Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 8 (1922)
- Issue
- 2 (13.1.1922)
- Date
- 1922-01-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 JÜDISCHE PRESSE Nr. 2 unterschätzen sei. Sie war selbst in einer Zeit — inmitten und zum Schlüsse des Weltkrieges — pfiiehtgetreu, hatte auch in jener schweren Zeit vieles geleistet. Heute können wir bereits von einer vorhandenen tatsachlichen Weltorganisation sprechen. In allen Ländern hat bereits Agudas Jisroel festen Fuß getaßt, so weit, daß man sich auf diese stützen kann. Sodann übergeht Redner auf den Stand der Dinge in den einzelnen Ländern. Vor allen marschiert Polen. Dort kam Agudas Jisroel zur rechten Zeit, hatte die Kreise der Orthodoxie für sich eingenommen und ist in jede Familie gedrungen. Dort und in den Nachbarstaaten spielt sich ein Kampf zwischen Vater und Solin, zwischen Mutter und Tochter ab, dort geht ein heftiges Ringen vonstatten, als dessen Resultat, die Tatsache zu registrieren ist, daß sich die treugebliebenen Kreise um die Fahne der Agudas Jisroel scharen. Retiner weist auf die grundverschiedenen Verhältnisse dieser Länder zwischen Vor- und Nachkriegszeit hin, bemerkt, daß der Krieg dort eine Hölle aufgetan, so daß Eltern ibren Kindern nicht gebieten konnten. Es hat große Anstrengungen gekostet, bis sich die Orthodoxie Polens und an ihrer Spitze die dortigen Geonim der Aguda anschlössen und unter dem Namen „Szoljme Emune Jisroel" eine eigene Landesorganisation gründeten. Dieser Name dürfte am 15. Schewat mit dem Namen Agudas Jisroel eingetauscht werden. Redner verweilt sodann bei allen Aguda-Organisationen der einzelnen Länder und kommt sodann auf die der Slowakei zu sprechen, indem er erklärt: „In der Slowakei geht die Jugend voran, selbstredend im Sinne der Alten", wünscht, daß, nachdem nun fast in allen Gemeinden Jugendgruppen gegründet sind, diese laut Wunsch der Zentrale die ernste Arbeit, beginne. Redner erklärt mit Freuden, daß er dieses Bestreben an der slowakischen Jugend wahrgenommen habe. Sekretär S. Frommer referiert eingehend über alle aktuellen Fragen und Aktionen, wobei er das Verhältnis der Jugendgruppen m ihrer Zentrale, dasjenige der beiden Landesörganisationen in der Slowakei (Orts- und Jugendgruppen) und schließlich das zur Aguda-Zentrale Wien eingehend beleuchtet. Die Finanzfrage und deren Bedeutung empfiehlt Redner besonders den Delegierten zur Beachtung. Ueber die Erez Jisroel- Frage entwirft Referent auch ein klares Bild. In der Debatte bemängelt Lewitus, I)unajeska.Streda, die Teilnahme der Ortsgruppen an den Arbeilen und beschuldigt die Zentralleitung damit, daß sie bis nun für Propaganda wenig getan. Die dortigen Vereine könnten sich nach rein sachlicher Propaganda der Aguda anschließen. Sieg. Stern (Wien) begrüßt im Auftrage der Wiener Jugendgruppe, bemerkt, daß den beiden Gruppen bezw. Landesorganisationen im Rahmen der Organisation eine bedeutende Rolle zufällt, welche auf Grund der nahen Nachbarschaft und gemeinschaftlichen Interessen zusammenarbeiten müssen. Bemängelt die Parteiverhältnisse in der Slowakei und weist auf den jüngst gegen den Präses der Zentralkanzlei gerichteten Angriff. Das würde in Wien nicht ungerügt bleiben. In dieser Hinsicht, u. zw. moralisch, sei die Slowakei noch Wien verantwortlich. Die Palästinafrage ebenfalls beleuchtend, schließt sich Redner dem Vorwurfe Lewitus' (D.-Streda) an und beantragt, von der Zentrale für die nächste Zeit Propagandakräfte anzufordern. (Angenommen.) Steiner (Wien) begrüßt gleichfalls den Delegiertentag, spricht in Angelegenheit der Kinderaktion der Wiener Aguda. Link (Topolcany) beantragt mit Hinweis auf die Wiener Aktionen, daß nunmehr hauptsächlich für unsere slowakischen Bedürftigen etwas geleistet werde. Redner weist sodann auf die Entfremdung der Juden der oberslowakischen Gegenden von der Thora hin, die auch herangezogen werden müßten. Ackermann (Presov) bemängelt den Umstand, daß bei der Propaganda die Jugend außer acht gelassen wurde. Die Kinderaktion, resp. dessen Vorbereitung, beginne schon in allernächster Zeit. Lampel (Nitra) übermittelt Grüße der dortigen Jugendgruppe, referiert über deren Tätigkeit. Die Jeschiwasektion unterstützt Bachurim in fremden Jeschiwas und dort Lernende, versorgt sie mit Kosttagen und Quartieren. Diese Aktion weist ein monatliches Budget von K 1000—1200 auf. Allabendliche Schiurim, Sabbathvorträge sind Leistungen der Schiur-Sektion. Schöne Leistungen weist die Bikur-Gbojlim-Sektion auf, die arme Kranke mit allem Nötigen, in vielen Fällen mit Koscherkost versorgen. Beantragt Bildung solcher Sektionen in anderen Jugendgruppen. (Angenommen.) Stern (Piestany) beantragt großangelegte Propagandatätigkeit für den Keren Erez Jisroel, gleichfalls Propagandamaterial für E. J. Schlesinger (Topolßany) bemängelt die Tätigkeit der Jugendgruppen auf dem Gebiete der Keren Erez Jisroel-Aktion. Weist auf den Beschluß der Topolcanyer .Tugendgruppe, der dahin lautet, daß den nächsten Schabbes die Einkünfte der Tempelspenden diesem Fonds zugewendet werden. Auch bei den allwöchentlichen geselligen Zusammenkünften werden große Beträge diesem Fonds gespendet. A. Rosenbaum (Bratislava) beantragt, daß die Zentralleitung Schritte unternehme, daß eine Landesorganisation in der Kompetenz der anderen ohne ihr vorheriges Befragen nichts unternehme. Empfiehlt, dem Organe der slowakischen Jugend, der „Jüdischen Jugend", weitgehendste Beachtung zu widmen. Der Vorsitzende erklärt, daß, wenn bis nun wenig geleistet wurde, das auf den Mangel finanzieller Mittel zurückzuführen sei, und ist es Aufgabe des heutigen Delegiertentages und aller Jugendgruppen insbesondere, diese zu schaffen. Es heißt nun, die Propaganda von Mann zu Mann energisch zu betreiben. Redner liest die wichtigsten Punkte des Statutenentwurfes vor. Sodann kehrt er zur Erez Jisroel-Atbeit zurück und erklärt: Näherliegcnd ist wohl die Golusarbeit, dem Gefühle der Jugend liegt jedoch die Erez Jisroel-Arbeit näher. Dem Keren Erez Jisroel soll unbedingt weitgehendstes Interesse entgegengebracht werden. Da das geschriebene Wort bedeutend größeren Wert hat als das gesprochene, glaubt Redner, daß ebenso für die Propaganda als auch für den engeren Kontakt der Jugendgruppen ein Blatt nötig wäre, u. zw. soll dies eine Jugondzeitung sein, welche hauptsächlich die Interessen der Jugend vertrete. Die „Jüdische Jugend", dessen erste Nummer bereits erschien, sie müßte nun in Form eines .lugenöblattes weiter erscheinen. Die finanzielle Grundlage müßte jedoch geschaffen werden. Dem bisherigen Provisorium sei nun ein Ende zu machen und an seine Stelle trete eine lebensfähige, straffe Organisation. Die Statuten geben ihr die Grundlage und auch die Aufbringung finanzieller Mittel, dann ist für die Aguda in der Slowakei der Boden fest. (Fortsetzung folgt.) Sijum des „Ucreines mabadre fiatalmu<T in PrePurg. Am letzten Ghanukaabende fand im Saale der Mensa, wie alljährlich, ein Sijum des genannten Vereines auf den ganzen Talmud statt. Anwesend waren die Preßburger Bne-Thora mit dem Ehrw. Rabbinat an der Spitze. Leider war der Abend, der eigentlich einen echt jüdischen Charakter tragen sollte, durch das taktlose Benehmen mancher in Preßburg als Bne-Thora geltender Kreise, zu einem Tummelplatze wüster Szenen. Wir bezeichnen hier bloß die einleitende Ansprache des Herrn Katzburg senior, der in Vertretung des Präses des Herrn Isidor Engel eine sogenannte Festrede mit deutlichen persönlichen Angriffen hielt. Ehrw. Oberrabbiner Schreiber n. j. hielt eine schwungvolle Eede. Er führte unter anderem aus: „Es ist Aufgabe eines jeden Ben-Thora, die in unserer Lehre enthaltenen Theorien ins Praktische umzusetzen, für deren Beachtung mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln einzutreten und bei irgendwelcher Bedrohung für sie mit seinem ganzen Können und Wissen in die Bresche zu treten. Das „Naasseh" am Sinaj, war dem „Nischma" noch vorangegangen." Ehrw. Herr Obberrabbiner kam sodann auf die Erez Jisroel-Frage zu sprechen, erklärte, daß es hier besonders Pflicht und Schuldigkeit eines jeden ist, den Standpunkt des konservativen Judentums zu verfechten. Selbst wenn es darauf ankommt die „Teschuaus" durch „Milchomaus" zu erreichen, darf dies nicht zurückschrecken. Wohl ist es in erster Reihe die Pflicht des geistigen Lenkers, dem Standpunkt des G-ttesgesetzes nach Innen und auch nach außenhin, Geltung zu verschaffen. Es ist daher eine Infamie, wenn man diejenigen Personen, die in erster Reihe zur Leitung des Judentumes prädestiniert, ihrer Aufgabe gemahnt und darauf hinweist, daß dies ihnen nicht zustehe. Die Geschichte lehrt es uns zur Genüge, daß es immer •wieder der geistige Lenker des Judentums sein mußte, der die Interessen der Thora, die sich in jedem Momente des jüdischen Lebens offenbaren, nach innen und auch nach außenhin vertritt. Chanukos Legende lehrt es uns, wie Matisjahu samt seinen Söhne, obzwar Hohepriester, dennoch den Kampf gegen die Feinde des jüdischen Judentums aufnahm. Denn* das Thoragesetz verlangt Beachtung, der Thorageist gibt Richtlinien in allen Positionen des jüdischen Lebens. Sr. Ehrw. sprach noch schöne Diwre Hagodo und Gharifus. Ehrwürden Herr Rabbiner Rubinstein sprach ebenfalls vorzügliche Gharifus- und Hagodo-Worte. Ehrwürden Herr Rabbiner D. Wessely hielt das Publikum mit seinen schönen Ausführungen im Banne, ferner Rabbiner Samuel Donath und Rabbiner A. Herzl, die Diwre-Thora gemengt, die Bedeutung des Ghanukofestes erklärten. Letzterer in seiner bekannten humoristischen Weise. Der Sijum war schön besucht, es waren zirka 135 Personen zugegen. Um das Arrangement bemühten sich Herr M. J. Ungar, Haar, Klein, Engel u. a. Sijum der Preßbürger Bahbinatsschüler. Ein zahlreiches Publikum war an dem am fünften Chanukaabende stattgefundenen Sijum und Chanukafest der Preßburger Bachurim erschienen. Die Eröffnungsrede hielt Rab.-Kand. F. Rosenberg, der namens der Schüler der Hochschule dem hochverehrten Oberrabbiner als auch dem Beth-Din für ihr Erscheinen den herzlichsten Dank verdolmetschte. Der Oberrabbiner n. j. sprach in seiner Rede seine Zufriedenheit über die Schüler aus, die sich dessen bewußt sind, daß die Schule die alten Traditionen des großen Chassam Soffer dokumentiere und diesem sowohl mit ihrem Betragen als auch mit ihrem Fleiße Ausdruck verleihen. Vorzüglich sprachen die Schüler der Rabbinatsschule F. Rosenberg und Samuel Müller, die von dem jüngsten Schiur eine Abhandlung vortrugen, ferner sprachen Weisz Isaak, Zitron, Stern, Pollak und Sah Fischhof, die von der auf Ghanuka gelernten Kowso einen Charifus-Vortrag hielten. Ueber Ghanuka sprachen Weiß, Müller und L. Schaffer. Um das Arrangement bemühten sich die Herren Schönfeld und Groß. Agudas Jisroel-Jugendgruppe Dunajska-Streda. Am Sonntag, den 17. Kislew, besuchte uns in Vertretung der Zentralleitung der Jugendgruppen Sekretär Siegfried Frommer, um über verschiedene Fragen mit der Leitung der Jugendgvuppe zu beraten. Bei der stattgefundenen Vorstandssitzung wurde hauptsächlich die Möglichkeit erwogen, wie der gesamte Kreis der orthodoxen Jugend der hiesigen Gemeinde zur Aguda herangezogen werden könnte. Es ist zu hoffen, daß die hiesige Jugendgruppe baldigst zu den ersten des Landes zählen wird. Agudas Jisroel-Jugendgruppe Neutra. Bei der jüngst stattgefundenen Generalversammlung wurden folgende Herren gewählt: Heinrich Weiß, Präses; Leo Reimann, Julius Danzig, Emanuel Dirnfeld, Max Kohn, Ferdinand Glück, Isidor Lampl, Josua Latzer und David Pieiehenthal. Die konstituierende Sitzung des neugewählten Vorstandes fand bereits am 10. Dezember statt. Sijum in Velke-Kapucany. Sonntag abends wurde hier ein Sijumfest abgehalten. Es wurden schöne Diwre-Thora von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schi, und von mehreren Bne Thoros gesagt. Es wurden gewählt die Herren: Hermann Klein, Samuel Vogel, Alter Landau, Kaiman Weiß, Jakob Braun, Geza Fried, Abraham Fried; Ersatzmänner: Hermann Weiß, Pinkas Schwartz. Der nächste Sijum wurde auf Sonntag jVD fT'D an Jahreszeit des Rabbenu hagoan Wchakodojsch bestimmt. Sijum des Agudas-Reim-Vereines in Preßburg. Sonntag, „Soß-Chanuko", fand der Sijum auf den „En-Jakow"-Kurs, den Herr Dr. Bela Beer leitete, unter großer Beteiligung der Mitglieder statt. Das Fest verlief in gewohnter gemütlicher Weise. Schöne „Diwre-Thora" sprachen Herr Salamon Fischhof, Herr Dr. Bela Beer und Juda Goldberger. Herr A. Waldmann zeichnete sich mit seinem schönen Gesang aus. Die Küche besorgte Herr und Frau Juda Müller. Spät abends schieden die Mitglieder voneinander mit dem Gefühle, einen angenehmen jüdischen Abend verbracht zu haben. CawksMrband der flguda-JJugendöruppen der Slowakei, Scbomreb $cbabbo$»$ektion. Stellen geauche: Aus religiösem Hause stammender junger Mann, sucht Lehrlingsstelle in Manufaktur- oder Modewarenbranche, gegen ganze Verpflegung eventuell aufs Land. Junger Mann, der französischen, deutschen, slawischen, arabischen Sprache mächtig, übernimmt Dolmetschposten eventuell in Oesterreich. Friseurgehilfe sucht Stelle in Bratislava oder Provinz. Anfragen und Meldungen sind an den Landesverband der Aguda Jisroel-Jugendgruppen in der Slowakei, Bratislava, Turnergasse 14—16, zu richten. Oberrabbiner Israel Frankl s. z. 1. Das Leichenbegängnis gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung der Verehrung, welche der „Schattmannsdorfer Raw", allseits genossen hatte. Im Hause des Verblichenen nahm dessen Schwiegersohn Rabbiner Dr. Frankl (Halberstadt) im Namen der Familie Abschied, er pries die edle Selbstverleugnung des Toten, der sich von seiner Kehilla nicht trennen wollte, trotz ehrender Berufungen, weil er den, Niedergang derselben fürchtete wie Nachum ischgamsu, dessen Haus nach seinem Abgang zusammenfiel. Er pries seine besondere Ahawas Isroel, hob hervor, daß er schon am denkwürdigen Kongreß von 1808 als Delegierter zweier Bezirke für die Orthodoxie tätig war. Am Bes-hachajim widmete zuerst Oberrabbiner Schreiber dem Verstorbenen bewegte und bewegende Worte der Trauer, hob seine hohen Charaktereigenschaften, seine außerordentliche Bescheidenheit hervor, seine ungewöhnliche Hingabe zur Limud hathora. Nun sprach der Schwiegersohn Oberrabbiner Brody Miava mit tiefem Eindrucke über die edle Menschenfreundlichkeit des Hingeschiedenen. Zum Schlüsse hielt der Schwiegersohn Oberrabbiner Hirschler einen tiefempfundenen Hesped, in welcher er die vielseitige Persönlichkeit des Verstorbenen zeichnete, seine echte Jira, seine Ahawat hatora we-Jisroel, seine wunderbare Art der Tefilla, seine Liebe zu Erez Isroel, wo er ein Haus erworben hatte. i"Q"2£jn Krakau. Am 19. Dezember fand hier die Generalversammlung der hiesigen Jugendgruppe im Lokale „Beis Jakow" statt. Die Versammlung war gut besucht. Nachdem sich einige Mitglieder über die bisherige Tätigkeit äußerten, hielt Herr A. Z. Friedmann aus Warschau ein nahezu zweistündiges Referat, in welchem er die praktischen Ziele und Aufgaben der Jugendgruppe klarlegte. Sein geistreiches Referat erregte stürmischen Beifall. Infolge der vorgerückten Stunde wurden die Wahlen auf die nächste Woche verschoben. Sie fanden Dienstag, den 26. Dezember, bei einer sehr lebhaften Beteiligung statt. Der gewählte Ausschuß besteht aus folgenden Herren: Michael Premiger, Ii. L. Klein, S. Töchtermann, M. Luksemberg, J. Wolf, J. Horowitz, M. Kirschbaum, J. Blühbaum, J. Birnbaum, M. Apfelbaum, J. Apfelbaum, S. Ratner, M. Grünberg, E. Großfeld, A. J. Riterman, S. Przeworski, M. Leukowitz, M. Karmel, A. Lander und Gh. J. Wolf. Es ist zu hoffen, daß der neue Ausschuß seinen hohen Aufgaben im vollsten Maße gerecht werden wird. Es wäre aber wünschenswert, daß sich die hiesige Aguda ein bischen mehr um die Jugendgruppe interessiere, die doch die Hoffnung und Zukunft der Aguda ist. E. G. Huf ruf! Zu den wichtigsten Mizwoth, die ein Jude ausüben muß, gehört das Gebot von Zizzis und Teffllin. Durch die ungeheure Entwertung unseres Geldes ist die Anschaffung von Zizzis und Teffllin für den weit größten Teil unserer Giaubensbrüder ganz unmöglich. Kostet doch heute ein Paar Teffllin, die religionsgesetzlich einwandfrei sind, viele Tausende von Kronen. Mit betrübten Herzen muß es jeder Jude sehen, daß der größte Teil der Jugend, die die „Jesod Hathora" besuchen, sich keine Zizzis