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Jüdische Presse · 1925-08-07 · 32 (7.8.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
32 (7.8.1925)
Date
1925-08-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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V. Seite 212 JÜDISCHE PRESSE Nr. 32 Die Gesamtzahl der Juden in der ganzen Welt 14,830.832. In der demnächst erscheinenden Nr. 5 det ״Blätter für Demographie, Statistik und Wirtschaftskunde! der Juden“ veröffentlicht der bekannte jüdische Statistiker Jakob Lestschinsky grundlegende Untersuchungen über die Zahl der Juden in allen Ländern der Welt. Laut den letzten Volkszählungen, von denen mehrere.freilich einige Jahre zurückliegen, wurden in den verschiedenen Erdteilen und Ländern die folgenden Zahlen ermittelt (die einge* klammerten Ziffern geben die Jahreszahl der letzten Volks-1 zählung, sowie den Prozentsatz zu der QesamtbevölkeJ rung an): I. Europa: Polen (1921) 2,829,456 (10,4, Prozent); europäisches Russland (1920) 2,626.667 (2,8 Pro■1 zent); Ukraine (1920) 1,772.479 '(6,9 Prozent); sonstiges Russland (1920) 854.188 (1,2 Prozent); Rumänien (1919) 834.344 (4,8 Prozent); Deutschland (1919) 575.000 (1 Prozent);. Ungarn (1920) 473.310 (2,8 Prozent); Tschecho־• Slowakei (1921) 354.342 (2,6 Prozent); England und Ir*, land (1921) 286.000 (0,7 Prozent); Oesterreich (1923) 300.000 (4,6 Prozent); Litauen (1923) 155.126 (7,6 Prozent); Frankreich (1921) 150.000 (0,4 Prozent); Holland (1920)׳ 115.229 (1,7 Prozent); Griechenland (1920) 110.000 (2,2 Prozent); Lettland (1920) 79.644 (5 Prozent); europäische: Türkei (1922) 85.000 (4,5 Prozent); Jugoslawien (1921) 64.221 (0,5 Prozent); Belgien (1920) 50.000 (0,7 Prozent); Bulgarien (1920) 45.600 (0,9 Prozent); Italien (1921) 45.000 (0,1 Prozent); Schweiz (1920) 20.955 (0,5 Prozent); Schweden (1920) 6474 (0,1 Prozent); Dänemark (1921) 5924 (0,2 Prozent); Estland (1922) 4639 (0,4 Prozent); Spanien (1919) 4000 .(0,02 Prozent); Danzig .(1919) 4000 (0,1 Prozent); Portugal (1920) 2000 (0,03 Prozent); Finni land (1920) 1618 (0,05 Prozent); Norwegen (1920) 1457 (0,05 Prozent); Gibraltar (1921) 1300 (7,6 Prozent); Luxem׳־ bürg (1922) 1270 (0,5 Prozent). II. Asien: Asiatisches' Russland (1920) 170.813 (0,5 Prozent); Sibirien (1920) 32.731 (0,4 Prozent); Turkestan (1920) 20.000 (0,8 Prol zent); Kaukasus usw. (1920) 58.082 (0,3 Prozent); Re־’ publik des Fernen Ostens (1921) 60.000 (3,8 Prozent); Mesopotamien (1920) 87.488 (3,1 Prozent); Palästina (1922) 83.794 (11,1 Prozent); asiatische Türkei (1922) 70.000 (0,8 Prozent); Persien (1922) 0,7) 55.000־ Prozent); Sy* rien und Libanon (1922) 35.000 (1 Prozent); Arabien (1920) 25.000 (0,5 Prozent); Indien (1921) 21.788 (0,0 Prozent); Buchara und Chiva (1920) 20.000 (0,6 Prozent); ,Afganistan (1922) 18.000 (0,8 Prozent); China und Japait (1920) 6000 (0,0 Prozent); Aden und Perim (1921) 3749 (6,8 Prozent). III. Afrika: Brit. Südafrika (1921)62.103 (0,8 Prozent); Transvaal (1921) 33.515 (1,6 Prozent); Kapland (1921) 21.242 (0,8 Prozent); Franzos. Marokko (1919) 84.302 (1,6 Prozent); Span. Marokko (1922) 18,000 (3 Prozent); Algerien (1921) 73.967 (1,8 Prozent); Äegypten (1917) 59.581 (0,5 Prozent); Abessyrtien (1920) 50.000 (0,5 Prozent); Tunis (1921) 47.641 (2,8 Prozent); Tripo•* lis (1918) 18.660 (2,4 Prozent); Tanger (1922) 12.000 (24 Prozent). IV. Amerika: Vereinigten Staaten (1920) 3,600.000 (3 Prozent); Kanada (1921) 126.196 (1,4 Pro-, zent); Argentinien (1921) 100.000 (1,4 Prozent); Mexikc( (1921) 20.000 (0,1 Prozent); Kuba (1922) 5000 (0,2 Pro*, zent); Chile (1920) 3300 (0,1 Prozent); Brasilien (1920) 27.000 (0,1 Prozent); Surinam und Curacao (1921) 1343 (0,7 Prozent); Jamaika (1921) 1250 (0,1 Prozent)! V. Australien: Neu-Südwales (1921) 10.150 (0,5 Pro-, zent); Victoria (1921) 7677 (0,5 Prozent); Neu-Seeland (1921) 2380 (0,2~Prozent); West-Australien (1921) 1919 (0,6 Prozent); Queensland (1921) 1003 (0,1 Prozent); Süd־' Australien (1921) 743 (0,2 Prozent); Tasmanien (1921) 130 (0,1 Prozent). Es leben demnach in Europa 9,232.576 Juden, das sind 2,1 Prozent der Gesamtbevölkerung; in Asien 596.622 (0,1 Prozent); in Afrika 426.253 (1 Pro-' zent); in Amerika 3,884.089 (2,1 Prozent); in Australien׳ 24.002 (0,4 )Prozent). In der ganzen Welt leben demnach 14,163.542 Juden, die 1 Prozent der Gesamtbevölkerung der Welt bilden. Nach Hinzurechnung der schätzungsweisen Vermehrung seit den letzten Volkszählungen lebten Anfang 1925 14,830.832 Juden. Die Joint-Kampagne und die jüdische Arbeiterschaft. Die Vertreter der grossen!jüdischen Arbeiterorganisation, wie Anbeiter־R׳ing, Vereinigte jüdische Gewerkschaften, Jüdischnationaler Arbeiterverband, Poale Zion usw. beschlossen in einer gemeinsamen Beratung,!die Joint-Kampagne zur Aufbringung von 15!Millionen Dollar für jüdische iHilfs- und Aufbauzwecke zu unterstützen. Die Orthodoxie beim Aufbau von Erez Jisroel. — Nachiath Lublin Schaare-Chessed. Die unter dem ׳Namen ״Nachlath Lublin“ bekannte agudistische Kolonlsationsgesellschaft |hat in der Nähe «von Sichron-Jakov fünftausendsiebenhundert Dunam Boden, ״Kar,kur“ genannt, gekauft. Auch von der Pica hat sie ausserdem zweitausend Dunam erworben und bereits offiziell übernommen. Etwa sechzehnhundert Dunam wurden gleichzeitig der Saloschitzer Schwestergruppe überlassen. Es befinden sich־ bereits 30 Mann an Ort und Stelle, die mit dem Strassenbau begonnen haben. Sämtliche Mitglieder der ״Nachiath Lublin“ sind streng orthodox lebende Juden. Vor der Inangriffnahme der Arbeit fand eine intime!Eröffnungsfeier statt, die mit .der ■Einbringung eines Sefer Thora eingeleitet wurde. Unter Vorsitz von Rabbi Ghaim Sonnenfeld und in Anwesenheit bekannter Führer des Wadd hoir hoaschkenasi hielt der Verein ״Schaare Chessed-Gomiluth Chassedim Hakloli“ am 17. Ijar eine. Sitzung wegen der durch die Aufhebung des Mieterschutzes zu gewärtigenden Notlage unter den palästinensischen Juden ab. Der Verein hat bekanntlich im Laufe dieses Jahres in Jerusalem durch zinsenfreie Darlehen die Fertigstellung von elf "Wohnhäusern ermöglicht. Es wurde beschlossen, eine grosse Anleihe aufzubringen und sofort mit der Erteilung von Darlehen an Bodenbesitzer zu beginnen, damit diese in die Lage versetzt werden, mit diesem Kapital Häuser, zu bauen, dessen Abzahlung innerhalb vierzehn Jahren zinsenfrei zu geschehen habe. ׳Rabbi Chaim Sonnenfeld schloss die Sitzung mit einem grossen Appell an die Oeffentliclikeit, das Werk durch Beistellung grosser Geldmittel zu fördern. Sieg der Aguda bei des Gemeinderatswählen in Polen. In Pabjanice fanden vergangenen Sonntag Gemeinderatswahlen statt. Da die Anträge der Aguda, im Interesse eines einheitlichen Vorgehens eine gemeinsame jüdische Liste aufzustellen, abgelehnt!wunden, ging diese selbständig in den Wahlkampf ein und errang drei Mandate, während, die Zionisten nur eines erhielten. Alle anderen jüdischen Parteien gingen leer aus. ■Diese Zersplitterung brachte den Juden einen Verlust von drei Mandaten. — In Belachatow waren die bürgerlich-jüdischen Parteien auf einer Liste vereinigt .und bekamen fünf!Mandate. ■Die jüdischen Handwerker erzielten vier Mandate. Interessant ist, dass der eigentliche Wahlkampf im jüdischen Lager sich ®wischen dem ״Bund“ und der ״Poale Agudas Jisroel“ abspielte. 1. Jüdischer Kongress? Wiederum tauchen in den Zeitungen Nachrichten über einen Anfang August in Trencin-Teplitz stattfindenden a llgemeinen Kongr'ess der tschech oslowakH sehen Juden auf. Es wird nicht gesagt, von wem dieser Kongress einberufen wurde, auch nicht, vo!11 wem er 'beschickt werden soll. Es wird ׳bloss mitgeteilt, dass diese'Versammlung über das Verhalten der Juden bei den Parlamentswahlen endgültig zu entscheiden berufen ist. '(׳ Vor etwa dreiviertel Jahren war bereits ein solcher Kongress einberufen. Damals war der in Prag domizitierende zionistische ״'N a׳t i 0׳ n a 1 r a t“ der Ein'berufer und er nannte ׳die Versammlung hochtönend- ״Nation alkongress ׳der ■tschechoslowakischen ׳J 01־ d e n“ und sollte wohl!in ׳der Hauptsache die Aufgabe ,haben, nach aussen, der Regierung!gegenüber den Scheinbeweis zu erbringen, als ob es beträchtliche Teile der.Judenschaft gäbe, die nationalistisch-zionistische Schulen und Gym- «asien von der Art, wie sie von einer Propagandasektion zionistischer Agitatoren mit ■!Hilfe verschiedener zionistischer Körperschaften des ׳In- und Auslandes ■und der alten Freundin des orthodoxen Judentums, ׳der Pariser ״Alliance Is.r a el!i t e“, in Pödkarpatska-Russ gegründet wurden, billigen oder wünschen. Im Interesse der Wahrheit waren wir damals genötigt, den Täuschungsversuch aufzudecken und die jüdische ()Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, ׳dass es sich bei einem vorn ׳zionistisehen ״Nationalrat“ einberufenen Kongress bestenfalls um eine z i 0 ni s t i s c h e Veranstaltung handeln könne, deren Beschlüsse und Kundgebungen nur den Willensausdr.uck der tschechoslowakischen Zionisten darzustellen vermögen, keineswegs aber auch den der orthodoxen J u d e.n dieses Landes, die sicfi in Lebensideal und.׳Lebens- Praxis von ׳den Zionisten schärif unterscheiden und deren jüdische ׳Prinzipien von ganz anderen Tendenzen ׳beherrscht sind als die Ideen, die von den Zionisten׳ pro,pagiert werden. ׳Der. ״Nationalkongress“ unterblieb ׳dann auch wirklich ,und das*׳Judentum in ■unserer 'Republik ■hat dadurch wahrlich keinen Schaden erlitten. Wir wissen nicht, 01b die neuen Zeitungsnachrichten über einen allgemeinen Kongress der ■Juden den gleichen Zweck ■verfolgen, wie im De׳zem׳ber vorigen Jahres. Möglicherweise handelt es sich bloss um einen Versuchsballon einzelner unverantwortlicher jüdischer ״Politiker“, die ׳ihr ׳Interesse für ׳jüdische Angelegenheiten jedesmal vor ■den Wahlen ,neu entdecken. Eines steht fest: Das orthodoxe ■ J u d e •n t u m hat ׳d a m i t « i c h t s zu tun u n׳d ■hat keine Veranlassung, s ich z um •W eVk ■zeuge von Bestrebungen gebrauch e •n zu lassen, ׳die mit den Grundsätzen und den Interessen ׳des r e 1 i g i 0 n s ,t •r e u e 11 Judentums n i c h t v e r e i n b a r s 1 n d. $ 2. Die Lehren von Polen. In Polen ist zwischen der Regierung und dem jüdischen Sejmklub ein politisches Abkommen getroffen worden. Das Abkommen bezweckt einen ׳Modus vivendi für ■die ׳ jüdischen Einwohner des neuen Polen und stellt im wesentlichen die (Herausgabe von verschiedenen längst in Aussicht ■gestellten Verordnungen ■dar, durch ׳die bestimmten ׳wirtschaftlichen und kulturellen Ansprüchen der ״jüdischen;Religionsgemeinschaft“ Genüge getan wird. Die Punktationen dieser Abmachung waren vor einigen Tagen,in allen jüdischen und nichtjüdischen Zeitungen ver-, öffentlicht, und jeder, ■der ein Dokument zu lesen versteht und mit ■den Verhältnissen .einiger,massen vertraut ist, konnte sich überzeugen, dass ihnen eine ׳vollständige und restlose ß a n k r 0.11 e r!k 1 ä r u n g d e r z i 0 n i s t i s c h e n u nd ׳n a.t i0 n alis ti s c׳h en M e th od en in.der Landes- Politik •zugrunde liegt. Der .Führer der zionistischen Politi'ker in Polen, ׳der Deputat G r ii nb a u m, war sich über diesen einzig möglichen Ausgang der Verhandlungen ■vom ersten Augenblick an klar. Er erkannte in der Tatsache, dass man mm auch in den Kreisen der jahrelang von ihm geführten zionistischen ,Sejmfraktion von der Taktik der nationalistischen Demonstrationen und brüsken Drohungen sich abzuwenden beginnt, mit :gutem Rechte die Vorzeichen eines völligen Fiasko der ganzen zionistischen Politik. Als konsequenter Mann gab er seine Demission und beteiligte sich in keiner Weise positiv an den Verhandlungen. Andere, mit weniger Prinzipien, aber mehr ■praktischem Sinn ausgestattete zionistische Parteigänger unter Fahrung von Dr. Reich und Prediger Dr. Thon genierten sich nicht, sich nunmehr die taktischen und ׳politischen Grundsätze der Orthodoxie .zu eigen zu. machen ■und führten die Verhandfungen zu ■Ende. Ob die Resultate dieser Verhandlungen für die Entwicklung •der; jüdischen Verhältnisse in Polen die sehnsüchtig herbeigewünschte Ruhe schaffen werden, vermag man ׳in diesem Augenblicke natürlich nicht voraus- Zusagen. Sicher :ist, ׳dass 'die offizielle Lossagung der ׳Zionisten von Ihrer bisherigen nationalistischen ״Minderheits- •Politik“, und ihre •Umkehr Zu dem von ׳den orthodoxen Politikern aller >L ä n ׳d ׳e r beschrittenen ׳und aileiin als zweckdienlich empfohlenen!Weg der Verhandlungen mit den konstitutionellen ,Instanzen ׳des Inlandes — unter Ausschaltung aller herausfordernden Proteste beim Völkerbund und der Drohungen ׳mit Agitation lim Auslände — noch gerade im ■letzten Momente eine Gefahr ■von den Juden ׳in!Polen abwendet, die in den ׳jüdischen Massen •die schrecklichsten Vorahnungen wachrief. Wie nehmen die ׳Zionisten hier ,bei■ uns in der Tschechoslowakei ׳diese Wandlung bei den ■polnisehen .Zionisten auf■ und welche Lehren ziehen siie aus diesen Ereignissen •für!ihr. Verhalten in der Zukunft? 'Nun denn: Sie machen’s, wie man es Menschen mit gesunden Sinnen ■nicht ׳Zutrauen sollte. Sie wollen •das tschechoslowakische Judentum in ein!Fahrzeug zerren, mit dem ihre eigensten Freunde noch ׳vor ganz kurzem vor den Augen der •ganzen Welt Schiffbruch erlitten haben. Obgleich bei uns die gesetzlichen Voraussetzungen und die politische Situation für die'ilnaugurierung ׳der zionistischen Theorie von •den ״jüdischen Minderheitsnationen“ in den Ländern des Exils glücklicherweise wesentlich ungünstiger sind als 1i.n Polen und!Litauen (dort enthält ׳der Friedensvertrag ■einen Passus, der in zionistischem Sinne gedeutet werden ׳kann, was ׳beim tschechoslowakischen Vertrag nicht ׳der ׳Fall ist!) ■und obgleich in ■der ׳Slowakei und Kar.pathorussland die ׳jüdischen!Gemeinden zum überwiegenden Teil auf orthodox-gesetzestreuer Basis organisiert ■und gesetzlich anerkannt ■sind, nehmen die ׳Zionisten keinen Anstand, das Judentum unausgesetzt in ■die Politik und die Kämpfe der ״nationalen Minderheiten“ hineinzuziehen und eine ausgedehnte Propaganda für ■die U m- Wandlung der organisierten ■und seit Jahrzehnten g e s e t z 1 i ■c.h. g e s i c h e -r t e n religiös e n jüdische« Gemeins c halt i n eine der p r 0־ 1b :1 le ׳m! a t i s c h e׳׳n p 0 1 ft'•׳i s ■c b: e n ,׳״M i in d e r h e /i t snationen“. , . . Wie wir ׳letzthin gezeigt haben, unternehmen sie es sogar, ׳in ■einer Zeit, da der-Grossteiil ׳der Juden eine furcht- ■bare wirtschaftliche und religiöse Krise durchmacht und MMWIÜHBUIMWItlMW—OliWimiMaWWlIillHIMIBiWHUliHUi jj Telephon Nr. 64. Gegründet 1872. 3 | BETRAT PTJElSZ I B & 5öhne | | Presov (Eperjes) j I Spirituosan-"' ' ' _ Rumu. Likörfabrik | | empfehlen erstklassige Liköre eigenen Fabrikats in S : jeder Qualität. כשף Weine von 40 Lt. aufwärts j i Slibowitz und Treber כשר• Versand in Gebinden S I Demijohns und elegant adjustierten Flaschen zu | billigen Preisen. Prompte Bedienung. Verlangen Sie | Offerte. Ueber die Verlässlichkeit können Referenzen 3 beim orthodoxen Rabbinat in Presov eingeholt werden. I amanannmuuuiuunu )nuBiuiu alle Kräfte darauf gerichtet sein müssten, aus der Ökori'omischen ■Not hinauszukommen ■und den thoratreuen ׳Geist bei der ׳heranwachsenden Generationzu festigen, alles, was wir ׳besitzen, aufs Spiel!zu setzen und wegen einer technischen Frage des Wahlaktes zum Parlament der Regierung den'״nationalen Mehrheiten“ im Namen des ״jüdischen Volkes״ einen Protest beim V ö 1 k e r b ,u ■n d öffentlich a n 1z u d r 0 h e n. Dass wir in aller Deutlichkeit erklärten, das orthodoxe Judentum werde ein solches, mit allen Traditionen des ׳Judentums in. ׳Widerspruch stehendes ■und ■die wichtigsten Interessen des tschechoslowakischen Judentums aufs! äusserste gefährdendes Vorgehen ,nicht stillschweigend dulden» gefällt den zionistischen Wortführern begreiflicher-, weise!nicht. Wir schmeicheln uns auch nicht mit ■der ■Hoffnung, die Zionisten werden sieb in ,ihrer Zerstörungs- •Politik von unserem Einspruch aufhalten ׳lassen. Wo die Erfahrungen der eigenen ׳Gesinnungsgenossen und ipolitisehen Wegweiser in Polen ahne merklichen Eindruck bleiben, werden Warnrufe ■und eindringliche Ermahnungen von seiten;grundsätzlicher Gegner!nichts ׳fruchten. Vielleicht gibt ihnen ■eine Feststellung zu denken, die wir dem Leitartikel der ׳״Prager 'Presse“ ׳)׳bekanntlich das Organ des Aussenministers Dr. Benes) ׳vorn 1. August ■über ״Die unzufriedenen Minderheiten“ entnehmen. Dort wird im Zusammenhange imit den ■zwecklosen Reden auf ■der Warschauer Tagung •der Völkerbundligen folgendes• ausgeführt: ״In dem Augenblick, da Dr. Medinger in Warschau ׳pathetisch auf die Mangelhaftigkeit des internationalen ,Minderheitsschutzes. verwies, kam es ,in Polen zu einer Einigung!zwischen der Regierung und der sehr zahlreichen jüdischen Minderheit. Es geniigt, d en!1 n- ■halt der Abmachungen zu ■verfolgen, um klar zu seben, dass die Juden kaum die!gleichen Ergebnisse erzielt hätten, wenn si e sich auf den .na tiona 1 e n M inde rh eitssch.utz be.raiben!hätten.“ Der Artikelschreiber weiss freilich davon nichts, dass auch die!Zionisten in!Polen mehrere Jahre ׳hindurch den Weg!gegangen sind, den ״unsere“!jetzt zu wandeln sicli anschicken und zum Verhängnis ■für drei Millionen «Juden mit den Phrasen ׳politisch operiert haben, die ihnen ■ihre zionistischen Führer in den Mund legten. Möge die gütige Vorsehung das Judentum in der Tschechoslowakei ■vor den ״Segnungen“ einer solchen zionistischen ׳Politik;bewahren! Clvis Judaeus. Zuschriften an die Redaktion. , , » ־■■■.׳!>; Ich bin ■von zwei achtbaren Seiten aufgefordert worden, über einige wichtige, aber leider immer ■mehr vernachlässigte Dinge zu schreiben. Trotzdem ich sonst מכיר את מקומי bin, muss ich doch, wo es sich um G-tfes Sache handelt, her,vortreten un'd ich halte mir hierbei die Worte meines ersten רבי הגאון הק׳ בעל ה״ח ת ן ־סופר" ז צ " ל vor־ Augen, die er auf ה נ ה מ ק ( ם את;ונצבח על הצור והיה בעבור כמדי ושמתיךיבנקרת הצור zu sagen pflegte. Nun denn: Seit Jahr und Tag vernimmt man einzelne Jämmertöne und stille Seufzer ob ■des überliandnehmenden חילול שבת לן1דש und ab ■des פריצות in der Frauenkleidung. ־ ״ ויהודה עור רד יעם אל יחד לא ירומםJuda ist noch ergeben seinem G-tte, aber die Gesamtheit erhebt sich nicht.“ Solange kein Anfang gemacht war, gab es für die Passivität in dieser Hinsicht!zwar keine Entschuldigung, aber ein Verstehen. Nun aber, seitdem sich!in Polen beherzte Männer zusammengetan haben, um ■für שמירת ו ד ש p ש ב ת mit Energie einzutreten und seitdem anderseits hierzulande הר' הג* הצ׳ דמ״ר פרעשמרג dem יצר הרע; des פריצות entgegentrat und dagegen öffentlich auftrat, scheint es unbegreiflich, dass sich die Mehrheit noch immer indifferent dazu verhält. Was שבת קודש an- 23728

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