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Jüdische Presse · 1922-06-16 · 21 (16.6.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
21 (16.6.1922)
Date
1922-06-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 21 JÜDISCHE PRESSE Seite 133 Aufruf. Das Zentral-Relief-Comniittee in New York hat sich bereit erklärt, die Jeschiwos, Talmud-Thoraschulen und sonstige Wohltätigkeitsanstalten Ungarns und dessen Nachfolgerstaaten, Slowakei, Jugoslawien, Rumänien unterstützen zu wollen. Das erwähnte Komitee, welches mich mit der Uurchführung der Angelegenheit betraute, wünscht von den betreffenden Rabbinen und Gemeinden einen Ausweis über folgende Daten: 1. Zahl der Bachurim in der „Jeschiwah*. 2. Zahl der Zöglinge in der „Talmud-Thora*. 3. Benennung und Zahl der sonstigen Anstalten. 4. Zerstörte und baufällige Bote-Midrasch und Mikwah. 5. Rabbonim und sonstige Funktionäre und Talmide-Chachomim, welche in notleidender Lage sind und die Zahl der zu ernährenden Kinder. 6. All diejenigen, welche von „Esras Thora« oder sonstigen amerikanischen Vereinen Geld erhielten, mögen die erhaltene Summe angeben, über welch letztere Mitteilung strengste Diskretion eingehalten wird. Jede Zuschrift bitte, mit Unterschrift nebst Siegel des Rabbiners und des Vorstandes versehen, ehestens an meine Adresse zu richten. New York, 20. Omer 5682. Rabbiner J, Neuländer Bronx New York City, H, 950, Leggett Ave. P. T. Vor Jahren haben wir zwecks Verhütung von cbltiOÜ »nd Irreführungen zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß nur die vom tKlJaXT Dvfi iTltt H., Große Schiffga&se 1, in Verkauf gebrachten fillTID p^DH T\"Ü unter unserer Aufsicht stehen. Im Laufe der Zeit hat die unverantwortlichste Irreführung die weitesten Kreise ergriffen. Zur tiefsten Betrübnis aller püljöfct ''^K werden die heiligsten Artikel für fundamentale filiflfi gefälscht und in gewissenlosester Weise werden allerlei Q^IDS und Ersatz-Surrogate von den verschiedensten Bezugsquellen in Umsatz gebracht. Machtlos, diese Uebel zu entwurzeln, erachten wir es als unsere heiligste Pflicht, nochmals nachdrücklichst zu wiederholen, daß nur genannter *1£1D von uns beaufsichtigt und als verläßlich anerkannt wird. Das Rabbinat der bK^ty mj? (Schiffschul). ^S^ifi^^S^^ß^ flguda. t^j^rS^^j^ jft&^&«.^tejJH£. S^TljK JljK Zehn Jahre Aguda. De? 12. Siwan, der Tag, an dem vor zehn Jahren die denkwürdige Versammlung zu Kattowitz stattgefunden hat, wurde von vielen Ortsgruppen zur Veranstaltung von Versammlungenund Kundgebungen benützt. Die gesamte orthodoxe Presse widmete der Wiederkehr dieses Tages besondere Festartikel, in denen auf die bisherige erfolgreiche Tätigkeit der Organisation, aber auch — dem Ernst der Stunde entsprechend — auf die großen Aufgaben, die ihrer in nächster und in der ferneren Zukunft harren, hingewiesen wird. Der Warschauer „Jud" widmet diesem Anlasse eine acht Seiten starke Sondernummer. Die Lemberger Versammlung sandte eine Begrüßungsdepesche an die Wiener Zentrale. Üeber den Verlauf der Wiener Versammlung beikMen wir an anderer Stelle unserer heutigen Nummer ausführlich. F.ine Aguda-Versammlung in Wiener-Neustadt. Vergangene Woche fand zugunsten der Hungernden in Rußland in Wiener-Neustadt eine große Versammlung statt, in der Sr. Ehrw. Oberrabbiner Im. Joel Po Hak namens seiner Gemeinde die liegrüföiingsansprache hielt und gleichzeitig die ungeheure Bedeutung der durch die Aguda eingeleiteten Hilfsaktion für die Hungernden in Rußland hervorhob. Sr. Ehrw. Herr Oberaibb': er Ii e i c h aus Baden hielt ein Referat, das durch sehie meisterhafte Beredsamkeit das Publikum in Atem hielt. Der Erfolg war ganz bedeutend. Es wurden an Ort und Stelle mehrere hunderttausend Kronen gezeichnet und auch ein Lokalkoniitee zu weiteren Sammlungen konstituiert. Hguda-Judeitdgruppe. Emden. Am 14. Mai fand hier unter starker Beteiligung, der erste Bezirkstag der Aguda-Jugendorganisation für Ostfriesland und Emsland statt. Bereits am Vormittag hatte eine Besprechung der Vertreter der in der der dortigen Gegend bereits bestehenden Aguda-Jugendgruppen sowie von Vertretern verschiedener Gemeinden stattgefunden, in der die Gründung einer Bezirksgruppe beschlossen würde. Die Hauptversammlung nachmittags wurde eingeleitet durch einige Begrüßungsworte des derzeitigen Vorsitzenden der Jugendgruppe in Emden, Herrn Lehrer Apt. Es erhielt dann das Wort Herr Dr. Max Cohen aus Köln, der in kurzen Zügen die Bedeutung der Tag Siwan Juni Notizen Sonntag 22. 18. 19. _____________ 20. Verfolgung unter Chmelnicki — Tod R. Schmuel Budespitz, Aszod, 5578 Jerobeam verhindert Bikurirn — Tod des R. Jakob Pollak-Lublin und seines Gegners R. Abr. Minz Padua 5285 Montag 23. _______________ 24. Dienstag Tod R. Moses Kohu Aachkenasy-Mainz 5958 — Tod R. Abraham Kaschi Luhlin 5303 Mittwoch 25. 21. Tod R. Chajim Szofer (Machne Chajim) Budapest 5646 — Tod R. Simon ben Gamliel, R. Ismael ben Elischa und R. Chanina Sgan hakohanim Tod des Parness R. Eisik Jekels Krakau 5413 — Märtyrertod R. Pessachja ben David Donnerstag 26. 22. Freitag 27. 28. 23. Märtyrertod R. Chananja ben Teradion — Tod R. Meir Eisenstadt 5504 Samstag 24. Schlach-lecho — Rosch Chodesch Benschen — Haftoro: Wajischlach Johuschoa — j 2 Perek — Ende der Sintflut | Aguda-Bewegung für die Judenheit darlegte. Er sprach von ihrer Bedeutung für die Oesamtjudenheit, für die deutsche Judenheit, insbesondere aber für die Jugend. Das zweite Referat hielt Herr Rabbiner Blum aus Emden, der in markigen Worten die versammelte Jugend insbesondere auf den großen Wert des Thaurowissens und Thauroübens hinwies. Er sagte, daß sowohl in der Jugend, als auch im Judentum Leben, Bewegung und Idealismus zu finden sei, und daß die Jugend in dieser Beziehung auch in jüdischer Weise sich als Jugend zu führen habe. Es folgte dann eine rege Diskussion, die weniger einen Angriff als ein Unterstreichen der Ausführungen der beiden Redner enthielt. In vorgerückter Stunde folgten dann noch die Referate der Herren Lehrer Klein (Norden) und Ruda (Wilhelmshafen). Beide Referenten wandten sich in kräftigen Worten an die Jugend. Aber auch an die Eltern richeten sie einen Appell, daß sie das Streben der Jugend unterstützen müßten. Nach einer weiteren kurzen Diskusison wurde die Versammlung geschlossen. Wir knüpfen gern die Hoffnung daran, daß von dieser Tagung eine weitere kräftige Entwicklung für die Thora und für Agudas Jisroel ausgehen möge. Verlobung. Das hochverdiente Mitglied des Jugendamtes und der Palästina-Sektion der Agudas Jisroel-Jugendgruppe in Wien und Jerusalem, Herr Lewi Jizchok Kahane hat sich mit Fräulein Erna Kolin in Wien verlobt. Die Wiener Aguda-JugendeTimne hofft, in Herrn Kahane auch nach seinem Ausscheiden aus ihrem Kreise einen eifrigen und begeisterten Förderer zu. haben. „Kol Jisroel", das Organ der palästinensischen Aguda, wendet sich in seiner jüngsten Ausgabe mit einem warmen Appell an die Rabbonim und Gaonim in der großen Welt, durch aufklärende Arbeit und Proteste zur Steuerung der Irreligiosität in Palästina beizutragen. „Euch, den Fahnenträgern der Thora während zweitausend Jahren, obliegt die Pflicht'1 — schreibt „Kol Jisroel" unter anderem — „gegen die Religionsschändung in unserem Lande zu protestieren. Ihr müßt die orthodoxe Judenheit darüber aufklären, daß die Gelder, die sie für ,jischuw hoorez' und für die Neubelebung des jüdischen Volkes spenden, dafür benutzt werden, das Land zu verwüsten und zu verunreinigen und die Seelen der jüdischen Kinder zu vergiften. Rabbonim und Gaonim! Ihr dürft nicht schweigen! Dies ist keine Parteifrage. Es handelt sich hier um Sein oder Nichtsein des Judentums im Herzen des jüdischen Volkes, in Erez Jisroel, in der Heiligen Stadt, in der Zentrale der Thora... Wrir sprechen doch nicht wegen chilul schabbos in San Francisco, dort ist es eine Folgeerscheinung der Assimilation, das Ergebnis des Lebens in einer nichtjüdischen Umgebung; wir reden hier wegen chilul schabbos in E r e z J i s r o e 1. Wir sprechen hier nicht wegen chilul schabbos von Kaufleuten und Arbeitern, die durch äußere Not verleitet werden; wir reden wegen chilul schabbos der jüdische n ,B e a m t e n', die durch jüdische Gemeingelder erhalten werden und ohne Grund und Anlaß öffentlich den Sabbot entweihen, bloß aus freiem Willen und aus innerlicher ,Ueberzeugung' die jüdischen Heiligtümer mit Füßen treten. Durch Euer Schweigen verlaßt Ihr das junge Geschlecht in Erez Jisroel. Das Einzige,' was unser Land von Euch verlangt, ist, daß Ihr protestiert... Durch Euere Proteste ,werdet Ihr unser Land erretten und das historische Judentum verteidigen, für welches unser Volk Zelintausende Opfer gebracht hat'... Ihr müßt aber auch dahin trachten, möglichst viel orthodoxe Juden in unser Land anzusiedeln ... Unser Land bittet Euch, kommt her und nehmet es in Besitz! Unsere Söhne bitten Euch, kommt uns zu Hilfe, reichet uns Euere Hand und rettet uns ..." e£k-\ Personalia. Todesfälle. Am Erew Schwuos verstarb in Lodz der Pszischer Rabbi im Alter von 92 Jahren. Trauung. Am 13. Juni fand in Curug die Trauung des Frl. Surek, Tochter des dortigen Oberrabbiners Jakob Lebovic, mit Herrn Rabbiner Ignatz Baleban (Veliki Komjat) statt. Bibliothek ^"TflD P3p- Davicl Breuer K 1000, Maier Georg 1000, N. N. 100, Natan Felscnburg 200, Emanuel Lamm 1000, Stern & Weis Galanta 2000, Bernhard Klein 1000, S. Weinberger 1000, B. Rabinowitsch 1000, N. N. 100, Armin Bram500, S. Stern 500, Viktor Weis 500, Julius Steinfeld 20.000, Simon Felsenburg 5000, Sal. Schreiber 2000, B. Rabinoitsch 1000, S. Jelenko 100, Erwin Feldheim 290, Moritz Hertzka 1000, N. N. 500, Natan Adler 500, Abr. Schreiber 500, Franz Neumann 5000, S. Salzer 500, Seidl 100, Sandor Adler 3000, Glück 400, Leopold Deutsch 1000, S. Brodi 1000, S. Herzka 1000, Büchsengeld 2300, Büchsengeld 600, Büehsengeld 2331, Moritz Leitner 10.000, Max Hofbauer 2000, Leopold Lederer 1000, Natan Adler 1000, Emanuel Felsenburg 1000, S. Schönfeld 500, N. N. 1400, Büchsengeld 530, N. N. 100, M. Bigleisen 1000, Gustav Pappenheim 2000, Adolf Schreiber 10.000, Steinhof jun. 5000, N. N. 100, Natan Felsenburg 3000, Natan Adler 1000, Leopold Lederer 1000, Adolf Grünwald 1000, A. S. 1000, Emanuel Felsenburg 5000, Natan Felsenburg 20.000, B. Felsenburg 500, N. N. 100, Moritz Spitzer 500, Max Löwy cK 5, N. N. 134, N. Steiner 500, Erwin Feldhein 250, Emanuel Link öK 10, N. N. 100, Leopold Grünhut 3500, Alexander Steiner 1000, Max Adler 500, S. Selenko 100, Moritz Steinhof 1000, Esra ben David 1000, Franz Fischhof 1000, Michael Weldler 300, Natan Felsenburg 80, Erwin Feldhein 160, Stern S. 1000, Emanuel Felsenburg 1000; zusammen K 86.585, cK 15. vJax^JafJttüvA f^^nMim mmt&h Cwy/S^X/t^/fi-/, 4r^*tSJ&j&J<?j<?j< Briefkasten. Diätetische Behandlung. Um den vielen Wünschen zu entsprechen, verabreicht das Preßburger Grand Sanatorium aus seiner ärztlich geleiteten Diätküche auch an außerhalb des Sanatoriums wohnende Patienten diätetische Mittag- und Abendmahlzeiten. Für Zucker-, Magen- oder Nierenkranke und Schonungsdiätbedürftige ist durch diese Einrichtung die für ihre Gesundheit und Wohlbefinden so außerordentlich wichtige Frage der entsprechenden Nahrungseinnahme gewährleistet. Die Mahlzeiten werden im Speisesaale des Sanatoriums eingenommen. Anmeldungen sind telephonisch (Tel. Nr. 15-60) oder schriftlich an den Chefarzt des Sanatoriums zu richten. Buchuersand und Antiquariat „Sepher11 Dp. Moritz Zobel Berlin, W 15, DarmstädterstraBe 9 ■*. . empfiehlt sich dem geehrten jüdischen Publikum in der Tschechoslowakei als billigste Bezugsquelle für Q^SD und Judaica aller Art. Aus den Beständen unseres in Komärno (Slowakei) befindlichen Lagers bieten wir unter anderem freibleibend an: jrp-], 4 Halblederbände, Folio (Wilna) öK 500. bHJin PS?» 8 umfangreiche Halbleinenbände, Regalpapier, ck 250; maoin *n nvwö..die größte Wilnaer Mischnajoth-Ausgabe, brosch., 13 Bände, cK 500, in 7 Halbleinenbänden, geb., üK 580; fi^Sf! S'JJ fTPJtWÖ i?X'Htf,,> Regalpapier, brosch., öK 260, in 6 Halbleinenbänden ßK 320; einschichtige Wilna nHÖJ m& onnöi b'ttnnö' arunna, viele niroDö vorrätig, je nach Umfang öK 10 bis 20, größere mit sämtlichen DTOIBtt eK 22 bis 30- Versand ab Komomer Lager gegen Nachnahme. Bestellungen und Anfragen (genügend frankiert) an Buchuersand „Sepher", Dp. Moritz Zobel Berlin, W 15, Darmstädterstraße 9 Fräulein Erna Grün, Tochter des Informationsbureau-Inhabers M.Samuel Grün (Bratislava) und Herr Bruno Fischer (Halberstadt), Sohn des Bankgeschäfts-Inhabers Ludwig Fischer (Wien) empfehlen sich allen Verwandten und Bekannten als Verlobte. Statt .jeder besonderen Anzeige!

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