Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 18 (8.5.1925)
- Date
- 1925-05-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 126 gratulieren sowohl dem neugewählten Oberrabbiner als auch der, aufstrebenden jungen Gemeinde. Red.) BratlslaVaer JeschiWoh. Öieiiktägi den* 11. Ijär Cröffrietfe Seine Elirw. Herr Oberrabbiner Akiba Schreiber שליט״א in feierlicher Weise den Sommer- זטן an der ישיבה Zugegen waren sämtliche בחורים׳ deren Zahl abermals einen starken Zuwachs erfahren hat und zahl-' reiche Baalebatim und Talmide Chachomim von Pressburg und auswärts. Der ehrwürdige Leiter der Jeschiwoh hielt bei dieser Gelegenheit eine grossangelegte דרשה in der, er die Bedeutung des לימוד התולה darlegte und den Schülern die Pflichten ins Gedächtnis prägte, die ihnen1 als Jünger der ו/ולה im besonderen Masse obliegen. Im Rahmen schöner מגירות richtete er an die Talmidim ein־,' dringliche דבלי מוסר und Ermahnungen zu Fleiss im Lernen und aufrichtiger ילאח שמים im Lebenswandel und, Benehmen und ermutigte sie zur Ausdauer und G-ttvertrauen angesichts der vielen Schwierigkeiten, die der unbemittelte Talmid Chochom auf seinem Lebenswege zu! überwinden hat. Er sprach den Baalebatim, die gemein-, sam mit den Gaboim, sich um das materielle Wohl der! Talmidim mit vielem Eifer und gutem Erfolg bemühen, Dank und Anerkennung aus. Zum Schlüsse gedachte Seine Ehrwürden mit tiefbewegten Worten dessen, dass es nunmehr fünfundzwanzig Jahre sind, seit dem er als ganz junger Mann an der Jeschiwoh einen Schiur׳ vorzutragen begann und dankte השי״ת für die n^I'dass es ihm während der Zeit׳ gegönnt war, an der Stelle seiner, grossen Vorfahren und Vorgänger מלבי־ץ חולה ברבים zu sein und die Jeschiwoh in sehr schwerer Zeit und unter! manchen Kämpfen auf ihrer Höhe zu erhalten; Er sprach die Hoffnung aus, dass ein jeder einzelne Schüler der Jeschiwoh sich dessen bewusst sein werde, dass er verpflichtet sei, mit dazu beizutragen, dass der alte Ruhm und der alte Glanz der ״Pressburger Jeschiwoh“ auch, für die Zukunft erhalten bleibe. Unter lebhaften! יחי- Rufen schloss der Eröffnungs-Schiur. [ Wiederherstellung in Kesmarok. Mäh berichtet uns aus Kesmarok: Die ״Jüdische Presse“ bat!früher *bereits wiederholt des schmachvollen Zustandes Erwähnung getan, der in unserer Gemeinde!in bezug auf die Zulassung von öffentlichen Widmungen für die Zwecke des Zionismus herrschte. Wir hatten zur tiefsten Beschämung aller wahrhaft frommen Gemeindemitglieder bis vor ganz kurzer Zeit den׳ Vorzug, die einzige orthodoxe Gemeinde ,der' ganzen Slowakei zu sein, in der es offiziell erlaubt war; beim Aufruf zur' תולה für die Zwecke der zion-istisehen Organisation (Natiönalfonds nsw.) zu spenden. Und eine Tafel hing vor dem שולחן die sogar zu, solchen Spenden aufforderte! Am letzten• שבתי הגדול entschloss sich nun unser Herr Oberrabbiner,!in der ׳דלשה gegen diese Versündigung!am Geiste des orthodoxen Judentums . öffentlich Stellung z׳u nehmen und erklärte, dass er diese Tafel nicht mehr zulassen werde. In eindringlichen Worten bat er den Gemeindevorstand, diese zionistische •Demohsträtion in einem orthodoxen Tempel nicht mehr ׳zu dulden und den guten Ruf der Gemeinde Kesmarok als echte jüdische קהלה wiederherzustellen. Der Oberrabbiner et-''־ I klärte auch, dass er für seine Person nunmehr entschlossen sei, den Tempel nicht zu betreten, bis nicht ein' Ve'rbot■' gegen das Schn Odern für den ZioniiiS m׳us er 1 as s en wird. •Diese Erklärung des Herrn Oberrabbiners bat auf die Gemeinde grossen Eindruck gemacht. Denn aus ihr ersah!man, dass unser. *Herr: Oberrabbiner' mit allen anderen Rabbinern des ■Landes be־. ziiglich ־ der Ab lehn ü n g des Zionismus einig ist. Dieser■ kleare Standpunkt hatte den Erfolg, dass der Gerheindevörstand aus Respekt vor der Ueberzeugung des Oberrabbiners sogleich den Beschluss fasste, die beanstandete Tafel ,zu entfernen und für die Zukunft nur ■solche Spenden beäfn ספל תולה zuzulassen, die mit den' Prinzipien des Judentums vereinbar sin d. Der Beschluss wurde dem Oberrabbiner deputativ zur Kenntnis gebracht. Diese Wandlung zum ׳Besseren hat in'der Gemeinde Befriedigung hervorgerufen und auch die Zionisten, die hier ziemlich stark vertreten sind, sahen (bis auf■ einen einzigen, der das Schnödem für den Keren Bajessod erzwingen wollte) ein, dass es eine verfehlte Sache und eine vergebliche Hoffnung sei, auf diesem Wege zionistische ■Ideen in fromme jüdische Gemeinden hineinzutragen. Eine Mensa für die Jeschiwa in Nitra. Aus N i t r a wird uns!berichtet: Vor einigen Tagen •wurde hier in *den Lokalitäten׳ der Volksküche eine ilnstitutiön eröffnet, die eine Zierde unserer Gemeinde ■zu •werden verspricht und die *in schönster Weise zur Hebung des כבוד התוה״ק beiträgt, nämlich eine Mensa ■für die unter ׳Leitung Sr. Ehr- Würden Herrn Rabbiners Aron Katz stehende ישיבה Diese Jeschiwa ist in ständigem Wachsen begriffen; sie zählt jetzt , über 40 Schüler, die ׳sich mit Ausdauer und Fleiss dem לימוד התולה widmen. Als ein-grosses Hindernis wurde es jedoch empfunden, dass fast alle Schüler! bisher genötigt waren, sich durch ״Kosttäge“ zu verköstigen,׳ die •ihnen allerdings gern geboten werden, aber sowohl seelisch wie physisch ■sehr oft eine Ablenkung vorn Lernen verursachen. Dank der zähen Energie des Herrn Rabbiners K a t z und einiger aufrichtiger' חובבי תולה in der Gemeinde ist es nun gelungen, diesem!Uebel durch Gründung der Mensa zu steuern. In der Mensa wird den Jeschiwa-Schiilern eine gesunde und schmackhafte Muhlzeit verabreicht!und dafür gesorgt, dass der בחול nicht nötig hat, ■sich allzu grosse Entbehrungen aufzuerlegen, Die Gemeindemitglieder bringen der Anstalt* grosses: Interdsse entgegen. Sobald die finanzielle Basis hierfür geschaffen JÜDlbcfiE PRESSE Nr. 18 sein wird׳, hofft man diese Wohltat der!Mensa auch den Schülern der Talmud-Thora zugänglich zu machen. 1^■׳■־ Die ״NyTt-r akflLad ok*‘ voift 2. Mal vdröffentlichen Mitteilungen über einen Besuch Sr. Ehr würden!Herrn Oberrabbiners Schreiber aus Bratislava bei Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Moses Katz in Nitra ־ und■ über Aeussenmgen des ■letzteren in bezug ׳auf die An- ׳ gelegenlieit des Kosclier-Franck-Kaffees. Wir sind zu der ׳ Erklärung ermächtigt, dass an den Mitteilungen des ״Nyitrai 1 Lapok“ k e 1 n w a h res Wort ist. Aguda Jugendgruppe In Presov. Am 18. April fand die Generalversammlung der Jugendgruppe unter Vorsitz' des Präses Herrn David Müller statt. In seiner Eröff-'! nungsansprache begrüsste er die als Gäste anwesenden, } Gründer des Vereins die Herren J. Holländer und, Ch. Lehcz und widmete innige Worte der Trauer dem! frühverstörbenen Mitglied S. Klögel s. A. Vizepräses[ Herr David Ackermann erstattete den Rechenschafts-'■ ■ bericht, der zur Kenntnis genommen wird. Hierauf hielt Herr J. Holländer eine Rede, in der er die Mitglieder zu reger und zielbewusster Arbeit aneiferte. Die Neuwahl ergab folgendes Resultat: D. Ackermann (Präses), S. Lauer (Vizepräses), F. Heller (Kassier), S. Katz (Kontrollor), : A. Lefkovits (Schriftführer), S. Heller (Gabbai und Schiurleiter), D. Feld (Schome-Schabbos-Sektion), M. Blass, ־ Ch. Herz, L. Kögel, M. Krautwirth, J. Neumann, S. Pah■* 1 mer, E. Weisz und B. Wohlwerth (Repr.). , ' Zur Eruw-Frage in Presov. Wir berichteten über den, Schimpfartikel, den das Presover Wochenblatt ״Uj Vilag“ 4‘ in Verbindung mit dem von der dortigen orthodoxen Ge-,! meinde an den Stadtrat gerichteten Ansuchens zur Be-j! willigung des Eruw veröffentlicht hat. Inzwischen hat , auch die Presover Neologengemeinde das Vorgehen dieser Zeitung scharf verurteilt. Wie uns nun aus Presov berichtet wird, hat die Repräsentanz der orthodoxen Ge-, . meinde in ihrer Sitzung vom 26. April einhellig den; Beschluss gefasst, gegen den ״Uj Vilag“ den Pressprozess einzuleiten. 0901 Bücher 1000' Arnold Zweig: Lessmg, Kleist, Büchner. Drei Versuche. Gross-Oktav. Geheftet Mark 4.50; geschmackvoll in Leinen gebunden Mark 6.50. — In drei breit angelegten, straff gegliederten Versuchen gibt Arnold Zweig, als Erzähler und Dramatiker gut bewiesen und als Kritiker aus Aufsätzen in Zeitschriften und Sammelbüchern wohlbekannt, von innen her leidenschaftlich ergriffene Lebensbilder dreier klassischer Dichter, typischer Repräsentanten deutscher Dramatik, derenuk’ünstlerische Art, von einer bestimmten dramatischen Linie her, der Shakespeare-Linie innerhalb der europäischen •Entwicklung, bestimmt wird. Sorgfältigste Ausstattung, mässiger Preis und geistiger Rang gehen' dieser ersten kritischen Veröffentlichung des jungen II M; Späethsch’en Verlages unter Werkeri ähnlicher' Art einen' ausgezeichneten Ort. \ Jakob Loewenbürg. Kämpfen und Bauen. Der Gedichte ״Aus jüdischer Seele‘‘, 4• Auflage. Verlag von M. Glogau jf. in Hamburg, Bleichenbrücke 6. Auf feinemj!holzfreiem Papier in'schönem׳ Leinenband Mark 3.50. —■ Die ungewöhnlich erfolgreichen Gedichte ״Aüs jüdischer Seele“ fehlten einige Zeit1 und sind nunmehr unter dem; Titel ״Kämpfen und Bauen“ in einer vornehm ausge- I statteten Gescherikaüsgäbe neu erschienen. Wie־‘tiefgehend! ihre Wirkung seinerzeit gewesen ist, spricht sich darin aus*; dass das Büch ■ bereits vier׳ Auflagen erleben konnte. Eine!; bei Gedichten höchst seltene Erscheinung. Marie von j E b n e r ־ Es c h e n b a c h hat dieser Wirkung in einem! I Brief an den Verfasser Ausdruck gegeben ,den er für die I Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Die grosse ■Dichterin schreibt: ״Mit inniger Sympathie und herz- : lichster Bewunderung habe ich Ihre Gedichte gelesen. | Viele von ihnen werden mir unauslöschlich eingeprägt bleiben. In tiefer Ergriffenheit legte ich das Buch aus!; der Hand, um es immer wieder zur Hand zu nehmen. Ich kann mir auch nicht denken, dass es anderen Leser!} anders gehen kann, wenn sie das Herz nur halbwegs am rechten Fleck haben, nicht völlig versunken‘ sind im Pfuhl des Vorurteiles. So haben Sie uns nicht nur ein schönes Werk geschenkt, sondern auch: zum Siege einer guten־ Sache, der ja endlich kommen muss, in edelster und tapferer Weise beigetragen.“ 0 Spendenausweis. © Sechster Spendenausweis der Agüdas Jisroel Jugend- Gruppe in Wien, II., Obere Donaustrasse 69, (März 1925) in Schillingen. Jakob Berger 5, Hermann Bbndi.10, M. Bischofswerder 5, M. Czerner 2.40, N. Felsenburg 5, B. Friedländer 4, Emil Stroh 5, Erwin Stroh 3, Bertholdl Stroh 4, C11. Türkl 4, M. Weiss 3, N. Weiss 4, S.: Weiss 2, G. Wesel 4, I, Weiner 3, Os. März 3, G. Maier 5, B. Mörsei 4, 1. Hans Neurath 5, S. Richter 5, F. Rosner 5, A. Rumpler 2, Karl Richter *2,: L Sämet 2.50,; Hi Samuel 2.50, Akiba Schreiber 4, M. Schreiber 3, S. Schreiber 2.50$ Is. Steiner 1, S. Steiner :5, Ts; Feldheim 2.40, A. Grünwald 1, L. Grünhut3, M. Herzka 3, 1. Hirschenhauser 3, E. Henigsbeer 3, Ed. KoRrV 4;׳T. Kritzler 3, E. V^eiss 2.40, S. Schiff 2.40, Josef Schiseha; 4,Schreiber^ü; Söhne 3, Josef Braun 2, Rud. Kohn 2, Maier Schreiber 1, Moritz Schreiber 1, Leopold Richter 2, Josef Wosner 1, Kolli׳ mann 1, David Türkei 4.80, H. Erbsenthal 1.20, Gottl,׳ Schenk 6, Armin Braun 2, Julius Steinfeld 5, Max Schiff 5, Max Lazar 2, Alter Fuchs 2, Simon Felsenburg 20$ Emanuel Schlesinger 2, Alfred Stroh 2.40, Jakob Stroh 31: O. Hochmann 1.50, Sigmund Bondi *30, Oskar Neurath'׳ 10 I. Wäldier 2, Hermann -Fürst 2, Nathan Adler 5, Direktor D. Schlesinger 5, M. Steinhot 5, D. Steinhot 5j Nathan Herzka 5, M. Weiss 1, B. Schiff Söhne 5, Pam Richter 1, Emil Adler 1, Pli. Feldheim 5, Ernst Stern 5, lg. Grünwald1 ׳, Samuel Stern 5~, A. fihrjcnfeld 1.50, Gabor -Ulfttiann 11 S: Weiss 4, I. Zöllschan .3?•-.Löwenfeld 4, S. Schiff 3, Sig. Spitzer 3, Josef Schick 3, Josef Schiff 2430, Julius Steiner 5, Hermann Feldheim 2140, Ös. März 2, S. M. Erber 2, I. Merbaünl 2.90, Felix Spindel 1, L. Gofdwurm —.20, Wolt Landmann 1, Sand. Uebersfeld 2, Mark. Schächter 1.50, Mich. Schächter 1.50, Ab• Nagler —.50. N. N. 380. Pinkas Kronfcld 1, Rosa Herschi 5, Lud.‘ Fürth 2, Fr. Humler 1, Vikt: Heim 2, Ml Hacker Se. 1, M. Seemann 5, .!.״Geller 1, Lud. Engel 1, Herzfeld & Fischei 5, Lakatos «5c Kotrasek 5, W. Gergely 2, A. Pollitzer 2. Des. Wollner 2, Lud. Bunzl 5, Benno Leitner 2, D. Krochmal 3, Adass Jisroel Spendeneing. 15. ■ L. Hirsch 2, H. Herzka 2, P. Neurath 2, M. Türkei L Israel 1 Türkei 3, Sand. Adler 1, E. Sprinzeles —. 60, Klein-Matters-; dort 3, Jos. Schiff —.70, Isid. Schenk 6, Isid. Steiner 2. , N. Biegeleisen 1.20, S. Fürst . Ar. Rabinowitsch 1.20, Os. Mohl 2.40, Max Löwy 2.40, F. Brunner 1, Sal. Baum- ' garten 1, Mich. Weldler 2.40, Jos. Kohn 2, Ed. Kohn 2, Ernst Brunner —.50, David Kohn 2, Abr. Einnehmer —.50, : Leop. Lederer 5, Sam. Hager 2.40, Er. Halpern 1. Mor. Fürst 2.40. Summe*948.50. Ausgewiesen am 1. Mai d. J. ' 3558.83. Gesamtsumme S 4507.33.___ Statt Karten; Frau fidele Hirsthler Herr u; Fran teopold Sfeiner Wien, II., Haidgasse 10 Zlate-Moravce ,laden auf diesem Wege alle Verwandten, Freunde und Bekannten zur Trauung ihrer Kinder ALICE und VILMOS welche s.G.w. Lag-Beomer (12. Mai) in Galantastattfinden wild. Zwei ,1',״UT'־ (Uäisenmädcbett möchten heiraten, eventuell Witwer mit Kindern mit etwas Geld. — Anträge unter ״Hübsch“ an die Bratisl. Adm. für meine Tochter einen relig. jungen Mann. Mitgift, c K 30000. Zuschriften zu richten unter ״Religiös“ an die Bratislavaer Administration. . , בת ת״ח ־־ בת מיוחסת Für eine hochintelligente, sehr fein gebildete junge Dame von sehr hübscher Erscheinung mit K tsch. 100.000 wird ein'Mann, der lernen kann, מיוחס ist und eine gesicherte < Position hat, gesucht! Offerte־ ancdie Wr; Exped. dieses Bl. Jüdisches streng frommes, älteres M Adeln eil aus der Slowakei sucht einen Posten als Köchin in einem : streng ortb. Hause. ( Ausland wird bevorzugt.) 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