Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1922-05-12 · 17 (12.5.1922) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
8 (1922)
Issue
17 (12.5.1922)
Date
1922-05-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2629891-2629953-2629970--0604-2632254
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

Nr. 17 JÜDISCHE PRESSE Seite 113 orthodoxen Schulwerkes. Es wird darauf hingewiesen, daß es sich um Sein oder Nichtsein eines Erziehungswerkes für über 2000 Kinder handelt, das den Lebensnerv des orthodoxen Judentums in Palästina bildet. Die Einwanderung. Während des Monates März sind in Erez Jisroel 793 jüdische Immigranten angekommen. CscbecboslowaReiflnscbluf) der wichtigsten Gemeinden an die Konservativ-jüdische Partei Aus Munkaßove wird uns telegraphiert: Dieser Tage hat sich der offizielle Anschluß der Gemeinden Munkaßs, Huszt und ßeregszasz an die konservativjüdische Partei vollzogen. Das bedeutet die Entscheidung für den Sieg der konservativen-jüdischen Partei. _ i Der Prager Hirtenbrief. Große Verblüffung hat der Hirtenbrief des Prager Oberrabbiner Dr. Brody hervorgerufen. Mit der Aufschrift: „Brief des Friedens und der Wahrheit" ist ein weder Frieden noch Wahrheit atmender vehementer Angriff auf die orthodoxen Rabbiner der Slowakei versendet worden. Die Epistel in gutem antiken Machloke- Styl gehalten, wirkt komisch durch die Flut von Schmähungen, die sich in endloser Wiederholung dem deplazierten Titel „Brief des Friedens und der Wahrheit" anschließt. Alle guten Freunde des Dr. Brody tun ein gutes Werk, wenn sie den als Gelehrten in bestem Rufe stehenden Prager Oberrabbiner davon abraten, sich auf dem glitschigen Boden der Politik zu versuchen. Dieser eiste Versuch berechtigt zu keiner Fortsetzung. Das jüdische Landesspital in Karpathorußland. J. C. B. meldet: Die Bemühungen des „Joint"- Komitees um die Errichtung eines jüdischen Landesspitals in Munkacs, wofür der „Joint" eine Summe von 10.000 Dollar bewilligte, sind an der Uneinigkeit der hiesigen Judenschaft gescheitert. Gemäß den Vereinbarungen mit dem „Joint" hätte die hiesige Kultusgemeinde zusammen mit der Chewra Kadischa die Erhaltung des Spitals nach Ablauf eines Jahers auf eigene Kosten übernehmen sollen. Nun konnten sich diese zwei jüdischen Körperschaften über den Verteilungsschlüssel der zu übernehmenden finanziellen Verpflichtungen nicht einigen, obwohl beide über das erforderliche Kapital verfügen. (Wir glauben, daß der Platz für ein Landesspital in Bratislava, wo eine medizinische Fakultät besteht, ist, und nicht im entlegenen Munkacs. D. R.) Pessicha. Sonntag, den 9. Ijar, wurde in der Preßburger Jeschiwa die traditionelle Pessicha vom Oberrabbiner Schreiber Schi, abgehalten. Das Bes- Din, viele angesehene Bale-Batim und zahlreiche Gäste aus der Fremde, darunter Rabbiner, hatten sich zur Feierlichkeit eingefunden. Oberrabbiner Schreiber wies mit eindrucksvollen Worten auf die Pflichten des Ben-Thoras hin. Er führte aus; daß bei einem Ben-Thora es bei weitem nicht genüge, im Rahmen des G-tt gegebenen Gesetzestreue zu verbleiben, vielmehr muß er durch die Schwungkraft seines Wesens auf andere befruchtend und begeisternd wirken, denn gewollt oder nicht gewollt, wird der Ben-Thora zum Wegweiser der Massen prädestiniert. Wenn daher der Weg eines jeden einzelnen vom Gesichtspunkte des G-ttwollens geprüft werden muß, soll die Handlung des Ben- Thoras mit doppelter Uebersicht auf die Goldwagschale der Weltenbeurteilung gelegt werden, da er doch immer vor Augen haben muß, daß er der lebende Ausdruck der jüdischen Gesetzestreue und die Personifizierung des Thorabegriffes ist. Die mit geistreicher Diwre-Thora gewürzte Rede hatte auf die Schüler einen tiefen Eindruck gemacht und es ist zu erwarten, daß die Jeschiwa im Geiste des großen Ghassam Sofers auch in diesem Sman weiter blühen wird. Sammlung in Stupava für die Ukrainer Waisenkinder» Ehrw. Herr Rabbiner Herzog H. Kß 18, Markus Weber 74, Max Löbl 5, Tobias Erczmann 50, Max Quasztler 10, Sigfried Quasztler 5, Saum Gestetner 1, Leopold Fischer 5, Leopold Schlesinger 20, Mör Stern 50, Ludwig Nasch 80, Gerson Benedikt 5, Max Schröffl 10, Emanuel Mittler 50, Zsiga Hindls 20, Simon Körbl 2, Wilhelm Kohut 20, Sigfried Sonnenschein 10, Michael Wagner 40, Mör Pollacsek 10, Armin Pollitzer 50, Samu Justh 10, Samu Löwenrosen 5, Fritz Geiringer 50, Ignäc Müller 10, Sändor Reich 80, Dezsö Reich 6, Adolf Kühn 50, Alfred Hindls 140, Adolf Reich 10, Jakob Fischer 5, Adolf Schlesinger 5, Max Pissk 5, Adolf Nasch 10, Sami Frankl 10, Ignäc Guttmann 5, Bela Klein 5, M. Deutsch 24, Armin Kohut 5, Otto Kohut 5, Sami Kohut 2, Kugler Emil 5, Kugler Ernö 5, Emil Wagner 10, Josef Müller 2, Sami Nasch 5, Käroly Nasch 2, Simon Stern 20, Miksa Stern 20, Mör Stern 10, Jecheskel Erczmann 5, Richard Großmann 5, Miksa Geiringer 10, Märton Hindls 5, Richard Hirschler 5, Otto Hirschler 5, Toni Hirschler 2, Salamon Keszler 10, Moses Keszler 5, Lipot Keszler 5, Alfred Löbl 6, Adolf Mittler 20, Mör Nasch 10, Oszkär Reich 5, Ignäc Schwarcz 2, Sändor Schwarcz 2, Josef Weber 10, Ferdinand Frankl 5, Emil Schönfeld 5, Viktor Schön 5, Ede Kohn 20, Mör Kohn 25, Dezsö Kohn 10, Jenö Kohn 10, Wilhelm Kugler 50. Julius Berän 20, Diverse 13. KALE N DAR IU M. Tag Mai Ijar Notizen Sonntag 14. 16. Römer massakrieren Juden in Jerusalem 8694 — Tod Maharam, Lublin — Tod R. Leb Fischeis, Krakau (ebenfalls hoher Rabbi Leb genannt} 5481 Sefira 31 Montag 15. 17. Scheni. — Beginn der'Sintflut (nach Rij) — Tod R. Saul, Amsterdam — Tod R. Jecheskeel Landau, Prag (Z'lach, Neoda bejhuda) 5593 — Tod R. Menachem Mendel Hager, Zablatow- Semycze 5647 Sefira 32 Dienstag 16. 18. Lag baomer. — Tod R. Schimon ben Jochai 8881 — Vierländerrat der Rabbiner unter dem Vorsitz Tossafos Jomtow beschließt Issur auf Kauf von Rabbonus Wischnitz 5395 Sefira 38 Mittwoch 17. 19. Tod R. Meir Rothenburg im Kerker 5053 — Märtyrertod des R. Pinchas Katzenellenbogen, Lublin 5436 — Tod R. Jhüde Leb Lewi, Mako 6584 Sefiira 84 Donnerstag 18. 20. Tod Raschis 4868 — Tod R. Aser Neumann, Vacz (Ung.) 5642 Sefira 86 Freitag 19. 21. Titus erobert die Neustadt — Tod des Kabbalisten R. Izchok Eisik, Przemysl 6548 Sefira 36 Samstag 20. 22. Bhar-Bechukassaj. — Haftora: Haschern Uzi — Perek 5 — Tod R. Zwi, Wilna (Verf. des Bet Lechera Jehuda) 5493 Sefira 87 Lag baomer gilt als Halbfeiertag; es wird kein Tachnun gesagt und die Trauergesetze der Sefira haben keine Geltung. Die Kinder sind schulfrei, um (nach alter Tradition) sich im Bogenschießen zu üben. Der Ursprung dieser Feier liegt in der talmudischen Erzählung, wonach Rabbi Akiba 12.000 paar Schüler hatte, welche alle in dem Zeitabschnitte von Pessach bis Lag baomer starben. Noch einen anderen Grund hat die Feier des 33. Omertages. Der Man begann am 18. Ijar zu fallen (Chas. Sofer Jora dea 233). Den Kabbalisten gilt Lag baomer als der Feiertag des Simon ben Jochai, der Tag, wo er seine Mysterien seinen Schülern offenbarte, bevor er starb. (Sohar 291, 296.) Besonders wird dieser Tag in Meron, wo Rabbi Jochai begraben liegt, gefeiert. Aus Syrien, Aegypten, Marokko, Persien, wallfahrt man da nach Meron. Auf einer hohen Säule ruht ein großes Kupferbeoken, gefüllt mit Olivenöl. Die Teilnehmer werfen Tücher, Schleier und Hüte in das Becken. Das „Entzünden" wird verkauft an den Meistbietenden, der die Schlüssel mit einer Kerze entzündet. Die Menge tanzt um das Becken und klatscht in die Hände. Einer ruft: „All dies zu Ehren des Frommen", die anderen erwidern: „Dieses und Jenes zu Ehren des Frommen*. Im Lehrhaus neben dem Grabe wird Sohar gelernt. Die Frauen sitzen in einem besonderen Winkel des Hofes nach Art der Orientalinnen, die Aelteste erzählt von Rabbi ben Jochai; die anderen rufen: „O Rabbi ben Jochai, wie teuer sind die Verdienste des Frommen!" Nach dem Morgengebete wird das Bethamidrasch siebenmal mit Thorarollen umkreist. Die Kinder werden zum ersten Male bis auf die Schläfenlocken geschoren. $peitdenau$wei$. Thoras Chajim. Chajim Gellis IX K 2000, Bris Milch Feuer durch Rab. Benedikt 1100, Moses Tauber, Traunkirchen 1000, N. N. durch Josef Goldschmidt Kö 500, Klara Neuberger, Czernowitz Lei 52, Emanuel Stößl, Mödling K 500, Direktor Leo Kluger 3000, Salomon Wildmann, Watramoldawitza 15.000, Schnödem Adas Jeschurun 51.379, Schnödem Ohel Abraham 19.979, Schnödem Liwiat Ghen 3872, Chajim Krämer 500, Moritz Gang 300, Emanuel Koppel 792, Ignatz Deutsch 1000, Sigmund Gang 1000, M. Lieblein 1000, Dr. Riesz 500, A. Secher 200, M. Schärf200, Spendet m m lupdpppe! Pmonalia. [_jg^ Verlobungen. Frl. Sari Herskowits (Tochter des Rabbiner Michael Herskowits), Budapest — Moritz Poraeran, Satumare (Szatmär). Geburten. Prof. Dr. Eugen Lieben und Frau (geb. Grünbaum), ein Knabe. Todesfälle. David L. Alexander, gewesener Präsident der Deputies of British Jews, London. Frau Alice de Rothschild (Tochter des Baron Anselm Rothschild), Paris. Herausgeber: „Jüdischer Verlag G. m. b. H." — Verantwortlicher Redakteur: Jakob Deutsch. Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. — Druck: Genossenschafts-Buchdruckerei, Wien, VUI., Hernalser Gürtel 20. — Telephon Nr. 19.772. Adas Jisroel (Schiffschul), II., Große Schiffgasse 8. Gebetstunden: 14. bis 21. Ijar 5682. Freitag, 14. Ijar, Sabbateingang 7-20 Uhr. Samstag 'S Morgengebet 6-80 und 9. Mincha 12-15. Um 8-30 Vortrag von HDR W^TBi anschließend Mincha, Sabbathausgang 8.10 Uhr. 1 An Wochentagen fitt^M: 515> Morgengebet 6 Uhr, Mincha 7*30 Uhr. Montag, Fasttag iJttf, Mincha 7-15 Uhr. Freitag, den 21. Ijar, Sabbateingang 7'30 Uhr. Jakob Deutsch Wien-Mattersdorf Szenen Breuer Sopron Verlobte. Zur Verlobung seines Freundes Herrn Max Glück (Bratislava-Budapest) mit Frl. Estike Goldberger (V. Joka) gratuliert herzlichst Leopold Haas (Lucence, Losonc). S3 KoitRurse. S9 In der mm Tlöbn-Schule Samorin (Somorja) Slowakei wird ein d w im der fähig ist, mit einigen Kindern in 'DHU 'W^liM zu unterrichten, akzepziert. Offerte an Max Stern, Samorin Zup, Bratislava. Die Gemeinde Lackenbach (Burgenland) sucht für sofort einen *TfO für die Machsike Thora, welcher W in und IHM unterrichten soll. Gehalt nach Uebereinkomrnen. Offerte an Oberrabbiner J. Kraus, Lackenbach (Burgenland). Die Vranover auth. orth. Kultusgemeinde sucht sofort einen ow vm nnaiö pTOi der zugleich vorzüglicher bhlö Klip nbfin f?JD sein muß. Gehalt laut Uebereinkomrnen. Offerte samt ntap Kopien mit Angabe von Alter und Familienstand zu richten an Isidor Schwartz, Vranova (Slovenska). Spesen werden nur den Berufenen vergütet. Die Velke Kostolaner aut. orth. isr. Kultusgemeinde akzeptiert einen a" i v der von drei anerkannten orth. Rabbinern FfD2p hat, per 1. Mai. Gehalt Kö 8000 und Nebeneinkommen von zirka Kö 2000. Bewerber wollen an den Vorstand Kopien ihrer Zeugnisse einsenden. Velke Kostolany, 2. April 1922 Zupa Nitra 922. Der Vorstand. In der orth. isr. Kultusgemeinde zu Trnava (Slowakei) ist die Stelle eines nban bym p*nm tomrc zu besetzen und wird auf besondere Tüchtigkeit im Kantorfache und DTOp von anerkannten D^yi reflektiert. Gehalt laut Uebereinkomrnen. Offerte samt Zeugniskopien sind ehestens an Israel Abeles, Präses, Trnava, zu richten. Für ein hübsches, streng religiös und häuslich erzogenes Mädchen, Tochter eines Kultusbeamten in Großstadt, mit 3 Millionen Kronen Mitgift und schöner Ausstattung, wirdein junger, streng frommer Mann, nicht unter 26 Jahre gesucht. )TT) bevorzugt. Briefe unter „H. W.w an die Administration des Blattes. Protokollierter Essigfabriks-Einrichter und Leiter auf Abonnement, garantiert 80 Prozent Ausbeute. Gegründet im Jahre 1884. Lazar Weiß, Galanta CSIowakei). Kunstkarten nach Entwürfen von URIEL BIRNBAUM Zehn Stück zusammen Kronen 500.— Jüdischer Verlag G. m. b. H. Wien, II. Obere Donaustraße 91 I BURE3UM0BEL in bester Ausführung ADLER & STERN Wien, I. Schottenring 12.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.