitäten erobert hat. Sie kann so strahlende jüdische Geistesheiden wie Rabbi Elia Wilna, Rabbi Jizeliok Elchonon Spektor, Rabbi Cihaim Solwayczlk zu; den .ihren zählen, bat so bedeutende Thorastätten wie Soiobotko, Teicsi und Poniewerz׳, und kann mit berechtigtem Stolz darauf ihinweiseii, dass in ihrer Mitte die Thora ׳eine Heimstätte gefunden hat, wie sonst kaum auf der Welt. Also ׳erwartet auch die ganze jüdische Weilt-!mit Spannung die Stellungnahme der litauischen Judenheit .zu den bevorstehenden Parlamentswahlen. Die orthodoxen Parteien haben den. übrigen jüdischen Fraktionen vorgeschlagen, auf Grund! der bisherigen Verihältiiiszahl eine Einheitsfront zu schaffen. Der Vorschlag der Orthodoxie wurde von den radikalen jüdischen Parteien!, die mit den ׳״Klerikalen“ nichts zu tun haben wollen!, aibgelellunt. ׳Nach dem Scheitern einer jüdischen Einheitsliste schreitet somi׳:: die litauische Judenheit, in .mehrere Parteien gespalten, zur, Wahlurne. Die Orthodoxen (Aguda, ■1111parteiische Orthodoxe,’■Zeire Jisroel) treten }mit einer. ,eigenen Liste in den Wahlkampf ein. Die zumeist -■linksorientierren jüdisch-sozialistischen: Parteien gehen ihrer Weltanschauung gemäss mit den übrigen Sozialisten. Die Zionisten, Misrachisten, Demokraten, also die bürgerlichen Jüdisdiriiatkmalen, ,gehen als nationale Minderheit mit ׳den, anderen ua׳tionale'n Minderheiten. Es ist tragisch), dass es ׳in Litauen soweit kommen musste.. Wenn aber die ׳bürgerlichen Jüdisch-nationalen es fertiggebracht haben, mit den anderen nationalen Minderheiten ■zu ■gehen,' ׳dann ist es begriissenswert, dass die Orthodoxen ihnen au;f diesem unseres Erachtens verhängnisvollen Wege die . Gefolgschaft ver׳*• sagt haben. יי י י Man kann 'ja. nur staunen, wie wenig *diese Nationalisten aus ׳der Vergangenheit gelernt;haben, In der ersten Blüteperiode jüdisch-nationaler Herrlichkeit war Litauen das Land, . auf welches als Master jüdisch-nationaler Entwicklung hingewiesem wurde. Jüdisch-nationale Autonomie, ein jüdischer Minister!, jiidischer •Nationalrat waren die Haupterrungenschafteil einer auf nationaler ■Grundlage errichteten jüdischen Einheit. Die Ortihodoxen, die damals unter dem' Namen ״Achdus“ Agudisten und ihre Jugendgmippen umfassten, bildeten einen Teil ׳dieser Einheit. Die politische Knechtung seitens der sozialistischen und nationalistischen Extremisten׳, die ungeheure Beeinträchtigung des religiösen Lebens seitens der Antireligiösen׳, die Zurückdrängimg und Vernachlässigung der grossen Thoralehranstalten und religiösen Volksschulen, die wirtschaftliche Knebelung ׳durah ihre Entfernung ans den ■führenden• Stellen dier jüdischen Volksbank — das alles haben die Thoratreuen geduldig ertragen, indem sie sich gehorsam dem kategorischen Imperativ einer Einheit beugten, deren Sprengung ihnen! als ärgster Verrat am jüdischen Volke suggeriert wurde. Es hat lange gedauert, bis diese ,Suggestion gebrochen wurde und es war — leider — nicht nur die tiefere Einsicht! in die Lebensbedingungen des jüdischen Volkes, die diese Wandlung brachte. Es musste erst ׳der jämmerliclie Zusammenbruch der jüdisch-nationalen Politik auf der ganzen ׳Linie kommen, bis die Orthodo'xi3׳ in Litauen •nachztidenken begann, ob sie verpflichtet sei, eine Einheit anzuerkennen!, der sie wie einem Moloch ihre wertvollsten Güter, die jüdische Erziehung ihrer Kinder, den thoratreuen . Geist Ihrer Zukunft zum Opfer bringen musste. Es musste ׳der Zusammenbruch kommen, ein ׳ Zusammenbruch, der nicht nur die ״nationalen“ Errungenschaften der Nachkriegsjahre vernichtete, sondern auch die uralten Grundlagen der jüdischen Gemeinde untergrub. tragen j etzt.mit Vorl i e b e Eine solche Bubi-Perücke kostet je nach Ausführung S 100■— bis S 160.— Moderne Transformationen mit naturgetreuem Scheitel von S 60■׳— bis S 90■—■ Transformationen ohne Scheitelstrich von S 50■— bis S 70■— , Das Reinigen, Wasserfrisieren sowie Reparieren aller Perücken wird übernommen und sorgfältigst ausgefühit, auch dann, wenn diese nicht bei uns erzeugt worden sind . berühmte die ebenso geschmackvoll und vornehm, wie leicht im Tragen und Frisieren sind Othmai; Schiff, Wien, I. Körntnerrlns 6 Gegenüber dein.Hotel ״Bristol“ Telephon Nr. 5162־3־ Verlangen Sie die kostenlose Zusendung unseres Katalöges! RäF* Wollen Sie gefälligst bei Bestellungen den Vornamen Othmar und die Adresse genau beachten I &