Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 33 (15.8.1924)
- Date
- 1924-08-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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y, tr _$וו il’ *• ־גי \• * i t » ).! ־ «! Seite 226 JÜDISCHE PRESSE Nr. 33 Eine Aktion der. bessarablschen Aguda für Bodenkauf | in Erez Jlsroel. Kischenew. (A. D. P. B.) Die Sammlungen für Bodenkauf in Erez Jisroel haben begonnen. Die geschäftliehe Stagnation wirkt vorläufig noch hemmend. Man hofft jedoch, für den Herbst mit einem Abflauen der Krise; Die Aktion der Aguda wird erst dann abgeschlossen. Die feierliche Einweihung einer neuen Talmud Thora in Ritowo. Ritowo. (A. J. P. B.) Die Brüder Kruskal von New York ,und Frankfurt haben zum Andenken ihres Vaters; der in Ritowo gelebt hat, ein Haus für eine Talmud1 Thora-Schule gebaut. Die Spender haben das Schulhaus wie die Leitung der Schule Agudas Jisroel übergeben. Die feierliche Uebergabe hat bereits stattgefunden. 1 Eine grosse Aktion zur Erhaltung der orthodoxen Lehrerbildungsanstalt in Litauen. Kowno. (A. J. P. B.) Die Exekutive des Zentralkomitees der orthodoxen Lehrerbildungsanstalt ״Jabne“ hielt am 11. Tammus eine wichtige Beratung ab. An der Sitzung nahmen unter anderem auch Oberrabbiner Feiwelsohn, Kupischki und Oberrabbiner Horowitz Alexota teil. Es handelte sich hauptsächlich um die Sicherstellung der materiellen Existenz der überaus segensreich wirkenden und aus dem Standpunkt der Orthodoxie unumgänglich notwendigen Lehrerbildungsanstalt. Durch die unzulängliehe, und unsichere Hilfe des Central Relief Comittees muss eine andere Basis für die Erhaltung der Anstalt gefunden werden. Im Bewusstsein der grossen Verantwortung haben die Mitglieder der Exekutive persönlich die notwendigen Summen garantiert und für ihre Aufbringung eine grosse und energische Aktion eingeleitet. j Die gedeihliche Entwicklung der neugegründeten Mädchenschule in Tiberias. Tiberias. (A. J. P. B.) Die bei Beginn dieses Schulsemesters ins Leben gerufene orthodoxe Mädchenschule nimmt eine gedeihliche Entwicklung. Die erste Abteilung! ist bereits im vollen Betriebe. In allernächster Zeit wird auch die zweite Abteilung eröffnet. * Vom ״Binjan Hoorez“. Jerusalem. (A. J. P. B.) Die anlässlich der ersten Reise des Gerer Rebbe mit Pfund 15.000 Kapital gegründete Aktiengesellschaft ״Binjan Hoorez“, versendet soeben einen Bericht ihrer Tätigkeit, aus dem zu entnehmen ist, dass die Gesellschaft behufs Förderung der Jischuw und der Allia gegründet worden ist. Die Gründer der Gesellschaft sind: Qrossrabbiner A. M. Alter, Gora Kalwaria, A. D. Eisner, Tobias Bialer, Mosche Wojdislawski, M. Eisner in Lodz, Dawid!Weingarten und Isaak Fried-* mann in Jerusalem. Die Gesellschaft hat bis jetzt in Jaffa einen Bauplatz von 3600 Quadratmeter erworben und die ersten Bauten, 19 Geschäftslokale, bereits durchgeführt. Die Arbeiten wurden zum grössten Teil durch religiöse Arbeiter ausgeführt. Der Normalwert einer Aktie beträgt Pfund 10. In allen Angelegenheiten der Gesellschaft wendet man sich in Erez Israel an Dawid Weingarten (Jerusalem), oder an M. Eisner (Lodz, Dzielna 36). Rabbi Abraham Grodzenskl in Jerusalem. Jerusalem. (A. J. P. B.) Rabbi Abraham Grodzenski einer der Leiter der Slobotkaer Jeschiwa, kam nach Jerusalem. Seine Ankunft steht mit der Ueberführung eines Teiles der Slobotkaer Jeschiwa nach Jerusalem im Zusammenhang. V Die Verhaltungen im Zusammenhänge mit dem Mord an de Haan. Jerusalem. ,(A. J. P. B.) Die bisherigen Verhaftungen im Zusammenhang mit der Mordaffäre scheinen auf falschen Voraussetzungen zu beruhen. Es ist der Polizei bis zum heutigen Tage, trotz der hohen Prämie vori Pfund 2000 für die Ergreifung des Täters, nicht gelungen, eine richtige Spur zu finden. * Erhöhte Tätigkeit der amerikanischen Aguda. New York. (A. J. P. B.) Wie das Hauptbureau der amerikanischen Agudas Jisroel mitteilt, entfaltet Agudas Jisroel in Amerika eine energische und erfolgreiche Tätigkeit sowohl für Keren Hathora wie für Erez Jisroel. Die amerikanischen Delegierten werden zur nächsten Zentralratssitzung praktische Vorschläge für die weitere Arbeit in Amerika mitbringen. Bücher and Zeitschriften. Dr. Nathan Birnbaum in der Redaktion der jüdischen Monatsschrift ״Menorab“. In die Redaktion der ״Menorah“ (Monatsschrift für die jüdische Familie) sind mit 1. Juli die Herren Dr. Nathan Birnbaum und Dr. Robert W e i s s eingetreten. Herr Dr. Birnbaum gehört bekanntlich zu den führenden Persönlichkeiten der Agudas Jisroel,Herr Dr. Weiss ist Mitglied des Misra chi. Das vorliegende Juliheft zeigt, dass die neue Redaktion sich bemüht, bei ihren Leserh Verständnis für die überlieferte altjüdische Kultur zu wecken. Aus dem reichhaltigen Inhalt erwähnen wir den gedanklich wie sprachlich vollkommenen Artikel Dr. Nathan Birnbaums über den Sabbat; eine gelungene Uebersetzung aus der von glühender Erez Jisroel- Liebe übersprudelnden Drischat Zion des Thorner Raw Hirsch K a 1 i s c h e r; S. Schaohnowitz, der bekannte Dichter und Redakteur des ״Israelit“, plaudert über seine litauisehen Reiseerlebnisse, wozu der Maler Hermann Struck künstlerisch hervorragende Studien aus demlitauisehen Milieu beifügte. Ferner finden wir in dem glänzend illustrierten Heft noch einen Roman, der die Person des Baal-Schem zum Mittelpunkt hat, religiöse Gedichte von Uriel Birnbaum und Oskar Neumann. Aber auch für die Unterhaltung ist gesorgt: Kleine ״Moschelchen“, Plaudereien über Schach, Reise und Mode. Der Fraueriteil bringt gute Rezepte für die koschere jüdische Küche, so dass in der ״Menorah“ wirklich für die ganze jüdische Faniilie ״gesorgt“ ist. Wir können unseren Lesern das Abonnement dieser wirklich jüdischen Monatsschrift, die Altes in neuem, modernen Gewände bringt, auf das wärmste empfehlen. Der Bezugspreis für sechs Hefte (ein Jahr) ist K. 80.000. Die Adresse der ״M enorah“ lautet: Wien, 9. Bezirk, Berggasse 31. Briefkasten. Dunkle Vergangenheit. Wir haben nichts zu erklären. Die J. P. lässt sich, und dies haben wir bereits einige Mal erklärt, in die niedrige, persönliche Hassat-׳ atmosphäre nicht hineinziehen. Wir hoffen, dass die angekündigten Massenklagen auch eingebracht und vor Gerieht die nötige Klarheit bringen werden. — Agudist. Sie glauben, dass die Taufe des Sohnes von Dr. Herzl amt 20. Todestage des Vaters in der Wiener Dominikanerkirche geeignetes Propagandaargument für die Aguda' wäre. Wir erlauben uns anderer Ansicht zu sein. Herzl ist nun einmal eine historische Persönlichkeit, dessen Wert und Bedeutung keinesfalls an einer niedrigen Hand4 lung seiens Sohnes gemessen werden darf. — Misrachist. Feinde kann man nicht wählen, vielmehr muss man sie als elementare Schicksalsschläge hinnehmen. Verantwortlieh sind — und dies lassen sie sich in aller Klarheit; sagen — bloss die Freunde, die ja freies Wahlrecht haben. — A. J. P. B. Das Abonnement beträgt 1 Dollar pro Jahr. 00000000| ]00000000 TSCHECHOSLOWAKEI. Agudas Jisroel-Ortsgruppe in Bratislava. Unter dem starken Eindruck, denn die Reden des Herrn ,Öberrabbiners Schapira aus Sanok auf die jüdische Bevölkerung von Bratislava ausgeübt' hat, versammelte sich am שבת &' פנחס eine grössere Anzahl von angesehenen Baalebatim und jüngeren Agudisten im Agudalokal, um über die Reorganisierung und Aktivierung der Pressbufger Ortsgruppe zu beraten. Die Sitzung wurde von Herrn Wilhelm K 0 h n eröfnet. Herr Braun legte die Prinzipien dar, nach denen in Zukunft in organisatorischer Beziehung unter der orthodoxen Judenschaft in Pressburg gearbeitet werden sollte und wies im einzelnen die Schäden nach, die im jüdischen Leben der Pressburger Gemeinde sich zeigen und noch zu befürchten seien, wenn nicht ungesäumt eine rege organisotorische Tätigkeit im Sinne der Agudas Jisroel beginnen sollte. Der als Gast anwesende Herr Wolf Pappenheim aus Wien sprach als ״alter Pressburger“ über die tiefe Wirkung, die eine jede Tätigkeit auf organisatorischem Gebiete auch auf die Erstarkung und Erweiterung des חיזוק חדת ausübt. Herr Markus Fürst erzählte von dem Eindruck, den die ״Kenessijoh Gedauloh“ auf ihn und die Anwesenden machte und drängte auf sofortige Bildung eines Komitees,{ das sich die Propagierung der Aguda in Pressburg zum nächsten Ziele setze. Nachdem noch die Herren Jer. ' D u s c h 1 n s k y, Vorsteher Benedikt, Lehrer Weiner, I. B. F i s c h h o f, P o 11 a k, K o 1 k e r u. a. sich für die .Notwendigkeit energischer und rastloser Tätigkeit einsetzten, wurde im Sinne des Vorschlages Fürst, beschlossen und ein grosser Teil der Anwesenden meldete sich auch zum Eintritt in das Organisationskomitee. Dieses Komitee hat sich am nächsten Tage unter Vorsitz des Herrn Markus Fürst konstituiert und begann auch bereits, sein Programm durchzuführen. Eine orthodoxe Gemeinde in finanzieller Bedrängnis. Wie wir erfthren, befindet sich die junge, vor fünf Jahren unter grossen Opfern begründete orthodoxe Gemeinde in Banska Bystrica• (Beszterebänya) in grosser Not Die Gemeinde, die ganz klein begonnen hat, musste bald im ersten Gründungsjahr alle Institutionen ins Leben rufen, die das religiöse Gemeindeleben erfordert. Trotz der grossen materiellen Lasten, die sich die nicht sehr gut situierten Mitglieder auferlegten, musste die Gemeinde Darlehen aufnehmen und Zinsen zahlen, die ihre Leistungsfähigkeit übersteigen. Dadurch geriet sie in eine Not, aus der sie nur befreit werden kann, wenn die anderen orthodoxen Gemeinden ihr zu Hilfe eilen. Es wird jetzt eine. Aktion eingeleitet, der Gemeinde ein zinsloses Darlehen zu bieten. Ein Teil der Darlehensscheine wird jährlich amortisiert. Auf diese Weise würde der Bestand der Gemeinde gesichert werden. Wie bekannt, befindet sich in weitem Umkreise der Gemeinde Banska Bystrica keine andere orthodoxe Gemeinde. — Dem Vernehmen nach hat die Pressburger Gemeinde beschlossen, sich an die Spitze der Hilfsaktion zu stellen. Mögen andere Gemeinden bald folgen! J Vortrag über Erez Jisroel in Stupava (Stampfen). Man schreibt uns aus Stupava: Auf seiner Heimreise aus Karlsbad weilte hier über שבת zum Besuohe des ihm befreundeten Hauses, unseres Ehrw. Herrn Oberrabbiners M. S. Herzog ג״י der bekannte Freund und Kämpfer für Agudas Jisroel, Herr Sally Guggenheim, Grossindustrieller aus Basel-Allschwil. Ueber Ersuchen Sr. Ehrw. hielt er uns im Bps-Hamidrasch einen fesselnden eineinhalbstündigen Vortrag über seine Erlebnisse und die Verhältnisse in Erez Jisroel, über die persönlichen Eindrücke, die er während seines zweimaligen Aufenthaltes על אדמת קדש vor nicht gar so langer Zeit, dort ge- Wonnen hatte. Se. Ehrw. begrüsste seinen illustren Gast vor dessen Afführungen mit den Worten: Wenn sonst בין חמצדם in diesen Trauertagen נם בכינו בזכרנו wir ganz besonders zu Boden gedrückt, weinend unseres ציון וירושלים eingedenk sind, so haben wir ob der jetzt ln ירושלים herschenden traurigen Verhältnisse und Ereignisse doppelte Ursache dazu. Wenn wir nun den wiederholten Besucher ארץ ישראל׳ם diesen vorzüglichen Kenner der palästinensischen Verhältnisse ersuchen: שירו לגו משיר ציון uns das heutige Zion zu schildern, wie dort — im Gegensätze der vielen Pressestimmen anderer Organisationen — das wahrheitsgetreue Bild der Lage ist, so möchten wir eingedenk des אם אשכחך ירושלים uns durch diese Beschreibung — gerade in diesen Tagen die Erinnerungen an ציון in unser Herz prägen, um durch ' Rückkehr, aufrichtige תשובת zu תורת und יראה bald das Glück zu haben, das *שיר ד im Vereine mit den durch שלום geeinten ״ אחב־יי®bon על אדמת קדש singen zu können! Hierauf schilderte Herr Guggenheim seine Eindrücke, die er während seines wiederholten Aufenthaltes in ארץ ישראל in sich aufgenommen, in ausführlicher Weise. Entsetzt lauschten die Zuhörer auf die persönlichen, wahrheitsgetreu geschilderten. Erlebnisse des illustren Redners, wie der heilige Boden in ארץ ישראל wie unsere heilige Sprache durch ״jüdischen“ Organfeationen angehörenden מחללי שבת Ußd אוכלי טריפות, denen der מזרחי den כשר -Stempel aufgedrückt, entweiht und missbraucht wird, wie durch das viele שקל-Geld direkt oder indirekt die Erhaltung von Theatern, Kinps und anderen die תות״ק negierenden Lehrinstitutionen machte hier den Reue verratenden Zwischenruf: ״Jetzt wissen wir wenigstens wohin unsere שקלים und die ddii armen Leuten aus ihrer Tasche gerissenen Gelder wandern“. Der Vortragende reagierte auf den Zwischenruf mit dessen trauriger, aber wahren Enunzierung. Dann ging Redner mit Wehmut zu dem traurigen Schicksal seines Freundes, Prof. de Haan, mit welchem er viel zusammenarbeitete, über. Dieser traurige Fall spricht Bände von dem Hass, mit welchem man nicht von arabischer Seite gegen die יראים in ארץ ישראל arbeitet. Der arabische Vizegouveneur in Jerusalem hat Redner gegenüber nachdrücklich betont, dass der Hass des arabischen Volkes sich keineswegs gegen die frommen Juden richtet, die in Erez Jisroel wohnen oder sich dort niederlassen. Auch der B e 1 s e r Rebbe נ״י ■mit dem Redner auf seiner Reise im Zuge zusammentraf, liess sich über Prof, de Haan, so erzählte der Vortragende, Bericht erstatten und konnte die den traurigen Fall begleitenden Umstände kaum fassen! Doch meinte Redner zum Schlüsse, hat Prof, de Haan nicht nur im Leben, sondern auch mit seinem Tode, der von ihm vertretenen heiligen Sache grosse! Dienste geleistet, die die ישועת um ein Stück nähergerückt haben. Stürmische ייש״ס-Rufe belohnten die spannenden, mit grösster Aufmerksamkeit angehörten Schilderungen. Auch auf diesem Wege sagen wir dem Vortragenden Dank für seine interessanten, uns aufklärenden Ausführungen. Es wäre lohnend, durch solche populäre Vorträge die irregeführten Massen in allen Gemeinden wieder der תות״ק und dem אמת zuzuführen. Die IV. Internationale Donau ־Messe findet statt vom 23. August bis 2. September 1924. 18 Aussiellungsgruppen. 33°/0ige Ermässigung auf den Eisenbahnen. Anmeldungen an die Direktion der Messe, Bratislava) Hafenstrasse. Telephon 57-7-78 Scheitel; Perücken Transformationen Braatfrlaaren aus allerfeinstem dauergewellten Naturhaar liefert für die vornehmsten orthodoxen Damen der bekannte Spezialist für individuelle Frisuren Carl Polak framenfffiseair Wien, IV«, Schleifmühlgasse 3 prompt und biUigst für In- und Ausland en?ros and en dötalL ' Bei Bestellungen■ von. auswärts erbitte genaues Haarmuster und Angabe des Masses von einem Ohr zum anderen. 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