Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 10 (1924)
- Issue
- 4 (25.1.1924)
- Date
- 1924-01-25
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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?« "י 1■‘'*1י,'׳״ י SriU13Q jMI ■.«efHtpfo •Delegation der jüdteohen Chganteationen in Amerika, um ««taEeit 1dte mwMn &l1rw^a1^^r«vis54>esGS1ffA14rtm- (Bei! eu prütesttelen. (Die Delegation bestand ausser Herrn Maiirsh^U.inoci) au$ den io^gemten Herren: Max Fein* Dr. Stephen S..Wlse, Joseph iBrandes, Jacob Fäshman (Redakteur des «4<env^)h Mornfflg JoumnaÜ“), Gedalia BubWk (Redakteur des *Jüdischen Tagblats“) und William BdiUn (Redakteur des *Tog“). Louis (ManSlhail, •der als erster von der'Kommission vernommen; •wurde, führte aus, die beabsichtigten• Ein- .wandemngsgesetze seien im Geiste einer Gedartkenschuk, die durch Ku4Ciux4Clan vertreten ist• Gerade die Länder der Jüdischen Emigration sind am meisten betroffen, weil diese Länder im Jahre 1890 noch 'keine nennenswerte Etatgraitionsiziiffer in Amerika hatten. Das •neue Gesetz reduziert die Elniwandererzabl!um 200.000 Seelen jähriicJi, von denen neun Zehntel au! die südosteuropäischen Länder fallen werden. MaTshatl nannte die Bestimmun®, dass jeder Immigrant ein Zeugnis •vonweisen sollte, ob; er Militärdienst geleistet hat, eminent militaristisch. Brt^s darauf hin, •dass unter den Männer«, die Amerika nujp^lüte gebracht toben; ׳zahlreiche osteuropäische Juden gewesen sind. •Herr Fishman bemerkte, dass sogar bei einer zweiprotze ntigen Quote 65.000 Juden jährlich einwandern dürften. Die anderen!Bestimmungen sind aber!geeignet, diese Zahl stark 25u verringern.!Das ganze System stimmt nicht mit den amerikanischen Freiheitsprinzipien überein. Rabbiner Stephen S. iWiso, der im Namen des.ämeiHkanteoh-jüdisahen!Kongresses sprach, wies darauf hinjda&'s <i׳re. jüdischen Einwanderer schnell amerikanisiert und tftfi Hilfe der jüdischen Presse zu!nützlichen amerikanischen Bürgern erzogen werden. ז . Nach den. Darlegungen■ der anderen!Delegierten stellte. die. Kommission mit jedem einzelnen derselben ein ausführliches Verhör an. Die überzähligen Einwanderer bleiben in den Vereinigten Staaten. Washington. (J. T־. A.) Das •Schicksal der etwa• 2400 überzähligen Einwanderer, in der Hauptsache Juden, die schon vor!November: in das Land geliaisseril wurden! und dann auf Grund einer Entscheidung des Richters K!nox als überzählig erklärt worden1 sind, ist jetzt •zu deren Gunsten entschieden worden!. •Die flEinwanderuingsbehörden ,haben beschlossen, ,,aus Gründen der Mensahltohkeiit^r Ah^jtfLnibMck auf •die!traurigen Folgen keine!Deportation;.׳y^^näimen, nachdem diese Fremden 3n Liaind gelassen sind und ihren Wohnsitz bereits :■dufgeschlagen haben". ' Eres tbroel. Arabische Meldungen über die bevorstehende Proklamierung König Husseins zum Kalifen» r . Jerusalem. Die Ankunft König Hussetin^ von Hedjas in der Residenz seines Sohnes Aman hat sich etwas verzögert. Man erwartet^fe^: Eintreffen des Königs am 16. Jänner. Diie grosSärti-: gen! Empfangsvorbereitungen werden fortgesetzt. . Die Zeitung ״Meraat el Sherk“ berichtet, der Oberste Musei’imanische Rat habe eine Zusammen- ■kunft der Führer der muselmanischen Welt einberufen, um ״den Befreier der Araber, König Hussein, zum Kalifen des arabischen Islams auszurufen“. London. (J. ׳T. A.) Der Jerusalemer Vertreter der ״Tiimes“ gibt einen Artikel der offiziellen Zeitung Tramsjordiaimiens wieder, •in welchem sowohl die Bewohner, als auch die Gäste Transjordaniens aufgefordieirt werden, *König!Hussein zum Kalifen über den arabischen׳ Islam auszurufen, ebenso wie sie ihn!zum Oberiherm über alle Araber gesetzt haben“. Dazu schreibeil die ״Times“: Obgleich, soweit festgestellt werden kaum, die Reise Körnig Husseins keinen otffi- ־zielten Charakter ■trägt und nur als ei!n privater Besuch bei seinem Sohne Emir Abdullah angesehen werden kann, tot man diesem Besuch dennoch verschiedene Zwecke unterschoben), so z. B. die Vorbereitung deT Kandidatur König Husseins für’ ׳das Kalifat und *die Einleitung neuer Verhandlungen über den Vertrag zwischen׳ England und Hodjas. Jedenfalls aber steht dieser Besuch in keinerlei Verbindung mit der Konferenz der arabischen Staaten,!die letzt in Koweit unter dem Vorsitz des •britischen diplomatiseihen Beamten für den ׳Persischen1 Golf, des Colonel Knox, äb•gehalten! wird! und deren Zweck die Festsetzung!der Grenzen ist. Der König von Hodjas ist zweimal eingeladen wardeny zu dieser Konferenz einen Vertreter zu entsenden, er weigert sich aber, •dieser doppelten Einladung Folge zu leisten. ׳In einem weiteren Artikel schreiben die ,,Times“: Sollte während des Besuches des Königs von Hodjas in Amman der Versuch gemacht werden, ihn zum Kalifen aus'zunuifera, würde dies Grossbritannien in keiner (Weise berühren, es frage sich nur, ob unter diesen Umständen Fordert das j ü d i s che Hilfswerh! ¥ die britischen Vertreter^sich •von Jerusalem nach Amman begeben werden. Es betest dann in dem Artikel wörtlich: ״Mit dem Kalifat haben wir nichts zu tun — mag es sich u!m ein solches in Konstantinopel, Arabien oder sonstwo ׳handeln. Die Aufsteliung von Kandidaten ist ׳ausschliesslich Sache der iMotomimedamer selbst, und hat keinerlei Bedeutung für Englands Beziehungen zu den Mohammedamem. ׳Nur zeigt es einen grossen Mangel an Takt auf der Seite denjenigen, die dafür die Verantwortung tragen, dass diese aussergewöhnliche Gelegenheit zur Einleitung praktischer Zusammenarbeit: zwischen der arabischen Staaten durch das Aufwürfen einer so vielseitigen und aufregenden Frage,!wie die des Kalifats gestört wird. Wir hoffen, dass König (Hussein bei erster Gelegenheit im Interesse des Friedens und der Wohlfahrt der arabischen Bevölkerung die!Zudringlichkeit derjenigen Personen in Amman, die ihm einen so schlechten Dienst erwiesen haben, zurückweisen wird.“ Der Zweck des Besuches König Husseins in Trans- Jordanien: Einbeziehung Palästinas in den arabischen Länderbund. Jerusalem. (J• ׳T. A.) Wlie die Jerusalemer Jüdische Telegraphen^Agenitur erfährt, hat König Hussein Mitte Dezember in Begleitung seines Aussenministers Fuad el Kihaliib Bey und einer Eskorte Mekka verflassen!. Er hat siiöh zunächst!nach Joddäh ibegeben, von wo ' er eine Scbiffsreiiise die Küste von Hedijas entlang unternommen hat.!In Akabaih wurde er von dem britischen Ratgeber in Trainsijordaimen, iMialjor St. John Phiilby und einer Anzahl führender, trairsjordaintecher Sciheüohs empfangen, die von Amman aus dem König entgegengezogen sind, um ihn nach IM!aan zu beigl'e'iten. iDejt;Sq!hm i^ö1)|g;Htose®^, Emir Abdulüaih, ward! seiften Va|jer , 0-ffiztell!in Miaian empfangen!, von wo sie sich gemeinsam nach Amman begeben werden. W!ie nun endgültig bekannt geworden ist, ist deT Zweck des Besuches König Husseins in Ammain, die Abteltung einer Besprechung über den englisch-arabischen Vertragsentwurf. Gleichzeitig verlautet, dass •zwei witelhitiige!Mitteifflungen seitens der englischen Regierung!in Verbindung mit dem Vertrag gegeben worden ssindl, und zwar: 1• Palästina soll in ׳dem Falle in den!Vertrag mit Hodjas aufgenoanmen werden, wenn diie ׳Balfour-Deklaration als angenommen und! ratifiziert angesehen1 wtird. Die Deklaration •soll!jedoch, wie offiziell erklärt worden ist, ־riichit dte Errichtung einer jüdischen Regierung!in Palästina zuim ׳Inhalt haben, sondern Palästina soll!in Uebereiin- Stimmung m!it der üm englischen ׳White Paper nfiedergelegten ׳Politik den Juden eine nationale Heimstätte sei«, wohin sie kommen dürfen; wenn sie es wollen. 2. Sollte darüber kein Einvernehmen) herrschen, so soll Palästina •in dem Text des Vertrages überhaupt nicht erwähnt ׳werden, der Viertrag soll nur dann eine arabische Kenföderal!! on zwischen Hodjas, Irak und ׳Tansijordatiien zum Inhalt haben. W;ie ma1n%ört, wlffl Körnig Hussein die Be- Schlüsse dieser Konferenz abwarten׳, um sich dann wegen der Unterzeichnung des ßngland־Hed|ja׳s-׳V׳e׳r'trages endgültig zu entscheiden. Sir Herbert Samuel ist am 21. Dezember von!Palästina nach Aegypten gereist, und man glaubt, dass er auf dem Rückweg irrt König Hussein zu- ׳sammenlkommen und mit ihm, sow!i׳e mit Emir Abdullah die Lage besprechen wird. Die Frage der Errichtung einer Nationa'bank von Palästina. Jerusalem. (J. T. A.) Laut ״El Carmel“ existieren heute in Palästina 32 Banken edier Bankfilialen imiit •einem Gesamtjahresgewinn von schätzungsweise 240.000׳ bis 250.000 Pfund. Nach Abzug der Gehälter für pafräslÜnensii־ sehe •Beamte Verbleibt ein Reingewinn von etwa 200.000 Pfund- Dieses Kapital ׳wandert nun ausser!Landes. Der Geldbeitrag, der ■auf diese Weise während der letzten fünf Jahre, •also seit der Okupierutng, •nach Europa Ünüberge־ wialnidert 'ist, dürfte ׳etwa 1,000.000׳ Pfund befragen. Es ist NM etateuchten<t «<in׳*€׳t ,,E11 Garmel“, «fass. Kapital •teüciht eine Na!t!i0aa3barfc .1er11idh־t^.;w;erdfen kögn׳|& wodurch das Gefld dem Lande ertolten ttftebe, Die arahttecäie Zeitung, stellt nun. dfesen Pfain der. .!Cwr kus^jon. Keine Erleichterungen für Juden im EntwuH des palästinensischen Naturalisationsgesetzes. Jerusalem. (-J. T. A.) Wite der Jerusalemer J. -T. A.- Vmtreter •erfährt,• befasst «iah jetzt die palästinensische Regierung mit •ciinean •Gesetzenttwurf über-die Erwerbung der palästinensischen NartBonalität. Laut diesem Entwurf können alle in Palästina wohnenden ehemaligen tüikischen Urfertanen ebne weiteres sofort naturalisiert werden, neu mzitehende nach zwei Jahren. Emtgegen den Bestiimmungeni von Artikel 7 des Paläs׳tina1m1a׳nd1ate® strtd für Judleni, diie die palästinensische Staaitsangehörftgkejt erwerben wollen, keiine Erle!iaht1e!nuugen vorgesehen. (Neu aufgenonunene palästinensische Staatsangehörige, die das Land iinnerihialb fünf Jahren verlassen, verlieren Ihre erworbenen •Staatsbürgerrechte. Lokale Councils in Palästina. Jerusalem. (J. T. A.) 'Die (Regierung tot ׳über die bereits behandelte Frage der!Teilmahm der •Bevölkerung an dem ©Hdungswesen elrte Erklärung hier ausgegeben, ft» deT gesagt wlirid: Düe Errichtung lokaler Coimncfls soll jedenfalls der Wahl eines Zentral-CotLnciils vorangehen׳. Die (Bädungsfrage ist nur eine von vielen öffentlichen Angelegenheiten, die wohl nicht von den anderen Angelegenheiten! getrennt beliandelt werden kann. Die Regierung will jeüzt die •beste Form der Errichtung eines allgemeinen ׳Systems lokaler Verwaltungen prüfen, an der Vertreter der Bevölkerung tefilnehmen sollen׳ und die rnlif entsprechenden!finanziellen und adm!rn!istrat!iven Mitteln ausgestattet werden iwtirid.. ln dem ■Plan dieses Systems!muss die Frage der BeaufsSchägunig und Förderung des Uuiterrlchtswesems einen hervor^ ragenden ׳Platz eSmnehmen. Wie die J. T. A.• erfährt,!ist diese Kundgebung der Regterung von der arabischen Exekutive mit grossem Missfallen aufgenommen worden. Die Exekutive wtBil •der Regierung eine Entgegnung zukommen lassen. @|Spendenausweis. ©| Agudas Jisroel-Jugendgruppe Wien. (Fortsetzung.) 1. Organisation, Mitgliedsbeiträge und S:«mn den:־‘!Michael Weldter K 24.000, Slegm. ’ Sttero- K!24.000, Beda Fischer K 24.000, Georg Mayer K 50.000r Josef Schick K 24.000, Funk K 24.000, B. Feflsenburg K 50.000. Josef Wosner K 24.000, Ignaz Brody K 18.00D, David Breuer K 25.000, Gustav Wesel K 24.000, Adolf Sahramefc (Spende für Kohle) K 100.000, W. Mlüüer K 5000, Ehrenfeld K 15.000, David •Schiff K 10.000, Eduard Schiff K 10.000 •Max Schiff K 24.000, Ernst Stern K 50.000, Moriz Pappenheim K 50.000. Adolf Gnünwald K 50.000, Nathan Hertzka K )90.000, Max Klein K 36.000, E. Felsenburg K 12.000, H. Roth K 16.00Q, Emil Klein K 36.000, Heinz Herzog■ K 24.000, Gusitlav ׳Herzog K 20.000, Joel Bandach K 9000, Jakob Baadladi K 9000, Aklha!Schreiber K 24.000, Max Deutsch K 10.000, Eimifl Strah K 10.000, EmBl Richter K 6000,. Leopold׳ Leiderer K •10.000, Klein K 5000, Philipp Feldhedm K 10.000, Alfred! Stroh K 30.000, Alexarider Steiner K 50.000, Aru'ur Rumpler K 10.000, Gustav Freund' K 10.000, Jäcoues Weldler K 30.000, Isidor Steiner K 20.000, Julius SternfeJd K 60.000, Daväd!Baumgiarten K 30.000c Geza Braun K 10.000, Benno Rabinowitsch K 20.000״ Markus Klaimim K 10.000, Eananuei Fedsenburig K 50.00Q, Anonym K 12.000, Wolf Paippenheüm K 30.000, Artur 'Rumpler K 36.000, B. Friedländer K 24.000, Rudolf Kohn K 24.000, Gross K 24.000, Max Kessler K 10.000״ Oskar Herzka K 30.000״ Heinrich Htir׳se4üer K 10.000, Max Laizar K 24.000, Jakob Poüak K 2000״ Emst Spitzer K 24.000. Summe K 1,639.000. 2. Jeschiwo. ,rhonaspenden!im Befch-Hamiidrasch ״Thora eiz Chaim'te K 117.600, Hochzeit Wimdholiz-SfeineT (Telegrammablöse) ä conto K 700.000. Zusammen K 817,600. 3. Bibliothek. Julffus Steiinfeld K 2,880.000, Josef C. Berger K 20.000״ Josef Wosner K 30.000, Brüder Schön K 20.000׳, Lakacs & Arany K 20.000, •Siegfried Richter K 50.000, Niathan Steiner K 50.000, Eimanuel Felsenburg K 20.000, Desdder Schlesinger K 20.000״ Bernhard Gross K 10.000. M. Schwarz K 500C. Zusammen K 3,125.000. 4. Soziale Fürsorge. Franz Neumamn K 50.000, Nathan Hertzka K 50.000, Moriz Pappenlheiim K 50.000, Julilus Schrei^־ ber K 100.000, Benno Hirschler K 100.000, Anonym K 500.000.- Zusammen K 850.000. Gesamtsumme: K 6,431.000. (Fortsetzung folgt.) TSCHECHO-SLOWAKEI. Misrachistische Versammlung. Am 20. Jänner veranstalteten diie ßratislavaer Zionisten miSTachistischer Färbung im Splegelsaal eine gut "besuchte ׳.,Massenversammlung“. Nachdem Zahntechniker ßü•nsburger und Dr. Stieincr die Versammlung deutsch ünd in einem sefard'lsch sein wollenden *Hebräisch“ eräfnet tollten, führte sich der ׳neue Generalsekretär des iVLisrachi, Leopold Lebovrfts, mit einem massvollen Vortrag über ׳df׳c Ziele der 'Misrachiisten und! •deren Verhältnis zur Orthodoxie sympathisch ein. Die in der Agudas Jisroel organisierte Orthodoxie sei den Misnächteten im Grunde genommen sehr sympathisch, nur die Führer der Aguda mlüsste abgeleihnt *werden!, well sie ,,zu ,weit“ gingen. Der nächste Redner!, Adolf P׳inka׳s aus Wien, entwarf ein anschauliches Bild von dem zukünftigen jüdischen 'Parlament (nämlich ׳wie es sich nach dem Programm des (Misrachi zusammensetzen werde!) Sonst beschäftigte er sich fast ausschliesslich mit ׳der .Wiener Aguda-Jugeaidgruppe, •von ■der' er bei schallendem HohngeIachter der Misrachisten von ׳Braitislaiva zum besten gab, dass sie an die reHgiösen Autoritäten mit der Anfrage herantraten, סיס und bis zu ׳welchem Masse es angezeigt sei, sich mit der Besiedlung Erez Jlsroels zu beschäftigen. Als dritter Referent berich•״: tete Dr. Wolf gang Weigl, Sekretär des zionistischen«