Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 12 (1926)
- Issue
- 9 (26.2.1926)
- Date
- 1926-02-26
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.9 is<!1te*69 Elft Verband orfliodoxer Ostjurferi fti Wfeii/ ׳ r ׳ ״ Die Führer des ostjüdischen Wiött, unter ihnen die’ OrosstabbJner ,von Gzortkorw, Sadagöfa,־ ,Husiatyrti^vKo- ־: Pioince, haben die, Gründung eines Verbandes zum, Schutz׳! der relig^öselrt!ünd kulturellen Interessen der!in Wien leben-!; den Ostjüdeh in die-Wege geleitet. Die höhe Bedeutung' der Persönlichkeit י der. . Initiatoren wie׳ , der - .Sache selbst beanspruchen die .Aufmerksamkeit aller.. Thoratreuen. ,Wiens״ ohne־ Rücksicht dti! ihre Landsmannschaft'. Oie UrganM saticnsbdst'r^iö'iiiiigett-def!In Wiiefn lebenden Dstjüfdeh!\׳Itä1ben,' •eine weit ׳zurückreichende, ׳wir können auch!gl׳e1ich :!hinzu־'! fügen, •unefftgek^clt«•: Vorjgesohiiqhte.. •Es.-rhat 6ich. in deri! Yergangeniheiit. gezeigt,!dass!selbst jene osöjüdiische Or.gani-!l satlonen, diiie speziell von •religiösen Juden zum Schutze! Religiöser Jntieressen geschaffen waren, früher oder später,' die eigentlichen Vereinszwecke vernachlässigend, der Tummelplatz persönlicher Ambitionen wurden. Nicht selten: verwandelten sich sogar diese Organisationen zu einem Werkzeug ■des!Hasses' gegen die zumeist von!ungarischen und wes׳te־nr01päiscl1en religiösen Juden gegründeten Ver-!bände,׳ wiie die ״Freie Vereinigung!zur!Förderung des; orthodoxen Judentums“ und nicht zuletzt ״Adas Jisroel“; (Schiffschul). Auch diie Agudaorganisation;in Wien kannte, sich nicht,der Sympathien- ׳der, ׳bisher ׳bestehenden ostjüclisehen Verbände erfreuen. ■Es waren immer Kräfte vorher-■ den, denen an der Schiirung der landsmannschaftlichen Gegensätze,!die .infolge •der Verschiedenheit •des Kultur-' weges zwischen •ungarischen und;polnischen Juden nun einmal vorhanden .sind, sehr gelegen׳ ist. Diese. Gegensätze׳ Wurden von diesen!Elementen rieht etwa deshalb fest-1 gestellt, am ‘sie .in■ friedlicher, gemeinschaftlicher Arbeit zu ©limiiaiiiereiii, sondern 1i!m ׳Geigeurteil., ׳um •die bedauerliche . Kluft npcii zu verschärfen. Also kam es, dass Adas Jisroel,' <d!iese^ starke Feste ׳der •Jerelm in Wien, die ••ausschliesslich־ zur Errichtung von religiösen, und Thoralehranstalten ,dient: imd jedem Juden in Wien ohne Unterschied!der Provenienz zugute kommen soll, •allmählich •als Feindin׳ der polnischen) Juden ihm gestellt wurde. Nicht anders erging es Agudäs Jisroel. Sie, deren grösste Führer dem Ost.judentunrangehören, ״deren stärkste Landesorganäisation gerade!1!n Polen ׳ Ist, w,i׳r!d vo.11 diesen Kreisen;;in . •Wien als antipolnisch, ungarisch verschrien. Gegen Hass und Verblendung lässt ׳ sich schwer ahkämpfen.!Umsonst ׳haben die verantwort-, liehen Führer sowohl der Adas Jisroel, Schiffschül, wie!!auch!der Aguda wiiedenholt ׳eirklärt. dass!ihre .Institutionen , jedem ohne, .Unterschied zur. Verfügung;stehen,. dass, sie, auf .rehgiiösen Grundlagen aufgebaiit, bloss religiöse ׳Mo- ' mente;in Rücksicht ziehen, aber!nimmer landsmannschäft• liehe. Bii'suun!hat die Stimme des Hasses, des ׳hemmutigs losen 1Schlagwort׳e!s!in!den breiten M׳assen• ׳mehr Anklamg gefunden als die Stimme!der Vernunft .׳und ■der WährihetM. Liebe lässt sich bekanht’liich mit!Gewalt •nicht erzwingen. Wenn •die tin Wien lebenden religiösen Führer der Ostjaden es .für .nichtig;und nötig finden, einen׳ speziellen Verband zum Schutz!ihrer religiösen •Interessen ׳zu schaffen, so steht es!den miciht-ostjildischen Verbänden und ihren Führern nicht gut!an., darüber ein Urteil ׳abzaigeben. Was sie ja aber •mit Fug und Recht verlangen können, .ist, dass der. neue Verband die. Grundlage, die!Arbeit und die Bestrebiiingen׳ ” (der biisheir" geschaffenen religiösen Verbände, Institutionen und Anstalten nicht beeinträchtigen und geiahnden ■möge. Wir׳ .hoffen), •und!die Schöpfer dies neuen Verbandes!hieten genug Gewähr dafür, dass dies nicht der Fall sein wird. •Ein Verband •der 0.׳stju/den■ 1in Wien■, der ■etbrlich ■für die religiösen ,Interessen .seiner Mitgliedschaft wirken, will, hat wahrlich genug zu tun. Es ist ja!die Tragik ■des nach dem Westen verschlagenen religiösen Ostijuderi, dass er hier ohne jeden Uebergang ein ungewohntes•; Milieu . verbindet. Der Ostjude entbehrt in einer westeuropäischen Grosstadt, fast alles,!wessen 1er als religiöser Jude bedarf. . Er ds׳t 1i:m wlrtscbatfliohen Kampfe 1im Hintertreffen. Die .,bodenständige“ Bevölkerung wendet sich in ihrem Judenhass zuerst gegen jene., bei denen der• ״zugeiwanderte“ Charakter am meisten bemerkbar, ist. Leider; begegnet der Ostjude oft auch!unter W'estjuiden׳ Anschauungen!, die jenen der ,,Bodenständigen“ .verzweifelt ■ähnlich sind. Wie leicht 'fällt in diesem üiigleiiche'n Kampf ums Dasein der heilige Sabbat zum Opfer? Nicht geringer sind die Schwierigkeiten der Kindererzlelning. Der Ostjude findet in Wien nicht die nöHgen Anstalten .׳vor, an!denen seine ■Söhne und Töchter konform mit dem Geiste des Elternhauses erzogen werden könnten. Jene Chadarim ■und Talmud Thoras, •die in Wien von Agudas Jisroel!in den Krdegsjahreri׳ gegründet itn'd dann von einzelnen selbständigen Scliulverieinen fortgeführt wurden!, führen infolge der drückenden Wirtschaftliehen!Not ein!kümmerliches Dasein, sie entsprechen de! grossen Aufgabe,!der •sie dienen sollten!, durchaus nicht. Für .!die religiöse Erziehung der weiblichen ■Jugend!ist ln ostjiidischen Kreisen bisher fast nichts!geschehen. Die grosse iBeth-Jakob ־•Bewegung .ihres Heimatlandes erfasste noch nicht ׳die in Wien lebenden. Schichten der Ostjuden. Sabbat! Thora!;Reiinheit der jüdischen •FamdilieL. .־. Wahrlieh grosse und schwierige Aufgaben, denen sich der neue Verband zu widmen hat. Mag auch in den Kreisen der Wiener religiösen Verbände' einstweilen die Ansicht. VöM herrschen, dass diese .Aufgaben .ohne Separation, olrne be־j sonderen Verband,,!also ohne .Zersplitterung weit besser] hät-tefc,!gelöst ,werden;können׳,:»^): wird man unter dem ßin-i druck einer• •״, ehrlifeiien•. Arbeit״ allmähl׳iGh;s ln •dier »Kömstii-i tiiiermig des neuen Verbandes ׳nicht eine. Separation, sondern ,bloss einer ,Di ffe r<enz.i e rung der Arbeite••! gebiete erblicken. Vernünftig ■betrachtet, kann kein.׳; reü-| giöser Jude >so kurzsichtig sein,• dass er nicht jede!Bestre-j bung ■willkommen!heisse n׳ sollte, die mit ehrlicher Absicht: eine, Vertiefung imd .Befestigung des reiligiösen, Lebens..in Wien *bezweckt..Diev.fchoratreueh Juden bi Wien, )mögen׳•sie, von Ost •oderr. \Vest״!kam!men,xsfnd so schütter gesäht, ••sindf wirtschaftlich.' so schwach, haben •in der Grosstadt . solch■ gewaltige Aufgaben, t-dass sie ׳־'Unabänderlich aufeinander; an-j gewiesen ' Siftdv Nur״׳: im brüderlicher Eintfächt und;in <gemeinsamen Anstrengungen, körnten sie selbst diie primitivsten Erfordernisse eines religiösen Lebens in einer westlich orientierten Gemeinde, wie Wien ’ scha׳ffen: und erhalten. Wenn schon!die lokalen .Veirhältniigsjg. ■derart sind, dass man; getrennt marschieren muss, so möge doch nie das g e■ mieiin s!a.m׳e gt 0 sse .,Z i!ei., u'trs •:d;e m ׳Auge v׳erlor׳en werden. Wird es sieh zeigen, dass 1d׳as gemein same Ziel nur auf getrennten Wegen erreichbar ist, so wird .sicherlich jeder .thoratreue Jude 1i!n Wien olrne Unterschied die 'Gründung ■des neuen Verbandes •als eine th/istortsehe Tat ׳lierzlichst ׳ begrüssen «und die •Bestrebungen des' Verbandes zur!Befestigung des religiösen Lebens moralisch• und materiell nach Kräften fördern. ®ן nachrichtET Agudas Jlsroel-Jugendgruppe Wien, 11., Flossgasse x—8 Vortrag D». Nathan Birnbaum ״Missverstandene Aussprüche‘1,. findet 6): מש״ק פ, כי תצא• März) um 8 Uhr abends im Saale der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II., Flossgasse 1, statt. '׳•■: ״־•; * י'_ "׳^i'^Einladungk•^_u;׳;לך:!׳;:: ■.;,־?•1.׳ zu der1mhSäale "d®£ Agudas Jwroel-Jügebdgruppe,! Wien, II., •■ Flössgasse־' i, äm';תצ1ךן ,D מש״ם um!?״V* Uhr :;statt- . findenden;?׳ ׳ י ׳ : ';?:״־: ׳•'׳ WUL& ® Sonntag' um 8 Uhr' findet eine Wiederholung ,derselben für Damen statt. — •Regiebeitrag 50 Groschen, für Nichtmitglieder S J,—. •.:, :•׳■.׳־.,.,•• Einladung zu der'גמ^ אי״ה Donnerstag den 4. März (18. Adar) um ,! ,, 8,Uh!■.abends gtattfiQdepden , '; v.; י;;,,: סיום הדף יומי על מ׳ יבמות Kartell' nup־io1. VQrv0Tkauf zu tpaken.in der jii^aiidgruppe' täglich. Von 6 bis 7 Uhr abends. ’ DleLeitung Purlmaktion des ״Keren HajJschuw“ Der dieswöchentlichen Nummer liegen Aufrufe des ״Keren Hajlschuw‘ bei. welche zur Teilnahme an der Purimaktion des ״Keren Hajischuw“ auffordern. Sammelblocks und Propagandamaterial erhältlich bei der Palästinazentrale der Agudas Jisroel, Wien. II., Malzgasse 12 a. Oesterr. Postsoarikassenkonto Nr. D. 33-406. Der 7. Adar in der Schiifschul. Sonntag den 7. Adar um halb 6 Uhr abenids hielt Herr Oberrabbiner Fürst die Gedenkrede nach den in diesem .Jahre verstorbenen Rabbonim und Thoragelehrten in ׳der Synagoge der Schiffschul. Das zahlreich erschienene Publikum folgte tief ergriffen/ .den Ausführungen des Herrn Oberrabbiners, der in meisterhafter Rede• den Verlust schilderte!, den das Judentum durch den Abgang so vieler Gaonfm.an Thorakenntnissen und׳ an jüdische Heiligkeit erlitten ■hat. In dem zweiten Teil seiner Drascha beschädigte sich: Oberrabbiner Fürst mit Enziehaingsangelegenheiten. Er ermahnte seine Zuhörer zur kräftigen Unterstützung der Thoralehranstalten und forderte energisch׳ einen entsprechen׳den ReligiionsunterrioM an den öffentlichen Schulen. Der 7. Adar in der Sturaper-Synagoge. Sonntag den 7. Adar hielt Herr Rabbiner M. F1 e s c h in der Synagoge (Stumpergasse) wie alljährlich׳ einen Hesped.' Die Generalversammlung r des Vereines Chewra Kadischa, Bikur Choüm für den VI. und VII. Bezirk, fand Dienstag den 23. Februar — 9. Adar —!im Hotel Palast,. Mariahilferstrasse, statt und ״nahm den programmässigen Verlauf. Aus dem Jahr'eshericht J׳st"'z*n entnehmen, dass der V׳er-, ein 1800 Schilling an Arme verausgabte. Die ausgeschiedenen' Herren M. Felsenburg, A. Glatter und J. Ungar., ferner die Ersatzmänner Blum, Reiss •und « Breuer•, wurden, wiederge■:; wählt. Anschliessend׳, an die Generalversammlung •fand eine" Ghewra Suida statt, die.!in angeregtester Stimmung bis nach Mitternacht''dauerte. Die Toaste von Rabbiner M. Flesclv Rabb. Dr. Pollak, Df; Leo־'Deut s c:h 1 arid e r und Moritz: Fels eh bürg, ferner die•׳ musikalischen Vorträge von den Herren . Oberkantoren: B r a u n (SchiSfschul), M. Frankel (polnische Schal), Katz und Weiss sowie der humoristische; Vortrag von Herrn Benüu haben rauschenden Bei-.' fall geerntet.' Der Abend, an ,׳dessen Arramgement die Herren Biibring. Fe ls e׳nb׳u rg, Glatter und Golds t •e 1i n einen hervorragenden Anteil haben, hat S 500 für wohltätige Zwecke gebracht. : ׳' , : Hisachduth Hajereim. Vom Sekretariat der Organir sation Hisachduth wird folgende Mitteilung verschickt. Auf Initiative der in Wien lebenden Grossrabbiner und anderer ostjüdischer Führer wurde die Gründung eines ostjiidischen Verbandes in Wien, dessen Hauptaufgabe die Befriedigung, der religiösen und kulturellen Bedürfnisse ,der: in Wfcrf lebenden gesetzestreuen Östujden ist, in die Wege geleitet. Die erste öffentliche Versamrhlüng der. Interessenten fand Sonntag den 7.1 Adar (21;■!Februar), im Turnsaale, der, Talmud Thora, 2. Bez.j Malzgasse 16, statt. Die in grosser4: Zahl Versammelten; haben mit grosser Begeisterung be־ schlossen, ein provisorisches Komitee bestehend aus prominenten Persönlichkeiten der orthodox-ostjüdischen Kreise in Wien, emzusetzen. Das Komitee hat sich bereits konstijtüiert und die Arbeiten begonnen. in braunen Schachteln laut Attest Sr. Ehrwurden des Herrn Oberrabbiner Simon Schreiber aus Erlau כשר verlässlich koscher כשר auch heuer wieder in garantiert reiner und ausgiebiger Qualität zu haben bei HEINRICH FRANC! SÖHNE .;:'■4 in KoSice ':':V: ׳׳: . Diese Fabjrik steht unter, Oberaufsicht des Herrn . Oberrabbiner ׳ Simon Schleifer und uciter!?tändiger; , ' Kontrolle von1 Sr. Ehrwürden ernannten frommen ״ jüdischen Aufsehern, so dass sämtliche Erzeugnisse . verIässII«h koscher sind und also vom jedem Glaubensgenossen das •ganze Jahr hindurch gebraucht werden -können. , Beachten Sie beim Einkäufe im eigenen Interesse recld .,ge^fiu« *die ra U וי e Färbe der Schachtel,' die Schutzmarke! KAFFEEMÜHLE und die Unterschrift HEINRICH FRANCK SOHNE., Thoraeinwölhurtg; Im Bethausverein Bikuf^GHofftn^ 20.׳ Bez., Treustrasse; 7,. fand Sonntag den 7. Adar um 4 Uhu nachmittags, eine Thoraeinweihung statt. Die verschiedenen .Bethäuser im 20. Bezirke, hähen Veftretfer zu-dieser Feier delegiert. Agudäs-Jisröel' Würde dürch Herrn Ratibiii&r Moses Blech vertreten. Der Vizeobmann Herr Pinchast Le f n e r begrüsSfe 1m : Namen; des Vomtandes die Gäste , und . würdigte die grossen ,Leistungen dieses Vereines auf dem Gebiete der Humanität. Die Herren Rabbiner G-ttesihaH'n, Hager, Blech Hielten sinnvolle Red6n>־ in Welchen die Bedeutung dieser Feiernden Anwesenden vor Augen führten. Es sind , bei :diesem Anlasse grössere Summehi Jfür den Verein gespendet •worden.; : , . Vortrag Dr. ^atban Birnbaum. Samstag den .20. Februar "hielt Dr. Naflian •Bithbairfn., als "Gast der' VefeirtiKüiw'“JÖimdffer Akademiker (V. :J/ A.) ihi' völllbesebzteh׳ Feätsoälg •des ,-IngenSeur-־ und Architeklenverelnes über das Thema wDer grosse Einsame“, einen Vortrag., d׳er von! allen Kreisen der Wiener Jmdenschaft mit grosser Spannung angehört wurde. Der grosse Einsame ist das ׳ jüdische Volk, das einsam in der Wüste die G-tteslehre empfing und einsam!diese Lehre der Weh verkündet. Diese Einsamkeit ist nicht bloss eine histotisehe Tatsache, sondern׳!ein:■ K-ttge!wollte Notwenldiigkeit. Sollte diese Einsamkeit .vom jüdischen Volke aüfgegdben werden, so würde es seine historische Kraft und Mission einbiissen. Dem grossen Einsamen׳, dem jüdischen Volk, auf der Höhe seiner Aufgabe, stellte Nathan! Birnbaum in markigen Sätzen den kleinen Vielsamen, den jüdischen Führer?. von heute entgegen; dier eifrig bestrebt ist, das jüdische Volk allen anderen Völkern anzugleichen. In seinem einstündigen Vortrag fand Birnbaum herrliche Worte zur Charakterisieming des jüdischen Gesetzes als Mittel ׳urid Weg zu der grossen Einsamkeit. Der Vortrag, der ein wertvolles Zeichen der Aktivität unserer Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien ist, wurde von Dr. Leo D e ׳u t s c 111 ä n ’d e r mit einem kurzem!Referat über die Be*deutuu:gi׳d׳er Vereinigung J iidischer Akademiker eingeleitet. Am Schlüsse dankte Dr. Demtschlänlder mit herzlichen Worten, die ׳im Beifallssturm des Publikums wertvolle Bekräftigung fanden, dem Vortragenden für sein Referat. Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien. Den nächsten öffentlichen Vortrag veranstaltet die V. J. A. Samstag den 13. März abends um 8׳ Uihr im Festsaale des Ingenieur- und Ardhiitektenvereines. Es wird, der Br., Br. Universitätsprofessor Dr. Max Eisler über den ,alten■ Rembrartdt“ sprechen. Die Verkaufsstellen der Karten werden noch später angegeben._־־'׳'■ ■' ADAS JISROEL TSchlffschul), Wien, II., Grosse Schiffgasse 8. Kanzlei : II., Grosse Schiffgasse 1. Z. 305 ex 926. P. T. Ueberall im Lande herrscht die furchtbarste Not. Allenthalben blicken tausend und aber tausend vergeblich nach den bescheidensten Erwerbsmöglichkeiten aus. Viele, die noch vor kurzem in behaglichem Wohlstände lebten, darben. Von allen aber, die im Elend schmachten, sind gerade unsere Brüder am härtesten getroffen. Hier zu helfen, ist eine gebieterische Pflicht. Ganz besonders müssen wir bedacht sein, die Aermsten der Armen wenigstens am Pessachfeste, am Feste der Befreiung, der . dumpfen, hoffnungslosen Verzweiflung zu entreissen. Es ergeht daher an alle unsere Freunde und Gönner, die ihr jüdisches Herz bei Jeder Gelegenheit beweisen, die herzlich dringende Bitte, uns beizustehen, so viel als möglich zu helfen. . Spenden werden ln der Kanzlei; II., Grosse. Schiffgasse :1, während der ■Mntsstunden; entgegengenommen. Wien, am 7. Adar 5686.; Rabbiner S. Fürst, Obberrabbiner der Adas Jisroel. Rabbiner Josef Baumgarten, Kommerzialrat Siegmund Bonidi. Rabb.-Ass. der Adas Jisroel. Obmann der Adas Jisroel; Dr. Isidor Relnlnger, Obmann-Stellvertreter; Wolf Pappenbelm, Obmann-Stellvertreter; Jakob Stern. Kassaverwalter; Moritz Lettner, Schriftführer;.... Ignatz Back. Markus Bondl, Eduard Deutsch. Jakob Fuchs, Bernhard Klein, Emil Kritzler, Fr^nz Neumann, Nathan Schiff, Josef Schick, Salomon Schreiber, Julius Steinfeld, Michael Sternfeld, Berthold Stroh. ADAS JISROEL (Schiffschul), Wien. H., Grosse Schiffgasse 8. Kanzlei: 11״ Grosse SchiffgasseT. י״־ , י Einladung zur י! . Generalversammlung der Adas Jisroel für Sonntag •den 14. März d. .1. um halb 3 Uhr nachmittags im Turnsaale der Talmud-Thora-Schule, II., Malzgasse Nr. 3. Tag e s 0 r d n u ng : 1. Mitteilungen des Vorsitzenden. 2. Rechenschfatsbericht und1) 3. Rechnungsabschluss für die Jahre 1921 bis 1925. *) 4. Bericht der Revisoren. 5. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages. 6. Ernennung eines Ehrenpräsidenten. 7. 'Neuwahlen für 9 ausscheidende Vorstandsmitglieder mit der Mandatsdauer bis 1931.a) 8. Anträge und Anfragen.a) Wien, am 24. Februar 1926. , Der. Vorstand der Adas Jisroel: Moritz Leiter e.h., Dr, Isidor Reininger e. h., Schriftführer. . Obmann-Stellvertreter. Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind nur diejenigen berechtigt, di,e den Rückstand an Mitgliedsbeiträgen bis spätestens. am 7. ■März ׳d. J. volständig beglichen!haben. B Liegen in der Kanzlei während der Amtssturiden zwischen 10 bis 12 Uhr zur Einsicht für die Mitglieder auf. ׳ ־*) Es scheiden aus die Herren: Ignatz Back, Markus Bondi, . Eduard Deutsch, Iakob •Fuchs,‘ Bernhard Klein, Moritz Leitner, Wolf Päppehheim,:!Josef Schick,׳ ■Nathan Schiff. Die• Aus- •tfötönde1i;״sind''Wisdercjw:ählbar:!!;.׳:!!!׳ .:: •ri// j׳hu^v .;• •; *) Anträge: und;Anfragen!,müssen im Sinne der Stätujs» , *drei Tage vor der Generalversammlung, das ist bis spätestens .#en 10. März d. J.» dehj Vorstände in der Kanzlei während der Amlsstunden 1iberrei(;i1t,r;$ein.■ ׳ Atelier für Goldstickerei- Arbeiten . MARGIT WEISS, Bratislava, Gyurkovftsgasse, 17 (in 4er Nähe des Hauptbahnhofes) , . '• | übernimmt alle einschlägigen Arbeiten (auch Reparaturen)«: Mantel, Paroches, Chupes etc. auf Grund jähriger ausländischer P«axis in gediegenster kunsilerischer Ausführung, 39016^62