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Jüdische Presse · 1925-07-17 · 29 (17.7.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
29 (17.7.1925)
Date
1925-07-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 1 94 JÜDISCHE PRESSE Nr. 29 ׳M1 m «5 lm 4» <5 Ba Slo Vor der neuen Wahlkampagne. 3. Wie sehr die von uns bezeichneten Vorbedingungen zu einer, sei *es wie .immer gestalteten wahlpolitischen Aktion der jüdischen Wähler notwendig sind, ergibt sich aber nicht bloss aus den angeführten Gründen der Moral und ׳des Gesamtwohles, sondern auch aus ■den Lebenserfordernissen der jüdischen 1B 1ü r g e r unse• res Landes. Was die jüdische Gemeinde für einen wirklich jüdischen Juden bedeutet, werden ׳die!Herren ״Nationalisten“ nur schwer begreifen. Selbst die wenigen unter ihnen, die sich redlich bemühen,!im Judentum etwas tiefer zu schürfen, und hinaus über die ׳״politischen“ Könsequeneen ihrer nun einmal nicht zu ■ändernden!Zugehörigkeit zur jüdischen ׳Gemeinschaft, ,zu ahnen beginnen, dass!ihre den anderen!,^Nationalitäten“ abgelauschte ׳״Stammestümliohkeit“ eine lächerliche hohle Phrase bleiben müsse, wenn nicht auch die ganze •Gefühlswelt und Denkart von ihrem Judentum dauernd beeinflusst /wird, können es auf Grund der zionistischen!Ideologie wahrlich nicht weiter bringen, als dass sie höchstens auch ■ihre gesellschaftlichen und ästhetischen!Bedürfnisse in den!zionistisehen oder ״nationalen“ Vereinen und an den :literarischen und künstlerischen Schöpfungen ihnen geistesverwandter Schriftsteller und Künstler befriedigen. Von Mal zu Mal begegnet man auch einen neujüdischen Nationalisten, der aus eigener seelischer Veranlagung oder ״atavistischer“ Gemütsart auch ■innere Beziehungen religiöser Natur zum jüdischen Volke zu unterhalten wünscht, aufrichtig wünscht. Solche Fälle sind gewiss sehr * erfreulich und beweisen (vielleicht, dass -der Rahmen des קחש DV שארית breiter ist, als die tägliche!Erfahrung vermuten lässt. Judentum im »wahren, geschichtlichen und!praktischen Sinn!ist all das aber noch lange nicht. Judentum kann eben nicht nur nationalpolitisch erhascht, ästhetisch erschaut 9der ״religiös“ ■erfühlt, sondern es muss in strenger Disziplin nach dem Willen G-ttes täglich .und stündlich restlos gelebt werden, ■so gelebt, ■dass nicht eine einzige Lebensäusserung in uns ist, ׳die nicht!von unserem judentu-m zumindest mit bestimmt!wäre.!Für die hunderttausende orthodoxer Juden in. ■der (Slowakei und Karpathorussland bedeutet •ihr!Judentum — ׳dieses umfassende, dm praktischen ׳Leben ■zum Ausdruck gelangende Judentum, auch wenn es ■nicht einem jeden einzelnen von ihnen gleich gegeben .ist, seine jüdische Auffassung theoretisch izu begründen und ihrem Gebote bis in ׳die äusserste Konsequenz ׳zu gehorchen. Dieses Judentum!ist aber — das sieht man auf den ersten Blick — durch eine ׳unüberbrückbare Kluft!getrennt von ■dem Judentum ׳des politischen Nationalismus, zu dem der Zionisan u s seine Bekenner ihindrängt und der eine Verpflichtung ■auf ein ■praktisch!befolgtes!Grttesgebot auch nicht anerkennt. ׳In ■der jüdischen!Gemeinde erblickt das!historische, d. h. orthodoxe ■Judentum die natürlichste und adäquate lokale ׳Organisationsform für den ganzen Umfang des durch die Bestimmungen des Schulchan Aruch regulierten jüdischen Lebens. ,Innerer Aufbau der jüdischen Gemeinde und die Gesetze ihrer ein- »einen .Funktionen müssen ihrer jüdischen © e׳s 11 mf m uy!i g konform sein. Ihre lÖJbganisatdonss at zungen ergeben sich aus dem Geist!der Thoragemässheit, aus dem allein die jüdische Gemeinde — nach orthodoxer Auffässung — ihr!Recht auf Dasein erhält. Für den Z i 0 n i s t e n hingegen, dem das Judentum selbst doch auch losgelöst dasteht, von allen Bindungen religiöser Gesetze,!ist die lokale jüdische!Gemeinde lögäscherweise nicht minder a b s 01 u t f r e i ■in Lebens i m h a 11 und Lebens form, in Aufgabenkreis und Funktionsgebiet. Die jüdische!Gemeinde ist ׳den Zionisten — hur denjenigen natürlich, die wissen׳, wo sie hinsteuern — ein leerer Rahmen, den sie nach Gutdünken ausiüllen dürfen, ebenso wie ■sie die Entwicklungsbahn ׳der jüdischen Gesamtheit durch die Traditionen der Vergangenheit nicht vorausbestimmt wissen wollen. Für den Zionismus fängt die jüdisehe. ■Gemeinde erst an von Wert sein, wenn sie die Möglickkeit nicht ,von vornehe rein ausschliesst, früher oder später geeignete Basis .,zu werden für die Umgestaltung des Judentums nach den ׳Ideen des zionistischen Nationalesmus. So wie die jüdische Gemeinde jetzt ist, eine relig i ö s e Gemeinschaft, die nach ähren ■eigenen religiösen Gesetzen ־lebt und wirkt, weiss der Zionismus mit ,ihr nichts anzufangen. Dem orthodoxen Judentum ist sie im Gegensatz dazu׳ g e r a d e jetzt, als R e 1 i g d 0 n sgemeinde, von unermesslicher Bedeutung und aus ■diesem Grunde suqht es sie von allen fremden!Einflüssen zu bewahren. Auch der S t a a t -hat allen Grund, in der heutigen jüdischen Gemeinde eines ׳der wertvollsten kulturellen Gebilde zu erblicken und darauf!zu achten, dass ihre!Mission und ihre Funktionsfä'higkeit nicht durch nivellierende Geistesströmungen gehemmt oder gar!gehindert werden. Der Staat kennt ׳den gewaltigen Unterschied zwischen den Lebensgesetzen geistiger und religiöser Organisationen, (wie der Religlonsgemeinde, und denen politischer und sozialer Machtzentren, wie des ׳modernen Staates selbst. ׳Einzig und allein unsere Zionisten haben ein Interesse an der Geistesverwirrung, die e n t s t e he n im ii s s t e, wenn die Lebensgesetize des Staates ,m!i t plumper Hand auf die Funktionen der religiösen Gemein- Schaft des Judentums übertragen würden. Deshalb erleben ׳wir es, dass die Zionisten nicht nur das orthodoxe Judentum als solches, nicht nur die orthodoxen Rabbiner und ■die orthodoxen' offiziellen Aemter als staatsfeindlich denunzieren, sondern auch das teuerste Gut der jüdischen Gemeinschaft, die älteste und bewährteste jüdlsehe Organisation, die Jahrtausende unversehrt überdauert hat, ׳die orthodoxe Gemeinde, herabzusetzen, suchen und es unternehmen, ,zwischen ihr und dem Staate künstlich einen Gegensatz zu konstruieren, der in keiner Weise vorhanden ist. in dem vorigen Artikel lieferten wir den Lesern bereits einen Beweis solcher Denunziationen gegen die Orthodoxie. Hier ,folge die ■Uebersetzung eines zweiten Artikels aus der gleichen Feder, der!zuerst gleichfalls in der ,P 0 d :k a r p a t s k e H1 a s y“ erschienen ist, dann aber von der zionistischen ״Z i d 0 w s k e ׳S p r a v y“ übernommen und in ihrer Nr. 24 vom 12׳. Juni mit einer!Einleitung versehen wurde. ■Die (zionistische Zeitung schreibt unter dem Titel ״Die Juden i;tn tschechoslowakischen Staate.!Ein Kampf um ׳Demokratie im jüdischen Lager“: ״Wir ׳veröffentlichen einen Artikel aus ״P 0 dkarpatske H■1 asy“, welcher über unsere Tätigkeit in Podkarpatska Rus informiert!ist und unseren Kampf um Demokratie un׳d ׳Fortschritt!im Judentum e im Osten der Republik würdigt. Gegen unsere Tätigkeit, welche das ehrliche gut i n f 0 r m 4 e r t e B1 a 11 der tschechischen ׳Gemeinde!in Podkarpatska Rus bespricht, kämpfen mit allen ׳zu Gebote stehenden Mitteln zwei Faktoren: Die orthodoxen ׳Rabbiner ׳ in ihrem Wiener Organ ״Jüdische P resse“ und ׳die tschechischen lÄssimilanten in ׳ihrem Prager Organe. Wir ■haben schon einmal auf ׳dieses unebenbürtige Bündnis!im Kampfe gegen uns hingewiesen und so paradox es auch sein .mag, ,besteht es doch. *); Die Organe beider Lager zifieren einander gegenseitig f*) ■und sind im Kampfe gegen unsere regenerierenden Bestrebungen in Podkarpatska Rüs ohne Rücks i ch t a u f den S t k a t u׳nd ■die Konsolidierung des Judentums einig.•1^Sie .fuhrt ■der unversöhnliche Hass gegen uns und %’nsere ׳Zukunft. Es wird׳ nicht lange dauern׳ und die ■ganze'1tschechische Oeffentlichkejt wird ׳den. rechten?Stand der Dinge wahrnehmen, •denn durch Fins t ehrn i s un׳d Lüge gegen Fortschnitt und Demokratie kann sich niemand halten, auch nicht die Alliance fortschrittlicher Assimilanten und patriotischer Orthodoxie.“ blach dieser famosen Empfehlung folgt der Anfang des Artikels, der in der ״Jüdischen!Presse“ Nr. 25 im Zusammenhange mit ׳der Nationalfondssammlung d׳n den jüdisehen!Gerpeinden aus Anlass des 75. Geburtstages des Herrn Präsidenten, Masaryk •bereits •(irrtümlich als Qriginalartikel der ,JZ. Spr.“ und nicht als ׳dort übernommener Artikel aus ״iPodk. Hl.“) ׳wiedergegeben •wurde. Nun schauen wir, was dieses nach dem zionistischen Zeugnis ״ehrlich und!gut informierte Blatt“!weiters von ׳den ׳Sünden der Orthodoxie au erzählen weiss, ,zumal nachdem ein solch treuer Freund der Orthodoxie!wie Emil Waldstein seit Monaten in Uzhprod weilt: ״Der , Standpunkt der orthodoxen Kanzlei, gegen welche sich in den eigenen Reihen ein. grosser Widerstand zeigt, ist eine sichtliche ׳Erneuerung des slowakischen ׳Bischofsbriefes und ist von Parteiinteresse ׳diktiert. Es wäre nicht mögiich,!gegen denselben Stellung zu nehmen,!wenn die Zusammensetzung der Judengemeinden und die iV^ählordnung in die ■Kültusgemeihden die!Möglichkeit zuliesseri, dass ׳diese Vertretungen die Sprecher der Mehrzahl in Judehgemeinden sind. Dies trifft aber sündhaft nicht zu. Wiederholt wurde auf die Ungerechtigkeit des Steuersystems, mit welchem die Steuern izu Schaden der ärmsten Schichten., der jüdischen Bevölkerung!beschafft werden, hingCwiesen. ohne dass diesen die Möglichkeit einer Kontrolle der Gemeinde wirtscHätt ermöglicht wäre. Dieses System wird durch das reaktionäre Wahlrecht ermöglicht, welches eher ׳den plptokrgitischen und hierarchischen Interessen dient. Gegen diese Verhältnisse lehnt sich die Mehrzahl ׳der Mitglieder der orthodoxen!Gemeinden auf, indem sie darauf hinweist, dass das Wahlrecht im Sinne der t s c h e c 110 s 10!w a k i s c h e n V e rf a s s u׳n g . ׳demokratisiert werde. Die Rabbiner, denen an' der Efhältung des bisherigen Zustandes schon aus wirtschaftlichen Gründen liegt,!befinden sich schon seit langen m}t der ■Mehrzahl ihrerSohäfchen ipi Streite, haben ׳sich durch ׳diverse — bisher iirierfüllte und unerfüllbare — Versprechungen ׳die Unter- Stützung einflussreicher politischer Parteien gesichert. Auf ׳diese Weise geschieht ei dass die .!Wahlen in die Kulfcusgemeindeh in Podkarpatska Rus nach der a 1t e n magyar i s c he n U n- ,hianier vor sich gehen und dass jeder, welcher . dem Rabbiner nicht;passt, einfach des Wahlrechts verlustig erklärt wird und in ׳der Gemeinde ist, ein Chaos und Schlendrian, der unbeschreiblich ist. Vor dem Zionismus haben die orthodoxen Rabbiner einen panischen Schrecken, weil dieser * die Gesundung der Verhältnisse und die Umbildung, des jüdi schön Men- *j Unwahr! C. J. **) Unwahr. •Red. mm t schein zur Arbeitsamkeit und Ehrbarkeit bezweckt. Die ■Rabbiner - begreifen, dass der kulturell emanzipierte Mensch nicht ׳mehr das Werkzeug jener kleinlichen Interessen sein kann, denen der Stempel der G-ttgefälligkeit aufgedrückt ist. Sie greifen deshalb zu den u 11 e h r e nh a f t e s t e n M׳i 11 e 1 n, wie Bannflüchen und anderen Streichen, ׳die!von ׳jedem!belacht werden, und wollen anders den öffentlichen ׳Faktoren beweisen, ׳dass die Mehr/zahl der Gemeinde hinter ihnen steht. Dem!ist aber — wie d!ie ,letzten Pariamentswahlen beweisen — nicht so. Wir hatten aber andererseits Gelegenheit uns!zu überzeugen, dass die ׳Zionisten den ehrlichen Willen haben, sich mit der s t a a t s b i 1 d e n ׳d e n M e h r h e i t ׳zu verständigen׳ .׳Vom!Idealismus dieser Bewegung abgesehen, ist auch die praktische Ber ׳deutung ihres sozialen Programmes•. (Hebung der Hausindustrie) einer Beachtung würdig, wenn wir uns vergegenwärtigen, wohin die!bisherige r a ,b b i ■n ׳i s c h e Erziehung das Volk geführt hat. Die Zionisten!beschweren׳ sich, dass wir iWein trinken,!ihnen aber Wasser anordnen, das heisst, ׳dass wir den Mund voll mit Demokratie haben und ihnen wollen wir die alten magyarischen Ordnungen auf zwingen. Es ist notwendig zuzugeben, dass in gewissem Masse dieser Vorwurf nicht unbegründet!ist, hauptsächlich, wenn wir ■den .Antrag der ״neuen“ Wahl- Ordnung betrachten, welche die Rabbiner in Bratislava ausgearbeitet haben und welche ׳den Gemein- ■den jetzt aufge!zwungen werden soll. Es ■ist bezeichnend, dass § 1 dieses Antrages sich auf das!Dekret 1Magyar׳i׳ehs vom Jahre 1871!beruft, ■wie!wenn die jüdische Religion zu diesem Zeitpunkte ־ entstanden ■wäre.!Die ganze Vorlage ist ganz!undemokratisch und in einem Kulturstaate unannehmbar. Der!Rab- Ibiner hat nach ׳derselben das Recht, nach Belieben die ■Gemeindekompeteniz zu ändern. Das Wahlrecht nuszuüben haben nur Männer das!Recht, welche 23 Jahre alt sind, ׳direkte Steuern zahlen, entweder verheiratet sind öder einen selbständigen Beruf haben. Die Kultusrepräsentaniz kann ■wann immer die Wählbarkeit eines Mitgliedes sistierett-usw. usw. W׳ir behaupten, ׳dass die. Bestätigung solcher Statuten einen schweren sittlichen Schaden d e r t s c h e c hiisch e n ׳Sache' izufügen würde. Unsere ׳Sendung ist es, nicht nur ■das iHoheitsrecht auszuüben, sondern auch Kultur und Demokratie zu verbreiten. Die obenangeführte Vorlage ist u nk ul t u r e 11 und u n f 0 r t s c h r it 111 i c!11. Wenn sich!gegen dieselbe die. Mehrzahl der!jü׳disehen Bevölkerung auflehnt, so können .wir ihr ■das Verständnis nicht absagen.. Aus diesem!Grunde - müssen wir beim jüdischen Elemente bleiben und dies umso mehr, als von dieser Seite die Prinzipien׳ geltend gemacht werden, welche wjr se|bst verkünden.!Im!Interesse der p 01-1׳ ti sehe n P a rteilen ist, welche sich eines ,׳Irrtums zuschulden!kommen Hessen — und welche optima fide — den Rabbinern glaubten, dass sie ihren Standpunkt revidieren!und auf das Niveau ■d e s t s c h e c h i- ■sehen!Programmes bringen würden.“ Die Leser unserer Zeitung wissen, lim was es sich ׳handelt und die!Mitglieder ■der jüdischen Gemeinden ebenfalls. Sie lächeln vielleicht über den Unsinn, der hier den tschechischen Lesern über das. innere Leben׳ der• jüdischen!Gemeinden vorgetragen wird. Sie vergessen aber, dass diejenigen, die solche Artikel in die tschechische Presse hineinbringen, •und sie, mit einer eigenen!Sauce übergossen, in vorgeblich ״jüdischen“ Zeitungen!wieder abdrucken, sehr wohl wissen, was sie tun. ■Sie wissen näm- ׳lieh, dass der ׳dem jüdischen Leben fernstehende tschechisahe Politiker oder Beamte nach der regelmässigen Lektüre ׳solcher Auslassungen in dem orthodoxen Juden, namentlich aber in der ort'hodoxeti Gemeinde, einen deklarierten Feind des jungen tschechslowakischen Staates wähnen und in den •Zionisten diejenige Gruppe ■von Juden begrüssen muss, die allein Staatstreue und Bürgertugend auszeiohnen.!Gefährdet wird dadurah aussch'liesslldvh der! (Bestand d/er orthodoxen Gemeinde. Wir ■müssen׳ deshalb darauf!bestehen, dass den Zionisten ein energisches ״Hand weg!“ zugerufen wird. Sie müssen erfahren, dass sie, die doch sonst an dem religiösen Gedeihen ׳des Judentums kein Interesse nehmen, unsere Gemeinden, die religiöse Gemeinden und nicht 'nationalistische. Zweigyereine sind, aus dem Bereiche ihrer frivolen Angebereien ■unter allen Umständen ausschalten müssen, Das orthodoxe Judentum In . der Slowakei und Karpathorussland will von seinem Wahlrecht zum Wöhle des Staates und seiner Einwohner Gebrauch machen. Es hat aber ein Recht darauf* sich zu vergewissern, dass nicht Leute ln seinem Namen verhandeln, ׳die die Eltre des Judentums au! das schwerste schädigen und die Zukunft unserer S^eUipig lm Staate von vorhehereln unterbinden durch Absichten und Taten, wie wir sie lm Interesse der Gesamtheit äufzudecken iür geboten erachteten. Ci׳vis Judaeus. akei □ Velke Topolcany. Auf Einladung des Vorstandes hielt Sr Ehrw. ׳Herr Rabbiner Schenk aus Wien, der hier zu Gast weilte, am ש״לן פ׳ פנחס im שומרי תורה-Verein eine ׳דרשה die mit!herrlichen דברי תורה und מוסר gewürzt war. Die grosse Anzahl von ■Zuhörern lauschte mit besonderer Aufmerksamkeit auf ■die geistreichen Worte des Ehrw. Gastes, der uns einen wahren עינג שבח bereitete. Wir sprechen dem verehrten ■Herrn Rabbiner unseren!herzlichsten Dank ׳aus.

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