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Jüdische Presse · 1925-01-02 · 1 (2.1.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
11 (1925)
Issue
1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Nr. 1 JÜDISCHE PRESSE. Agttdas Jisoel-Ortsgruppe in Bratislava. Unter;dem tiefen ׳Eindruck, den der denk- Würdige .;V0j!t׳rag des Herrn Jakob R o seftfLe i «m in Bratislava Mnterliess, und ihfoJge der eindringlichen Mahnworte, die' Se. Fhr.w; Herr Oberrabbiner ScItreilbeT aus diesem Anlasse analle treuen Juden wegen der aktiven Betätigung in der ׳Ägudas Jisroel richtete, wurde in der Bratislavaer Aguda- Ortsgruppe während der letzten Wochen eine rege Tätigkeit entfaltet. Zahlreiche neue Mitglieder traten!bei und ein׳ Komitee eifriger und befähigter Mitglieder trat einige Maije in der Woche zusammen, wmi eine vollständige Reorganisierung der numrtehr bedeutend vergrößerten Ortsgruppe vorizubereiten. Jn׳ Uöberein- Stimmung!mit der im vorigen Jahre auf der Landes- Versammlung in Nitra beschlossenen, aber noch nicht vollständig ausgcfiihrten s e k 110 n s m ä s s :i g e n Organisierung der Landes-Aguda soll jetzt auch die Ortsgruppe nach den ßetätigungsgebieten der Agudas Jisroel in einzelne ״Sektionen“ eingeteilt werden, in welchen einem jeden Mitgliede Gelegenheit geboten wird, sich seinen Neigungen ׳und seiner Veranlagung entsprechend zum Wöhle des Ganzen zu betätigen. Die Vorarbeiten :sind nun so weit gedieben, dass auf S 0 n״rt t-a g, den 8. Tewes (4. Järtner) 3 Uhr nachm, die Generalversammlung der Bratislavaer Mitglieder einberufen werden konnte. Die )Generalversammlung :soll die Reorganisierung zum Beschluss erheben und einen neuen Vorstand wählen. Ausser dieser mehr internen Angelegenheit wird die Genera!verSammlung dadurch an Bedeutung gewinnen, dass auf ihr!das ■wichtigste Gebiet der Agudias Jisroel!und dies gesamten jüdischen ׳Volkes, nämlich ׳die Arbeit für לימוד התורה und חיזוק הדת , durch id'Ie Inaugurier ung des'קרן התור ה (allgemeinen Thora-Fonds) neue Impulse erfahren wird. Wie es verlautet, werden auch auswärtige ׳Führer der Landesorganisation׳ und ■der Aguda-Zentralle zur Generalversammlung erscheinen. In Vertretung der Keren Hatorah-Zentraie in Wien nimmt Rabbiner J. Baum garten an der Ge n׳e׳ralversammlung teil. . כופר נפש in Bratislava. Am 5. Tag Chanukka begann in Bratislava die כופר נפש -S aim'intl.u n׳g f׳itT־ d a s J a 11 r 5685. Die Agtidas disroel-Jugendgruppe iiberniahiii die Örgäni- :sierühg der ׳Samihiiing.. Äst: sämtliche ■ Mitglieder stellten sich in dCn Dienst׳ der guten Saohe. Ein Ver- ־zdiohnis ־ ,der jüdischen ׳Einwohner wurde , nach 'Strassen uiild Hausnummern angelegt. Je zwei Samm-;4er!besuchten idle Familien, denen sie vorher mit einem Rundschreiben der Landesorganiisation avisiert waren. In diesem Zirkular wird׳ Zweck und! Bestim- 1111mg der. כ,ופר נפש-Abgabe :in wenigen Sätzen erklärt und als äusseres Zeichen ״der .Verbundenheit einer jüdischen Seele mit dem heiligen Lande“ bezeichnet. Die ׳Sammler wurden fast überall mit ׳ ddr grössten S y m pa 111 i e, vielfach sqgar mit innig e r b e geistertet Freude aiifgenommen. Nur in vereinzelten Fällen wuide!die Entrichtung des כופר נפש grundsätzlich verweigert. Schon bei der erstmaligen Sammlung im vorigen Jahre hat •es sich gezeigt, •dass die Einführung dieser jüdischen ׳Kopfsteuer zur w i r t s c h 1a f 111) i c h e n F ö r ׳de!r u׳ 11 ׳g d' e r jüdisch - r e J i g i ö s e n Siedlung in ׳Erez Jisroel fm!Sinne der Be- Schlüsse ׳der Kenessijoh Gedäuloh in den weitesten Kreisen zustimmend ,begriisst und zumeist auch in ihrer vollen Bedeutung erkannt wurde; Das Motto וכפר אדמתו עמו war allen <re1Hg0וs •empfindenden Juden aus dem Herzen gesprochen. Die soeben mit gleich gutem Erfolge begonnene Sammlung für das ׳zweite Jahr erbringt 1den Beweis, dass die Agudas Jisroel mit gutem Grunde auf ׳diesem Wege fortfahren kann. Die rührende Liebe, die dem כופר נפש bei Reich und Arm, ׳bei Klein und Gross ohne Unterschied der organisat o r 1 s ch e11־ Z uge 11 örigkei t ׳d es •Ei 11 z e 1־ nen entgegengebracht wird; verschafft erst eine deutliche Vorstellung von dem Verständnis, das die Bestrebungen zur Besiedlung ׳des heiligen Landes in allen Schichten ׳des Judentums finden und der allgeme 1 n en 0pf erf r euidigk•eit,- ׳die sie auslösen׳ würden, sobald sie im Einklänge mit den■ reli- •giösen Interessen •und in Uebereinstimimung mit den geistigen Führern!, den religiösen Autoritäten, zur Durchführung gelangen würden, wie dies ,bei der Agudas Jisroel der Fa'll ist. Der zähe Eifer der Sammler ׳und die heilige Zweckbestimmung des כופר נפש tragen ׳im gleichen Masse dazu bei, ihm auch in diesem Jahre einen guten Erfolg zu sichern -und seine a M g e m e i 11 e E i n f ü h r u n g als •d a u e r 11 d׳ e I n s t i 1111 i 0 n in allen jüdischen Gemelnden zu ermöglichen. Wie wir vernehmen, hat die Erez Jisroel-Sektion ׳der Agudas Jisroel-Landesorganisation in der Slowakei vor einigen Tagen an sämtliche Gemeinden und Rabbiner ׳des Landes ein Rundschreiben gerichtet, an •welchem auf die weittragende Bedeutung der כ ■ו פ ר נפש-Aktion für die wirtschaftliche Förderung Erez Jisrodjs als ״heiIiges Land“ des jüdischen Volkes hmgewiesen wird1. Die Ehmv. Herren Rabbiner, die Herren Gemeinde-Vorsteher und alle Freunde Erez Jisroels werden auch auf diesem Wege gebeten, die Sammlung s c h 1 e u n i g s t einzuleiten und die gesammelten Beträge (e ine G 0:1 dk r 011־e — d. 11. tsch. K 6.— f ü r j e d e s Familie 11 m i tglied1 ohne Unterschied des Geschlechts ׳und! des Alters!) an die Landesorganisation der Agudas Jisroel in der Slowakei, Bratislava, Tn r n e r gas se 1416־, Postfach 140, zu überweisen. ■Dorthin wolle man sich auch wegen weiterer Auskünfte wenden. Ein zionistischer Vorstoss in Nove Wir erhielten den nachfolgenden, für die Kampfmethoden der zionistischen ״Gemeindestubeneroberer“ recht charakteristischen Bericht aus Galanta: ש ב ת חנכה weilte ich zu Besuch in Nove Zamky (Neuhäusel). Nach מעריב führte, mich mein Gastherr in den Sitzungssaal der orthodoxen־ Kultusgemeinde, wo. gerade eine Generalversammlung abgehalten wurde, um über das nächstjährige Budget zu verhandeln. Was ich da sehen musste, spottet jeder Beschreibung. Noch hatte der Gemeindepräses, Herr Gaspar Binetli die Versammlung nicht eröffnet und schon wurde er von einer ״Opposition“, die hier vom Misrachi organisiert wurde und vollzählig erschienen war, mit den schlimmsten Injurien überhäuft. Als auf einige Minuten Ruhe eintrat und der Präses die Sitzung eröffnen konnte, wiederholte sich der wüste SpekJ takel. Zum Vorwand wurde "die geplante Gabellaerhöhxmg genommen. Da glaubten die Zionisten, alle diejenigen auf ihre Seite zu ziehen, die möglichst wenig zu den Lasten der Gemeinde beitragen wollen. Das Kampfziel war natürlich nicht dies. Der Rräses und die Majorität der Gemeinde, die sich um den Präses scharte, waren im' Irrtum, wenn sie — wie cs^'den Anschein hatte — einen Moment glaubten, es handfö sich den Misrachisten um die Gabella. In Wirklichkeit war es ein Sturm um die Macht in der Gemeindestube; Die Misrachisten wollen — einem zionistischen Befehl gehorchend — auch in Nove Zamky in die Gemeindestube hineinkommen. Da es ihnen vor drei Jahren gelungen war, einige ihrer, exponiertesten Mitglieder in den Gemeindevorstand gelangen zu lassem sahen sie jetzt augenscheinlich die Zeit gekommen, die Führung einer orthodoxen־ Gemeinde an sich zu bringen. Deshalb w׳ar es auch vergebens, als der Präses und sein Anhang dem Gemeindefrieden. zuliebe selbst den Antrag stellten, von einer Erhöhung der Gabella abzusehen. Dieser Antrag wurde zwar einstimmig, angenommen, aber die ״Kampfeswogen“. legten^sich nicht, sondern stürmten' $eitejr ,jnit],;.neuer״:;Kraft. ״JDje^Pppostti^n^‘‘ sjtellte >einen ״Antrag,Yweilcher läutete';;,En^^Gen^aivefsämmiunf drückt dem Vorstand gegenüber , ihr * Misstrauen aus“, und. for־ eierte: geheime Abstimmung;darüber. Statutengemäss . muss jedoch eine geheime Abstimmung von der Majorität der Anwesenden beschlossen werden. Als bekannt wurde, dass 34. Stimmen für und 52 gegen . die geheime ..Abstimmung wären, entstand eine Szene,T wie eine jüdische Gemeinde ihresgleichen noch nicht sali. Man schrie, tobte, schlug die ,Lampe herunter, haute auf den Tisch ein bis er in Stücke ging, trommelte auf «.den Ofen, zerbrach die Tür, stiess die Fenster ein und griff Andersgesinnte _ an... Mit solchen ״Heldentaten“ wollten die Zionisten von Nove Zamky die orthodoxe Gemeinde ״erobern“! Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie Lust* haben we1־den> den Versuch auf diese Weise zu wiederholen. Denn diese ״Heldentaten“ haben manchem ״Schwankenden“ zu־ denken gegeben. Erreicht wurde vorläufig nur das, dass der wirklieh orthodoxe Teil der Gemeinde sich nunmehr vereinigt hat zur Verteidigung des ungeschmälerten, überlieferten’ Judentums. A. H irschl. Scbochtlin-EIend. Die Lage der Schochtim und Melamdim in den kleinen Gemeinden bildet üfeit Jahren den Gegenstand ernstester Sorge aller derjenigen, denen menschliche Not zu lindern Herzensbedürfnis־ ist. Da arbeitet eine grössere Anzahl braver, frommer Menschen jahrzehntelang im Dienste des Judentums, sie dienen im wörtlichsten Sinne dieses Wortes dem Judentum für einen Hungerlohny sie leben in Armut und Not dahin und erhalten ihre für die i: Abonnenten der ,Jüdischen Presse“ ii Jeder, der fünf neue Abonnenten, die zumindest ein Halbjahrsabonnement auf einmal bezahlen, für die ,JÜDISCHE PRESSE* wirbt, erhält als Prämie das soeben in Pracht- - band erschienene Werk ספר חפץ חיים (Ladenpreis 100,000 Kronen) Jeder, der zehn Abonnenten für die ״JÜDISCHE PRESSE“ wirbt, erhält als Prämie fl ספר תהילים Die Psalmen, übersetzt und erläutert von S. R.Hirseh (Ladenpreis 170.000 K) a 1 •'a «»••••»• « a a v י Familien kümmerlich unter Verzicht auf alle Genüsse und Freuden eines behaglichcrt Daseins und keine jüdische Ins t i t u 11 o n gibt es in unserem Lande, die ihnen oder ihren Witwen und Waisen helfend unter die Arme greift, wenn sie unter der Last, des Lebens zusammenbrechen. Viele kleine Gemeinden sind in Auf1־ lösung begriffen. Die zurückgebliebenen, in der Regel weniger bemittelten Gemeindemitglieder sind nicht in der Lage, für die Hinterbliebenen eines verstorbenen Angestellten zu sorgen. Und das längst geplante Perrsionsi U s t i t u t konnte gleichfalls noch nicht zustande kommen. Ist es da nicht Pflicht der Gesamtheit, aller Gemeinden und aller mitfühlenden Menschen, in solchen Fällen zu helfen? Wir veröffentlichen nachfolgend einen Aufruf, der das traurige Los einer Schochetfamilie darstellt und bitten unsere Leser, zur Linderung der Not nach Möglichkeit beizutragen: Hilferuf. Rcb Chajim Schwär z, Schächter und Kantor der Gemeinde Surovce, Rabbinat Sered, ist am 18. Kislew seiner im grössten Elend zurückgebliebenen Gattin, seinen drei unversorgten Kindern und seiner ihn verehrenden kleinen Gemeinde im Alter von 43 Jahren nach langem, schwerem Leiden entrissen worden. Die Lewäjah fand Mittwoch den 20. Kislew unter grosser Beteiligung aus den nahegelegenen Gemeinden statt. Hespcdim hielten die Ehrwürden Herren Oberrabbiner Eckstein aus Sered und Hirse 11 ler, Vizepräses der orthodoxen Landeskanzlei, die den Verblichenen als Vorbild eines arbeitswilligen, arbeitsfreudigen Gemeindebeamten schilder־ ten. Er war einer jener vielen namenlosen Heiden, die עבודת הקודש עליהם mit jeder Faser, ׳ihres Herzens dem Judentum und der Religion dienen, obgleich;ב כ תןן ישאו sie das drückende Sorgenbündel auf ihren Schultern tragen müssen, das ihnen ihr Beruf auferlegt. Da die P e n s i o n s f r a g e, die Witwen- und Waisenunterstützung der Kultusbeamten leider immer noch der Erledigung harrt, die aus sieben Mitgliedern bestehende Gemeinde Surovce aber ausserstande ist, die Witwe und die Waisen auch , nur vor dem äussersten Elend zu schützen, ergeht hiedurch die dringende Bitte in erster Reihe an alle Berufsgenossen, aber auch; an alle- Gemeinden, Sammlungen zu veranstalten, um die Familie dieses leider so früh entrissenen Kultusbeamten'vor dein Untergang zu bewahren. Zeiget, wie das ,Judentum seine ihm treu ergebenen Die ner lohnt! Geldsendungen sind an Seine Ehrwürden Herrn Oberrabbiner M. E c k s t e i n in Sered n. V. zu richten.. Max Press b'u rger, Kantor und Schächter- Auch ich schliesSe mich obigem Aufruf an und: bitte dringend,^ der armen, hilfebedürftigen' Familie; beizu״;• stehen.‘ ..V “ ‘' L-''"•'.:’ :י־'• "לי, ',ל"ל."יל Simon H i rs c h 1 e r, Oberrabbiner in Modern״ Von Herrn. Oberrabbiner H i r s c h 1 e r sind bei der ״Jüdischen Presse“■ für obige Zwecke tschech. M< 630 als Ergebnis einer Kollekte eingegangen. Spezifikatiom Aus' Modrä : Chewra Kadischa, Zedokoh, Frauenverein je tschech. K 50; Jos. Reich, Franz Reichenthäl je 30;: Zs. Kaldor 29; Jak. Grünwäld, Enian. Guttmann, Gabor Weisz, T. Reisner, Ign. Wild je 20; Sigm. Neumann, Mich. Weisz,-.Sigm. Weiner, Leop. Weinberger, J. Kohn je 10; Hermö Bresnitz 6; Jos. Braun 5, zusammen tschech־.. K 460. — Aus Brat isla va: Sandor Kraus 100, Bela, Kastucr 60, Henr. Kohlmann, Leop. Grünhut, M. Vogel״ mann je 1.0; S. Adler (KÖrö'skeny) 20; Ad.־ Grünwald. (Miava) 20. Sijum-Feier 11er Jeschiwoli in Beregszasz. Sonntagabends, den 11. Kislew, fand in der Jeschiwoh in.Beregszasz eine - erhabene Sijum-Feier auf מסכת חולון statt,, an. dejr ausser den 120 בחורים Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Salomp» Schreiber, Herr Rabbiner Salomon Hirsch, Leiter der ישיבה» H0rr Oberrabb’her Liebermann aus Belki, der Gemeindeyorstand und zahlreiche בעלי בתים yad עני תורה teilnabmen. An das Schluuslernen knüpfte der Jeschiwo:Leiter eine wirkungsvolle דרשה an, in welcher er den Schluss der gelernten, mit detn Anfang der nun begonnenen ׳ פסחיםDD׳ *n Zusammenhang brachte und die מי תלמידים begeisterten Worten zum eifrigen Lernen anBpornte. Die Jeschiwoh erfülle eine grosse Aufgabe. Es ■ei nur zu bedauern, dass sie trota der Unterstützung, die sie in der Gemeinde findet, wegen Raummangels in ihrer Entwicklung sehr gehindert ist. Die Rede machte auf alle Anwesenden einen t׳efen Eindruck. .Ihr folgte eine stimmungsvolle מצןךן bis Mitternacht, die den Charakter einer wahren שמחה של מצוה trug. Eine Heise nach Erez Jisroel. Wir berichteten seinerzeit, dass Herr Oberrabbiner Moses Tan nen bäum in M 01 d a v a vor einigen Monaten eine Reise nach dem heiligen Lande unternahm. Herr Oberrabbiner Tannenbaum weilte• mehrere Monate dort und studierte . gründlich die . doitige» Verhältnisse. Er bereitet nun einen ausführlichen Reisebericht unter dem Titel ,מסעות משך in hebräischer und zum Teil jüdisch-deutscher Sprache vor. In diesem Werke will Herr Oberrabbiner Tannenbaum alles Wissenswerte vom heiligen Lande, den Resten der Vorzeit und den Neugestaltungen der Gegenwart, leichtverständlich und anschaulich erzählen. Das Werk wird zirka 200 Seiten umfassen und in zehn Kapitel eingeteilt sein. Zur Deckung der Druckkosten eröffnet der Verfasser eine Pränumeration auf das Werk von Kö 20׳ aufwärts. Interessenten wolien sich wenden an Oberrabbiner M osesTannen bäum, Moldava (Szepsi), Slovensko, Abaujskä Zupa. Hochzeit. Am 19. Kislew faDd in Galanta die Vermählung des Herrn David Kohn (Waitzen) mit Fräulein Amalia Reich, Tochter des Herrn Rabbiners Eduard Reich (Trnava), statt. Beim Festmahle hielten der Herr Oberrabbiner, der Brautvater und der älteste Bruder des Bräutigams mit דברי תורה ausgestattett Reden, worin das Brautpaar in ergreifenden Worten ermahnt wurde, das neugegründete Ilaa* zu einer Stätte echtjüdischer, traditioneller Glaubenstreue zu gestalten.

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