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Jüdische Presse · 1926-01-01 · 1 (1.1.1926) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
12 (1926)
Issue
1 (1.1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 kttisaic P^BSSB Nr, i klärte auf meine Antwort in demselben Blatte: ״Niemand hat behauptet, dass die Partei von der. Regierung inszeniert oder finanziert wurde.“ in der-Tat ist davon, niemand in der Zentralieitung und den Kreisleitungen von Bratislava•'und Kosice etwas bekannt. Wem dies nicht genügt, der will nicht der Wahrheit dienen, sondern nur den Antisemitismus mit Sensationen ״füttern“. 3. Sie behaupten von, mir., jeh hätte die Zurückziehung unserer Liste von meiner'Einwilligung abhängig gemacht. Das is t wahr! Der Oeffentlichkeit sollen aber auch die Gründe hierzu bekanntgegeben werden. Wje ich in meinem, an den Präses des ״Jüdischen Nationalrates“, Herrn Dr. Singer gerichteten aber unbeantw’öftet gebliebenen ״Ofienen Brief“■ es niedergeschricben habe, whr ich beauftragt, nach Einreichung der •Liste -*• bei aventuellerfüiächfräglidher Gutheissung der Parteileitungen in, Bratislava und׳ Kosice einenletzten Versuch zur {Einigung zu machen, Donnerstag, f Uhr in •der Nacht׳, als. ich• in ׳Uzhorod anlangtc, meldete mir unser Parteisekretär, man habe ■während des Tages zwei m a I den V e r s 11 c 11 g eni a c 111, die Liste U1M den Unterschriften zu stehlen, weshalb er die Unterschriften bei der Beliörde zur Verwahrung hinterlegt . habe.-: während die noch fehlenden, 30 Unterschriften, die in Beregsas gesammelt.'wurden und der Bote'um 7 Uhr in Uzliorod eintreffen sollte, immer noch jucht i.11 seinem Besitze seien. Erst 2-,Uhr nachts erhielt ich die fehlenden Unterschriften. Der Bote konnte oder wollte über die Verdachtsmomente keine Auskunft geben. Infolge dieser verdächtigen Umstände konnte ich kein Vertrauen mehr haben und vereinbarte mit Herrn Dr. Reismann, dass er die Stelle d׳es Parteibevollmächtigten nicht nur als Parteimitglied, sondern auch als Funktion eines Ädvo- k a t e n, unter den Konsequenzen der Advokatendisziplin übernehme. Dies liess ich mir aucir bestätigen. Da ich aller noch mit einem eventuellen , Ausgleich .' rechnete, behielt ich rnir als hiezu 13 e v p 11 m ä c h t i g t e r d a s K e c h t v 0 r, d i e L i s,t d z 11 r ii c k z u z i e 11 e n. ,.i,.. ,Am selben Tage und Samstag verhandelte ich mit der ,,.jüdischen Partei“ und am Abend des selben Tages mit den Herren Dr. Singer und Gefolge in C 0 p. Die Bedingungen waren: "'י־'־ a) Die Kandidaten haben einen Revers zur Einhaltung d'cs Programnies der ״Jüdischen Wirtschaftspartei“ bei Aus- Schaltung des jüdisch-nationalen Programmes zu ׳unterschreiben. b) Die Kawiidaten des. zweiten Skrutiniurns nominiert unser Parteiausschluss aus der. Kandidatenliste ■der ״Jüdischen Partei“־ (unsere Kandidaten wären nicht mehr in Betracht gekommen, weil unsere Liste zurückgezogen wäre). c) Zur Sicherung des Einhaltens des Punktes a) unterstehen alle Gewählten auch unserem Disziplinarausschuss. d) Der Vertreter der ״Jüdischen ׳Partei“ beim Ministerium des Inneren hat mittels einer Notariatsurkunde.. die Punkte b) und c) für sicii . als bindend allzuerkennen. 1 ־ י’' . e) •Sämtliche Dokumente sind bis Sonntag in der Nacht : in ,Kosice auszutauschen, denn die Kandidatenliste durfte nur ׳ bis spätestens Montag zurückgezogen werden. ' ■ Herr Dr. Singer klagte über Kopfschmerzen, entfernte sich und versprach, die Antwort mir Sonntag vormittags be-• kanntz'iigeben. Ich wartete aber vergebens auf eine solche; sie stellt bis heute hoch aus. Inzwischen vernähmen'.wir, ־־dass׳ in Presov unser Vertrauensmann irregeführ{ wurde. Deshalb ’, telegraphierte ich Herrn Dr. Reismahn, die Kandidatenliste dürfe; .'nicht mehr zurückgezogen werden. Zur Vorbeugung . einer eventuellen Fälschung meiner. Unterschrift liess icli an ihn einen ׳ *;Brief!gleichen; 1 pbalts,:;durch ■ dc.ni:,ö.fie11 |lM)feh«äsiar J.1 ־1״ schreiben. ,Die. Bedingung daher, dass die Kandidatur mir.;.mit '! ,.meiner.Zustimmung zuriickgezogen werdeii■ dürfe,, ist•, im.Interesse , b e.i d e r Parteien, uTn;*die־ jüdische E * 1141 e i t, für . welche;n.u;r ■ :'unsere. Partei kämpfte, ■'nOc 11-im Wtz te-.n. M'.o m e!1,t:e; z u he .w a 11 r ■e n, seitens meiner;Mandanten gestellt worden.;:' f Wenn daher Ihrw.'Biiltt meinen :Namen in einer anderen Tendenz herbeizerrtc, ' so geschah dies nur־ infolge falscher ־ -111־ formationen. i 4. Alle anderen Behauptungen Ihrer Klage sind uns voll־,; ständig fremd und wirf seifen gerne der gerichtlichen Unter-■ Stichling entgegen. Ich bemerke nur noch, dass bei einer ge-^ Jieinieh Abstimmung ujje von Ihnen angeführten angeblichen י ■.;Geschehnisse, absolut. Einflusslos, bleiben mussten. Da unsere •j ,: Partei dem gegnerischen Terror zum Trotze• 12.000 Stimmen .׳; erhielt, sind die von Ihnen angeführten angeblichen Verstösse' auch ■belanglos. , ׳ , , II. Sie haben in Ihrem Blatte die Resolution veröffentlicht, die der ״Jüdische Natioiralrat“ in einer Sitzung, beschloss. Der Inhalt dies'er Resolution könnte jeden ״Rassenschiitzler“ ■und ״Hakenkreuzler“ in Schatten stellen. Er ist geeignet, jedes Mit-: glied unserer Parteileitung in seiner Ehre zu kränken, da Sie unter anderem veröffentlichen: ״. . .;weil ',•.eine Jierrs.chsüch-- tige . . . käufliche und " gekaufte klerikale Gruppe . . . irn Dienste mul über Befehl'‘ der F e i n de des jüdischen V'0 1,k es t.,. ... diese. Einigung zu vereiteln wusste , . Ünter dein Worte ״Gruppe“ kann jeder verstanden ■sein, '.i^rfzur;Parteileitung gehört. Im Namen der Partei und, in mehiem Namen' qualifiziere icli... diese Behauptungen als schwere , Verleumdung und ich werde jedem, der Herren, die diese Re- ,sqliitim(gefasst; und.;veröffentlicht.haben, Gelegenheit,geben, in ei item Prcssprözesse — der dritte in dieser Hetzkampagne — mir und meinen Gesinnungsgenossen zu beweisen, ob icli und diese eiiie ״käufliche Gruppe“ sind, die das Judentum zu vorschachern geneigt sind. Arbeiten Sie mir so weiter und Sie werden sicherlich die heisserselinte jüdische ״Einheit“ erreichen! V. Topolcany, den 17. Dezember 1925. ־. •Hochachtungsvoll Dr. Wilhelm WelwarL Talmud Thora iii Kosice. Aus Kosice wird uns berichtet: ]Der Von den früheren Rabbinern זצ״ל unserer Gemeinde begründete und vor kaum einem Jahre unter Leitung Se.' Elirw. des Herrn Oberrabbiners Brach auf neuer Grundlage rekonstru- Jede ״Ta 1111 u d■T110r a- V e r e in“ kann bereits auf sehr -gute. Erfolge zurückblickeu. Am' 3־. vChamikatage hielt er •seine Jahresversammlung ab. Prograinmgemäss versammelten, sich dieי Mitglieder.. im ■ grossen *ביהכ״נ־- wo' Herr Oberrabbiner. B r a c h ׳ die mit allgemeinem Beifall ■ ■aufgenomtiieiie פתיחה ־ ' hielt. Nach מעריב fand im grossen Saale der ספרדים eine grosse סעודה, niit 3QU Gedecken statt. Während der ,Mahlzeit Jiielten Schüler der verschiedenen Klassen der ת״ח abwechselnd חריפות und מגירות-Vorträge, welche ein gutes Zeugnis, für die Lehrcriolge der Anstalt ablegten._ Ausser diesen Vorträgen hielten auch die Herren Oberrabbiner B r a c.11, Rabbiner J 11 n g r e i s z, Rabbiner Sc hi ekler, Präses Sc har man, L. Wiesenberg, J. Lieberniarin.u. a. schöne, gediegene Reden, die ihre ־Zuhörei• fesselten. Dankbar wurde der Stiftungen gedacht, die dern Verein gemacht wurden, des Hauses der Witwe Salczer, dessen Ihre Zeitung bereits Erwähnung'tat, und des Legales von tsch. K 5000 von Herrn Ignacz Roth für Talmud Thora. Herr Josef Schreiber mit seinem eigens einstudierten Chor tnig ’gesanglich sehr zur guten,Stimmung : des Festes bei, •Ävie Herr Adolf L ö w i ng e r in uneigennütziger Weise in dein ^Arrangement und der ganzen Zubereitung der 'שמחה של מצי Vorzügficftes;leistetej MpgVe.s tfem?Verein gegönnt sevrt, aüclr weiter für die Verbreitung ”des לימור ת׳ beispielgebericf zu bleiben. ״, Sl. Bm. Orthodoxie; 3ugetttfiHtege. Im Kbsfce. Man schreibt niis aus Kosfce; Dfe jüngsten Ereignisse beginnen, mm auch gute Fruchte für das Judentum zu tragen. Mit tiefein Schmerze hat inan den Niedergang der Religiosität und das Schwinden •der echtjüdischen Gesinnung in den Kreisen der Jugend während der letzten Jahre ..beobachtet. Nun ist, ein Schritt unternommen worden, der. als. guter A h f a n g zur Besserung der Verhältnisse betrachtet‘ und freudig begriisst werden kann. Wenn diesem ersten erfreuliehen Schritt kein Stillstand folgen Wird, ist die Hoffnung bcfeclitfgt, dasS nicht nur' in der Gemeinde Kosice, sondern, ihren! Beispiele folgend, auch in anderen furchtbar verwahrlosten Gemeinden der Ostslowakei sich schliesslich gewissenhafte Männer finden-werden, die sich zu. energischen und zweckentsprechenden Taten auf dem Gebiete der orthodoxen Jugendpflege ,aut'־ raffen. Wird sich einmal erst der gute Wille und eine starke Entschlossenheit zeigen, so wird• auch die Jugend sich wieder gerne den heiligen Idealen der Väter zuwenden und von ihr könnte , dann auch die völlige Heilung der traurigen Zustände, die während .der letzten Jahre infolge der Untätigkeit herbeigeführt wurden, ausgehen. . Ihre gesell. Zeitung hat auf diese Verhältnisse und ihre verheerenden Wirkungen schon oft hingewiesen;' Die Nachricht, dass nun begonnen wird, den eindringlichen Mahnungen •der, ״Jüdischen Presse“ Gehör zu schenken, wird also Ihre Leser besonders interessieren. Unter dem Eindrücke der jüngsten, Vorfälle ergriff unser ehrwürdiger Herr Oberrabbiner!S. Bra c h die Initiative zur Gründung eines orthodoxen Jugend Vereins_ für die schulentlassene, im Berufsleben stehende Jugend. 1H1 ■Hinvernehmen mit der Gemeinde wurde eine grosse Versammlung der gesamten orthodoxer} Jugend irn Gemeindesaale abgehalten, in welcher Se.' Ehrwiirden in einem grosszügigen Vorfrag auf die- Aufgaben der Jugend hinwies, worauf dann die ־ Gründung des Vereins einstimmig beschlossen wurde. Am מוש"■ ויגעו wurde dann auch der Verein in Gegenwart der orthodoxen Jugend und zahlreicher בע״ב ״•><׳.♦; ■yv; 100% R EIN ES ׳ FETT AMS .KClKgSN Uf S EN חשובים ins Leben gerufen und •unter Leitung des Herrn Ludwig W i esen.berg in der Weise organisiert, wie ■in vielen ׳Gemeinden die Ägudäli’-Jiigend-Gruppen. Die Gründung wurde von der Jugend mit Begeisterung und Dankesworfen. aufgenommen, so dass zu erwarten ist, dass der neue Verein •eine Wendung : in •-unserem'■. jüdi$ci1en,, Gemeiiideleben bedeutet. Der Verein trägt den Namen בני הנעורים und bezweckt, den kaufmännischen' und gewerbetreibenden frommen, jungen •Leuten Gelegenheit zu bieten, sich auf allen Gebieten des jüdischen Wissens mit Hilfe von bewährten בני״. תורה weiterzubilden und ihnen ein eigenes jüdisches Heim, ausgestadtet mit guten ספרים , und Zeit- ■ schritten, zur Verfügung zu steilen. Zum Leiter'׳uiid Führer'des Jaigendvereines wurde Herr Ludwig W i e s e n b e r g auserkoren, der mit seinen gehaltvollen.Vorträgen und seinem reichen Wissen die Gewähr für eine gute Entwicklung des Vereines bietet. (Wir empfehlen dringend, .den Verein sofort bei der Gründung zur A g ׳u d a s - J i s r 0 e l - J u g e n d g r u p p e auszugestaltem Wenn die Absicht bestellt; die Mitglieder des Vereines zu wertvollen Gliedern des thoratreueh jüdischen כלל heranzuziehen, erfüllt mit Begeisterung für’ ihre grossen Aufgaben im Gemeinschaftsleben und mit aufrichtigem Respekt vor den wahren נתלו ישראל so müssen sie r e c h t z-e i t i g auch ihren 0 r g a 11 itorischen Platz in der Gemeinschaft einnehmen und müssen die Aufgaben, die ihrer harren, in r i c,h t i g e r Beleuchtung von v 0 r 11 e 11 e r e i n erkennen. So lehrt tausendfache Erfahrung in allen Ländern und ganz besonders bei ■uns. In! übrigen wünschen wir den! Verein. צלח .ורכב! .—’ Die Redaktion.) Die Genieindewahl in Bratislava. Wie wir bereits berichteten, ist das, Skrutinimn wegen aiifgetauchter Bedenken gegen die Korrektheit' des Wahlganges unterbrochen worden. Die Angelegenheit ist seither nicht wesentlieh vorwärts gekommen. Das Skriitinium konnte immer noch nicht beendet werden, so dass das Wahlresultat nicht bekannt ist. Beide• Wahlgruppen einigten, sich •dahin, dass sie sich in der Streitlage dem Schiedssprüche des Oberrabbiners unterwerfen. Se. Ehrwiirden der Herr Oberrabbiner entschied, das.s' das Skrutiniimi nicht, fortgesetzt werden dürfe und dass die Angelegenlieit vor ein ordentliches statuteiigemäss zusamrnengcsetztes Schiedsgericht gelangen müsse. Inzwischen wurden von zwei einander entgegengesetzten Gruppen heim Ministerium Beschwerden erhoben. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren," ist nun den Beschwerdeführern ein Bescheid zugegangen, wonach die Angelegenheit vor ein Schiedsgericht gebracht zu werden hat,* das. von der orthodoxen Landeskanzlei angeordnet werden soll. Gleichzeitig erhielt die Lande'skanzlei vom Ministerium den Auftrag, dafür zu sorgen, dass bis zur, endgültigen Erledigung, der Streitsache in der orcimiiigsmässigen Leitung der Gemeinde :,keine Unterbrechung eintrete, 1 * Bekleidungszulage' der Rabbiner .für das jahre 1925. Wie wir erfahren, hat das Ministerium die Flüssigmachung der Bekleidungszukige an Rabbiiter für das Jahr 1925 dieser Tage׳ angeordnet. Diese Zulage gelangt am 1. Februar 1926 zur Aus- Zahlung. ' ׳. Vorstandswahl in. Sala. ri. V. Am . 25. d,. M. fand hier dfe Neuwahl der Gemeiiideieitun'g statt, bei der folgende Herren gewählt wurden: Präses: Julius Kolmann; Vizepräses: Moritz Donath-und Simon Gansl; Kassier: Simon Kalisch; Kontrolle: Desider Menczel; Tempelvorsteher: Geza Denes und Bernat . Saiamon; Repräsentanten: ■Daviü Donatli, Nikolaus Jung, Robert Kalisch und Geza Kolm. Das hundertjährige Jubiläum der ״Teihlme Derech in Bratistäva. Hundert Jahre ־sind verflossen, seitdem der allbekannte Verein תמימי דרך in Bratislava vom התס סופר זי״ע und• seinen Zeitgenossen mit:׳ dem : Zwecke gegründet ־ wurde; den' schlichten, einfachen בעלי בתים, die den ganzen. Tag über am ihrem-Lebensunterhalt sfclrmiilien. 'an den Abenden;und den שבתות דמים טובים •die Ouellen der תוה״ק zu erschlossen. Seit jener Zeit wirkte der Verein ununterbrochen segensreich. Er hält allabendlich 11 שבת ויו״ט gutbesuchte שעורים und gemeinverständliche Vorträge ab und vereinigt auf solche Weise einen grossen Teil der '1111 בעלי בתים' Dienste ihres Schöpfers; genau nach den Intentionen seines grossen Begründers: ז צ ״ל . Das Zentenariutn konnte der Verein nicht schöner und würdiger begehen, als durch die Feier, der wir am מקץ ,S שבת und den darauffolgenden lag anwolnien durften. Der Verein liess nämlich zur Erinnerung an das Jubilcum ein prachtvolles ספר חורה schreiben, dessen חינוך er gleichzeitig feierte. Die Feier fand im ביהכץ in der Tunergasse statt, \yo auch die sabbatlichen Vorträge des Vercinsrabbiners, Oberrabbiner H i r s c 111 e r, gehalten werden. Vor Beginn des Festes versammelten sich zahlreiche Mitglieder lind Gäste in der Wohnung des׳ Herrn Jakob K a t z, von wo das neue ספר תורה < von Mann an Mann gereicht, in das Bethaiis gebracht wurde. Vor dein Hauseingang wurde, das ס׳׳ח von Sr.' Elirw. Herrn Oberrabbiner Schreiber und anderen Würdenträgern mit ספרי תורה im Arme erwartet. Nachdem der Vereinsvorbeter -Herr Weiler stimmungsvoll שאו שער׳ vorgetragen hatte, be- trat 'Oberrabbiner Hirsclilcr die Kanzel und hielt eine gedaiik'enreiche, wirkungsvolle Weiherede, worin er die Doppelfeier des Tages mit der Idee des Chanukafestcs verknüpfte und an der Hand vieler Bibel- und Midrasch-Stellen die Versammelten für־ אהבת השם Und כבוד התוה״ק begeisterte. Am nächsten Tage fand in der Jeschiwa-Mensa ein schönes Bankett statt, das — wie überhaupt die ganze Feier — dem organisatorischen Talent des derzeitigen Vercinspräses Herrn Moritz Samek lind seiner Mitarbeiter zur Ehre gereichte. Als erster ergriff Oberrabbiner H i r s c 111 e' r' das Wort, um Se. EHrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber, der seit 19 Jahren Ehrenpräses des Vereines ist, zu begriissen und die Aufgaben . und Leistungen des Vereins während der verflossenen hundert Jahre ־ in tiefsinnigen Atisfiihrungen zu beleuchten. Er verlas die Griindungsurkunde, gedachte ehrfurchtsvoll der verdienstvollen grossen Männer, die •vor ihm in den! Verein als Vortragende Rabbiner wirkten und ermahnte die Mitglieder, den Lehren, die sie durch den Verein erhalten, treu zu bleiben. Darauf hielt Herr Oberrabbiner Schreiber eine von gemiiterwärmenden Reminiszenzen und geistreichen דברי תורה belebte grössere Rede, in •der er die Bedeutung des- Tlioralernens. für. alle Klassen und, alle Schichten des Volkes ,erklärte und an.Beispielen aus, der Vergangenheit des Pressburger Kehilloli nachwies, wie der aufrichtige und gute Wille stets die gewünschten Erfolge bringt. Er dankte besonders Herrn Sani e k, der nunmehr 28 Jahre den Verein leitet lind in steigendem Masse zur Blüte bringt. Herr Samek' erwiderte darauf, tief gerührt, und dankte sowohl •dem Oberrabbiner, wie dem Vereiusrabbiiver für die wohlwollenden Anregungen, die er und alle Vereinsmitglieder von' ihnen erhalten. Herr Rabbiner A. Herzei fesselte zum Schlüsse die :Erschienenen mit originel - len und packenden Deutungen und erntete in gewohnter Weise reichen Applaus. Es war'fast Mitternacht geworden, als' das Benschen versteigert ׳und.ברכת המזון gesprochen wurde. Möge der Verein noch viele solche Jahrhundertfeiern begehen .< 1 לכבור ד׳ ותורתו. Orthodoxe Jugendverelne in Truava. Aus Trtiava erhalten wir folgende Berichte: Am 22. d. M. wurde dl'c Jali'resvbrsarnmlung unseres ״S c 11 0 m r e '1' 11 0 r a - V e r e i 11 e s“ be'i zahlreicher Beteiligung der Mitglieder•:abgehalten. Herr Belä Beck eröffnet׳!: die Versammlung ■und erstattete den Jahresbericht׳, welcher;nach kürzer Debatte; jiur Kenntnis genommen wurde.. Die . unter Leitung des - Vortragenden Herrn Moritz H a 11 pt vo'rgenoriunene Neuwahl ergab folgendes Resultat: Jakob .Ehrlich (Präses), Bela■ Beck (Kassier), Armin Weisz sen. (Kontrollor), Armin Weisz jun. (Schriftführer), Desider. Katz (Sekretär), Jul. Braun (Bibliothekar) imcl״'fünf Ausschussmitglieder’. — Am 2. Chamikatag veranstaltete, der Verein ein■ vorzüglich gelungenes C 11 a 1111 k a - B a 11 k e 11; Es waren angesehene Baale Baliim anwesend, an deren Spitze Se. Elirw. Herr Oberrabbiner Ungar und Gemeindepräses •Herr M an 11 hei m; Herr Oberrabbiner Ungar richtete ׳eine ergreifende Ansprache an die Jugend, die auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. Nach ihm sprach Herr Leopold S ch i c k in eindrucksvoller־ Weise. Das Fest dauerte bis nach Mitternacht und bedeutete, für den Verein einen schönen, moralischen und. finanziellen Erfolg. Um das Arrangement machten sich die Herren J. Ehrlich, Bela Beck und Herrn. Weisz jim, und D. Katz sehr verdient. Der Verein wirkt auf allen Gebieten erfolgreich uiid entwickelt sich vorzüglich. B. B. Der orthodoxe Mädcheuverein veranstaltete am 12. und 13. d. M. eine reizende Kiiideryorsteliung, deren Reiiierträgnis ■ wohltätigen Zwecken gewidmet ist.' Die Vorstellung' fand 1111geteilten stürmischen Beifall,' der sowohl den Arrangeurinnen als auch den kleinen :Darstellerinnen׳ galt, ■die sämtliche.ihr Bestes leisteten. Der Verein besteht erst seit zwei Jahren und hat bereits auf •dein Gebiete der Armeniiirsorge und der Spitalspflege Enspriessliches geleistet.. Hoffentlich wird ,der .Verein, auf diesem Wege weiterschreiten und seine erfolgreiche Tätigkeit gedeihlich entfalten. Der kleinen Garde aber, die uns mit ihrem schönen Spiel entzückte, wünschen wir, dass sie auch späterhin mit ebensoviel Begeisterung und Pflichtbewusstsein für alles Schöne und Edle eintreten möge. .. H. S. * Chanukah-Feier der ״Zeire Emniune Jisroel“ In Bratislava. Eine scheine Chanukah-Feier veranstaltete am 4. Clianukah-iÄbend die ״Ze׳irie Emu ne jisroel“ in Bratislava, •deren Mitglieder ■ sich zum Grossteile aus thoralernenden Jünglingen rekrutieren. Leiter־!Herr Max W e i s s begriisste die zahlreich •erschienenen Anwesenden in kurzen Werten. Jenö Szamek entzündete die Chanukah-Ochter. Wi׳e im Vorjahre wurde auch diesmal die Feier mit einem Sijum verbunden. ׳Diesesmal auf מס' מכוח Aiiiknüpfend an die eben beendete DD hielt Mitglied Ernö. Ungar eine eindrucksvolle Rede.!Nach ׳ihm hielt der verdienstvolle Vizepräses des Vereines Jena Singer ־—.int B'eiseni mehrerer 'illustrer Oäste — eine wunderbare Fest־*־

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