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Jüdische Presse · 1926-01-15 · 3 (15.1.1926) · p. Seite 22

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
3 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
Seite 22 (sequence 6)
Language
German
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Seite 22 JÜDISCHE PRESSE. Nr. 3 Versammlung wollten auch die orthodoxen Gemeindemitglieder unter Führung von prominenten Vorstands- •und Repräsentaniznitgliedern♦ 1e׳rsohe.i1nenC um auch ,jenes Pulbilfoum sachlich und wahrheitsgemäss aufzuklären. Sie wurden jedoch aus Furcht, -das ganze •Kartenhaus dieser kirnstlieh zusammengetakelten Opposition könnte vom leisesten Windhauch der Wahrheit in sich zusammenfallen, nicht zugelassen. ,Eine abf falsche!Prämissen׳ aufgebaate, von Unkenntnis der einschlägigen Gesetze und Statuten strotzende Resolution wurde von einem Advokaten verlesen. Die Ver- Sammlung •musste jedoch, als ein Zionist an -bestimmte Zusagen ׳crinncnte und ׳einen!!Strich!durch die Rechnung zu machen sich erlaubte, vorzeitig geschlossen werden. Die besseren Teile der Opposition •sehen infolge all dieser Ereigntis.se!ein,!dass sie durch!ihre zionistische A!d-vokaten in eine!Sackgasse igoführt ׳wurden um׳d suchen •eiinen Aiusweg. Sie werden ihn finden, sobald sic ein wenig in sich gelien und •aufrichtig — wollen. Die Pflege der heiligen Sprache in der Slowakei. Vorbemerkung der Redaktion: Wir veröffentlichen den nachfolgenden Aufsatz eines Freundes unserer Zeitung, .obgleich wir die Behandlung eines solch’ umfassenden Stoffes in -dieser Form für ungenügend erachten. Das Verhältnis des Judentums zur heiligen Sprache ist unstreitig ein ן positives und es steht ausser Frage, dass der orthodoxe Jude die Sprache des חנ״כ und der gesamten religiösen Literatur des Judentums als s e i n e Sprache •betrachtet und sie folglich' möglichst korrekt selbst beherrschen und auch seine Kinder lehren sollte. Nicht um die Sprache als solche handelt cs sicli also, sondern 1. um die Lehrmethode, 2. um den Lehr in halt, 3. um die jüdischen Anschauungen und die Lebensführung des Lehrers und'4. um ' die eigentlichen Zwecke, die in jüngster Zeit mit der Propaganda für die sogenannte ״hebräische“ Sprache erreicht werden sollen. Da ist die grösste Vorsicht geboten, ger a d e w e i 1 die Sprache der heiligen Literatur in unserer aller Augen die höchste Achtung geniesst. Da muss dafür gesorgt werden, dass namentlich ׳unsere Jugend genau zu unterscheiden weiss zwischen ״heilig“ und seinem Gegenteil. Vor der Lektüre der ״modernen“ Erzeugnisse, die unter dem Vorwände einer ״hebräischen“ Literatur verbreitet werden, muss g ew a r n t werden, solange sie einerseits ungehindert zur Propagierung des religiösen Abfalls!und zur Profanisierung der geistigen Güter des .Judentums benützt wird und andererseits zum nicht unbeträchtlichen Teil nichts anderes als einen verschlimmerten Abklatsch der europäischen HDT-Literatur darsteMt. Gegen diese Bedenken hält die Argumentation des ׳ g. Artikel- Schreibers nicht stand. Auch er spricht natürlich nur von der grammatikalisch und stilistisch, korrekten Kenntnis der Sprache und ׳nicht von der Literatur. In diesem engeren Sinne könnte :er sich auf □גאינים וצדיקי aller Zeiten als ׳Gewährsmänner be- ■ rufen. 'Es darf -dabei, ׳aber nicht vergessen werden, dass gerade Forderungen, die zum Schlag Worte derjenigen geworden sind, die auf die eine oder andere Weise eine religiöse, geistige oder organisatorische Schwächung des historischen Judentums -herbeizuführen sich bemühten, aus einer klaren Kenntnis der Volksspyche heraus von ׳den grossen Führern -des Judentums, stets abgelc-hnt wurden, obgleich sie den gleichen Forderungen gegenüber zu einer anderen Zeit unter anderen Verhältnissen vielleicht geringeren Widerstand geleistet hätten. Es ist ״ein Missgeschick unserer Sprache, dass die früheren ״Maskilim“ und , iiire geistigen Nachfolger, die ^heutigen ״Nationalisten“ — .aus Gründen, deren ■Erörterung hier zu weit führen würde — ihr Interesse auf sie kotizen•tr ie re n und dadurch die besten jüdischen Kreise, die mit den ״nationalen“ Sprachfanatikern nicht verwechselt werden wollen, von ihrer Pflege abhalten. Bekanntlich ist -die jüdische Seele!infolge ihrer regen Empfänglichkeit immer die erste, die einer jeden, von Zeit zu Zeit auftatichenden neuen Idee ihr Interesse zuwendet. Es gibt keine geistige Massenbewegung grösserer Tragweite, die nicht in erster Linie die Aufmerksamkeit und das Verständnis der jüdischen Kreise erweckt haben sollte. Besonders sind es kulturelle Fragen, für die die jüdisehe Intelligenz immer solch reges: Interesse zu bekunden pflegt. Es ist daher eine erstaunliche Erscheinung, dass die seit einigen Dezennien in stetigem Vorwärtsschreiten begriffenc Bewegung . für;die Neubelebung und Popularisierung unserer heiligen Sprache in unserem Lande sioh einer solch’ geringen Anhängerschaft erfreut. Die ganze• Judenschaft des alten Ungarn, ohne Unterschied der religiösen Richtung, verhält sich kühl und'indifferent, ja sogar feindlich gegenüber dieser so bedeutungsvollen jüdisch-kulturellen Bewegung. ■ Die Konservativen einerseits motivieren ihr seltsames Verhalten damit, dass die ׳Kultivierung der hebräischen Sprache ein •Erfordernis des modernen, fortgeschrittenen Zeitalters sei und als solches •vom religiösen Standpuknte verpönt: zu werden verdient. Es hat sich in den Reihen des konservativen Judentums •die sehr zweifelhafte Behauptung geltend gemacht, dass die Förderung der, hebräischen Sprachkenntnis geeignet sei, den traditionellen Geist zu lockern und die Religion zu gefährden, so dass -die Jugend von solchen Studien fern gehalten , werden muss. Die Assimilanten andererseits, die auf dem sicheren Wege ׳sind, ihre Angehörigkeit zum Judentume völlig zu verleugnen und ihrem Glauben den Rücken zu wenden, perhoreszieren die Pflege :der heiligen Sprache als eine Kulturbewegung, die für sie, ■ die •Kinder europäischer Nationen, keinerlei Bedeutung haben kann. Es ist aber merkwürdig, dass in.unserem Lande auch in solchen Gemeinden, in deren Mitte jüdischnationale Politik getrieben wird, dem Studium der hebräischen Sprache nicht das geringste Interesse entgegengebracht wird. Es . ist eine traurige Erscheinung, dass es vornehme; zahlreiche jüdische Gemeinden gibt, in denen der למור התורה in musterhafter Weise gepflegt wird und dennoch kaum zwei öder ׳drei Menschen vorhanden sind, die das^pn.לשון fehlerfrei oder zumindest anderen Sprachen gleich, beherrschen. Wenndie Konservativen infolge gewisser religiöser Bedenken gegen die Sprachreformierung Opposition machen, ist es doch von. gewissen individuellen Gründen berechtigt; wenn sie aber die Sprachen fremder Nationen der unsrigen vorziehen, so ist es ein unverzeihliches Vergehen gegen die elementarsten Pflichten eines jeden frommen, seinem Volke und seiner תורה treuen Juden. Man müsste auch noch den Leuten beibringen, dass das Radbrechen und Karikieren unserer heilfeen Sprache im Grunde genommen. Keinerlei; Mizwoh ist. Wenn es gestattet ist einer Sprache mit Verstümmelungen und Verzerrungen sich ׳zu bedienen, so kann es unmöglich irgend welches Verbot daräuf geben, dieselbe Sprache rein und grammatikalisch zu erlernen. Es ist also die heilige Pflicht eines jeden Vaters, der seine Kinder, in wahrem jüdischen Geiste erziehen will, beim Unterrichte derselben der Pflege der heiligen Sprache unserer Propheten die gebührende Aufmerksamkeit zuzuwenden und in das Herz der Kinder die unerschütterliche Anhänglichkeit und Treue zu den geistigen Gütern, die uns von unseren Ahnen tradiert wurden, einzuflössen, damit in der heranwachsenden Generation dem unverfälschten jüdischen Geiste neue, würdige Träger erstehen. Kehren wir zu unserer heiligen Sprache zurück! Döivasch. Zur Abwehr gegen Zionismus. Auf Beschluss einer von der Kosicer orthodoxen Gemeinde eimberufenen Ver- Sammlung wird doch am •19. Jänner eine Landesversarnmhing von orthodoxen. Juden stattenden, aulf!der -die Mussnahmen beraten und beschlossen werden sollen, die •vom Standpunkte der Glaiubenstreuc gegen das Vordringen der zionistischen Propaganda in den jüdischen Gemeinden •notwendig mnld z;weck1d!ienl׳ic!1 ersehenen. Als!Binl-eihung zu dieser Aktion veröffentlichte ■vor kurzem •das Kosicer Rabbinat unter Führung, des Herrn Oberrabbiners B r a c 11 eine Warnung gegen d!ie Zugehörigkeit zur Zio-nüs tische 11 Organisation. Darum wird die Teilnahme an der zionistisehen Bewegung als religionsgesetzliich verboten (אסיר א״ם ד״ת) . erklärt, ,Der berühmte Radomyschler Gaon Rabbi Samuel E n g e 1 schliesst sich .dieser Entsclieidüng an. Namens •des Exekutivkomitees erlässt jetzt Herr Simon Sc har mann, der greise Präses der dortigen orthodoxen Gemeinde, einen Warmen Appell an alle orthodoxen Juden, worin •unter Hinweis auf die jüngsten Ereignisse in unserem Lande zu energischen Schritten gegen die *zionistische!Gefäbrdluing ׳des religiösen Lebens und zur Teilnahme an •der Kaschauer Versammlung aufgefordert wird. Die Teilnahme wird nur gegen Vorweisung einer Eintrittskarte gestattet, die bei ׳der Vorbereitaingskpmmission erhältlich ist. Genielndewahl in Surany. Aus’ Surany wird uns mitgeteilt: Am 3. nänner -fand liier die Wahl •des Vorstandes und der Repräsentanz der Kultusgemeinde statt. Ursprunglieh (rüsteten zweii Parteien zum ־Wahlkampfe. Vor' Beginn ׳des• Wiahlganges rlichie.te jeldooh Seine Ehnw. Herr Ober־, rabbiner M-ayer Frey als stntutengemässer Wlaltlpräses eine eindringliche Ansprache an die zahlreich erschienenen Wähler, i!n!der er sie zu Frieden mnid Eintracht m׳ah1t1t!e. Unter der Wirkung seiner Worte trat die eine •Partei von der Kandidatur vollständig -zurück. Daraufhin .wurden folgende Herren einstimmig gewählt: David Ehrenfeld (Präses), ■Moritz Wollner (V-izepräses), Lazar Griinwal-d und Franz Spitzer (Beisitzer), Karl Trotzer und Leopold Gyurg (Tempelvorsteher), Adolf Schulz (Kassier), Emil Fiala (Kontrollor), Wilhelm!Rosner, Siegmund Donath, •Siegmund W-eis.z, Isidor Weisiz. Adolf Kleiiln, Pihlllipp Weisz, ׳Eduard •Reiohfeld׳, ßmiil Wieüsz ־und1 Josef Giuttm-aiin (Ausschuss-mitglie-der). Ateres Bachurim in Surany. Am 3. Tewes hielt der Ateres Bachurim-Verein in Surany seine •Jaliresversammlung ab, an ׳der auch die Vorstandswahl vorgenommen wurde. Es wurde« gewählt die ׳Herren: Geza •Wollner (Präses), Samu Schwarz (Viizepräses), Josef Klein (Kassier), Da'wiiid Hermann (•Kontrollor),' Ald'clf ׳Braun (Sekretär). Am 3. Jänner veranstaltete derselbe Verein ein vorztigl-ich gelange ries Sliium-Fest -auf שבח "DD; die allabenidlieh im Verein gelernt-wurde, verbunden mit einem Jiubi- 'läum. Au!dem Sii'um beteiligten sich ausser den Vereinsmitg׳Me1de׳r׳n auch;die 1frtihe-reni ׳und ׳unterstützenden- Mitg!!i׳e!der lilti grossier Zahl. Nachdem der Verellnspräses Herr Geiza W01-1׳ n e r, •anknüpfend an das Sch-Ilusslernent, die Gäste herzlich begriisst hafte, hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Frey eine ergreifende Ansprache an die Erschienenen, in der •er der• Vereinsleitung und den Mitgliedern für ihre emsige Tätigkeit •zur Pflege des למוד התורה im Kreise der Jugenid! Dank sagte -unid sce zur weiteren unermüdlichen Arbeit in , diesem Sinne anspornte. Ferner sprachen die Herren -Geza ׳G r ii n w a 1 d, Wilhelm R o s 11-e r u. 1a. דברי תורה. ■die einen nachhaltigen Ei'11druck machten. Bei dieser Gelegenheit wurden aus •den Vereinsmitteln sowohl der Jeschi-wah-Mensa, wo täglich zirka 50 ׳Baol1׳u׳rfim ges'peist werden, als auch der Talmud Thora-Schule nahmhäfte;Beträge zugewiesen und der Be- Schluss gefasst, die Vereinstätigkeit dahin z1׳! erweitern, dass in Zukunft an jedem מוצש״ק eine מלוח דמלקה veranstaltet wird, an der unter der Jugend jüdisches Wissen!in unterhaltender ■ Farm ׳dadurch ve-rbnelitet wird, dass Biographien der גדולי ישראל verlesen werden. ■Es soll aus diesem Anlasse nicht versäumt werden, der Jugend in Surany für ihre mustergültige Lebensführung ׳und ihren Eifer, lim Geiste der Th-ora zu leben und zu wirken, •Anerkennung zu •zollen. Es gereicht ihr zum Verdienste, dass sie hierin den Lehren und Weisungen ihres religiösen Oberhauptes -treue Gefolgschaft leistet. Vom Bikur Cholitl-Verein ln Kosice. Aus Kosice wird uns berichtet: Infolge der zielbewussten Arbeit der כשר של ססת samsimE Unsere Ware wird aus Rohmaterialien, die aus dem eigenen wirtschaftlichen Betriebe her Vorgehen, hergestellt. Ferner vermeiden wir aufdringliche kostspielige Reklame und sind dadurch in der Lage, denkbar beste Qualität preiswürdig zu geben. Unsere Ware steht vom Rohprodukt angefangen bis zur Expedition der fertiggestellten Ware unter Oberaufsicht Sr. Ehrw. des Herrn J 0 s e f A b el e s, Oberrabbiner der orthodoxen Gemeinde in Velk6 S rluby INagy Sallö), ist daher unangezweifelt verlässlich כשף נעשה תחת השנחת הרב הנאון מוהדר יוסף אבעלעס אב״ד בקיק וועלקע שארלוה׳ יע״א. כשר כלי שום חשש ופקפוק כלל אפילו לטהדרק מין הטחדרק Achten Sie auf unsere Schutzmarke: Kaffeesack ln allen einschlägigen Geschäften erhältlich. EDUARD FRANKL, VELK& SIAROVCB bei Velkö Sarluby (SlOYenskO). Vereinsleitung entwickelt sieh der Bikur Choltm-Verein zu einer der besten jüdischen Institutionen des Landes. Am 24. Tewes hielt der Verein seine Jahresversammlung ab verbunden mit einer יסעורה של מצוה welche die Mitglieder und die Freunde des Vereines bis spät in die Nacht hinein vereinigt hielt. Die Herren Rabbiner Sam. Jungreis z. Lud w 1 g W1 e 1s e 11׳ b e r g und Mor G 01t1 m a n n hielten aus diesem Anlasse beifällig aufgenommene Reden. Für die Zwecke des Vereines wurden während der Mahlzeit tsch. K 5500 gespendet. Auch in den auswärtigen Gemeinden beginnt man für den Verein, Jessen Tätigkeit allen Gemeinden zugute kommt, Interesse zu gewinnen. In Secovce aquirierten die Herren Viktor und Adolf Stern aus Kosice Mitglieder und überwiesen als Ergbnis der Sammlung K 2200 an den Vorstand. S—1. B—m. Frau Ernestine Klein ע״ה• In Kosice verschied am 24. Tewes hochbetagt Frau Ernestine Klein. Sie war eine אשת חיל in des Wortes schönster Bedeutung und ge- ,noss ein hohes Ansehen in der orthodoxen Gemeinde. Die הלויה fand unter grosser Beteiligung statt•. Se. Elinv. Herr Oberrabbiner׳ Brach hielt einen zu. Herzen gehenden הספד •und schilderte die Frömmigkeit unJd ׳den Edelmut der Verblichenen und ihre Verdienste um לימוד התוה״ק dem sie ihre Kinder und Enkel zuführte. Die Bne Eniunim in Kosice. Die jüngst in Kosice gegründete orthodoxe Jugendvereinigung ,;Bne Euuinim“ hat ihre Vereinslokale bezogen und ihre Tätigkeit begonnen. Di-e;!Mitglied erzähl ist auf 100׳ angewachsen. Ais regelmässige Vortragende haben sich die Herren;, Rabbiner S. J 11 n g r e i s z. L. Wiesenberg und S. Sch i ekler dem Verein zur Verfügung gestellt. Ausserdem halten auch die Vereinsmitglieder abwechselnd Vorträge.!Den ersten Vortrag im neuen Vereinslokalc hielt Se. Ehnw. Herr Oberrabbiner B r a c ii. Zelre Emune Jisroel, Bratislava. Am שבת פ׳ 1יחי hielt in der ״Z e i r e Emune J i s 10 ׳ e 1“ Herr Salamon Fischh 0 f •einen hochinteressanten Vortrag über Thielim. Ankniiplend an die Wort Davvid Namelechs im 8. Kap. ermunterte er die zahlreich erschienenen Mitglieder, den Weg unserer geistigen Führer kühn zu betreten, auf demselben stets zu wandeln, und den verführerischen Einflüsterungen gegnerischer Organisationen kein Gehör-zu schenken. •H. A.—s. Aus dem Leben des Rabbi Daniel Prossnitz זצ״ל. In der Nr. 48 des vorigen Jahres brachten wir ein Feuilleton, in wele-hem eine Episode aus dem Leben des berühmten Pressburger Dajan R a b b i D a n i e i P r 0 s s n i •t z 1 צ ״ ל in feuilletonistischer Form dargestellt wurde. Von einigen in Pressburg lebenden Nachkommen des Rabbi Daniel Prossnitz wird uns hiezu mitgcteilt, dass jene ׳Erzählung auf eine Verwechslung beruhen müsse. Denn Rabbi Daniel Prossnitz hat niemals in seinem Leben eine Reise zum Sammeln von Geldmitteln für eigene Zwecke unternommen und er hatte es auch nicht nötig, seine Tochter auf solche Weise zu verheiraten. Wir stellen dies gerne richtig und bemerken, dass der Verfasser mit seiner Darstellung selbstverständlich den wohlbegründeten Ruhm des grossen Mannes nicht im entferntesten verdunkeln wollte. Erklärung. ׳ Zu -der •in -Nr. 2 der ״Jüdischen! Presse“ ,vom Rabbin erlkami-tiee veröffentlichten!Bekanntmachung in ׳bezug .auf das Kaschrus ׳der von!der Firma Schich-t ׳in Aussig erzeugten Pflanzenfette ׳erkläre!ich-, (d-aiss *dli'e Bekannfmaolninig ׳insofern einer Ergänzung bedarf, als in A t z'g er s d 0 r f bei Wien (und nicht ln Aussig), ausser -der -rniit idem!Siegel ■des Herrn ,Qberrablblners Ebremfefd in Mattersidorf ׳versehenen- Mauke ״Kun-erol“ auch eine K'o-sdherfette mit -der Marke ״Ceres“ unter ׳meiner -Aufsicht und ׳unter meiner Verantwortung erlzeugt wird, jedes Paket ׳trägt ׳rne'in Siegel -und ■au׳sse׳rlde,m .wind jeder Kiste ein Attest von mir durch!meinen Vertrauensmann beige legt. Poidgorze, 27. Tewes 5686. Srmc'lie Fräuk'l, ׳Rabbiner zu Skawina in Padgorze-Krakau. Zuschriften der Redaktion, Sehr geehrte ,Redaktion! Wir ersuchen Sie g-efl. um!!die Aufnahme folgender Notiz: Durch einen Dieib wuriden aus unserer!Registratur Briefbögen und Kuverts entwenidet, welche anscheinend ׳missbräucht werden-, da uns -von •ver schiede nen׳!Wohltätigkeitsansta-lten ׳die Nachricht zuging, ׳dass mit gefälsohter Unterschrift einiger Herren;des gesohäftsführenden Ausschusses Bittgesuche einliefen. Mit best-eim Dank in vorzüglicher iHoohadhtung; ׳der g-eschäftsfährende •Ausschuss der •Agudas Jisroel.• Wien, 13. -Jänner 1926. Geehrte ־.Re-daktioin!' . War fühlen uns veranlasst, zu •der in Nr. 47 des Jahres 19.25 Ihres geschätzten!Blattes unter der Spitzmarke ,Die zweite Autonomie der Agramer orthodoxen Kultusgemeinde“ erschienenen Notiz folgende Bemerkung zu macnen. Die Wiedererlangung der Autonomie der orthodoxen Kultusgemeinde geschah diesmal nicht durch jene Herren, die die alte Autonomie •erwirkt haben. Die alten Vertreter der Orthodoxie sind gleichzeitig Mitglieder des Vorstandes •der neologen Gemeinde. Nach •den neuen Satzungen der Autonomie müsste dieser Zustand aaifhören. Tatsache ist es ferner, dass trotz -der Intervention des Temesvarer Oberrabbiners, nach ׳dessen Ansicht d־i׳e Satzungen der Autonomie in der heutigen Form die richtigen wären, zu welchen auch seinerzeit der alte Vorstand zugestimmt hat, dieser Tage eine Generalversammlung In- An- Wesenheit des Pr äs 6 s -der neologen Gemeinde stattfand, bei welcher über die Annahme oder Zurückweisung der heutigen Farm der -Aaitonomie abgestimmt wurde. Bei dieser Ab- Stimmung ■haben einige Mitglieder •des alten Vorstandes teils gegen: die Autonomie., gestimmt, teils sich der Abstimmung enthalten. Bei dieser Sachlage ist es nicht verwunderlich, -dass die Generalversammlung; den Beschluss fasste, jedes Mittel an zu wenden, um die Autonomie in der heutigen Form zu ׳vernichten. Wir haben •trotz dieses •Beschlusses das Ver־ trauen auf die Worte unserer Weisen: קושטא קאי (שיקרא לא האי Der Vorstand der unverfälschten Orthodoxen.,י ׳)׳Wir geben vorstehender Zuschrift Raum, weil wir unbedingte Anhänger der. absoluten Autonomie der Orthodox-ie sind. Wir müssen aber bemerken, dass die ״alten Vertreter der Orthodoxie‘ seit Jahrzehnten für •dieselbe■ einen schweren. Kampf mit grossem“ *Aufwand an Zeit, Mühe und Geld führen. Selbe sind In den Vorstand der neologen Gemeinde Sicherlich nur zur Wahrung der ׳Interessen der 1Orthodoxie emgetneten. ,Hoffentlich wird es!gelingen, die Orthodoxie in Agram einheitlich zu erhalten. — Die Red.)

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