Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 40-41 (2.10.1925)
- Date
- 1925-10-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 270 JÜfrtSCftE PftESSfc Nr. 40/41 hat der Weltkrieg das teuerste Kind, seinen 1 ישp un* bannherzig entrissen. Stellet diesem Kinde ein Denkmal. Lasset statt seiner ein Kind armer oder minderbemittelter bechöweder Eltern תירה lernen, ihr erreichet damit ein doppeltes Ziel: Ihr sorget für die ׳ נשמהeures Kindes und gewinnet zugleich ein Kind חברן p <ל המלמד את . תודח כאילו יולדו" ״Wer seines Nächsten Kind תורה lehrt und in erweitertem Sinne lernen lasst, ist gleich, als hätte er ihm das Leben geschenkt.“ ' < Dieses Denkmal, das ihr zugleich euch stellt, es überdauert alle Zeiten. Lasset euch daher diese ,מצוד nicht entgehen, übernehmet diese Pflicht für ein Jahr; 1 für das zweite werden wir nicht mehr betteln müssen; denn in vier bis fünf Jahren könnet ihr תלמידי חכמי□ אי״ה heranblühen sehen und ihr werdet auf euer Werk stolz hinauf* schauen und obendrein den Dank des Kindes, den Dank der Eltern, den Dank des Initiators, die Anerkennung der weit ואחרון אחרון חביב den grossen שכר בע״הז.ובעה״ב euch sichern. Denn ת״ת *st das höchste Ideal, wofür G־tt Belohnung auf dieser und jener Welt verspricht und Er hält Wort. Meldet euch zahlreich bei der ״Jüdi* sehen Pres.fcVai“• Wer selbst zu schwach, suche eich zwei bis drei Kollegen איש כפי יכלתן Ben Davvid. ״Trennungsorthodoxie“ und Agudas Jisroel. Frankfurt a. M. (AJPB.) Dr. jur. Isaak Breuer veröffentlicht folgende Erklärung: Die ״Jüdische Volkszeitung“ in Bratislava hat wiederholt die Nachricht gebracht, ich sei aus der Agudas Jisroel ausgetreten. Diese Nachricht ist unwahr. Ich bin weder aus der Agudas Jisroel, noch aus ihrem Geschäftsausschuss ausgetreten. Nach wie vor ist also, um mit der Sprache der ״Jüdischen Volks* zeitung“ zu reden, die unentwegte separatistische Orthodoxie oder der Separatismus ungarischorthodoxer Provenienz in der obersten Leitung der Agudas Jisroel vertreten. Frankfurt a. M., Erew Resch-Haschanah 5686• (gez.) Dr. ISaak Breuer. ״Trennungsorthodoxie“ ist ein Schlagwort nicht sehr alten Datums. Die Gegner der selbständigen Orthodoxie führen es seit einigen Jahren oft im Munde und fveri stehen darunter gesetzestreues Judentum, sobald es sich iri einem Orte zur Errichtung oder auch nur zum Schutze bestehender religiöser Institutionen als ״Gemeinde in Israel“ konstituiert und sich nicht bereit zeigt, auf Wunsch, treuloser Söhne des jüdischen Volkes die religiösen Grundlagen der Gemeinde den Launen und Verirrungen des ״Zeitgeistes“ anzupassen. ״Trennungsorthodoxie“ ist nach Auffassung derjenigen, die sich vom Geiste des historischen Sinaijudentums lossagen, etwas Schimpfliches; deswegen gebrauchen sie diesen Ausdruck mit Beharrlichkeit gegen d i e jüdische Gemeinschaft, die daran — f e s t n ä 11. ״Trennungsorthodoxie“ zu bekämpfen und zu beschimpfen, scheint den Feinden der Thora weniger riskant und erfolgverheissender als schlechtweg — Orthodoxie oder, Thoratreue. Wer die Prinzipien des historischen Judentums preisgibt, oder mit denen liebäugelt, die sie preisgeben, wer; dem Banner des unentwegten und bedi ngungslosen Judentums Treue und Gefolschaft versagt, oder zu denen hält, die ihm untreu werden und neuen Idolen nachjagen, wer das Lager des viertausend־: jährigen wahren Judentums verlässt und sich denen anschliesst, die sich im Geiste von den Idealen des Judentums,, von der jüdischen Weltanschauung und der jüdischen Lebensweise getrennt haben, ruft ״Tren- ========■• ■ ==■־.־■■■■■ '=■- 1. .־-=-־•rn Statt Karten Alice Isaak Herbert N. Kruskal Verlobte Frankfurt a. Main Frankfurt a. Main Hölderlinstrasse 5 Fischerfeldstrasse 1 Kochet Backet Bratet nur mit dem altbekannten KUNEROL Kunerol ist 100% reines Fett aus Kokosnüssen und wird unter streng ritueller, Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Oberräbbiners S. B. Ehrenfeld, Mattersburg, hergestellt. Es sollte in kein ein Haushalte fehlen! Kunerolwerke A,~G., Wien nungsorthodoxie“ denjenigen fcii, die mit allen Lebensfasern am Judentum hängen und gaf oft mit Löwenmute und Opfern ohnegleichen für die Erhaltung des Judentums ׳— kämpfen.. ״Trennungsorthodoxie“ ist ein besonders beliebtes Schlagwort in der zionistischen Presse gegen alle Juden, die aus Liebe und Treue zum Judentum der zionistisehen Propaganda Widerstand leisten und sich von all dem, was bis jetzt Judentum hiess, — nj c-n t t r e n n e n wollen. Deshalb weiss unsere zionistische Presse auf der Höhe ihrer Aufgabe als würdige Nachfolgerin der früheren Assimilatfonspresse für das F e s t h a 11 e n der Orthodoxie am glaubenstreuen Judentum und ihre organisatorische Zusammensetzung keine ändere Bezeichnung als — Trennungsorthodoxie! Selbstverständlich gilt das gesamte slowa kische orthodoxe Judentum bei den zionistischen Verhetzungszeitungen als Ürtypus der ״Trennungsorthodoxie“. Wer nicht Mitglied einer Neologen־ oder status quo-Gemeinde ist und nicht in das zionistischmessianische Schallhörn bläst, ist ״trennungsorthodox“ — ״ungarischer Provenienz“! All die hunderte einheitlichen Gemeinden in der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien in Orten, wo es eine zweite Gemeinde gar nicht gibt, und die vielen Gemeinden, wo nicht sie, sondern die N e o 1 o g e n (jetzt sind sie fast alle im zionistischen Fahrwasser!) aus der alten Gemeinde ausgetreten sind, werden in den zionistischen Zeitungen als ״Trennungsgemeinden“ betitelt, wenn ihnen der Makel anhaftet, auf orthodoxer traditionstreuer Basis konstituiert zu sein und ihre Konstitution auch gesetzlich gesichert zu haben. — Hunderttausende Juden im Lande leben und wirken im Geiste und nach , den Vorschriften der Thora, und sind in festgefügten. Gemeinden zum Schutze des Judentums vor Abfallsbestrebungen vereinigt; sie sind nach der hetzerischen Theorie unserer Zionisten — ״Trennungsorthodoxe“. Einige, tausend Neujuden bleiben Assimilanten, wie sie ehedem waren, oder werden — Zionisten; sie sind Siegelbewahrer der — Einheit im Judentum! Das ist die Lehre, die unsere zionistischen Zeitungen alle, angefangen von der Bratislavaer ״Jüd. Volkszeitung“ bis tief hinunter zum Munkacser ״Zsido Neplap“ als höchste Geistesoffenbarung ihren Lesern verkünden. Agudas Jisroel ist die Weltorganisation des gesinnungstreuen Thorajudentums. Die anerkannteisten geistigen Führer des religiösen jüdischen 1 Volkes allen Länder, Männer, deren Namen überall, wo Juden wohnen, verehrungsvoll genannt werden, wahre Geistesfürsten! der Thora, stehen an ihrer Spitze. Sie fasst alle Kräfte der Gesamtheit zusammen und organisiert sie zur Aus•1 Übung aller Lebensfunktionen der jüdischen Gemeinschaft. In Treue zum Judentum hat sie die Thoragemässheit ihrer gesamten Tätigkeit statutarisch gesichert und mittels organisatorischer Massnahmen (nach menschlicher Voraussicht) für alle Zeiten gewährleistet. Sie will das um das ' Banner der heiligen Thora gescharte jüdische Volk sein, das historische jüdische Volk organisiert und aktiv in seiner unlöslichen Gebundenheit an G-tt und seirf Gesetz. Sie steht in ihrer ganzen jüdischen Geistesfichtung in •kontradiktorischem Gegensatz tum Organisationsprinzip des modernen Zionismus, das eine Prädestination des jüdischen Volkes nicht an erkennt. Es gibt Zionisten, ga n z,e moderne Zionisten, ganze Menschen mit bewusstg-ttabgewandter Weltanschauung־. . und einem aufrichtigen ,Zügehörigkeitsgefühl zur jiidi-i sehen Stammesgemeinschaft, die den gewaltigen tiefen Gegensatz zwischen '*',Ägüdäs ■Jisroel und Zionismus zwischen dem, was die jüdische G-ttesnation war und noch ist, und dem, was sie ihren Wünschen nach sein sollte, deutlich sehen. ־ Solche Zionisten lassen der Agudas Jisroel Gerechtigkeit widerfahren; sie finden sich mit der Tatsache schlecht ־und recht ab und rechnen in ihren politischen und organisatorischen Kombinationen damit,, dass das ״alte“ , jüdische Volk nicht Willens ist, dem׳ modernen thorafremden Nationalismus das Feld zu räumen. Sie säfhmeln ihre Scharen und rüsten zu einem Kämpfe, der ihnen unvermeidlich scheint, zu einem Kampfe zwischen zwei Welten, dem Endkampfe zwischen Thora und Abfall in Israel. Sie begreifen die Erbitterung, der Orthodoxie angesichts der zionistischen Bewegung und fühlen gleich ihr die geschichtliche Tragik einer' modernen ״Rückkehr zum Judentum“, die von den im Judentum Verharrenden nicht anders als eine neue Aeusserungsart des Abfalls vom Judentum gewertet werden kann. Die Agudas Jisroel wiederum, gerade weil sie den Zionismus, die zionistische, Idee von der E n t h e i I igung und Nationalisierung der jüdischen Gemeinschaft, als tiefgreifende geistige Kraft von berückender Wirkung betrachtet, weil sie den Zionismüs tief verwurzelt, weiss in dem vom Odern def Thora! nicht beseelten Geistesleben der modernen europäischen Völkergemeinschaften und ihn im ganzen nicht etwa nach den Kriechwesen, die sich ihn anheften, sondern nach der Zielsetzung seiner ragenden Geister beurteilt, erblickt in ihm d e n gr ö s s te n u n d g e f ä h r 1 i c h s t e ri Feind, der dem Judentum ih unserer Zeit erstehenkonnte. Der Zioni smus tritt nicht als soziologische oder kulturreformatorische Bewegung in organisatorische Er•» scheinung; er bietet seinen Anhängern positive praktische Aufgaben, die entweder aus bestimmten politischen Erkenntnissen oder aus nationalen und wirtschaftlichen Notm■-ך׳———»■««Mi miMMim» Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. BETRAT P'RElSZ & 5öhne Presov (Eperjes) SulrituoseR-Welngrosshandlung, Rumu. Likftrfabrlk empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats ih jeder Qualität. כשף Weine von 40 Lt. aufwärts Slibowitz und Treber ־כשר Versand in Gebinden Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen beim orthodoxen Rabbinat ih Presov eingehölt werden. -«■■■■■י««■» ■ Wendigkeiten sich ergeben. Auch die Agudas Jisroel ist nicht zur Bekämpfung def zionistischen Bestrebungeft geschaffen worden; sie dankt ihre Entstehung und widfnet ihre Kräfte den grossen, ewigen, unwandelbaren und den zeitgeborenen positiven Gettteinschaftsaufgaben des jüdischen ״Volkes, zu deren Lösung die geistigen und , materiellen Mittel des einzelnen oder kleinerer Gruppen J nicht äüsreichen. Die abgrundtiefen gährenden Gegensätze zwischen den beiden Organisationen lauern gewissermassen : im Hintergründe, dort wo bei mächtigen Volksbewegungen die Weltanschauungen ihren Platz haben, auf den Moment ihres Hervortrittes auf das Kampffeld. Für die Zeit der Rüstung schaffen die praktischen Tätigkeiten hie und da Berührungspunkte und gemeinsame Interessen. Es tut den Prinzipien der beiden Organisationen nicht im geringsten Abbruch, wenn wegen der Abgrenzung und der Anr näherungslinien solcher Interessengemeinschaft über die offenkundigen Gegensätze hinweg freundnachbarliche Ver* Handlungen gepflogen und auch — eventuell — friedliche Vereinbarungen getroffen werden. Solche Verhandlungen fanden seit Monaten auch zwischen der zionistischen Organisation und Agudas Jisroel bezüglich verschiedener Erez Jisroel-Angelegenheiten statt und sie werden vielleicht zu bestimmten Vereinbarungen führen. Unsere zionistischen Wortführer, hier in der Slowakei, verstehen jedoch von alldem nichts. Sie wissen vom Zionismus als neue fraditionswidrige Auffassung des jüdischen Daseins ebensowenig, wie sie eine Ahnung haben vom alten Geist des״ Judentums, der sich in der Agudas Jisroel ein geeignetes organisatorisches Ausdrucksmittel geschaffen hat. Ihnen ist Zionismus nur Vorwand., und Gelegenheit, ihren Hass gegen die Orthodoxie ungehemmt unter die- Leute zu bringen. Und Agudas Jisroel bedeutet ,für sie kurz und scharf — T*r e n n u 11 gs o r t li o d o x i e! Trenn,ungsorthodoxie, sonst nichts. Mit dieser Einstellung der Agudas Jisroel wollten jedoch die jüngst jin London] und Wien gepflogenen Verhandlungen zwischen der zionistischen und der agudistjschen Organisation nicht recht stimmen. Wie macht man das dem naiven, auf Weltanschauungsfragen wahrlich nicht einstudierten Zionisten der׳ Slowakei plausibel, ohne sich selbst Lügen zu ׳strafen? Sehr einfach. Man erzählt eines Tages ״aus bestjnfor־J mierter, vertrauenswürdiger Quelle“, die Agudas Jisroel habe gerade jetzt während der Verhandlungen mit der zionistischen Organisation, wie auf einen Zauberschlag ,a u fgehört, Trennungsorthodoxie zu sein und die Hindernisse zu einer ״Vereinigung mit dem Zionisinus“ seien gewichen. Da diese Neuigkeit so ohneweiters nicht eingeleuchtet hätte, kam ein Witzbold darauf, zu. berichten, der scharfsinnige Verfechter der thoratreuen! Grundlagen der jüdischen Nation in ihrer Gesamtheit׳ und in ihren Einzelgemeiaden, Dr. Isaak Breuer in. Frankfurt a. M., habe die Agudas Jisroel verlassen. Jakob Ro senheim und alle anderen Orthodoxen in D e u t s c h* l'a n a ■unci den westlichen Ländern und natürlich' auch alle R a b b in e n und orthodoxen Führer des . Ostens macht , man schlankweg zu Gegnern der Trennungsorthodoxie, die Orthodoxie von der Slowak e i; Ungarn, Rumänien usw., denkt man sich! für den augenblicklichen Bedarfsfall aus der Ag׳uda! hinweg — und die Rechnung stimmt auffallend! ׳Die ״Jüdische Vo 1 ks z e i t u n g“ kennt ihr Publikum; die. Rechnung stimmt .für ,.diesen' Leserkreis״ sogar,-״näch-v dem Dr. Breuer ihre Nachricht von seinem Austritt dementiert. Die ״Jüdische Volkszeitung“ weiss es besser 1als er selber. Er ist ausgetreten, er muss ausgetreten! sein, denn ihre Rechnung muss doch stimmen Und ihre Phrasen von der Trennungsorthodoxie dürfen doch nicht! als das erkannt werden, was sie sind — leeres Wahngebilde! J. I. B. Konkurs. Am 1. November 1925 gelangt in der Kultus■ giemelndle Podivin (Mähren) die Stellt eines Kantors zur Besetzung. Derselbe muss tschechoslowakischer Staatsbürger, Schochet, Koreh und Bodek sein, muss von zwei ortb. Rabbinern, eventuell von einem den Befähigungsnachweis zur Schechitah erbringen, ferner den Religionsunterricht an der hiesigen Volksschule zu erteilen befähigt sein. Derselbe darf das Alter von 85 Jahren nicht überschritten haben. Gehalt cK 1000.— (Tausend Kronen) monatlich und Nebenemolumente. Mohel wird bevorzugt. Die Gesuche sind bis 20. Oktober 1925 an den Vorsteher der Isr. Kultusgemeinde Podivin einzusenden. Podivin, 27. September 1925. läidai* Rosehzweig Kultüsvöfsteher. •oPoaopopodOPOPOPoeodCDPO•• Die AGUDAS JISftOEL- Landesorganisation in där S ofräkei bittet alle ihre Mitglieder und Anhänger während der יג^^ובים die Agudas Jisroel und ihre Institutionen mit Spenden Zuwendungen reichlich zu bedenken I Adresse: Bratislava, Turnergasse 14/16 Postfach 140 •e0#040e0e0e0e0e0eG^i0#0#0•׳ )1 jpfc > i!ן I in Paketen od. Tabletten 11 fl I fl ft ¥ fl׳ Ul/ fl eibaHfnSiein alleoGioes• U U B 1* I* 1 1| | |f fl handlangen. Wo nicht er- ח I I \ \ 171 I R IT bältlicn, wolle man sich ■ I |-| 11111 I || | lt Bl direkt an die Hauptnieder* IIUIVUIUI II U läge fttr die CSB. der Fe. I. Havlik, Prag! VII. B e 18koh 0 tr. 3 7 . ... —..ו!■■—— wenden. . ׳׳ ׳ ׳ ׳Jv .־.־י