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Jüdische Presse · 1925-09-25 · 39 (25.9.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
39 (25.9.1925)
Date
1925-09-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 39 JÜDISCHE PRESSE. Seite 261 8 I 8- TF sehe dm oslo ־vir akei _ 1 Eine Pflicht der Pietät. In Nummer 19 unserer Zeitung erschien aus der! Feder eines unserer Mitarbeiter ein Artikel, worin in eindringlichen Worten auf die unwürdige Verfassung hingewiesen wurde, in der sich zahlreiche jüdische Friedhöfe in kleinen Gemeinden befinden. Der Artikelschreiber schil׳־ derte die Verwahrlosung dieser בתי עלמין und gab Anregungen, auf welche Weise der völligen Verwüstung jenen Stätten, an denen גדולי□ וצריקימ zur ewigen Ruhe gebettet sind, vorgebeugt werden könnte. Fast jeder ,könnte die dort geschilderten Zustände aus eigener Erfahrung• bestätigen. Viele Dorfgemeinden sind in Auflösung begriffen oder erhalten nur mit Mühe urfd Not . die InstLIJUrl tionen der lebendigen Gegenwart. Aus eigener Kraft können solche kleinen Gemeinden die verfallenen Zäünel der □בתי החיי nicht renovieren, geschweige denn ihre!Ersetzung durch neue in Angriff nehmen. Die berufenen׳ Stellen hiezu wären die grösseren Chewroth Kadi־* sch'ofh des Landes, die — am besten ]gemeinsam — einte- Aktion zur Errichtung von Fonds und Legaten für solche Zwecke einleiten sollten. Sie würden ganz ohne Zweifel Erfolg haben. Denn ein jeder Jude hat für Pietät etwas', übrig. Ein jeder, dessen Eltern, Verwandte und Voi1־^ fahren auf solchen vom Verfalle bedrohten Friedhöfeink beerdigt sind, wird gern einen Jahresbeitrag zahleri oder eine einmalige grössere Spende leisten, wenn [er die Gewähr erlangt, dass eine verantwortliche Körper׳־ schaft sich der Ruhestätten seiner Lieben anmimmt. 'Auf solche Weise würden den Chewroth Kadischoth oder einem1 von den Chewroth Kadischoth eingesetzten Sonderkomitee in kurzer Zeit grössere Summen zur Verfügung stehen; dieausreichen würden, die בתי עלמין an!solchen von Juden verlassenen Orten dauernd in Stand zu )halten. ן• ln einer redaktionellen Bemerkung wiesen wir damals auf die dringende Aktualität einer solchen Aktion hin und lenkten die öffentliche Aufmerksamkeit auch auf die zahl- , reichen בתי, כנסיות .,und כתי .מדרשית, die an solchen- Orten herrenlos dastehen. und die in ihnen zurückgeblieJ benen ספרי תורה nebst wertvollen כלי קידש und ספרים , zugrunde gehen. Auch für die Geschichte wertvolle ,Do־* kumente und Akten gehen auf diese Weise verloren. . Inzwischen hat die orthodoxe Landeskanzlei an! sämtliche Gemeinden ein Rundschreiben des Ministeriums) versandt, worin zur Anfertigung sorgfältiger Verzeichnisse solcher Gemeindesammlungen lind Archive aufgefordert wird; : ־..1• ■ ■■׳׳■•,'.׳ '■ In , Angelegenheit der Friedhöfe ist; jedoch ,unseres Wissens1!immer noch nichts> unternommen worden.' Unsere Chewroth . Kadischoth haben es, nicht eilig. ,, : . 1 Umso erfreulicher erscheint es, dass unser Artikel-. Schreiber seiner Anregung nunmehr auch als;. Erstell die gute); Tat, folgen, lässt. Er, ist nicht1 nur ,. נאה דורש sondern auch נ אה/ מקיים^ Wir dürfen leider ^seihen Namen nicht nenjhen.׳ •Er ist1 einer jener wenigen ־’stillen 'und bescheidenen Arbeiter im Weinberge G-ttes, die jhr Sinnen, und Trachteri auf das Wohl der Gesamtheit und die Ehre unserer חורה richten. In rüHreSnjder Lileb.e' zur Grabstätte1 seiner Altvordern hat er dieser Tage .der ■ o r t h o d o x e n•L a n des k a n z 1 e i in Bratislava eine StifJ. tüng von tsch. ' K '5000 mit der ,Bestimmung übergeben/,1 dass aus den Zinsen dieser Stiftühg zwei alte kleine‘Friedhöfe gepflegt werden sollten; Wir lassen die Urkunde im! Wortlaute folgen, damit er aus den Kreisen unserer Lesei׳ , recht• viele edle׳ Nachahmer-findet: ׳; - « Stiftungsbrief.; : Gefertigter deponiert als iUnterläge dieses iStiftuhgs־ ־ ׳ ,brief es',zuhanden der orthodoxen ■israelitischen Landes-■ kahzlei für die Slowakei ,,-in•Bratislava 4prozent׳ige tsohe-: cho$lowak!isohe ׳Rente im ׳Nominalwerte yon 5000. (fünf-1 tausend)• ■Krönen, •'und zwar, zu folgenden Zwecken: ' Aus den Zinsen, dieser Staatspa1piere^;(1jähT11ich beiläufig tsch. K' 200)' •ist ׳der jüdische Friedhof in ׳Sandorf,,, 1 gewesenes ■Nitraer Komitat-, jetzt Bratislavaer zuipa,!irr Stand;zu!halten. Dieser Ort zählte einst ׳mit ■den dazu gehörigen iNachbäror'tschaften׳; ■als Mittelpunkt 40' bis .50; jüdische (streng,religiöse) Familien,heute 4 bis5׳.; 2. Ist ■aus den •Zinsen in!Stand׳ zu ׳halten der ׳jüdi-, sohe Friedhof ■ in Cerov (Lieskov-iGerav), 1 ׳welcher ׳Ort zwischen Sandorf und Jablonica liegt, und jetzt gleichfalls •zur Bratislavaer ■zu׳pa gehört. Durch seine zentrale!Lage diente dieser Friedhof als!Begräbnisstätte ,nicht ׳nur für Lieskov-Cerov, sondern auch (für Sandorf und Jablonica. In Lieskov-Cerov wohnt gegenwärtig kein einziger Jude. 11 ׳־ n diesem Friedhof sind grosse ׳Zadikim •und Zidkonlijös «0B0®0®0®CDB0®0®0B0«ÖBÖ®0•• Die A G U D A S 11 S RO EL- Landesorganisation in der Slowakei bittet alle ihre Mitglieder und Anhänger während der ימיסנוראיס und der darauffolgenden die Agudas iisroel und ihre Institutionen mit SDenden^Zuwendungen reichlich zu bedenken! ׳ t Adresse: Bratislava, Turnergasse 14/16 Postfach 140 '••obobobobobobobobobobobo• ׳bestattet. Es sind möglichst die Mauern (Gederl zd 9& halten; geht es schon durchaus ׳nicht, ׳dann ist ein Graben und eine ׳Hecke (lebender Zaun) ringsum anzulegen und zu erhalten. Das Legat ist ׳zwar nicht gross, aber!immerhin machen die ׳Zinsen in 110 Jahren zirka!tsch. K 2000׳ aus, und •vielleicht wird dasselbe auch ׳von ■anderer Seite ergänzt werden. Die Reparaturen sind mögliehst sofort zu bewerkstelligen, damit die!Schäden nicht ׳grösser werden und mehr Unkosten verursachen. Aus ׳diesem Grunde ist ■6s wichtig, ■dass die Leute von Loko oder ■der Naoh'barortschaften in der kürzesten Zeit den Schaden der betreffenden Steile anzeigen. Behufs Ausführung ׳der Reparaturen wird laut besten!Gutdünken eine geeignete (Person oder Personen) betraut. Sollten von 10׳ zu 10׳ Jahren die bezeiohneten Friedhöfe keine •Reparaturen benötigen, so ,׳dürfen die־ Zinsen auch für andere Friedhöfe (׳jüdische) ׳verwendet werden. Das Kapital darf Über ׳keinesfalls vermindert werden. Die orthodoxe ׳israelitische ׳Landeskanzlei hat das Recht, als Marjipulationsgebütir 10 Prozent von ■den ,Zinsen für eigene Zwecke zu verwenden. Sollte sich ein direkt diesen Zweck verfolgender Verein bilden, oder ׳übernimmt eventuell die!Bratislavaer orthodoxe Clievra ׳Kadisoh'a diese •Agenden oder!vielleicht dezentralisiert 2 bis 3 Chevras, oder es. ist dies der orthodoxen israelitischen׳ Landeskanzlei׳ unge־ legen';und,!umständlich, dann ׳hat dieselbe ׳nabürlich das Recht, die Angelegenheit laut den Originalbedingungen der Stiftung zu übertragen.!Mögen Viele diesem 1guten ׳Beispiele folgen. ) ■ 1 Das Sefer ״Chofez Chajim“ — zu ermässigteitt Preise• Wie erinnerlich, hat der Hermon-Verlag in Frankfurt a. M. im vorigen Jahre eine peue, prachtvoll ausgestattete Ausgabe des1 berühmten Werkes ״Chöfez Gnajim“ von Rabbi Meir Hakohen שליטא" veranstaltet. Diese Ausgabe ist in allen Kreisen der לומדי תורה , freudig, aufgenommen worden.;Vielfach haben Vereine und Jes.chiwos das Lernen aus. diesem Sefer als ,regelmässigen' שיעור eingeführt und dadurch die Verbreitung und Vertiefung ' echtjüdischer Sittenlehre, in den breitesten Volksschichten gefördert. Um dieses Werk den weitesten Kreisen!zugänglich zu machen, bietet jetzt der Verlag auf Wunsch( der Agudas Jisroel-Jugendorganisation in der Slowakei allen; Juden in der; Tschechoslowakei für kurze Zeit die Gelegenheit, es^ zum Preise von 3 0 tsch. Kr ön'eni? ,$t־a׳tt M.; 6, d. i. '48׳ tsch. Kronen, portofrei, zu! ■ erwerben. Dieses Ausnahmsangebot *ist 11u r bis *E n d e Tisch r i und nur bei Bestellung durch die Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Bratislava unter Voreinsendung des Betrages in Kraft., Nach; Ablauf dieser Frist kostet es . abermals tsch. K 48 exklü^. Porto. Die Agudas Jisroel- :Jugendorganisation fordert daher die Agüda-Gruppen, Lern-; vereine und Interessenten,: auf, ihre Bestellungen s o fort;; aüfzugeben und den, Betrag, zugleich auf das, Postscheck- , konto Nr. 62Ö03 der '״ Aj^ u d as J is r o e 1 - Jü g en dH gruppe Bratislava (Turnergasse 14-16) einzuzahleri;';,Später eihläufende Aufträge könnten nicht berücksichtigt werden. ... . 1 UnaiHtfDiMi IlKlildimiMIMIf Telephon Nr. 64. "״*. Gegründet 1872. ־ BETjNAT P־RE!SZ & 5öhne Presov (Eperjes) Spirituoson-Walngrosshandlung, Rumu. Likörfabrik empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in jeder Qualität. כשר Weine von 40 Lt. aufwärts Slibowitz und Treber כשר• Versand in Gebinden Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen;; beim orthodoxen Rab binat in Presoy eingeholt werden. Wien. Rabbi Lewy,Ji.zchok Kahane, über dessen Anwesenheit wir in unserer vorigen Nummer berichtet haben, führt seine Braut Frl. Erna, die Tochter des inl den Kreisen der Wiener Orthodoxie hochgeachteten Herrn Salomo Kornblum, Donnerstag, den 13. Tischri, *nf ,der Schiffschul unter die Chupa, ״(Wir gratulieren! herzlichst!) '* ־ l ' Wien. י ו ם יג׳ ב,:י ין כסא לעשור fand am Zentralfriedhof .eine stille, andächtige Feier statt. Freunde und Verehrer von ר׳ יצחק ווייס זצ״יל setzten ׳ihm einen Grabstein. Dieser stille Gelehrte ׳kam •vor ׳Dezennien aus Bonyhäd nach Wien,, wo ׳er im בית המדרש der Schiffschule bald einen Kreis von Schülern und Verehrern um sich .gruppierte, die!seinen Lehren lauschten. Sein immenser pleiss, sein grosses Wissen, besonders aber seine Liebe zum Lehren machten ihn bald zum Mittelpunkt eines ansehnlichen Kreises von יראים.- Während eines längeren Siechtums י wairde er von seinen Freunden ■in rührender Weise betreut. Zu der Grabsteinstellung fanden sich ein: ׳Oiberrabbiner F ü r s t, Rabbiner B a um g־a r t e n, vom Vorstand der בית המדרש (Herren B e r n f e 1 d, Danzi nger und Fr 0 mmer mit einer grossen ׳Schar von!Mitgliedern; meist □תלמידי - Schüler des Verblichenen In allen leben die Lehren fort, die ihnen der נפטר in Herz und Gemüt gesenkt und die geeignet sind, להגדיל תורה ולהאדירה p. Gloggnitz, Samstag, dem ersten Tag Rösch-Haschano, fand die Barmizwah-Feier von Theo Fürst, Enkel des achtbaren Mitgliedes der Gloggnitzer Kultusgemeiride, ׳ Herrn Moritz Löwy, statt. Der Barmizwah-Junge lernte tadellos seine Paraschä. Nachmittags versammelte sich die Gemeinde beim Grossvater, um ihm die Glückwünsche seiner zahlreichen Freunde und Verehrer zu Überbringern Bei dieser Gelegenheit hielt der Barmizwah eine eindrucksvolle Ansprache, in welcher er sich vornahm, $n den! Fusstapfen seiner Grosseltern zur Ehre seiner Familie, zur Ehre des Judentums, zu wandeln. Rückkehr des Sadagoraer Rebben nach ‘ Wien. * Wien, (AJ1PB.) Der Sa/dagoraer Rtebibe, Markus ׳- Friedmann, PräsH1dia׳lmlitglied!des Keren!Hathora und der Palästinazentrale, ist nach Wien zurückgekehrt. Rückkehr des Kielcer Rebben aus Amerika. W i e n. (A. J. P. B.) .Der Kielcer Rebbe, Rabbiner Tworskl, ist nach 19monatigem Aufenthalt!in (Amerika in Europa elngetroffeR. Konkurs Die Ternaer Talmud Thora sucht einen tüchtigen בחור י״ש ״» מלמד, der עברי, חומש רשי und Anfänger גמרא gut unterrichten kann. Offerte zu richten an B■ Wieder! Turna z. Kesicka. Konkurs Die Mlohalovcaet* Talmud Thora sucht per künftigem Semester einen 'בחול יראך, <*er fähig ist, die zweite Klasse מתחילי חומש zu unterrichten. Reflektanten vom Fache wollen ihre Referenzen an Talmud Thora-Präses Julius Klein, Mlchalovce, Hlavna ulica, richten. י ישיבה קפזנה ׳" piestany. Mit ר״ח חשון הבע״ל w״d in Piestany eine : ישיבה קטנה eröftnet. Ein ת״ח המופלג ויר״ש wird mit der Leitung ' betraut, ln der ישיבה קטנה werden die תלמידים ^en ganzen Tag unter Aufsicht des Leiters beschäftigt, mit dem Ziele, sie für das selbständige Lernen an einer;ישיבך vorzubereiten. Kinder über 13 Jahren und unter 15 Jahren, die גמרא ותוסס׳ bereits begreifen, vyerden gegen Bezahlung von Kc 300‘—; pro Monat mit Kost u. Quartier• (einschliesslich‘, LeKrhonörar); versorgt. ' 1 ■■-•־ J Die ישיבה. סטנה sfeht unter , direkter und ständiger , Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Weber und sind auch die Anmeldungen ,bis הבע״ל HD1D חוה״ט an ihn..;, zu richten. Adresse: Oberrabbiner,K. Weber. Piestany (Slowakei) : יצא■ לאור יספר גפי אש ח״א וח״ב הוא ביאור רחובות על כל עניני המשנה ביאור הראשונים ושיטות אחרונים וכל שקלי וטרי׳ דילה׳ המחיר ק״א -.33 Kc ומחיר ח״ב —.30 Kc ׳ חפשי' במדינה« וחוץ למדינה בד כתרים יותר כל חלק המחיר־;משתלם בראש. הרוצה בהם;יפנה על האדרעססע של המחבך: Rabin Abraham Sterrt, Nov6 Zämky : ־ •' (Tschechoslowakei) ׳ . Intelligente, streng orth. Frau in mittl. Jahren sucht Posten &ls: Wirtschafterin ־ 4 oder zu mutterlosen Kindern inj des Slowakei oder Rusinsk.o. : Gefl. 1Angebote sind an die Bratislavaer Adin. unter Chiffre; , ״Wirtschafterin“ zu richten.!;!; ־ ־ Frommes, verlässliches Mädchen 1 das selbständig kochen'kann,; wird alB Stütze der Hausfrau- ■■aufgpnommen.;Adresse:.׳ Adjolf,׳ Stern, Bratislava!׳ ' Stefanikstrassse 23a. '! Lehrerin "’'.1י sucht eine Stelle in relig. Hause zu grösseren Kindern. Unter-! ric&et Slowakisch Und Ungarisch. Gefl; Zuschriften unter : ״Lehrerin'*^ an die^ Bratisl. Adm. ״ j In der Lederbranche geübter Kommis mit langjähriger Praxis sucht Anstellung ih• שבת ויו״ט geschl. ,Geschäft. ' Zuschriften unter ״LederM aii . die Brati81. Adm. , .! Wir sußhen Generalen. Bezir ksvertreter! Jeder kann sich durch Vertretung unseres Bankhauses mit Leichtigkeit monatlich Kc 3000 bis Kc, 5000 verdienen. Fachkenntnisse sind nicht nötig. 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