Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 26 (27.6.1924)
- Date
- 1924-06-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 26 JÜDISCHE PRESSE Seite 177 da wäre, uirt ihnen den Zugang zu den orthodoxen! Wählern zu verschaffen. In ihrer Zeitung erschienen jede Woche allerlei Bekanntmachungen, bald vom ״Volksverband“, bald von der ״Jüdischen Partei“ unterzeichnet, um die naiven (wirklich sehr naiven) Leser an die Identitat dieser beiden, ihrem Inhalte nach verschiedenen und zum Teil sogar entgegengesetzten Begriffe zu g e w ö 11י nen. Die Begriffsverwirrung schien ihnen endlich er-r reicht. Da erschien eine Mitteilung, dass der ״Volksverband“ eine Tagung seiner Mitglieder und zugleich der Delegierten der ״Jüdischen Partei“ nach Poprad einbe-' rufe. Das tat der ״Volksverband“. Die ״Jüdische Partei^ hat diese Tagung natürlich nicht einberufen. Von der ״Jüdischen Partei“ waren auch Delegierte zur ״Tagung“ nicht erschienen, obwohl eine Anzahl Herren (und vielleicht auch Damen!) in Bratislava und in der Provinz׳^ von einem sonst ehrenwerten Herrn Qua stier auf dem Briefbogen des ״Volksverbandes“, mit der Unterschritt ״Bevollmächtigter der Jüdischen Partei“, Zuschriften erhalten hatten, wonach sie zu Delegierten für die Poprader1 Tagung gewählt (von wem?) seien. Die Zionisten kamen also in Poprad zusammen und sie hatten das Vergnügen! (abgesehen von einigen ״Renommier-Orthodoxen“), ganz ״unter sich“ zu sein. Was sie miteinander als ״Jüdische Partei“ eingeübt haben, ist für die Mitglieder der Jüdfsehen Partei ebenso belanglos wie das, was sie miteinander als ״Volksverband“ beschlossen“ haben. Die^ ״Jüdische Partei“ wird von der ganzen Komödie wohl: keine Notiz nehmen. Sie wird ihre Wege gehen und ihre; Wähler nach den Beschlüssen ihrer eigenen Vertreter informieren. Die Orthodoxie sieht in der politischen Betätigung ein Gebot der Zeit. Sie wird dabei von den wohlverstandenen Interessen ihrer Ideale geleitet. Zum Komödiespielen hatsie aber keineZeit. Die Zusammenkunft in Poprad bleibt eine zionistische Privatvorstellung. Civis Judäus. Lublin und Munkacs. זו לעומת זו. Erste Nachricht: Die Jeschiwoh. In der ganzen Stadt Lublin herrscht Festesstimmung. Aus allen Weltrichtungen strömen Tausende und Aber-׳ tausende herbei. Die bedeutendsten Rabbonim, die verehrtesten Zadikim des In- und Auslandes sind angelangt, und in ihrer Begleitung jüdische Massen, wie man sie^ selten sieht. חדרת מלך in schönster Ausprägung. Was geht vor? Ein Fest der זת1רח הקדושה• Auf allen׳ Lippen Freude und Jubel über den Fortschritt der wahren jüdischen Kultur, dem das Fest gilt. Zu einer, Jeschiwoh wird der Grundstein gelegt, an einer Stätte,; die einen guten Klang hat in Israels Lehrhäusern. Eine? Million Ziegel, Berge von allerlei Baumaterial sind auf dem Grundstück aufgestapelt, der grösste Teil der erforderlichen Baukosten ist aufgebracht. Jüdische Begeisterung ifülr תולה und אמונה I Die Aermsten der Armen geben gerne und der Reiche schätzt sich glücklich, aus voller {Hand spenden zu können. ,Eine ״Weltjeschiwoh”, das heisst eine Jeschiwoh für כלל ישראל soll es werden! Das bringt Agudas Jisroel zuwege בעזח״י. Zweite Nachricht: Das Gymnasium. Einer fast unglaublichen Zeitungsmeldung nach hat die . , Stadtgemeinde Munkacs vor einigen Tagen auf Antrag eines zionistischen Gemeindevertreters mit 11 ge■׳ gen 3 Stimmen den Beschluss gefasst, den Zionisten zur Errichtung eines sogenannten ״hebräischen Gymnasiums”!60.000 tschech. Kronen zur Verfügung zu stellen. registrieren vorläufig diese Nachricht mit dem grösste^ Vorbehalt. Denn es erscheint uns ungeheuerlich, als Tat4 Sache anzunehmen, dass eine Stadt mit vorwiegend relii giös-jüdischer Bevölkerung die auch von frommen Ju־J den erhobenen Steuern dazu verwenden sollte, um müf dem Gelde zur Errichtung einer Unterrichtsanstalt beizutrügen, die nach Ansicht aller massgebenden religiösen Autoritäten des Landes die Jugend dem Abfall in die Arme zu treiben, geeignet ist und keineswegs einem wirkliehen Bedürfnis entspricht. Eine Frage ,muss jedoch für alle Fälle gestellt werden: Wo waren die ortholdoxen Gemeindevertreter, als man über diese Frage verhandelte? Zeitigt die Bundesgemeinschaft ihres Oberrabbiners mit den Zionisten solche Früchte? Präsident Masaryk für ein jüdisches Alters-Asyl in Kosice. Wir berichteten bereits über die dankenswerten Bem&hungen des Herrn Jurovics, in Kosice ein jüdb sches Altersasyl zu errichten. Trotz der Schwierigkeiten die sich der Verwirklichung dieser Idee, die einem allseitig empfundenen sozialen Uebel abhelfen will, in den Weg stellen, arbeitet Herr Jurovics unermüdlich an der Ausführung des Planes und wirbt dafür in allen Kreisen! Anhänger. Vor einigen Tagen erhielt nun Herr Jurovicsl die Mitteilung, dass Herr Präsident Masaryk für diesen Zweck tschech. K. 3000 spendet. Dem Beispiele des edlen Staatsoberhauptes werden Voraussicht^ liph viele Glaubensgenossen folgen und damit die Verwirk- Üchung des Projektes beschleunigen. תורה ■AD-Elnwefliiiiig In Novd Zamky. Am ersten Tag שטעות wurde das von Frau We. Daniet Braun gestiftete prachtvolle ו* תורח£& feierlich einge-!weiht. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner .Tigermann hielt aus diesem Anlässe eine alle Herzen begeisternde Rede Über die Bedeutung des Tages und der כתיבת flflRt ml Die Piestianer Kurdfrektion für jüdische Anne! Aus Piestiany wird uns berichtet: Die Kurverwaltung hat dem rührigen Präses der jüdischen Volksicüche Herrn Jeremias Stern 50 Anweisungen zum Oebrauch des Bades während der Saison für unbemittelte( jüdische Kurbedürftige unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der Direktion gebührt für dieses Geschenk Anerkennung. Bei dieser Gelegenheit sei auch Herrn Jeremias Stern als Leiter der Volksküche für seine ratlosen Bemühungen im Interesse der Wohltätigkeit öffentlich Dank gesagt. ו { Schomre Schabbos-Stellenveraiittlung des L. V. der A. J. Jugendgruppen in der Slowakei. BRATISLAVA, Turnergaese 14—16. Offene Stellen: 1. Lehrling in Schnittwarenhandlang. 2. Lehrling in Modewarengeschäft 3. Kommis in Spezerei- und Kolonialwarenbranche. 4. Deutsches Fräulein als Stütze der Hausfrau (in Kochen und Nähen versiert). Stellensuchen de: 1. Junger Mann, I8j., Mode- und Schnittwarenbranche. 2. Junger Mann, 21j., Lederbranehe. 3. Junger Mann, 23j., Eleve, Landwirtschaft (Bescheidene Ansprüche.) 4. Lehrling in llode- und Wirkwarenbranehe. &. Lehrling in Kurzwarenbranche. 6. Buchhalter, 18j., (Absolv. d. Handelsakademie). 7. Lagerist (Vertrauensstelle). 8. Sehneiderlehrling (gegen Kost und Quartier). 9. Kommis in Kurzwarenbranehe. 10. Holländischer junger Mann, Buchhalter, mit Abiturienteu- Examen (spricht Holländisch, Deutsch, Französisch, Engl.) in beliebiger Branche. Mässige Ansprüche (event. Kost, Logis), besonderes Gewicht wird auf freie Zeit zum Lernen gelegt. 11. Lehrling, l&j., in jeder Branche (gegen K0Bt und Quartier). NB• Wir machen die Interressenten aufmerksam, dass nur solche Briefe beantwortet werden, welchen Retourmarken beigelegt sind. ״J* P.* Kalendarium. wieiab dmfctasteal'BiittcnM Qm KAMMiflsaaik eziai jarfA Kunei WM.2 DacKet Bratet Kocbei erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S, B. 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Siwan קבלת שכח: 7.30 שלח 'S שכת Morgengebet: 6.15 und 9.30, Minchah: 12.16. Um 3.30 Vortrag von סרקי אבוח anschliessend Minchah מוצאי 8.50 ,ש״ק. An Wochentagen, Morgengebet j 5.16 und 6.00, Minchah: 7.30, Freitag den 2. Thamus 7.30 •*קבלת שכח Uhr. Die Mädehengruppe der Agudas Jisroel gratuliert herzliebst ihrem verdienstvollem Mitgliede Fräulein Halwine Baumgarten anlässlich ihrer Vermählung. 5ttllenansscbreibt1ng. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Neunkircben (Niederösterreich) wird per sofort ein חזן שרב *»(genommen. Derselbe muss קבלוח TOn orthodoxen Rabbinnern besitzen. Fixum l1/« Millionen monatlich. Gehörig belegte Gesuehe mit Angabe des Alters und Familienanzahl wollen an die israelitische Kultusgemeinde Neunkirchen gesendet werden. Reflektanten die einen streng religiösen Lebenswandel nachweisen können, werden eventuell zwecks Besetzung dieser Stelle ausgebildet. אויט. ארמה. אחר. געמייגדע אין קלוזש, קלוחענבורג. 'ביה. קאיש ט" סיון תרפ״ד לפיק ש ו ח ט ■ רן א 3 י! ו ר ז♦ סיר זוכען אייגען שוחט ובודק מומחה לרבים ירא שמים אים אלמער אונטער 40 יאהרען דער די סעהיגקייט אינד געניעגענדע פראקסיס כעזיטצט אן איינער נראסער שחיטה, ודע עס די היעזיגע איזט, אלס שוחט ראשון מיטצדווירקען. 1 אפערטען מיט קבלות פאן ארטה. רבנים אונר צייבניססען איבער ביסוזעריגע ודרקזאמקייט אונד אננאכע רעם אלטערס אונד סאמיליען־שטאנדעס זינד צו ריכטען אן די אדדעססע: Comunitatea isr. orth. auth. Cluj (Rumänien) Str. Dubalnrielor 1 ביז חצי תמוז הבע״ל. נור בערושענע וזערדען צום נסיון צוגעלאסען. דער פאסטען איוט עווענטועל זאסארט צו בעזעצען. מי גלייכער קוואליפקאציאן גוטער בעל תפילה בעפאר־ צוגט. געהאלט לויט איבעראיינקאמעו. Der Vertreter: Samuel Adler Löffler Ludwig Neu mann Suche einen jungen orthodoxen Mann als Hauslehrer für Kinde» im Alter von 6 bis 14 Jahre. Verpflegung im Hause, Gehalt laut Uebereinkommen. Offerte an M. BLUM. Krumbach, N.-Oe. Bessere jüdische Frau sttc׳ht Posten als Stütze der Hausfrau oder Aehnliches. 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Hotfizetten, Jausen, sowie auch andere Festlichkeiten» auch ausser Haus» werden anfs feinste ausgeführt Inhaber: BENJAMIN SCHREIBER VlMhMMfem JO|EP KOBLITZ A SOjftJI für Vor1lR1>1•r- «> KPchnaMÖb•!. a1$Bt• üaipahh Willig VII«• Slabanstarngaisa 13.