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Jüdische Presse · 1923-08-10 · 32 (10.8.1923) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
9 (1923)
Issue
32 (10.8.1923)
Date
1923-08-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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jüdische, presse Nr. 32 י.,:.., 10 Sei Hmtrika. AitscMass der Rabbitier Amerikas und Kanadas 41f die Agudas Jisroef. New York. (A. JI P. B.) Dieser Tage wurde die Konferenz der Rafobiner Aimerrkas und Kanadas eröffnet. Die Konferenz 'beschäftigte sich haupfcsächlieh mit der Frage der Verbreitung der jüdischen Religiösität unter, den breiten jüdischen Masssen Anrerikas. Es wurde eine ganze Reihe von Resolutionen betreffend Sabbatli. Kaschrus, Taharath Mischpocho usw. angenommen. Grosse Zufriedenheit wurde durch 'die Annahme der Resolution für den Anschluss der Rabbiner- Verbindung an die Agudas Jisroel hervorgerufein. Die Resolution fordert unter anderem, die Herausgabe eines Aufrufes der amerikanischen Rabbiner an die jüdische Öeffentlichkeii zum Anschluss an die Agudas Jisroel, damit so die Vereinigung des orthodoxen Judentums in einer starken Organisation geschaffen werden soll Von seiten einiger Rabbiner wurde der Antrag gestellt, dass der Anschluss an die Agudas Jisroef nur in Bezug auf die Verbreitug der Thora erfolgen soll. Dagegen soll der Rabbinerverband die allgemeine Politik der Agudas Jisroei nicht unterstützen. Kraft einer grossen Mehrheit wurde die Resolution angenominell, sich der Agudas Jisroel ohne jede Einschränkung anzuschliessen. ׳ Rabbiner S. Gkiser-Cansas hat in einer glänzenden Rede über die Aufgaben de׳r Ralbbinerverehiigung unter anderem von seiner Unterredung •mit Präsident Harding über die jüdischen Emigratiousfragen Mitteilfang gemacht, in welcher Präsident Hardig sich eingehend über die religiösen Fragen der jüdischen Emigrauten informieren •Hess. Die Rede Rabbiners S. Glaser machte auf die Anwesenden einen grossen Eindruck. Unverantwortliche Brunnenvergiffung. Jerusalem. (A. J. P. B.') ״Morning Journal“ aus New York bringt in seiner Nummer 6631 vom 16. Juli ein Telegramm seines Korrespondenten, wonach das englische Kolonialminiisteriuim' ein Memorandum von der Aguda in Jerusalem erhalten hat, in welchem Sir Herbert Samuel denunziert wird. So wird auf unverantwor.tliohe Weise das Memorandum, das die bekannten Forderungen der palästinensischen Orthodoxie in Bezug auf die Selbständigkeit der orthodoxen Gemeinden fc Erez Jisroel enthält, als Denunziation au? Sir Herbert Samuel Mngesteflt. Kosoher-Wasohbeohen aus Rein-Aluminium (mit 2 Henkel), in jedem orth. Haushalt unentbehrlich, ist nun wieder in allen einschlägigen Detailgeschäften zu haben BEZUGSQUELLE FÜR WIEDERVERKÄUFER 85 gm an81 d Bondy & Bruder Haus- & Küchengeräte en gros WIEN, 1. BEZIRK, GONZAGAGASSE Nr. 12 1■ WIEN I. GRABEN NACH• UND {DIE GRÖSSTEN UND SCHNELLSTEN SCHIFFE DER WELT! Fl LIALELN& . 1 WIEN/IV. ARGENTINIERSm.<52* I - GUJSSING / STEFAN KLEE I vi 1, C3 4 AUSKÜNFTE WERDEN STETS GERNE ERTEILT, f Eigentümer und Herausgeber: ״Jüdischer Verlag G. m.b. H.“f II., Malzgasse Nr. I2a. — Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch, Wien, I., Kölnerhofgasse Nr. 2. Für die Tschecho-Slowakei: Heinrich Schwarz, Bratislava. — Druck: Druckerei und .Verlags־A.־G. Ig. Steinmanp- Wien, IX., Universitätsstrasse 6. Palästina. Annam. 'Am 29. JtoM besuchte König Fafeul seSnen ÖruÖer, den Emir Abdülah, in Amsam. König Faistrl empfing eine arabische Delegation aas Fa&stina wrrter der Führung des Omar Bltar, des Vertreters von Ka®hn Pascha, der zurzeit in London wellt Sfr Gilbert Oayton nahm als Vertreter der palästinensischen Verwaltung am offiziellen Empfange teil. Landeskonferenz der Agudas Jisroel in Palästina. Jerusalem. (A, J. P. B.) Am 29. Tamus fand die jüngste Sitzung der Landeskonferenz der Agudas Jisroel in Jerusalem statt. Die Sitzung beschäftigte sich mit den politischen Angelegenheiten der Agudas Jisroel. Anwesend war Oberrabbiner Chattn Sonnenfeld, der auch mit einer flammenden Rede die Konferenz beschloss« Gleich nach der Konferenz reiste der Delegierte Rabbiner Horowitz nach Europa ab, um an den Vorbereitungen zur Kenessio Gedaulo teilzunehmen. Die Konferenz erweckte grosses Interesse unter der orthodoxen Bevölkerung Erez Jisroels. Jerusalem. Vor der Abreise der arabischen Delegaiion nach London erklärte Musa Kazim Pascha in einem Interview folgendes: Wir werden in London an unseren Forderungen festhalten. Wir können auf nichts verzichten. Falls England sich mit uns verständigen will, muss es in Palästina eine nationale, konstitutionelle und unabhängige Regierung einsetzen. Dieses wird uns für die nächste Zukunft genügen. König Hussein wird den Hedschas-Vertrag in seiner gegenwärtigen Form niemals unterzeichnen. Keiner von den Mitgliedern des Advisory Council ernannten Araber wird diese Ernennung annehmen. (J. P. Z.) Jerusalem. Die Frankfurter Agudas Jisroel verständigte die Jerusalemer Aguda von der Absendung von 525 Pfund. Davon sollen 420 Pfund als Handgeld für einen Platz, wo eine orthodoxe Kolonie bei Jerusalem gegründet werden soll, 50 Pfund für Mädchenschulen, 40 Pfund für ״Kol Jisroel“, der Rest für andere Zwecke verwendet werden. Jerusalem. Da die Kinderkrankheiten sich in Erez Jisroel in letzter Zeit stark verbreiteten, ordnete Oberrabbiner Sonnenfeld zusammen mit dem Beth Din Zedek für alle aschkenadschcn Gemeinden an, dass an jedem Montag und Donnerstag besondere Bittgebete gesagt werden sollen. Jerusalem. Ekle zahlreich besuchte :Versammlung von Vertretern der jüdischen Kolonien ist in Petach- Tiikwah zusammemgetreten, um die Gründung eines Verbandes der Kolonisten zu beraten. Der Verband soll unabhängig sein von Unterstützungen seitens der Jaden in der Diaspora und von der zionistischen Organisation in Palästina• ÜH Bücherausweis Hü Justizrat Dr. Naphtall Hirsch. Ein Blick in seine Geisteswerkstätte. (Frankfurt a. M., Sänger & Friedberg 1923.) Unsere Zeit lebt schnell und vergisst rasch, namentlich, wenn es sich um Männer handelt, deren Wirken mehr in die Tiefe als in die Breite ging. Ein solcher Mann war Justizrat Naphtali Hirsch, der jüngste Sohn Samson Raphael Ifirschs s. 1. Nur wenigen ist es bekannt, was dieser stille, zurückgezogene Mann für das grosse Werk seines Vaters geleistet hat, wie er es als seine Lebensaufgabe betrachtet hat, das Werk seines Vaters für den Austritt zu vollenden. Seinem unermüdliehen Wirken ist das Gesetz vom Jahre 1899 in erster Reihe zu danken, doch dass es den Gesetzestreuen in Frankfurt möglich ist, von vomeherein derjenigen Geme'inde anzugehören, die ihrer religiösen Ueberzeugung entspricht. Man spricht nicht gerne vom Austritt und doch hat die Möglichkeit des Austrittes erst freie Bahn auch für die Betätigung der sogenannten Gemeindeorthodoxen geschaffen. Es zeugt von einem geradezu beispiellosen Mangel geschichtlichen Sinnes, wenn diese in das allgemeine Geschrei gegen die ״Trennungsorthodoxie“ mitcinstimmen. Wäre diese nicht da, so hätte man längst sie aus den Gemeiinidestuben hinauskomplimentiert. Dass sie in den Grossgemeinden überhaupt zu Worte kommen, ist ausschliesslich ein Verdienst — wenn es ein solches ist — der Trennungsorthodoxie. Es ist ein Verdient der Verlagsfirma Sänger 6: Friedberg, dass sie dem Wirken des bescheidenen, grossen Mannes ein würdiges Merkmal durch Herausgabe seiner Schriften gesetzt hat. Es sind zum Teil juristische, zum Teil auch pädagogische Aufsätze, die der Band uns bietet. Man gewinnt aus all den Aufsätzen das Bild eines Mannes, der das Ideal des ״Jissroelmensch“, wie sein grosser Vater es verstanden wissen wollte, in seinem Leben und Schaffen verwirklicht hat und dies allein ist Gewinn für alle, die diesem Ideal nachstreben wollen. ■Dr. Herrn. Klein. Ij Spenden für das Badener Waisenhaus im Juli 1923. Herr Th. Welss, Wien VII. K 200.000, Frau Rosa Schaffer, Wien K 200.000, Herr Mayer Lanefuch, Wien Kronen 288.300, Frau Morgenstern, Wien K 100.000, Herr Ch. Wickler, Baden K 36,000, Frau Dr. Barber, Wen K 100.000, Herr Mrj S. Heller, Baden K 60.000, Frau M. Salzer, Wien K 100 000, Herr Kohn K 20.000, Herr Dr. Ign. Deutsch, Wien K 140.000, Herr Dr. S. Deutsch K 50.000, Herr Kohn K 100.000, Her!' Brüll K 20.000, N. N. K 100.000, Herr Falkner K 100.000, Dhrerse Spenden K 98.000 und Kö 3. — Zusammen Kronen 1,722.300 und Kö 3. Spendenausweis. Cicftecl)0־$l«waR«i. .להסיר מכשול ״Wir erhalten von vollkommen zuverlässiger Seite nachfolgende zwei Zuschriften. Auf Grund der Zuschrift I hat sich ein Interessent nochmals an die Firma ״Sana“ in Prag um Aufklärung gewendet, weiche er in Form des Briefes 2 erhalten hat. Wir übergeben diese beiden Briefe der Firma ״Sana" in Prag ohne jeden weiteren Komentar der Oeffentlichkeft, wozu wir uns für verpflichtet halten." ,3ana“, Rraha II., Puicovnl ul. 2. 11. Juni 1923. Herrn E. B. in Z. Unser Hauptartikel für das dortige Gebiet wäre unsere koschere Margarine ״Mxschman“, die aus den feinsten Pflanzenfetten zubereitet und mit frischer Milch1 verbuttert wird, demzufolge alle Eigenschaften einer, feinen TeebutteT und auch vollkommene Butterähnliclikek besitz!. ■Herrn PT-ag den 20. Juli 1923, J. G. in H. Wir erhielten ihr w. Schreiben vom 19. d. M. und bedauern, dass lediglich oin Irrtum unserer Korrespondenzabteilung so weittragende Unannehmlichkeiten nach sich zieht. Um auf die Ursache all dieser Widerwärtigkeiten zurückzukommen, wollen wir nachstehendes bemerken: Unsere koschere Margarine Mischman ist aus dem allerfeinsten, reinsten Pflanzenfetten ohne jeden tierischen Zusatz erzeugt. Unsere Bemerkung, dass die Ware mit frischer Milch verbuttert sei, ist auf Irrtum unserer Korrespondenzabteilung zurüokzufühen. Die Ware ist garantiert frei von jedem tierischen Zusatz. Mit diesem Irrtum steht Herr Dr. Brody in gar keine Verbindung und müssen wir Sie dringlichst ersuchen, den genannten Herrn Rabbiner in keiner Weise in diese Angelegenheit hineinzuziehen. Wir bitten Sie, sowohl Herrn Brach aus Zborov als auch die erwähnte Rabblnatskanzlei sofort entsprechend aufzuklären. Keinesfalls darf der Name des Herrn Doktor Brody in diese Sache 1hineingezerrt werden, denn derselbe ist an dem Irrtum vollkommen unschuldig. Wir hoffen, dass vorstehende Zeilen vollkommen genügen, um die Angelegenheit beizulegen und zeichnen, Ihren sofortigen Bericht erwartend hochachtungsvoll ppa. ״Sana“, Gesellschaft m. b. H früher K. Werfel Express. tu. p. Werfel. fl♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦»»♦ ♦ ♦ ♦ Bratislava (Pressbimj), Cicfcr Ulea Erstklassige diagnostische, diätetisehe u. physikotherapische Anstalt für Nerven- und innere Krankheiten. Chirurgie, Geburtshilfe. Orthopädie, Abteilungen für Augen-, Ohren-, Kehlköpfu, Hautkrankheiten, Röntgenbehandlung. Chemische u. bakterio- // logische Laboratorien. // \ Täglicher Pauschalpreis v. öK 55 aufw. ♦ Pauschalpreis für Entbindung v. cK 1100 \ bis cK 1800 (8 Tage). ♦ Wasserkur auch für Auswärtige cK 15 t FREIE ARZTEWAHL. ♦ * Rituelle כשל Verpflegung unter Aufsicht * des Pressburger orthodoxen Rabbinates. * ♦ m* f ♦ 4 4 4 4 4 4 4 ♦ 444444444444444444444#4«4 KALENDÄRIU M/ Tag August Ab Notizen Sonntag J 12. 30. 1. Tag Rosch Chodesch Elul. Montag 13. El«! 1. 2. Tag Rosch Chodesch Elul: Schofar Blasen. , Dienstag 14. 2. 3. Mittwoch 15. Judengemetzel in London anlässlich der Krönung von König Richard 4950. — Tod R, Mose Charif, Pressburg 6548. Donnerstag 16. 4. Tod R. Jomtob Lipmann Heller, Tosfoth Jomtob 541/4. Freitag 17. 5. Tod R. Aron Meschulem Halewi, Stammvater der berühmten Familie Horwitz, Prag 4310. — Tod R. Lintschütz, Ollelos Efraini, Prag 4379. Samstag 18. 6. Schoftim. — Haftora: Anauchi-Anauchl. - Tod R. Arjeh Leb Rechnitz. — Tod R, Jekutiet Jehuda Teitelbaum, M.-Sziget 5648.

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