Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 51-52 (19.12.1924)
- Date
- 1924-12-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2629891-2630051-2630098--1664-2633444- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 334 JÜDISCHE PRESSE Nr. 31/52 erstrebt, fahrt zu Verwirrung, Desorganisation und — Kampf. Wir aber wollen Klarheit, gegenseifiges Verständnis und Organisation, weil vas ein hohes Endziel voranleuchtet: — Frieden! Civisjudacus. Tradition und Gegenwart in Böhmen. Von einem Freunde unserer Zeitung er-; halten wir die nachfolgenden Zeilen ab Niederschlag der Reminiszenzen einer Ferienreise nach Prag und den böhmischen, alten Mdischen Gemeinden. iw ספרי חיים וחמתים פתוחים לפניך ואתם אומרים ״Die Bücher der Lebenden und der Toten sind vor Ihm geöffnet, und ihr wollet dann das Hallellied singen?“ Ein gutes Wort des ח״ס legt diese Agadastelle folgender- «lassen aus: Wenn man die Bücher der Lebenden mit denen der Toten vergleicht, wie können ersfere standhalten gegen die ספרי מתים Dieser Gedanke taucht in einem auf, wenn man dem alten jüdischen Prag einen Besuch abstattet. Mit wehmutsvollem Stolz steht man auf dem ältesten בית הקברות» an den Gräbern der Märtyrer, der berühmten Grossen, wie des hohen Rabbi Löw, des Abraham Luntschütz, Verfasser des כלי יקר, und der vielen anderen, deren Namen mit der Steinplatte tief in den Erdboden sanken, deren Taten und Werke aber noch heute der Nachwelt von Wert sind. Nicht nur. die von ihnen so sehr bereicherte Gemoroh- und Agadaliteratur weiss von ihnen zu erzählen, auch die vielen kostbaren Gold- und Silbergegenstände, die zum Schmuck der תורה und des בית הפג׳ dienten, zeigen ihre Opfer- Freudigkeit. Von ihrem ganz int Jüdischen pulsierenden Leben sind noch einzige feine Züge erhalten, die uns tief zu Herzen sprechen. Bei einem Gang durch das jüdische Museum entzücken unser Auge die herrlichen, mehrere Jahrhunderte alten Prauches, von denen eines in echter Goldstickerei gewebt, kunstvolle bunte Rebenblätter darstellt. In einem anderen Vorhang stehen die jüdischen Namen der חכרה# die an jedem Freitagnachmittag dem שנת mit Gesang und Musik entgegengingen. Die חכרת תרנגולים , die jeden שבת an Arme Hühner- *uppe verteilte, hatte eine eigene noch bestehende Schul, gegenüber der Altneuschul. Wie ist es möglich, dass in einem solchen Zentrum jüdischer Kraft und Geistigkeit sich heute unter 40.000 jüdischen Seelen nur ein kleiner Kreis von Familien befindet, die עם חבת pH שומר שכת sind? Wohl ist jeder Prager Jude stolz auf die grosse Vergangenheit seiner Heimat, wohl lallen schon fast die Kinderlippen die vielen Zahlen historischen Gedenkens. Was aber nützt diese äussere Hochhaltung einer Tradition, die jedes Eisenteilchen im Schmiedegitter bis ins kleinste liebevoll historisch getreu reparieren lässt, wenn nicht der Kern, dieses jüdische Leben selbst, sehnsüchtig und willensstark erfasst und gelebt wird, wenn es nicht zum Zielpunkt, zum Bedürfnis des jüdischen Menschen von heute wird? Wie in der Hauptstadt, spiegeln $ich auch in den kleinen קחלות auf dem Lande Erinnerungen an einstige Grösse wieder. In Deutschböhmen liegt R o n s p e r g, bekannt als Geburtsort des Reb Bezalel Ronsburg. Auf dem grossen, alten Friedhof liegen seine Eltern, der Parness Joel Ronsburg und seine Gattin, ln der geräumigen, genau nach dem Schulchan Aruch erbauten Synagoge steht ein kupfernes Waschbecken, das er stiftete להוציא ״ ,מידי ספק מלm jeglichen Zweifel, ob einmal unrecht genommenes Gut in seine Hand gekommen sei, von sich zu bannen. Ein anderer berühmter Führer der Gemeinde war der שמז תקח, der dort vor etwa 100 Jahren lebte. Die Mitglieder hatten — trotz ihrer durchwegs bedürftigen Verhältnisse — Liebe und Verständnis für die Hochhaltung der Tradition. Das zeigen heute noch die schön erhaltenen, kunstvoll gestickten, 200 Jahre alten Wimpeln, die kostbaren כלי קדש• Diese Opferbereitschaft hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Davon legt die jüngst stattgefundene Renovierung der Synagoge Zeugnis ab. Seitdem der vor kurzem dorthin gewählte Rabbiner •G1 a s e r in der Gemeinde wirkt, sind die früher eingerichtet gewesenen שיעורים wieder aufgenommen worden, ist die Mikwah unter Zuziehung anderer Rabbonim genau nach Vorschrift wieder instand gesetzt und der Benützung übergeben worden, sind Rabbiner und Vorstand vereint bemiiht, aus alten Mazewos und anderen Quellen die Geschichte der Gemeinde zusammenzustellen. Man stelle sich dieses Wiederaufleben jüdischer Geister in Böhmen vor, einem Lande, in dem es Rabbiner gibt, die sich freuen, nach 50 Jahren wieder einmal eine Sukkoh zu sehen. Soweit sind die Zustände gesunken, dass ein ״Rabbiner“ dort, wegen seiner eigenen Schweinezucht, eine traurige Berühmtheit erlangt hat. Wie auf dem Lande, so in der grösseren Bezirks- Stadt Pilsen! Eine Kehilloh mit 1000 jüdischen Familien hat keine ״כשר Schechitoh, absolut keinen annähernd wertvollen jüdischen Unterricht für die vielen Schüler des ganzen Bezirkes, die dort die Gymnasien besuchen. Aussichtslos wäre das Arbeitsfeld dort nicht. Würden sich zehn junge Rabbiner finden, die mit selbstloser Hingabe an dieses Werk des Aufbaues gingen, in kleinen Rabbinatssitzen ganz von vorne wieder anfangen, תורה In die Herzen zu pflanzen, untereinander ihre Erfahrungen sich mitteilten und einen festen Verband zusammen bildeten, es könnte in Böhmen die alte jüdische Tradition, das Leben wieder zu einer neuen Renaissance geführt werden. Religiöser Niedergang in der Ost- Slowakei. Zur Diskussion. Löbl iche Red aktion! Nachdem nun einige Wochen verstrichen sind, seitdem Ihr Aufruf unter dem Titel: ״Religiöser Niedergang in der Ostslowakei“ erschienen ist, erlaube ich mir eine Anregung dazu zu versuchen. Der Gegenstand, der zu Ihrem Aufruf Anlass gab, hat — wenn auch nicht seinem Wesen nach, wohl aber in der Art und Weise — viele Aehnlichkeit mit der Geschichte von ויחל חעם לזנות אל כנות מואב. wo der מדרש sagt: רפו ידי מעה Unser Lehrer משח רכנו war dieser Erscheinung gegenüber schwach, ratlos geworden.מעשה אב׳ סימן לכנים Aus den Erlebnissen der Vergangenheit und den Erfahrungen unserer Ahnen können wir die Nutz* anwendung auch für die Gegenwart ziehen. Der Schwerpunkt des Problems liegt nicht in den איסורים, die offenkundig begangen werden, sondern in den Erregern und in den Uebergangsstadien, die entweder, wie im jetzigen Falle, in ihrer Gefährlichkeit nicht leicht erkannt und auch von den Frommen als harmlos angesehen werden, oder, wie im Falle סו אב als scheinbar erlaubt nicht bekämpft werden konnten. Wie dort nicht so sehr die eigentliche Tat des Sirnri den Pinchos zum Einschreiben veranlasste, als vielmehr der Vorwand, dessen er sich zur Verleitung des Volkes bediente, sein aufwieglerisches בת יתר1 מי חתיר לן*, so sollten •sich auch heute die Massnahmen zur Bekämpfung des Uebels mehr gegen die Erreger und die Keime des Uebels richten. Die in dem Aufruf erwähnten Erscheinungen, speziell in der Ostslowakei sind nichts anderes als eine ״חש3לח Bewegung in neuer Aufmachung, die in der Ostslowakei, in dem sogenannten ״Unterland“, und noch mehr in Polen und Russland einen so guten Nährboden findet, weil dort, wie bekannt, selbst in frommen Kreisen das Klügeln, das מפלפל" Sein mit den Unfrommen als eine gern gesehene und betriebene harmlose Spielerei betrachtet und das "אין סשיבין לאפיקורסו יש ganz übersehen wird. Es macht einem jeden Vergnügen, klüger sein zu wollen als der andere. Dieses ist eine Abart der השכלה. Und wenn nun jetzt jüdische Fragen aufs Tapet gelangen, so können die Früchte nicht ausbleiben. In der Freude an der Diskussion mit den Abgefallenen liegt der Ursprung der Gefahr. uns gilt תלמוד תורה כנגד כלם das wichtigste!st קיום וחיזוק הדת. Der ביטול durch diese unnützen Diskussionen ist schon an und für sich ein grosses Uebel. Deshalb haben es die Verführer gerade darauf abgesehen und sich auch deshalb besonders auf diese Landesgebiete geworfen, weil man dort zu solchen unschuldig scheinenden Diskussionen grosse Geneigtheit vorfindet und somit Verbindungsbrücken zum Abfall leicht herstellen kann. Wenn es daher gelingen könnte, diesen Weg, diese Verbindungsbrücke abzuschneiden und mit allen Mitteln in erster Reihe die weitere Teilnahme an solchen Diskussionen zu verhindern, so würde sich die Situation klären, und von denen, die sich nicht mehr raten lassen, würde mancher den Abgrund erkennen, auf den er geraten ist. Es sollte deshalb meiner Meinung nach von Berufenen folgendes angewendet werden: a) Die Lektüre von Zeitungsartikeln und sogar von Büchern בלשון הקודש, deren Verfasser nicht als verlässlich bekannt sind, sollte gemieden werden im sinne der ציונה des חתם סופר זצ״ל. b) Die Teilnahme an Versammlungen und das Anhören von Reden solcher Leute, die nicht ganz verlässlich sind, geschweige denn, die Diskussion mit ihnen, sollte unterlassen werden, gemäss dem פסוק von משלי: אל תלך כדרך אתם מנע רגלך מנתיבתם c) Selbst in der privaten Unterhaltung sollte die schon erwähnte Art der ״Klügelei“, der פלפול של הכל mit den Verführern, eingedämmt werden. S. K. פר נפש o-Sammlung in der Slowakei. Wie im vorigen Jahre wird auch für das Jahr 5685 im Sinne der Beschlüsse der mit Zustimmung der religiösen Autoritäten von allen Juden in der Slowakei eine Goldkrone, das sind tschech. K. 6, für praktische Arbeit in Erez Jisroel auf Basis der תורה erhoben. Die Sammlung hat sofort zu beginnen. Die Landesorganisation der Agudas Jisroel richtet dieser Tage ein Rundschreiben an alle Orts- und Jugendgruppen, ferner an alle Rabbiner und Gemeinden, worin auf die grosse Bedeutung dieser Einrichtung aufmerksam gemacht wird. Wer an der Sammlung aktiv mitwirken will, melde sich sogleich bei der Aguda-Orts- oder -Jugendgruppe seines Ortes oder auch beim Bureau der Agudas - Jisroel - Landesorganisation in Bratislava, Turnerga9se 14-16, Postfach 140. Chronik der Woche. Im Verein תמימי דרך ln Bratislava. Anlässlich des bevorstehenden hundertjährigen Jubiläum s‘ des Vereines תמימי דרך ln Bratislava beschloss die Vereinsleitung, ein 0פר תורה schreiben zu lassen. Sonntag den 3. Kistew wurde im Vereinsbetbaus mit dem Schreiben begonnen. In Anwesenheit angesehener Gäste gab Ver einspräses Herr M. Samek seiner Freude über dieses seltene Jubiläum Ausdruck. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber sowie die Herren Oberrabbiner Weber und Hirschler, ferner Herr Gemeindepräses Kraus schrieben die ersten Buchstaben im ספר תודה Dem schloss sich eine פעורת מצוה an. Talmud-Thora-Schule ln Lucenec (Losoncz). Die Talmud-Thora-Schule der orth. Gemeinde in Lucenec, über deren feierliche Grundsteinlegung wir seinerzeit ausführlieh berichteten, ist nun vollendet und wurde dieser Tage ihrer Bestimmung übergeben. Auch die Einweihung dieses unter grossen Opfern der Gemeindemitglieder und zahlreicher Freunde des echtjüdischen Thoralernens ausserhalb der Gemeinde errichteten Gebäudes gab zu einer stimmungsvollen Feier Veranlassung. Nach dem מעריב* Gebet hielt Herr Lehrer Klein vor den Kindern die Alischiedsrede vom alten dürftigen Schulhaus und hob rahmend die Opferfreudigkeit der Kinder hervor, die bishet in einem ungesunden Gemach dem לימוד תורה oblagen. Vor dem Eingang des neuen Schulgebäudes, wo sich die Gemeinde- und Vereinsmitglieder sowie die Kinder und viele Gäste aus der Umgegend versammelt hatten, hielt Herr Oberrabbiner Unsdorfer, zugleich auch Vereins- Präses, eine tiefbewegte und Begeisterung weckende Anspräche, in der er im Anschluss an treffende Deutungen von Talmud- und Midraschworten den Wert einer Talmud- Thoraschule in unserer Gegend darlegte und das Gebäude seiner heiligen Bestimmung übergab. Bei der darauffolgenden ד ח D ע ו sprachen zunächst die als Gäste erschienenen Herren Friedmann und Krakovits aus Tornola, sodann die Herren Grün, Davidovics und Brauer jun. der Vereinsleitung und ganz besonders Herrn Oberrabbiner Unsdorfer den Dank und die Bewuuderung für ihren Eifer aus, durch den allein alle Schwierigkeiten behoben wurden, die sich einem solchen Werk ln den Weg stellten. Zum Schlüsse ergreiit abermals Herr Oberrabbiner Unsdorier das Wort, um sowohl den Mitgliedern seiner Gemeinde als auch den Förderern der Schule aus der Kongressgetneinde für ihre Unterstüzung der Schule Dank zu sagen. Der Hauptanteil an dem Gelingen des Unternehmens gebühre jedoch den Brüdern in Amerika im ״Central Relief C 0 m m i 11 e e“, die seit vier Jahren durch ihre Zuwendungen im Wege der orth. L a n d e s k a n z 1 e i in Bratislava den Bestand der Talmud-Thora-Schule in Lucenec ermöglichten. Der Herr Oberrabbiner ersuchte sodann die Freunde der Schule, nunmehr mit noch gesteigertem Eifer das Werk zu unterstützen, damit der Verein die Lasten tragen könne, die er auf sich genommen. Mit Gesangs- Vorträgen und Versteigerung des Benschens für tsch K 1000 wurde das schöne Fest geschlossen. Orthodoxe Lau^sversanimlung von Podkarpatho- Russ. Am 4. Kistew fand im Prunksaale der orth. Gemcinde zu Uzhorod (Ungvar) eine wichtige Sitzung der orthod. Landesrepräsentanz von Podkarpatlisko-Russ statt. Es waren erschienen die Herren Oberrabbiner von B e re gszasz. Uzhorod,. Sevljus, Berezna, Bilke, Jassina, Volovoje, Kaszony und Nelipino, ferner die Gemeindevertreter und Repräsentauten von Beregszasz, Uzhorod, Munkacevo, Slatina. Berezna, Muzsaly, Serednoie, Kaszony u. a. m. Auch der Regierungskommissär Desider Neu mann von Munkacevo war anwesend. Es standen verschiedene Fragen zur Besprechung und Entscheidung. Oberrabbiner Kornitzer (Sevljus) eröffnet die• Sitzung bei vollbesetztem Saale und gibt einen Ucberblick über die bisherige Arbeit der Expositur und die Entwicklung der Probleme, um deren Lösung sich die Leitung in der Berichtsperiode bemüht hatte. Infolge seiner Berufung zum Oberrabbiner von Krakau meldet er seine Demission an und schlägt vor, sogleich zur Wahl eines neuen Leiters der Expositur zu schreiten. Eine Kandidierungskommission (zwei Rabbiner und drei Laien) wird gewählt und auf Grund ihrer Vorschlage geht nach geheimer Abstimmung Herr Oberrabbiner Liebermann aus Bilke mit grosser Majorität als Gewählter hervor. Sämtliche Teilnehmer beglückwünschen den neugewählten Expositurleiter und versichern ihn ihrer tatkräftigsten Unterstützung. Die Wahl rief allgemeine Befriedigung hervor, denn Herr Oberrabbiner Liebermann erfreut sich des Rufes eines tüchtigen Mannes, der die Eignung besitzt, die schweren Aufgaben zu erfüllen, die seiner auf diesem Posten harren. Hierauf entwickelte sich eine rege Debatte über den Vorschlag zur Abänderung gewisser Punkte administrativer Natur im Organisationsstatut. Der Vorschlag wird — vorausgesetzt das Einverständnis der Zentralkanzlei in Bratislava — einstimmig angenommen. Regicrungskommissär Nenmann meldet sodann den Anschluss der Munkacser Gemeinde an die Expositur an und bittet um die Aufnahme der jüdischen Gemeinde Munkacs in die Organisation der orthodoxen KuUusgemcinden. Im Zusammenhang mit dieser Frage kommt es zu einem allgemeinen Meinungsaustausch der anwesenden Rabbiner und Vorsteher über alle Fragen, die seit längerer Zeit die Gemüter im Land in Erregung halten. Zum Schlüsse konstatlert der Vorsitzende, dass die orthodoxen Führer in Karpatho-Russ über die wesentlichen Fragen einig sind und dass sie entschlossen seien, auch in Zukunft zürn Wohle des Judentums und des friedlichen Gemeindelebens einheitlich und geschlossen vorzugehen. Am nächsten Tag wurde der neugewählte Leiter an der Spitze einer Kornmtssion vom Gouverneur und den anderen Regierungs• Vertretern empfangen, die auch für die Zukunft die Unter- Stützung der Regierung für alle Bestrebungen zur Kon• solidterunx der. jüdischen Gemeinden versprachen. Bl.