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Jüdische Presse · 1924-12-19 · 51-52 (19.12.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
51-52 (19.12.1924)
Date
1924-12-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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JÜDISCHE PR t.fcb. Univorsitü tsttbllothek, X#, Franz onsritxg• _ kHiiii ORQAN FÜR DIE INTERESSE# DE» ORTHODOXER JUDENTUMS. Erscheint Jeden Freitag. — RedftkttoMichluM: Pftr Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise: Oangjährfg: Für Oesterreich K 120.000, Tschecho-Slowakei tschecA. K. 70, Einzelnummer öst K 3000, das übrige*At1sland 2 Dollar. Zahiuagea für Oestorrach 1 PestneikssscumiVtoa, I 1fr. 13.456; für Mea: Fostspsrkatwiuat Wettehau, Nr. 180.406; für Ungarn! Postsparkassen! ־ “ ־ ־• -“Ticheebo-Slowskel: Post Nr. 50.170s für TscSccbo-Slowaket: Postsparkassauint Frag Konto Nr. 53386; für Jugoslawien: Postsp.-Aat Agrsm.Ko.rT 40.317& f.Ramlnlen: Banen Marmsroacb Blane b Co für Flora»• 6 Co, Bukarest; für die Schwei* t Postacfaeckk. Luasn VU. 1410. Mr. 5•/52 j Wion-Bratinlov■, 18. Dezember 1924 ״TOW דענידסועסססדג כ־ג כסא ■Ta | 10. iehrg. Chronik der Woche. Dr. Michael H a i n i s c 11, der bisherige Bundes* Präsident der österreichischen Republik, wurde Dienstag, den 9. Dezember wiedergewählt. Diese Wiederwähl hat aucli in jüdischen Kreisen grosse Genugtuung hervorgerufen. Anlässlich seiner ersten Wahl erschien bei ihm eine Delegation der österreichischen Aguda-Lcitung, der gegenüber Bundespräsiient Hainisch versichert hat, dass die verfassungsmassigen Rechte der Juden ungeschmälert respektiert werden. Er hat sein Versprechen gehalten. — Der Waad Hair in Petach Tikwah hat geschlossen, für die von Lamza nach Petach Tikwah zu überführende Lomzaer. Jeschiwah ein würdiges Gebäude zu errichten. — Zur Verwirklichung seiner ,Wedle beabsichtigt Rabbi Kuk eine zentrale Jeschikvali in Jeruscholajim zu gründen. Dort sollen nach einer Aeusserung von Rabbi Kuk dem Herausgeber ler ,..1. P. Z.“ gegenüber, alle Zweige der Thora und alle Wissenschaften des Judentums, alles, was zur nationalen und geistigen Wiedergeburt des Judenturns gehört, gepflegt und gelehrt werden. — Anlässlich der Anwesenheit von Rabbi Kuk in der Schweiz fand zwischen ’ ihm und Herrn Jakob Rosenheim aus Frankfurt’ ä. M. eine mehrstündige Aussprache statt, die sich'auf die zurzeit aktuellen . inucrpolitischen Erez-Jisr'pel-Eragcii, insbesondere . auf: den Gemeindegesetz$ntwurf des Waad ״Letmri die "Forderungen der Ägudasf Jisroel, er- Streckten. Die Unterredung trug privaten Charaktef. Nach ״J. P. Z.“ führte diese Aussprache zu keinem positiven Resultat, da eine Einigung nicht erzielt werden konnte. — ln New Yo rk wurde unabhängig rorti Central Relief ,Committee eine eigene Hilfsaktion für Jeschiwoth. in der Slowakei, Ungarn und Siebenbürgen eingeleitet. Das Bureau dieser ״Tom- Ihei-Thora-Aktion“ hat seine Tätigkeit in New׳ York 21 East 115 str. begonnen. Ein Appell, der von Rabbiner Dr. Klein, Moric Neumann, Albert Herskowitz und A. H. Friedmann als Sekretär unterschrieben ist, wurde in das ganze Land gesandt. Das Bureau soll bereits in den nächsten Tagen 2500 Dollar nach Europa senden. (״J. P. Z“) — Am 1. Dezember starb in Amsterdam Rechtsanwalt Dr. Hermann Louis Israels, ein Neffe des berühmten jüdischen Malers Josef Israels. Er hat sich durch sein energisches Eintreten für die Unschuld Kapitän Dreyfus berühmt gemacht. — Aus Ani’ass der tausend* jährigen Zugehörigkeit der Rheinlande zum Deutscher, Reiche veranstaltet die Stadt Köln eine grosse Ausstellung, die die Entwicklung des Rheingebietes in der Zeit vom Jahre 925 bis zum Jahre 1925 zur Darstellung bringt. Es wird auch für eine jüdische Abteilung an der Ausstellung gesorgt werden. — Der Herausgeber der New Yorker ,.Times“, Adolf S.Oxs, hat für eine Synagoge in Tenessee, deren Grund von seinem Vater gelegt wurde, 100.000 Dollar gespendet. — In der ersten Sitzung des neukonstituierten Aufs ich tsrates der Jewish Colonisati0n Association (Ica) für Russland wurde das Budget für die landwirtschaftliche Kolonisation unter den Juden für das Jahr 1925 in der Höhe von 500.000 Goldrubel angenommen. — Oberbaurat Ingenieur Stricker, der bisherige Präsident der österreichischen Zionistischen Organisation, legte die Vizepräsidentenstelle des Zionistischen Aktionskomitees, nieder. — Juden, Mohammedaner und Christen der Stadt Jerusalem gründeten gemeinsam eine palästinensische Freimaurerloge. — In der von Dr. Julius Rotholz veröffentlichten Broschüre ״Die deutschen Juden in Zahl und Bild“ wird festgestellt, dass die Juden in Deutschland noch nicht I Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Laut der weiteren Angaben Dr. Rotholz’ ist der jüdische Prozentsatz in Frankreich 6,4, in Grossbritannien 0,7, Belgien 0,9, im europäischen Russland 0,9, in Deutschösterreich 4,5, in der Türkei 4,5, in Rumänien 4,8, Ungarn 6,3, Polen 12,5 Prozent. In den Ländern Asiens beträgt der Prozentsatz der Juden: ln Sibiiien 0,5, Syrien 1, Palästina 11. In den Ländern Amerikas: Argentinien 1,2, Vereinigte Staaten 3. In den Ländein Afrikas: Algier 1,3, Marokko 3. In Australien leben 0,3 Prozent Juden. — Auf Anregung der Frau Rabbiner Dr. Win ekler wurde in Kopenhagen ein gemeinschaftlicher Handarbeitsabend für Damen und ein ebensolcher für junge Mädchen eingerichtet, dessen Ertrag dem Palästina- und Keren-Hatauro-Fands zufliessen soll Frau Doktor Winckler legt es den Damen an allen Orten Nicht nur das Heiligtum war verwüstet gewesen, . als Mathatias mit dem Rest, der auch diesmal vom Amdiakodausch verblieben war. das Werk der nati> nälen und rehgiösen Wiederaufrichtung vorbereitete. Auch die Träger'des Heiligtums: das jüdische Volk und das jüdische Land waren von den Heiden versklavt worden, das stelze, selbstbewusste Judenvolk duckte sich unter der Willkür des griechischen Eroberers und das gesegnete, anmutige Judenland wimmelte von den heidnischen Söldnerhorden. Das Beth-liamikdasih, das aufgehört hatte, der Wohnsitz Haschems zu sein, weil es aufgehört hatte, als Mittel- Punkt des jüdischen Volksdenkens, Segen, Kraft und Schönheit im Lande zu verbreiten, das Heiligtum G-ttes, des G-ttesVolkes und des G-tteslandes war entweiht worden, weniger durcli die Frevelhand unwissender griechischer Söldner als durch den Unglauben wissender Juden. Zu a:i!en Zeiten der jüdisehen Geschichte wären ja die babylonischen, griechischen, römischen Heerscharen, die unser Heiligtum, unseren Staat und unser Volksleben zerstörten, nur die Vollstrecker jenes grausamen Geschichtsgeschehens, das mit der Gleichgültigkeit gegenüber dem jüdischen Gesetze begann, im Massenabfall seinen Höhepunkt erreichte' und mit der Zertrümmerung unserer nationalen Unabhängigkeit endete. Als dann Juda Makkabi sein mühsames Werk begann, war seine erste Sorge, Volk und Land für den Dienst im Namen und für den Namen G-ttes vorzubereiten. Das Volk, das sich selbst entweiht hatte, und das Land, das von seinem untreuen Volke geschändet worden war, musste wieder geheiligt werden. Dann erst konnte es Juda Makkabi wagen, als Krönung des Werkes die Chanukas habajiss auf sich zu nehmen. Denn wer auf schwankendem, ungefestigten Boden ein Haus errichtet, ist dem gleich zu achten, der mutwillig ein bestehendes einreisst. Die Chanukas hoom und die Chanukas hoorez musste daher jenen wunderbaren Tagen vorangehen, an denen neuerlich die Menauroh im Tempel zu Jeruscholojim Licht hinaussandte, Licht in die Herzen der Juden und von da in das Herz der Welt. warm ans Herz, diesem Beispiele zu folgen und überall solche Abende sofort zu veranstalten. Vom Monate Kislew beginnt in Konstantin bei Lodz eine orthodoxe Monatsschrift für die Jugend unter dem Namen ,,Der C 0 i r“ zu erscheinen. Die Adresse der Redaktion und Administration ist: ״Der Cair“, Konstantynow pod Lodzia, ul. Laska Nr. 3. Mittwoch» den 26. November fand eine sehr eindrucksvolle Massenversammlung der Aguda in Berlin statt, an welcher Dr. Moses Auerbach über die Gemeindeverfassumg in Palästina, Rabbiner Df. Esra Munk über die Zentralratssitzung in Krakau und Herr Emil GoMsohmidt aus Frankfurt über die Tätigkeit der Palästinazentrale refedert hat Am 30. Cheschwan ist bereits die zweite Sendüng von Orangen, diie in Petach Tikwah iim Schmitohjahre gewachsen sind, und daher nicht verkauft werden können, nach Jerusalem eingelangt. Diese Früchte wurden durch den Schmitohfonds der Aguda zur Verteilung gebracht. Chanukas hcom: Das Volk war feige geworden. Die Ungläubigen sprachen: ״Wir wollen einen Bund machen mit den Heiden und ihren G-ttes^ dienst annehmen; ^ir haben allzuviel leiden müssen seit jenen Tagen, da wir uns von den Heiden abgesondert haben.“ Die wenigen, die noch offen sich zur Lehre Mausches bekannten, waren ungewohnt, mit eisernen Waffen sich zu wehren, und als Juda Makkabi sie aufrichtete, warteten sie lieber auf das Wunder, das von aussen kommen sollte, statt die Segnungen Haschems in ihrem eigenen Innern vorzubereiten. Sie missverstanden das Wort G-ttes, die Lehre, die uns doch zum Leben und nicht zum Tode gegeben ist, und erst das eindringliche Bemühen des greisen Priesters Mathatias vermochte ihnen die Beruhigung zu geben, dass die heilige Lehre selbst die Wehr am Schabbos gestattet, wenn es gilt, jüdisches Leben zu retten. Denn was kann ein Schabbos noch für Haschern bedeuten, wenn auch nur ein einziger Jehudi von den Heiden um der Lehre willen niedergemetzelt wird? — Es dauerte lange, allzu lange, bis Juda Makkabi es erreichte, dass die Lehre für die jüdischen Kämpfer zum Quell des Lebens und nicht des Todes wurde ... Bis heisser Wille zur Wiederaufrichtung des jüdischen Staates, der jüdischen Unabhängigkeit in ihnen loderte, und nicht müde Resignation, müdes Geschehenlassen... Erst Simon, der Hohepriester, konnte den Frieden im Lande befestigen. Die Juden waren innerhalb einer Generation ein kriegsgeübtes, verteidigungsfähiges Volk geworden. Die jüdische Selbstregierung war gesichert. Unzufriedene Juden durften es nicht mehr wagen, mit den ausländischen Machthabern gegen das jüdische Gemeinwesen zu konspirieren. Das Volk, das verlernt hatte, den Pflug zu führen und die Weinrebe zu pflanzen, war zu seiner gesegneten Arbeit zurückgekehrt: ״Jedermann beackerte sein Feld in Frieden; das Land war fnichtbar und überreich trugen die Bäume.“ Gleichzeitig mit dieser sozialer und wirtschaftlichen Kräftigung ging die religiöse. Die überlieferte Lehre wurde gesammelt und ihre Ausführung überwacht; man wollte doch die mühsam errungene jüdische Unabhängigkeit Chanukas hoom w' channkas hoorez. Bevor Sie eine Perücke kaufen, versäumen Sie es nicht ־.. Wien• GRÖSSTE international• KUNSTWERKSTÄTTE und BILLIGSTE EINKAUFSQUELLE für PERÜCKEN, SCHEITEL U. TRANSFORMATIONEN 1» OTHMflR SCHIFF, WIEN, 1״ KXRNTNERRINO Nr. 6!TWSS&SMaSVr?.^ t tffsusuchRn I Llafan •alt mehr •!•anderthalb Jahrzahrte n den vornehmst•• orthodoxen Taman •Har Linder PerQokan. 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