Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 21-22 (28.5.1925)
- Date
- 1925-05-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 150 JÜDISCHE PRESSE Mr. 21/22 ■die Tischgesellschaft mit seinen schönen gedankenreichen Ausführungen. Ihm folgten!Herr Zarkower namens der Topolcanyer בגי תורה, Herr Rabbiner ,Donath aus L ii b e c k, Bruder des Oberrabbiners, und Herr R e n d 1 im Namen der Freunde des neugewählten Oberrabbiners. Das Benschen wurde für 900 tsch. Kronen zu wohltätigen Zwecken versteigert und die סעודת מצו ה schloss in gehobener und freudiger Stimmung. Wir wünschen sowohl der Gemeinde als auch Herrn Oberrabbiner Donath מזל טוב! & bi. Reisebericht aus dem Heiligen Lande. Wir berichteten seinerzeit, dass Herr Überrabbiner Moses Tanne nbäum in Moldava im vorigen Jahre eine Reise nach Erez Jisroel unternahm und dort längere Zeit verweilte. Er gewann dort solch starke Eindrücke, dass er nach seiner Rückkehr sich veranlasst sah, seine Erlebnisse vom Beginn der!Reise •bis zur Heimkunft ausführlich und wahrheitsgetreu ziu ׳Papier zu!bringen und diese Reiseschilderung der Oeffentlichkeit!zugänglich zu machen.!Ere!z Jisroel steht seit jeher im ׳Mittelpunkt ׳des jüdischen Interesses. Trotzdem ist seit Jahrzehnten kein grösseres Werk erschienen, das die Zustände des Landes und die Lebens- Verhältnisse ■seiner jüdischen Einwohner, mi t den Augen eines frommen Juden aus unseren Ländern ges׳ehen, darstellt. Und!wenn ■man in Betracht!zieht, dass Erez Jisroel gerade in unseren Tagen in ganz!kurzer Zeit grössere innere und äussere Wandlungen durchgemacht hat, als in mehreren Jahrhunderten zuvor, so wird man erst recht den Wunsch hegen, den Spuren eines Reisenden zu folgen, der den Boden Erez Jisroels mit einer religiösen Ergriffenheit und •einer wehmiitigeu Liebe im Herzen, wie sie nur dem frommen Juden eigen ist', •betreten und wochenlang sich mit den Menschen »und Verhältnissen, mit den aufbauenden, aber auch mit den zerstörenden Einflüssen vertraut gemacht hat, die dort in Erscheinung treten. Für ihn ist kein Stein am Strassenrande, kein Baum, •kein Wasserbächlein ohne tiefe Bedeutung. Was er sieht und was er hört, alles was •sich da regt und bewegt, die Erzählunegn aus der Vergangenheit des jüdischen Jischuw und die freudigen und betrübenden Gestaltungen der Neuzeit, kurz: das ganze Palästina, wie es sich heute dem Beschauer darbietet, ist Gegenstand seines tiefsten Interesses. ׳Er nimmt die Erlebnisse unmittelbar in sich auf und berichtet darüber treu und ungeziert, schlicht und ohne Anspruch auf literarische Wirkung oder künstlerische Offenbarung, sachlich und auch derb zuweilen, wahrheitsgemäss, wie die Dinge auf seine seelischen A'ufnahmsvorrichtungen wirken. So wird denn diese Reiseibeschreibung ein Sammelwerk für alles, was dem orthodoxen Rabbiner aus der S10- •wakei in Erez Jisroel des Aufzeichnens wert erschien. Da sehen wir Notizen, die er aus älteren Schriften über geographische, historische, archäologische und folkloristi- . sehe Beobachtungen gesammelt hat, neben Ratschlägen und Winken für Palästinareisende, exegetische Deutungen von Bibel- und Talmudstellen mit Beziehung zum Heiligen Land eingeflochten in Auseinandersetzungen über politische und kulturelle Gegenwartsbestrebungen, die dort die Gemüter erregen. Mit einem Worte, das Werk מסעות משה ist dem Verfasser unter der Hand, sozusagen ungewollt xind von ihm sejbst kaum wahrgenommen, zu einem Bande von 210 Seiten' angewachsen, der •in seiner ganzen Dar- Stellung originell und interessant wirkt. Man wird das Buch gespannt zu ■Ende lesen und nach der Lektüre dem Verfasser Dank wissen. Das Werk ist in zehn Kapitel .(נהרות) ei.ngeteilt und mit genauen Sachregistern ver-, sehen. Druck und Ausstattung sind gut. Interessenten wollen sich direkt an den Verfasser (Oberrabbiner M. Tanuenbaum, Moldava, Slowakei) wenden,ä Mögen recht Pria^enrcU* Bache* Bratet Kochet כשר erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Ober• rabbiners S, B. Ehrenfeld, Mattersdorf viele orthodoxe Juden aus der Slowakei dem Beispiele des Verfassers folgen und das Land mit eigenen Augen schauen, damit die praktischen Aufgaben in Erez Jisroel auch hier eine auf gründliche Sachkenntnis gestützte ßcurteilung finden können! Die Banken in der Tschechoslowakei. Wir stehen in der Bilanzzeit der Geldinstitute.-Nach den bisher bekanntgewordenen Bilanzergebnissen des ab-! gelaufenen Wirtschaftsjahres lässt sich feststellen, dass die Banken im allgemeinen das Bestreben haben, den Aktionären dieselbe Dividende zur Ausschüttung zu bringen, wie im vorigen Jahre. Dieses Bestreben fiel jedoch zufolge der grossen Sach* und Personalregie nicht jedem Insti-1 tute leicht, was ja auch begreiflich ist, nachdem die Banken, für die grosse Konjunktur eingerichtet, jetzt in׳־ folge der Wirtschaftskrise mit grossem, nicht ausreichend beschäftigtem kostspieligem Apparat dastehen. Es macht sich in letzter Zeit die Tatsache bemerkbar, durch Abbau und Einschränkung der Regie das Gleichgewicht in der Bilanz zu erlangen. Aus den letzten Bilanzen ist auch zu erkennen, dass den Banken wieder reichlich Geldeinlagen zufliessen, das alte Vertrauen des Publikums also wieder gewonnen und somit die allgemeine Wirtschaftslage in der Tschechoslowakei als konsolidiert zu betrachten ist. Um die Banken zu schützen, erteilt das Finanzministerium keine neuen Kon-, Zessionen mehr, es bemüht sich, im Gegenteil, die kleineren Institute zu fusionieren. ׳ Gewiss dürfte es nicht unbekannt geblieben sein; dass in letzter Zeit Privatbankhäuser entstanden sind, was׳ gewiss zu begriissen ist, wenn diese Institutionen mit genügendem Kapital und solider Gebarung nach dem Muster des Auslandes auf den Geldmarkt treten. Das Ausland hat es längst schon erkannt, dass ein entsprechend fundiertes Privatbankhaus, infolge seines nicht so schwerfälligen Apparates, sich den Wirtschaftsverhäitnissen mit Leich-׳ tigkeit anpassen und mit seinem Kundenkreis in mehr unmittelbarer Berührung sein kann, daher den Wünschen der Kommittenten viel besser zu entsprechen in der Lage ist. Wie wir in Erfahrung gebracht haben, ist ein soh ches Privatbankhaus in der Tschechoslowakei unter dei' Firma Bank-Kommandit-Gesellschaft Kuzma u. Co., Zentrale Olmtitz, entstanden. Nachdem an diesem) Institut eine der kapitalkräftigsten Banken beteiligt ist; ist dieses in der Lage, gleichzeitig Filialen in P r a g» Holeschau, K o j e t e i n, M ii g 1 i t z, N e u t i t s c h e i n; Prossnitz, Mäh r.־S chönberg, Mäh r.-N e u s t a d t, Wisch au und Troppau zu errichten. Für die Slowakei wurde eine Filiale in Bratislava, Sturstrasse 9a, errichtet, welche ihre Tätigkeit auf die ganze Slowakei! und Karpatho-Russland erstreckt. Es ist auch beabsichtigt! späterhin mehrere Filialen in der Slowakei zu errichten. Nachdem die Leitung dieses Institutes bewährtesten Kräfi ten anvertraut ist, kann der Erfolg gewiss nicht ausbleiben, was wir dem Unternehmen herzlich wünschen. Sacher ספר גסי א ישי ביאור רחב בשיטות הראשונים וחילוקי האחרונים ובו, מסודר על ששה סדריהמשנה. ח״ר סדר זרעים, מר׳ אב־־הם שטע-ן, דיין בקה״י נאוועזאמקי,• גאלאנטא בדפוס ר׳ שלמה זלמן נייפעלד. * Herr Rabbjnatsvenveser Abraham Stern in Nove- Zamky hat mit einem schönen, stattlichen Bande die. Herausgabe eines grossangelegten Werkes begonnen, das! einen ausführlichen Kommentar zur ganzen Mischna bieJ ten soll. Der Kommentar ist approbiert von den Oberrabbinern zu Mako, Nove Zamky, Waitzen, Bratislava; Dun. Streda, Hust und Galanta. Ausserdem gehen ihm! eingehende Scholim voran von den Oberrabbinern zu Bra־! tislava, Hust, Dun. Streda "und vom Verfasser. Der Verfasser dieses grossen Werkes legte ein solch vielseitiges Wissen und eine so weitgehende Beherrschung des ganzen' zu kommentierenden und talmudisch-novellistischen Stoffes! an den Tag, dass es eine schätzenswerte Bereicherung) der talniudischen Literatur bedeutet. Sehr beachtenswert ist die tüchtige Leistung!. der Buchdruckerei Neufeld in', Galanta bei der vorzüglichen Ausstattung dieses Werkes.. Sowohl der schöne, saubere Druck, wie das gefällige׳ Gewand des Bandes gereichen der hebräischen Buchindustrie unseres Landes zur Ehre. bin. דאם יודען ־פדאבלעם. ד״ר יצחק ברייער, פערלאג מסורה" לאדז, תרפ״ה" Isak Breuers erste bedeutende Schrift ״Das Judenproblem“ erscheint nun dank dem ״Masora“־Verlage irt jiddischer Sprache. Der Uebersetzer hat sowohl gedankJ liehe wie sprachliche Schwierigkeiten zu überwinden ge־! habt. Er hat seine Aufgabe gut gelöst. Hoffentlich wird ״Das Judenproblem“ den Anfang und Ansporn zur Ueber־' setzung der späteren Breuerschen Werke bilden. ' ספי חמדה גנוזה. אמרות טהורות'ר׳ משה ליב מסאסיב נמסרו לבית הדפים ע״י גו״ה גרשון האגער. Das kleine Werk bringt wertvolle Aussprüche von R. Nuse Löb Sassow und einige interessante Briefe von Best und seines Kreises. Jephtas Tochter. Von Zapletal. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderhorn. Gebunden GM. 6. Zapletals ״Jephtas Tochter“ ist ein gutgeschriebenes ־ wertvolles Buch,1 welches allen jenen, die für biblische Geschichten Intert esse haben, empfohlen werden kann. Sammlung für das Badener Waisenhaus. Frl. B. Blei, Ausschussmitglied der ״Zeiroth Hamisrachi“, sammelte zur Beschaffung von Strümpfen für die •Zöglinge des Badener Waisenhauses bei: Frau Anitta Müller-Kohen K 50.000, Frau Rabb. Gittel Heschel K 50.000, Frau Ilka Duschnitz K 50.000, Frau Mirjam Braten K 52.000, Frau Mattel Weinstock K 50.000, Frau Ester Wolf Bielitz K 50.000, Frau Rabb. Halberstamm K 30.000, Frau Else Steiner K 100.000, Frau Hannerl FelsenbürgK 20.000, Frau Schapira K 20.000, Frau Streifler K 20.000, Frl. Malcia Goldberg K 30.000, N. G. K 20.000, ׳Dr. Dawid Gelles K 50.000, zusammen K 592.000. — Ausserdem eine Spende von 2 Dutzend Strümpfen von der Firma Herbst & Gaon durch Frau Hannerl Felsenburg und Frl. B. Blei. fl * i ■I I J׳a Paketen od. Tabletten llninntn ttl# fl erhaltenS1einalleaG<0<!s• U II I 1' &* I ■J I V U handlangen. Wo nicht er- 1» r I \ \ I /I I K r!)ältlich, ■wolle man 8ich II II I 1111 I II I 11 II direkt an die Hauptnieder• II U I V V l M I יי יי läge für die CSB. der Fa. J. Havlik, Prag, VII. Belskoho tr. 37 5 .... -;— - wenden. ■ ■■■■■——־ — " * Streng orthodoxes Kinderfräulein zu drei Kindern (8, 5, 3V2) möglichst sofort nach Wien, Familienanschluß gesucht. Ein Fräulein aus Deutschland mit Sprachkenntnissen wird bevorzugt. Offerte, Zeugnisabschriften und Lichtbild unter ״Streng orthodox“ an die Wiener Administration dieses Blattes. XDie Zaire Agudas-Jisroel Wien gratuliert herzlich dem Vorstandsmitgliede Herrn Dawid Reismann zu seiner Verlobung mit Frl. Schächter. Besseres jSd. Mädchen das auch die Küche versehen kann, wird für ein streng orth. Haus in grösserer Provinzstadt gesucht. Offerte unter ״Jüdisch“ an die Bratisl. Adm. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Topolcany gratuliert und wünscht herzlichen Masel Tow ihrem Vorstandsmitgliede, Herrn Leopold Rakovsky, zu seiner Verlobung mit Frl. Sari Abrahamsohn aus Sala n. V. Universitätshörer der auch hebräisch unterrichtet, sucht für den 1. Juli bis Mitte Oktober in religiösem Hause Erzieherposten. Anträge unter ״Universitätshörer“ an die Bratisl. Adm. Suche zu meinen drei Kindern ejn orth. jüdisches Mädchen das auch häusliche Arbeiten zu verrichten hat. Reflektanten mögen sich, unter Angabe ihrer Ansprüche an Kahan _Mühle, Sevljus, Slowakei, wenden._ KONKURS Endesgefertigte israelitische Kultusgemeinde sucht per 1. August 1925 den Posten eines zeitgemässen Vorbetera der auch Schochet ubodek wekore ist (Moel bevorzugt) zu besetzen. Gehalt: 32 Millionen öst. K pro Jahr, freie Wohnung und von jedem Stück Vieh 1/2 kg Fleisch. Reisespesen werden nur Berufenen vergütet. Rechnitz (Burgenland), am 10. Mai 1925 Der Vorstand Konkurs In der auf Basis des שלחי ערוך konstituierten Kultusgemeinde Senica na Slovensku ist die Stelle eines שו״ב מומח׳ וקורא ירא ושלם, der gleichzeitig ein vorzüglicher חןן mit angenehmer klangvoller Stimme sein muss, zu besetzen. Bewerber, die das Reinigen (ניקור) verstehen, im Besitze von קבלות von drei anerkannten, gesetzestreuen (orth.) Rabbinern sind, eventuell התחת auf וושט וצוה״ג so auch מוהל Befähigung haben, wollen ihre Oflerte unter Bei- Schluss beglaubigter Zeugnisabschriften und Nachweiserbringung über bisherige Amtstätigkeit sowie über Alter und Familienstand bis zum 20. Juni 1. J. an den gefertigten Vorstand einsenden. Gehalt laut Ueberelnkommen sowie Wohnung, halbe 5% 7 ,שחיטה der Geflügelgabella und übliche Nebenemolumente. Keflektanten, die fähig sind חומש רשי׳ ומשנירת zu unterrichten, können auf ein bedeutendes Nebeneinkommen rechnen. — Zum Probevortrage werden nur Berufene zugelassen und demselben Spesen vergütet. Senica n./Sl., am 20, Mai 1925 Moriz Deutsch, Sekretär Felix Schönfeld, Gem.-Präses Talntwil-Thora-Verein Vfr.-JÜenstailt ב ח ו ר י ר " ש welcher befähigt ist, Kinder der Volks- und Bürgerschule in חומש ורש״ו gründlichst zu unterrichten, mögen sich sogleich an Herrn. Oberrabbiner Heinrich W e i s s, Wiener Neustadt, Hauptplatz Nr. 11, wenden. Indem der Unterricht täglich maximum bloss 2 bis 3 Stunden dauert, würde einem ambitiösen בחור Gelegenheit gegeben sein, sich an der Seite unseres ehrw. Herrn Oberrabbiners ש6ט״א auszubilden. Auskommen gesichert. ARMIN REIF,גבאי דתית Sehr wichtig für .2222 Mache hiedurch bekannt, dass ich eine Schleifsteinfabrik eröffnet habe. Die Steine siD<l von den שוחטים der Pressburger orth. isr. Gemeinde geprüft und sowohl lür Reisner als auch für Glattstein als prima befunden worden. Auch grössere פגימות werden nach einigen Gängen ganz entfernt. PETER FRIED, Bratislava, Kreuzgasse 41. Bank-KomRnandii«Gesellschaft Kuzma & C0. Bratislava, Sturstrasse 9a. Zentrale: Olmütz, Filialen: Prag, Bratislava, Exposituren: Holeschau, Kojetein, Neutitschein, Prossnitz, Mähr.-Schönberg, Mähr.-Neustadt, Wischau. Kulanteste Durchführung sämtlicher Banktransaktionen., Separate Abteilung für Klassenlotterie und sämtliche Staatslose. Spezialerzeugung orthopädischer Schuhe RUDOLF SCHULTZ, PIESTANY Tel«phon 57 Bratislavaer p. t. Kunden erhalten bereitwilligste Auskünfte bei B. Kniet, Lorenzertorgasse 7.