Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 5 (1.2.1924)
- Date
- 1924-02-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 36 JÜDISCHE PRESSE Nr. 5 # Zur Saison I Belebe ▲nswahl neuester Pelsinodelle In sämtl. Pelzarten Pariser and Wiener Gesehmack rerelnt — erzeugt nur in eigenen Werkstätten unter persSnl• Leitang des bestrenommierten Inhabers der Firma Herr Sigmund Gwtbwann, erdfifnete die Sitzung, begrüsste die Erschienenen', gab einen Rückblick über die geleistete Arbeit und bat um die tatkräftige Mitarbeit sämtildier .Mitglieder, -um den Aufgaben •des Vereines ln noch grösserem Masse naohkommen zu können. Vizepräses Samuel Deutsch referiert als Vorsitzender der Palästina- Sektion über die Erfolge derselben/ die in kurzer Zeit den Betrag zum Ankäufe von 16 Ounam Boden’ in Palästina aufgebracht ,hat* Nach dem Finairzref-erate de« Kassiers Moses Grossberger dankte Präses Guttmaon für das bisher seitens sämtlicher Mitglieder bezeigte Vertrauen. Hierauf ־Wurde unter dem Vorsitze des Alterspräsidenten Herrn Heinrich Keller zur Wahl der -neuen Leitung geschritten. Das Ergebnis• der Wahl ist: Präses Sigmund Outtmann; Vizepräses Samuel Deutsch; Kontrollor Julius Glied; Kassier Moses Grossberger;!Sekretär Wübelm Nieder mann. Repräsentanzmitglleder: Eugen Kohn, Arpad!Holländer/ Samuel Gingold, Laszlo (Berger. Ersazmitglieder: Ignatz Danzinger und Pbilipp Roemer. 'Sammelerfolg der Palästinasektlon des Selbstbildungs- Vereines konservativer Richtung!jüdischer Jugend, ßubo- »tlca. Wie bereits gemeldet,!hat die obgenannte Palästina- Sektion ׳ln den jüngsten Wodien im Kreise Ihrer Oesln-mingsgenossen mit einer Sammlung für ׳den Ankauf von Boden in Palästina-, dessen Wichtigkeit im Rahmen der ChanukafeleT des Vereines klar gdegt ׳wurde, ׳begonnen. Diese Sammlung ergab bis (jetzt folgenden Erfolg. Es zeichneten: Sandar Rosenfeld, Marton Rosertfeüd fe 4000 Dinar; Jakob!Berger, Albert Boschan, Hermann Deutsch, Andor Deutsch, Salamon Gingold, Wilhelm Glied,!Ignatz Grosberger, David Reiss, -Zöltan Rosenthal je 3600 Dinar; Kaloman Szenes -12S0 Dinar; Frau Rafael Hartmann, Bernat Glied, Eugen Outtmann, iMor Paloz je 1000 Dinar, Josef Budisbäum, Jakob Glied׳, Armin Glied je 500 Dinar,!Dr. -Samu Boschan, Josef Winkler ׳je 250!Dinar; Wolf Klein 1150 Dinar; Mayer!Hauer, Moses Klein und Simon Kohn je 100 Dinar. Den zu dem Kaufpreis!von '16 iDumaim (Boden fehlenden Betrag, zirka 5000 Dinar, ersetzt der SeJbstbiklungsveireln aus eigener Kassa. Ktmäniett. Die Aguda an der Arbeit. *Vergangene Woche ׳brachte ein hier seit kurzer Zeit erscheinendes!Blatt •die!Meldung, es ׳wären in die orthodoxe Kultüsgemeinde!in Oradea-Mare 70 M-israchisten׳ gewählt *worden; als ob in dieser KehSll-0 ernstlich 70 orthodoxe Juden!wären, die auf ihr Gewissen!nähmen, sich öffentlich mit dem Sdiulchan Aruch durch Zähllung des Schekels in Widerspruch zu setzen. Uebrigens ist es allgemein bekannt, dass!in diesem Falle eine geschlossene Wahlenthaltung sämtlicher agudisbisch orientierten Juden dieser Gemeinde vorlag. Mit umso grösserer!Befriedigung geben!wir der *Nachricht Raum, die von einer erneuten Anspannung aller Kräfte unserer Gesinnungsgenossen in Oradea-Mare zu berichten weiss. Bel einer kürzlich unter dem Vorsitze des Herrn Strasser elriberufenen Besprechung der dortigen Jugendgruppe wurden nicht weniger als 40 *neue Mitglieder aufgenommen, eine Zahl, d׳ie sich im Laufe dieser Woche durch schriftliche -Anmeldungen׳ bereits verdoppelt hat. Mehrere Schiurim wurden eingerichtet und! Herr Sternberg spendete 10.000 Lei für die Aguda-Kolonie in (Bnei Brak. Für den 08. Schwat wurde von der dortigen Orts- und Jugendgruppe ein Massenmeeting einberufeu, das zu den laufenden Angelegenheiten, ׳wie auch zu den wichtigsten Aufgaben, die der Aguda beworsteben, Stellung nehmen -wird. Es ist auch psychologisch bedeutsam, dass diese fälschlich als «Misraahisten“ bezeichneten Herren unter bezug auf ihre Be- Schlüsse der Kenessio Gedaulo zu einem Bankett eingeladen wurden, dessen moralischer Erfolg,eine Palästinareise unter Führung unseres Gesinnungsgenossen, des allseits verehrten Oberrabbiners Fuchs ln Grosswardein sein soll. Die Herren wollen aktive Palästinaarbeit im!Geiste der Thora, so wie sie von!der Kenessio Gedaulo festgesetzt wurde, leisten, und niemand wird froher sein als die Leitung ׳der Aguda, ׳diese als zielbewusste Mitarbeiter!in!ihren Reihen aufnehmen zu können. Zu gross sind fast die Aufgaben, die der Erfüllung durch sämtliche Agudisten der Welt harren; jedes einzelne Ressort des Keren!Hataurah, des Keren Haiischuw, des Keren Brez Jisroel usw. muss neue Kräfte ih-eranziehen, d׳amit der Name Agudas J i s r 0 e 1, als Verband aller, die sich Macht ilires Gesetzes treu des Ehrentitels Jisroel erfreuen dürfen, voll und ganz zum Ausklang gelange. « Schweiz. Delegiertentag der Landesorganisation der Agudas Jisroel ln der Schweiz. Zürich: (A. J. 1P. B.) Am!18• und 19. Schwat fand de!r Delegiertentag der Landesorganisation der Agudas Jisroel im Zentralhof Baden! statt. Sämtliche Orts- und Jugendgruppen haben Delegierte entsendet. Der G. A. ׳wurde durch Dr. E h r m a n n vertreten. Präses der Schweizer Landes- Organisation Herr Rosem zweig eröffnete die Versamm- STATT KARTEN. Wir laden hiemit höfl. sämtliche Verwandte, Freunde und Bekannte zu unserer TRAUUNG ein, welche Dienstag, den 5. Februar 1924, um 1/al Uhr mittags, in Baden bei Wien, Restaurant Stern, Antonsgasse, stattfinden wird. Wien, den 1. Februar 1924. Käthe Bermann Reichenhall-Meran Samuel Friedmann Mattersdorf-Wien SCHEITELN, PERÜCKEN 0. Transformationen la feinster u. modernster AuafUhrangl Mit •laiam Griff mohern frisiert Erste Wiener DAUERWELLEN (gekochtes Haar) WASSERONDULATION nach dem neuesten Verfahren von 250.000 Kronen aufwärts. Als besondere Spezialität: SCHEITELN AUF HAUT gearbtl« •t, * glnzlich u a> ksnatlich Im Tragen• Sämtliche Reparaturen wie auch Wasserwellungen werden übernommep. Provinzversand wird, prompt effektuiert Werkstätte für moderne Haarkonfektion FR. JEREMIAS M.LIPPEL j Wien, II., Sftefanleslrasse 7 (Jetzige Ho iaadst י lung und -erstattete den Tätigkeitsbericht für das verfllossene Jahr. Hierauf wurde Herr Fröhlich einstämmig ®um Präsidenten der -Tagung gewühlt• Es folgte hernach die Abstattung der Berichte der einzelnen Ressorts. Herr Josef Rotschild referierte in seinem Kassaberlcht über d-le verschiedenen Sammlungen. Ueber die Palästinazeirtrale und deren verschiedene Ressorts berichtete Herr Josef ׳Er langer-(Luzern. Ueber die Lage der Juden -in der Schweiz und Palästina hielt ein ausführliches Referat Herr Gh. J. Eiss. Ueber die ׳allgemeine!Lage der Aguda, sowie (über die Tätigkeit der Zentrale in 1Wien sprach Dr. E h rmann, Mitglied des O. A. Herr ß;iss!hielt ebenfalls einen Bericht über den Krlegswaisenfonds der Agudas Jisroel 1n der ׳Schweiz. In der sich ׳nun entwickelnden Generaldebatte wurde über alle Gebiet der!Tätigkeit ׳der Agudas Jisroel, besonders über die Arbeiten dr Palästinazentrale und des Keren Hatauroh ausführlich beraten. Nach der General- ■debatte wurden!die Berichte unter Verdankung zur Kenntnis genommen.!Die gefassten Beschlüsse und die genauen Festsetzumgen der 2ukünft׳tgn Tätigkeit zeugen!von einem arbeltsreichen und sein Ziel erfüllenden Delegiertentag. Bei den vorgenommenen Wahlen ׳wurde auf allgemeinen Wunsch Herr R o s e n z w e i g neuerdings zum Präsidenten der Landesorgan'isation gewählt. Eres 3*rotl. Ein gemeinsames Komitee aller arabischen Delegationen verhandelt mit König Hussein. Jerusalem. Die jetzt •in Amman anwesenden Delegationen!haben ein Komitee, bestehend aus je ׳zwei Vertretern jedes der arabischen Länder gewählt, das mit König Hussein die einzelnen Punkte des!Vertragsentwurfes zwischen Hedfas und Grossbritannien dunchberaten soll. König Hussein hat eine Delegation der ,,Palästinensischarabischen {gemässigten) Partei“ empfangen:, der er zum Abschied sagte: ״Möge Allah Euch den richtigen Weg führen.“ Emir Abdullah bemüht sich, die arabischen Delegationen für die ׳Uebertragung des (Kalifats an ׳die Familie König Husseins zu stimmen. Die transijordanische Regierung hat -neue Briefmarken zur• Erinnerung an den ׳Besuch König!Husseins herausgegeben. Sir Herbert Samuel in Amman. Jerusalem. Am!21. Jänner sollen sich der Oberkomroissär von Palästina, Si׳r Herbert!Samuel, der Hauptsekretär Sir Gilbert Clayton und der Gouverneur des Jerusalemer und Jatffaer Bezikes Sir Ronald Storre nach Amman׳ •begeben. Am 18. Jänner!haben sich hunderte von arabischen Vertretern aus allen Teilen Palästinas auf den Weg nach Amman gemacht. London. Wie der Jerusalemer Korrespondent der ,,Times“ mitteilt, hat er die Ermächtigung erhalten^ strikte bekanntzugeben, dass Sir Herbert Samuel und Sir Gilbert Clayton in Amman keinesfalls an Besprechungen über das Kalifat oder sonstige wichtige diplomatische Angelegenhatten teflnehmen werden. Die Not in Deutschland. (Spendenausweis.) (Fortsetzung.) Ablöse für eine Wette K 27.000׳, Sammlung der israelitischen Kultusgemeinde Eisenstadt K 4,000.000. Jäger durch Heinrich Fleiscbmann K 10.000, Moritz Felsenburg K 50.000, Sammlung der israelitischen Kultusgemeinde Wr•- Neustadt K 3,000.000. Summe der Spenden K 7,087.000• Gesamtsumme der Spenden: K 579,924.544. TSCHECHO-SLO W AKEI. Empfang des orth. Kanzleipräsidiums beim Präsidenten Masaryk. Präsident Masaryk empfing am 24. Janner die Herren Oberrabbiner Weber und Hirschle r in längerer Audienz. Der Präsident unterhielt sich mit den -Leitern der orthodoxen Landeskanzlei sehr eingehend über die verschiedenen Angelegenheiten des Judentums und zeigte sich über alle Fragen, die der jüdischen Bevölkerung der Republik nahegehen, wohlinformiert. Auch bei diesem Empfange hatten die Vertreter des orthodoxen Judentums in der Slowakei Gelegenheit, sich von dem tidifen Verständnis und dem aufrichtigen Wohlwollen zu überzeugen, die der Präsident der tschechoslowakischen Republik der in der Religion wurzelnden prinzipientreuen Judenheit entgegenbringt. Die Unterredung bewegte sich in durchaus ungezwungenen Formen und der Präsident verabschiedete sidh von׳ den Herren Rabbinern in der freundschaftlichsten Welse. Der Presover Gemeindevorstand behn Präsidenten Masaryk. Donnerstag den 24. Jänner überbrachte eine Deputation der orth• Gemeinde in Presov dem Präsidenten Masaryk in prachtvoller künstlerischer Ausführung4!ein Exemplar des Gebetevdas laut Beschluss der Gemeinde Jeden Sabbat b$hh Gottesdienst für das Wohl des Staatsoberhauptes verrichtet werden soll• Die Deputation bestand aus den Herren Präses Ludwig Preiss, Vizepräses Fischrund und Kontrollor Arenstein, Herr Preiss verdolmetschte in seiner Ansprache die Gefühle der Verehrung, die gleich allen Juden in der Republik die Presover Gemeinde dem Präsidenten zollt. Herr Fisch rund erklärte die Bedeutung des Gebetes für -das Gemeindeleben, worauf Herr Aren st ein das Dokument überreichte. Der Präsident dankte, sichtlich erfreut, für die Aufmerksamkeit und erklärte, dass er Grand - Sanatorium : und Wasserheilanstalt : _ _ _ ♦ ♦ Bratislava üülEEiäTiefer Weg : •••••••••••*••••••••••••••••••«••••*••••••••••••••••י••••••••••• , ♦ Erstklassige diagnostische, diätetische und phy- 4 ♦ alkalische Heilanstalt für Innur• u. Nerven- * ♦ kranke // Chirurgie, Frauenheilkunde // Abtei- « ♦ lungen für Augen-, Ohren-, Nasenu. Halskranke 4 ♦ Röntgentherapie // Chemisches Laboratorium * l Pauschalpreis von £K 55, für Entbindung 4 ♦ (8 Tage) CK 1100 bis 1800 l l Monats - Pauschalpreis für Innere und l ♦ Nervenkranke CK 1600 bis 2400 * ♦ Wasserkur für Auswärtige (Bad mit Ab*;! reibung und Wäsche) CK 12 ♦ l Freie Aerxtewahl ♦ ♦ Rituelle כשר Verpflegung unter Aufsicht \ ♦ des Pressburger orthodoxen Rabbinates. * . ..... 4.4.4 44444 444■ die Bedeutung solcher Gebete aufs beste zu würdigen ׳wisse, und bat den Gemeindepräses, seinen Dank der gesamten Gemeinde zu übermitteln. Der Neubau des israelitischen Krankenhauses in Bratislawa. Die städtische Baukommission erteilte nach Besichtdgung des ׳Baugrundes im Palfi-Garten, entsprechend den von Herrn Architekten Wein wurm vorgelegten Plänen d'ie Baubewilligung zur Errich- ,tung d'es neuen israelitischen Krankenhauses• Gleichzeitig erging seitens der städtischen Baukommission an Herrn Architekten Weinwurm die Aufforderung, bezüglich der Regulierung des Palfi-Gartens, der Schreiber- und der Edlgasse Vorschläge zu machen. 10.000 tschech. K.-Spende eines Ungenannten iUr den Baufonds des israelitischen Krankenhauses in Bratislawa. Den Bewis vornehmer Denkungsart und wahrer jüdischer Eedelhemgkeit erbrachte ein unbekannter Herr, der dieser Tage zugunsten des Baufondes des jüdischen Spitales in der Kanzlei der orthodoxen jüdisohen Kultusgemeinde die Summe von10.000 ׳ tschech. Kronen erlegte, und den Wunsch äusserte, auch weiter u n g e n a n w t zu ׳bleiben. Dem urfbekannten und unbenaimten edlem Spender sei auf diesem Wege der tiefgefühlte Dank der ״Chewra Kadischa“ ausgesprochen! Seine edle Tat wird gewiss als gutes Beispiel dienen und im Kreise der hiesigen jüdischen Bevölkerung Nachahmung finden.