Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 11 (1925)
- Issue
- 17 (1.5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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^■יייpייי■^וייי■ייויpייייי^י»י"י^י * <■ V. b. b. ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion u. Administration» Wien, II.,Leopoldsgas9e 26, 1. Stiege, 1, Stock. — Tel. 45-4*94. Tschecho-Slowakei: Bratislava, Postfach 140. Erscheint jeden Freitag. —- Redaktionsschluss: Für Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise: Ganzjährig: Für Oesterreich K 120.000, Tschecho-Slowakei tschech. K. 70, Einzelnummer öst. K 3000, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen ffir. Oesterreich s Posls Nr. 13.458; für Polens Postsparka Nr. 190.409; ffir Ungarn: Postspari Nr. 50.170; für Tschechoslowakei Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: 40.217; für. die Schweiz! Postach« für Deutschland! Postscheckk parkassenamtWien, Konto ssenamt־ Warschau, Konto’ cassenamt Budapest, Konto : Postsparkassenamt Prag, Postsp.-Amt Agram,Ko. N. ckkonto Luzern VII. 1470; ohto Berlin Nr. 122.619 Mb>. 17 Wien-Brati«1ava, 1. Mai 1925 .!ב*ה ויענה־שרעססבורנ ד אייר תיפח־ II. Jahrg. Chronik der Woche. Der britische Kolonienminister in Jerusalem eingetroffen. Der britische Kolonienminister Mr. L. S. Amery und der Staatssekretär für Luftwesen Sir Samuel Hoare* sind am 15. April in Jerusalem eingetroffen. Sie sind Gäste des Oberkommissärs Sir Herbert Samuel im Regierungspaiais. Am 15. April abends fand zu Ehren der britischen Minister ein Empfang statt. .>־ Eine Abordnung der Agudas Jisroel beim britischen Kolomenminister. Jerusalem. (J. T. A.) Am 22. April empfing der jetzt in Jerusalem weilende britische Kolonieminister Mr. ׳L. S. Amery eine Abordnung der Agudas J׳isroel in ׳Palästiha. Die Abordnung legte dem Minister die Forderungen der orthodoxen!jüdischen Minderheit in Palästina,betreffend die Sicherung ihrer Unabhängigkeit ■in religiösen Angelegenheiten i.m Zusammenhänge mit der geplanten ׳palästinensischen jüdischen Geimeindeordnimg vor. Mr. Amery erwiderte der Agudah-A'bordnung, er werde die vorgebrachten ׳Argumente sorgfältig prüfen, die Frage des Schutzes der Interessen der orthodoxen jüdischen Minderheit in Palästina werde von der Regierung ׳i.m Geiste der Gerechtigkeit und der Uniparteilichkeeit gegen alle gelöst werden. ׳ Ein Gruss von hundert Palästinafahrern an die Agudas'Jisroel. Warschau. (A.J.P.B.) Das polnische Agudäorgan ״Der Jid“ erhielt eine Radiodepesche von Bord befindlichen Äiilim ein, herzlicher Feiertagsgruss erit- ■ boteri wird. Die aktive und .zielbewusste Erez-Jisroel- Arbeit der Aguda verschafft dieser allseits grösste Anerkennung und wärmste Sympathie. Selbst extremzionistische Zeitungen anerkennen die hervorragende Bedeutung des agudistischen Aufbauwerkes für das heilige Land. Neue grosse Aguda-Bureaux ln Jerusalem. J e r us ad e m (A. J.P.6.). Die ipalästtinensiisohe Landesorganisation!hat ׳ein Gebäude ernichten lassen, welches vor ׳der Fertig- Stellung steht und acht Ibis neun!grosse Räume umfassen wird. Auch!in ׳den ׳einzelnen Ortsgruppen d!es Landes sind bereits Verhandlungen im Zuge,!um dort selbst geräumige und (modern eingerichtete Bureaus zu schaffen, damit die :sich“häufenden Agenden klaglos!erledigt werden können. Julius Holländer über den neuen Bodenankauf der Agudä. Frankfurt a. 1M. (A.J.P.B.). ׳In :seinem Referat ׳über die Tätigkeit der Aguda-Palästi׳na־W!irtschaftsdelegation bemerkte JiuiMus!Hofländer, •dass die Qualität ׳des neu gekauften Bodens in Bmek ganz aiusgezeiohnet ist und auch die Wasserverhältnisse sehr gut sind. Auch .der 1Vertreter der ICA,• welchem er in!den Kaufvertrag Einsicht gab, ■hat denselben ■überaus!günstig gefunden. Gründung einer Sadagoraer Kolonie in Emek. F r a n kfur׳t a. 1M. (׳A.J.P.B.). Auf ilnitlative des Grossrabbiners M. Fniedimann aus Sadagora wurde von einer Anzahl ׳Sa'd'agoraer Ghassidim der Beschluss gefasst, eine Sadagoraer Kolonie auf Agudaboden zu gründen. Die Palästina-Zentrale der Agud׳as Jisro!ol ,hat zur Gründung diese!־!Kolonie einen grösseren zusarn.ineinhängenden Komplex in 1Em׳ek zur Verfügung gestellt, ■von welchem!bereits ׳eiin grosser Teil angekauft wurde. Die Aktion wird von der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel •in Wien geleitet. Die Palästinawoche der Agudas Jisroel. Wien. (A. J: P. B.) Die für Pessach angesetzte Palästinawoche zeitigte grossen Erfolg. Die Landesorganisationen Deutsch-, land, Holland, Galizien, Polen usw. melden grosse finanzielle Erträgnisse. In Warschau insbesondere machte ein am dritten Tag Pessach einberufenes Massenmeeting nachhaltigen Eindruck. In Ost- und Mittelgalizien leitete Doktor Benzion Fessler eine Kampagne, die sämtliche Ortschaften erfasste. Die Frankfurter Orthodoxie für Erez Jisroel. Fr ankf urt a. M. (A. J. P.-’׳B.) Die Verwaltung der Frankfurter Synagogengemeinde ״Israelitische Religionsgesellschaft“ hat beschlossen, das Ergebnis der synagogalen Spenden und Mizwothverkäufe an den letzten beiden Tagen Pessach dem Aufbaufonds für Erez Jisroel im Geiste der Thora zuzuführen. Haussammluhgen in den Zwischenfeiertagen sowie sogenannte amerikanische Versteigerungen der Mizwoth sind vorgesehen. Pessach-Samnielwoche für den Keren Erez Jisroel. Frankfurt a. M. (A. J. P. B.). iDie Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel hat den/, kommenden Pessach als Palästimiwoche zur Sammlung für den Keren Erez Jisroel (Schulzwecke und Emigration) bestimmt und die jüdischen Gemeinden zur offiziellen Beteiligung aufgefordert. In Deutschland geschieht diese Aktion mit Beteiligung der Pefcidiim ׳und Amarcalim (Amsterdam). Eröffnung der Jeschlwoh in Chebron. — Warnießympathiekundgebungen der Araber. J e r us a le m. (A. ■ J.! P.; B.) ,In Anwesenheit Rabbi M. M. Eppstein fand die’ offizielle Eröffnungsfeierlichkeit der Slobodkaer Jeschiwoh statt. Es hatten sich viele Vertreter der Behörden, eine Anzahl arabischer Scheichs, Sowie prominente Mit4 glieder der aschkehasischen, sephardischen Gemeinden und nicht zuletzt hervorragende Persönlichkeiten aus der ara- .J^feQhen/G(esenschaftjeingefund^:.feJDÄeiiS0ienne;־F,eier.vh?1ttev. einen ausserordentlich guten״ Verlauf und ist nach .״Doar Häjom“ vom 13. März insbesondere deshalb mit besoriderer Anerkennung zu vermerken, weil sie ein ׳neuer Schritt in der Anbahnung freundnachbarlicher Beziehungen zwisehen Juden und Arabern ist. נ Ein. Blumentag für die Beis Jakob-Schule in Lublin. Lublin. (A. J. P. B.) Das Damenkomitee der hiesigen Beis Jakob-Schule veranstaltete Montag, den 23. März einen Blumentag in den Strassen Lublins, welcher 1700 Zloty einbrachte. 1 Von der Lubliner Weltjeschiwoh. L ü b 1 i n. (A. J. P. B.) Begünstigt durch das gute Wetter, schreiten die! Bauärbeiten in raschem Tempo vorwärts. Das Anwachsen der Aguda-Presse. Warschau. (A. J. P. B.) Ab 1. April erscheint das vielgelesene Lodzer Wochenblatt ״Die jidische .Stimme“ als Tageszeitung. Nach Pessach wird der ״Jud“ wieder ,als Tagblatt erscheinen, während gleichzeitig die Wochenausgäbe ״Das Wochenblatt Jud“ im selben Rahmen ■wie bisher erscheinen wird. / Mlawa. Am 10. März erschien in Mlawa die erste Nummer des Wochenblattes ״Unsere Tribüne“. Das neue Aguda-Organ ist .eine Gründung der Zeire Agudas Isroel. Militärdienst der Rabbiner in Rumänien. Der Kriegsminister hat verfügt, dass die den Rabbiner in Rumänien bewilligten Prolongationen in der Stellung zum Militärdienst aufgehoben werden, so dass die im militärpflichtigen Alter stehenden Rabbiner vor einer Stellungskommission werden erscheinen müssen. Jüdische Opfer beim Tornado in Amerika. New York (J. T. A.).. Unter den furchtbaren Zerstörungen, die die Sturmkatastrophe in den Mittehveststaaten Amerikas verursacht hat, haben auch die jüdischen Gemeinden der heimgesucliten Gegenden stark gelitten. Man zählt mehrere jüdische Todesopfer. .Die amerikanischen Bnei Britli haben, abgesehen von der allgemeinen Spende, eine besondere Spende in der Höhe von 10.000 Dollar zwecks Linderung der Not der heimgesuchten jüdischen Familien geleistet. Die Seele des Landes. Da ist im heiligen Thorawort eine wunderbare Erkenntnis angedeutet, wie׳ doch der Boden des heiligen Landes mit einer besonderen Seele begabt ist, mit einer׳ Seele, die zwar wie jede Verbindung des Ewigen mit dem! Vergänglichen der Korruption, der Vereidung ausgesetzH ist, aber trotzdem stets .die Fähigkeit behält, Unreines von‘ sich abzustossen. Selbstverständlich lässt sich diesem Gesetz nicht in ganz exakte Paragraphen als Bild von Leistung und Gegenleistung einfügen, da immer und ,immer, wieder die verzeihende Gnade des Allmächtigen als deii wirksamste Faktor in Erscheinung tritt. Allein historisch ist der Beweis vorhanden. Die Seele des Landes lebt und hat sich wirksam erwiesen. Für jeden Menschen, der, von irgend einer Seite aus an das Palästina-Problem herangeht, ergibt sich die Pflicht, mit diesen Wirksamkeiten, zu rechnen. Nur für diejenigen Kreise, denen das Wort! der Thora ein Wort ist, sind diese Auseinandersetzungen geschrieben. Denn es ist klar und konsequent gedacht, dass all denen, welchen das jüdische Volk in seinen Gemeinschaftsäusserungen ein Volk wie jedes andere ist, unter Preisgabe seines nach dem Worte G-ttes ihm zugeeigneten singulären Charakters, ebenso auch, das Land ein Land wie jedes andere ist. Man kann deshalb füglich auch mit denen nicht rechten, die für die Begriffe Unreinheit und׳ Reinheit andere Grundbegriffe feststellen, als die, welche der!Allmächtige geprägt hat. Mit der. ■höhnenden Verunglimpfung der Chalukajuden fing es an und den Höhe־! yjjugjcjybj2jj$$^ , Menschen, welche י immer wieder und wieder das reiif Religiöse als Sinn des Wiederaufbaues Palästinas betonen, das Land mehr ״verunreinigen“ würden, als die. schlimmsten Entartungen der Neu-Emwanderer. Tatsächlich ,bereitet sich ja etwas ganz anderes vor. Man liest!ja sowie! von einer ״religiösen“ Einstellung der Chaluzim und von einer gleichzeitigen scharfen Stellungnahme gegen die ״erstarrte Tradition“, man liest so viel von einer Rückorientalisierung der ״jüdischen Kultur“. Es ist klar, dass die erste Gedankenreihe sich genau mit dem Programm der Reform deckt, die zweite hingegen im Kern׳ eine Reaktion gegen (die im Emamziipationszeitalter!gepredigte Euroipäisiierting der jüdischen •Kultur darsteillt. Au!f alle!Fälle entwickelt sich hier eine neue ״Religion“, eine neue Weltanschauung, welche ״die naturhaft innige Verbündung von Volk und Land“ (wir zitieren wörtlich) ׳mit ׳Symbolen zu umkleiden und gedanklich darzustellen versuchen wird. Ob sie sich eine neue Mythologie zu schaffen verstellen wird, steht noch dahin. Gerade das aber ist es, derh des Lande.s Seele widerstrebt. Aber man versteht es, dass, die mit der Einwanderungszentrale betrauten zionistischen! Kreise — jetzt eingestandenermassen — alles versuchen,, um solche Einwanderer fernzuhalten, die dem ״neuere Werden des Geistes“ hindernd in den Weg treten könnten.! Der Kampf um die Visa ist der Kampf um die Seele?des! Landes^ ״! . Aus all dem erklärt ׳sich auch die Manifestation des Chofez-Ghajim gegen die Unterstellung, als ob die Uni-׳ versität ein drittes — wenn nicht gar das dritte — 13et.11 Hamidosch wäre. Dieser grosse Mann hat — sieht doch des Weisen Augen gleich dem des Propheten — klar erkannt, wohin dieser Versuch einer neuen Symbolisierung führen muss. Und er sprach im Namen der Seele, deij unsterblichen Seele des Landes, sowie der Allmächtige sie begabt hat mit Abwehr gegen das Unreine, mit m.üttei^ lieh sorgender Liebe für das Reine. Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung bezüglich der Kaschrüth, der im Annoncenteil angekündigten Unternehmungen. Es ist Sache des Lesers, bei seinem zuständigen Rabbinat die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Wiens GRÖSSTE internationale KUNSTWERKSTÄTTE und BILLIGSTE EINKAUFSQUELLE für DES Nr. 6 (GEGENÜBER DEM HOTEL ״BRISTOL“)' :: TELEPHON-NUMMER 51 - 3-62V :: aufzusucHen! Liefert seit niehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmsten orthodoxen Damen aller Länder Perücken. Spezialistin Brautscheitein. Die Herstel^g einer Jeden einzelnen Perücke erfolgt aus GARANTIERT DAUERGEWELLTEM NATURHAAR, in• dlvldueli dem Gesichte angepasst. EN GROS. 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