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Jüdische Presse · 1925-04-08 · 14-15 (8.4.1925) · page 13

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
14-15 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Lebensmittelhandlung und Koschermilch. Bahrer Jakob, XX., Petraschgasse 8 (Ecke Karl Meisslstr.). Ehrenkranz Jakob, II., Ob. Donaustrasse 4. Lebensmittel, Spezerei-, waren, Wein (sämtliche 8םח-Artikel). Abzug Jakob, II., Kl. Schiffg. 20. H; Awner; XX., Spaurigasse 23, Ecke Burghardtgasse. Bleich Josef (Firma Horowitz), II., Weintraubeng. 33, Ecke Növaragasse 38 a. Blumenstock Mly, XX., Treustrasse 12. Brödetzky 8t Co., II., Leopoldsg. 43. Chomet M., II., Gr. Schiffg. 11. Fleischmanri Simon*/. II״ Blumauergässfc 2Öa- Herzhaft Jakob, . II., Zirkusgasse 37. Hütmänn, ■V »■■•Ww••״*■ II., Zirkusgasse 16. v Leitner Juda, II., Gr» Schiffg. 13. Rem bische ws ki F.,; " , II., Hassg. 7. v Rosenhauch Leon, XX., Heinzelmaring.22־. Rosner,;ן.. . II., Leopolds gasse 31. Schaffer Jakob, V XX., Klosterneuburgerstrasse 18. Schischa Leopold, II., Krummbaumg. I, Tel. 47-2-63. Schustermann Rosa,. II., Fr. Hochedlingergasse 25. Wesel Cäcilie, II., Herminengasse 17. Lederwaren. Heschel Abraham, 1 II., Taborstrasse 5. Maler und Kalligraph.; Kunstadt M, II., Tandelmarktg/;9. Manufaktur, Schneiderzugehöre u. Partiawaren. Gang Simon,.. י XX., Kiosterneuburger- . strasse,76.י Kestenblatt Mendel, XX., Klösterneuburger־ ,strasse 9. : י י: Michael Pauj, \“XX., KlosterneuburgerstFasse 66. Schiff Moses, XX., Kiosterneuburgerstrasse. 82. Manufaktur und Wäscheerzeugung. Sass Ösias, XX., Kiosterneuburgerstrasse 43. Möbel. Adler & Stern, 1., Schottenring 12, Tel. 66-207, 66-487־. Obst, Gemüse und Südfrüchte. Süsser A., 11., Karmelitermarkt, Stand 164. Papier und Bureaubedarf. Josef Kuppermann, XX., Treustrasse 13, Wolfsäugasse 8. ••* 9• 9 •m 1 Papieru. Päppen-Engros- Kleid Markus, 1., Kleeblattgasse 11 (Tel. 67-7-33)..; Papier en gros, Zeitungsmakulätur. Kohn Rudolf, II., Flossgasse 5. ''’'.י . , Schirmerzeugung. Presser Mina, II., Tandelirnarkt 5 a. Schneider. Pollak Ignaz, II., Rembrandtstr.30/17. Pfesser Bernhard; ־■ II., Tandelmarkt 5 a. Schuhmacher. Dinger David, II., Förstergasse 6. Gottlieb Isak, II., Schiffamtsgasse 11. Hermann Salämon, II., Grosse Schiffg, 17. Queller Sariiuel, II., Hermineng. 14/3. Schwarz Isidor, II., Fr. Hochedlingerg.l. Weiser Abraham, II., Blumauergasse 10. Gelds und Tuchabfälle «ewfe; alle Arten von Wöllsache«; ' I Kfesteriblätt• biwld,; XX., Klosterneubürg^rstrasse 9. "׳־• Selchwarenerzeugung; Eisen 8t Hönigsbefj i 11., Haidgasse 5.; Fischer' Gabriel, 11., Gr. Schiffgasse 16. Lazar Moritz, XX., Wallensteinstr.45. Selchwaren, Selchwaren- Rastaurants. Gelier Maier, XX., Jägerstr. 12, .־ Hauptmann, II., Leopoldsgasse 4. Lazar Max, ־; II., Unt. Augarten str. 19, Tel. 40-6-40. ' ־ Textilwaren. Birnbaum Isak, . II., Hollandstr. 1. Mayer Rosenbaum, II., Kl. Pfarrgasse 16. Noch ist die Woch um uns. Der Alltagschasen; wiederholt Zerstreut und geschäftig die Te^illoh. Die Judenj schwätzen, erzählen sich letzte Neuigkeiten. Die jEiänker1 sind halbleer. Aber die Schul strahlt schone ,bald kommtj ihre, Stunde. Eine ganze Woche hat sie ,gewartet. Sie ist so unscheinbar während der Woche und erst am tSchabbos; {empfängt sie den ihr eigenen Glänz, ihre fröhliche, unsentimentale Jüdischkeit. Wie wir alle. ׳ Nachzügler kommen und haben es sehr eilig. Da! war sicher noch in der letzten Minute ,ein gutes Geschäft* abzuschliessen oder der richtige Kragen wurde nicht gefunden oder ein guter Freund hat den Reb Schwarzmann; äfcfgehalten. Nicht nur die Schur hat sich geputzt, auch/ die Juden präsentieren die Schabboskleider. Aber noch ist die Woch um uns. Die bunten Farben der Schulfenster werden immer׳ matter. Man kann durch sie nicht mehr den Giebel des Hauses gegenüber der Schul sehen . . . Die Sonne fs* wohl , schon untergegangen. Nein, noch einmal zuckt (es m den Fenstern: rot, blau, grün — dunkel ist es draussen,j beJ uns aber strahlen die Schullichter, dass es fast körperlieh zu greifen ist. Schabbos ist über uns gekommer! und der Chasen singt l’chu nerananoh^ ״' L'chü nerahanoh — wir wollen Dir entgegenjubeln,׳ Haschern, wir kleine Menschen, kleine Juden, weil Du uns in dieser Stunde nahe bist. Weil Du aus Krämern und Schnorrern, aus Kaufleuten und aus Handwerkern, aus׳ Stubengelehrten und aus Allzuweltkundigen eine reine, gläubige Gemeinde gemacht hast, weil das Erstaunlich^ wieder einmal geschehen ist, dass wir alle Unrast und] allen Schmutz vergessen haben und rein vor Dir stehen,׳ ganz rein, kindlich, den Schabbos, Deinen Schabbos — Herr — erwartend — — : " ׳ Nicht vorne, der Gemeinde entrückt, sondern vom Vorlesetisch inmitten der Gemeinde, jubelt Dir unser Wortführer sein l'chti nerananoh entgegen. Auch sein Gesicht leuchtet. Die ganze Woche musste er schweigen und Warten. Aber am Schabbos ist er Schliach Zibbur, Abgesandter der Gemeinde. Der Herzschlag der Kehillah pul- «ert in ihm und wenn er Dich und Deinen Schabbos! begrusst, seine Stimme ist unsere Stimme, seine Kewonoh Ist unsere Kewonoh, vernimm sie Haschern! ׳ L’cho daudi, nun mein Freund, hat sich der Schabbos in unserer Gemeinde niedergelassen. Das Gesumm um uns/ haf aufgehört und das Leuchten in den jüdischen Augeit;^lühf׳ heiler. Der Chaseri singt ״Schomaur w’sochaur^J Hüten den Schabbos? Bedarf es noch der Mahdüng? Was ist der Gewinn des besten Geschäftes gegen -den Verlust des Schabbos? Gegen das endgültige Heraus(-, treten aus dem einzigen, aus dem völlig jüdischen Tage;? Und sei es nur »in Gedanken und für die geringste Spanne .Zejjt? Aber ״sochaur“ das Gedenken, das Wissen um den Schabbos, das; imein״FredhH, ist das schwer rztt־<Mep .-steirnde. Gewiss, ich werde Kiddusch machen, heute״abend UWc(1!»orgen früh. Den Becher in meiner flachen Hand und vor mir das Leuchten, der Kerzen. Ich Werde mit!' י.'• ,1 ־ .־ l'JU' meinen Kindern Lieder singen, Semiraus, eine schöner wie' die andere. Aber sochäriV, ^gedenken“, richtig ged ehkeu, das, m'eifi Freürfdi, ^iir-gelernt sein! Und ich fürchte. '■■fäät,־wir h a b e'^1 es ^erlemiß '' ' ׳: ־: '!.i:1 Hörst Du,‘was^er Chasen von Jeruscholojim singt? Von den Trümmern, *der Könjgstädt, die wieder von uns aufgebaut wird, so wahrjetzf Kaboläs Schabbos ist? Jeruscholojim und das jüdischeLand werden noch ihre Schabbosim feiern, Schabbosiih der Freiheit, von derenj Inbrunst wir Schwächlinge nicht einmal Ahnungen empfangen können. Schabbosim in Jeruscholojim: tausende Juden in weissen leuchtenden Kleidern im Vorhof und in der Mitte des Heiligtums unsere Kauhanim? Schabbosim im jüdischen Lahde: Pflüg .und Handwerkzeug, verwahrt' und wissende Juden über ihren Sforim? Schabbos, wie viel bist Du uns heute und was wirst Du uns morgen sein! Und nun erhebe Dich, mein Freund, das ,Ersehnte ist uns ganz nahe gekommen, wir verspüren seinen Atem,׳ leben einen kurzen Tag an seiner Seite: Komm’, wir wollen uns mit der ganzen Gemeinde vor unserer Braut bücken. Heute rüsten wir zur Hochzeit, morgen vermählen wir uns mit ihr, Mauze Schabbos geht sie wieder von uns. Hei4 misch ist sie bei Juden doch erst in Jeruscholojim, wenn das ganze Völk‘“seinen Gott wieder gefunden' hat. Baui kaloh, baui küioh — zieh ein, du unsere Braut. Deine Morgengabe ist Erkenntnis und Heimkehr. Der Schabbos ist da, mein Freund! Der Schabbos!! Halowon. Ein Standesbuch der Sabatfreunde. Der Kampf um den Sabbat wird immer - schwieriger. Die Tendenz der modernen sozialen Gesetzgebung richtet sich mit fast an Unduldsamkeit grenzender .Schärfe für die uneingeschränkte' Sonntagsruhe und somit gegen den sabbathaltenden jüdischen Kaufmann und Unternehmer. Es ist klar, dass der Kampf um den Sabbat nur mit den besten und modernsten Methoden mit Aussicht p.uf Erfolg geführt, werden kann. Obwohl diese Erkenntnis heute Gimeingut geworden ist, könnte man sich zur Tat doch nicht aufraffen. Es ist bis zum Heutigen Tage ein R e g i s t e r de^ sabbathaltenden Unternehmer und Kaufleute nirgends geschaffen worden. . : 1 ' Die ״Jüdische Presse‘‘ fiat sich bereits Öfters in den Dienst der Sabbatfreunde gestellt, um auf moderner wirtschaftlicher Grundlage das Sabbatproblem zu lösen. In unserer Pessa.chnummer erscheint die erste Liste der sabbathaltenden Kaufleute. ׳ Die Aufnahme in diese Liste wird mit; dem Selbstkostenpreis, mit einem Schilling, berechnet, also jeder sabbathütende Kaufmann, Unternehmer und Fabrikant handelt im eigenen Interesse und im rnte'ressö* des'ZuStändekömmens eines so •überaus notwendigen Standesregisters, wenn er sich dieser fast unentgeltlichen Aktion anschliesst. Erst der mit richtigeii, statistischen Daten unterstützte Nachweis, dass viele huiideite Kaufleute ein1 grosses Opfer für Ihre Ueberzeugung bringen, wird den Behörden gegenüber die richtige Grundlage, für den Kampf um den׳ Sabbat bilden. Aber auch' nach innen ־ ist solch ein Register ׳Von so grossem Werte־, dass wir keine/ii Augenblick• daran zweifeln,: 'dass der 'vöfi uhs" b'eSch'Htt.fcn'df'We^ wird. ' ." 'י,'׳ ' י V',ל.. Schomre Schabbos- Steilen Vermittlung, .. des L. V. de,r \A. J.-Jugendgruppen in der/. Slowakei, B r a t i s 1 a v a, Turnergasse 1416־. , . Offene Stellen: Nr. 34 Kindermädchen •'.''■־ 35 '״ Eisenhandlung-Lehrling : ' / 37 ״ Gesellschafterin •. 51 .//'•.?/ 38 ״ Stütze der Hausfrau 41 ״ Kommis, Eisenhandlung., . ' ^L.^־ 42 ״ Kommis,‘Glasu. Porzellanhandlung 43 ״ Äeltere Erzieherin 44 ״ Lehrbursche, Holzu. Spezereigeschäft 45 ״ Kommis, Schnittwarenhandlung ־ ־ 46 ״' Kellermeister (ledig) ' 47 ״ Bäckergehilfe 48 ״ Tapezierergehiilfe 49 ״ Lehrbursche, Spezereihandlung 1 Stellengesuche: Nr. 58 Uhrmachergehilfe 59 ״ Sattler 60 ״ Kommis, Glasu. Eisenhandlung 61 ״ Geschäftsführer, Kolonialwaren 62 ״ Korrespondentin, Buchhalt, (franz., engl.) 64 ״ Kanzleiarbeit ־ 65 ״ ' Magazineur 66 ״ Praktikant, Wirku. Schnittwaren 67 ״ Buchhalter 68 ״ Lehrling, Lederbranche 69 ״ Steinmetzlehrling 70 ״ Kommis, Modewaren ' י 71 ״ Oberteilherriohter ־ 72 ״ Kommis, Spezerei and Farbwaren 73 ״ Kommis, Lederhandlung ׳ ׳ 74 ״ Goldärbeiter ';!־ 75 ״ Kommis, Kurzwaren 76 ״ Kanzle!ikraft 41 Fehlende Nummern sind bereits durch uns vermittelt.; . NB. Wir machen (fie Interessenten ,aiifnißrksara, dass nur solche ßrlefe beantwortet werden‘, "Weichen Retourmarken beigelegt' sind. Bewerber berufen sich gefl. auf Anmeldungsnummer. Angabe von Name, genauer Adresse, Alter, besonderen Fähigkeiten, Sprachkenntnissen und Art <Jer gesuchten Sfelje ist bei Steliengesuchen unbedingt erforderlich. ' Briefe ohne diese Angäben bleiben■‘ uribeahtwoWef. v!׳Bel,röffeneri!?Stellen Ist die Angabe’ der Branche,' ״geä’aue ■1Adresse;15 gew.^Könritblsse, Art der Stelle, Aitel־ usvtr* riötWenälg.׳׳ Vefrlangön Siev׳Änmeldungsformular! 1 ״?

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