Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1924-09-19 · 38 (19.9.1924) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
10 (1924)
Issue
38 (19.9.1924)
Date
1924-09-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2629891-2630051-2630088--1575-2633345
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

V. b. b. ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN i IIIMCPUE BDC66E JÜDISCHE rnflP 0®an *זן ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN i Redaktion und Administration t Wien, 11., Malzgasse 12a. - Telephon 49.054. Tschecho-SIow&kei: Bratislava, Postfach 14!0. Erscheint Jeden Freitag. - Redaktionsschluss: Für Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. Abonnementspreise 1 Qanzjährig: Für Oesterreich K 80.000, Deutschland Goldmark 8, Polen Zloty 8, Tschechoslowakei Kd. 70, Schweiz Frcs. 10, Amerika Dollar 2, Italien Lire 26, England Shilling 7, Rumänien Lei SCO, Jugoslawien Dinar 100, Ungarn K 100.000. Einzelnummer öst. K 2.000. Zahlungen fflr Oesterreich! Posta Nr. 13.458; (&r Polen: Postsparka Nr. 190.409; fflr Ungarn: Postspari Nr. 50.170; für Tscnecho-Slowakei Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: 40.217; {.Rumänien: Banca Marmar 8: Co, Bukarest; für die Schweiz: Po parkaasenamtWieu, Konto ssenamt Warschau, Konto cassenamt Budapest, Konto : Postsparkassenamt Prag, Postsp.-Amt Agram,Ko. N. osch Blanc &C0 für Florenz stscheckk. Luzern VII. 1470. ■r. 38 | Wien-Bratislava, 19. September 1924 .ב*ה ויענה־פרעססבורג כ* אלול תים*ד 10■ Tagung des Zentralrates der Agudas Jisroel. Plenarsitzung des Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel. Krakau« (A. J. P. B.) Montag den 16. Elul!, 10 Uhr vormittags, fand die Plenarsitzung des gesamten Geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel statt. Auf ■der Tagesordnung stand das Programm der kommenden Tagung des Zentralrates. Feierliche Eröffnungssitzung des Zentralrates der Agudas Jisroel. Krakau« (A. J. P. B.) Montag den 16. Elul abends fand die mit grosser Spannung erwartete Eröffnungs- Sitzung des Zentralrates der Agudas Jisroel im Saale des jüdischen Theaters zu Krakau statt. Der Zuschauerraum war überfüllt und viele Menschen konnten nicht in den Saal Eingang finden. Sämtliche Behörden haben ihre Vertreter entsendet und die Tagimg begrüsst Der Präsident des Zentralrates der Agudas Jisroel, Oberrabbiner Sejmdeputierter Aron Lew in- Sam'bor,;begrüsste die Vertreter des iRabbinisehen Rates, den Geschäftsführenden Ausschuss, die Mitglieder des Zentralr a t e s, d ä e Vertreter der Behörden, sowie der erschienenen Vertreter verschiedener anderer Institutionen der Agudas J i s r o e 1. Er entwarf ferner das Programm der Tagung. Feierliche Ansprachen hielten hierauf ein Vertreter des Rabbinates von Krakau, der S c h 10 m e E m u :ne Jisroel i n Polen und der Delegierte der Ortsgruppe Krakau. Die Bedeutung der Tagung würdigten hierauf Jakob R 0 s e n h e i m, Frankfurt a. M., sowie Sejmdeputierter Elias Kirscbbraun, Warschau. Die grandiose Eröffnungsfeier der Tagung hatte gewaltigen!Eindruck gemacht. Die grossen Rabbis bei der Zentralratssitzung« Krakau. (A. J. P. B.) Morgen Dienstag werden hier der G e r e r und Czortkower Rabbi erwartet Zweite Sitzung des Zentralrates der Agudas Jisroel. Krakau. (A. J. P. B.) Dienstag den 17. Elul vormittags 9 Uhr wurde die zweite Sitzung des Zentralrates mit der Wahl des Präsidiums und der Schriftführer eingeleitet. Zu Vorsitzenden wurden Oberrabbiner Sejmdeputierter L e w i n, Sambor, und Rabbiner Dr. Mun k, Berlin, gewählt. Zu Schriftführern: Z. F r ׳i e d m a n n, Warschau. Friedens oh n. Lodz und J a c 0 b s 0 h n, Hamburg. Hierauf ergriff das Wort der Leiter des Geschäftsführenden Ausschusses in Wien, Rabbiner Dr. P i n c h a s K o h n zum Geschäftsbericht. In einer zweistündigen, rein sachlichen Rede schilderte Dr. P. Kahn die ׳bisherige Tätigkeit der Agudas Jisroel sowie ihre Entwicklung!seit der Kenessio Gedauloh. Der Berieht steigerte sich an zwei Stellen zu einer Kundgöbung, und zwar als Redner die Stellung des extrem rechten Flügels der Orthodoxie zu Agudas Jisroel streifte. Redner sprach diie Hoffnung aus, dass auch diese Kreise bald, den Anschluss an das Programm der Agudas Jisroel finden werden. Das zweite Mal steigertes (ich dier Bericht Dr. Kohns zu einem Protest, als der ׳Redner die von verschiedenen Seiten mit ärgsten Mitteln geführte Angriffskampagne gegen Agudas Jisroel Erwähnung tat. Charakteristisch für diese Angriffe, sagte der Redner, sei es, dass die Gegner nicht Agudas Jisroel als Organisation der jüdisehen Orthodoxie •in der ganzen Welt bekämpfen, sondern die Führer der Agudas zu diskreditieren versuchen, um dadurch die Agudas Jisroel-Weltorganisation in den Augen des jüdischen Volkes zu verkleinern. Die Führer der Agudas Jisroel haben bisnuii und werden in Zukunft nie auf diese hässlichen Angriffe reagieren, sie werden durch ihre Tätigkeit für die Agudas Jisroel und dadurch für das ganze jüdische Volk den Beweis erbringen, wie unwürdig diese Kampagne war und ist. Der zweistündige Bericht, der sämtliche Ge- »biete der Tätigkeit der Agudas Jisroel einschloss, hatte auf den gesamten Zentrakat einen grossen Eindruck gemacht. Der Traum des Rabbi. (Fortsetzung.) So vergingen Jahre, die ich ungestört von irdisehen Sorgen ausschliesslich meiner geistigen Ausbildung weihen durfte, und wenn auch nicht glücklieh, so hätte ich doch ruhig leben können, wenn mein Herz nacht oft qualvoll unter der Täuschung gelitten hätte, die ich bezüglich' meiner religiösen Gefühle aufrecht erhalten musste. Ich ahnte es, dass wachsame Augen jeden meiner Schritte, jedes meiner Worte unauffällig belauerten, aber ach — ich darf es nicht leugnen — zugleich empfand ich ein Gefühl des Stolzes, wenn ich wahrnahm, dass hochstehende Männer, mir dem an Jahren so viel jüngeren, mit fast demutsvoller Verehrung sich nahten, als ob sie wüssten, dass ich berufen sei, dereinst zu den hochsten Stellen emporzusteigen. Unsichtbare Hände schienen mir den Weg zu ebnen, auf dem ich vorwärtsschritt. Man gab mir Gelegenheit, in Versamm- Jungen, in denen hervorragendste Männer der Kirche erschienen, Vorträge zu halten, ich wurde unvermutet in Stellungen gebracht, die mich selbst mit regierenden Fürsten und den ihrem Throne zunächst stehenden Flauen in Verbindung brachten urtd meinem brennenden Ehrgeiz schien kein Ziel mehr unerreichbar. Und das änderte sich auch nicht mit dem plötzlieh erfolgten Tode des Priesters, der mich auf diese Bahn gelenkt hatte, von dem ich während dreier Jahre zwar keinerlei direkte Mitteilung hatte, dessen Einfluss und mächtige Han'd ich aber immer und überall zu erkennen vermeinte. Hatte er seine Pläne, die Pläne, die er mit ׳mir gehabt, inzwischen geändert? Oder war er nur noch mit den Vorbereitungen fertig geworden, und 'hielt er es nicht schon an der Zeit, mich in seine letzten Absichten einzuweihen? Ich weiss es nicht und werde es wohl nicht mehr erfahren, denn mir deucht, keiner von den Grossen der Kirche, die seither sich mir genaht, und mich gefördert hatten, besass Kenntnis von dem Ziele, das er sich einst gesteckt. Als iah aber c’jjirch eine seltsame Fügung mit Euch, Rabbi, meinem einstigen, von ׳mir gleich einem Heiligen verehrten Lehrer wieder in Berührung kam, trat ein Wendepunkt in meinem Leben ein. Ich erkannte den Willen des Allmächtigen, dessen Stimme mir ein Halt! zurief. Dieser Stimme gegenüber gab Hierauf wurde die Generaldebatte eröffnet. Als erster ergriff das Wort das Mitglied des Zentralrates J. M. Hebe r. Redner übte eine scharfe Kritik an der Tätigkeit des Geschäft siühreuden Ausschusses und sprach diesem den Mangel einer expansiven Initiative aus. Ferner bemängelte er die Leistungen der Agudas Jisroel in Polen. Die nächsten Redner in der Generaldebatte» Rabbiner Kalmanowitsch, Rakow, Rabbiner Schuster, Sokolko, Rabbiner Lewin, Bendzin; sowie Grossrabbiner Morgenstern, Sokolow, nahmen kritisch Stellung zu den bisherigen Leistungen des Keren Hathora, sowie zu den Erez Jisroel-Arbeiten und!befassten sich mit der Zukunftstätigkeit auf diesen beiden Gebieten. Fortsetzung der Generaldebatte folgt in der N achmittagssitzung. In d'en ersten Nacbmiittagsstunden wird derN Gerer Rebbe erwartet. Die dritte Sitzung des Zentralrates. Krakau. (A. J. P. B.) Dienstag nachmittag wurde die Generaldebatte fortgesetzt. Das Schlusswort hielten Rabb. Dr. K0hn und Jakob Rosenheim. Den Finanzbericht erstattete Komrnerzialrat S. Bon d y. Jakob. Rose a heim rügte die schwachen Leistungen der einzelnen Landesorganisationen. Redner verlangt eine energische Aktion zur Eintreibung! der SchiMingbeträge in allen Ländern. Diese Aktion sei nicht so aus finanzieren, als aus organisatorischen Gründen von׳ grösster Bedeutung. Hierauf wurde die Erez Jisroel-Arbeit einer eingehenden Beratung unterzogen. Sowohl aus politisehen als auch aus wirtschaftlichen Ursachen wurde eine energische Aktion für weiteren Bodenkauf beschlossen. Die vierte Sitzung des Zentralrates. Krakau. (A. J. P. B.) Auf der Tagesordnnug der Sitzung am Mittwoch stand ein Referat über die Ch•inucharbeit und das Palästinareferat. es kein Widerstreben mehr, ihr musste ich Folge leisten. Schon Euer Anblick, Rabbi, erschütterte mich auf das tiefste, rührte alle Erinnerungen an meine Vergangenheiit auf und zeigte mir mit erbarmungsloser Klarheit, was aus mir geworden, aus Eurem Schüler, dem Ihr einst so viel Güte und Liebe erwiesen und a׳n dessen Zukunft Ihr solche grosse Hoffnungen geknüpft hattet. Nur mit der grössten Willensanstrengung vermochte ich meine furchtbare Erregung zu verheimliehen, aber bei jedem Schritte zitterte ich, ich würde Zusammenstürzen. Aber welches Entsetzen fasste mich erst, als ich in der Synagoge ganz unerwartet den Befehl des Königs hörte, es mögen ihm Stellen!aus den Thorarollen verlesen werden! In diesem Augenblicke stand es klar vor mir, dass sich jetzt etwas Schreckliches ereignen würde, das Euch, Rabbi, und auch der ganzen Gemeinde zum Verhängnis!werden müsste. Plötzlich war eine Erinnerung in mir aiifgetaucht, an eine Nacht vor vielen Jahren, in der ich, abwechselnd mit einem anderen Schüler, an d׳em Bette des todkranken Synagogen- Bevor Sie eine Perücke kaufen, versäumen Sie es nicht Wiens GRÖSSTE internationale KUNSTWERKSTÄTTE und BILLIGSTE EINKAUFSQUELLE für PERÜCKEN, SCHEITEL U. TRANSFORMATIONEN ms OTHMAR SCHIFF, WIEN, I., KXRNTNERRING Nr. 6 {?“ÄSI5S5XSSMSZrZ auffsusuchmt! Liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmsten orthodoxen Damen aller Länder Perücken. Spezialist in Brautscheiteln Die Herstellung einer Jeden einzelnen Perücke erfolgt ■ue GARANTIERT DAUERGEWELLTEM NATURHAAR, Individuell dem Gesichte•ngepssst. EN GROS. Greseee Leger u. reichhaltigste Auswahl in PerOeken modernster Frisuren. EN DETAIL. Verlangen Sie die kostenlose Zusendung meines f ■ •rethienanen Kitalogsal 1r Um vor Irreführung 1a xhfltznw, Mit« dts Vonsnsw OTHMAR und cHe Adrene gema »ubeechtenl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.