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Jüdische Presse · 1925-11-06 · 45 (6.11.1925) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
45 (6.11.1925)
Date
1925-11-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Postscheckkonto Berlin Nr, 122,619 .־;;•־ ׳.־ " , .. . , , , ' י י eir. 4b Wien-Bratiai■«■, 6. Noveitibe!« 1825 ,ב*מ וינד,־מרעםצובויג י*ח חשו? תר&ץ .V,..,״■ .. ,,...V■1 .•••■).-. ... . . ■ ...ז.־ , -.-,׳..».. V:f II. Jäürg. Chronik der Wdchäi Verschiebung der Reise des ״Chofez Chäj&n‘\ Wien. (AJPB.) Israel Mehr. Hakohen, deir Verfasser des ״Chöfez Chajim“, teilt dem Zentralbureau der Agudasi Jisroel telegraphisch mit, dass er seine Reise nach Erez Jisroel auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Keren Hatliora in Frankreich; Strasbourg; (AJPB.)Unter Vorsitz. Sr. Elifw. Herrn Oberrabbiner Ernesi w e i 11, Golmär, fand vergangenen Sonntag eine Sitzung der Keren Hathora-?Komhiission statt. Grandrabbi Netter Vpn Metz erliess eineh Appell an ,die jüdische Bevölkerung zur Förderung des Keren Hathora. Die erste Wintersitzung des Keren Hathora-Präsidiums. Wien. (AJPB.) Sonntag den 25. Oktober fand in den Räumen des Geschäftsführenden Ausschusses der A. J. die erste Plenarsitzung des Keren Hathora-Präsidiums iri; der heurigen Wintersaison statt. Es waren anwesend die Herren' Rabbiner Markus Friedmann (Sädagora), Rabbi Beer F’riedmann (Czortkow), Rabbiner Dr. J. Pollak, Wolf Pappenheim, Kalman Papjjenheim, David Schlesinger und Dr. Leo Deutschländer. An erster Stelle der Tagesordnung stand die Frage der kritischen Lage der Jeschiwoh-Lehranstalten. Es wurde beschlossen; einen' Appell an die am,erikanischen Juden zu richten und dahin einen Delegierten zu .entsenden. . Eine “Sammelwoche für;j die, Warschauer ״Mesiwta“. W ar s c h a u. (AJPB.) Durc^dier überaus grosse ■ Inan? spruchn-ahnie der ״Mesiwta“ — über 600 Hörer —,ist das Budget dieser Anstalt aus dem Gleichgewicht;gebracht worden. Es wurde daher beschlossen, zur Deckung des! Defizits eine grössangelegte Sammelvvoche zu arangieren. Dem Komitee gehören unter anderem die; Rabbiner von Ostrowce, Amschinew, Gora, Wola, Nowominsk und!Radzin an., Die erste Sammlung;ergab sofort einen Bareingang f 1'yön j~~zwamzigtätfö eiid v ^ZlÖtyל: TSIähere״׳'- BeTrcKTe1 (“stehen ':^;noch';־äus.־1 •'■•;׳,.-: V Der Eindruck von Hans Herzls Austritt;aus dem Katholizismus in Londoner katholischen Kreisen/ L ö 11־ don, 31. Oktober (JTÄ:). Die letzte Nummer des führenden katholischen Organs in England ״Catholic ',Herald“ bringt die folgende Notiz:״ ׳Vor längerferiZeit erhielten wir ‘ von einem Herrn Hans Herzl ein Schreiben, -in welchem׳ ־ er uns mitteilt, er sei der Sohn des Begründers der zionistisehen Bewegung und wolle zum Katholizismus übertreten. Seit jener Zeit erhielten wir mehrmals 'Briefe von ihm. Wir* warnten ihn, er möge sich von seinem Uebertritt zum)׳ Katholizismus keine besonderen sozialen oder anderen Vorteile versprechen, Obwohl• wir nicht in der Lage waren, verschiedene seiner Wünsche zu erfüllen, gewährten wir ־• ihm doch, nach•Möglichkeit Unterstützung, dn: der vergangenen Woche erhielten wir nun von demselben Herrn Herzl ein aus Selly Oak, Birmingham, datiertes Schreiben: des Inhalts, ״er habe aufgehört, ein Katholik zu sein“. Er stellte uns anheim, diese Mitteilung zu veröffentlichen, wenn sie für unsere Leser ׳von Interesse sei. Wir glauben׳! nicht, dass Herzls persönliche Angelegenheiten unsere Leser interessieren würden. Uns selbst hat seine Mitteilung nicht sehr überrascht. Wir glauben, dass :er nach Kräften bestrebt war, nach seinem Gewissen zu 1handeln und׳ wünschen ihm jetzt wie zur Zeit!seiner Bekehrung zum Katholizismus alles Gute. Und nun überlassen -wir ihn1 sich selber.“ . . ' Berufsgenossenschaft der palästinensischen Rechtsaiuvälte. Haifa, 31. Oktober (JTA.). Hier fand eine gemeinsame Sitzung der jüdischen und der arabischen! Rechtsanwälte Palästinas statt. Es wurde beschlossen, einen Verband der Rechtsanwälte Palästinas zum Schutze der Berufsinteressen zu gründen. Zwecks Ausarbeitung! der Statuten wurde ein dreigliedriges Komitee, dem ein' , Jude, ein Mohammedaner und ein Christ angehören, eingesetzt. ׳ c , Aufnahme der palästinensischen Berufsgenossen- , Schäften in die internationale Union der :Kooperativen. Jerusalem, 31. Oktober (JTA.). Die Vereinigten Ar־’ beiterkooperativen Palästinas (Chewrat Haowdim) erhielten soeben von der Union der Internationalen Berufspenossenschäften die Verständigung, dass die palästinensische Arbeiterkooperative als Mitglied der Union aufgenommen1 worden ist. Jewish Board of Depufi'es über dfe Palästmaein- Wanderung. Ein Mitglied des Board of Deputies hat i1< der jüngsten Sitzung des Joint Foreign Committees der Ansicht Ausdruck gegeben, dass die neue palästinensische E'inwanderungsordnung dem Oberkommissar zu grosse ־ Machtmittel mit Bezug auf. die •Deportation unerwünschtef, Einwanderer verleiht.■ Das Koirütee hielt"es, fjir wünschenswert, vom Oberkömraissäi־ riäbH Ö&sfcjfr Riöhtuilg hin Zusicherungen zu erlangen. DfemgfcihäsS •Wurkle feine Denkschrift ah den britischen!Kolonienminiäter gerichtet. Der ,Kolpnienminister (wurde..zersticht, die Autmerksamkeit des OherkömintssäTs in Palästina .darauf zu lenken, dass die h£uen Ei'h^äi1deruhgs4)etlmmi1ngen von den Beamten gerecht lind, iweithbrzig gfefiäridhäbt, Wer-׳ den sollten. Der Kolohiehmihister hat auf dieses Schreiben hin •dem •Komitee .mitgeteilt, er. halte solche Zusicherungen seitens •des Oberkommdssafs nicht für;notyyendig.. Ermässigte Passgebühren für Palästmawanderer aus Polen. War s c h a ü,!. NöVenibfei• (JTÄ.). Dds Stäatliche Emigtatiörisamt׳ teilte deih י PalästiH^Änit mit, dass feähit•' liehe Palästina-Wanderer, sowohl Ghaluiim als KapitdJisffcn, privilegierte Auslandpässe gegen eine Gebühr von nutf Zloty 20 erhalten. * { Legalisierung der jüdischen CJemeindeh in den Ostdistrikten Polens. Warschau, 1. November (JTÄ.j. Der polnische 1Ministerrat hat den TeXt ־ dei• Verordnung beJ treffend die Bildung jüdischer Gemeinden in den polnischen östlichen Distrikten Wolhynien, Polesieh, Biahjstok Und! Wilna, wo zur Zeit der :Zarenherrschaft keine legalen jüdischen Gemeinden existierten, angenommen. Die Grundlagen der jüdischen Gemeindeorganisatiorten, in diesen' Gebieten sind die gleichein wie in iKbifigresspolen. Das Amtsblatt wird demnächst die Verordnung bekanntgebfen. Der pofhisefife Rabbmerverband lehnt den zionistisehen Entwurf des polnischen Kehilfagesetzes ab. W a r-. sc h a u. (AJPB.) Nach einem Referate des , Sejmdeputierten Oberrabbiner - L e ^v i n hat die Versammlung des ־ polnischen RabBiherverbandes folgende Resolution .gefasst: ״Der pblnische Rabbinerverbänd, .erklärt mit; aHer Ent׳־ iischie^enheitf־•däsä^die׳•^KuI^^gemeihde^ijn^Sinne-fdes jüdi-i sehen Gesetzes /-feine-irreligiöse ftlnStitutiön seih, muss; Ihre: Hauptaufgabe ist die Befriedigung der religiösen Be־* dürfnisse des jüdischen Volkes in seiner Gesamtheit. Sie muss - jedem einzelnen‘ die Möglichkeit verschaffen, ׳lim[•. Geiste der Religion leben zu können;׳ Alle Bemühungen,׳ die darauf gerichtet sind, den religiösen Charakter der, Kultusgemeinde zu vertuschen oder zu schmälern, sind׳ — als־ clen jüdischen Vorschriften zutyiderlaufend — als• Attentat auf die heiligsten Gefühle der Judenheit zu betrachten. Unerschütterlich auf diesem Standpunkt be־ harrend, stellt die ״Agudas horabbanim“ fest, dass die, jüdische Keriilla unbedingt im Geiste des jüdischen Reli־ gionsgesetzes geführt werden muss, und nichts ge־ schehen dürfe, das diesem. widerspricht. Im Sinne dieser Anschauung stellt ,der Räbbinerverband fest, dass der Gemeindeges;etzentwurt der zionistischen Sejmfraktion Bestimmungen enthält, die im Widerspruche zu dem re־ iigiösen Geiste stehen und welche die Kehüla ihres religiösen Charakters zu entkleiden bezwecken. Das ganze Projekt ist derart abgefasst, dass es keinerlei Grundlage zu einer Debatte bietet und muss daher in seiner Gänze abgelehnt werden. Der Rabbinerverband wendet sich. an die gesetzestreuen Juden des, Landes, ihre gesamte Kraft und ihren ganzen Einfluss aufzuwehden, um dieses Attentat abzuwehren. Gleichzeitig‘appfelfiert der Rabbinerverband an die hohe Regierung, insbesondere an das Ministerium für Kuftus und Bildung, zu den Be־ ratüngen über das Gemeindegesetz die Vertreter der Rabbiner heranzuzieheh.“ ES; ist bezeichnend, dass diese Resolution auch vom misräcliistischen Abgeordneten Färbstein unterzeichnet ist, wodurch er sich mit der einstimmigen Erklärung der ״Agudas horabbanim“,. dass dieser Gesetzentwurf ein Attentat auf״ das jüdische Volk bedeutet, solidarisch erklärte. Donnerstag, den 4. Marcheschwan wurde diese Resolution dem Minister für Bildungswesen Grabski von einer Delegation überreicht, der folgende Herren angehörten: Der Rabbiner Rebbe Oberrabbiner Lipschütz aus Kalisch, die Rabbiner Perlmutter! und Kahäne vom Warschauer Rabbinat und Sejmdeputierter 1Oberrabbiner Lewin. Die :;Unterredung trug einen sehr freundlichen Charakter und dauerte über eine Stunde. . . . * ׳׳ ' ד ־• Der Kommandant oer Leibgarde des Präsidenten Wojciechowski gegen die Untersuchungsmethode Rutkas. Lemberg, 2. November (JTA). Der Kommandant der Leibgarde des Präsidenten .Wojciechowski, Suchenek, der zur Zeit des Atteiitatsversuqhes in Lemberg fin der Be־, gleitung des Präsidenten war und später (den. Verhören mit Steiger und der Zeugin Pasternak beiwohnte, schwächt die Aussage der Pasternak bis zur Ungiaubwürdigkeit ab. Endgültige Ablehnung dfes 2iötistisclien 0enieindegeset2fentwurfes für Palästina durch die Mandatarhiacht. (Genf. (A. J. P. B.) Die Mandatikommission befasste Sich heute mit der •irrt Oktober 1924 fein- -gereichten ,Beschwerde der ,Aschkenasischen Ge* mein-de in Jerusalem wegen •der •ihr vom zio« * nistischen ״Waad leumi“ mit Unterstützung der Verwaltungsbehörde zugefügten Recihtsverkiirzun• gen. Die Beschwerde wurde ׳durch eine Eingabe •des geschäiftsfiUirenden Ausschusses der Agaidas Jisroel unterstützt. ,;; Der Vertreter der Mand׳atarmacl1t, Orrnsby- , Gore, stellte sich. auf ■den Standpunkt, •dass die Kommission gut daraii tue, ,die Entscheidung zu ׳ vertagen, bis der •vom Colonial Office verbreitete , neue Gesetzentwurf über die Rechtsverhältnisse!der Konfessionen in Palästina varliege, der einte neue Grundlage auch für die jüdische Gemeinschaft schaffe, nachdem der von. •der Orthodoxie stark bekämpfte Gesetze nt wuirf endgültig zurück-;gezogen worden sei. . . ־. Die Kommission, auf _ welche die. •Besch׳w:erden der unterdrückten orthodoxen Minderheit -einen starken,<>E}ndT|Uck machten, beschloss, das Ergebnis ihrer|^|gjer‘atungen nicht zu veröffentlichen, sondern6,?׳s : zuerst ■dem Völkerbund- ־; rat für die Dezembersitzung zu (unterbreiten. •Die überaus bedeutungsvolle Aeiitsserung des Vertreters der englischen Regierung als •Mandatarmacht. vor der Kommission des Völkerbundes entihält zwei. wich'tige ^rtteiluwgen5-r״lvvdAss>dieVengliscl1e Regierung, einen .neuen ־ Gesetzentwuri־ über die Rechtsverhältnisse ■ der Konfessibneri 'ifl. Palästina vorbereitet,י״ ■der e.in e n;e-ue G •r 11 m-d 1 ag e auch für die j Ud1i־s-ci1.e •Gemeinschlaft sc'h aff en soll, und 2. dass der von der Ö rt110׳ d 0xi e sc 11 a rf b ekämpf t-e •ir ü;h.e r e Gesetzentwurf endgültig z ii rii ckig e z 0 g׳e n worden ist. Diese Feststellungen bedeuten*fü-r A-gudas Jisroel und über den parteimässigen Rahmen -ihrer ׳■Or- ■ V. ganisation hinaus für die gesamte' tlioratreue Judenheit einen S-ieg •dl e r 11 n ab h ä n gi g e n 0 r th p d-0 xi:e, wie sie ihn vielleicht noch nie er r zun gen 11 a t. passen ־,wir ■die.. Tatsachen kurz zusammen. Als in den jüdischen ■Pressorganen plötzlich . lim vergangene^ Frühjahre •ein •Gesetzentwurf über die Rech'tsverhältniis’se ־•d,er jüdischen Gemeinden in Palästina publiziert wairüe, bemäditigt-e slicli der Orthodoxie lähmendes;Entsetzen,!Man wusste nicht recht, ob dieser Gesetzentwurf, der auf ,; Grundlagen aufgebaut ׳war, die •die .!Herrschaft■, d;er Thora in der jüdischen Heimstätte zunichte ־machen musste,׳ ׳eine Regierungsvorlage'oder bloss ein -Projekt dfes zionistischen Waad Leumi, des jüdischen ׳Nationairates in Palästina, sei. Es soll nicht vergessen werden, dass die mörderi- , sehen Schüsse auf Prof. Israel de ihaan ein gespenstisches Licht aut die ■Kräfte warfen, die die Pläne gegen ׳die Orthodoxie schmiedeten: Agudas Jisroel zeigte; sich zu jener Zeit ganz auf der •Höhe der Situation. Ohne sich durch - den brennenden Schmerz über den Tod des unermüdlichen Kämpfers beirren zu lassen, ohne sich in Klagen und Anklagen zu .ergehen un'd eine Politik der Sentimentalität ■ zu verfolgen, raffte sie alle!Energien zusammen, um ׳die Geset-zwerdung eines Entwurfes, der •der organisatorischen Sicherung ■des Golus Schehina aus Erez Jisroel glelchgekommen wäre, zu -verhindern. ■Es zeigte sich, dass die , . . Orthodoxie, der• :man hartnäckig jede politische Fähigkeit abgesprochen hatte, die Situation . nicht nur Tichtlg er- .; fasste, sondern auch verstand, ■worauf •es in. der Politik vor allem .anko-mmt, nämlich die , richtigen^ -Mittel zu. er- ’ greifen, um;ihren Willen durchzusetzen. Kein Wi^g blieb;./ unversucht. Die politischen Führer der •Aguda haben bet Wiens GRÖSSTE International© KÜNSTWERK9TÄ־rTE und BILLIGSTE EINKÄUFSQUELLIe für DES ג (GEGENÜBER DEM HOTEL ״BRISTOL“) __ TEIEPKON-NUMMER 51-3-62 :: aul2usuchen! Liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmsten orthodoxen Damen aller Länder Perücken• Spezialist in Brautscheiteln. Die Herstellung einer Jeden einzelnen Perücke .erfolgt aus GARANTIERT DAUEROEWELLTEM NATqRHAAR, indlviduell dem Gesichte angepasst. EN GROS, Grosses Lager u. reichhaltigste Auswahl ln Perücken modernster Frisuren. EN DETAIL; Verlangen S|e die kostenlose Zusendung meines neu erschlenetign Katalogesl Wollen Sie gefälligst bei Bestellungen den Vornamen ©TMMßR und die Adresse genau beachten!

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