Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 9 (1923)
- Issue
- 49 (7.12.1923)
- Date
- 1923-12-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 388 JÜDISCHE PRESSE Nr 49 hervorragendsten Vertreter der einstigen Monarchie. Gerade und aufrecht ging auch sein Künstlerweg den Pfad der Gewissenhaftigkeit und Wahrheit. Er war einer der fleissigsten Maler, nicht weil er viel und Vielerlei malte, sondern weil er in jedes einzclne Bild seine ganze Seele und seine ganze Individualität erstreckte. Wir, die wir das Glück hatten, ihm nahestehen zu dürfen, bewündern diese Fülle, die seine Künstlerhand hervorzauberte, denn wir wissen, dass seine höchste Kunst nicht aufging in der Malerei, sondern in der unermüdlichen rastlosen Arbeit, der er Herz und Hand öffnete, der Kunst, Nächstenliebe zu üben, still, unbemerkt und unbedankt. — Das Wunderbare liegt eben darin, dass er auf jedem Gebiet seiner Betätigung die Meisterschaft errang. 0. N. 10. Die Araber klagen nicht über das Niöhtvorhandenseift einer Arafo Agency, sondern über das Vorhandensein einer Jewish Agency. 11. Die Feststellung des Oberkommissärs, dass einige unserer Führer das Volk arreführen, hat einen schlechten Eindruck auf uns gemacht. I שייטעל י D r bekannte Spezialist für individuelle Scheitel, Perücken T ransformationen Voranzeige. ׳ •Affte Freunde 1und׳ Garnier dies Waisenhauses Baden, Germ©7!ga1ss© 48, werden zu der Sonntag dien 9. Dezember 1923 (1. Teweit 5684) unn 6 Uhr ebenda süatftfimdenden Cha nu:k a-P•e Je r 11xÄd1s.t ©wigdaden. Polen. Die Yorfaie in Warschau. Warschau. (A. J. P. B.) Zur Vorgeschichte der unsympathischen Vorfälle in dem jüdischen Gemeind'eigetbätiide in Warschau ward uns berichtet: Die gesamte jüdische Orthodoxie war durch den Be- Schluss des Baues eines Akademikerheimes in Praga, $m Vorhofe der Synagoge, in welcher beide Geschlechter zusammenwohnen sollten, aufs unangenehmste berührt. •Ebenso hat sich das Warschauer Rabbinat gegen ׳diese Art des Heimes entschieden ausgesprochen. Da die Studenten ohne Rücksicht auf die Stimmung der Bevölkerung und auf die Meinung des Rabbinates fortwährend vor dem Gemeindegebände Demon31rati0nsspaziergänge veranstalteten, dürfte es bei einer solchen Gelegenheit zu den durch die Zeitungen verbreiteten Zusammenstößen gekommen »sein. י €r« Jisroel. DIo Antwort der Araber. Jerusalem. Die ׳Arabische Exekutive hat Sir Herbert Samuel am 10• Novembelr eine schriftliche Antwort auf den am 11. Oktober den arabischen Nofabeln mündlich übergebenen Vorschlag, eine Arab Agency zu errichten, übersandt. Das Schreiben stellt unter anderem fest: 1. Es ist nicht das Ziel der Araber, eine Arab Ägjency, analog der Jewish Agency, zu erreichen, sondern die Freiheit zu erlangen. 2. Die Araber können nicht mit der Bekanntmachung der Regierung öbereinstrrnmen, dass dieses Angebot ein endgültiges »ein soll. 3. Die Araber weisen darauf hin, dass es laut den Bedingungen des Völkerbundes Groß- Britannien nicht erlaubt ist, das Mandat über Palästina ohne die Zustimmung der Bewohner auszuüben. 4. Die Araber erkennen die Balfour-Deklaration als vollgültigen Regüerungsiafkt nicht an, weil sie nicht «wischen, zwei Regierungen erfolgt ist und weder mit den Statuten noch mit dem Geist des Völkerbundes Übereinstiimmt• 5. Hingegen sehen die Araber die von Großbritannien dem König Hussein gemachten Ver,־ sprechmngen als!bindend an, weil sie zwischen zwei Regierungen abgeschlossen worden sand. 6. Wir .glauben, dass die beiden Parteien der Balfour-Deklaration in ihrem gegenseitigen Verhältnis kontradiktorisdi «find; sie könnten nur dann Vertragskontra־ Renten sein, wenn das Land ein jüdisches wäre, und die Araber als Fremde angesehen ׳würden. Das Land fst aber arabisch. 7. Die Araber protestieren gegen die Anerkennung der Juden durch die Regierung. <S. Wiir lehnen es ab, gleiche Rechte mit den Juden zu haben; wir wollen volle Freiheit. 9. Die Araber lehnen den Vorschlag der Arab Agency ab, da die Agency sie den Juden gleichsetzt; dadurch würden sie sich in ihrem eigenen Lande afs Fremde fühlen* , Uran tfrt*uren aus atlerfeinatem dauergewellten Naturhaar Carl Polak 0■ Wien, tV., Schleifmö&lgasse 3 liefert obige Artkel prompt und billiget för In- und Anylasd en gros und en detail. Rei Best• llunren von auswärts erbitte ger.aues Haarrnuster und Angabe des Masse» von einem Onr zum anderen. ■-- Kostenlose Vorführung der neuesten Modelte. - ״—״- Beachten Sie gefall gst die Hausnummer 3 MOBELNflUS ANTON 501LE5INQER Obersieäelt in den 1. 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Die Adresse lsauitet The!IJght oif IsnaieL Ner Tom-id ׳Puiblishing Comp., Neiw York 115 Str. Brooklyn. Jtaidereah dfilrfte in kiünzester Zeöt wieder erscheihen. 14» 4• Mitteilungen. 4» 4י f g _■y__ "T* 'T' | Vom .Rabbinat der Adas J.isroel erl-alten wir folgerade Mitteilung: Verschiedene Händler mit Lebens- und Genussmitteln veröffentlichen Anzeigen, dass sie Waren von Unternehmungen und Erzeugern beziehen, die die Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel gemessen. Alle Kunden dieser Händler werden aufmerksam gemacht, dass die obgenannte Mitteilung durchaus nicht beinhaltet, dass auch die,.betreff ende Verkauftstelle die strenge Aufsicht geniesst. Das Rabbinat der Adas Jisroel übernimmt für dieselben keinerlei Verantwortung und jedes Käufers Sache ist es, die Richtigkeit der Angabe des Händlers und deßen Vertrauenswürdigkeit selbst zu prüfen. Wien, am 8. Kislew 5684• (16. November 1923.) Das Rabbinat der Adas Jisroel. Warnung! Zur Vermeidung von Irrtümern und Irreführuntgen wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht* dass das Geschäft des Herrn Tobias Glück, Selch- Warenrestaurant, XX., Wallensteinstrasse 56, niemals unter Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel und auch derzeit n/icht unter dieser Aufsicht steht. D as Ra!bb׳in a t de r Ad as Jis r 0 e 1. Adas Jisroel (Schiffschul), Wien, II. Grosse Schifigasse 8 KamzileÄ: IL, Gross© Schiüfifigasse 1 Z. 1055 ex 923. D&e nachhemanirtten V erkauf ssüeälen vo׳n Löbenstmd Gemi'Ssmiiüte'lm!siteben unter der nltuaüen Aufsicht desehrrwürdiigen Rabbinates der Adas Jisroel: F ledc hverschlei ss te׳H e n:!Blech Aron, II., AussteMungsstrasse 55 (Eck© dier Seb_ Kneiippgiasste).. Eckerling Markus, IX., Djeeibtenstiefinstrasse 117 Fischer Adolf, II., Tim Wcnd 3 Fssaber Gabriel, II., Grosse Sdhtffgasse 11 Friedimiann Samud, VI.. S1!lie©en®asse 1 Hötnliigslber Eimanuei, IL Franz 1Hoobedl׳in1ffsr׳gas1se 23 ׳Stieirn Josef, II., Grosse Sdhiüffigasse 6 Nur in de n v orb e na׳n׳n tem F l'eJschverscihledsstellieitt gelaugt Fleisch zum Verkauf, das״ von •der Schechiiüaih der Schädbt&T der Adlas Jisroel ihariHüihrt.- Gastwirtschaften׳ und Selchwarenversc'hledssitelllen: Eiteen & .HänSgisibar, IL, Ha׳i|d1aa!sse 5 Fischer Adolf, II״ lim W10rd 3 Fischer GafbrUel, IL. Gro׳s!se Schiffgasse 11 Mayersolhin Samod. IL, TiaJboirsilinasse 24 a Na׳g׳e׳l Josef, IL, Klliefne Sparkasse 5 Schreiber tBenfaimin, ,AVüenea“. II., Obere Donau׳sJrlnas׳s׳e 91: Wsdlidler Heatmann, IL. Fiossgasse 9 Ge Nlügeliha ndLunige®: Firriedtmann SatmusL VL, Stiegen׳gass׳e. 1 Ftünst Martes. II״ KrUirlbafusmigasse 2 Gamal ■Leopold, II., Grosse Scihififffasse 16 Kaufiramin LaaaT. IL, Grosse Sdiffgaisse 18 Kahn HeJene. II., Im W-ord 13 SchnaSber Benliarrtin (׳Wiemeta) nur IL, Ob. Donaiustraisiae 91 Efte Aufsiahrt beaateiht «jdi bloss auf ungeteilte Stüdoei,. die mit der Marke (!Püoiribe) diar Adas Jläsroed vea־se1hett sind. — Konditorei: Pömeramz Abna'liam Leib, II״ Hcrrrnilnenigasse 13 In den nachfoiligenideni VerkaufssiÜeMen gtelLanigt Miilch au®• dier unter Aufsicht des Raibbtotes der Adas Jfisrod stehen'־- den׳ Mieööre«׳ zum Verkaufe: Ountrarnsdörfer, II., Haidigasse 5 Gelb Leopold. IL, Flossgasse 9 Werner David, II., Grosse Pfarngasse 6 Bitte am rasche Hille. Wir emh/afifen von der Ortsgruppe Leapald'stadt der ,jBcneöbschatfit‘“ eine Zuscihnäft,!in׳ der wir auf ׳zwei, besonidiers krasse Falbe vou ׳Umgliücik aufmeaiksam igeanaCht werden'. Es!handelt sich Um iziweii: Frauen,. von denen die eine Gralsiin!isü 1und *die׳!beide schwer 1kipuskrartk sii'nd und döe äratlidhte Behamdllunig a'uis Geldrnantgell nffdht w-eäter in Anspruch nahmen׳ können. ׳Dli!e (betiden* Frauen sind ohne jeidwodiar Uinteristiüt'zung und ohne Anharug, da site beide inacih Russlamdi *zustäntdfig sind.!Der Vereiln ,iBeredtscihaft“ »wendet «׳ich nun auf dlietscm Wage an afflle ׳guben!Meniscihen׳ mit dier Bitte, tdfes-eis fürchterilliclhe!Unglück so weh a!l׳s mögliidh l׳ird*e1m' <2u!halfen. Die Rodlalktiiion dier ״,Jäidipscihen!Presse“!ist ׳gerne bereit, aflifäft'igie öpenidsn, •die unter ,״Lupusflcranike“ einilaufeni, an tdfe entspnachendien SteMem weiter zu ik'iten:. TSCHECHO-SLOWÄKEI. ßijum des Mewaksch© Tliora■■ Vereines In Bratislava. An 17. Kii&leiw (35. November) fand in den Lokalitäten der Mensa die Stfjumf-eOer der חברה מבקשי תורה (Veredln TJiora lemendier Angestellter) statt,!welche einen «heraus würdiigen und gelungenen Verlauf nahm. Als Gäste erschienen Sr. ■Dhrw. Herr Oberraibbin&r Ak!Üba Sch1r־ed(ber, R. Dawld!Wessely, R. Jescth. Kalis oh und R Davt&d L. Gross wdie auch ©inige Gönner des Vereines.; Seitens der Gemienndisiteitung ist' Herr Qem. Präses Da\Tild Kriaus,!Herr Fülöiip ■Beneddütt und ,Herr Josef ׳Kul'ümain'n crschöerien. N!:1׳ah den■ Eröffmuinlgsiwoirteii ׳des Präses ׳H. Josef Wcdss wurde durch den ag'den Veredusratobimer H. R. Söll. Uns- Äorfer מם, ברבות beendet. Nadhher hielt etr eine gro׳s®> «rgeftegte, schwaiugvölle Ansprache, to welcher er die arbeUtende jüdische Jugend zwn Festihalten an den Prinzipien ׳ ללמד וללמד לשמר ולעשוהin begeitst'ernden Worten «Äsporute. Sie. E!hrw. Herr Oberrabb. Sohneäber ©ab seine vollste Zufr!i*״denlheOt •darüber Ausdruck, da־ss <ter Vterein mx jeder Tagesizeit d!e׳r auf verschiedenen BS'Jidungsgnaden *tehenden W'erk'tälftgen Jugend Gekgenhedt gibt, der Ipeflügen Pflidht ■des TihoTiastudluins najdtzufcommen. Herr R. Wessely gab der F*eü*er durdh sein gediegenes Gharifus ׳das Geipräge. H. Rabb. Jesöh, Kalisdh richtete an die Versamtmll'ung ebenfalls einige zu Hertzen ge»hen1de ׳Worte. •Herr Oberkantor Marokko trug einige gute Gesangsstücke vor. Ferner sangen noch der Oberkamitor von Balassagyarmat und Herr Fried!.!Der imposanten Feöer wofiuten über 130 Personen bai und war ausser für das getet'jge auch für das leilbißdie Wohl der Anwesenden neöddich gesorgt. ■Spät nacht verabschiedete steh die Geselilscihatft ׳bi gehobener Sfdmimunig. Zwl Waldmann ז״ל. »Am 34. Kfeteiw ■wurde hier unter außerigewöhiniMah izahÜreSdiier Beteflt'gung Zwii Waldmanu ׳im Alter von 23 Jiaibren m Gralb© igei'.lragen. PttÖtzHch nahm ein edle® Leben e׳in Ende. Er war eM1 ת״ ח Jung an Jahren, aber r׳e1iol1 an Verdiensten. In den wertesten KreSsen war er be- ■l׳iebt. Als Mitglied der Jugendgruppe bis zu seiner Hochzieöt vor sechs Monaten׳ nahm er an allen ArbeU'.tn regen Anteil. Herr OberrabbUner Schreiber, Ralbbiiner Donath׳ als Schwäegervaiter und Herr Gh. ׳D. Slirager gaben dem aEligemeinen Schmerze ׳beredten)!Ausdruck. Agaiia!11 Piestany. Sowohl unsere Orts- ■als auch unser© Jugendgruppe entfalten eöne rege Tätigkeit. An der Deutschland— Aktion nehmen iwfr grosses Interesse. 'Die Sammlung hatte beä uns ec׳n schönes Ergebnis. Vv'liir hoffen auali ©ine Anzahl Kinder aUs ׳Deutschlanri bei uns unteibriinigen zu können. Infolge der drängenden Hffl'isaktioui musst© dse Saimarlunig für ״Kotier N!ef׳esc!h“!zunückgestellt werden. An den Chanuka-Tagen wollen ׳w3׳r indessen ■drjese J^iiichtalbgaJbe propagieren. Das Ha׳up^gaw׳iah1^ legen wir auf למוד התורה• Die Jugendgiruppe •hält tägüüch ihren von unserem alilibeli*ebten ReiigtonsLeli rer Har rn •W e 1 n b e r g © r geleite teil -Sahiur ׳in Ghuimesah und ■Dünim bai ■gutem Besuche auch von Ortsgruppenmitgilieidiem ab. Ferner findet unitier Leitung des Herrn ÖTOSsmann altabenidfliah ■ein Gemoro-SdhSür statt. Vorige Woche haben die Teilnehmer an diesem Schiur ln Anwesenheit unseres Herrn Ohemabbäners Weber־