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Jüdische Presse · 1925-04-24 · 16 (24.4.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
16 (24.4.1925)
Date
1925-04-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite HO JÜDISCHE PRESSE Nr. 16 der Frieden der Konfessionen niolrt gefällt! — Das autoohthone Judentum verwahrt •sich!gegen ein solches!in seinem Namen •geübtes, schamloses und freches Vorgehen.“ •Was dann •foflgt,!ist ז (dieser schönen Ueberschnitten würdig. Die •orthodoxe Gemeinde verlange, man solle das ganze Stadtgebiet mftt einem 1Drahtzaun umgelben. Der lArtiketechreiber verwahrt sich namens der gesamten ein- 'lieirmschen •jMIsohen Bevölkerung gegen •eine *solche •provokatorisohe •Zumutung,• die einen Angrliff gegen den guten *Ruf der Juden ,bedeute!und den interkonfessionellen (Frieden gefährde. Den Eruw wünschen nur jüngst ins Land gekommene unerwünschte Elemente. Nur in den ,kleinen Orten Galiiziiens kennt man solche Drahtzäune. Diese iHnsteriinge mögen eilends •in ihre •Heimat zairückkehren, •wenn •sie •den Eruw «licht missen!können, sonst •werde •man dafür sorgen, dass sie hhiairsgejagt werden. Der Stadtrat soll nur nicht auf den Gedanken kommen, das Gesiuoh.•gegen den Willen •der einheimischen Juden etwa zu ibewiWtigen.!Die Gesuchsteiler mögen auf der Hut sein, dass die aufochthonen Juden ihnen die Hörner nicht abbreohen •usw. Diese •vornehmen und tiefen Gedanken werden natürlich •nicht in einer so einfachen Sprache medergesohrieben. Ausser dem holprigen, nicht gerade von uralter Aiutochthonität zeugenden unganischen Stil zeichnet sich diese journalistische!Leistung des Presover Blattes durch ׳eine •recht reiche Sammlung •von!Injurien •aus, die der ״eingesessene Jude“ des ,;Uj Viläg“ seinen •jüdfisohen (Mitbürgern ״von der •Fremde“ ins •Gesicht schleudert. Da wimmelt •es nur so von ,jperfid“, ״frech“, ״schamlos“, ״absurd“, ,;unbescheiden“, ,provokatorisch“, ״moralisch •unbegründet“, .pingewanderte, absolut unerwünschte Elemente“, ״Hergelaufene“, ״Harzadeure“ •u. •dgl. Sachlich!ist a׳uf solche bodenlose Unwissenheit nicht vtiel zu erwidern.!Ein •jeder Schulbub könnte •dem ArtlkeilSchmlbcr •über ,Bedeutung und Zweck des Eruw reiche •Beiehiuing erteilen. Er brauchte, bewahre, nicht erst in die gaiiiiaisohen •Ghettis zu relisen, •uni •einen solchen Bmw in Augenschein zu nehmen. Er wird erstaunt sein, wahrzunehmen, dass der Emw den •konfessionellen Frieden weder in 1B r at is 1 a va, P i c s t an y, S v. M-iikul as, B׳ar!dS 0 v, Uzhorod 111. a., noch in Wien, Strassburg, •Köln •und (in sehr vielen anderen Städten bedroht hat, wo •die Juden mindestens so lange schon ״einheimisch" sind wie d i •e S 1p ä n y,׳i s •i 11 u n s e r e in 1 i e •b e n *P r e s 0 v. •Es ist ja möglich, dass •es eine böswillige Erfindung ist, aber alte, •wirik 1 ic11׳!autochthone Eruwjud•en wissen zu erzählen, dass der alte, ehrenwerte Herr Sonnenschein, der •leibliche Grossvater des Herrn ׳vom ״Uj Viläg“, •auf den authentisoli-eiul 1 etirnüsehen Nam'en ,,Späiiyi“ noch nicht• hörte •und sogar noch seinen eigenen Sohn nach •der Sitte der ״guilizischen •Ghettis“, nicht etwa .mit einem Drahtzaun •versehen, wohl aber •mit. einem 'haarscharfen •Messer (oh, wie provokatorisch!) — beschneiden liess. Die Vermutung liegt auch •sehr nahe, dass dieser gute Herr •Sonnenschein!nicht schnurstracks von — Kecskemet nach Presov kam •und beii seinem feierlichen Einzug in Presov ein Kleidungsstück getragen halbe, das {0Schrecken!) einem abgetragenen und dann ■ .nochmals •gewendeten — -Ka.ftan •beinahe so ähnlich •sah wie das (Kleid der ״jüngst •iiereingewanderten, absolut unerwünschten Elemente“, die -jetzt ״frech und unverschämt“ verlangen, man solle die dem •persönliehen Schutze des Herrn ״•Uj-׳VÜäg“-Redak)teurs aiiviertraiute ״Heimatstadt“ des Herrn S'pänyi ring sh erimi mit •r e 1׳ i g i ö s e n D r •a ,h t •v •e r 1h a 11 e n umgürten. J. J. B. Aguda-Vortrag in Piestainy. Am 2. Tag ח1ה״פ versammelte sich ein grosser Teil der religiösen Balebatim und der Jugend in das״iDn'2, um den Vortrag anzuhören, den Herr Jacob Joel Braun aus Bratislava über Einladung der Agitdas Jisroel-Jugendgruppe gehalten hat. In Vertretung des Agudas Jisroel-J.ugen'dverbandes waren, die Herren Heinrich K o 111 m a 11 n und Dcsider Ungar aus! Bratislava erschienen. Der Präses der Piestanyer Jugend* gruppe Herr Leo Leitner begrüsste die Erschienenen׳ lind die Gäste. Hierauf erörterte Herr Braun das Programm und die, gegenwärtige Tätigkeit der Organisation׳ und hob die Pflichten hervor, die im jetzigen Moment von allen jüngeren und älteren Anhängern der Aguda sowohl der Organisation gegenüber als auch im Sinne des Programmes dem jüdischen Kelal gegenüber erfüllt werden müssten. Im beson,(deren forderte er die Anwesenden zu grösseren finanziellen Leistunjgen für den ״Keren HaJ thora” auf. Der Vortrag fand reichen Beifall. Se. Ehrwj hierr Oberrabbiner W e b e r. dankte dem Vortragenden für seine Ausführungen und gab namens der Piestanyer1 Agudisten die Versicherung, dass sie in jeder Beziehung die Aguda und ihre Institutionen fördern werden. Vorstandswahl in Myjava. Bei der ain 2. Tagח1ד!מ״פ .stattgefundenen Wald wurden in den engeren Vorstand, der jüdischen Gemeinde in Myjava folgende Herren ge# wählt: Simon Weisz (Präses), Jakob B.eck (Vizepräses), Alex. Rosenzweig (Kassier), Jakob G r ii n־i vvald (1. Tempelvorstand) und Markus K o h n (2. Tempelvorstand.) / Vorstandswahl in Presov. Am 12. April fand in der prth. Gemeinde von Presov die Wahl der aus 61;gliedern bestehenden Repräsentanz statt. Am מוש״ק ,den J18. April, folgte, ihr die konstituierende Sitzung, der neugewählten Repräsentanz und die Wahl des Vorstandes. Dieser wurde auf folgende Weise zusammengesetzt: 2^j,m Präses wurde bei geheimer Abstimmung mit särnth liehen Stimmen abermals Herr Ludwig P r e i s z gewählt. Die wiederholte Wahl des Herrn Preisz züm Präses der Gemeinde bedeutet eine einhellige Anerkennung seiner Verdienste um das Wohl der Gemeinde und ist ei» ' deutliches Zeichen des Vertrauens, das iffm all diejenigen; entgegenbringen, die mit ihm zusammen um das Gedeihen! der Gemeinde und um die Vertretung ihrer Interessen! bemüht sind. Im besonderen wird ihm in den prinzipientreuen Kreisen der Gemeinde die Ausarbeitung der neuen Statuten als ein grosses Verdienst um die orthodoxe Thorai treue im Gemeindeleben angerechnct. Gleichzeitig wurden die Herren Adolf G o 1 d s t e i n und Vizepräses, Nathan Gross zum ersten und Herrn. Will ner zum zweiten Tempelvorsteher, Samuel Reine r zum Schulpräses, Heinrieh Stein lauf zum Kassier und Samuel Leuchteü ,zum Kontrollor, ferner die Herren Simon L e n z, Josef׳ ß t e r n bä c h, Dj־. Sigm. N e u w i r t h und Adolf F r ä 11k e 1 zu Beiräten gewählt. Hochzeitsfeier, Am 8. Nissan feierte in B u s t i n a Herr Martin Gross aus Tiacevo unter Teilnahme zahl* reicher Freunde aus Nah und Fern und der Talmide Cha;» •ohomim aus der ganzen Umgebving seine Vermählung; mit Frl. Alte Gross. Die Hochzeitsfeier gestaltete sich zu einem Freudenfeste aller Jereim uschlemim, die das bisherige Wirken des Bräutigams für }תורך 'und יראה und namentlich sein erfolgreiches Bestreben, die Jugend in einer Agudas Jisroel-Jugendgruppe zu organisieren und 6ie für das Judentum zu erhalten, mit Befriedigung ver-j folgen. Diese Freude kam besonders beim ־ Festmahld zum Ausdruck, als die Verdienste des Bräutigams in schönen Reden gefeiert wurden. Den Reigen eröffnete Herd JBernat Schreiber, Sohn des Oberrabbiners von Press- \burg, der in einer geistreichen und rednerisch glanzvolle^ Ansprache die Grüsse und Glückwünsche seines Vaters. שליט״א überbrachte. Ferner sprachen namens der Jeschiwa und der Bachurim von Pressburg die Herren L. F e t tM mann und Aron Wiedermann. Viel bemerkt wurde auch die prachtvolle Rede des Herrn Aron M a g e d, zukünftigen Schwiegersohnes des Oberrabbiners von To polcany. (Herzl. מז״ט! Red.) frl. Rosa Müller fitexander Kesztenbanm Presov Mukacevo empfehlen sich allen Verwandten und Bekannten als Verlobte. (Statt Karten.) Der Landesverband der Agudas Jisroel-Jugendgruppeii in der Slowakei gratuliert herzlichst seinem Vorstandsmitgliede Herrn Nathan Glück, Nitra, zu seiner Arermöhlung mit Frl. Maiiska Spitz, Berlin. Danksagung■ Für die uns anlässlich der Vermählung unserer Tochter Piroska mit Herrn S. D. Schönberger aua Budapsst dargebrachten Glückwünsche sagen wir auf dhsem Wege allen Verwandten und Bekannten innigsten Dank. Rabb. Josef Abeies, Velky Sarluhy. Besseres ist*. Mädchen in mittleren Jahren möchte ihren Posten verbessern. Sucht Dauerposten als Wirtschafterin in kleinerem Hanshalt. (Womöglich mit Familienanschluss.) Versteht einfache bürgerliche Küche zu führen und kann auch etwas Nähen. Anträge unter ״Fleissig und ehrlich“ an die Bratisl. Adm. Für ein 25jäl1riges hüb^hes und intelligentes BIM aus religiöser Familie wird passende Partie gesucht. Mitgift K tsch. 50.000 und schöne Ausstattung. Nichtanonyme Zuschriften unter ״Tüchtiges Mädchen“ an die ßratislavaer Administration. ln der israelitischen Kultusgemeicäe in Prossnitz gelangt die Stolle eines Tempeldleners und Aushilfsschächters zur Besetzung. Derselbe muss die Qualifikation als שוחט besitzen und in der Lage sein, die Verköstigung der itn hies gen Alteisversorgungsheime untergebrachten Pfleglinge zu übernehmen. Gehalt nach Uebt rein kommen. Bewerber, die nicht über 35 Jahre alt und verheiratet sind, mö״en ihre mit einem Curriculum vitae und mit der קבלה versehenen Gesuche bis zum 31. Mai 1&26 beim gefertigte״ Vorstande einbringen. Prossnitz, dtn 6. April 1925. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde. בעל תפלה שו״ב מומחה) sucht einen leichteren 08160^־מלומדות, w0 er auch als Aush-lfs^nW tätig sei" kann, eventuell andere Leistungen in einer Gemeinde amiimmt. — Zuschriften an die Bratislawaer Administration unter שרב״« Die hierortige Talmud Thora-SChule sucht einen מלמד ledigen Standes, tschechoslovakischen Staatsbürger Bewerber muss eine tüchtige Kraft 8‘iu, ירא שמים und befähigt sein חומש ferner *גמרא ותיס zu um erriet! ten. Der Posten ist sofort /U besetzen. Offene sind zu richten an den Voreuispräses Heinrich Mail© Yrbov6, 20, April 1925 Reüg., tüchtiger u. moderner Vorbeter 3D Juhre alt, funktionierte seit Jahren in Wien als Yorbeter während der hohen Feiertage, sucht Post © H als ständiger Vorbeter• und rellg.!.ehre»- רש״י ,WDTI) (יוריש, דייטש♦ &vent als משמש auch Chewr»-hau»icna- ׳ימשמש. Zuscnrilten sind umer ״Vorbeter** an die Bratislavaer Administration an richten Junger1 Mann שו״ב מימוזה יד׳ ש מרבים ואומן נסלא aus der Tschecnoslowakei sucht einen Posten in einer jiidisehen Kehiiio. Besitzt קבלות v*רבנים וגדולים מפורסמים 6 ״- Familie: Frau und zwe» Dur.chen. Zusc r tten sind an die Itratisiaraer Administra'ion u־!ter ״שו״ב מומחה״ z״ richt״n. und in Qualität anerkannt beste g n פ Waschseife u und כשר Tollettenselfe שלוה ist S □ i ״Schalwo“ " S ■ seinst rur כשרות Dargl ÜV ueoerau ernamicn: g g Erzeuger! g □ Pllfn WPIC7 Sohn des Rabbiners 3 g oAMU הרב הגאון הצדיק ז״ל g g in Magymegyer (Siovensko) ■ ■□■[»□■□■CM□■□■□■ Prima Perücken, Scheitel Transformationen aus garan tiert _dauergewelltem Haar verfertigt Frant. Ontl, Bratislava Republikplatz 26 Telephon 2566 Mankure / Massage Spezialerzeugung ortliopädisclier Soltulie RUDOLF SCHULTZ, PIESTANY Telephon 57 Braiislavaer p. t. Kunden erhalten bereitwilligste Auskünfte bei B. Kniet, Lorenzertorgasse 7. Neu! 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