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Jüdische Presse · 1925-11-27 · 48 (27.11.1925) · page 7

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
48 (27.11.1925)
Date
1925-11-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 48 JÜDISCHE PRESSE Seile 319 tralische Konferenzen ab, ohne sich um die Anschauungen und Wünsche der Juden, die auch gestern und vorgestern wussten und-mit allen!ihren Lebensäusserungen bewiesen, dass es ein lebendiges Judentum gibt, auch nur im gering* sten zu kümmern. Sie!nannten sich mit dem Brustton der Ueberzeugung ״bewusste Juden“ und mit jedem Schritt, den sie unternahmen, lieferten sie Beweise dafür, dass sie keine Ahnung davon haben, was Judentum ist, und was für das Judentum taugt. Sie gaben Entinziationen heraus ond machten Eingaben an die Regierung und an allerlei Behörden — natürlich nicht bloss im Namen der Zionisten, wozu sie vielleicht berechtigt gewesen wären, sondern als Wortführer ,a 11 e r Juden oder aller bewussten Juden —, die vom wirklichen Judentum als Faustschlag־ ins Gesicht empfunden werden mussten. Sie massten sich überhaupt in allen Dingen eine Vor m 1111 d schaft. über das Judentum der ganzen Republik an, obgleich sie genau wussten, dass sie kein Mensch hiezu bevollmächtigt hatte. In den einzelnen Gemeinden zettelten sie Streit und Hader au und sammelten vornehmlich den Plebs, die יבורים ודקים um ■sich, mit deren Hilfe sie mit einem (in der jüdischen Geschichte noch nicht dagewesenen ן^ןןה jede religiöse Autorität zu untergraben suchten. Ihre ״Taktik“ ging dahin, allen bessergesinnten Rabbinern und Baalebatim die ״politische“ Betätigung anzuekeln, uni dann das Feld allein zu behaupten. Da aber von der (politischen Vertretung der Juden in dert gesetzgebenden Körperschaften des Staates doch gar wichtigb1־ Lebensinteressen des Judentums abhängen, liess man sie nur gewähren,,solange!die, Gefahr nicht unmittelbar ,vor der Tür stand. Ajn den religiösen Kreisen war man von vorneherein darüber im ,reinegt dass die Zionisten die Gründung der ״Jüdischen Wirtschaftspartei“ mit einem Hassgeschrei;,begriissen“ würden (und dass sie vor keiner Demagogie zurücksclirecken (würden, um sich und ihre politischen!nationalistischen Gmndsätze im Wege der Parlamentswahlen durchzusetzen. Schon lange vor den Wahlen, als man erst die Möglichkeit von Neu* wählen diskutierte, veröffentlichten die Zionisten einen Be- Schluss ihrer ״Jüdischen Partei“, mit dem religiosen Judentum in keinerlei Verhandlungen ein zutreten, sondern vollständig zu kandidieren. Sie verloren ihre stolze Sicherheit erst, als sie wahrnahmen, dass die ״Jüdische Wirtschaftspartei“ mit einem unzweideütig ä n t i n a t i o n a 1 i s t i s c h e n, echt jüdischen Programm auf den Plan ,trat und mit guten Aussichten Anstalten zur Beteiligung an dem Wahlkampfe traf. Wer den Geist dieser Leute (kennt, ist darüber keineswegs verwundert, dass sie zu ׳den elendsten Verleumdungen, persönlichen Verunglimpfungen und sogar zu• rohen Gewalttätigkeiten griffen, um die Orthodoxie und die Nicht־ ziouisten vom Wahlkampfe fernzuhalten. Sie verbreiteten unter anderem den Unsinn, die orthodoxe Landeskanzlei und die Jüdische Wirtschaftspartei hätten das Judentum (immer, natürlich ,jij.dentum“!) für gutes Geld an die. ״Antisemiten“ (will sagen: an die Regierung!) ״verraten“. Man nannte dabei auch bestimmte Summen; auch ״Dokumente“ und sogar Augen- und Ohrenzeugen dieses ״Verrates“ sollten vorhanden seih! Ihre Zeitungen und — d a,s muss wieder ein m al der ganzen We 11 zur •Kenntnis gebracht werden — der Kor- resp ondent der J T A leistete!ihnen bei diesem elenden. Verleumdungsfeldzüg gute Dienste. ,Man lese bei-! spielsweise die Bratislava^ ״Jüdiscl1e1 Volkszeitung“, die Präger ״Selbstwehr“ und besonders die ״Wiener Morgen- Zeitung“ (wo sogar der z i o nTs t is ch e Ueberfall auf den1 wehrlosen jungen Naftali Ehrlich bei seiner Ankunft in S e r 1 j ü s in Gefolge eines angesehenen orthodoxen Rabbiners in einen v o 11 b r a c h t e n Mord der Agitatoren der Agudah ah einem Agitator der Zionisten umgewandelt wurde!) und man wird eine Vorstellung bekommen von der Brunnenvergiftung dieser zionistischen Journalistik. Diese ״Agitation“ hat ihnen viel geholfen, namentlich in Böhmen und ׳Mähren, wo leider fast die gesamte jüdische Bevölkerung seit Jahrzehnten bereits dem Judentum entfremdet ist und mir äuss'erst wenige Treugebliebene noch Beziehungen zur Orthodoxie unterhalten. Dort glaubten die!Wähler •doch' den zionistisfchen Verleumdungen und ihren Versicherungen, dass sie als einzige jüdische Wählpartei ganz bestimmt Erfolg haben würden, und viele stimmten auch auf die zionistisehe Liste, obgleich ihnen reifte Liste mit einem Programm gleich der ״Jüdischen Wirtschaftspartei“!sympathischer gewesen wäre. Nach alldem begreift man aber auch, weshalb die zionistischen Mandathascher jetzt, da sie den Schomre Schabbos-Stellenvermittlung . ׳des L. V. der A.-J.-Jiugendgrtippen in der Slowakei, B r a t i!s l a v a, Turnergasse 1416־. i Offene Stellen: Nr. 43; Erzieherin. 47 ״. Bäckergehilfe. 51 ״. Mädchen, Haushalt. : 58 ״. Wirtschafterin. 61 ״. ^Kommis, Spezereihandi. Stellensuchende: Nr. 94. Buchdruckergehilfe. 96 ״. Aufseher, Vertreter. 102 ״. Glasergehilfe. 110 ״. Kellermeister. 111 ״. Kommis, Eisenbranche. 112 ״.’ Kommis, Spezereihandlung. ץ 114 ״. Uhrmachergehilfe. 116״. Lehrling, Glas-, Porzellanhandl. ״ llT^Plätzagent. 118 ״. Aufseher, Wirtschafter. 122 ״. Kommis, Manufakturwaren. 123 ״. Lehrbursche, Elektrotechnik. 125 ״. Schriftsetzer•‘ 127״. Buchhalter. 128 ״. Kommis, Eisenbranche. 129 ״. Ufirmacherlehrling. NB. Wir machen die, Interessenten aufmerksam, dass mir solche Briefe ■beantwortet werden, welchen RetoTirmarken ׳beigelegt Sind. 1Bewerber ׳berufen sich gefl. auf AnmeMunigsnumimer. Angabe von Name,!genauer Adresse, Ailter, ׳besonderen Fähigkeiten, Sprachkenntnissen!und Art der gesuchten ׳Stelle (ist bei Stellengesuchen funbed!in׳g׳t erforderlich. Briefe ohne!diese Angabenbleiben ׳unbeantwortet.; Bei offenen• Stellen ׳Ist die Angabe (der Branche, genaue Adresse, gew. Kenntnisse,;Art der* Stelle, Alter usw; notwendig. Verlangen Sie An-, .nieldungsformular! : ' ■ ־ - asm t Wählern Rechenschaft geben sollen (über ’alles, was sie in der Wahlkampagne getan Und unterlassen haben, nichts anderes zu tun vermögen, als in einem unartikulierten widerlichen Winseln auszubrechen und für das Unglück, dah s i e getroffen (s i e und nicht etwa das ״Judentum“!) vor ihren Wählern die Orthodoxie verantwortlich zu machen. Die Herren haben ausgespielt und es bleibt ־ihnen nur der eine Trost: — schimpfen zu können. Das J 11den tu tri bleibt dabei uninteressiert. »■■■■■■■•«*««■ ■tmi—1 Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. ßET(NAT P^ElSZ & 5öhne Presov (Eperjes) Spirituosen-Welngrosshandfung, Rum- 0• Likörfabrik empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in jeder Qualität. כשר Weine von 40״ Lt. aufwärts Slibowitz und Treber כשף• Versand in Gebinden Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. 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C /' ''־• ' , ‘ ____ MITTEILUNGEN ■ dor Adas JisFoei (ScMffsfchul)v Wien^ IL Bezirk^ Gross© Schiffgasse 8« Kanzlei: XI. Bezirk, Grosse ScMffgasse Nr. 1. jahrzeitfeier ה״הג מו״הר זלמי שפיטצער זצ׳יל Am zweiten Tage הנבה dem lahrzeittage rach א״דמ״ור ה״הג צ" ל T מ״ דה זלמן שפיטצער gelangen zwei vom Vorstände bestimmte Stipendien lür unbemittehe, würdige, Ü 1 ר י.Fl י ב deren.. Eltern in Wien wohnen und die in einer ישיבה mit besonderem Fleisse dem Thorästudium 1 obliegen, zur Vergebung. Gesuche sind bis zum 26. Kislew (13 Dezember d. J.) an den ^Vorstand der Adas Jisroel zu richten. ־י Rabbinat der Adas Jisroel in Wien. Verschiedene; Händler mit Debetnsitnid Genuss- ־ mittein veröffentlichen zu R&Maim&wecken. dass sie ihre Waren aus Betrieben beziehen, die der Aufsicht des Ra'bbiniates der Adas Jisroel unterstehen.. Diese Mitteilung beinhaltet durchaus nidif, ‘ dass die betreffende Verkaufsstelle ebenfalls die Aufsicht geaie׳sst. Das Rabbmat übernimmit kedoerlllei Verantwortung dafür. Insbesondere aber lehnt das Unterzeichnete Rabbinat unter allen Umständen auf das entschieden- 8te jede Verantwortung für die Zulässigkeit von allen Genuss- und Nahrungsmitteln ab, die hierorts einer anderen Haschgachä als der des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Ebenso betont das gefertigte Rabbmat nachdrüddidhst .לחפיר מצנשול סיקרובים ופרחוקים vonיר#י השם ׳ von nah up!d;|ern. dass n1!f dlo in der Jeweils von der Adas Jisroel veröffentlichten Idife der Verkaufs- und Betriebsstätten, den BtozeMiaus- Haltungen und Verkäufern, die auf die השגחה; der Adas Jisroel reflektieren* als verlässlich empfohlen werden können. , Das Rabbinat der Adas JdsroeJ. Wk$p, am 26» Ab 5684.;; Adas Jisroel (Schilfschul), Wien, II״ Grosse Scbüfgasse 8, Kanzlei II., Grosse SchUfgasse I. V Z. 523 ex.925. '•' ׳.. Ausschliesslich die naohbenami ten Verkaufsst^ilea , < von Lebens- und. Genussjjiittehi stehen :unter .der ritue^efli Aufsicht ׳des ehrw. Riabbiiiiatos der Adas.Jisroel: , . Fleischversch,lei.sst;elle.n: .. Eck er ding Markus, IX., Liedhtensteinstrasse 117, Fischer Adolf, II., Im Wend ,3. Fischer Biela, VI., Schmalzhofgiasse 19. .׳ Fischer Gabripl, ׳II., Grosse,, Söhiiffgasse' 11. Friedmann Samuel, VI., Stiegengasse 14. H ö n i g s b e e r Emanaiel, II., Franz Hochediingergasse 23. .;Stern Josef, II., Grosse Sohdffgasse 6. , ׳׳ Nur in den hier angeführten Fleischversohileisstellen :gelängt ׳a u s s c h 1 i e s s 1 i c h Fleisch zu!m Venkauf, das yön׳ j'der Sohechitah der Schächter ■der Adas Jisroel '•herführt. Es. wird nachdrüoklichst betont,; dass die - rituelle Aufsicht in der Verschleisstelle des ׳Herrn Markus Eckeriing‘ nur auf Fleisch und ׳ungeteiltes mit der Plombe der Adas Isroel versehenes• Geflügel in Anwesenheit des bestellten Maschgiaoh sich ׳bezieht Sonstige Waren unterstehen nicht 'der •Haschgabe der A. I. Gastwirtschaften und Selchwaren ver- . ••■■,/ s.ch 1 eiss te lieh: Deutsch Johanna (Milch-Trinklind Speisehalle), II.,; Herminengasse 10• ' ' ׳ r ’ ■Eis en & Höhigsbeer, M.,• Haldegasse 5. F i s c h er Adolf, II:, Im Wend 3. v; f Fischer Gabriel, II., Grosse Scbiffgasse 16. Fischer Gabriel, II., Kleine Sperilgässe;7. - Kiunstadt S., II., Grosse Schif׳f:g׳asse 6. Lazar Moritz, XX., Wiallenstemstrasse 45. Mayers o h n Samuel, II.,. Talborstrasse 24 a. . Nagel Josef, II., Kleine Sperlgasse 5. S c h r e i b e r Benjamin (Wienea), II., Obere Donaustr. 91. WeIdler Hermann, II., Flossgasse 9. GenügeLhahdi ungen: D e u t s c h Heinrich, II., Franz Hocbedlingergässe 10. ׳Ecjk er:1 i n g Ma'rkus’, IX.,, Upchte;nstein$trasse 117. 1 Fis ch e r Bela, Vil., Schmalzhofgasse 19. Fr. i e d hi ׳a n n Sanruel, VI״ Stiegenga&se ,14....... Fürst Markus, II., Krummbaumgasse 6. Gansl Leopold, II., Gtosse Schiffgasse 16. Ka u fmann LazaT, II., Grosse Schiff«?asse •18. Schreiber Benjamin (Wieneia), nur 0״ Obere Donaustrasse 91. Es wird nachdrückHchst huf merksam gern acht, dass die Häschgaohah bei (jOflftgel nur auf solche ׳ungeteilte Stücke ' sloh bezieht,' . die mit unserer Marke^^^(Piombe) verseheri:^^sänd. Um eine verlässliche Hasohgacha/h gewährleisten zu können -und jedwodle UimikönwnHchkcit auszusohUesoen, ist GÖtlffgel ohne Marke (Plombe) ä«,soabmoios awrügk- ׳ 911 weisen. " ־v׳•׳■•׳“־ '■־ Konditoreien und Bäckereien: P o m e ran z Abraham'Leib, II., Herrriinehgasse 13 und II., Flossgasse 9. Rosenberger Moritz, II., Biumauergasse 10. W e ts.s-Karl Kappel, II., Franz Hochedlingergass^ 24, , Das ehrw. Rabbinat macht ausdrücklich darauf auf• merksam, dass die. Hascbgachah . desselben. .. in den Bäckereien ausschlieslich auf die Erzeugung des Gebäckes sich bezieht; nicht aber auf ״das Scholet setzen“. In dieser Beziehung übernimmt das Rabbinat keine wie immer ge• artete Verantwortung. M׳i 1 c 11: Verschleisstelle der Adas Jisroel, TI., Haidgasse, Guntramsdorfer. ׳ ׳ Ferner beziehen Milch aus der unter Aufsicht des ehrw. RäbÜinätes der Adas jisroel stehenden! Meierei 'die folgenden Verschlelsstellen, ohne, dass deren Betriebe' von dem genannten Rabbinate beaufsichtigt oder kontrolliert werden. ׳ ׳■•f■ - •r 'ר.׳’•'׳’־ ־. Bar׳er Jakob, XX., Petrasohgässe 8. '־ ׳ s •. ׳ג Ehren׳kranz Jakob, II״ Obere• Donau§tr.asse,4.f,, FTe is c hm ann Bertha, II., Biumauergasse 22.! Ke lim anh, IX., Stroheckgasse 5. ־ ׳ L an ne r Bi S״HI״ .Grosse Schiffgasse ,5.,, S,c׳hi,s c1h.a Davdid, II״ Rembrandtstrasse 19. , Schischa Leopold, II., Krumbaumgasse 1/ Thür, XX., Tr&ustrasse 20. ‘; In den nachfolgend ver׳zeichnet!en;i:>dre£־ Verkaufs- •stellen' gelangt aussohliessHch Milch inv vefsdhlQSSöri'oh Flaschen, bezeichnet mit der Stampiglie .des Rabbin^fee^ zum Verschleisse. . j ■ Mödlings Gutsverwaitimg Güntramsdorf,' Filiale Hauptstrasse 64. / Baden.! Guts Verwaltung Guntramsdorf, Filiale Räinerring 9. « 'Vösla*u.. ’ . . Gutsverwaltung. Guntramsdorf, Filiale Hoohstrasse 4. Es ist von Wichtigkeit dßs Verzeichnis der oater , .«T*■»—,1 II. *W IJ ' ■ 1■ •■ ־' lj.ויו jwu .IUI [>׳m!•,111,' jp-H'lü" I,.■} fl.l Iii׳ .. .■ü■;»:■ l|l~llln .1 dfo ׳■ dfs ehrw. Rabblnates def;j!»roei % istehetideii Verkaiifsstellen regel^iässlg durchzusehen, damit. gegelassen werde■, J

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