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Jüdische Presse · 1923-09-07 · 36-37 (7.9.1923) · page 8

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
36-37 (7.9.1923)
Date
1923-09-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 298 JÜDISCHE PRESSE -■*+ - - * -*.■*—*» -■*- Nr. 36/37 m TSCHECHO-SLOWAKEI. Oberrabbiner Dr. Brody und die Verteilung der amerikanischen Hilfs* gelder in der Slowakei. Oberrabbiner Dr. Heinrich Brody in Prag führt seit längerer Zeit einen Kampf gegen die Orthodoxie in der Slowakei und deren Präsidium, das orthodoxe Zentralbureau in Bratislava. Als neuesten ״Schlager“ im R'epertoir dieses Kampfes Hess Dr. Brody ׳während des Zionistenkongresses. der jüngst in Karlsbad stattfand, in Form eines Interviews mit dem Vertreter des ״International News Servicte“ schwere Anklagen gegen das orthodoxe Präsidium verbreiten. Dr. Brody erhebt darin gegen die oberste amtliche und organisatorische Instanz aller orthodoxen Oemeinden des Landes die Anschuldigung, sie hätte sich bei der Verteilung der amerikanischen Hilfsgelder Verschleierungen und Parteilichkeit zuschulden kommen lassen. In einem zweiten Gespräch mit dem Mitarbeiter der ״Selbstwehr" und in einem Widerruf des Prager Korrespondenten dtes ״International News Service“ in der ״Wiener •Morgenzeitung“ versucht zwar Dr. Brody sich selbst zu rektifizieren, ohne jedoch den Mut aufzubringen, wahrheitsgemäss zu gestehen, dass seine Verdächtigungen von blindem Hass gegen die slowakischen orthodoxen Rabbiner diktiert waren und jeder tatsächliehen Grundlage entbehren. Der Verwaltungsausschuss der orthodoxen Landes- Organisation beschäftigte sich am 27. August in einer Voll- Sitzung mit dieser Angelegenheit. Nachdem er an Hand der Akten die absolute Grundlosigkeit der Anschuldigungen D. ׳Brody’s festgestellt hatte, sprach der Verwaltungsrat dem Präsidium "vollstes Vertrauen syjs und gab seiner Ern- Pörung darüber Ausdruck, dass Dr. Brody — ohne auch nur den •Versuch gemacht zu!haben, sich bei der L a n d'e s k a n z 1 e i Aufklärung zu verschaffen — gegen die Leitung der slowakischen Orthodoxie ehrenrührige Behauptungen verbreitet. Doktor Brody hat wiederholt die slowakische Orthodoxie vor der Oeffentlichkeit und vor den staatlichen Behörden 1h'erabzusetzen und zu verunglimpfen gesucht. Jetzt unter- ׳nimmt er es, seinen Kampfschauplatz nach Amerika zu verlegen •in der kaum verhüllten Absicht, den orthodoxen religiösen Institutionen und Rabbinern in der Slowakei die finanzielle Unterstützung aus Amerika zu verschliessen. Auch dies wird ihm nicht gelingen! Aus der dem Verwaltungsausschuss .vorgdlegten Korrespondenz der orthodoxen Landeskanzlei mit dem New Yorker ״Jewish Central Relief Comittfee“ gehen folgende Tatsachen mit unwiderleglicher Klarheit hervor: 1. Die vom amerikanischen Hilfskomitee veröffentlichte Statistik ihrer Unterstützungen in der Slowakei ist auf Grund der ihm zugegangenen 0 r i g i n a 1 q u i 11 u ngen der Empfänger zusammengestellt. Die Ortsnamen wurden jeweilen so angeführt, wie sie aus diesen Quittungen ersichtlich sind. Es ist keineswegs Sache der Verteiler, wenn die Empfänger bald den slowakischen, bald den deutschen oder ungarischen Ortsnamen schreiben. 2. Die Unterstiitzungsgelder waren a u s d r ü c klieh fiü!r Talmud Thora •und Jeschiw'os in der Slowakei und nicht etwa — wie 1Dr. ׳Brody behauptet — auch für Böhmen und!Mähren bestimmt. Für Podkarpatska-Russ langten ,besondere Sendungen an, was altern schon beweist, dass in den ausdrücklich für die Slowakei bestimmten Sendungen, Böhmen und Mähren nicht eingeschlossen seift können. 3., Nachdem die Verteilung der Gelder bereits zweieinhalb Ja 11 •r e ■ durch die Landeskanzlei unter Hinzuziehung des Rabbinerkomitees, beziehungsweise des Verwaltungsausschusscs im Sinne der •Spender anstandslos durohgefiilirt wurde, verlangte das New Yorker Komitee infolge starken Einwirkens eines dortigen zionistisohen (׳misrachistisohen) Komiteemitgliedes anlässlich einer Geldsendung die Heranzie •h u n g Dr. Brody’s in Prag zur Verteilung. •Eine Beaufsichtigung durch Dr. Brody — wie Dr. Brody erzählt — wunde der ׳Landeskanzlei niemals zugemutet. Die Landeskanzlei lehnte jedoch auch die Heranziehung Dr. Brody’s mit der B'egründung ab, dass er seit Jahr und Tag die slowakische Orthodoxie in gehässiger Weise befehde und ve,runglimplfe, wodurch ein Zusammenwirken mit •ihm ausgeschlossen erscheint. Abgesehen davon, existierten i׳n dem Wirkungskreise Dr. Brody’s solche Anstalten, wie sie für die Verteilung allein in Betracht kommen, leider überhau pt nicht. Sollte das New Yorker Komitee auf der Anteilnahme Dr. Brody’s bestehen, so würden es die slowakischen orthodoxen Institutionen vorziehen, auf die Unterstützung ganz zu verzichten. In. den folgenden Briefen bestand das New Yorker Komitee nicht mehr auf seinen früheren Wunsch. Seitdem geschieht die Verteilung in derselben Weise wi'e zuvor, und der Prager Überrabbiner hat nicht die allergeringste Ursache, Anschuldigungen gegen die ihm verhasste Orthodoxie in der Slowakei zu erheben.. Mau vergleiche die aktenmässigen Feststellungen mit den Anschuldigungen Dr. Brody’s und sehe, was von seinen Behauptungen — selbst nach seinem Rückzug — noch übrig bleibt. Hass und Verbitterung sind eben nicht sehr treue Ratgeber. Die oben erwähnte Korrespondenz steht in der orthodoxen Zentralkanzlei jedermann zur Einsichtnahme offen. Rundschreiben. Bratislava, 19. E1111 5683. An alle Orts- und Jugendgruppen! Die ״Kenessio Gedaulo“ hat uun stattgefimilen. ■Damit ist die Sehnsucht vieler Tausend Juden aller Länder in Erfüllung gegangen. Die Kenessio Gedaulo ist inii Gottes Hilfe, abgesehen von ihrem praktischen Werte, zu einer mächtigen Kimdgcbnng für das orthodoxe Judentum, zu einem ״Kidusch Schern Schoinajim Borabbim“ von elementarer Gewalt, geworden, wie es das Judentum seit Jahrtausenden nicht erlebt hat. Die Einzelheiten wenden die Mitglieder ׳unserer Organisation aus den Berichten in der Zeitung entnommen haben und können unmöglich im Rahmen eines Rundschreibens 'bekanntgemacht werden. Unsere slowakische Landesorganisation war auf der Kenessio Gedauto trotz der ׳unleugbaren Mängel unserer vorbereitenden Arbeit und trotz der kurzen Zeit, die uns für die Propoganda zur Verfügung Stand, mit einer starken Landsmannschaft vertreten. Die Delegierten und Ersatzdelegierten der Ortsgruppen waren fast vollzählig erschienen und ausserdem nahm eine grosse Anzahl von Gästen aus der Slowakei an den Verhandlungen •teil. Alle Anwesenden wenden darüber Zeugnis ablegen, welch tiefen Eindruck die Kenessio׳ Gedaulo hinterlassen hat. Der Beweis, für die von uns erwartete Bedeutung der Kenessio Gedaulo für die Erstarkung des jüdischen Lebens im Sinne des orthodoxen Judentums auch in der Slowakei, ist in'vollem Masse erbracht. Es liegt nun auschschliesslich ־an uns, an unserer aller ener- ■Rischer Arbeit und be׳geisterber Hingabe, um den Erfolg der Kenessio Gedaulo für die Zukunft in unserem Lande auszunützen. Jetzt ist der Zeitpunkt für eine breit und tief angelegte Propaganda und d'ie Erweiterung unserer Organisation auf alle religiösen Volksschichten gegeben. Wir würden uns gegen das Judentum schwer vergehen, wenn wir diese Arbeit auch jetzt noch lässig behandeln würden. Aus diesem •Grunde ׳beabsichtigen wir, in einer Reihe von Rundschreiben an •die Orts- und Jugendgruppen auf ׳die Beschlüsse der Kenessijo Gedaulo hinzuweisen ׳und die Mittel und Wege anzugeben, wie diese Beschlüsse im Rahmen unserer Ländesorganisation diurchgeftihrt werden sollen. Hier beigeschlossen erhalten Sie zunächst ein Zirkular •betreffend den ׳Beschluss wegen der praktischen ״Erez Jisroei”־Arbeit während des ״Schmitto“-Jahres 5634. Wir bitten Sie, an der Durchführung dieses Be- Schlusses mit ihrem Ortsrabbiner ׳und eventuell dem Gemeinde Vorstand mit aller Energie zu schreiten. An das Ra'bbinat ׳und •diem Gemeinidevorstand geht ein Ansuchen im ähnlichen Sinne. •Des weiteren weisen wir! Sie auf den Ihnen von der Kenessio Gedaulo zugegangenen Aufruf der slowakischen Rabbiner hin, der auch für die weitere Folge unserer Arbeit von unschätzbarem Werte sein ׳dürfte. Wir bitten alle Orts- und Jugendgruppen sowie die Vertrauensmänner unserer Organisation, von jetzt ab, jede Woche ׳mindiestens einmal in engeren und weiteren Zirkeln, sowie Mitgliederversammlungen die Fragen unserer weiteren Arbeit eingehend zu behandeln und uns Vorschläge ׳und Anregungen aus den Kreisen unserer .Mitglieder zukommen zu lassen. Als erste Anforderung für die zukünftige planmassige Arbeit, erscheint uns die Einberufung eines Delegiertentages •unserer Orts- und Jugendgruppen. Dieser Delegiertentag wird voraussichtlich ,unmittelbar nach Sukkoth stattfinden. Ihm wird auch d'ie Ausarbeitung der Statuten für unsere Land'esorganisation, auf Grund des auf der Kenessio Gedaulo angenommenen allgemeinen Statuts und die Vorbereitung eines Normalsfatuts für unsere Ortsgruppen obliegen. Wir fordern die Orts- und Jugendgruppen ׳auf, schon jetzt die Vorbereitungen für diesen Delegiertentag zu treffen. Indem wir der Hoffnung Ausdruck geben, •dass der Ruf der grossen Autoritäten, die an der Kenessio Gedaulo teilgenommen haben, in allen Herzen der slowakischen Judenheit lauten Widerhall! finden, und alle lebendigen Kräfte der Orthodoxie zu tatkräftiger Arbeit für Agudas Jisroel wecken wird, begrüssen wir Sie mit vorzüglicher Hochachtung, Landesorganisation der Agudas Jisroel in Bratislava. * Anfmf zur Erez Israel Arbeit. An alle Orts- und Jugendgruppen! Die Besiedlung Erez Jisroels als Land des jüdischen Heiligtums, bildet eine wichtige und grossen Erfolg versprechende Aufgäbe der Agudas Jisroel. Auf der Kenessio Gedaulo wurde die Notwendigkeit einer umfassenden Betätigung auf diesem Gebiete allgemein anerkannt und den Landcsorganistationen zur besonderen Pflicht gemacht. Die Beschlüsse, die in dieser Beziehung gefasst wurden, werden in׳ dem herannahenden Jahre 5684 auch von unserer slowakischen Landesorganisation eine zielbewusste Tätigkeit erfordern, die die Anspannung aller Kräfte erheischen wird. Das Jahr 5684 ist ein Schmittoh-Jahr. Nach der Grundanschauung des orthodoxen Judentums gehört ׳die Erfüllung der Schmittoh-Gesetze in Erez Jisroel, zu jenen Mizwaus, an denen einen Anteil zu haben ein jeder Jebudi bestrebt sein müsste. Eine grössere Anzahl/ unserer frommen Gesinnungsgenossen in Erez Jisroel unterzieht sich •all den Opfern, ׳die. damit bei der gegenwärtigen *Verhältnissen verknüpft sind. Unsere Aufgäbe ist es, ihnen die Erfüllung dieser Pflicht nach Möglichkeit zu erleichtern. Zu diesem Zwecke, hat die Agudas Jisroel einen allgemeinen Schmittoh-Fond gegründet, aus dem d'ie notleidenden Arbeitslosen während des Jahres unterstützt werden sollen. Die slowakische Landesorganisation hat mit Zustimmung aller anwesenden Rabbiner den Beschhiss gefasst, den Arbeitslosen während des Jahres durch Beschäftigung beim Bau von Häusern ■beliifüch zu sein. Es wurde beschlossen, einen Fond ״Binjan Botlm“ zu gründen, zu dem in Form eines ״Kojfer Nefesch“ jedes Familienoberhaupt in der Slowakei, für jedes Glied seiner Familie, ob jung, oder alt, ob Mann, oder Frau, eine Goldkrone, d. 11. tsch. K. 6, beizutragen auf gef ordert werden soll. Dieser ״Kojfer Nefesch“-Beitrae kann und soll ohne Ausnahme in aIllen Gemeinden von jedem Juden erhoben werden. Die Ehrw. Herren Rabbiner sollen gebeten werden, auf die Wichtigkeit dieser Aktion bei ihren Deroschaus während der Feiertage hinzuweisen. Die Agudas Jisroel. Orts- und Jugendgru'ppen müssen es als ihre dringenste Pflicht betrachten, sofort mit der EinsamnRung dieser Beträge zu beginnen. Wir sind dessen sicher, dass sich kein Bar Jisroel entziehen wird. Denn dadurch wird gleichzeitig Mizwas Jiscbuw Erez jisroel ׳und eine soziale Wohltat an vielen bedürftigen Brüdern ausgeübt. Wir bitten die Orts- und Jugendgruppen, unverzüglich an die Arbeit zu schreiten und uns Nachricht über die Massnahmen zukommen zu lassen, die!sie zur Durchführung dieses Beschlusses getroffen haben. Weitere Auskünfte erteilen wir gerne. Mit כוח״ט -Wunsche Landesorganisation der ״Agudas Jisroel“ in Brati~ slava. י Die Kommunal wählen in der Tschecho-Slowakei und die Juden. Die Regierung hat für d'ie ganze Tschecho-Slowakei K o m m u n a 1 ׳w a h 1 e n angeordnet. Die orth. Landeskanzlei hat aus diesem Anlasse an sämtliche orth. Gemeinden und Rabbiner des Landes folgendes Rundschreiben gerichtet: Cislo 2680-1923. An‘ sämtliche R abb in a te u'nd Verbände der orthodox-jüdischen Gemeindenin der Slowakei u‘n‘d Podk‘a‘rpadska Rus. Ehrw. Rabbinat! Löbl. Vorstand! Am 16. September finden in sämtlichen Gemeinden der tschecho-slowakischen •Republik ׳die Kommunalwählen statt. Die kurze Frist bis zum Wahltermin fordert ׳bei aller gebotenen Vorsicht •und1 Umsicht die grösste •Eile bei den Massnahmen, die im Interesse unserer jüdischen Mitbürger zu treffen sind.. Nach gründlicher Durchberatung des Gesamten mit den Wahlen in Zusammenhang stehenden Materials sind wir zu folgendem Resultat gelangt: Wir empfehlen die Gründung einer Partei für die Kommunalwählen unter dem Namen ״Jüdische Partei" (ohne jeden weiteren Beinamen) und wollen Sie, die mit den im Sinne des § 20 •der Wahlordnung notwendigen Unterschriften (höchstens 100) versehene Anmelidiung der ״Jüdischen Partei" bis zum 2. September 1. J. beim Gemeindeamte (Obecny •urad) ehireieben. ׳Das Programm der ״Jüdischen Partei" ist in wenigen Sätzen zusammengefasst: 1. Pflege des interkonfessionellen Friedens und strikteste Neutralitat gegenüber den politischen Parteien. 2. Unter- Stützung alles dessen, was die vollständige Konsolidienung •im Staate fördert, Verhütung un׳d Verhinderung dessen, was die gesetzlich gewährleistete Gleichberechtigung der Juden auf irgendeine Weise zu beeinträchtigen imstande wäre. 3. Absolute Aus- Schaltung aller inner jüdischen Parteitendenzen (Zio- Trismus, Nationalismus, Betonung •der Minoritätsrechte u. drgl.) Zur Durchführung dieses Programms empfehlen wir Ihnen, Männer zu kandidieren, die für die Einhaltung obigen Programmes persönliche Garantie bieten. Wir bitten Sie um sofortige Nachricht, ob und in welcher Weise■ diesem Rundschreiben in Ihrer Gemeinde entsprochen werden •konnte und (nach der Wähl) welcher Erfolg •dabei erreicht wurde. Hochachtungsvoll: Für ׳das Zentralbureau: Oberrabbiner Koloman Weber, Präses,. Oberrabbiner Simon Hirschler, Vizepräses. Bratislava, 27.-August 1923. — Im Sinne dieser Aufforderung wurden während der letzten Tage in allen Orten die Wahllisten aufgestellt. Agüda-Beiegiertentag. Die Leitung •der slowakischen Landesorganisation bereitet einen Delegiertentag der Orts- und Jugendgruppen für unmittelbar nach סבות vor. Der Delegiertentag wird über die Arbeit der Landesorganisation während des Winters und über die Durchführung der auf der Kenessio Gedaulo angenommenen Resolutionen zu beschliessen haben. In einem Rundschreiben fordert die Bratislavaer Leitung die Orts- und Jugendgruppen zur energischen Arbeit auf und weist auf •die •grossen Aufgaben hin, ׳die der Aguda durch die Kenessio Gedaulo erwachsen sind. Beurlaubung der jüdischen Soldaten ln der Tschecho- Slowakei für die Feiertage. Ueber Ansuchen des Zentralbureaus der orth. isr. KultusgemeCnden in der Slowakei hat das Ministerium iiir Landesverteidigung am 4. August 1. sub Zahl 37.118-10.018-15 odd. ex 1923. angeordnet, das den Soldaten jüdischer Konfession für ihre Feiertage auf ihr Ansuchen ein kurzer Urlaub bewilligt werde. Der Sanoker רב in der Slowakei. Wie wir vernehmen, hat der riihmlichst bekannte Rabbi Ai e i r S c h a p i r 0, Oberrabbiner von •Sanok und polnischer Sejmabgeordneter, der auf der Kenessio Gedaulo durch seine zündenden Reden als •einer der rasendsten Gestalten des orthodoxen Judentums h'ervorgetreten ist und sich auch die Sympathien der slowakischen Landsmannschaft erworben hat, das Versprechen gegeben, nach den Feiertagen in Pressburg und eventuell auch in einigen anderen Zentren Vorträge zu halten. Die Zusage des gefeierten Führers hat •in weitesten Kreisen grosse Freude ausgelöst..

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